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SKELETON

Skeleton: 3. Platz für Sophia Griebel und Kilian v. Schleinitz beim Auftakt-ICC in Innsbruck

• Zwei Podestplätze für Sophia Griebel und Kilian v. Schleinitz beim ersten ICC-Rennen in Innsbruck
• Corinna Leipold auf den Rängen 12 und 13
• Dominic Rady fährt auf Platz 6 und 7, Felix Seibel in beiden Rennen auf Rang 12

Innsbruck/Igls (bsd/16.11.2018) Am Donnerstag, den 15. November 2018, und Freitag, den 16. November 2018, startete für die deutschen Skeletonis die Intercontinentalcup-Rennserie 2018/19 im österreichischen Innsbruck/Igls. Für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland gingen Sophia Griebel, Corinna Leipold, Kilian von Schleinitz, Dominic Rady sowie Felix Seibel an den Start.

Das erste ICC-Rennen der Frauen endete zugleich mit einem Podestplatz von Sophia Griebel: Mit 0,60 Sekunden Rückstand wurde die 28-Jährige Dritte – den Sieg holte sich die Österreicherin Janine Flock, Viertplatzierte bei den Olympischen Spielen 2018, vor der Britin Laura Deas, Bronzemedaillengewinnerin von PyeongChang (+ 0,42 Sek.). Die zweite deutsche Starterin Corinna Leipold wurde mit 1,83 Sekunden Rückstand auf Flock Dreizehnte.

Im zweiten Intercontinentalcup verpasste Sophia Griebel um 23 hundertstel Sekunden das Podest und wurde mit 0,61 Sekunden Rückstand Vierte. Der Sieg ging erneut an Janine Flock, vor Laura Deas (+ 0,15 Sek.) und der US-Amerikanerin Megan Henry (+ 0,38 Sek.). Corinna Leipold fuhr mit 1,65 Sekunden Rückstand auf die Siegerin auf den zwölften Rang.

Bei den ICC-Rennen der Männer gelang Kilian von Schleinitz, ebenso wie Sophia Griebel, am ersten Tag ein Podestplatz. Mit 0,19 Sekunden Rückstand fuhr er auf den dritten Rang, gewonnen hat der Brite Craig Thompson, vor seinem Teamkollegen Marcus Wyatt (+ 0,02 Sek.). Dominic Rady belegte mit 0,48 Sekunden Rückstand auf Thompson Rang sechs, Felix Seibel wurde Zwölfter (+ 1,41 Sek.).

Am Freitag war erneut Kilian von Schleinitz bester Deutscher: Er belegte mit 0,59 Sekunden Rückstand Platz fünf. Der Sieger hieß an diesem Tag Marcus Wyatt, Zweiter wurde der Koreaner Seunggi Jung mit 0,08 Sekunden Rückstand. Auf den dritten Platz fuhr der Österreicher Samuel Maier (+ 0,33 Sek.). Dominic Rady wurde Siebter (+ 1,02 Sek.), Felix Seibel belegte erneut den 12. Platz (+ 1,51 Sek.).

Trainerin Anja Selbach ist mit den Leistungen zufrieden: „Es war ein sehr starkes Starterfeld beim 1. und 2. ICC in Innsbruck vertreten: Bei den Damen waren Janine Flock und Laura Deas, die bei den Olympischen Spielen im Februar 2018 um den Sieg mitgefahren sind, mit dabei. Auch bei den Herren hatten wir ein sehr starkes Starterfeld. Unsere Athleten haben sich gut durchgekämpft. Es war keine leichte Woche, wir hatten schlechte Bedingungen, zu warmes Wetter und eine relativ langsame Bahn. Bei den Rennen konnten wir hingegen unter besten Bedingungen die Wettkämpfe absolvieren. Nach den drei langen Selektionsrennen war die Luft ein bisschen raus bei unseren Athleten, das hat an den Kräften und Nerven gezehrt. Nichtsdestotrotz waren die Leistungen, insbesondere von Sophia und Kilian, sehr gut und zeigen, dass wir um die Podestplätze bzw. um den Sieg mitfahren können. In Winterberg werden wir dann voll angreifen.“

Das dritte und vierte ICC-Rennen findet vom 23. bis 24. November 2018 in der Veltins Eisarena in Winterberg statt.

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Skeleton: Nominierung der Weltcup-, EC- und ICC-Teams für die Saison 2018/19

• Letzte Selektionsrennen in Winterberg
• Lölling, Hermann, Jungk, Gassner und Keisinger neues Weltcup-Team

Winterberg (bsd/10.11.2018) Am Freitag, 09. November, und Samstag, 10. November 2018, fanden in der Veltins EisArena in Winterberg die letzten beiden von insgesamt fünf Selektionsrennen der deutschen Skeleton-Mannschaft statt.

Die vierte und fünfte Selektion gewann bei den Frauen die dreifache Weltmeisterin Tina Hermann. Am Freitag setzte sie sich mit 0,40 Sekunden Vorsprung vor Sophia Griebel durch, Dritte wurde Janine Becker (+ 0,71 Sek.). Am Samstag siegte Hermann mit 0,31 Sekunden Vorsprung erneut vor Griebel, Dritte wurde dieses Mal Corinna Leipold mit 1,01 Sekunden Rückstand.

Bei den Männern dominierte Alexander Gassner die Winterberg-Selektionen: Am Freitag gewann er mit 0,39 Sekunden Vorsprung vor Felix Keisinger und Kilian v. Schleinitz (+ 0,45 Sek.), am Samstag fuhr er vor Axel Jungk (+ 0,52 Sek.) und Felix Seibel (+ 0,80 Sek.) an die Spitze.

Im Anschluss an die Rennen legte Cheftrainer Dirk Matschenz die Nominierungen für die Weltcupmannschaft sowie für die Europacup- und Intercontinentalcup-Serien für die kommende Saison 2018/19 fest.

Bei den Frauen werden die bereits gesetzte Jacqueline Lölling sowie Tina Hermann in der BMW IBSF Skeleton-Weltcupserie 2018/19 für Deutschland an den Start gehen. Hermann konnte alle Selektionsrennen der vergangenen Wochen klar für sich entscheiden und gewann die beiden ersten Rennen am Königssee sowie die darauffolgende dritte Selektion in Altenberg als auch die letzten beiden Rennen in Winterberg.

Der dritte Startplatz wurde als „Rotationsplatz“ sowohl an Sophia Griebel als auch an Susanne Kreher vergeben. Griebel wird zunächst bei den ersten beiden ICC-Rennen in Innsbruck/Igls starten und anschließend die Weltcups in Sigulda und Winterberg im Dezember fahren. Susanne Kreher, die an der vierten und fünften Selektion in Winterberg aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, wird in knapp zwei Wochen beim Doppel-ICC in Winterberg starten und anschließend die Weltcups in Altenberg und am Königssee fahren: „Somit haben beide Athletinnen vier Rennen zu bestreiten. Nach dem Weltcup am Königssee Mitte Januar können wir für die zweite Saisonhälfte anhand der Leistungen dann entscheiden, wie wir weiter verfahren werden“, so die Erklärung von Dirk Matschenz.

Der zweite ICC-Startplatz für die erste Saisonhälfte wurde zunächst an Corinna Leipold vergeben, für den Europacup wurden Janine Becker, Hannah Neise, Luisa Hornung und Josefa Schellmoser nominiert.

Bei den Männern wurden Axel Jungk, Alexander Gassner und Felix Keisinger für die neue Weltcupsaison nominiert. Im ICC gehen Felix Seibel, Kilian v. Schleinitz sowie Dominic Rady an den Start, im Europacup fahren Fabian Küchler, Cedric Renner, Robin Schneider und Lukas Nydegger.

Christopher Grotheer, der verletzungsbedingt pausieren musste, wird zunächst am Europacup in Winterberg als auch an einem der beiden EC-Rennen am Königssee starten, um wieder Wettkampfpraxis zu bekommen.

Die ersten ICC- und EC-Rennen finden nächste Woche in Innsbruck/Igls (AUT) statt. Am 15. und 16. November werden die ersten beiden ICC-Wettkämpfe ausgetragen, am 16. und 17. November startet der Europacup mit den ersten zwei von insgesamt acht Rennen.

Skeleton: Hermann, Jungk und Gassner dominieren erste Selektionsrennen am Königssee

• Tina Hermann gewinnt 1. und 2. Selektion am Königssee
• Axel Jungk und Alexander Gassner siegen abwechselnd bei den Männern
• Jacqueline Lölling als Olympia-Zweite bereits gesetzt

Königssee (bsd/29.10.2018) Am Freitag, 26. Oktober, und Samstag, 27. Oktober 2018, fanden in der Deutsche Post Eisarena Königssee die ersten zwei von insgesamt fünf Selektionsrennen der deutschen Skeleton-Mannschaft statt.

Für die kommende Saison ist für die BMW IBSF Weltcup-Serie 2018/19 bisher nur die 23-jährige Brachbacherin Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) gesetzt. Sie hatte im Februar bei den Olympischen Spielen in PyeongChang mit der Silbermedaille ihr erstes olympisches Edelmetall gewonnen und sicherte sich damit zugleich das Weltcup-Ticket für die neue Saison.

Bei allen anderen Athleten diente das Selektionswochenende am Königssee dem ersten Vergleich und Kräftemessen innerhalb der eigenen Mannschaft.

Bei den Frauen dominierte ganz klar Tina Hermann (WSV Königssee) mit zwei Siegen an beiden Tagen. Mit 1,02 Sekunden Vorsprung am ersten und 0,75 Sekunden Vorsprung am zweiten Tag hatte die dreifache Weltmeisterin zweimal die Nase vorn. Corinna Leipold (BRC Thüringen) und Susanne Kreher (RBSV Sachsen Oberbärenburg) fuhren an Tag 1 zeitgleich auf den zweiten Rang. Beim zweiten Selektionsrennen platzierte sich Sophia Griebel (RT Suhl) vor Corinna Leipold, die mit 0,95 Sekunden Rückstand auf Hermann Dritte wurde.

„Sophia Griebel hatte am ersten Tag ein paar fahrerische Probleme, die sie am zweiten Tag dann korrigieren und verbessern konnte. Sehr gut waren die stabilen Fahrleistungen bei den beiden Mädels im Anschluss, Corinna Leipold und Susanne Kreher. Die beiden sind während der ganzen Woche sehr konstant gefahren und konnten dies dann im Wettkampf abrufen. Die Lücke zu Tina und Jacqueline ist dennoch immer noch groß, die wir in den nächsten Jahren versuchen werden, zu schließen“, bewertet Cheftrainer Dirk Matschenz die Leistungen der Frauen-Mannschaft.

Im Selektionsrennen der Männer lieferten sich Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Alexander Gassner (BSC Winterberg) ein enges Duell. Am Freitag setzte sich Gassner, Neuntplatzierter bei den Spielen in PyeongChang, mit hauchdünnen 0,06 Sekunden Vorsprung vor Jungk an die Spitze. Dritter wurde Felix Seibel (BRC Hallenberg) mit 0,81 Sekunden Rückstand.

Das Samstags-Rennen dominierte wiederum Axel Jungk, bei den Olympischen Spielen 2018 Siebter, mit noch knapperen 0,02 Sekunden Vorsprung vor Gassner. Auf den dritten Rang fuhr der Berchtesgadener Felix Keisinger (WSV Königssee) mit 0,22 Sekunden Rückstand.

„Die Konkurrenz zu Jungk und Gassner liegt bereits in Lauerstellung. Sehr stark waren die Startzeiten im Nachwuchsbereich, die teilweise Bestzeiten geliefert haben und ganz nahe am Startrekord dran waren. Fahrerisch gibt es noch das ein oder andere zu verbessern, aber das ist ganz normal am Anfang einer neuen Saison“, so Dirk Matschenz zu den Selektionsrennen der Männer.

Christopher Grotheer (BRC Thüringen), neben Jungk und Gassner der dritte deutsche Athlet, der bei den Spielen in PyeongChang mit dabei war, konnte verletzungsbedingt nicht starten und fällt für die erste Saisonhälfte aus.

Am Freitag, 02. November, findet in Altenberg die dritte Selektion statt, bevor anschließend in Winterberg die beiden finalen Qualifikationsrennen für die neue Saison gefahren werden.

Skeleton: Drei Fragen an … Jacqueline Lölling

• Interview mit Skeleton-Athletin Jacqueline Lölling, Silbermedaillengewinnerin von PyeongChang

Berchtesgaden (bsd/17.10.2018) Im vergangenen Winter machte Skeletoni Jacqueline „Jacka“ Lölling als „Speed-Queen“ auf sich aufmerksam: Mit vier Weltcupsiegen, dem zweiten Gesamtweltcupsieg in Folge sowie der Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea dominierte die 23-jährige Brachbacherin wie keine andere die internationale Skeleton-Szene. Zwar reichte es für die erste deutsche Goldmedaille im Frauen-Skeleton in PyeongChang leider nicht, doch die Silbermedaille glänzte für Top-Favoritin Lölling nach einem nervenaufreibendem Finallauf sicherlich genauso schön. In unserem Herbstinterview erzählt Jacqueline Lölling über die Zeit im "Club der Besten" in Andalusien und ihren neuen Heimtrainer und setzt bereits das Augenmerk auf die kommende Saison.

Du warst vor kurzem im „Club der Besten“ der Deutschen Sporthilfe in Andalusien. Welche Challenge hat dir am besten gefallen und was hast du aus der Woche für dich persönlich mitgenommen?

Die Woche im „Club der Besten“ ist natürlich immer eine ganz besondere und tolle Zeit. Eines der schönsten Erlebnisse war die Fahrt mit dem E-Bike auf den Fels von Gibraltar, die mit lustigste Challenge war das Bubble-Ball-Fußballmatch. Es war eine tolle Erfahrung und ist auch immer wieder eine super Motivation für die Zukunft, eine Medaille zu gewinnen, da man so oft wie möglich dabei sein will. Dieses Jahr war es außerdem besonders emotional aufgrund der Geschichte um Kristina Vogel. Da sieht man, dass im Sport einfach alle zusammenhalten und sich diese „Sportgemeinschaft“ auch gegenseitig unterstützt.

Du arbeitest seit April mit einem neuen Heimtrainer, Heiner Preute. Wie läuft das Training mit ihm? Hat sich in deinem Trainingsalltag im Vergleich zu früher recht viel verändert?

Das Training mit Heiner macht viel Spaß und läuft sehr gut. Die Trainingseinheiten-Anzahl hat sich nicht geändert, am ehesten gab es noch inhaltliche Anpassungen. Ich bin mittlerweile lange genug dabei, um zu wissen, was mir gut tut und was nicht und dann wird das dementsprechend auch abgestimmt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich mich diesen Winter nochmal steigern kann und freue mich schon auf die neue Saison.

Anfang Dezember beginnt die neue Saison mit dem Weltcup-Auftakt in Sigulda. Auf welche Rennen freust du dich am meisten?

Der Bahn in Sigulda gehe ich mit gemischten Gefühlen entgegen, da sie sehr anspruchsvoll ist – die Bahn hat es definitiv in sich. Ich war bereits 2011 in Sigulda und bin gespannt, wie es mir in diesem Jahr ergehen wird. Ansonsten freue ich mich am meisten auf den Weltcup in Winterberg, da das meine Heimbahn und für mich daher immer etwas ganz Besonderes ist. Ich freue mich auch wieder sehr auf die Weltcups in Deutschland, wie z. B. Königssee – das sind für mich immer die schönsten Rennen während der Saison.

SKELETON: BSD BERUFT DIRK MATSCHENZ ZUM NEUEN CHEFTRAINER SKELETON

• Dirk Matschenz wird offizieller Nachfolger von Jens Müller
• Nachwuchsarbeit, Personalaufstockung und Materialentwicklung sind Schwerpunkte seiner anstehenden Aufgaben

Berchtesgaden (bsd/25.04.2018) Bundestrainer Dirk Matschenz wird das deutsche Skeleton-Nationalteam ab sofort als Cheftrainer Skeleton in die neue Wintersportsaison führen. Er tritt damit die Nachfolge von Jens Müller an, der sich nach 16 Jahren als Trainer im Skeletonsport aus dem deutschen Leistungssport verabschiedet hat. Der Vorstand des BSD hat Dirk Matschenz in der jährlichen Sportausschuss-Sitzung des BSD sein Vertrauen ausgesprochen und ihn zum neuen Cheftrainer Skeleton berufen.

„Bereits in der Wintersportsaison 2014/15 hatte Dirk Matschenz kommissarisch die Skeleton-Nationalmannschaft betreut, als Cheftrainer Jens Müller wegen eines Herzinfarkts ausgefallen war. Spätestens seitdem wissen wir, dass wir uns auch in schwierigen Situationen auf ihn verlassen können. Wir freuen uns, dass er die Aufgabe übernimmt und das Team um Olympia-Silbermedaillengewinnerin Jacqueline Lölling in den nächsten Olympia-Zyklus führen wird“, erklärt BSD-Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor Thomas Schwab.

„Der Skeletonsport bestimmt seit vielen Jahren mein Leben, und ich werde als Cheftrainer alles daran setzen, unsere Athleten weiter in der Weltspitze zu etablieren und erfolgreich auf dem Weg zu den nächsten Olympischen Winterspielen 2022 in Peking zu begleiten“, so der 38-jährige Matschenz. Neben der Betreuung des Nationalkaders und der erfolgreichen Sichtung und Ausbildung des Nachwuchses sieht Matschenz einen Schwerpunkt seiner Arbeit in der Aufstockung des Personals und der spezifischen Weiterbildung. Wichtig sei hier vor allem die leichtathletische Grundausbildung, die für die Verbesserung der Startzeiten entscheidend ist. Zudem möchte er noch enger mit Sportwissenschaftlern für trainingswissenschaftliche Auswertungen und neue Trainingsimpulse zusammenarbeiten und wieder einen regelmäßigen Austausch zur Materialentwicklung fördern.

Der gebürtige Ilmenauer war seit 1997 im Skeleton für den BSD als Athlet im Einsatz, wurde 1999 bei den Weltmeisterschaften in Altenberg Zehnter und gewann 2001 den Deutschen Meistertitel. Nach einem Streit mit dem deutschen Verband wechselte Matschenz 2002 in die Niederlande und wurde 2004 und 2006 jeweils EM-Vierter. Bei den Olympischen Spielen in Turin 2006 konnte er trotz sportlicher Qualifikation nicht teilnehmen, da er noch keinen niederländischen Pass besaß. Nach einem folgenschweren Unfall in Oberhof, wo er auf der Startstrecke mit einem Bob zusammenstieß und schwere Beinverletzungen erlitt, beendete Matschenz 2007 seine Karriere. Er absolvierte eine Trainerausbildung und arbeitete zunächst erfolgreich für die Niederlande, Norwegen und Neuseeland. 2010 holte ihn Vorgänger Jens Müller zurück zum BSD, wo er bis jetzt als Bundestrainer in Berchtesgaden tätig war.
 

Skeleton: Jens Müller verabschiedet sich vom BSD

• 16 Jahre Skeletonsport • 53 Medaillen bei Großereignissen • Vor 30 Jahren Olympiasieger im Rennrodeln

Oberhof (bsd/10.04.2018) Am 30. Juni 2018 beendet Skeleton-Cheftrainer Jens Müller seine Kariere beim BSD. Nach fast 40 Jahren im Leistungssport und davon gut 20 Jahren auf Reisen ist nun Schluss.

Zunächst war Jens Müller von 1979 bis 2001 aktiver Rennrodler. Ab 2002 war der Erfolgstrainer in verschiedenen Funktionen für die Entwicklung des Skeletonsports in Deutschland mitverantwortlich – zunächst als Disziplintrainer, dann als Bundes- und seit 2010 als Cheftrainer.

In seiner Zeit als Rennrodler hat Olympiasieger Jens Müller (1988 Calgary im Rennrodel Einsitzer) vier Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen als aktiver Leistungssportler bei Großereignissen (Olympische Winterspiele, Welt- und Europameisterschaften) gewonnen. Als verantwortlicher Skeleton-Trainer war der 52-jährige Thüringer mit 15 Gold-, 19 Silber- und 19 Bronzemedaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften noch erfolgreicher.

Cheftrainer Jens Müller berichtet: „Nach den Olympischen Winterspielen von PyeongChang hatte ich etwas Zeit, über die letzten Jahre nachzudenken. Am Ende stand für mich die Entscheidung, meine Laufbahn zu beenden, aus mehreren Gründen fest: Meine persönlichen Zielstellungen bezüglich der Entwicklung des Skeletonsports waren andere, als es die heutigen Ergebnisse darstellen. Mein Ziel war es, drei Medaillen bei den Spielen in Korea, davon möglichst einmal Gold, zu holen.“

Doch Olympische Spiele haben ihre eigenen Gesetze. Man kann nicht immer davon ausgehen, dass alles so klappt, wie man es geplant hat. Die Entwicklung des deutschen Skeleton-Teams war ohne Zweifel in den vergangenen Jahren positiv.

Aber Jens Müller ist nicht zufrieden: „Es ist Tatsache, dass wir hinter den Erfolgen der Rennrodler und Bobsportler nachstehen und ich immer versucht habe, an die Erfolge der Cheftrainer-Kollegen anzuknüpfen. Das ist aus verschiedenen Gründen bei vier Olympischen Spielen von 2006 bis 2018 nicht ganz gelungen.“

Der persönliche Aufwand und sein Einsatz haben auf jeden Fall Spuren hinterlassen. Vor knapp vier Jahren erlitt Müller einen schweren Herzinfarkt – zwei Herzoperationen und eine längere Rehabilitation folgten. Kommissarisch übernahm Co-Trainer Dirk Matschenz die Skeleton-Nationalmannschaft im Winter 2014/15. Zum Saisonhöhepunkt, der Heim-WM 2015 in Winterberg, war Cheftrainer Müller zurück im Team. Seither arbeitete er mit fast gleichem Elan für den sportlichen Erfolg, wie vor seinem gesundheitlichen Rückschlag.

„Ich habe gedacht, ich höre nicht richtig, als Thomas Schwab nach den Olympischen Winterspielen 2014 in Sochi – damals ohne Medaille – zu mir gesagt hat, ich solle in meiner Funktion als Cheftrainer weitermachen. Im selben Jahr, nach meinem Knockout, hat Thomas mich nochmal überzeugt, dabeizubleiben. Dafür kann ich mich beim BSD im Nachhinein nur bedanken, und natürlich auch bei allen Ärzten um unseren Mannschaftsarzt Dr. Christian Schneider, die immer ein waches Auge auf mich hatten.“

Wären denn nicht noch viele Ziele offen, die in den nächsten vier Jahren zu realisieren wären? Immerhin ist Jens Müller erst 52 Jahre alt. Dazu sagt Jens Müller: „Ziele gäbe es natürlich noch genug, aber man muss dafür einen erfolgsversprechenden Plan vor Augen und die tägliche hundertprozentige Power haben – besonders in den Wintermonaten, in denen man am Stück von einem Rennen zum nächsten unterwegs ist. Außerdem sind für mich derzeit eine Reihe von Dingen ungeklärt, so zum Beispiel die angekündigte Leistungssportreform“, so Müller, dessen Vertrag erst Ende Dezember 2018 auslaufen würde. Mitten während der neuen Saison ist für den ehrgeizigen Cheftrainer aber der falsche Zeitpunkt, um Tschüss zu sagen: „Das wäre nicht fair gegenüber dem BSD und auch nicht gegenüber dem Skeleton-Team.“

Jens Müller ist sich sicher: „Alles hat seine Zeit. Ich habe für mich jetzt eine Entscheidung getroffen: Ich höre auf und bin schon darauf gespannt, was nach meinen fast 40 Jahren Nonstop-Kufensport passiert, wenn im Oktober wieder Eis auf den Bahnen ist. Ich möchte mich bei meiner Familie, vor allem bei meiner Frau Katja und meinem Sohn Max, sowie beim BSD und  seinen Mitarbeitern als auch beim Skeleton-Team bedanken, dass sie mich auch in schweren Zeiten immer unterstützt haben.“

BSD-Vorstandsvorsitzender Thomas Schwab ist rundum zufrieden mit der Arbeit seines langjährigen Cheftrainers: „Im Skeletonsport gab es in Deutschland keine gewachsene Leistungssportstruktur wie in den beiden anderen, langjährigen olympischen Sportarten Rennrodeln und Bobsport. Mit der Olympia-Premiere im Jahr 2002 ging es ganz klein und unprofessionell los. Raimund Bethge und Jens Müller haben den deutschen Skeletonsport professionalisiert und zu beachtlichen internationalen Erfolgen geführt. Jens Müller ist ein unglaublich kompetenter, erfolgreicher Trainer und zudem ein sehr zielstrebiger und vorbildlicher Mensch. Der BSD bedauert sehr, dass Jens seinen Vertrag als Cheftrainer vorzeitig auflösen und uns verlassen wird. Wir wünschen ihm persönlich und gesundheitlich nur das Allerbeste für die Zukunft.“ mdp

Olympia: Silber für Jacqueline Lölling in PyeongChang

• Lizzy Yarnold (GBR) verteidigt Olympia-Gold, Bronze für Teamkollegin Laura Deas
• Jacqueline Lölling gewinnt bei Olympiadebüt Silbermedaille
• Tina Hermann und Anna Fernstädt auf den Plätzen 5 und 6

PyeongChang (bsd/17.02.2018) Für die erste deutsche Goldmedaille im Frauen-Skeleton reichte es bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang zwar leider nicht, doch die Silbermedaille glänzte für Top-Favoritin Jacqueline Lölling nach einem nervenaufreibendem Finallauf sicherlich genauso schön.

Nach einem blitzsauberen vierten Lauf sicherte sich die 23-jährige Brachbacherin bei ihrem Olympiadebüt das erste Edelmetall ihrer Karriere und fuhr zugleich das beste Ergebnis der deutschen Skeleton-Mannschaft ein: „Das habe ich nicht alleine geschafft, da steht ein Riesen-Team dahinter – ich bin einfach überglücklich. Es war heute bis zur letzten Sekunde ein Nervenkick. Ich war vor dem dritten Lauf sehr angespannt, den vierten Lauf wollte ich dann nochmal bestmöglich runterfahren und zeigen, was ich kann. Es hat geklappt, aber es waren zwei nervenzerreißende Tage hier.“

--> O-Ton Jacqueline Lölling


Gold gewann die Britin Lizzy Yarnold, Olympiasiegerin von 2014, die damit ihren Titel erfolgreich verteidigen konnte und sich nun Doppel-Olympiasiegerin nennen darf. Ihre Teamkollegin Laura Deas wurde mit 0,62 Sekunden Rückstand Dritte.

Die Österreicherin Janine Flock, die nach dem dritten Lauf in Führung gelegen hatte, hatte in der oberen Passage einen groben Fahrfehler, fiel auf den undankbaren vierten Platz zurück und musste die bereits sicher geglaubte Medaille an die Britin Laura Deas abgeben.

Für Tina Hermann ging sich bei ihrem Olympiadebüt leider kein olympisches Edelmetall aus. Trotz eines starken vierten Laufs sowie guten Startzeiten fiel die 25-jährige auf den fünften Platz zurück: „Es ärgert einen natürlich, wenn man die engen Abstände sieht. Aber es ist vorbei und ich denke, dass ich trotzdem zufrieden sein kann. Für Jacqueline freut es mich riesig und es ist auch für unsere Sportart sehr wichtig, dass sie eine Medaille geholt hat. Sie hatte als amtierende Weltmeisterin, Europameisterin und Gesamtweltcupsiegerin einen großen Druck. Ihre Medaille werden wir sicherlich heute feiern.“

--> O-Ton Tina Hermann


Anna Fernstädt, die Jüngste im deutschen Team und Juniorenweltmeisterin von 2017, konnte eine dritte deutsche Top Sechs-Platzierung einfahren und sicherte sich den starken sechsten Rang.

Cheftrainer Jens Müller: „Es war unser großes Ziel, eine Medaille mit nach Hause zu nehmen. Letztendlich ist es Silber geworden, damit können wir sehr zufrieden sein. Die engen Abstände, die Fahrfehler, die Positionswechsel – das war ein Wahnsinns-Rennen und eine gute Werbung für den Skeletonsport. Ich hoffe, dass sich in Deutschland viele das Rennen angeschaut haben und sich der eine oder andere dazu entscheidet, in Zukunft in diesen Sport einzusteigen. Wir brauchen schnelle Sprinter am Start, die fahrerisch was drauf haben und auch risikobereit sind.“ (lr)
   

--> O-Ton Jens Müller

 

Platzierungen der deutschen Skeleton-Athletinnen

2. Platz: Jacqueline Lölling
5. Platz: Tina Hermann
6. Platz: Anna Fernstädt

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Olympia: Jacqueline Lölling nach Halbzeit auf Goldkurs

• Jacqueline Lölling führt nach Halbzeit vor Janine Flock (AUT) und Lizzy Yarnold (GBR)
• Anna Fernstädt und Tina Hermann auf den aussichtsreichen Plätzen 5 und 6

PyeongChang (bsd/16.02.2018) Jacqueline Lölling, die 23-jährige „Speed-Queen“ im Skeleton, liegt nach den ersten zwei von insgesamt vier Läufen bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang auf Goldkurs: Mit nur zwei hundertstel Sekunden Vorsprung setzte sich die Brachbacherin an die Spitze des Feldes und verwies ihre Konkurrentinnen Janine Flock aus Österreich sowie die Britin Lizzy Yarnold (+ 0,10 Sek.) auf die Ränge zwei und drei.

Nach dem ersten Lauf hatte zunächst noch Lizzy Yarnold geführt, Olympiasiegerin von Sochi 2014, und Jacqueline Lölling auf Platz zwei verdrängt. Der zweite Lauf war hingegen Lölling besser gelungen, die damit ihre Favoritenrolle auf die Goldmedaille bestätigen konnte: „Im zweiten Lauf hatte ich einen großen Patzer. Das ist ein bisschen ärgerlich, aber ich weiß trotzdem, was noch drin ist. Die Bahn verzeiht nichts, da patzt jeder mal. Für morgen gilt es, nochmal Vollgas zu fahren. Es ist ein sehr knappes Rennen, aber wenn ich treffe, bin ich ganz vorne mit dabei.“

--> O-Ton Jacqueline Lölling


Tina Hermann lag nach dem ersten Lauf auf Rang drei, fiel jedoch im zweiten Durchgang auf den sechsten Rang zurück. Für Edelmetall könnte es sich am morgigen Tag mit zwei sauberen Finalläufen allerdings noch ausgehen: „Natürlich war ich auch ein bisschen aufgeregt. Im zweiten Lauf wollte ich es noch etwas besser machen, habe aber die Kurve 9 nicht ganz getroffen. Es ärgert mich, aber ich denke, dass ich auf jeden Fall noch angreifen kann und nach vorne etwas möglich ist. Rang sechs ist keine schlechte Position, da gilt dann: Alles oder nichts.“

--> O-Ton Tina Hermann


Anna Fernstädt, mit 21 Jahren die jüngste Olympiateilnehmerin bei den Skeletonis, liegt nach dem zweiten Lauf mit Rang fünf ebenso wie Hermann noch auf Schlagdistanz auf olympisches Edelmetall: „Es ist nach vorne hin noch alles möglich. Ich hatte kleine Fehler, bin aber auch zwei saubere Läufe gefahren. Ich hoffe, dass ich morgen nochmal zwei konstante Läufe schaffen werde. Es geht hier einfach um vier konstante Läufe, und wer das schafft, der ist vorne.“

--> O-Ton Anna Fernstädt


Am Samstag, 17. Februar starten ab 12.20 Uhr (MEZ) die beiden Finalläufe der Skeleton Frauen. (lr)

Platzierungen der deutschen Skeleton-Athletinnen

1. Platz: Jacqueline Lölling
5. Platz: Anna Fernstädt
6. Platz: Tina Hermann

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Olympia: Sungbin Yun (KOR) gewinnt Goldmedaille im Skeleton der Männer

• Gold für überragenden Sungbin Yun aus Korea
• Silber für Nikita Tregubov (RUS), Bronze für Dominik Parsons (GBR)
• Drei Top Ten-Platzierungen für Jungk, Grotheer und Gassner

PyeongChang (bsd/16.02.2018) An ihm führte in diesem Winter einfach kein Weg vorbei: Koreas Skeleton-Star Sungbin Yun gewann bei seinen zweiten Olympischen Winterspielen mit überragendem Vorsprung die erste olympische Goldmedaille seiner Karriere und düpierte die internationale Konkurrenz mit neuen, kaum erreichbaren Bestzeiten: Mit Start- und Bahnrekord sowie Bestmarken in allen Zwischenzeiten in allen vier Läufen war Yun auf seiner Heimbahn ausnahmslos das Maß aller Dinge.

Die Silbermedaille sicherte sich Nikita Tregubov aus Russland mit bereits 1,63 Sekunden Rückstand, Bronze gewann der Brite Dominik Parsons (+ 1,65 Sek.). Top-Favorit Martins Dukurs fiel im Finallauf auf den undankbaren vierten Platz zurück.

Obwohl die deutsche Mannschaft um Axel Jungk, Christopher Grotheer sowie Alexander Gassner bei der Medaillenvergabe keine Rolle spielte, lieferten die drei Olympia-Debütanten mit drei Top Ten-Platzierungen eine gute Leistung ab.

Bester Deutscher wurde Axel Jungk mit Platz sieben. Nach Lauf eins lag Jungk noch auf dem aussichtsreichen dritten Rang, musste sich nach Lauf zwei jedoch der schwierigen Bahn geschlagen geben und fiel auf den siebten Rang zurück. Im dritten und vierten Lauf konnte dieser Rückstand kaum mehr aufgeholt werden – das Endergebnis ist letztendlich eine Top Ten-Platzierung mit Rang sieben und somit die beste deutsche Platzierung bei den Skeleton Männern bei Olympischen Winterspielen: „Es war ein sehr emotionales Rennen. Für Martins Dukurs tut es mir unheimlich leid, ich hätte ihm die Silbermedaille gegönnt. Für Tregubov freue ich mich, und die Briten haben es sich verdient. Nach dem dritten Lauf habe ich zu mir gesagt, dass ich jetzt doch noch vier Jahre dranhängen muss. Meinem Rücken ging es in den letzten drei Wochen sehr gut. Im April bzw. Mai wird sich dann entscheiden, wie es weitergeht in den nächsten Jahren.“

--> O-Ton Axel Jungk


Christopher Grotheer und Alexander Gassner sicherten sich zwei weitere deutsche Top Ten-Platzierungen mit den Rängen acht und neun. Besonders im Finallauf lieferten beide noch einmal zwei starke Läufe ab und verbesserten sich zudem in ihren Startzeiten.

Christopher Grotheer: „Im Training lief es richtig gut bei mir. Im Rennen hatte ich dann in der oberen Passage meine Probleme, war mit dem Material über der Grenze. Die untere Passage bin ich richtig gut gefahren, aber dort kann man leider nichts mehr aufholen, da die Konkurrenz einfach zu stark war.“

--> O-Ton Christopher Grotheer


Am 16. Februar starten ab 12.20 Uhr (MEZ) die ersten zwei Läufe der Skeleton Frauen. Als Top-Favoritinnen werden die beiden deutschen Athletinnen Jacqueline Lölling und Tina Hermann gehandelt. (lr)

Platzierungen der deutschen Skeleton-Athleten

7. Platz: Axel Jungk
8. Platz: Christopher Grotheer
9. Platz: Alexander Gassner

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Olympia: Halbzeitführung für Skeletoni Sungbin Yun aus Korea

• Top-Favorit Sungbin Yun (KOR) führt überlegen nach Halbzeit
• Axel Jungk fällt nach starkem 1. Lauf auf Rang 7 zurück
• Grotheer und Gassner auf den Plätzen 9 und 10

PyeongChang (bsd/15.02.2018) Gold liegt in der Luft für Koreas Shootingstar im Skeleton: Sungbin Yun wurde seiner Favoritenrolle bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang erneut mehr als gerecht – nach den ersten zwei von insgesamt vier Läufen führt der 23-jährige Gesamtweltcupsieger der Saison 2017/18 mit einem deutlichen Vorsprung von 74 hundertstel Sekunden. Mit neuem Start- (4,59 Sek.) sowie Bahnrekord (50,07 Sek.) zauberte der Koreaner nebenbei noch neue Bestmarken in den Eiskanal des Alpensia Sliding Centers.

Auf dem zweiten Rang platzierte sich der Russe Nikita Tregubov, Dritter nach den ersten zwei Läufen ist der Lette Martins Dukurs mit bereits 0,88 Sekunden Rückstand.

Axel Jungk, nach dem ersten Lauf auf dem aussichtsreichen dritten Platz gelegen, zeigte mit zwei starken Startzeiten auf, hatte jedoch im zweiten Lauf mit der tückischen Kurve 9 zu kämpfen und fiel mit 1,43 Sekunden Rückstand auf Yun auf den siebten Rang zurück: „Der erste Lauf war grundsolide, es waren keine großen Fehler dabei und es hat auch gut funktioniert. Im zweiten Lauf hatte ich zwei kleine Fehler, aufgrund derer man jedoch sofort zurückfällt. Aus eigener Kraft nach vorne zu fahren, wird sehr schwer. Die Bahn ist extrem anspruchsvoll, da ist morgen für eine Top-Platzierung auf jeden Fall ein Quäntchen Glück gefragt.“

--> O-Ton Axel Jungk


Der zweite deutsche Starter Christopher Grotheer, der nach dem ersten Lauf mit Teamkollege Alexander Gassner auf dem neunten Rang gelegen hatte, konnte sich trotz einer sehr guten Ausfahrt aus Kurve 9 im Ranking nicht verbessern und liegt nach dem zweiten Lauf auf Rang neun (+ 1,76 Sek.).

Alexander Gassner, der mit einem Muskelfaserriss zu kämpfen hatte und demnach beim Startsprint eingeschränkt wurde, platzierte sich mit nach dem zweiten Lauf mit 1,78 Sekunden Rückstand auf Rang 10: „Wir mussten uns heute wetterbedingt im Vergleich zum Training etwas umstellen. Die Bahn war sehr gut hergerichtet. Die Startzeiten waren aufgrund meiner Verletzung noch nicht optimal, aber ich bin alles in allem mit meinen Fahrten zufrieden – drauf lässt sich aufbauen. Morgen werde ich nochmal Gas geben.“

--> O-Ton Alexander Gassner


Am 16. Februar starten ab 01.30 Uhr (MEZ) die beiden Finalläufe der Skeleton Männer. (lr)

Platzierungen der deutschen Skeleton-Athleten

7. Platz: Axel Jungk
9. Platz: Christopher Grotheer
10. Platz: Alexander Gassner


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