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SKELETON

Skeleton: Olympiateilnehmer Alexander Kröckel beendet Karriere
Ab jetzt Polizeimeister in Thüringen

Oberhof (bsd/14.05.2015) Der Deutsche Skeletonmeister des Jahres 2012 und Olympia-Neunte von Sochi Alexander Kröckel vom BSR Oberhof beendete nach einer einjährigen Verletzungspause überraschend seine Karriere.

Oberhof (bsd/14.05.2015) Der Deutsche Skeletonmeister des Jahres 2012 Alexander Kröckel vom BSR Oberhof beendete nach einer einjährigen Verletzungspause seine Karriere. Überraschend hat sich der Olympia-Neunte nach der vergangenen Saison, in der er auf Grund von anhaltenden Problemen mit dem Beuger pausieren musste, für seinen Rücktritt aus dem aktiven Leistungssport entschieden.

 

Cheftrainer Jens Müller: „Ich war völlig überrascht von dem Rücktritt. Wir hatten beim Rennrodel-Weltcup in Oberhof noch miteinander gesprochen und alles klang sehr positiv für ein Comeback.“

 

Der in Oberhof lebende Junioren-Weltmeister von 2011 und Gesamtweltcup-Dritte des Jahres 2013 kam bereits mit 13 Jahren vom Skispringen zum Skeletonsport und galt als riesen Talent mit dem Kopf voraus im Eiskanal. Cheftrainer Jens Müller lobte den Thüringer Leistungssportler: „Fahrerisch gehörte Alexander immer zu den Besten!"



Der 1,88 Meter große Athlet wurde im Jahr 2011 EM-Dritter in Altenberg und konnte nach drei Europacupsiegen und dem Gewinn der Europacup-Gesamtwertung in der Saison 2012/13 auch zwei zweite Plätze im Weltcup einfahren (Park City und Altenberg). In der Weltcup-Gesamtwertung der Saison 2012/13 landete der sympathische Thüringer hinter den beiden Dukurs-Brüdern als bester deutscher Athlet auf dem hervorragenden dritten Rang der Weltcup-Gesamtwertung.


Der Polizeimeister der Thüringer Landespolizei wird sich in Zukunft voll und ganz seinem Beruf und seinem Privatleben widmen.

 

Cheftrainer Jens Müller bedauert die Entscheidung von Alexander Kröckel sehr: „Ich finde das frühe Karriereende von Kröcki unheimlich schade. Für mich hätte er das Zeug dazu gehabt, wieder anzugreifen und in die Weltspitze zurück zu kehren. Er war ein riesen Talent und hätte es - nach der Verletzungspause - wieder ganz nach oben schaffen können.“



BSD-Generalsekretär und Sportdirektor Thomas Schwab dankt Alexander Kröckel: „Auch ich bedauere den Rücktritt von Alexander Kröckel sehr. Ich danke ihm für seinen großen Einsatz und die internationalen Erfolge. Wir müssen seine Entscheidung leider akzeptieren und wünschen ihm alles Gute für seine berufliche und private Zukunft!“

Skeleton: Danke Anja Selbach - Abschied als Sportlerin
Neuanfang als Trainerin für den Skeleton-Nachwuchs

Berchtesgaden (bsd/04.04.2015) Nach 26 Jahren Leistungssport sagte Anja Selbach, geborene Huber, ganz leise Servus und verabschiedete sich nach der Heim-WM im März 2015 in Winterberg aus der aktiven Sportkarriere. Es war wirklich nur ein ganz stiller Abschied, denn Anja Selbach bleibt dem BSD als Nachwuchstrainerin im Bereich Skeleton erhalten.

Berchtesgaden (bsd/04.04.2015) Nach 26 Jahren Leistungssport (seit 1989 als Rennrodlerin und seit 2003 dann als Skeletoni) sagte Anja Selbach, geborene Huber, ganz leise Servus und verabschiedete sich nach der Heim-WM im März 2015 in Winterberg aus der aktiven Sportkarriere. Es war wirklich nur ein ganz stiller Abschied, denn Anja Selbach bleibt dem BSD als Nachwuchstrainerin im Bereich Skeleton erhalten. Seit 1. April 2015 trainiert Anja zehn junge Sportlerinnen und Sportler aus dem Bereich der Jugend und hofft: „Ich würde mich sehr freuen, wenn zwei davon es zu den Youth Olympic Games (YOG) im Februar 2016 nach Lillehammer schaffen würden. Für die anderen SportlerInnen möchte ich alles geben, dass sie ihr persönliches Saisonziel erreichen ;).“



Am Stützpunkt in Berchtesgaden-Königssee ist Skeleton-Trainer Dirk Matschenz für den A- und B-Kader verantwortlich. Im Anschlussbereich des C- und DC-Kaders arbeitet der Landestrainer David Lingmann verantwortlich und gleich darunter kommt die neue Trainingsgruppe von Anja Selbach. Anja hat sich vorgenommen wieder mehr im Bereich der Sichtung junger, neuer Talente zu unternehmen: „Der BSD kann guten Nachwuchs brauchen, denn vor allem im Bereich der Startzeiten hat die Konkurrenz aus dem Ausland in den letzten Jahren einen riesen Sprung gemacht“, sagt die einst schnellste Starterin der Welt.



Anja Selbach ist die erfahrenste Skeletonsportlerin des BSD. Sie überzeugte mit drei Olympiateilnahmen (2006 in Turin, 2010 in Vancouver und 2014 in Sochi) und einer Bronzemedaille 2010 im kanadischen Whistler, bei den Winterspielen von Vancouver. Seit ihrer Debüt-Saison 2004/05 im Weltcup hat Anja Selbach elf Weltcupsiege und 32 Podestplätze eingefahren. Die 31-jährige diplomierte Sportmanagerin gewann fünf WM-Medaillen (zweimal Gold im Einzel und Team 2008 in Altenberg und dreimal Silber, 2011 im Einzel und im Team am Königssee und 2015 zum Abschluss bei der Team-WM in Winterberg). Anja Selbach war viermal Europameisterin und fünfmal Deutsche Meisterin. Nach dem Gewinn der Olympischen Bronzemedaille fuhr sie im Winter 2010/11 ihre beste Saison. In acht Weltcuprennen stand die für den RC Berchtesgaden startende Bayerin immer auf dem Podest. Vier von acht Weltcuprennen gewann sie und somit wurde Anja auch Gesamtweltcupsiegerin 2011. Bei der Heim-WM am Königssee holte die Ausnahmeathletin im gleichen Winter zwei Silbermedaillen (im Einzel und in der Mannschaft).



Im Juli 2014 heiratete die bis dahin unter ihrem Mädchennamen bekannte Anja Huber ihren langjährigen Freund David Selbach, der damals Cheftrainer der Deutschen Snowboard Freestyle-Mannschaft war. Das Paar lebt in Bischofswiesen im Berchtesgadener Land.



Seit dem 1. April 2015 trifft man Anja Selbach vormittags nicht mehr auf dem Sportplatz an der Breitwiese, im Kraftraum des BSD an der Schießstätte in Berchtesgaden oder in Rif bei Salzburg in der Leichtathletikhalle an. Seit 1. April sitzt Anja Selbach vormittags in ihrem Trainerbüro an der Schießstätte in Berchtesgaden und am Nachmittag ist sie mit ihrer neuen Trainingsgruppe beim Laufen in der Natur um Berchtesgaden, auf dem Sportplatz, in der BSD-Sporthalle oder im Kraftraum zu finden. Soviel hat sich also doch nicht geändert, nur dass sie nicht mehr selbst den Treppenlauf absolviert sondern ab jetzt mit der Stoppuhr die Nachwuchssportler zu Höchstleistungen antreibt.

Der BSD dankt Anja Selbach für ihre großen sportlichen Erfolge und den Einsatz der letzten gut zweieinhalb Jahrzehnte. Generalsekretär und Sportdirektor Thomas Schwab würdigte: „Anja hat in ihrer sportlichen Karriere viel erreicht und war immer die Vorzeige-Sportlerin der Disziplin. Wir schätzen uns glücklich, dass wir sie mit ihrer geballten Fachkompetenz für unser Trainer-Team gewinnen konnten und freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit. Dafür wünsche ich ihr alles Gute und weiterhin viel Erfolg!“



Cheftrainer Jens Müller freut sich: „Anja hat über viele Jahre durch Ihre hervorragenden Leistungen  und dem damit verbundenen Auftreten in der Öffentlichkeit die Entwicklung des Skeletonsports in Deutschland sehr positiv beeinflusst. Ich freue mich, dass wir Sie auch weiterhin als Betreuerin/ Trainerin für das Skeleton gewinnen konnten.“

Skeleton: Marion Thees und Frank Rommel offiziell verabschiedet
Der BSD sagt Danke für 29 Jahre Leistungssport

Winterberg (bsd/08.03.2015) Die Skeleton-Asse Marion Thees und Frank Rommel wurden während der BMW FIBT WM 2015 in Winterberg von BSD-Präsident Andreas Trautvetter offiziell aus dem Leistungssport verabschiedet.

Winterberg (bsd/08.03.2015) Die Skeleton-Asse Marion Thees und Frank Rommel wurden während der BMW FIBT WM 2015 in Winterberg von BSD-Präsident Andreas Trautvetter offiziell aus dem Leistungssport verabschiedet.


Präsident Trautvetter dankte der zweifachen Weltmeisterin Thees und dem Vizeweltmeister Rommel für 29 Jahre Leistungssport. Marion hat 13 und Frank 16 Jahre lang äußerst erfolgreich Leistungssport betrieben. „Wir danken ihnen recht herzliche für ihren Einsatz und die großen Erfolge und wünschen Marion und Frank alles Gute für ihre private und berufliche Zukunft".


Die gebürtige Eisenacherin Marion Thees wechselte als Juniorin vom Rennrodel- zum Skeletonsport, in dem sie zweimal den Gesamtweltcup für sich entscheiden konnte (Saison 2008/09 und 2012/13). Mit zweimal WM-Gold (2009 & 2011), einmal EM-Silber (2009) und zwei Olympia-Teilnahmen (8. Platz Vancouver und 13. Platz in Sochi) ist Marion Thees die erfolgreichste Thüringer Skeleton-Athletin. Nach 13 Jahren Leistungssport wird die in Erfurt lebende Sportwissenschaftlerin in den Trainerberuf einsteigen.


BSD-Generalsekretär Thomas Schwab sagt dazu: „Wir hätten Marion sehr gerne im BSD-Skeleton-Trainerteam. Sie überzeugte jahrelang mit  unglaublichem Fahrgefühl und erfolgreichen Fahrlinien im Skeletonsport. Außerdem verfügt sie über das erforderliche sportwissenschaftliche und trainingsdidaktische Fachwissen und hat eine tolle Persönlichkeit, die als Vorbild für jüngere Sportlerinnen und Sportler von großer Bedeutung ist.“


Mit elf internationalen Medaillen, darunter EM-Gold 2009, WM-Silber 2012 sowie zweimal WM-Bronze 2008 & 2011, avancierte der 29-Jährige Frank Rommel in 16 Jahren Leistungssport zum erfolgreichsten männlichen Skeleton-Sportler Deutschlands. In knapp 70 Weltcuprennen konnte der gebürtige Zella-Mehliser 22 Podestplätze, davon 7 Weltcupsiege erringen. Im Mittelpunkt eines „neuen Lebensabschnittes“ sollen nun die Familie und die Arbeit bei der LINDIG Fördertechnik GmbH in Eisenach stehen.


BSD-Präsident Andreas Trautvetter dankte Frank Rommel für „die herausragenden Leistungen und das unermüdliche Engagement“ und wünschte dem gelernten Bankkaufmann, der schon während seiner Karriere bei seinem Sponsor als Speditionskaufmann und Logistik-Experte arbeitete, auf dem weiteren Lebensweg alles Gute.

Skeleton: Jacqueline Lölling rast sensationell zu WM-Silber
BMW FIBT Bob & Skeleton WM 2015 Winterberg – Damen

Winterberg (bsd/07.03.2015) Jacqueline Lölling hat dem Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) bei den BMW FIBT Bob & Skeleton Weltmeisterschaften in Winterberg die erhoffte Medaille im Bereich Skeleton beschert. Nachdem die deutschen Skeleton Herren am Freitag noch knapp am WM-Podium vorbeigeschrammt waren, fuhr die erst 20-jährige Lokalmatadorin auf ihrer Heimbahn am Samstag sensationell zu Silber. Bei den letzten Titelkämpfen in St. Moritz 2013 waren die Skeletonis des BSD erstmals seit fünf Jahren bei einer Weltmeisterschaft ohne eine Einzelmedaille geblieben.

Winterberg (bsd/07.03.2015) Jacqueline Lölling hat dem Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) bei den BMW FIBT Bob & Skeleton Weltmeisterschaften in Winterberg die erhoffte Medaille im Bereich Skeleton beschert. Nachdem die deutschen Skeleton Herren am Freitag noch knapp am WM-Podium vorbeigeschrammt waren, fuhr die erst 20-jährige Lokalmatadorin auf ihrer Heimbahn am Samstag sensationell zu Silber. Bei den letzten Titelkämpfen in St. Moritz 2013 waren die Skeletonis des BSD erstmals seit fünf Jahren bei einer Weltmeisterschaft ohne eine Einzelmedaille geblieben.

 

Dabei hatte sich die jüngste deutsche WM-Teilnehmerin das Ticket für Winterberg erst durch ihre erfolgreiche Titelverteidigung bei den Junioren-Weltmeisterschaften Mitte Februar in Altenberg erkämpft. Dass Lölling im heimischen Eiskanal schnell sein kann, hatte sie aber bereits mit ihrem Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften, die Anfang des Jahres auf der WM-Bahn im Hochsauerland ausgetragen wurden, unter Beweis stellen können. In der abgelaufenen Saison wurde die Jugend-Olympiasiegerin von 2012 in den Nachwuchs-Serien Europa- und Interkontinental-Cup eingesetzt und eilte hier von Sieg zu Sieg.

 

Aktuelle Bilder (www.sportpresse-reker.de) vom WM-Wettbewerb Damen-Skeleton in Winterberg finden Sie in unserer Fotodatenbank - hier geht's lang...

 

Lölling, die sich mit zwei starken Läufen am Vortag eine optimale Ausgangsposition geschaffen und zeitgleich mit der Kanadierin Jane Channell auf Rang drei gelegen hatte, behielt am Finaltag die Nerven und konnte sogar die bei „WM-Halbzeit“ noch vor ihr platzierte Elisabeth Vathje - ebenfalls aus Kanada - noch abfangen. „Ich bin überglücklich. Mit Silber hatte ich nicht gerechnet. Ich war sehr nervös oben am Start, den Lauf habe ich dann aber einfach nur genossen“, so Lölling, die mit dem Gewinn von WM-Silber in Winterberg zur zweitjüngsten WM-Medaillengewinnerin im Skeleton überhaupt avancierte. Nur die Kanadierin Mellisa Hollingsworth, die 19jährig im Jahr 2000 bei den Titelkämpfen in Igls ebenfalls WM-Silber einfahren konnte, war jünger.

 

Gold sicherte sich Elizabeth Yarnold aus England. Die Olympiasiegerin, die in dieser Saison im Weltcup sieben Mal an den Start ging und dabei fünf Mal siegte, legte wie schon am Vortag erneut zweimal Laufbestzeit in den Winterberger Eiskanal und distanzierte die zweitplatzierte Deutsche am Ende mit deutlichen 0.67 Sekunden Vorsprung.

 

Knapp an einer Medaille vorbei schrammte dagegen Tina Hermann. Die 22-Jährige, die sich in ihrer Weltcup-Debütsaison hinter der Österreicherin Janine Flock und der Britin Elizabeth Yarnold den dritten Platz in der Gesamtwertung sicherte, konnte mit einem starken dritten Lauf den Abstand auf die Medaillenränge erst weiter verkürzen und sich vom fünften auf den vierten Rang verbessern. Im vierten und letzten Durchgang konnte die Deutsche Vizemeisterin das WM-Podium aber nicht mehr attackieren, büßte den gewonnen Platz wieder ein und musste sich am Ende mit dem fünften Rang zufrieden geben. Die 24-Jährige Sophia Griebel belegte Rang zwölf.

 

Mit ihren letzten zwei Fahrten verabschiedete sich am Samstag in Winterberg eine ganz Große des Skeletonsports: Anja Huber-Selbach, die nach den Titelkämpfen auf der Bahn im Sauerland ihre aktive Laufbahn beendet, landete im letzten Wettkampf ihrer so erfolgreichen Karriere auf Rang 14. „Ich wusste, dass es in Winterberg schwer wird. Jetzt ist es vorbei. Es ist ein seltsamer Moment. Aber es fühlt sich immer noch richtig an“, so eine sichtlich bewegte Anja Huber-Selbach direkt nach dem Rennen. Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) bedankt sich bei der Weltmeisterin von 2008 und Olympia-Dritten von 2010 für die herausragenden Leistungen und das unermüdliche Engagement und wünscht für den weiteren Lebensweg alles Gute.

 

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Skeleton: Herren verpassen WM-Podest – Damen auf Medaillenkurs
BMW FIBT Bob & Skeleton WM 2015 Winterberg – Herren & Damen

Winterberg (bsd/06.03.2015) Die deutschen Skeleton Herren haben zum Auftakt in das zweite WM-Wochenende der BMW FIBT Bob & Skeleton Weltmeisterschaften in Winterberg Edelmetall verpasst. Christopher Grotheer und Axel Jungk mussten bei der Entscheidung am Freitagnachmittag knapp hinter den Medaillenrängen mit den Plätzen fünf und sechs Vorlieb nehmen.

Winterberg (bsd/06.03.2015) Die deutschen Skeleton Herren haben zum Auftakt in das zweite WM-Wochenende der BMW FIBT Bob & Skeleton Weltmeisterschaften in Winterberg Edelmetall verpasst. Christopher Grotheer und Axel Jungk mussten bei der Entscheidung am Freitagnachmittag knapp hinter den Medaillenrängen mit den Plätzen fünf und sechs Vorlieb nehmen.  

 

Dem 22-jährigen Christopher Grotheer, der sich Mitte Februar in Altenberg zum zweiten Mal nach 2013 zum Junioren-Weltmeister kürte, fehlten am Ende deutliche 0.78 Sekunden auf den Bronzerang. Den 24-jährigen Axel Jungk trennten nach vier Läufen 0.88 Sekunden auf das WM-Podium.

 

„Ich habe mich ein wenig schlapp gefühlt am Start. Das ist sehr schade, dass ich nicht in der Lage war, mich an Tag zwei der WM in diesem Bereich zu verbessern. Ich habe mein Bestes gegeben. Am Ende war scheinbar nicht mehr drin. Auch was das Material angeht muss ich im nächsten Jahr meine Hausaufgaben besser machen“, so Christopher Grotheer. Und Cheftrainer Jens Mueller ergänzte: „Insgesamt bin ich mit der Tendenz bei den Herren zufrieden. Wir haben im dritten und vierten Durchgang ohne erkennbare Fehler zu viel Zeit liegen lassen. Das müssen wir in Ruhe analysieren.“

 

Insgesamt demonstrierte das junge BSD-Team, das im gesamten WM-Winter vergeblich auf eine Podest-Platzierung wartete, im 1609 Meter langen Eiskanal im Hochsauerland mit gleich drei Athleten unter den besten Zehn allerdings mannschaftliche Geschlossenheit. Der 20-jährige Junioren-Weltmeister von 2014 Kilian von Schleinitz komplettierte mit Rang neun das respektable Ergebnis der deutschen Männer. Der ebenfalls erst 20-jährige Martin Rosenberger belegte am Ende Rang 16.

 

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Seinen bereits dritten WM-Titel machte der Lette Martins Dukurs perfekt. Der Weltmeister von 2011 und 2012, der mit sechs Siegen in acht Rennen im WM-Winter seinen sechsten Weltcup-Gesamtsieg in Serie verbuchen konnte, dominierte den Finaltag mit zweimal Laufbestzeit und setzte sich am Ende mit deutlichen 0.69 Sekunden Vorsprung gegen seinen Dauerrivalen Alexander Tretiakov durch. Der Russe, der zuletzt bei Großereignissen im Duell der Dominatoren zwei Mal die Nase vorne hatte und dem Letten in St. Moritz 2013 den WM-Titel und 2014 in Sochi Olympia-Gold wegschnappen konnte, musste sich diesmal mit Silber zufrieden geben. Bronze in Winterberg sicherte sich Martins drei Jahre älterer Bruder Tomass Dukurs (+ 1.52 Sekunden).

 

BSD-Mädels kämpfen um Medaille

 

Bereits am Freitagvormittag haben die Skeleton Damen ihre zwei ersten Wertungsläufe im Winterberger Eiskanal bestritten. Der Kampf um die Medaillen am morgigen Samstag verspricht Spannung pur… auch aus deutscher Sicht: Lokalmatadorin Jacqueline Lölling liegt bei „WM-Halbzeit“ auf dem sensationellen dritten Rang. Im Kampf um die Bronze-Medaille läuft es auf einen Zweikampf mit der nach zwei Durchgängen zeitgleichen Kanadierin Jane Channell hinaus.

 

Die mit gerade 20-Jahren jüngste deutsche WM-Teilnehmerin hatte sich das Ticket für Winterberg durch ihre erfolgreiche Titelverteidigung bei den Junioren-Weltmeisterschaften Mitte Februar in Altenberg erkämpft. Zudem hatte Lölling, die in der abgelaufen Saison in den Nachwuchs-Serien Europa- und Interkontinental-Cup eingesetzt wurde und hier von Sieg zu Sieg eilte, nicht zuletzt mit ihrem Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften Anfang des Jahres auf der WM-Bahn im Hochsauerland auf sich aufmerksam gemacht.

 

„Das Training war schon sehr gut. Aber damit habe ich nicht gerechnet. Ich hoffe, dass es morgen so weitergeht. Es kann noch alles passieren. Die Unterstützung hier zuhause in Winterberg ist der Wahnsinn“, so die Jugend-Olympiasiegerin von 2012, die bei 0.39 Sekunden Rückstand auf die Spitze wohl nicht mehr in den Kampf um Gold und Silber eingreifen kann. Auch hier läuft alles auf einen spannenden Zweikampf hinaus:

 

Heißeste Anwärterin auf Gold ist Elizabeth Yarnold aus England. Die Olympiasiegerin, die in dieser Saison im Weltcup sieben Mal an den Start ging und dabei fünf Mal siegte, legte zweimal Laufbestzeit in den Winterberger Eiskanal und führt das Klassement mit einer Gesamtzeit von 1:55.06 Minuten an. Yarnolds Vorsprung auf die zweitplatzierte Kanadierin Elisabeth Vathje beträgt allerdings nur hauchdünne 0.07 Sekunden.

 

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Erfreulich auch die bärenstarke Performance von Tina Hermann. Als Fünfte - mit nur 13 Hundertstelsekunden Rückstand auf den Bronzerang - schielt die 22-Jährige, die sich in ihrer Weltcup-Debütsaison hinter der Österreicherin Janine Flock und der Britin Elizabeth Yarnold den dritten Platz in der Gesamtwertung sichern konnte, ebenfalls noch auf Edelmetall bei den Titelkämpfen in Winterberg. Die 24-Jährige Sophia Griebel rangiert bei „WM-Halbzeit“ auf einem respektablen neunten Platz.

 

Der Traum von einer Einzel-Medaille bei ihren letzten Weltmeisterschaften scheint dagegen für Anja Huber-Selbach bereits nach WM-Tag eins ausgeträumt. Die Weltmeisterin von 2008 und Olympia-Dritte von 2010, die nach den Titelkämpfen auf der Bahn im Sauerland ihre aktive Laufbahn beendet, belegt mit deutlichen 1.43 Sekunden Rückstand auf die Spitze nur Rang 13.

 

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Skeleton: Grotheer & Jungk schielen auf WM-Medaille
BMW FIBT Bob & Skeleton WM 2015 Winterberg – Skeleton Herren

Winterberg (bsd/05.03.2015) Zum Startschuss in das zweite WM-Wochenende der BMW FIBT Bob & Skeleton Weltmeisterschaften in Winterberg standen am Donnerstag die ersten beiden von insgesamt vier Läufen bei den Skeleton Herren auf dem Programm. Das junge BSD-Team, das im WM-Winter vergeblich auf eine Podest-Platzierung wartete, demonstrierte im 1609 Meter langen Eiskanal im Hochsauerland mit gleich drei Athleten unter den besten Zehn mannschaftliche Geschlossenheit. Vor den finalen Durchgängen am Freitag schielen Christopher Grotheer und Axel Jungk sogar auf eine Medaille.

Winterberg (bsd/05.03.2015) Zum Startschuss in das zweite WM-Wochenende der BMW FIBT Bob & Skeleton Weltmeisterschaften in Winterberg standen am Donnerstag die ersten beiden von insgesamt vier Läufen bei den Skeleton Herren auf dem Programm. Das junge BSD-Team, das im WM-Winter vergeblich auf eine Podest-Platzierung wartete, demonstrierte im 1609 Meter langen Eiskanal im Hochsauerland mit gleich drei Athleten unter den besten Zehn mannschaftliche Geschlossenheit. Vor den finalen Durchgängen am Freitag schielen Christopher Grotheer und Axel Jungk sogar auf eine Medaille.

 

Grotheer, der sich Mitte Februar in Altenberg zum zweiten Mal nach 2013 zum Junioren-Weltmeister kürte, liegt als Viertplatzierter bei nur 0.21 Sekunden Rückstand auf den Bronzerang in Schlagdistanz zu den Medaillenrängen. Der 22-Jährige verfehlte in der abgelaufenen Saison mit zwei vierten Rängen in Calgary und in La Plagne zweimal nur hauchdünn das Weltcup-Podium. Und auch Axel Jungk, der mit Rang vier in Lake Placid und Altenberg ebenfalls zwei Mal im WM-Winter nur knapp am Weltcup-Podium vorbei schrammte, liegt als Fünftplatzierter mit nur 0.25 Sekunden Rückstand auf Bronze noch aussichtsreich im Rennen.

 

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Zu „WM-Halbzeit“ in Führung liegt der Lette Martins Dukurs. Der Weltmeister von 2011 und 2012, der mit sechs Siegen in acht Rennen im WM-Winter seinen sechsten Weltcup-Gesamtsieg in Serie perfekt machen konnte, legte im ersten Durchgang Laufbestzeit in den Winterberger Eiskanal und behauptete mit zweitschnellster Laufzeit in Durchgang zwei diese Spitzenposition knapp. Schärfster Verfolger - mit nur 0.17 Sekunden Rückstand - ist einmal mehr Dauerrivale Alexander Tretiakov. Der Russe, der in dieser Saison zwei Weltcups für sich entscheiden konnte, demonstrierte mit deutlicher Laufbestzeit im zweiten Durchgang, dass der Titel in Winterberg nur über ihn führen wird. Tretiakov hatte zuletzt bei Großereignissen groß aufgetrumpft: 2013 fuhr er in St. Moritz zum WM-Titel und 2014 schnappte er Dukurs in Sochi Olympia-Gold vor der Nase weg. Auf Rang drei liegt derzeit Martins drei Jahre älterer Bruder Tomass Dukurs (+ 0.69 Sekunden).

 

Nachwuchs-Skeletoni Kilian von Schleinitz rangiert bei „WM-Halbzeit“ ebenfalls in den Top-Ten. Der 20-jährige Junioren-Weltmeister von 2014 belegt bei 1.47 Sekunden Rückstand auf die Spitze einen starken achten Rang. Der ebenfalls erst 20-jährige Martin Rosenberger liegt auf Rang 16 des Zwischenklassements.

 

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Skeleton: WM-Team nominiert - Stechen um letzten WM-Platz abgesagt
BMW FIBT WM Winterberg, 5. bis 7.3.2015

Berchtesgaden (bsd/20.02.2015) Bundestrainer Dirk Matschenz und Cheftrainer Jens Müller nominierten bereits am 17. Februar 2015 sieben von acht möglichen Athletinnen und Athleten für die BMW FIBT Weltmeisterschaften vom 5. bis 7. März 2015 in Winterberg. Das Stechen um den achten Platz wurde am Freitag, 20. Februar abgesagt.

Berchtesgaden (bsd/20.02.2015) Bundestrainer Dirk Matschenz und Cheftrainer Jens Müller nominierten bereits am 17. Februar 2015 sieben von acht möglichen Athletinnen und Athleten für die BMW FIBT Weltmeisterschaften vom 5. bis 7. März 2015 in Winterberg.

 

 

Neben den drei Damen aus dem Weltcup-Team wurde die Lokalmatadorin und Juniorenweltmeisterin Jacqueline Lölling in das WM-Aufgebot berufen. Bei den Männern kommt neben den drei Weltcup-Startern noch ein vierter Herr ins Team. Dieses verbleibende Weltcup-Ticket sollte ursprünglich am Samstag, 21. Februar auf der WM-Bahn im Sauerland nach einem sportlichen Wettkampf zwischen Lokalmatador Alexander Gassner (BSC Winterberg) und dem Europacupsieger Martin Rosenberger (WSV Königssee) vergeben werden.

Ein Stechen zwischen den beiden Sportlern erübrigte sich, nachdem der bei der FIBT eingereichte Antrag zur Ausnahmegenehmigung für den Start von Alex Gassner, der die Startvoraussetzung für die WM nicht erfüllt, abgelehnt wurde. Aufgrund der Ablehnung dieses Sonderantrages, ist Alexander Gassner durch die FIBT bei der WM nicht startberechtigt. So geht der verbleibende vierte Startplatz bei den Männern an Nachwuchsfahrer Martin Rosenberger-



Die WM-Nominierung der Damen:

1. Tina Hermann (WSV Königssee)
2. Anja Huber (RC Berchtesgaden)
3. Sophia Griebel (RT Suhl)
4. Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland)



Bei den Herren werden nominiert:

1. Axel Jungk (BRC Riesa)
2. Christopher Grotheer (BSR Rennsteig Oberhof)
3. Kilian von Schleinitz (WSV Königssee)
4. Martin Rosenberger (WSV Königssee)



Bundestrainer Dirk Matschenz begründet die Nominierungen wie folgt: „Die ersten drei Startplätze der Frauen und Männer ergeben sich aus der Platzierung aus der aktuellen FIBT-Punkteliste. Die Nominierung für den 4. Startplatz von Jacqueline Lölling erfolgt durch ihren Gewinn des Juniorenweltmeistertitels und ihrer in dieser Saison ständig nachgewiesenen außergewöhnlichen Fahrleistungen und Ergebnisse.


Martin Rosenberger wird als derzeit stärkster Junior, mit großen Perspektiven für die Zukunft, durch die verantwortlichen Trainer eingeschätzt. Er erfüllt die Steigerung der geforderten individuellen Startbestleistung für Junioren. Alexander Gassner hat die geforderte Startleistung für Senioren, trotz mehrfachem Test-Anlauf in dieser Saison nicht erreicht. Er erfüllt außerdem die internationalen Kriterien zum Start bei Weltmeisterschaften nicht.“


Skeleton: Axel Jungk holt Bronze im Gesamt-Weltcup
8. FIBT Weltcup Skeleton in Sochi (RUS)

Sochi (bsd/15.02.2015) Die deutschen Skeleton-Athleten konnten im letzten Rennen der Saison 2014/15 erneut nicht um die Medaillen mitfahren. Axel Jungk (BRC Riesa) platzierte sich als bester Deutscher auf Rang sechs.

Sochi (bsd/15.02.2015) Die deutschen Skeleton-Athleten konnten im letzten Rennen der Saison 2014/15 erneut nicht um die Medaillen mitfahren. Axel Jungk (BRC Riesa) platzierte sich als bester Deutscher auf Rang sechs.

 

Der Sieg ging an den Lokalmatador und Olympiasieger von 2014 Alexander Tretiakov, der den Letten Martins Dukurs zum zweiten Mal in dieser Saison auf Rang zwei verwies. Dritter wurde der Koreaner Sungbin Yun.


Weltcup-Debütant Axel Jungk konnte auf der schwierigen Bahn in Sochi vom achten auf den sechsten Rang vorfahren. Damit holte sich der 23-jährige Sachse in seiner Debütsaison die Bronzemedaille im Gesamt-Weltcup. Den Gesamtsieg sicherte sich mit deutlichem Vorsprung - sechs Siege in acht Rennen - der Lette Martins Dukurs (1770) vor seinem Bruder Tomass (1526).

„Axel ist heute einen soliden Wettkampf gefahren. Leider hatte er im ersten Lauf im oberen Bahnbereich einen großen Fehler, der ihm dann eine bessere Platzierung kostete. Der zweite Lauf hingegen war sehr gut“, analysierte Skeleton-Trainer Dirk Matschenz das Rennen von Jungk.

Aber der dritte Platz im Gesamtklassement in seiner ersten Weltcup-Saison ist ein sensationeller Erfolg. Das hätten wir uns am Anfang der Saison nicht gedacht. Ich bin sehr stolz über dieses Ergebnis. Vor allem zeigt es uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freute sich Matschenz über Bronze im Gesamt-Weltcup.

Der 20-jährige Dominic Rady (WSV Königssee) und der gleichaltrige Michael Zachrau (WSV Oberhof) fuhren bei ihrem ersten Weltcup-Einsatz auf die Ränge 14 und 15.

„Dominic und Michael sind heute einen wirklich ordentlichen Wettkampf gefahren. Beide zeigten sich sehr nervenstark und hatten bei ihren Fahrten keine groben Fehler. Mit den Resultaten bin ich wirklich sehr zufrieden - das bei ihrem ersten Weltcup-Rennen“, meinte Matschenz über die Platzierungen von Rady und Zachrau. 

 

Die Ergebnisse:

 

1. TRETIAKOV Alexander (RUS)

2. DUKURS Martins (LAT/+ 0,41)

3. YUN Sungbin (KOR/ + 1,28)

 

6. JUNGK Axel (+ 2,00)

14. RADY Dominic (+2,77)

15. ZACHRAU Michael(+2,99)

 

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Skeleton: Ehrwürdiger Abschluss für Huber-Selbach
8. FIBT Weltcup Skeleton Sochi (RUS)

Sochi (bsd/14.02.2015) Anja Huber-Selbach (RC Berchtesgaden) bescherte sich einen perfekten Abschluss ihrer Weltcup-Karriere. Die Berchtesgadenerin fuhr am Samstag beim Weltcup-Finale im russischen Sochi auf den dritten Platz.

Sochi (bsd/14.02.2015) Anja Huber-Selbach (RC Berchtesgaden) bescherte sich einen perfekten Abschluss ihrer Weltcup-Karriere. Die Berchtesgadenerin fuhr am Samstag beim Weltcup-Finale im russischen Sochi auf den dritten Platz.
Die 31-jährige Olympia-Achte konnte sich im zweiten Durchgang noch um einen Rang verbessern und musste sich nur der Britin Lizzy Yarnold und der Russin Maria Orlova geschlagen geben.

 

"Das war mein siebzigster und gleichzeitig letzter Weltcup. Diesen mit einer Medaille zu beenden ist natürlich sensationell. Die Bahn war heute in einem perfekten Zustand und es war ein richtig cooles, enges und spannendes Rennen. Die Veranstalter haben sich sehr viel Mühe gegeben und es machte unheimlich Spaß hier zu fahren. Ich bin total happy und es geht in Richtung WM wieder aufwärts", freute sich Huber-Selbach über ihr letztes Weltcup-Rennen ihrer Karriere.


Anja zeigte heute zwei wirklich gute Läufe und bestätigte damit auch ihre guten Trainingsleistungen in der letzten Woche. Sie hat sich den heutigen dritten Platz zu Recht verdient. Das ist ein schöner Abschluss ihrer Weltcup-Karriere und jetzt schauen wir, was die Weltmeisterschaften in zwei Wochen in Winterberg noch bringen“, kommentierte Skeleton-Trainer Dirk Matschenz zufrieden die Leistung von Huber-Selbach.


Tina Hermann (WSV Königssee), die nach dem ersten Lauf noch auf Platz zwei lag, fiel am Ende auf den fünften Rang zurück. Sophia Griebel (BRC Riesa) belegte Rang sieben. In der Weltcup-Gesamtwertung konnte Hermann ihren zweiten Platz leider nicht verteidigen, holte sich aber hinter der Österreicherin Janine Flock und der Britin Lizzy Yarnold auf den dritten Platz in ihrer Debütsaison (1496 Punkte).


„Tina hatte einen optimalen ersten Lauf. Leider passierten ihr im zweiten Durchgang einige kleine Fehler, die ihr am Ende einen Podestplatz kosteten. Durch die engen Zeitabstände der vorderen Platzierungen fiel sie sogar auf den fünften Platz zurück“, analysierte Matschenz den Lauf von Hermann.


„Schade, dass es Tina nicht gelang, ihren zweiten Platz im Gesamtweltcup zu verteidigen. Dennoch ist der dritte Platz in ihrer ersten Weltcup-Saison sehr beachtlich. Zusätzlich konnte sie die neue Bahn kennenlernen und damit wichtige Erfahrungen für die in zwei Jahren hier stattfindenden Weltmeisterschaften sammeln“, fügte Matschenz hinzu.


„Ebenso zeigte auch Sophia einen guten ersten Lauf mit einer deutlichen Steigerung gegenüber ihren Trainingsläufen. Im Gesamten bin ich mit den heutigen Ergebnissen sehr zufrieden. Die Resultate zeigen, gerade kurz vor der WM, dass wir wieder um die Medaillenränge mitfahren können. Ich denke, dass wir für die WM gut vorbereitet sind“, meinte Matschenz abschließend.

 

Die Ergebnisse:

 

1. YARNOLD Lizzy (GBR)

2. ORLOVA Maria (RUS/ + 0,04)

3. HUBER SELBACH Anja ( + 0,35)

 

5. HERMANN Tina (+0,43)

7. GRIEBEL Sophia (+ 0,56)

 

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Skeleton: JWM-Titel bleiben in deutscher Hand
FIBT Junioren-Weltmeisterschaften Skeleton in Altenberg (GER)

Altenberg (bsd/14.02.2015) Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) konnte am Samstag auf ihrer Heimbahn im sächsischen Altenberg erfolgreich ihren Titel verteidigen und wurde Junioren-Weltmeisterin 2015. Bei den Herren holte sich Christopher Grotheer den Titel.

Altenberg (bsd/14.02.2015) Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) konnte am Samstag auf ihrer Heimbahn im sächsischen Altenberg erfolgreich ihren Titel verteidigen und wurde Junioren-Weltmeisterin 2015. Mit beachtlichen zwei Sekunden Vorsprung und Bahnrekord in beiden Läufen konnte sich die Gewinnerin der Youth-Olympic-Games von 2012 in Innsbruck gegen die starke Konkurrenz durchsetzen.


Teamkollegin Maxi Just (BRC Riesa) verbesserte sich im zweiten Lauf erheblich und wurde Vizeweltmeisterin, vor der Österreicherin Carina Mair. Die dritte deutsche Starterin Anna Fernstädt (WSV Königssee) fuhr auf Rang fünf.


„Es waren zwei gelungene Fahrten von Jacqueline. Die Bahn war heute ziemlich schnell und anspruchsvoll. Daher war die Leistung – mit zweimal Bahnrekord – wirklich hervorragend. Auch Maxi Just fuhr ein tolles Rennen und wurde sensationelle Zweite“, so der Skeleton-Trainer David Lingmann.



Auch das anschließende Skeleton-Rennen der Herren wurde für den BSD ein voller Erfolg. Christopher Grotheer (BSR Oberhof) holte sich nach Rang zwei im Vorjahr dieses Jahr den Juniorenweltmeister-Titel, zusammen mit dem Russen Nikita Tregybov. Beide fuhren zeitgleich zu JWM-Gold.


Titelverteidiger Kilian v. Schleinitz (WSV Königssee) verpasste um nur eine Hundertstelsekunde das Podest. Der 20-jährige Berchtesgadener belegte hinter Raphael Mair (AUT), der im ersten Lauf einen neuen Bahnrekord aufstellte, den undankbaren vierten Platz. Martin Rosenberger (WSV Königssee) fuhr auf Rang fünf.


„Christopher Grotheer war heute in sehr guter Verfassung. Zweimal Startbestzeit war der Grundstein für seinen Erfolg. Er hat die ganze Woche hart an sich gearbeitet und wurde dafür belohnt. Seine Fahrten waren zwar nicht fehlerfrei, aber der Vorsprung, den er sich bis zum Kreisel herausgefahren hat, war so groß, dass es bis zum Ziel gereicht hat. Ich bin mit Jacqueline und Christopher sehr zufrieden und freue mich sehr für die beiden. Das gesamte Team hat heute eine starke Leistung gezeigt“, so die Meinung von Bundestrainer Christian Baude.

 

Die Ergebnisse:

 

Damen:

 

1. LOELLING, Jacqueline

2. JUST, Maxi (+ 2,06)

3. MAIR, Carina (AUT / + 2,14)

...

5. FERNSTAEDT, Anna (+ 2,53)


Herren:

 

1. GROTHEER, Christopher

1. TREGYBOV, Nikita (RUS)

3. MAIER, Raphael (AUT/ +0,15)

...

4. von SCHLEINITZ, Kilian (+ 0,16)

5. ROSENBERGER, Martin (+ 0,58)

 

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