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NATURBAHN

Naturbahn: Neue Kampfrichter fürs Naturbahnrodeln

Berchtesgaden (CS/10.10.2018) Der deutsche Bob- und Schlittenverband hat zwei neue Kampfrichter in der Sparte Naturbahn. Michaela Niemetz und Viktor Schiller haben die dreitägige Schulung auf sich genommen und ihre abschließende Prüfung bestanden. Sie dürfen ab sofort als Kampfrichter eingesetzt werden.

Da Michaela Niemetz vom WSV Unterammergau noch selbst aktive Sportlerin ist, wird sie in dieser Saison sicher noch nicht eingesetzt. Auch Viktor Schiller ist in der kommenden Saison nur Ersatzmann, da die Kamprichter-Einsätze dafür schon festgesetzt sind.

Die Kampfrichter kommen beim Naturbahnrodeln bei allen Rennen zum Einsatz. Ihre Aufgabe ist es dabei, die Regeln zu überwachen, sei es als Rennleiter, in der Jury oder in anderen Bereichen an der Bahn.

„Für uns sind neue Kampfrichter immer wichtig“, freute sich der BSD-Naturbahn-Koordinator Thomas Niemetz. „Bei allen internationalen Wettkämpfen brauchst du Kampfrichter aus drei Nationen. Wir kooperieren dabei sehr viel mit den Österreichern und Italienern. In diesem Fall ist die Sprachbarriere nicht so hoch.“

BU: Freuten sich über ihre bestandene Kampfrichter-Prüfung: Michaela Niemetz (Mitte) und Viktor Schiller (2.v.l.). Oliver Rowold (l.), Thomas Niemetz (r.) und Simon Paregger (AUT, 2.v.r.) nahmen die Prüfung ab.

Naturbahnrodeln: Erster Starttest auf Eis

Deutsche Naturbahnrodler bereiten sich auf WM-Saison vor

Während wir die letzten Sonnenstunden genießen, zieht es die deutschen Naturbahnrodler bereits wieder aufs Eis. Das erste Starttraining der Saison hat am Königssee stattgefunden.

Mit T-Shirt und kurzer Hose auf den Rodel setzen – für uns etwas Unfassbares – für Lisa Walch, Michaela Niemetz, Marius Schmelzer, Oliver Schiller und Simon Dietz ganz normal. Die fünf Naturbahnrodler nutzten das September-Eis auf der Startbahn in der Deutsche Post Eisarena Königssee für einen ersten Test. Vor allem Lisa Walch und Oliver Schiller hatten einen guten Tag erwischt und setzten mit ihren Zeiten ein Ausrufezeichen.

Genau wie ihre Teamkameraden trainieren sie bis zu vier Mal die Woche allein. Gefeilt wird an der Athletik, an der Kondition und der Ausdauer. Einmal im Monat gibt es dann ein gemeinsames Training. Die Trainer Gerhard Pilz und Herbert Kögl können dann steuernd eingreifen. Tipps mit auf den Weg geben, dass die Leistungskontrolle im Herbst für alle zufriedenstellend ausfällt.

Ab kommender Saison ist dann noch Robert Stadler mit im Trainer-Team. Der 31-Jährige war bis vor neun Jahren noch selbst aktiv. Dann will der Tiroler vor allem den Junioren im BBSV helfen, ihre Leistungen noch zu toppen.

Das große Ziel für die kommende Saison ist natürlich die Weltmeisterschaft im italienischen Latzfons Ende Januar. Dafür trainieren nicht nur Lisa, Michaela, Marius, Oliver und Simon hart, sondern auch ihre Teamkameraden Sarah Schiller, Josef Limmer und Christian Wichan. Einzig Medaillen-Hoffnung Sara Bachmann muss aus gesundheitlichen Gründen derzeit kürzertreten. Doch die Verantwortlichen hoffen, dass, bis es im November Ernst wird und es für die deutschen Naturbahnrodler erstmals wieder auf Schnee und Eis den Schlitten zu steuern gilt, auch die gebürtige Südtirolerin wieder mit dabei sein kann.

Startimpressionen von Lisa Walch

 

Startimpressionen von Michaela Niemetz

FIL Tourbus macht in Unterammergau Station

• Begeisterung für Naturbahn-Rodeln entfacht

Unterammergau – Der FIL-Tourbus hat in Unterammergau Station gemacht. Rund 40 Kinder und Jugendliche aus Saulgrub und Ettal waren gekommen, um sich von der Begeisterung fürs Naturbahn-Rodeln anstecken zu lassen.

Getreu dem Motto "der Wintersportler wird im Sommer gemacht", ist der FIL-Tourbus derzeit unterwegs, um Nachwuchs für den Natur-Kufensport zu finden.

Am Dienstag (3. Juli 2018) war das Team um Trainer Matteo Clarer in Unterammergau an der Naturrodelbahn. 40 Interessierte nutzten die Möglichkeit, um sich mit dem Rodel auf Rollen und den typischen Bewegungen des Sports vertraut zu machen. Bevor es auf die Schlitten ging, wurden die Grundlagen des Rodels auf Naturbahn anhand von Anschauungsmaterial und Lehrvideos gezeigt.

„Zwölf von den 40 Teilnehmern wollen weiterhin am Sommertraining des WSV Unterammergau teilnehmen“, freute sich der Koordinator Naturbahn, Thomas Niemetz. Vor allem im Juniorenbereich hat das deutsche Team in der vergangenen Saison auf sich Aufmerksam gemacht. Vordere Platzierungen bei der Weltmeisterschaft sind in der kommenden Saison das erklärte Ziel.

Naturbahn: Nach der Saison ist vor der Saison

• Naturbahnrodlern ziehen sensationelle Bilanz - 2022 olympisch?

Oberammergau (CS/24.06.2018) Im gemütlichen Rahmen haben die Rennrodler auf Naturbahn des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland e.V. Bilanz gezogen. Die könnte besser nicht aussehen:
„2017/2018 ist die erfolgreichste Saison im deutschen Naturbahn-Rennsport“, freute sich Thomas Niemetz, Korrdinator Naturbahn beim BSD, anlässlich der Saisonabschluss-Besprechung seines Teams in Oberammergau.

Beim letzten Weltcup-Rennen der Saison gelang Sara Bachmann (WSV Unterammergau) mit dem 2. Platz endlich der Sprung aufs Podest. Im Junioren-Weltcup konnten sogar vier 2. und zwei 3. Plätze gefeiert werden. So soll’s im kommenden Jahr weitergehen.

Das steht vor allem für die Leistungsträger Sara Bachmann, Michaela Niemetz, Lisa Walch (alle WSV Unterammergau), Josef Limmer (SC Riessersee) und Simon Dietz (WSV Unterammergau) fest. Sie wurden für ihre tollen Leistungen ausgezeichnet. Auch Marius Schmelzer (WSV Oberaudorf), der aufgrund von Prüfungen einige Rennen verpasste, und Christian Wichan (WSV Unterammergau, Kreuzbandriss) wollen wieder alles geben. Obwohl es für alle Sportler eine Doppelbelastung aus Sport und Beruf bedeutet.

Dieses Engagement könnte eventuell noch in diesem Jahr besonders ausgezeichnet werden, falls das Internationale Olympische Comitee sich für Naturbahnrodeln bei Olympia entscheidet. Dann dürften Sara Bachmann und Co. bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking starten – vorausgesetzt natürlich, sie qualifizieren sich. Die endgültige Entscheidung des IOC fällt im Sommer.

Die erfolgreichsten Sportler der vergangenen Saison: Lisa Walch, Michaela Niemetz, Sara Bachmann und das Duo Josef Limmer und Simon Dietz (v.l.)

 

 

6. GRM Group Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn in Umhausen (AUT), 15.-17.02.2018 – Deutsche Meisterschaften in Unterammergau, 18.02.2018

• Sara Bachmann bei Saisonfinale auf Podest
• Deutsche Naturbahnrodler beschließen Saison mit Deutscher Meisterschaft

Umhausen (AUT) Die deutschen Naturbahnrodler haben beim Saisonfinale im österreichischen Umhausen klar ihre Ambitionen für die kommende Saison unterstrichen. Sara Bachmann holte erstmals in diesem Winter einen Podestplatz.

Jede Menge Grund zum Jubeln gab es für die deutschen Naturbahnrodler am vergangenen Wochenende. Nach dreiwöchiger Verletzungspause war Sara Bachmann (WSV Unterammergau) bei den Europameisterschaften in Winterleiten noch undankbare Vierte geworden. Eine Woche später zeigte sie, dass bei einer verletzungsfreien Saison absolut mit ihr zu rechnen ist.

„Endlich hat es mal geklappt“, bilanzierte der Koordinator Naturbahn, Thomas Niemetz, nach dem Rennen. „Immer knapp am Podest vorbei, kann frustrierend sein. Aber Sara hatte am Freitag Geburtstag und hat sich am Samstag den 2. Platz geschenkt.“ Ein Geschenk ist dieser Silber-Rang auch für die Verantwortlichen der Naturbahnrodler im Bob- und Schlittenverband für Deutschland. Es bestätigt sie in ihrer Arbeit. „Es war unsere erfolgreichste Saison überhaupt“, freute sich Niemetz. „Die Richtung stimmt.“

Vor allem die Junioren konnten erstmals als komplettes Team bei den Damen, den Herren und im Doppel antreten. Ihre so gewonnene Erfahrung konnten die Athleten auch gleich im Seniorenbereich umsetzen. Lisa Walch (WSV Unterammergau), Josef Limmer (SC Riessersee, Einzel und Doppel) und Simon Dietz (WSV Unterammergau, Doppel) unterstützten ihre Teamkollegen Sara Bachmann, Michaela Niemetz (WSV Unterammergau) und Marius Schmelzer (WSV Oberaudorf) in Umhausen nach Kräften.

Alle Damen unter den Top Ten


„Vor allem die Damen haben ein tolles Rennen gezeigt“, so der Naturbahn-Koordinator. „Es war aufgrund des Regens sehr schwer zu fahren und alle haben es toll gemeistert.“ Neben der Zweitplatzierten Bachmann, beendete Lisa Walch ihre beiden Läufe auf Platz sieben. Michaela Niemetz wurde 10.

Bei den Herren reichte es nicht ganz unter die Top Ten. Marius Schmelzer wurde 12., Josef Limmer 14. Für beide eine solide Leistung. Schmelzer hat aufgrund schulischer Ausbildung einige Wochen Trainingsrückstand. „Das Potential bei ihm ist aber da“, ist sich Thomas Niemetz sicher. Limmer habe dagegen mit der Doppelbelastung Einsitzer und Doppelsitzer zu kämpfen gehabt. „Trotzdem rückt er immer weiter nach vorne.“

Das ganze Team rückt immer weiter an die übermächtige Konkurrenz aus Österreich, Italien und Russland heran. Dafür werden in den kommenden zwei bis drei Wochen noch Lauf-und Materialtests durchgeführt. „Wir hoffen auch noch auf ein paar Trainingsfahrten in Latzfons, dort finden im kommenden Jahr die Weltmeisterschaften statt“, blickt Niemetz voraus.

Familiäre Deutsche Meisterschaften


Zuvor durften sich die Athleten aber bei der Deutschen Meisterschaft in Unterammergau messen. Dort hatte ein ‚Oldie‘ die Nase vorn. Björn Kierspiel vom SC Riessersee verwies Marius Schmelzer und Christian Wichan (WSV Unterammergau) auf die Plätze. Bei den Damen gewann Michaela Niemetz vor Sara Bachmann und zeigte damit, dass auch sie in der kommenden Saison weiter angreifen will. Schneller als ihre beiden Teamkolleginnen war nur Lisa Walch, die allerdings in der Junioren-Klasse 1 gewertet wurde.


Außerdem gewann die Jugend 2 Sarah Schiller vom WSV Unterammergau. Junioren-1-Sieger wurde Simon Dietz. Regina Rowold vom RC Rottach-Egern siegte in der Junioren-2-Klasse genauso wie Josef Limmer, der Oliver Schiller und Maximilian Wichan (beide WSV Unterammergau) auf die Plätze zwei und drei verwies. Keine Konkurrenz hatte Hubert Erb vom MTV Rosenheim bei den Senioren. Im Junioren-Doppel nahmen Josef Limmer und Simon Dietz dem Duo Oliver Schiller/Maximilian Wichan über zwei Sekunden ab.

Mit 13 Teilnehmern waren die Deutschen Meisterschaften für die Naturbahnrodler fast ein Familienfest und ein absolut würdiger Abschluss einer erfolgreichen Saison.

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27. FIL-Europameisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn in Winterleiten (AUT), 9.–11.02.2018

• Sara Bachmann verpasst Medaille nur knapp
• Deutsches Team viertstärkstes hinter Österreich, Italien und Russland

Obdach-Winterleiten (AUT) – Das deutsche Team hat bei den 27. FIL-Europameisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn eine Medaille nur knapp verpasst. Sara Bachmann vom WSV Unterammergau patzte buchstäblich in letzter Sekunde.

Nach dem ersten Lauf war bereits klar, dass sich eine Italienerin den Sieg holen würde. Titelverteidigerin Evelin Lanthaler hatte ihrer Teamkameradin Greta Pinggera bereist 49 Hundertstel abgenommen. Für Sara Bachmann mit 1,43 Sekunden Rückstand auf Lanthaler nicht mehr zu erreichen. Aber Bronze schien in Greifweite. Auch wenn die Verfolgerinnen – unter anderem Teamkollegin Lisa Walch (WSV Unterammergau) – ihr im Nacken saßen.

Bis zur letzten Zwischenzeit behielt die gebürtige Südtirolerin die Nerven, doch kurz vor der letzten Zwischenzeit machte sie einen Fehler in einer Hochgeschwindigkeitskurve und die Medaillenträume waren ausgeträumt. Doch für die 22-Jährige ist das kein Problem: „Ich bin mit meinem 4. Platz sehr zufrieden. Nachdem ich drei Wochen Verletzungspause hinter mir habe, lief es in den letzten Tagen super für mich. Heute hatte ich leider einen großen Fehler, der mich den Podestplatz gekostet hat. Dennoch glänzt Blech für mich wie Gold.“

Starke Teamleistung bei den Damen


Lisa Walch landete letztendlich auf dem 7. Platz und kann damit mehr als zufrieden sein. „Sie hat sich wieder gesteigert“, lobte der sportliche Leiter Gerhard Pilz. „Im Training ist sie sogar die drittbeste Zeit gefahren und das obwohl es eine sehr junge Sportlerin ist, die da mitkämpft.“

Grundsätzlich ist der Trainer mit allen Damen zufrieden, auch wenn Michaela Niemetz (WSV Unterammergau) nach einem Sturz im ersten Lauf nur 23. wurde. „Wir sind nur glücklich, dass ihr nicht mehr passiert ist. Sie hätte sich auch schwer verletzten können.“ Die 24-Jährige kann es nicht ganz so locker sehen: „Für mich war das Wochenende leider durch den Sturz im ersten Wertungslauf sehr enttäuschend. Auch wenn ich im zweiten Lauf noch eine ordentliche Fahrt zeigen konnte.“

Ordentlich waren auch die Leistungen der Männer und der Doppelsitzer. Marius Schmelzer (WSV Oberaufdorf) wurde 15. – nicht ganz das, was er sich erhofft hatte: „Top Ten war mein Ziel, das habe ich leider verfehlt. Im zweiten Lauf habe ich noch mal alles probiert, wenigstens die Platzierung zu verbessern. Das ist dann aber in der Zielkurve leider unglücklich gelaufen, so dass ich ins Ziel gestürzt bin. Die gute Zeit war dann weg.“ „Bei ihm ist das Problem die fehlende Fahrpraxis“, analysierte Gerhard Pilz. „20 bis 30 Trainingsfahrten mehr und er ist wieder vorn dabei.“

Deutsches Team kommt näher


Josef Limmer vom SC Riessersee landete am Ende auf Platz 20. Er hatte ein größeres Programm als seine Teamkollegen, da er zusammen mit Simon Dietz (WSV Unterammergau) auch noch Doppelsitzer (10. Platz) fuhr. „Er zeigt gute Läufe, er hat die Bahn im Griff“, zeigte sich der sportliche Leiter auch hier zufrieden.
Im Team erreichte die Mannschaft des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland ebenfalls den vierten Platz. Da fehlt noch ein bisschen was zu den großen Naturbahnrodel-Nationen Österreich, Italien und Russland. „Das Mithalten ist noch schwierig, aber wir kommen immer näher“, prophezeite Pilz. Der mit der Leistung seines Teams bei den Europameisterschaften absolut zufrieden war.

 

27. FIL Europameisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn in Obdach-Winterleiten (AUT) vom 9. bis 11. Februar 2018

• Deutsche Naturbahnrodler wollen ihr Bestes geben
• Top-Platzierung nicht ganz unrealistisch

Obdach-Winterleiten (AUT) – Eine Woche, bevor im österreichischen Umhausen das Weltcup-Finale des GRM Group Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn stattfindet, steht am Wochenende der Saisonhöhepunkt an: die FIL Europameisterschaften in Obdach-Winterleiten (AUT). Auch das deutsche Team rechnet sich diesmal Chancen auf gute Platzierungen aus.

Das heiße Eisen des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland ist Sara Bachmann vom WSV Unterammergau. Die gebürtige Südtirolerin verpasste allerdings die letzten drei Weltcuprennen aufgrund einer Sehnenverletzung am Fuß. „Sara hat vergangenes Wochenende mit einer Schiene am Fuß trainiert und war schmerzfrei“, bestätigt der sportliche Leiter, Gerhard Pilz. Das war die Voraussetzung für einen Start bei den Europameisterschaften.

Bei den 26. FIL Europameisterschaften vor zwei Jahren im Passeiertal wurde Sara Bachmann Fünfte. Startete damals aber noch für Italien. Die bisherigen Saisonergebnisse (7. Platz Kühtai, 6. Platz Latzfons) ließen eine Steigerung erkennen. Allerdings ist noch unklar, wie sich die Verletzungspause auswirken wird.

Juniorin mit Chancen auf Top-Platzierung


Ebenfalls für Überraschungen gut, ist Lisa Walch vom WSV Unterammergau. Die 16-Jährige wurde bei der FIL-Junioren-Weltmeisterschaft vergangenes Wochenende Vierte und hat auch im Weltcup diesen Winter schon bewiesen, was sie kann (10. Platz Kühtai, 9.Platz Latzfons, 6. Platz St. Sebastian).

Die dritte im Bunde der deutschen Damen ist Michaela Niemetz ebenfalls vom WSV Unterammergau. Sie hat als einzige alle Weltcuprennen bestritten und sich dabei absolut konstant gezeigt. Dreimal landete sie auch Platz neun, zweimal auf Platz zehn. Natürlich erhofft sie sich bei der EM den ein oder anderen Platz nach vorne.

Was ist möglich?


„Bei den Damen sind die Chancen auf gute Platzierungen nicht schlecht“, ist sich auch Thomas Niemetz, der Koordinator Naturbahn beim BSD, sicher. „Bei den Herren ist die Frage, wie sich die Prüfungspause bei Marius Schmelzer auswirkt.“ Der 22-Jährige vom WSV Oberaudorf hat wie Sara Bachmann drei Weltcuprennen verpasst. Beim 2. GRM Group Weltcup in Latzfons zeigte er mit Platz acht, dass mit ihm zu rechnen ist.

Neben Marius Schmelzer wird Josef Limmer vom SC Riessersee versuchen, eine gute Leistung abzuliefern. Der 19-Jährige macht in dieser Saison hauptsächlich im Doppelsitzer von sich reden, kann aber an einem guten Tag durchaus eine Platzierung unter den besten 15 erreichen. Weiter vorne kann es zusammen mit Simon Dietz gehen. Als Vierter bei der Junioren-Weltmeisterschaft hat das Duo das Podest nur knapp verpasst und auch bei den Weltcups konnten sich die Ergebnisse sehen lassen: zweimal siebter Platz.

Los geht die 27. FIL Europameisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahn am Freitag, den 9.2. mit den ersten Trainingsläufen. Am Samstag (10.2.) finden die ersten Wertungsläufe statt, bevor am Sonntag (11.2.) die Entscheidungen über die Medaillen fallen.

11. FIL Juniorenweltmeister-
schaften im Rennrodeln auf Naturbahn in Laas (ITA)

• Erfolgreiche Juniorenweltmeisterschaften für BSD-Rodler
• Walch und Limmer/Dietz verpassen Medaillen nur knapp

Laas (ITA) – Nach zwei Tagen und acht Wertungsläufen kann der Bob- und Schlittenverband für Deutschland eine positive Bilanz der Juniorenweltmeisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahnen im italienischen Laas ziehen. Vor allem bei den Damen und den Doppelsitzern gab es Grund zur Freude.

„Es war ein unglaubliches Rennen auf hohem Niveau“, bilanzierte der sportliche Leiter des deutschen Naturbahnrodel-Teams, Gerhard Pilz nach dem Damen-Rennen. „Es war klar, dass Italien mit vier Läuferinnen und vielen Trainingsfahrten der klare Favorit sein würde.“ Aber Lisa Walch vom WSV Unterammergau hat gut mitgehalten. „Sie hat mitgekämpft, gute Zeiten gefahren und eine sensationelle Leistung abgeliefert“, freute sich der Trainer. Am Ende landete die 16-Jährige auf dem undankbaren vierten Rang hinter Alexandra Pfattner, Nadine Staffler und Christa Unterholzer aus Italien. Die vierte Italienerin Daniela Mittermair ließ sie hinter sich.

Voll konzentriert: Lisa Walch will hoch hinaus.

„Ich bin mit dem vierten Platz zufrieden“, fiel das Resümee der gebürtigen Tirolerin Walch aus. „Ich bin drei konstante Zeiten gefahren. Ich hätte mich natürlich über eine Medaille gefreut, doch die anderen waren einfach besser.“ Auch Pilz trauert der Medaille nicht nach. „Es hatten alle vier fehlerfreie Läufe, da entscheidet am Ende die Zeit.“ Von Lisa Walchs Zeit, könnten sich die männlichen Konkurrenten eine Scheibe abschneiden, sagte er mit einem Augenzwinkern beim Blick auf das Ergebnis der Männer.

Super Leistung von Josef Limmer


Dort war das Podest nicht klar in italienischer Hand. Laurin Jakob Kompatscher musste sich den zwei Österreichern Fabian Achenrainer und Florian Markt geschlagen geben. Josef Limmer vom SC Riessersee landete auf Platz elf. „Das war eine super Leistung von Seppi“, lobte Trainer Pilz. „Er hat im zweiten Lauf zu viel gewollt, hat das aber gut analysiert und ist zum Schluss eine Bombenzeit gefahren.“ Bei drei konstanten Läufen wäre die Reise noch weiter nach vorne gegangen, ist sich Gerhard Pilz sicher.

Für Oliver Schiller vom WSV Unterammergau endete die Reise auf dem 16. Platz. Damit bestätigte er leider seine absteigende Form, die sich im letzten Weltcuprennen in Umhausen (AUT) schon abgezeichnet hat. „Zurzeit läuft es nicht gut“, gibt Gerhard Pilz zu. „Wir wissen nicht genau, woran es liegt.“ Das soll in den nächsten Wochen bei den abschließenden Trainings analysiert werden.

Limmer/Dietz kratzten am Podest


Aufsteigende Form zeigt dagegen Youngster Simon Dietz (ebenfalls WSV Unterammergau). Er konnte sich von Training zu Training, von Wertungslauf zu Wertungslauf steigern. „Ich bin zufrieden mit meinen Zeiten, da ich mich um ca. drei Sekunden im zweiten und dritten Wertungslauf verbessert habe.“ Am Ende landete Dietz auf Platz 23. Im Doppelsitzer konnte er mit seinem Partner Josef Limmer die Besten gehörig ärgern.

Ein eingespieltes Team: Simon Dietz (hinten) und Josef Limmer wollen noch weiter nach vorne.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“, bestätigte Pilz das Ergebnis des Duos. Sie beendeten die Junioren-Weltmeisterschaft und somit den Saison-Höhepunkt auf Platz vier. Vor ihnen landeten Fabian Achenrainer und Miguel Brugger aus Österreich, Florian Haselrieder und Elias Gruber aus Italien und Kirill Kravchuk und Aleksandr Zyrianov aus Russland. „Klar ist es schade, dass wir die Medaille verpasst haben. Aber mit dem vierten Platz sind wir auch sehr zufrieden“, konnten Limmer und Dietz sich am Ende freuen.

Jetzt heißt es für die meisten Junioren die Zeit nutzen, um Fehler auszumerzen und Materialabstimmungen zu treffen, bevor der Winter vorbei ist. Lisa Walch darf dagegen noch bei der Europameisterschaft (09.-10.02./ Winterleiten (AUT)) in der allgemeinen Klasse antreten. „Eventuell wird auch das Duo Limmer/Dietz an den Start gehen“, blickte der sportliche Leiter voraus. „Das entscheidet sich im Laufe der Woche.“ Dann wird auch der Rest des deutschen Teams für den Saisonhöhepunkt benannt.

Das deutsche Team hat bei der Juniorenweltmeisterschaft im Naturbahnrodeln überzeugt.

4. FIL Junioren-Weltcup & 5. GRM Group Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn

• Silber und Bronze: Junioren überzeugen bei Weltcup-Finale
• Michaela Niemetz zeigt sich konstant

Umhausen (AUT)/ Deutschnofen (ITA) – An diesem Wochenende lag das Hauptaugenmerk der deutschen Naturbahnrodler auf den Junioren. Im österreichischen Umhausen ging es um die letzten Weltcuppunkte. Beim allgemeinen Weltcup im italienischen Deutschenofen hielt Michaela Niemetz als einzige die deutsche Fahne hoch.

Lauter strahlende Gesichter waren am Sonntagnachmittag in Umhausen zu sehen. Das deutsche Team konnte sich nicht nur zwei Podestplätze sichern, sondern auch zwei dritte Plätze im Gesamt-Weltcup der Junioren. Allen voran bewies Lisa Walch (WSV Unterammergau) erneut ihre Stärke und landete mit nur fünf Hundertstel Rückstand auf Camilla Singer (ITA) auf dem zweiten Platz. Im Gesamt-Weltcup war ihr somit der dritte Platz nicht mehr zu nehmen.„Ich bin super zufrieden mit dem 2. Platz“, freute sich die 16-Jährige. „Es haben nur fünf Hundertstel auf den 1. Platz gefehlt. Im Gesamtweltcup bin ich Dritte. Ich freue mich schon auf die Junioren-Weltmeisterschaft kommendes Wochenende in Laas.“
Diese Begeisterung teilt der technische Leiter Herbert Kögl: „Heute hat Lisa ihre Stärke bewiesen, dass sie ein Rennen zu ihren Gunsten drehen kann. Wir haben heute eine perfekte Abstimmung gefunden. Die fünf Hundertstel kann man irgendwo suchen, aber das sind knapp 15 Zentimeter auf der gesamten Länge. Diese Woche ist sie mir die lieber noch hinten und dafür nächste Woche vorne.“

BU: Die Abstimmung passt. Lisa Walch und ihr Schlitten sind perfekt aufeinander abgestimmt.

 

Doppel erneut stark unterwegs


Vorne dabei waren auch wieder die Doppelsitzer Josef Limmer (SC Riessersee) und Simon Dietz (WSV Unterammergau). Nicht nur beim letzten Junioren-Weltcup der Saison sicherten sie sich den dritten Platz, sondern auch in der Gesamtwertung. „Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich bin sehr stolz auf den dritten Platz im Rennen und im Gesamtweltcup“, strahlte der gerade 15-jährige Dietz. Sein 19-jähriger Doppelpartner konnte dem nur zustimmen: „Ich bin sehr zufrieden mit dem dritten Platz im Gesamtweltcup und wir freuen uns auf die JWM nächstes Wochenende.“

BU: Sie strahlten am Ende des FIL Junioren-Weltcups in Umhausen um die Wette: Josef Limmer, Lisa Walch und Simon Dietz (v.l.).



Für Oliver Schiller (WSV Unterammergau) gab es nicht so viel Grund zu Freude: „Ich habe zwei schwere Fehler in den Rennläufen gehabt. Dementsprechend ist die Platzierung.“ Er landete am Ende auf dem 14. Platz. Josef Limmer wurde beim Sieg des Österreichers Fabian Achenrainer Siebter, Simon Dietz 24. Für Limmer und Dietz sieht die Gesamtwertung auch am Ende so aus. Oliver Schiller rangiert dort auf dem zwölften Platz.

„Wir wollen eine Medaille“


Der sportliche Leiter Gerhard Pilz sieht sein Team für die anstehende Junioren-Weltmeisterschaft (03.-04.02.2018/Laas) gut aufgestellt: „Unsere Jahresplanung geht auf. Die Junioren sind sehr gut in Form. Wir haben noch am Material getüftelt, das passt. Wir wollen eine Medaille.“

Ob die Deutschen bei der Europameisterschaft (09.-10.02.2018/Winterleiten) oder beim Finale des GRM Group Weltcups im Rennrodeln auf Naturbahn um die Medaillen mitfahren können, traut sich Pilz noch nicht zu prognostizieren. Sara Bachmann (WSV Unterammergau) ist weiterhin verletzt. Marius Schmelzer (WSV Oberaudorf) verzichtete aus beruflichen Gründen dieses Wochenende erneut auf einen Start. Einzig Michaela Niemetz (WSV Unterammergau) bestätigte ihre Form mit einem neunten Platz beim 5. GRM Group Weltcup im italienischen Deutschnofen. War aber nicht zufrieden: „Ich hatte leider in den beiden Rennläufen je einen Schnitzerin der Zielkurve und konnte deswegen die erhoffte Platzierung nicht ganz erzielen. Aber jetzt ein Trainingswochenende und dann Vollgas zur EM nach Winterleiten.“

BU: Nicht zufrieden mit dem Weltcup in Deutschnofen, aber angriffslustig blickt Michaela Niemetz in Richtung Europameisterschaft.


So sieht auch der Plan von Gerhard Pilz aus. Der hofft – vielleicht auch mit Unterstützung der erfolgreichen Junioren – ein starkes deutsches Team dort an den Start zu schicken.

4. GRM Group Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn in St. Sebastian (AUT)

• Große Fortschritte für Junioren
• Deutsches Naturbahnrodel-Team wird immer kleiner

St. Sebastian (AUT) – Die deutschen Naturbahnrodler haben beim 4. GRM Group Weltcup ihre Form bestätigt. Das Stammteam schrumpft aber zusehends.

Insgesamt fünf deutsche Athleten sind im österreichischen St. Sebastian an den Start gegangen. Vier davon sind Junioren. Trotzdem kann sich das Endergebnis durchaus sehen lassen. Bei den Damen fuhr Lisa Walch auf den 6. Platz. Michaela Niemetz (beide WSV Unterammergau) wurde 9. „Vor allem Lisa hat große Fortschritte gemacht“, freute sich der sportliche Leiter Gerhard Pilz. „Wir sind mit ihr in der Materialabstimmung ein Stück weiter und der Junioren-Weltcup vergangene Woche auf der gleichen Bahn hat natürlich auch geholfen.“

Ein paar Trainingsfahrten mehr in St. Sebastian hatten also auch Josef Limmer (SC Riessersee) und Oliver Schiller (WSV Unterammergau), die bei den Herren 14. Und 16. wurden. Das Doppel Josef Limmer/Simon Dietz (WSV Unterammergau) landete am Ende auf dem 7. Platz. „Wir sind absolut zufrieden mit dem Ergebnis“, so Gerhard Pilz. „Es waren aufgrund der heftigen Schneefälle schwierige Bedingungen. Außerdem handelt es sich um eine schwierige Strecke, bei der es um die Linie geht. Da haben sich alle gut geschlagen.“

Junioren und Senioren am Wochenende wieder getrennt unterwegs


Kommendes Wochenende geht es für die Junioren nach Umhausen (AUT). Der Weltcup macht im italienischen Deutschnofen Station. Die Junioren können bei ihrem letzten Weltcup wieder als komplettes Team antreten. Lisa Walch, Oliver Schiller, Josef Limmer und Simon Dietz wollen vor der Junioren-Weltmeisterschaft (03.-04.02.) in Laas (ITA) noch einmal ihr Bestes geben.

Michaela Niemetz wird dagegen alleine nach Südtirol fahren. Sara Bachmann (WSV Unterammergau) muss sich mit ihrer Sehnenverletzung im Fuß noch ein bis zwei Wochen schonen, um vielleicht bei der Europameisterschaft (09.-10.02.) in Winterleiten (AUT) antreten zu können. „Sie muss bis dahin wirklich auskuriert und schmerzfrei sein“, erklärte Gerhard Pilz. „Wenn sie um die Medaillen mitfahren will, muss sie topfit sein.“ Marius Schmelzer (WSV Oberaudorf) steckt immer noch in wichtigen Prüfungen, sollte aber ebenfalls bei der EM wieder mit dabei sein.

Saison-Aus für Christian Wichan


Für Christian Wichan (WSV Unterammergau) dagegen ist die Saison beendet. Der 31-Jährige hatte sich bereits vor der Saison einen Kreuzbandriss zugezogen. Durch die ständige Belastung sind seine Schmerzen bei jedem Lauf schlimmer geworden, dass er sich nach dem Weltcup in Moos im Passeier in ärztliche Behandlung begeben hat. Anfang März wird er operiert, da auch der Innenmeniskus angerissen ist. „Sein Ausfall ist sehr schade“, beteuerte Pilz, der am kommenden Wochenende nur ein Ein-Frau-Team betreut.

Josef Limmer (l.) und Simon Dietz bestätigen auch bei den Senioren immer öfter ihre Leistung.

Abo auf die Top Ten: Lisa Walch (l.) und Michaela Niemetz bestätigen ihre Form.

Es schrumpft das deutsche Team. Mit Lisa Walch, Josef Limmer, Oliver Schiller, Simon Dietz und Michaela Niemetz waren fast nur Junioren beim Weltcup in St.Sebastian am Start.