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BSD: „Neueinsteigerinnen erhalten im Monobob eine gute Perspektive“

• Interview mit Thomas Schwab über die neue olympische Disziplin Frauen-Monobob

Berchtesgaden (bsd/20.08.2018) Am 18. Juli 2018 wurde vom IOC die Aufnahme der neuen Disziplin „Frauen-Monobob“ in das Programm der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking verkündet. Damit haben die Bobfrauen erstmals die Chance, zwei Medaillen bei Olympischen Spielen zu gewinnen.

Die Vorschläge der IBSF, einen Bob- und Skeleton-Teamwettbewerb sowie einen Skeleton-Mixed-Wettbewerb aufzunehmen, wurden vom IOC ebenso abgelehnt wie die von der FIL eingebrachte neue Disziplin im Damen Doppelsitzer.

Heike Gruner und Lena Renoth haben sich mit dem BSD-Vorstandsvorsitzenden Thomas Schwab über diese Entscheidungen unterhalten.

Wie ist der Prozess der Entscheidungsfindung des IOC aus Ihrer Sicht gelaufen?

Thomas Schwab: Es wurde grundsätzlich vom IOC der Wunsch geäußert, dass die „Gender equality“, also die Gleichstellung der Geschlechter, bei den internationalen Verbänden umgesetzt werden soll. Hierfür hat die IBSF u. a. angeregt, den Frauen-Viererbob einzuführen. Für viele Nationalverbände ist diese Disziplin allerdings schwer umsetzbar und zudem sehr teuer, da im Viererbob natürlich zusätzlich einige Anschieberinnen benötigt werden. Für die kleineren Nationen wäre es zeitlich zudem nicht möglich, all diese Anforderungen so schnell umzusetzen. Daher hat man sich darauf geeinigt, als zweite Medaillenchance für die Bobfrauen den Monobob einzuführen.

Die ursprüngliche „Gender equality“ ist damit zwar nicht komplett aus der Welt geschafft, allerdings wird das Starterfeld bei den Männern um 10 Sportler reduziert und bei den Frauen um zehn Sportlerinnen erhöht. Wir rechnen grundsätzlich damit, dass der Monobob-Wettbewerb nicht nur von unseren etablierten Zweier-Athletinnen gefahren wird, sondern dass auch neue Sportlerinnen einsteigen werden. Bei uns im Verband zeichnet es sich ab, dass im Moment noch nicht alle gewillt sind, den Monobob zu fahren. Neueinsteigerinnen erhalten hierbei dennoch eine gute Perspektive.

Wie soll die Einführung des Monobobs konkret umgesetzt werden?

Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Einheitsschlitten geben, der noch festgelegt wird und der bezüglich der Fahreigenschaften sehr nahe an den Zweierbob angelehnt werden soll, damit die Unterschiede im Zweier- und Monobob nicht so groß sind. Eine Quereinsteigerin, die zunächst nur den Monobob fährt, wird sich sicher erst einmal leichter tun. Wahrscheinlich wird es dann auch Mono-Spezialistinnen geben, wie das bei den Männern im Viererbob der Fall ist.

Ich sehe dem Ganzen sehr positiv entgegen. Wenn der Schlitten so konfiguriert wird, wie er den Vorstellungen der Athletinnen entspricht, werden wir sicherlich ein gutes Produkt haben, mit welchem auch die etablierten Zweierbob-Athletinnen die Bereitschaft zeigen werden, um eine zweite Medaille zu kämpfen.

Haben Sie keine Bedenken, dass Deutschland als starke Bobnation mit einem Einheitsschlitten sein technisches Know-How nicht so nutzen kann wie sonst?

Die Befürchtung, aufgrund des Einheitsschlittens unser technisches Know-How nicht so ausreizen zu können wie im Zweier- oder im Viererbob, habe ich nicht, da wir beim Start eine der dominantesten Nationen sind. Unsere Athletinnen haben allesamt das Potential, auch im Monobob am Start dominieren zu können. Mit unseren vier Bahnen in Deutschland haben wir zudem eine sehr gute Grundlage, um die Athletinnen bestmöglich ausbilden zu können. Ich bin mir sicher, dass wir hier keine großen Nachteile haben werden.

Es gibt noch viele offene Fragen zur Organisation und Umsetzung, z. B. wie der Monobob an den Start transportiert wird. Gibt es hier schon Lösungsvorschläge?

Im Training kann man den Monobob meiner Meinung nach sehr wohl alleine an den Start bringen, schwieriger wird es während des Wettkampfes und der Transport von und zur Wettkampfstätte. Aber auch dafür werden wir Lösungen finden. Wir haben aber in der Tat noch viele offene Fragen – auch Regelwerksfragen – für die neue Disziplin, die wir zusammen mit der IBSF so schnell wie möglich lösen müssen: Wie binden wir den Monobob-Wettbewerb in unsere Veranstaltungen ein? Ab wann wird diese Disziplin im Welt- und Europacup gefahren? Hierfür wird eine handlungsfähige Gruppe benötigt, die diese Fragen beantwortet und schnellstmöglich ein entsprechendes Regelwerk verfasst.

Ich möchte allen offenen Fragen zum Trotz herausstellen, dass die neue olympische Disziplin mit Frauen-Monobob meiner Meinung nach eine sehr positive Geschichte ist und wir damit eine weitere Medaillenchance bekommen.

Ist es realistisch, bei den Youth Olympic Games 2020 in Lausanne im Monobob bereits einen qualitativ hochwertigen olympischen Wettbewerb zeigen zu können?

Da bin ich voll optimistisch. Wir werden in naher Zukunft acht Monobobs für unseren Verband kaufen. Diese Bobs werden dann in den Händen des BSD bleiben und nicht mit anderen Nationen getauscht. Zur Ausbildung junger Athletinnen ist das der bessere Weg. Es können dann die eigenen Kufen angebracht werden, der Bob kann auseinandergenommen und auf die persönlichen Bedürfnisse der Athletinnen angepasst werden, sodass sich die Sportlerinnen während der Ausbildung nicht permanent auf neue Geräte umstellen müssen.

Wie sieht es mit dem Teamwettbewerb aus, der für die Olympischen Spiele in Peking ebenfalls abgelehnt wurde?

An der Umsetzung des Teamwettbewerbs arbeiten wir aktuell sehr eng mit der IBSF zusammen. Wir haben vor einigen Wochen einen erfolgreichen Test für einen Reaktionsstart an der Eisarena am Königssee gemacht und werden auf jeden Fall versuchen, diesen Wettbewerb optisch und sportlich aufzuwerten, sodass er für die Zuschauer attraktiv und spannend wird. Der Teamwettbewerb wird für die Spiele 2022 in Peking noch keine Rolle spielen, wir werden uns aber zusammen mit der IBSF stark einbringen, um den Wettbewerb bei den Spielen 2026 zu etablieren.
 

Wie bewerten Sie die ablehnende Entscheidung des IOC zur Rennrodel-Disziplin der Damen Doppelsitzer?

Für die Damen Doppelsitzer finde ich es sehr schade, dass diese Disziplin bei den Olympischen Winterspielen in Peking 2022 nicht mit dabei sein wird. Auch wenn es ein bisschen früh gewesen wäre, hätten wir es meiner Meinung nach sicher hinbekommen. Es wäre eine schöne neue und interessante olympische Disziplin gewesen, aber das werden wir jetzt auf 2026 vertagen müssen.

BSD UND DESCENTE VERLÄNGERN IHREN AUSRÜSTERVERTRAG BIS 2022

• BSD vertraut bis zu den Olympischen Winterspielen Peking 2022 weiter auf japanischen Ausrüster DESCENTE
• Athleten und Cheftrainer schätzen die gemeinsame Weiterentwicklung der Rennanzüge

Berchtesgaden (bsd/14.08.2018). Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) und der japanische Hersteller DESCENTE haben ihren seit 2015 bestehenden Ausrüstervertrag um weitere vier Jahre bis 2022 verlängert. Damit können die deutschen Athleten, Trainer und Teams im Bob, Skeleton und Rennrodeln auf dem Weg zu den Olympischen Spielen Peking 2022 weiter auf die hohe Qualität und Funktionalität in Sachen Wettkampf-, Wärme- und Trainingsbekleidung von DESCENTE vertrauen.
„Wir freuen uns sehr über die Verlängerung unserer Partnerschaft mit DESCENTE, weil das uns zur Verfügung gestellte Equipment absolut hochwertig ist. Wer im internationalen Spitzensport ganz vorne dabei sein will, muss auch in diesem Bereich sehr gut aufgestellt sein“, erklärt Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management der BSD.

„Ich freue mich sehr, dass die deutschen Bob-, Skeleton- und Rennrodel-Teams unsere Anzüge schätzen und ihnen vertrauen, und dass wir unsere Beziehung zu den Athleten, Trainern und Mitarbeitern dieses Spitzenteams fortsetzen werden“, sagt Masatoshi Ishimoto, CEO von DESCENTE Ltd. „Wir sind stolz auf unsere Handwerkskunst und unser Engagement, eng mit den besten Athleten der Welt zusammenzuarbeiten, um ihnen die besten Wettkampfanzüge für ihren jeweiligen Sport zu kreieren. Mit der Erneuerung dieses Vertrages freuen wir uns auf eine „Win-Win“-Beziehung, in der wir auf die Bedürfnisse der Athleten hören und mit ihnen zusammenarbeiten, um die ultimative Leistungsbekleidung zur Verwirklichung ihrer Ziele anbieten zu können.“

Die sportlichen Erfolge der letzten Jahre, die durch elf gewonnene Olympiamedaillen, davon sechs Olympiasiege, in PyeongChang gekrönt wurden, sind nicht zuletzt auch auf die gemeinsame Weiterentwicklung der Wettkampfbekleidung zurückzuführen. Der Bob-Anzug wurde beispielsweise komplett in Japan produziert und in enger Abstimmung mit den Athleten weiterentwickelt.

„Bei so einem Rennanzug kommt es in erster Linie darauf an, dass man sich darin wohlfühlt. Die von DESCENTE eingearbeiteten Kompressionsstreifen sorgen dafür, dass die Muskulatur noch besser arbeiten kann. Da sie auch an der richtigen Position sitzen müssen, wurden diese Punkte in enger Zusammenarbeit zwischen unseren Athleten und DESCENTE auf die Körperkonstitutionen unserer Athleten abgestimmt. Wir hatten eine professionelle Ausrüstung für die Olympischen Spiele und das gesamte Team ist mit der zur Verfügung gestellten Ausrüstung sehr zufrieden“, erklärt Bob-Cheftrainer René Spies.

Deutliche Fortschritte in Sachen Aerodynamik und Passform wurden auch bei den Rennrodel- und Skeleton-Anzügen gemacht.

„Wir arbeiten im Rennrodeln zweigleisig und setzen zum einen auf die für DESCENTE produzierten Rennanzüge der Schweizer Firma WAMS und zum anderen auf die langjährige Erfahrung der Firma FESPO aus Klingenthal. Dank intensiver Zusammenarbeit sind die Rennanzüge aus dem Hause DESCENTE/WAMS mittlerweile auf einem relativ gleichen Stand in Bezug auf die für uns wichtige Aerodynamik. Wichtig in unserem Sport sind neben der Aerodynamik die Passform und der damit verbundene Wohlfühlcharakter für die Athleten in den doch sehr engen Anzügen. Das ist wichtig, um erstens fahrdynamisch gut auf dem Schlitten zu bestehen, und zweitens vor allem am Start eine gewisse Dehnung des Anzugs zu haben, der dennoch eng anliegen muss, um die aerodynamische Komponente zu erfüllen, damit wir sehr gute Werte im Windkanal erreichen. Wir haben mit den neuen Anzügen sehr gute Ergebnisse erzielt, sind sehr zufrieden und freuen uns auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit“, erklärt Norbert Loch, Cheftrainer Rennrodeln.

Dirk Matschenz, Cheftrainer Skeleton, hebt ebenfalls die kontinuierliche und ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit DESCENTE hervor: „Wir haben in den letzten zwei Jahren mit DESCENTE und WAMS eine intensive Entwicklungsarbeit betrieben und gemeinsam die Skeleton-Anzüge erfolgreich weiter-entwickelt. Wir haben für uns den von der Passform her perfekten Anzug gefunden, der noch dazu der Beste im Windkanal ist. Wichtig war uns auch, dass die Anzüge individuell auf die Sportler abgestimmt werden konnten, da jeder der Top-Athleten ein anderes Wahrnehmungsgefühl hat. Die Balance zu finden, dass der Anzug elastisch ist und dehnfähig für die Bewegungen am Start, und gleichzeitig fest sitzt beim Fahren, ist unserer Erfahrung nach sehr gut gelungen.“

NIGRIN WIRD NEUER BSD PREMIUMPARTNER UND SPONSOR FÜR BOBTEAM FRIEDRICH

• BSD und NIGRIN unterschreiben Vertrag für Premiumpartnerschaft bis 2020
• Teamsponsoring für Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich

Berchtesgaden (bsd/11.06.2018). NIGRIN, eine Marke der MTS Group, wird ab 1. Juli 2018 neuer Premiumpartner des Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) e. V. Der Zweijahresvertrag wurde am vergangenen Samstag von Jürgen Herrmann, Geschäftsführer MTS Gruppe, und Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management des BSD im Beisein von Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich und seinen Teamkollegen im pfälzischen Rhodt offiziell unterzeichnet. Neben der Premiumpartnerschaft engagiert sich die international bekannte Autopflegemarke künftig auch als Teamsponsor des Bobteams von Francesco Friedrich.

Entsprechend der Vereinbarung wird das NIGRIN-Logo mit dem Schornsteinfeger die Trainermützen, Jacken sowie die Rennbekleidung der erfolgreichen deutschen Bob- und Skeleton-Nationalmannschaft zieren und die BSD-Athleten in der neuen Saison durch den gesamten BMW IBSF Weltcup und bei den BMW IBSF Weltmeisterschaften begleiten, die vom 25. Februar bis 10. März im kanadischen Whistler ausgetragen werden.

„Nach dem erfolgreichen Abschneiden unserer Athleten bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang 2018 freut es uns sehr, dass wir mit NIGRIN einen neuen, starken Premiumpartner für den Verband gewinnen konnten und freuen uns sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit“, erklärt Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management der BSD.

„Für uns ist der BSD ein toller Sponsoringpartner, den wir natürlich sehr gerne in den kommenden zwei Jahren unterstützen. Die kontinuierlichen, sportlichen Erfolge der deutschen Athleten im Bob, Rennrodeln und Skeleton, die hohen Reichweiten durch die TV-Übertragungen im öffentlich-rechtlichen sowie im privaten und bezahlten Fernsehen, die überdurchschnittliche Berichterstattung in den Print- und Onlinemedien und das Gesamtpaket an Sichtbarkeit, das der BSD uns damit bietet, haben uns überzeugt. Wir möchten unser Sponsoring nutzen, um unsere Marke international noch bekannter zu machen. Nicht zuletzt fördert NIGRIN eine Sportart, deren Dynamik, Schnelligkeit und Stil großes Identifikationspotenzial für unsere Kunden bietet“, erläutert Jürgen Herrmann, Geschäftsführer der MTS Gruppe.

Parallel zum Sponsoring des BSD setzt NIGRIN auch sein seit 2016 bestehendes Engagement für die österreichischen Bobteams fort.

BSD: ANDI LANGENHAN VERKÜNDET OFFIZIELLES KARRIEREENDE

• Andi Langenhan verkündet offizielles Karriereende
• Neue Stelle als Trainer in der Rennrodel B-Mannschaft

Berchtesgaden (bsd/24.05.2018) Rennrodler Andi Langenhan hat heute sein offizielles Karriereende als Leistungssportler verkündet und wird sich zukünftig neuen Herausforderungen widmen.

Der 33-jährige Oberhofer konnte während seiner sportlichen Laufbahn zahlreiche Erfolge einfahren: Mit dem Vizeweltmeistertitel von 2013 in Whistler sowie der Silbermedaille bei der Sprint-WM 2016 am Königssee, neun Weltcupsiegen sowie zwei Europameistertiteln mischte Langenhan in der inter-nationalen Rennrodel-Elite stets vorne mit. Obwohl er sein großes Ziel, bei den Olympischen Spielen eine Medaille zu gewinnen, in seiner Karriere nicht erreichen konnte, beendete er seine letzten Spiele in PyeongChang mit einem lachenden Auge: Kurz vor Beginn der Rennen der Herren Einsitzer, wurde Langenhan Vater eines gesunden Sohnes namens Matteo.

Sein Wissen und Know-How über den Rennrodelsport gibt der frischgebackene Familienvater zukünf-tig an jüngere Athleten weiter: Der ausgebildete Diplomtrainer arbeitet ab der neuen Saison in der B-Mannschaft als Trainer und wird zusammen mit seinen Trainerkollegen den Nachwuchs an die Spitze des Leistungssports heranführen. Langenhan war über zehn Jahre mit der A-Mannschaft des BSD als Sportler im Weltcup-Zirkus unterwegs und bleibt er dem Bob- und Schlittenverband für Deutschland somit weiter erhalten.

Cheftrainer Norbert Loch schätzt die Fachexpertise seines langjährigen Schützlings und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit: „Durch Andis langjährige Erfahrung im deutschen Spitzenteam wird er mit seinem Wissen für unser Team sicherlich noch sehr wertvoll sein.“

René Spies und Norbert Loch verlängern ihre Verträge bis 2022

• Vorzeitige Vertragsverlängerung für Cheftrainer im Bob und Rennrodeln
• Konzentration auf Nachwuchsarbeit und Titelverteidigungen in Peking 2022 geplant

Berchtesgaden (bsd/22.05.2018). Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. und die beiden Cheftrainer René Spies und Norbert Loch haben vorzeitig die Verlängerung ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit um weitere vier Jahre bis 2022 vereinbart. Beide Cheftrainer werden gemeinsam mit ihrem Trainerstab die Athleten im Bob und Rennrodeln auf ihrem Weg zu den Olympischen Winterspielen Peking 2022 begleiten.

„Nach dem erfolgreichen Abschneiden unserer Athleten bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang ist es uns wichtig, mit einer gewissen Konstanz in den neuen Olympia-Zyklus zu starten. Denn neben dem Aufbau eines starken Teams für Peking 2022 müssen wir uns verstärkt um die Nachwuchsarbeit kümmern und junge Athletinnen und Athleten an die Weltspitze heranführen. Wir haben vollstes Vertrauen zu René Spies und Norbert Loch und sind uns sicher, dass sich beide den bevorstehenden Aufgaben mit großem Engagement stellen werden“, erklärt BSD-Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor Thomas Schwab.

Der gebürtige Winterberger René Spies ist seit April 2016 Cheftrainer im deutschen Bobsport. Nach der historischen Pleite von Sotschi 2014, als die deutschen Piloten erstmals seit 50 Jahren ohne Medaille geblieben waren, konnte unter seiner Leitung der Weg zurück in die olympische Erfolgsspur gefunden werden. Das deutsche Team gewann mit Francesco Friedrich und Mariama Jamanka Olympiagold in allen drei Wettbewerben und holte mit Nico Walter zudem noch Silber im 4er der Männer.

Nach den Zielen für die nächsten vier Jahre gefragt, lässt René Spies keine Zweifel offen: „Nach den Ergebnissen in PyeongChang sind die Ziele bei den Männern klar. Da geht es darum, dass man vor dem vierten Lauf wieder die Chance hat, um Gold zu kämpfen. Bei den Frauen hat sich das mit dem Olympiasieg von Mariama Jamanka ein wenig verändert. Hier ist jetzt auch klar, dass wir nicht mehr in der Außenseiterrolle sind. Das Ziel ist daher dasselbe wie bei den Männern: Wir wollen auch bei den Frauen nach dem dritten Lauf bei den Olympischen Spielen in Peking 2022 um Gold mitfahren. Darüber hinaus bin ich sehr zufrieden mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung. Ich denke, dass der BSD ein sehr gutes Mitarbeitermanagement betreibt, und so sollte es eigentlich bei allen Trainern funktionieren“.

Mit drei Olympiasiegen durch Natalie Geisenberger, Tobias Wendl/Tobias Arlt und die Staffel, dazu das Silber für Dajana Eitberger und zweimal Bronze durch Johannes Ludwig und das Doppel Toni Eggert/Sascha Benecken war Deutschland in PyeongChang erneut die dominierende Rodel-Nation.

„Ich freue mich über die vorzeitige Vertragsverlängerung und bedanke mich beim Verband für das Vertrauen in unsere Arbeit. Ich habe bereits direkt nach Olympia mein Interesse bekundet, dass ich gerne mit dem bestehenden Trainerstab in die nächste Olympiade gehen würde. Für mich ist es eine Bestätigung der geleisteten Arbeit der letzten Jahre, und wir nehmen die Herausforderung natürlich gerne wieder an, das Vertrauen mit hoffentlich ähnlichen Erfolgen wie bisher zu rechtfertigen“, erklärt Norbert Loch, der seit 2008 als Rennrodel-Cheftrainer des BSD tätig ist. 

Rennrodeln: Oberhof richtet 50. Rodel-EM und Weltcup 2019 aus

• Europäische Jubiläumswettkämpfe 2019 in Thüringen
• TSBV-Sportdirektor Uwe Theisinger freut sich auf Volksfeststimmung

Berchtesgaden (bsd/03.05.2018) Die 50. FIL Rennrodel-Europameisterschaften werden in dieser Saison in Oberhof ausgetragen. Damit geht es für das deutsche Team vom 4. bis 10. Februar 2019 auf der Rennschlitten- und Bobbahn unweit des legendären Grenzadlers nicht nur um Weltcup-Punkte, sondern auch um EM-Medaillen. Die europäischen Jubiläumswettkämpfe werden als sogenannte „Race in Race“ Veranstaltungen durchgeführt.

TSBV- Sportdirektor und Cheforganisator Uwe Theisinger zeigt sich über die Entscheidung sehr erfreut: „Es ist eine große Wertschätzung für uns als Verband aber vor allem für die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, dass wir im kommenden Jahr nicht nur einen Weltcup, sondern zugleich die 50. europäischen Titelkämpfe durchführen werden. Die Rodelwettkämpfe sind bei uns nicht nur reine Sportveranstaltungen, sondern haben mit mehr als 11.000 Zuschauern immer Volksfestcharakter.  Die FIL honoriert damit die Einzigartigkeit Wettbewerbe im nationalen und internationalen Vergleich. Darauf sind wir sehr stolz.“

Bei den letzten Europameisterschaften, die in Sigulda ausgetragen wurden, konnte sich der BSD über einen EM-Titel durch Toni Eggert und Sascha Benecken im Doppelsitzer sowie drei Silbermedaillen durch Nathalie Geisenberger und Felix Loch im Einsitzer und in der Teamstaffel sowie eine Bronzemedaille durch Tobias Wendl und Tobias Arlt im Doppelsitzer freuen. 

SKELETON: BSD BERUFT DIRK MATSCHENZ ZUM NEUEN CHEFTRAINER SKELETON

• Dirk Matschenz wird offizieller Nachfolger von Jens Müller
• Nachwuchsarbeit, Personalaufstockung und Materialentwicklung sind Schwerpunkte seiner anstehenden Aufgaben

Berchtesgaden (bsd/25.04.2018) Bundestrainer Dirk Matschenz wird das deutsche Skeleton-Nationalteam ab sofort als Cheftrainer Skeleton in die neue Wintersportsaison führen. Er tritt damit die Nachfolge von Jens Müller an, der sich nach 16 Jahren als Trainer im Skeletonsport aus dem deutschen Leistungssport verabschiedet hat. Der Vorstand des BSD hat Dirk Matschenz in der jährlichen Sportausschuss-Sitzung des BSD sein Vertrauen ausgesprochen und ihn zum neuen Cheftrainer Skeleton berufen.

„Bereits in der Wintersportsaison 2014/15 hatte Dirk Matschenz kommissarisch die Skeleton-Nationalmannschaft betreut, als Cheftrainer Jens Müller wegen eines Herzinfarkts ausgefallen war. Spätestens seitdem wissen wir, dass wir uns auch in schwierigen Situationen auf ihn verlassen können. Wir freuen uns, dass er die Aufgabe übernimmt und das Team um Olympia-Silbermedaillengewinnerin Jacqueline Lölling in den nächsten Olympia-Zyklus führen wird“, erklärt BSD-Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor Thomas Schwab.

„Der Skeletonsport bestimmt seit vielen Jahren mein Leben, und ich werde als Cheftrainer alles daran setzen, unsere Athleten weiter in der Weltspitze zu etablieren und erfolgreich auf dem Weg zu den nächsten Olympischen Winterspielen 2022 in Peking zu begleiten“, so der 38-jährige Matschenz. Neben der Betreuung des Nationalkaders und der erfolgreichen Sichtung und Ausbildung des Nachwuchses sieht Matschenz einen Schwerpunkt seiner Arbeit in der Aufstockung des Personals und der spezifischen Weiterbildung. Wichtig sei hier vor allem die leichtathletische Grundausbildung, die für die Verbesserung der Startzeiten entscheidend ist. Zudem möchte er noch enger mit Sportwissenschaftlern für trainingswissenschaftliche Auswertungen und neue Trainingsimpulse zusammenarbeiten und wieder einen regelmäßigen Austausch zur Materialentwicklung fördern.

Der gebürtige Ilmenauer war seit 1997 im Skeleton für den BSD als Athlet im Einsatz, wurde 1999 bei den Weltmeisterschaften in Altenberg Zehnter und gewann 2001 den Deutschen Meistertitel. Nach einem Streit mit dem deutschen Verband wechselte Matschenz 2002 in die Niederlande und wurde 2004 und 2006 jeweils EM-Vierter. Bei den Olympischen Spielen in Turin 2006 konnte er trotz sportlicher Qualifikation nicht teilnehmen, da er noch keinen niederländischen Pass besaß. Nach einem folgenschweren Unfall in Oberhof, wo er auf der Startstrecke mit einem Bob zusammenstieß und schwere Beinverletzungen erlitt, beendete Matschenz 2007 seine Karriere. Er absolvierte eine Trainerausbildung und arbeitete zunächst erfolgreich für die Niederlande, Norwegen und Neuseeland. 2010 holte ihn Vorgänger Jens Müller zurück zum BSD, wo er bis jetzt als Bundestrainer in Berchtesgaden tätig war.
 

BSD: Heike Gruner wird neue Pressesprecherin des Bob- und Schlittenverbandes

• Personalwechsel nach 16 Jahren
• Heike Gruner übernimmt Öffentlichkeitsarbeit des BSD

Berchtesgaden (bsd/24.04.2018). Seit April 2018 ist Heike Gruner als Pressesprecherin für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. tätig. Sie übernimmt damit den Aufgabenbereich von Margit Dengler-Paar, die über 15 Jahre lang für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BSD verantwortlich war und den Verband nach den erfolgreichen Olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang auf eigenen Wunsch verlassen hat, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen.

Frau Gruner war von 2001 bis 2015 als Press & PR Managerin bei der Eurosport Media GmbH in München tätig und in dieser Funktion für die gesamte Programmkommunikation der TV Sender Eurosport und Eurosport 2 im deutschsprachigen Raum verantwortlich. Sie hat zahlreiche Sportevents kommunikativ begleitet, hat und u. a. Pressereisen zu FIL- oder IBSF-Weltcups organisiert und ist vor allem im Wintersport sehr gut vernetzt. Seit 2015 ist sie als freie Journalistin und PR-Beraterin tätig und hat zuletzt als Biathlon Mixed Zone Supervisor für das PyeongChang Organizing Committee bei den Olympischen Winterspielen 2018 gearbeitet.

Die 46-jährige ist in Frankfurt (Oder) geboren und hat nach ihrem Volontariat bei der „Märkischen Oderzeitung“ in Frankfurt (Oder) zunächst ein Jahr in London verbracht, um dort zu arbeiten und die englische Sprache zu lernen. Anschließend studierte sie an der Universität Potsdam und in Madrid im Magisterstudiengang Anglistik und Amerikanistik sowie Spanische Philologie und Germanistik. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als PR- und Marketingassistentin bei Council on International Educational Exchange e. V., einer privaten, gemeinnützigen Organisation im internationalen Bildungsaustausch, ehe sie 2001 nach München zog, um bei Eurosport zu arbeiten.

Schon als Kind war Heike Gruner sportlich aktiv und steckte viel Energie in ihre sportliche Karriere als Leichtathletin. Nachdem sie sich aus gesundheitlichen Gründen vom Leistungssport verabschieden musste, blieb sie der Leichtathletik als Übungsleiterin und Kampfrichterin im Nachwuchsbereich treu. Heute ist sie vielseitig sportlich aktiv, geht regelmäßig joggen, E-Biken, Wandern, Skifahren, Langlaufen und Klettern. Es gibt kaum eine Sportart, die sie nicht interessiert, und sie gehört zu den Leuten, die die Zeitungslektüre immer mit dem Sportteil beginnen.

Rennrodel: TATJANA HÜFNER FÄHRT BIS ZUR HEIM-WM WEITER

• Hüfner verlängert Karriere um mindestens 1 Jahr
• Vorfreude auf Heim-WM in Winterberg 2019

Berchtesgaden (bsd/19.04.2018). Nachdem es am Samstagabend beim Thüringer Ball des Sports bereits durchgesickert ist, hat Tatjana Hüfner es gestern auf ihrer Facebook-Seite offiziell verkündet: Die Rekord-Weltmeisterin wird noch mindestens ein Jahr auf den Rennrodelbahnen der Welt unterwegs sein.

„Ich habe es mir gut überlegt, und die endgültige Entscheidung ist tatsächlich erst letzte Woche gereift. Aber ich bin mir sicher, dass es die richtige Entscheidung ist. Wichtig ist für mich, dass ich die richtigen Schlüsse aus den Erfahrungen in PyeongChang gezogen habe. Und deshalb werde ich in jedem Fall noch einmal voll angreifen“, erklärt die 34jährige.

Bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang war Hüfner auf dem undankbaren vierten Platz gelandet. Neben ihrem Olympiasieg in Vancouver 2010 hatte sie bereits Bronze bei den Olympischen Spielen in Turin (2006) und Silber in Sochi (2014) gewonnen. Tatjana Hüfner ist eine der erfolgreichsten deutschen Rennrodlerinnen. Sie gewann acht Weltmeistertitel (5x Einzel und 3x Team), war Europameisterin und hat von 2008 bis 2012 insgesamt fünf Mal in Folge den Viessmann Gesamtweltcup gewonnen.

Ab Mai steigt Tatjana Hüfner wieder voll ins Training ein und freut sich schon auf die Heim-WM, die vom 25. bis 27. Januar 2019 in der Veltins EisArena in Winterberg stattfinden wird.
 

Rennrodeln: Neuer Saisonkalender des internationalen Rennrodelverbands FIL

• Rennrodel-Weltmeisterschaften in Winterberg als Saisonhöhepunkt
• Insgesamt 9 Weltcupstationen in der Saison 2018/19
• Weltcupstart in Innsbruck/Igls (AUT)

Berchtesgaden (bsd/19.04.2018) Vor kurzem gab der internationale Rennrodelverband FIL (Fédération Internationale de Luge de Course) den neuen Kalender für die Weltcupsaison 2018/19 bekannt. Als Wettkampfhöhepunkt stehen die 48. FIL Rennrodel-Weltmeisterschaften auf dem Programm, die vom 25. bis 27. Januar 2019 in der Veltins EisArena in Winterberg stattfinden.

Am 24. November 2018 startet die internationale Rennrodel-Elite im Olympia Eiskanal im österreichischen Innsbruck/Igls in die neue Saison. Eine Woche später werden bereits die Überseerennen bestritten: Die Rennen in den kanadischen Wintersportorten Whistler (30.11./01.12.) und Calgary (07./08.12.) sowie jenes im US-amerikanischen Lake Placid (14./15.12.) gehören mit zu den anspruchsvollsten Weltcupstationen der Rennrodler.

Nach einer zweiwöchigen Weihnachtspause startet das neue Jahr mit dem Weltcup am Königssee am 05./06. Januar 2019. Anschließend geht es weiter ins lettische Sigulda (12./13.01.), zum DKB Eiskanal nach Altenberg (02./03.02.) und weiter ins thüringische Oberhof (09./10.02.). Der letzte Saisonweltcup findet im russischen Sochi vom 23. bis 24. Februar statt.

Das deutsche Team um Doppel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger wird alles daran setzen, ihre Titel im Viessmann Rennrodel Gesamtweltcup zu verteidigen. In der zurückliegenden Saison hatten Natalie Geisenberger und Felix Loch zum jeweils sechsten Mal den Gesamtweltcup im Einzel für sich entschieden. Im Doppelsitzer sicherten sich Toni Eggert und Sascha Benecken ihren zweiten Gesamtweltcup in Folge. Alle zusammen konnten sich über den Team-Gesamtweltcup für Deutschland freuen.

VIESSMANN Rennrodel-Weltcup 2018/19


1. VIESSMANN Weltcup Innsbruck/Igls (AUT) am 24./25. November 2018

2. VIESSMANN Weltcup Whistler (CAN) am 30. November/01. Dezember 2018

3. VIESSMANN Weltcup Calgary (CAN) am 07./08. Dezember 2018

4. VIESSMANN Weltcup Lake Placid (USA) am 14./15. Dezember 2018

5. VIESSMANN Weltcup Berchtesgaden-Königssee am 05./06. Januar 2019

6. VIESSMANN Weltcup Sigulda (LAT) am 12./13. Januar 2019

7. VIESSMANN Weltcup Altenberg am 02./03. Februar 2019

8. VIESSMANN Weltcup Oberhof am 09./10. Februar 2019

9. VIESSMANN Weltcup Sochi (RUS) am 23/24. Februar 2019

48. FIL Rennrodel-WM Winterberg vom 25. bis 27. Januar 2019