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BSD STARTET IN DIE WM-SAISON UND STELLT DIE WEICHEN FÜR PEKING 2022

• Saisoneröffnungs-Pressekonferenz in der VIESSMANN Akademie
• Viessmann präsentiert neue #Winterfan-Kampagne
• Technologie-Partner BMW entwickelt Zweierbob-Prototyp für den BSD

Berchtesgaden (bsd/14.11.2018) Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. ist am Dienstag, 13. November 2018, in der VIESSMANN Akademie in Allendorf (Eder) ganz offiziell in die Weltcup- und WM-Saison 2018/19 gestartet. Nach den erfolgreichen Olympischen Win-terspielen von PyeongChang 2018, bei denen die Athletinnen und Athleten des BSD mit elf gewonnen Olympiamedaillen wesentlich zum erfolgreichen Abschneiden der deutschen Mannschaft beigetragen haben, beginnt für alle Kufensportler, Trainer, Teambetreuer und Funktionäre eine neue Olympiade. Zum Start der neuen Weltcup-Saison richtet die Verbandsführung des BSD den Blick voraus auf die Saisonhöhepunkte dieses Jahres, die FIL Rodel WM 2019 im heimischen Winterberg und die BMW IBSF WM in Whistler (CAN), und stellt die Weichen für Peking 2022.

Prof. Dr. Martin Viessmann, Chairman of the Board Viessmann, verwies in seinem Grußwort nicht nur auf die langjährige Förderung diverser Wintersportdisziplinen durch die hessische Firmengruppe, sondern plädierte für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei sportlichen Großereignissen. Als ersten Schritt hatte das Unternehmen allen gesponserten Athleten eine Klimaabgabe gezahlt, um ihre Reise zu den Olympischen Spielen nach PyeongChang umwelt-freundlicher zu gestalten.

Thomas Schwab, Vorstandvorsitzender und Sportdirektor des BSD, informierte zur Neuorientierung des olympischen Sports und die damit verbundenen Strukturänderungen für den BSD, und stellte fest, dass sich das erfolgreiche Abschneiden aller BSD-Disziplinen im Rahmen der PotAS-Analyse für den nächsten Olympia-Zyklus positiv auf die finanzielle Förderung der Ath-leten und des Verbandes auszahlen wird. Damit sei die Grundlage geschaffen, um auch künftig erfolgreich und innovativ weiterarbeiten zu können. Er erklärte den anwesenden Pressevertreter zudem, wie wichtig die Ausrichtung sportlicher Großevents wie die FIL Rodel WM 2019 in Winterberg und die IBSF Bob WM in Altenberg 2020 für den Verband und die heimischen Kunsteisbahnen sind. Zum einen heben sich Weltmeisterschaften von der Wertigkeit noch einmal deutlich vom Weltcup ab, zum anderen sind solche Events mit infrastrukturellen Maßnahmen verbunden, die nicht nur die Sportstätten, sondern auch den Sport selbst weiter voranbringen.

Mit Blick auf Peking 2022 gab Thomas Schwab erstmals offiziell bekannt, dass die Technologie-Partnerschaft mit Premiumpartner BMW ausgebaut wird, und BMW gemeinsam mit dem BSD einen Zweierbob-Prototypen entwickelt. „Wir konnten in diesem Jahr ein Traumergebnis bei den Olympischen Spielen feiern. Die knappen Ergebnisse haben aber auch gezeigt, dass wir uns auf unseren Erfolgen nicht ausruhen können und dass unsere Wettbewerber mit aller Kraft an uns vorbeiziehen wollen“, erklärte er. „Mit BMW haben wir einen Technologiepartner, der genau weiß, dass jeder Erfolg nur der Ansporn für weitere Ideen und Konzepte ist. Wir freuen uns daher sehr, dass wir mit dem BMW Prototypen einen weiteren innovativen Ansatz verfolgen können.“ Erste Funktionstest im Eiskanal des so genannten „Innovationsträgers“, der derzeit von den BMW Ingenieuren entwickelt wird, sind bis Ende 2018 geplant.

Zudem stellte Schwab den neuen Premiumpartner NIGRIN vor. Die Autopflegemarke weitet sein Sportsponsoring aus und wird ab dieser Saison neuer Sponsor der deutschen Bob-Nationalmannschaft. „Für uns sind der deutsche Bob- und Schlittenverband und seine Athleten die idealen Sponsoringpartner. Der kontinuierliche, sportliche Erfolg im Bob sowie die mediale Präsenz der Sportart macht uns stolz, diese zweijährige Partnerschaft einzugehen und ist ein weiterer Schritt, um unsere Marke international noch bekannter zu machen“, erklärte Jürgen Herrmann, Geschäftsführer der MTS-Group, zu der NIGRIN gehört.

Florian Fehr, Head of Sportsponsoring bei VIESSMANN, präsentierte die neue #Winterfan-Kampagne von VIESSMANN, in der sich über 30 bekannte Spitzensportler und Olympiasieger, darunter die BSD-Athleten Felix Loch, Tobias Wendl, Tobias Arlt und Tatjana Hüfner, dem Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz widmen. Sie alle setzen sich dafür ein, die Themen stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen und initiieren hierfür auch persönliche Projekte.

Über den aktuellen Stand der WM-Vorbereitungen in der VELTINS-EisArena Winterberg informierte Sandra Schmitt, verantwortlich für Marketing, Sponsoring & Medien der Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH. 120 Sportlerinnen und Sportler aus 24 Nationen und über 15000 Zuschauerwerden vom 25. bis 27. Januar 2019 zu den FIL Rodel-Weltmeisterschaften erwartet. Es ist die dritte WM, die nach 1989 und 1991 unter der Schirmherrschaft von Kanzlerin Angela Merkel in Winterberg ausgetragen wird.

Im Anschluss stellten sich die Olympia- und WM-Medaillengewinner aus den Sportarten Rennrodeln und Bob in lockeren Talkrunden den Fragen von Moderator Gerhard Willmann. Die Skeletonis um den neuen Bundestrainer Dirk Matschenz konnten aufgrund der internati-onalen Trainingswoche in Whistler (CAN) in diesem Jahr nicht an der Pressekonferenz teilnehmen. Die Cheftrainer Norbert Loch (Rennrodel) und René Spies (Bob) gaben ihren Aus-blick auf die bevorstehende Wintersaison, die laufende Vorbereitung und Erwartungen im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Winterberg bzw. im kanadischen Whistler.

Die Doppel-Olympiasieger Nathalie Geisenberger, Tobias Wendl und Tobias Arlt und Francesco Friedrich standen den zahlreich erschienen Journalisten ebenso Rede und Antwort wie die Bob-Olympiasiegerinnen Mariama Jamanka und Lisa Buckwitz, Johannes Ludwig, Team Olympiasieger und Olympia-Dritter Einsitzer, Olympia-Zweite Dajana Eitberg sowie Felix Loch, Tatjana Hüfner und die Winterberger Lokalmatadoren Robin Geueke und David Gamm.

TONI EGGERT FÄLLT NACH TRAININGSUNFALL VERLETZUNGSBEDINGT AUS

Berchtesgaden (bsd/16.10.2018). Toni Eggert, Olympia-Bronzemedaillengewinner mit Sascha Benecken im Herren Doppelsitzer von PyeongChang, fällt nach einem Trainingsunfall für unbestimmte Zeit aus. Der 30jährige Ilsenburger ist bei einer Trainingsfahrt auf der Rennschlitten- und Bobbahn Oberhof an der Ausfahrt der Kurve 14 gestürzt und mit dem rechten Unterschenkel dabei so an die Bande gestoßen, dass er sich einen Bruch im Wadenbein zugezogen hat. Eine Untersuchung im Klinikum Suhl hat ergeben, dass es sich bei der Verletzung um einen offenen Bruch handelt, der sich aber gut versorgen ließ. Eggert wird voraussichtlich sechs bis acht Wochen ausfallen.




BSD UND UVEX SCHLIESSEN NEUEN AUSRÜSTERVERTRAG FÜR ARBEITSSCHUTZ-PRODUKTE

• BSD und UVEX unterschreiben Ausrüstervertrag bis 2020 • Arbeitsschutz-Produkte und Schutzkleidung für Athleten, Techniker und Trainer

Berchtesgaden (bsd/16.10.2018). Die UVEX-Gruppe und der Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. setzen ihre langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit fort und haben einen neuen Ausrüstervertrag vereinbart, der sich ausschließlich auf die Belange des Arbeitsschutzes bezieht. Der Zweijahresvertrag wurde von Thorsten Udet, Director Marketing & Communication der UVEX-Safety Group, Thomas Schwab, Vorstandsvorsitzender des BSD und Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management der BSD in der BSD Geschäftsstelle in Berchtesgaden unterschrieben. Neben der bereits bestehenden Kooperation im Bereich der Schutzhelme für die BSD-Athleten im Rennrodeln, engagiert sich die international renommierte Firma UVEX künftig auch im Bereich Arbeitsschutz für die Sportler, Techniker und Techniktrainer bei ihren Arbeiten in den Werkstätten.

Entsprechend der Vereinbarung stellt UVEX umfangreiche Produkte sowie Arbeits- und Schutzkleidung für die Ausstattung der Werkstätten an den BSD Stützpunkten zur Verfügung, um den Arbeitsschutz für Athleten, Techniker und Techniktrainer gleichermaßen zu gewährleisten. Dazu gehören zahlreiche Produkte aus den Segmenten Gehörschutz, Hand- und Fußschutz sowie Atem- und Augenschutz. Zusätzlich dazu werden die Mitarbeiter der Deutsche Post Eisarena Königssee mit hochfertiger Arbeits- und Schutzkleidung ausgestattet.

„Wir freuen uns, dass wir mit UVEX im Bereich des Arbeitsschutzes einen neuen Partner haben. Unsere Techniker, Trainer und Athleten verbringen viel Zeit in den Werkstätten, um die Bobs und Rennrodel- und Skeletonschlitten auf die jeweiligen Athleten und Bahnen abzustimmen. Hierzu benötigen sie eine Vielzahl der Produkte, die UVEX im Zusammenhang mit dem Arbeitsschutz anbietet, beinahe tagtäglich bei ihrer Arbeit. Allerdings wird nicht nur dieser Bereich im Rahmen der neuen Partnerschaft abgedeckt, sondern auch die Mitarbeiter der Deutsche Post Eisarena Königssee können sich zukünftig auf eine umfangreiche und hochwertige Ausstattung freuen“, erklärt Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management der BSD.

„Gemäß unserer Mission Potecting people wollen wir die Menschen ganzheitlich schützen - beim Sport und in der Freizeit, aber auch bei der Arbeit“, beton Thorsten Udet, Marketing Director der uvex safety group. „Nachdem die erfolgreichen Rennrodler des BSD seit Jahren auf die Helme und Visiere von uvex vertrauen, wollen wir daher auch das Trainer- und Technikteam hinter den Sportlern ausrüsten und schützen! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem BSD und sind stolz, einen kleinen Teil zum Erfolg des Verbandes beitragen zu können.“

Für die UVEX-Gruppe steht seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1926 der „Schutz des Menschen“ in Beruf, Sport und Freizeit im Mittelpunkt. Das Leitmotiv lautet: „PROTECTING PEOPLE“. Produkte im Sport- und Freizeitbereich sind Ski-, Rad- und Reithelme, Ski-, Rad-, Reit-, Sport- und Son-nenbrillen sowie Reithandschuhe. Im Bereich Arbeitsschutz gehört das Unternehmen zu den Innovationsführern und produziert und vertreibt Persönliche Schutzausrüstung (PSA) von Kopf bis Fuß.

Weitere Informationen: www.uvex-safety.de

BSD: „Neueinsteigerinnen erhalten im Monobob eine gute Perspektive“

• Interview mit Thomas Schwab über die neue olympische Disziplin Frauen-Monobob

Berchtesgaden (bsd/20.08.2018) Am 18. Juli 2018 wurde vom IOC die Aufnahme der neuen Disziplin „Frauen-Monobob“ in das Programm der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking verkündet. Damit haben die Bobfrauen erstmals die Chance, zwei Medaillen bei Olympischen Spielen zu gewinnen.

Die Vorschläge der IBSF, einen Bob- und Skeleton-Teamwettbewerb sowie einen Skeleton-Mixed-Wettbewerb aufzunehmen, wurden vom IOC ebenso abgelehnt wie die von der FIL eingebrachte neue Disziplin im Damen Doppelsitzer.

Heike Gruner und Lena Renoth haben sich mit dem BSD-Vorstandsvorsitzenden Thomas Schwab über diese Entscheidungen unterhalten.

Wie ist der Prozess der Entscheidungsfindung des IOC aus Ihrer Sicht gelaufen?

Thomas Schwab: Es wurde grundsätzlich vom IOC der Wunsch geäußert, dass die „Gender equality“, also die Gleichstellung der Geschlechter, bei den internationalen Verbänden umgesetzt werden soll. Hierfür hat die IBSF u. a. angeregt, den Frauen-Viererbob einzuführen. Für viele Nationalverbände ist diese Disziplin allerdings schwer umsetzbar und zudem sehr teuer, da im Viererbob natürlich zusätzlich einige Anschieberinnen benötigt werden. Für die kleineren Nationen wäre es zeitlich zudem nicht möglich, all diese Anforderungen so schnell umzusetzen. Daher hat man sich darauf geeinigt, als zweite Medaillenchance für die Bobfrauen den Monobob einzuführen.

Die ursprüngliche „Gender equality“ ist damit zwar nicht komplett aus der Welt geschafft, allerdings wird das Starterfeld bei den Männern um 10 Sportler reduziert und bei den Frauen um zehn Sportlerinnen erhöht. Wir rechnen grundsätzlich damit, dass der Monobob-Wettbewerb nicht nur von unseren etablierten Zweier-Athletinnen gefahren wird, sondern dass auch neue Sportlerinnen einsteigen werden. Bei uns im Verband zeichnet es sich ab, dass im Moment noch nicht alle gewillt sind, den Monobob zu fahren. Neueinsteigerinnen erhalten hierbei dennoch eine gute Perspektive.

Wie soll die Einführung des Monobobs konkret umgesetzt werden?

Es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Einheitsschlitten geben, der noch festgelegt wird und der bezüglich der Fahreigenschaften sehr nahe an den Zweierbob angelehnt werden soll, damit die Unterschiede im Zweier- und Monobob nicht so groß sind. Eine Quereinsteigerin, die zunächst nur den Monobob fährt, wird sich sicher erst einmal leichter tun. Wahrscheinlich wird es dann auch Mono-Spezialistinnen geben, wie das bei den Männern im Viererbob der Fall ist.

Ich sehe dem Ganzen sehr positiv entgegen. Wenn der Schlitten so konfiguriert wird, wie er den Vorstellungen der Athletinnen entspricht, werden wir sicherlich ein gutes Produkt haben, mit welchem auch die etablierten Zweierbob-Athletinnen die Bereitschaft zeigen werden, um eine zweite Medaille zu kämpfen.

Haben Sie keine Bedenken, dass Deutschland als starke Bobnation mit einem Einheitsschlitten sein technisches Know-How nicht so nutzen kann wie sonst?

Die Befürchtung, aufgrund des Einheitsschlittens unser technisches Know-How nicht so ausreizen zu können wie im Zweier- oder im Viererbob, habe ich nicht, da wir beim Start eine der dominantesten Nationen sind. Unsere Athletinnen haben allesamt das Potential, auch im Monobob am Start dominieren zu können. Mit unseren vier Bahnen in Deutschland haben wir zudem eine sehr gute Grundlage, um die Athletinnen bestmöglich ausbilden zu können. Ich bin mir sicher, dass wir hier keine großen Nachteile haben werden.

Es gibt noch viele offene Fragen zur Organisation und Umsetzung, z. B. wie der Monobob an den Start transportiert wird. Gibt es hier schon Lösungsvorschläge?

Im Training kann man den Monobob meiner Meinung nach sehr wohl alleine an den Start bringen, schwieriger wird es während des Wettkampfes und der Transport von und zur Wettkampfstätte. Aber auch dafür werden wir Lösungen finden. Wir haben aber in der Tat noch viele offene Fragen – auch Regelwerksfragen – für die neue Disziplin, die wir zusammen mit der IBSF so schnell wie möglich lösen müssen: Wie binden wir den Monobob-Wettbewerb in unsere Veranstaltungen ein? Ab wann wird diese Disziplin im Welt- und Europacup gefahren? Hierfür wird eine handlungsfähige Gruppe benötigt, die diese Fragen beantwortet und schnellstmöglich ein entsprechendes Regelwerk verfasst.

Ich möchte allen offenen Fragen zum Trotz herausstellen, dass die neue olympische Disziplin mit Frauen-Monobob meiner Meinung nach eine sehr positive Geschichte ist und wir damit eine weitere Medaillenchance bekommen.

Ist es realistisch, bei den Youth Olympic Games 2020 in Lausanne im Monobob bereits einen qualitativ hochwertigen olympischen Wettbewerb zeigen zu können?

Da bin ich voll optimistisch. Wir werden in naher Zukunft acht Monobobs für unseren Verband kaufen. Diese Bobs werden dann in den Händen des BSD bleiben und nicht mit anderen Nationen getauscht. Zur Ausbildung junger Athletinnen ist das der bessere Weg. Es können dann die eigenen Kufen angebracht werden, der Bob kann auseinandergenommen und auf die persönlichen Bedürfnisse der Athletinnen angepasst werden, sodass sich die Sportlerinnen während der Ausbildung nicht permanent auf neue Geräte umstellen müssen.

Wie sieht es mit dem Teamwettbewerb aus, der für die Olympischen Spiele in Peking ebenfalls abgelehnt wurde?

An der Umsetzung des Teamwettbewerbs arbeiten wir aktuell sehr eng mit der IBSF zusammen. Wir haben vor einigen Wochen einen erfolgreichen Test für einen Reaktionsstart an der Eisarena am Königssee gemacht und werden auf jeden Fall versuchen, diesen Wettbewerb optisch und sportlich aufzuwerten, sodass er für die Zuschauer attraktiv und spannend wird. Der Teamwettbewerb wird für die Spiele 2022 in Peking noch keine Rolle spielen, wir werden uns aber zusammen mit der IBSF stark einbringen, um den Wettbewerb bei den Spielen 2026 zu etablieren.
 

Wie bewerten Sie die ablehnende Entscheidung des IOC zur Rennrodel-Disziplin der Damen Doppelsitzer?

Für die Damen Doppelsitzer finde ich es sehr schade, dass diese Disziplin bei den Olympischen Winterspielen in Peking 2022 nicht mit dabei sein wird. Auch wenn es ein bisschen früh gewesen wäre, hätten wir es meiner Meinung nach sicher hinbekommen. Es wäre eine schöne neue und interessante olympische Disziplin gewesen, aber das werden wir jetzt auf 2026 vertagen müssen.

BSD UND DESCENTE VERLÄNGERN IHREN AUSRÜSTERVERTRAG BIS 2022

• BSD vertraut bis zu den Olympischen Winterspielen Peking 2022 weiter auf japanischen Ausrüster DESCENTE
• Athleten und Cheftrainer schätzen die gemeinsame Weiterentwicklung der Rennanzüge

Berchtesgaden (bsd/14.08.2018). Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) und der japanische Hersteller DESCENTE haben ihren seit 2015 bestehenden Ausrüstervertrag um weitere vier Jahre bis 2022 verlängert. Damit können die deutschen Athleten, Trainer und Teams im Bob, Skeleton und Rennrodeln auf dem Weg zu den Olympischen Spielen Peking 2022 weiter auf die hohe Qualität und Funktionalität in Sachen Wettkampf-, Wärme- und Trainingsbekleidung von DESCENTE vertrauen.
„Wir freuen uns sehr über die Verlängerung unserer Partnerschaft mit DESCENTE, weil das uns zur Verfügung gestellte Equipment absolut hochwertig ist. Wer im internationalen Spitzensport ganz vorne dabei sein will, muss auch in diesem Bereich sehr gut aufgestellt sein“, erklärt Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management der BSD.

„Ich freue mich sehr, dass die deutschen Bob-, Skeleton- und Rennrodel-Teams unsere Anzüge schätzen und ihnen vertrauen, und dass wir unsere Beziehung zu den Athleten, Trainern und Mitarbeitern dieses Spitzenteams fortsetzen werden“, sagt Masatoshi Ishimoto, CEO von DESCENTE Ltd. „Wir sind stolz auf unsere Handwerkskunst und unser Engagement, eng mit den besten Athleten der Welt zusammenzuarbeiten, um ihnen die besten Wettkampfanzüge für ihren jeweiligen Sport zu kreieren. Mit der Erneuerung dieses Vertrages freuen wir uns auf eine „Win-Win“-Beziehung, in der wir auf die Bedürfnisse der Athleten hören und mit ihnen zusammenarbeiten, um die ultimative Leistungsbekleidung zur Verwirklichung ihrer Ziele anbieten zu können.“

Die sportlichen Erfolge der letzten Jahre, die durch elf gewonnene Olympiamedaillen, davon sechs Olympiasiege, in PyeongChang gekrönt wurden, sind nicht zuletzt auch auf die gemeinsame Weiterentwicklung der Wettkampfbekleidung zurückzuführen. Der Bob-Anzug wurde beispielsweise komplett in Japan produziert und in enger Abstimmung mit den Athleten weiterentwickelt.

„Bei so einem Rennanzug kommt es in erster Linie darauf an, dass man sich darin wohlfühlt. Die von DESCENTE eingearbeiteten Kompressionsstreifen sorgen dafür, dass die Muskulatur noch besser arbeiten kann. Da sie auch an der richtigen Position sitzen müssen, wurden diese Punkte in enger Zusammenarbeit zwischen unseren Athleten und DESCENTE auf die Körperkonstitutionen unserer Athleten abgestimmt. Wir hatten eine professionelle Ausrüstung für die Olympischen Spiele und das gesamte Team ist mit der zur Verfügung gestellten Ausrüstung sehr zufrieden“, erklärt Bob-Cheftrainer René Spies.

Deutliche Fortschritte in Sachen Aerodynamik und Passform wurden auch bei den Rennrodel- und Skeleton-Anzügen gemacht.

„Wir arbeiten im Rennrodeln zweigleisig und setzen zum einen auf die für DESCENTE produzierten Rennanzüge der Schweizer Firma WAMS und zum anderen auf die langjährige Erfahrung der Firma FESPO aus Klingenthal. Dank intensiver Zusammenarbeit sind die Rennanzüge aus dem Hause DESCENTE/WAMS mittlerweile auf einem relativ gleichen Stand in Bezug auf die für uns wichtige Aerodynamik. Wichtig in unserem Sport sind neben der Aerodynamik die Passform und der damit verbundene Wohlfühlcharakter für die Athleten in den doch sehr engen Anzügen. Das ist wichtig, um erstens fahrdynamisch gut auf dem Schlitten zu bestehen, und zweitens vor allem am Start eine gewisse Dehnung des Anzugs zu haben, der dennoch eng anliegen muss, um die aerodynamische Komponente zu erfüllen, damit wir sehr gute Werte im Windkanal erreichen. Wir haben mit den neuen Anzügen sehr gute Ergebnisse erzielt, sind sehr zufrieden und freuen uns auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit“, erklärt Norbert Loch, Cheftrainer Rennrodeln.

Dirk Matschenz, Cheftrainer Skeleton, hebt ebenfalls die kontinuierliche und ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit DESCENTE hervor: „Wir haben in den letzten zwei Jahren mit DESCENTE und WAMS eine intensive Entwicklungsarbeit betrieben und gemeinsam die Skeleton-Anzüge erfolgreich weiter-entwickelt. Wir haben für uns den von der Passform her perfekten Anzug gefunden, der noch dazu der Beste im Windkanal ist. Wichtig war uns auch, dass die Anzüge individuell auf die Sportler abgestimmt werden konnten, da jeder der Top-Athleten ein anderes Wahrnehmungsgefühl hat. Die Balance zu finden, dass der Anzug elastisch ist und dehnfähig für die Bewegungen am Start, und gleichzeitig fest sitzt beim Fahren, ist unserer Erfahrung nach sehr gut gelungen.“

NIGRIN WIRD NEUER BSD PREMIUMPARTNER UND SPONSOR FÜR BOBTEAM FRIEDRICH

• BSD und NIGRIN unterschreiben Vertrag für Premiumpartnerschaft bis 2020
• Teamsponsoring für Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich

Berchtesgaden (bsd/11.06.2018). NIGRIN, eine Marke der MTS Group, wird ab 1. Juli 2018 neuer Premiumpartner des Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) e. V. Der Zweijahresvertrag wurde am vergangenen Samstag von Jürgen Herrmann, Geschäftsführer MTS Gruppe, und Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management des BSD im Beisein von Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich und seinen Teamkollegen im pfälzischen Rhodt offiziell unterzeichnet. Neben der Premiumpartnerschaft engagiert sich die international bekannte Autopflegemarke künftig auch als Teamsponsor des Bobteams von Francesco Friedrich.

Entsprechend der Vereinbarung wird das NIGRIN-Logo mit dem Schornsteinfeger die Trainermützen, Jacken sowie die Rennbekleidung der erfolgreichen deutschen Bob- und Skeleton-Nationalmannschaft zieren und die BSD-Athleten in der neuen Saison durch den gesamten BMW IBSF Weltcup und bei den BMW IBSF Weltmeisterschaften begleiten, die vom 25. Februar bis 10. März im kanadischen Whistler ausgetragen werden.

„Nach dem erfolgreichen Abschneiden unserer Athleten bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang 2018 freut es uns sehr, dass wir mit NIGRIN einen neuen, starken Premiumpartner für den Verband gewinnen konnten und freuen uns sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit“, erklärt Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management der BSD.

„Für uns ist der BSD ein toller Sponsoringpartner, den wir natürlich sehr gerne in den kommenden zwei Jahren unterstützen. Die kontinuierlichen, sportlichen Erfolge der deutschen Athleten im Bob, Rennrodeln und Skeleton, die hohen Reichweiten durch die TV-Übertragungen im öffentlich-rechtlichen sowie im privaten und bezahlten Fernsehen, die überdurchschnittliche Berichterstattung in den Print- und Onlinemedien und das Gesamtpaket an Sichtbarkeit, das der BSD uns damit bietet, haben uns überzeugt. Wir möchten unser Sponsoring nutzen, um unsere Marke international noch bekannter zu machen. Nicht zuletzt fördert NIGRIN eine Sportart, deren Dynamik, Schnelligkeit und Stil großes Identifikationspotenzial für unsere Kunden bietet“, erläutert Jürgen Herrmann, Geschäftsführer der MTS Gruppe.

Parallel zum Sponsoring des BSD setzt NIGRIN auch sein seit 2016 bestehendes Engagement für die österreichischen Bobteams fort.

BSD: ANDI LANGENHAN VERKÜNDET OFFIZIELLES KARRIEREENDE

• Andi Langenhan verkündet offizielles Karriereende
• Neue Stelle als Trainer in der Rennrodel B-Mannschaft

Berchtesgaden (bsd/24.05.2018) Rennrodler Andi Langenhan hat heute sein offizielles Karriereende als Leistungssportler verkündet und wird sich zukünftig neuen Herausforderungen widmen.

Der 33-jährige Oberhofer konnte während seiner sportlichen Laufbahn zahlreiche Erfolge einfahren: Mit dem Vizeweltmeistertitel von 2013 in Whistler sowie der Silbermedaille bei der Sprint-WM 2016 am Königssee, neun Weltcupsiegen sowie zwei Europameistertiteln mischte Langenhan in der inter-nationalen Rennrodel-Elite stets vorne mit. Obwohl er sein großes Ziel, bei den Olympischen Spielen eine Medaille zu gewinnen, in seiner Karriere nicht erreichen konnte, beendete er seine letzten Spiele in PyeongChang mit einem lachenden Auge: Kurz vor Beginn der Rennen der Herren Einsitzer, wurde Langenhan Vater eines gesunden Sohnes namens Matteo.

Sein Wissen und Know-How über den Rennrodelsport gibt der frischgebackene Familienvater zukünf-tig an jüngere Athleten weiter: Der ausgebildete Diplomtrainer arbeitet ab der neuen Saison in der B-Mannschaft als Trainer und wird zusammen mit seinen Trainerkollegen den Nachwuchs an die Spitze des Leistungssports heranführen. Langenhan war über zehn Jahre mit der A-Mannschaft des BSD als Sportler im Weltcup-Zirkus unterwegs und bleibt er dem Bob- und Schlittenverband für Deutschland somit weiter erhalten.

Cheftrainer Norbert Loch schätzt die Fachexpertise seines langjährigen Schützlings und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit: „Durch Andis langjährige Erfahrung im deutschen Spitzenteam wird er mit seinem Wissen für unser Team sicherlich noch sehr wertvoll sein.“

René Spies und Norbert Loch verlängern ihre Verträge bis 2022

• Vorzeitige Vertragsverlängerung für Cheftrainer im Bob und Rennrodeln
• Konzentration auf Nachwuchsarbeit und Titelverteidigungen in Peking 2022 geplant

Berchtesgaden (bsd/22.05.2018). Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. und die beiden Cheftrainer René Spies und Norbert Loch haben vorzeitig die Verlängerung ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit um weitere vier Jahre bis 2022 vereinbart. Beide Cheftrainer werden gemeinsam mit ihrem Trainerstab die Athleten im Bob und Rennrodeln auf ihrem Weg zu den Olympischen Winterspielen Peking 2022 begleiten.

„Nach dem erfolgreichen Abschneiden unserer Athleten bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang ist es uns wichtig, mit einer gewissen Konstanz in den neuen Olympia-Zyklus zu starten. Denn neben dem Aufbau eines starken Teams für Peking 2022 müssen wir uns verstärkt um die Nachwuchsarbeit kümmern und junge Athletinnen und Athleten an die Weltspitze heranführen. Wir haben vollstes Vertrauen zu René Spies und Norbert Loch und sind uns sicher, dass sich beide den bevorstehenden Aufgaben mit großem Engagement stellen werden“, erklärt BSD-Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor Thomas Schwab.

Der gebürtige Winterberger René Spies ist seit April 2016 Cheftrainer im deutschen Bobsport. Nach der historischen Pleite von Sotschi 2014, als die deutschen Piloten erstmals seit 50 Jahren ohne Medaille geblieben waren, konnte unter seiner Leitung der Weg zurück in die olympische Erfolgsspur gefunden werden. Das deutsche Team gewann mit Francesco Friedrich und Mariama Jamanka Olympiagold in allen drei Wettbewerben und holte mit Nico Walter zudem noch Silber im 4er der Männer.

Nach den Zielen für die nächsten vier Jahre gefragt, lässt René Spies keine Zweifel offen: „Nach den Ergebnissen in PyeongChang sind die Ziele bei den Männern klar. Da geht es darum, dass man vor dem vierten Lauf wieder die Chance hat, um Gold zu kämpfen. Bei den Frauen hat sich das mit dem Olympiasieg von Mariama Jamanka ein wenig verändert. Hier ist jetzt auch klar, dass wir nicht mehr in der Außenseiterrolle sind. Das Ziel ist daher dasselbe wie bei den Männern: Wir wollen auch bei den Frauen nach dem dritten Lauf bei den Olympischen Spielen in Peking 2022 um Gold mitfahren. Darüber hinaus bin ich sehr zufrieden mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung. Ich denke, dass der BSD ein sehr gutes Mitarbeitermanagement betreibt, und so sollte es eigentlich bei allen Trainern funktionieren“.

Mit drei Olympiasiegen durch Natalie Geisenberger, Tobias Wendl/Tobias Arlt und die Staffel, dazu das Silber für Dajana Eitberger und zweimal Bronze durch Johannes Ludwig und das Doppel Toni Eggert/Sascha Benecken war Deutschland in PyeongChang erneut die dominierende Rodel-Nation.

„Ich freue mich über die vorzeitige Vertragsverlängerung und bedanke mich beim Verband für das Vertrauen in unsere Arbeit. Ich habe bereits direkt nach Olympia mein Interesse bekundet, dass ich gerne mit dem bestehenden Trainerstab in die nächste Olympiade gehen würde. Für mich ist es eine Bestätigung der geleisteten Arbeit der letzten Jahre, und wir nehmen die Herausforderung natürlich gerne wieder an, das Vertrauen mit hoffentlich ähnlichen Erfolgen wie bisher zu rechtfertigen“, erklärt Norbert Loch, der seit 2008 als Rennrodel-Cheftrainer des BSD tätig ist. 

Rennrodeln: Oberhof richtet 50. Rodel-EM und Weltcup 2019 aus

• Europäische Jubiläumswettkämpfe 2019 in Thüringen
• TSBV-Sportdirektor Uwe Theisinger freut sich auf Volksfeststimmung

Berchtesgaden (bsd/03.05.2018) Die 50. FIL Rennrodel-Europameisterschaften werden in dieser Saison in Oberhof ausgetragen. Damit geht es für das deutsche Team vom 4. bis 10. Februar 2019 auf der Rennschlitten- und Bobbahn unweit des legendären Grenzadlers nicht nur um Weltcup-Punkte, sondern auch um EM-Medaillen. Die europäischen Jubiläumswettkämpfe werden als sogenannte „Race in Race“ Veranstaltungen durchgeführt.

TSBV- Sportdirektor und Cheforganisator Uwe Theisinger zeigt sich über die Entscheidung sehr erfreut: „Es ist eine große Wertschätzung für uns als Verband aber vor allem für die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, dass wir im kommenden Jahr nicht nur einen Weltcup, sondern zugleich die 50. europäischen Titelkämpfe durchführen werden. Die Rodelwettkämpfe sind bei uns nicht nur reine Sportveranstaltungen, sondern haben mit mehr als 11.000 Zuschauern immer Volksfestcharakter.  Die FIL honoriert damit die Einzigartigkeit Wettbewerbe im nationalen und internationalen Vergleich. Darauf sind wir sehr stolz.“

Bei den letzten Europameisterschaften, die in Sigulda ausgetragen wurden, konnte sich der BSD über einen EM-Titel durch Toni Eggert und Sascha Benecken im Doppelsitzer sowie drei Silbermedaillen durch Nathalie Geisenberger und Felix Loch im Einsitzer und in der Teamstaffel sowie eine Bronzemedaille durch Tobias Wendl und Tobias Arlt im Doppelsitzer freuen. 

SKELETON: BSD BERUFT DIRK MATSCHENZ ZUM NEUEN CHEFTRAINER SKELETON

• Dirk Matschenz wird offizieller Nachfolger von Jens Müller
• Nachwuchsarbeit, Personalaufstockung und Materialentwicklung sind Schwerpunkte seiner anstehenden Aufgaben

Berchtesgaden (bsd/25.04.2018) Bundestrainer Dirk Matschenz wird das deutsche Skeleton-Nationalteam ab sofort als Cheftrainer Skeleton in die neue Wintersportsaison führen. Er tritt damit die Nachfolge von Jens Müller an, der sich nach 16 Jahren als Trainer im Skeletonsport aus dem deutschen Leistungssport verabschiedet hat. Der Vorstand des BSD hat Dirk Matschenz in der jährlichen Sportausschuss-Sitzung des BSD sein Vertrauen ausgesprochen und ihn zum neuen Cheftrainer Skeleton berufen.

„Bereits in der Wintersportsaison 2014/15 hatte Dirk Matschenz kommissarisch die Skeleton-Nationalmannschaft betreut, als Cheftrainer Jens Müller wegen eines Herzinfarkts ausgefallen war. Spätestens seitdem wissen wir, dass wir uns auch in schwierigen Situationen auf ihn verlassen können. Wir freuen uns, dass er die Aufgabe übernimmt und das Team um Olympia-Silbermedaillengewinnerin Jacqueline Lölling in den nächsten Olympia-Zyklus führen wird“, erklärt BSD-Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor Thomas Schwab.

„Der Skeletonsport bestimmt seit vielen Jahren mein Leben, und ich werde als Cheftrainer alles daran setzen, unsere Athleten weiter in der Weltspitze zu etablieren und erfolgreich auf dem Weg zu den nächsten Olympischen Winterspielen 2022 in Peking zu begleiten“, so der 38-jährige Matschenz. Neben der Betreuung des Nationalkaders und der erfolgreichen Sichtung und Ausbildung des Nachwuchses sieht Matschenz einen Schwerpunkt seiner Arbeit in der Aufstockung des Personals und der spezifischen Weiterbildung. Wichtig sei hier vor allem die leichtathletische Grundausbildung, die für die Verbesserung der Startzeiten entscheidend ist. Zudem möchte er noch enger mit Sportwissenschaftlern für trainingswissenschaftliche Auswertungen und neue Trainingsimpulse zusammenarbeiten und wieder einen regelmäßigen Austausch zur Materialentwicklung fördern.

Der gebürtige Ilmenauer war seit 1997 im Skeleton für den BSD als Athlet im Einsatz, wurde 1999 bei den Weltmeisterschaften in Altenberg Zehnter und gewann 2001 den Deutschen Meistertitel. Nach einem Streit mit dem deutschen Verband wechselte Matschenz 2002 in die Niederlande und wurde 2004 und 2006 jeweils EM-Vierter. Bei den Olympischen Spielen in Turin 2006 konnte er trotz sportlicher Qualifikation nicht teilnehmen, da er noch keinen niederländischen Pass besaß. Nach einem folgenschweren Unfall in Oberhof, wo er auf der Startstrecke mit einem Bob zusammenstieß und schwere Beinverletzungen erlitt, beendete Matschenz 2007 seine Karriere. Er absolvierte eine Trainerausbildung und arbeitete zunächst erfolgreich für die Niederlande, Norwegen und Neuseeland. 2010 holte ihn Vorgänger Jens Müller zurück zum BSD, wo er bis jetzt als Bundestrainer in Berchtesgaden tätig war.