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RENNRODEL

Rennrodeln: Trainerwechsel im Nachwuchsbereich

• Steffen Wöller übernimmt B-Mannschaft
• Steffen Sartor neuer Juniorencheftrainer

Berchtesgaden (bsd/08.08.2018) Das Team der deutschen Rennrodelmannschaft um Cheftrainer Norbert Loch startet mit einem Trainerwechsel in die nacholympische Saison 2018/19.

Steffen Wöller, der in den vergangenen fünf Jahren das Juniorenteam geleitet hat, übernimmt ab sofort die B-Mannschaft und wird den sogenannten „Anschlusskader“ neu strukturieren. Als Trainerkollege steht ihm Andi Langenhan zur Seite – Langenhan hatte im Mai seinen Rücktritt als aktiver Rennrodler bekannt gegeben und wird nun mit Steffen Wöller den Nachwuchs an die Spitze des Leistungssports heranführen. Auch die Betreuung der neuen Disziplin „Damen Doppelsitzer“ wird an das B-Team angegliedert.

Neuer Juniorencheftrainer wird Steffen Sartor, langjähriger Doppelsitzer-Partner von Steffen Wöller. Als Steffen Skel bildete er mit Wöller eines der erfolgreichsten Doppelsitzer-Duos der 1990er und der beginnenden 2000er Jahre. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City verpassten sie nur knapp die Bronzemedaille und wurden Vierte. Weiter wurden sie zweimal Vize-Weltmeister, gewannen 2004 den EM-Titel und sicherten sich in der Saison 2000/2001 den Gesamtweltcup-Sieg.

Steffen Sartor, seit 2010 mit der ehemaligen Skeleton-Athletin Diana Sartor verheiratet, arbeitete seit 2007 als Juniorentrainer in Kanada. Nach weiteren Stationen beim BSD sowie beim Schweizer Rennrodel-Verband war er zuletzt vier Jahre als Cheftrainer in Südkorea tätig.

Rennrodel-Cheftrainer Norbert Loch ist mit der neuen Aufstellung seines Trainerteams sehr zufrieden: „Die Rennrodel-Abteilung ist für die kommende Saison 2018/19 in allen drei Bereichen – im Junioren-, Anschluss- und Hochleistungskader – sehr gut aufgestellt und wird dahingehend optimal betreut."

Steffen Wöller und Steffen Sartor

Rennrodeln/Skeleton: Erste Startlehrgänge in Oberhof und Berchtesgaden

Oberhof/Berchtesgaden (bsd/20.07.2018) Für die Rennrodler und Skeletonis des BSD standen in den letzten zwei Wochen die ersten Start- und Athletiklehrgänge auf dem Programm. Während die Rennrodler ihren Lehrgang auf der Eisstartanlage im thüringischen Oberhof absolvierten, feilten die Skeleton-Athleten auf der Startanlage in der Struber Kaserne in Berchtesgaden an ihren Startleistungen.

Das Starttechniktraining bildete bei beiden Disziplinen den zentralen Schwerpunkt der Lehrgänge, um gezielt an den individuellen Defiziten des letzten Winters zu arbeiten. Neben den Starteinheiten standen zudem Athletikprogramme auf dem Plan sowie Teambuilding-Maßnahmen.

 

Rennrodeln

Der Startlehrgang der Rennrodel-Mannschaft in Oberhof wurde vom 06. bis 19. Juli von den drei Stützpunkttrainern Jan Eichhorn, Patric Leitner und Torsten Görlitzer geleitet.

Mit dem Ziel, eine individuellere Trainingsbetreuung der Sportler zu generieren, wurde der Lehrgang getrennt in den jeweiligen Disziplinen absolviert. Die Damen machten den Anfang, gefolgt von den Herren. Die Doppelsitzer bildeten den Abschluss des Lehrgangs.


In der Damen-Mannschaft waren Tatjana Hüfner, Dajana Eitberger, Julia Taubitz und Jessica Tiebel bei dem Lehrgang mit dabei. Natalie Geisenberger konnte aufgrund einer Rückenverletzung nicht teilnehmen. Auch Tatjana Hüfner musste im Laufe der Woche das Training abbrechen, da sie Probleme mit dem Rücken bekam. Laut Patric Leitner sind alle Rennrodel-Damen im Athletikbereich auf einem sehr hohen Niveau: „Mich hat es besonders gefreut, dass alle Mädels bei den Starttests persönliche Bestzeiten gefahren sind.“


Der Lehrgang der Rodelherren wurde vom 11. bis 15. Juli von Jan Eichhorn geleitet. Mit dabei waren Johannes Ludwig, Ralf Palik, Max Langenhan, Chris Eißler und Markus Hummer. Mit einem neuen Messsystem der FES konnten die Rodelherren noch detaillierter an ihrer Technik arbeiten, was zu sehr guten Leistungen bei allen Athleten führte. Sieger des Starttests wurde Johannes Ludwig, aber auch alle anderen konnten sich im Laufe der fünf Tage steigern und sich starttechnisch als auch athletisch auf einem hohen Niveau präsentieren.

Den Abschluss bildete der Lehrgang der Doppelsitzer um Tobias Wendl und Tobias Arlt, Toni Eggert und Sascha Benecken, Robin Geueke und David Damm sowie Nico Semmler und Johannes Pfeiffer. „Die beiden Tobis sowie Toni und Sascha sind athletisch und starttechnisch bereits auf einem sehr hohen Niveau, das war super. Robin und David konnten während des Lehrgangs sehr nah an die Leistungen von Wendl/Arlt und Eggert/Benecken anknüpfen. Auch das vierte Duo um Semmler/Pfeiffer hat gute Leistungen erbracht.“

Als Teambuilding-Maßnahmen wurden Grillabende sowie Paintballspiele von der Trainermannschaft organisiert.

 

 

Skeleton

Die Skeletonis trainierten vom 16. bis 20. Juli auf der Startrollbahn in der Kaserne in Strub. Für die Athletikeinheiten stand der Skeleton-Mannschaft Langhantelathletiktrainer Christian Thomas als Berater zur Seite. Wichtige Techniken wie Reißen, Umsetzen oder Kniebeugen wurden von ihm begleitet, um Korrekturen vorzunehmen oder Fehltechniken frühzeitig vorbeugen zu können.

Als Ausgleich zum Training hatte die Mannschaft um Cheftrainer Dirk Matschenz beim Soccer Golf in Salzburg viel Spaß. Auch ein Grillabend wurde am Vorabend der Lehrgangswoche organisiert, um sich bestens verköstigt auf die Woche einstimmen zu können.

Cheftrainer Dirk Matschenz: „Unser Start- und Atheltiklehrgang ist sehr gut gelaufen, die Sportler konnten vieles mitnehmen und sich im Laufe der Woche auch stetig verbessern. Es war dieses Mal ein etwas längerer Lehrgäng im Vergleich zu früher, bei dem wir als Mannschaft auch neben den Trainingseinheiten sehr viel zusammen unternommen haben. Ein Highlight war sicher der Ausflug zum Soccer Park in Salzburg. Insgesamt war es für mich eine sehr gelungene Woche in Berchtesgaden.“

FIL-Rennrodel-WM zu Gast bei den Gerry Weber Open

• KUFI und 360-Grad-Abfahrt begeistern die Besucher
• Wichtige Erfahrungen und Anregungen gewonnen

Halle/Winterberg. (ske) Die Promotion-Tour für die 48. FIL-Rennrodel-WM 2019 in der VELTINS-EisArena nimmt an Fahrt auf. Eine Winterberger Delegation war jetzt zu Gast bei den Gerry Weber Open, dem renommierten Tennisturnier in Halle/Westfalen und präsentierte das Großereignis (25. - 27. Januar 2019) beim GERMAN SPORTS DAY auf dem Messestand in Zusammenarbeit mit SPORTLAND NRW und TOURISMUS NRW.

„Neben der Präsentation haben wir wichtige Erfahrungen und Anregungen für unser Rahmenprogramm bei einer anderen großen Sportveranstaltung gewonnen“, erklärt Michelle Tesche, Mitarbeiterin der Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH (ESZW) und zuständig für das Veranstaltungsprogramm bei der WM. „Es war insgesamt ein sehr gelungener und erfolgreicher Promotion-Auftritt.“

Für Begeisterung der Besucher sorgte Winterbergs WM-Maskottchen KUFI, das erste Versuche im Golf und Tennis unternahm und dabei eine gute Figur machte. Auch die Möglichkeit, mit einer Virtual-Reality-Brille in einem 360-Grad-Video den Eiskanal aus der Perspektive der Sportler „hautnah“ zu erleben, stieß in Halle auf große Resonanz.

Die Winterberger Delegation absolvierte zwei Auftritte auf der Hauptbühne. Rennrodler Robin Geueke (BSC Winterberg) und Ex-Handballnationalspieler Florian Kehrmann, Weltmeister 2007 und dreimaliger Handballer des Jahres, gewährten den Besuchern in einer ansprechenden Talkrunde weitgehende Einblicke in ihre Sportarten. Themen waren unter anderem die beiden „Weltmeisterschaften vor der Haustür“. Fast parallel zur Rennrodel-WM tritt die deutsche Mannschaft bei der 26. Handball-WM in Deutschland und Dänemark an. „Wir waren uns einig, dass die deutschen Rennrodlerinnen und Rodler starke Anwärter auf Medaillen sind und dass sich auch die Handballer gute Chancen auf Edelmetall ausrechnen können“, sagt Geueke, der 2017 mit David Gamm im Doppelsitzer WM-Bronze in Igls gewonnen hat. „Es war für mich eine große Freude, mich mit einem langjährigen Weltklassemann im Handball austauschen zu können.“

Auch eine weitere Talkrunde bereitete dem Rodler großes Vergnügen. Geueke und Betriebsleiter Stefan Knipschild nahmen die VELTINS-EisArena buchstäblich unter die Lupe. Knipschild erläuterte unter anderem wie das Eis aufbereitet, die Bahn gewartet und das Eis in einen „WM-reifen Zustand“ gebracht wird. Am 17. Oktober soll das erste Eis stehen. Geueke ließ es sich zudem nicht nehmen, den Besuchern den mitgebrachten Rennschlitten zu erklären und ein wenig über die Geheimnisse der „Tüftelei“ zu sprechen. Außerdem musste Geueke beim Torwandschießen ran. Dabei wurden 4 x 2 Freikarten für die Heim-WM verlost. Bei aller Arbeit ließ es sich die Winterberger Delegation nicht nehmen, Tennis hautnah auf dem Rasen zu erleben. „Einen Roger Federer sieht man ja nicht jeden Tag“, betont Stefan Knipschild.

Rennrodeln: KUFI verstärkt WM-OK Team in Winterberg

• WM-Maskottchen in Winterberg präsentiert

Berchtesgaden (bsd/15.05.2018) Einen sportlichen Neuzugang hat das Organisationsteam der 48. FIL-Weltmeister
schaften 2019 im Rennrodeln in Winterberg zu verzeichnen. Seit Anfang Mai unterstützt KUFI, das offizielle WM-Maskottchen, die Informations- und Werbekampagnen für den Saisonhöhepunkt der Rodler im kommenden Winter.

Die Vorbereitungen für die Heim-WM in der VELTINS-EisArena laufen auf Hochtouren, und ab sofort ist Pinguin KUFI bei allen öffentlichen WM-Werbeauftritten mit dabei. Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde der knuffige Vogel beim „Stadterlebnis Winterberg“ am 5. und 6. Mai, wo die Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH (ESZW) und der BRC Hallenberg als Ausrichter der WM mit einem gemeinsamen Informationsstand vertreten waren.

Die FIL Rennrodel WM wird vom 25. bis 27. Januar 2019 in der Winterberger VELTINS-EisArena ausgetragen. Alle Informationen zum vorläufigen Zeitplan, Ticketverkauf und natürlich KUFI sind hier zu finden.

Rennrodeln: Oberhof richtet 50. Rodel-EM und Weltcup 2019 aus

• Europäische Jubiläumswettkämpfe 2019 in Thüringen
• TSBV-Sportdirektor Uwe Theisinger freut sich auf Volksfeststimmung

Berchtesgaden (bsd/03.05.2018) Die 50. FIL Rennrodel-Europameisterschaften werden in dieser Saison in Oberhof ausgetragen. Damit geht es für das deutsche Team vom 4. bis 10. Februar 2019 auf der Rennschlitten- und Bobbahn unweit des legendären Grenzadlers nicht nur um Weltcup-Punkte, sondern auch um EM-Medaillen. Die europäischen Jubiläumswettkämpfe werden als sogenannte „Race in Race“ Veranstaltungen durchgeführt.

TSBV- Sportdirektor und Cheforganisator Uwe Theisinger zeigt sich über die Entscheidung sehr erfreut: „Es ist eine große Wertschätzung für uns als Verband aber vor allem für die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, dass wir im kommenden Jahr nicht nur einen Weltcup, sondern zugleich die 50. europäischen Titelkämpfe durchführen werden. Die Rodelwettkämpfe sind bei uns nicht nur reine Sportveranstaltungen, sondern haben mit mehr als 11.000 Zuschauern immer Volksfestcharakter.  Die FIL honoriert damit die Einzigartigkeit Wettbewerbe im nationalen und internationalen Vergleich. Darauf sind wir sehr stolz.“

Bei den letzten Europameisterschaften, die in Sigulda ausgetragen wurden, konnte sich der BSD über einen EM-Titel durch Toni Eggert und Sascha Benecken im Doppelsitzer sowie drei Silbermedaillen durch Nathalie Geisenberger und Felix Loch im Einsitzer und in der Teamstaffel sowie eine Bronzemedaille durch Tobias Wendl und Tobias Arlt im Doppelsitzer freuen. 

Rennrodeln: TATJANA HÜFNER FÄHRT BIS ZUR HEIM-WM WEITER

• Hüfner verlängert Karriere um mindestens 1 Jahr
• Vorfreude auf Heim-WM in Winterberg 2019

Berchtesgaden (bsd/19.04.2018). Nachdem es am Samstagabend beim Thüringer Ball des Sports bereits durchgesickert ist, hat Tatjana Hüfner es gestern auf ihrer Facebook-Seite offiziell verkündet: Die Rekord-Weltmeisterin wird noch mindestens ein Jahr auf den Rennrodelbahnen der Welt unterwegs sein.

„Ich habe es mir gut überlegt, und die endgültige Entscheidung ist tatsächlich erst letzte Woche gereift. Aber ich bin mir sicher, dass es die richtige Entscheidung ist. Wichtig ist für mich, dass ich die richtigen Schlüsse aus den Erfahrungen in PyeongChang gezogen habe. Und deshalb werde ich in jedem Fall noch einmal voll angreifen“, erklärt die 34jährige.

Bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang war Hüfner auf dem undankbaren vierten Platz gelandet. Neben ihrem Olympiasieg in Vancouver 2010 hatte sie bereits Bronze bei den Olympischen Spielen in Turin (2006) und Silber in Sochi (2014) gewonnen. Tatjana Hüfner ist eine der erfolgreichsten deutschen Rennrodlerinnen. Sie gewann acht Weltmeistertitel (5x Einzel und 3x Team), war Europameisterin und hat von 2008 bis 2012 insgesamt fünf Mal in Folge den Viessmann Gesamtweltcup gewonnen.

Ab Mai steigt Tatjana Hüfner wieder voll ins Training ein und freut sich schon auf die Heim-WM, die vom 25. bis 27. Januar 2019 in der Veltins EisArena in Winterberg stattfinden wird.
 

Rennrodeln: Neuer Saisonkalender des internationalen Rennrodelverbands FIL

• Rennrodel-Weltmeisterschaften in Winterberg als Saisonhöhepunkt
• Insgesamt 9 Weltcupstationen in der Saison 2018/19
• Weltcupstart in Innsbruck/Igls (AUT)

Berchtesgaden (bsd/19.04.2018) Vor Kurzem gab der internationale Rennrodelverband FIL (Fédération Internationale de Luge de Course) den neuen Kalender für die Weltcupsaison 2018/19 bekannt. Als Wettkampfhöhepunkt stehen die 48. FIL Rennrodel-Weltmeisterschaften auf dem Programm, die vom 25. bis 27. Januar 2019 in der Veltins EisArena in Winterberg stattfinden.

Am 24. November 2018 startet die internationale Rennrodel-Elite im Olympia Eiskanal im österreichischen Innsbruck/Igls in die neue Saison. Eine Woche später werden bereits die Überseerennen bestritten: Die Rennen in den kanadischen Wintersportorten Whistler (30.11./01.12.) und Calgary (07./08.12.) sowie jenes im US-amerikanischen Lake Placid (14./15.12.) gehören mit zu den anspruchsvollsten Weltcupstationen der Rennrodler.

Nach einer zweiwöchigen Weihnachtspause startet das neue Jahr mit dem Weltcup am Königssee am 05./06. Januar 2019. Anschließend geht es weiter ins lettische Sigulda (12./13.01.), zum DKB Eiskanal nach Altenberg (02./03.02.) und weiter ins thüringische Oberhof (09./10.02.). Der letzte Saisonweltcup findet im russischen Sochi vom 23. bis 24. Februar statt.

Das deutsche Team um Doppel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger wird alles daran setzen, ihre Titel im Viessmann Rennrodel Gesamtweltcup zu verteidigen. In der zurückliegenden Saison hatten Natalie Geisenberger und Felix Loch zum jeweils sechsten Mal den Gesamtweltcup im Einzel für sich entschieden. Im Doppelsitzer sicherten sich Toni Eggert und Sascha Benecken ihren zweiten Gesamtweltcup in Folge. Alle zusammen konnten sich über den Team-Gesamtweltcup für Deutschland freuen.

VIESSMANN Rennrodel-Weltcup 2018/19


1. VIESSMANN Weltcup Innsbruck/Igls (AUT) am 24./25. November 2018

2. VIESSMANN Weltcup Whistler (CAN) am 30. November/01. Dezember 2018

3. VIESSMANN Weltcup Calgary (CAN) am 07./08. Dezember 2018

4. VIESSMANN Weltcup Lake Placid (USA) am 14./15. Dezember 2018

5. VIESSMANN Weltcup Berchtesgaden-Königssee am 05./06. Januar 2019

6. VIESSMANN Weltcup Sigulda (LAT) am 12./13. Januar 2019

7. VIESSMANN Weltcup Altenberg am 02./03. Februar 2019

8. VIESSMANN Weltcup Oberhof am 09./10. Februar 2019

9. VIESSMANN Weltcup Sochi (RUS) am 23/24. Februar 2019

48. FIL Rennrodel-WM Winterberg vom 25. bis 27. Januar 2019

Rennrodeln: Julian v. Schleinitz beendet Karriere

Berchtesgaden (bsd/19.03.2018) Nach 15 Jahren im Leistungssport hat Julian v. Schleinitz vergangenen Freitag (16. März) seine Karriere offiziell beendet.

Der 26-jährige Berchtesgadener kann in seiner Sport-Laufbahn mit insgesamt sechs Mal Gold bei Juniorenweltmeisterschaften auf einen beachtlichen Medaillensatz zurückblicken: Bei der JWM im japanischen Nagano im Jahr 2009 sicherte sich v. Schleinitz seine ersten beiden Goldmedaillen (Einzel und Team). In den zwei kommenden Jahren folgten bei den Juniorenweltmeisterschaften im österreichischen Innsbruck/Igls (2010) und im thüringischen Oberhof (2011) vier weitere Goldmedaillen (2x Einzel + 2x Team). In der Saison 2009/2010 gewann der für den WSV Königssee startende Schleinitz zudem den Junioren-Gesamtweltcup.

Seinen ersten Weltcupstart hatte Schleinitz 2010 in Winterberg und konnte zugleich seinen ersten Weltcup-Podestplatz feiern: Er belegte hinter den internationalen Top-Stars Armin Zöggeler aus Südtirol und dem Deutschen David Möller den dritten Platz.

Seine Fachkenntnis im Schlittenbau-Bereich ließ Julian v. Schleinitz sogar in sein Studium einfließen: Nach dem Bachelor in Ingenieurswissenschaften begann Schleinitz mit dem englischsprachigen Masterstudium „Chemistry and Physics of Materials“ an der Universität Salzburg. In seiner Masterarbeit ging es um die Untersuchung und Simulation von Reibung zwischen einer Rodelschiene und Eis im Rennrodelsport. Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Masterstudiums hat er nun mit dem Doktorat begonnen.

Sein langjähriger Trainer Norbert Loch weiß: „Mit seinem Ingenieurswissen hat er sowohl unser Team als auch den Rodelsport entscheidend geprägt. Ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute und vor allem viele weitere wissenschaftliche Erfolge."

 

Olympia: Gold für deutsche Team-Staffel in PyeongChang

• Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig und Wendl/Arlt verteidigen Olympia-Gold
• Team Kanada gewinnt Silber, Österreich sichert sich Bronze

PyeongChang (bsd/15.02.2018) Deutschland ist und bleibt die Rodelnation Nummer eins: Als krönenden Abschluss der Rennrodel-Wettkämpfe bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang sicherte sich das deutsche Team die Goldmedaille und verteidigte somit erfolgreich ihren Titel – bei den Spielen in Sochi im Jahr 2014 stand das Format der Team-Staffel erstmals im olympischen Programm. Damals gewannen Natalie Geisenberger, Felix Loch sowie Tobias Wendl und Tobias Arlt Gold.

Bei den Spielen 2018 ging die deutsche Mannschaft mit einer etwas anderen Besetzung an den Start: Statt Felix Loch fuhr Bronzemedaillengewinner Johannes Ludwig, bei den Damen und bei den Doppelsitzern starteten wie bereits vor vier Jahren Natalie Geisenberger und das Duo Wendl/Arlt.

Mit neuem Bahnrekord (2:24.517) setzte die deutsche Mannschaft geschlossen vier einwandfreie Läufe in den Eiskanal und bewies einmal mehr, dass sie das Maß aller Dinge im Rennrodelsport ist: „Ein Team-Erfolg ist immer etwas ganz Besonderes, weil man sich zusammen freuen kann. Wir haben das heute alle sehr gut gemacht und sind überglücklich, dass wir Gold holen konnten. Jeder hat das irgendwie erwartet von uns, daher sind wir jetzt sehr erleichtert und glücklich über die Medaille. Dass wir bei der Team-Staffel wieder ganz oben stehen, ist der perfekte Abschluss für uns Rodler.“

--> O-Ton Johannes Ludwig, Natalie Geisenberger, Tobias Wendl und Tobias Arlt


Mit 0,355 Sekunden Rückstand holte sich das kanadische Team um Alex Gough, Sam Edney sowie Tristian Walker und Justin Snith die Silbermedaille. Bronze gewann das österreichische Team mit Madeleine Egle, David Gleirscher und dem Duo Peter Penz/Georg Fischler (+ 0,471 Sek.).

Cheftrainer Norbert Loch: „Mit so einer starken Mannschaft hier aufzutreten und das so überragend runterzufahren, das war sensationell. Alle drei haben einen sensationellen Job gemacht, es war kein Wackler zu sehen – das macht mich sehr stolz. Wir hatten eine sehr gezielte Vorbereitung in den letzten vier Jahren, haben viele Materialtests gemacht, uns genau auf die Bahnbedingungen eingestellt, die Starts erarbeitet – diese Teamleistung zusammen mit den Trainern und Athleten hat einen ganz anderen Stellenwert, als es noch vor vier Jahren in Sochi der Fall war.“

--> O-Ton Norbert Loch


Mit insgesamt sechs Medaillen – davon dreimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze – kann die deutsche Rennrodel-Mannschaft mit einem sehr guten Endergebnis aus den Olympischen Winterspielen 2018 gehen.
 
Die zwei Olympia-Rookies Johannes Ludwig und Dajana Eitberger sicherten sich bei ihrem Debüt sensationell Bronze und Silber.
 
Top-Favoritin Natalie Geisenberger konnte ihren Titel erfolgreich verteidigen und gewann ihr insgesamt drittes Olympia-Gold.
 
Auch das bayerische Doppelsitzer-Duo um Tobias Wendl und Tobias Arlt holte ihr drittes Olympia-Gold und setzte sich gegen die als sicher geglaubten Goldmedaillen-Garanten Toni Eggert und Sascha Benecken durch.

Für Eggert/Benecken war der Gewinn der Bronzemedaille nach dem achten Rang in Sochi vor vier Jahren trotz der verpassten Goldmedaille ein tolles Ergebnis und ein erfolgreicher Abschluss ihrer überragenden Weltcup-Saison 2017/18.

Für Top-Favorit Felix Loch ging sich bei seinen dritten Olympischen Spielen leider keine Medaille aus – trotz seines fünften Ranges konnte er sich dennoch mit seinen erfolgreichen Teamkolleginnen und –kollegen über ihre Medaillen freuen und blickt bereits positiv auf die kommenden Olympischen Spiele in Peking 2022. (lr)

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Olympia: Gold und Bronze für die deutschen Doppelsitzer

• Titelverteidiger Tobias Wendl und Tobias Arlt gewinnen Goldmedaille in PyeongChang
• Toni Eggert und Sascha Benecken sichern sich Bronze
• Peter Penz und Georg Fischler (AUT) werden Zweite

PyeongChang (bsd/14.02.2018) Gold für die beiden „Tobis“ aus Berchtesgaden: Bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang konnte das bayerische Doppelsitzer-Duo um Tobias Wendl und Tobias Arlt ihren Titel erfolgreich verteidigen und gewann die Goldmedaille. Für den „Bayernexpress“ ist dies das insgesamt dritte Olympia-Gold ihrer Karriere: „Wir hatten gestern im letzten Trainingslauf einen Sturz und normalerweise braucht man ein, zwei Läufe, um sich wieder zu sortieren. Ich war von uns überrascht, dass wir das heute so cool runtergefahren haben. Wir waren entspannt, da wir bereits die Goldmedaille von Sochi haben und wir gewusst haben, was wir können. Und jetzt wieder hier ganz oben zu stehen, ist super. Während der Saison haben wir unser Material optimieren können, immer mit Blick auf die Spiele in Korea. Die Rechnung ist aufgegangen. Wir sind allerdings nicht auf Risiko gefahren, da vor allem die Kurve 9 nichts verzeiht – wir wollten einfach sicher runterfahren.“

--> O-Ton Tobias Wendl und Tobias Arlt


Mit Start- sowie Laufbestzeit im ersten Lauf legten Wendl/Arlt eine starke Basis für Lauf zwei, in dem sie mit einer perfekten Fahrlinie erneut einen reibungslosen Lauf in den Eiskanal zauberten.

Für das zweite deutsche Edelmetall sorgten an diesem Tag Toni Eggert und Sascha Benecken. Eher als Top-Favoriten für die Goldmedaille gehandelt, mussten sich die beiden Überflieger der Saison 2017/18 allerdings zum zweiten Mal bei Olympischen Spielen ihren bayerischen Teamkollegen geschlagen geben.

Mit 0,290 Sekunden Rückstand sicherten sich Eggert/Benecken ihr erstes olympisches Edelmetall und gewannen Bronze: „Wir hatten eine fantastische Saison und haben so ziemlich alles gewonnen, was man gewinnen konnte. Dieser Favoritenrolle muss man auch erst einmal gerecht werden, das ist nicht so einfach – und ich denke, dass wir mit der Bronzemedaille der Favoritenrolle auch gerecht geworden sind und unsere Saison damit perfekt abschließen. In vier Jahren ist das Ziel ganz klar – da wollen wir dann Gold gewinnen.“

--> O-Ton Sascha Benecken und Toni Eggert


Die Überraschungs-Medaillengewinner des Tages waren sicherlich die Österreicher Peter Penz und Georg Fischler. Sie sicherten sich mit zwei starken Läufen und 0,088 Sekunden Rückstand auf das Sieger-Duo die Silbermedaille.

Cheftrainer Norbert Loch: „In der letzten Saison ist das gesamte Trainerteam mit Wendl/Arlt hart ins Gericht gegangen, da einiges nicht gepasst hat. Es war vielleicht auch gut für sie, dass sie nachlegen mussten. Sie haben daraufhin so fleißig gearbeitet und haben sich ihren Sieg heute verdient. Sie sind zweimal mit Startbestzeit gestartet – das war die Grundlage – und hatten zwei sehr solide Läufe. Der erste Lauf war sogar richtig stark. Toni und Sascha hatten in der Kurve 9 ihre Fahrfehler. Insgesamt sind sie alle sehr gut gefahren.“

--> O-Ton Norbert Loch


Als letzter Bewerb der Rennrodler bei den Olympischen Winterspielen steht morgen (15.02.) die Team-Staffel auf dem Programm. Für Deutschland gehen Bronzemedaillen-Gewinner Johannes Ludwig, Goldmedaillen-Gewinnerin Natalie Geisenberger sowie das Gold-Doppel Tobias Wendl und Tobias Arlt an den Start. (lr)

Platzierungen der deutschen Rennrodel-Athleten

1. Platz: Tobias Wendl/Tobias Arlt
3. Platz: Toni Eggert/Sascha Benecken

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