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RENNRODEL

Rennrodeln: Wolfgang Kindl, Natalie Geisenberger und Steu/Koller gewinnen ersten BMW Sprint-Weltcup in Innsbruck/Igls

• Dreifacherfolg bei den Damen mit Platz 1-3 für Geisenberger, Taubitz und Eitberger
• 3. Platz für Tobias Wendl und Tobias Arlt
• 3. Platz für Felix Loch im Herren Einsitzer

Innsbruck/Igls (bsd/25.11.2018) Das erste Weltcup-Wochenende der Rennrodler in Innsbruck/Igls endete mit dem ersten von drei BMW Sprint-Weltcups der Saison 2018/19. Die deutsche Mannschaft holte sich hierbei insgesamt fünf von möglichen neun Podestplätzen.

Bei den Herren gewann der Österreicher Wolfgang Kindl mit 0,030 Sekunden Vorsprung vor dem Russen Aleksandr Gorbatcevich. Felix Loch sicherte sich seinen ersten Podestplatz der neuen Saison und wurde mit 0,101 Sekunden Rückstand auf Kindl Dritter. Johannes Ludwig verpasste nur knapp einen erneuten Podestplatz und wurde Vierter (+ 0,115 Sek.). Weltcup-Rookie Max Langenhan fuhr auf den starken sechsten Rang (+ 0,121 Sek.), Chris Eißler wurde mit 0,281 Sekunden Rückstand Vierzehnter.

Im Sprint-Weltcup der Damen dominierten wie bereits am Vortag die deutschen Damen das Podest. Auf den ersten Platz fuhr Vortagessiegerin Natalie Geisenberger. So kann es für die 30-Jährige definitiv weitergehen: „Es ist natürlich super, wenn man mit 200 Punkten aus dem ersten Rennen starten kann. Ich freue mich jetzt auf Amerika, wir sind ein tolles Damenteam momentan. Der interne Konkurrenzkampf ist zwar sehr hoch, da jeder gewinnen kann, aber es macht auch sehr viel Spaß.“

--> O-Ton Natalie Geisenberger


Zweite wurde ihre Teamkollegin Julia Taubitz mit 0,022 Sekunden Rückstand, die sich zugleich ihren zweiten Podestplatz der neuen Saison sicherte: „Während des Laufs habe ich gar nicht daran geglaubt, dass ich an Dajanas Zeit rankomme, aber umso mehr habe ich mich im Ziel gefreut. Diese Momente nehme ich nach Übersee mit.“

--> O-Ton Julia Taubitz


Auf den dritten Platz fuhr Dajana Eitberger (+ 0,057 Sek.), die sich nach einem verpatzten Weltcup-Auftakt am gestrigen Tag beim heutigen Sprint-Rennen stark zurückmeldete. Tatjana Hüfner fiel aufgrund eines Startfehlers auf den letzten Platz zurück und wurde mit 1,040 Sekunden Rückstand Fünfzehnte.

Bei den Doppelsitzern fuhr an diesem Tag das Berchtesgadener Duo Tobias Wendl und Tobias Arlt auf das Podium. Mit 0,086 Sekunden Rückstand sicherten sie sich mit Platz drei das beste deutsche Ergebnis im Sprint-Bewerb. Gewonnen hat erneut das österreichische Doppel Steu/Koller, vor dem russischen Team um Yuzhakov/Prokhorov (+ 0,059 Sek.). Toni Eggert und Sascha Benecken wurden mit 0,122 Sekunden Rückstand Fünfte, das dritte deutsche Doppel um Robin Geueke und David Gamm wurde Elfter (+ 0,274 Sek.).

Der nächste Sprint-Weltcup wird im US-amerikanischen Lake Placid ausgetragen. Vom 15. bis 16. Dezember 2018 findet am Fuße des Mount Van Hoevenberg der vierte Weltcup der VIESSMANN Rennrodel-Serie 2018/19 statt.

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Bilder: Eugen Eslage/BSD

Rennrodeln: Johannes Ludwig gewinnt Saisonauftakt in Innsbruck/Igls

• Johannes Ludwig siegt nach Halbzeitführung, vor Fischnaller und Kindl
• Felix Loch und Chris Eißler mit den Rängen sechs und sieben in den Top Ten
• Max Langenhan wird Zwölfter, Sebastian Bley belegt Rang 16

Innsbruck/Igls (bsd/25.11.2018) Nach seinen zwei Medaillen (Team-Gold und Einzel-Bronze) bei den Olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang startete der 32-jährige Oberhofer Johannes Ludwig mit einem erneut super Ergebnis in die neue Saison 2018/19: Mit 0,098 Sekunden Vorsprung gewann Ludwig den dritten Weltcup-Sieg seiner Karriere, vor dem Südtiroler Dominik Fischnaller und dem Österreicher Wolfgang Kindl (+ 0,144 Sek.).

Nach dem ersten Lauf lag Johannes Ludwig zeitgleich mit dem Russen Semen Pavlichenko in Führung. Mit einem sehr guten zweiten Lauf und der besten Startzeit setzte sich Ludwig an die Spitze, Pavlichenko hatte im zweiten Lauf zu viele Fahrfehler und fiel auf Rang fünf zurück: „So kann man in die neue Saison starten, ich bin sehr zufrieden. Für die kommenden Weltcups bin ich guter Dinge, ich habe eine gute Basis gelegt und werde versuchen, darauf aufzubauen. In Whistler lasse ich es auf mich zukommen, die Vorbereitungen liefen gut.“

--> O-Ton Johannes Ludwig


Zweitbester Deutscher wurde Felix Loch mit Platz sechs und 0,274 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen Johannes Ludwig: „Der erste Lauf war ganz in Ordnung, im zweiten Lauf hatte ich ein, zwei kleine Fehler drin, die sicher Zeit gekostet haben. Die Schlitteneinstellung war leider auch nicht ganz perfekt bei mir. Vielleicht kann ich mich im Sprint dann besser aufstellen.“

--> O-Ton Felix Loch


Chris Eißler, nach dem ersten Lauf auf Rang drei gelegen, fiel im zweiten Lauf auf Rang sieben zurück. Mit 0,281 Sekunden Rückstand auf den Sieger sicherte er sich eine Top Ten Platzierung.
Die beiden weiteren deutschen Starter Max Langenhan und Sebastian Bley schafften es leider nicht in die Top Ten: Für Weltcup-Debütant Max Langenhan ist der zwölfte Platz (+ 0,344 Sek.) dennoch ein super Ergebnis. Sebastian Bley wurde mit 0,520 Sekunden Rückstand Sechzehnter.

Cheftrainer Nobert Loch zeigte sich mit seiner Männermannschaft sehr zufrieden: „Mein Fazit fällt erst einmal positiv aus. Wir haben mit Johannes Ludwig einen Sieg eingefahren und die Österreicher auf ihrer Heimbahn besiegen können. Der sechste Platz von Felix Loch ist zwar auch noch zufriedenstellend, er war am Start zu langsam. Das konnte er nach unten dann nicht mehr kompensieren. Das Herrenfeld ist einfach sehr stark besetzt und liegt sehr eng beieinander. Das wird sicher kein Selbstläufer während der Saison, dass wir immer vorne stehen. Der 12. Platz von Max Langenhan freut mich sehr, er hat sich hervorragend gemausert, und auch hervorzuheben Chris Eißler, der heute endlich im Weltcup Fuß gefasst zu haben scheint.“

--> O-Ton Norbert Loch


Die nächste Station für die Rennrodel Herren ist der Weltcup in Whistler vom 30. November bis 01. Dezember 2018.

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Bilder: Eugen Eslage/BSD

Rennrodeln: 2. Platz für Toni Eggert und Sascha Benecken in Innsbruck/Igls

• Erster Podestplatz der neuen Saison für Eggert/Benecken
• Tobias Wendl/Tobias Arlt auf Rang sieben
• Robin Geueke/David Gamm belegen Platz neun

Innsbruck/Igls (bsd/24.11.2018) Für die deutsche Rennrodel-Mannschaft gab es beim Saisonauftakt in Innsbruck/Igls am ersten Tag eine weitere Podestplatzierung zu feiern: Bei den Doppelsitzern sicherten sich Toni Eggert und Sascha Benecken, Bronzemedaillengewinner von PyeongChang, den zweiten Platz. Auf den ersten Platz fuhr das österreichische Duo um Thomas Steu und Lorenz Koller mit 0,180 Sekunden Vorsprung auf Eggert/Benecken, Dritte wurden Vladislav Yuzhakov und Iurii Prokhorov aus Russland (+ 0,282 Sek.).

Nach dem schweren Trainingssturz in Oberhof von Toni Eggert vor einigen Wochen war es zunächst nicht sicher, ob das Duo beim ersten Weltcup überhaupt starten kann. Daher ist der zweite Platz für Eggert/Benecken ein Top-Ergebnis: „Es ist alleine schon ein Erfolg, dass wir leistungsmäßig an den Start gehen konnten. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die mich bei meiner Genesung unterstützt haben. Wir hatten trotz alledem ein paar Schwierigkeiten heute, daher hat es „leider“ nur zum zweiten Platz gereicht. Steu/Koller haben das heute einfach super gemacht, und dafür kann man ihnen gratulieren. Morgen werden wir dann versuchen, ganz oben zu stehen. Da wir bei dem Trainingslager aufgrund von Tonis Verletzung nicht in Whistler vorab trainieren konnten, haben wir zwar einen Nachteil, aber wir können uns sehr schnell auf neue Gegebenheiten einstellen. Diese Woche hatten wir auch nicht sehr viele Trainingsmöglichkeiten, das war sozusagen ein Kaltstart, aber wir arbeiten sehr professionell und können auch mit wenig Trainingsläufen viel rausholen.“

--> O-Ton Toni Eggert und Sascha Benecken


Für die Doppelolympiasieger von PyeongChang, Tobias Wendl und Tobias Arlt, reichte es an diesem Tag leider nicht für eine Podestplatzierung. Mit 0,516 Sekunden Rückstand auf das Siegerduo fuhren sie nur auf Rang sieben. Auch das dritte deutsche Duo um Robin Geueke und David Gamm, die vergangenes Wochenende den Deutschen Meistertitel in Winterberg gewonnen haben, blieb hinter den Erwartungen und wurde Neunter (+ 0,585 Sek.).

Cheftrainer Norbert Loch freute sich über das Ergebnis von Eggert/Benecken, verwies allerdings auch auf die zahlreichen Fahrfehler der beiden anderen Doppel: „Für Toni und Sascha ist es natürlich ein sehr schönes Ergebnis, nachdem sie vier Wochen pausieren mussten. Das war ein super Comeback. Die beiden Österreicher haben heute auf ihrer Heimbahn ein tolles Rennen gefahren. Die beiden Tobis sowie Robin und David haben nicht das gezeigt, was sie eigentlich draufhaben und in der Vorbereitung eigentlich schon gezeigt haben. Sie hatten sehr viele Fahrfehler und materialtechnisch waren sie auch nicht so gut aufgestellt. Mit diesem Ergebnis kann man nicht ganz zufrieden sein. Die Doppel-Entscheidung war heute sehr selektiv, da sehr viele Fehler gemacht wurden, da müssen wir stabiler und besser werden.“

--> O-Ton Norbert Loch


Das nächste Weltcuprennen für die Doppelsitzer findet nächstes Wochenende (30.11. – 01.12.) im kanadischen Whistler statt. Am morgigen Sonntag (25.11.) schließen die Rennen der Herren Einsitzer (ab 10.15 Uhr) und die Sprint-Bewerbe (ab 13.30 Uhr) das erste Weltcupwochenende der Rennrodler in Innsbruck/Igls ab.

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Bilder: Eugen Eslage/BSD

Rennrodeln: Dreifacherfolg der Damen beim Saisonauftakt in Innsbruck/Igls

• Natalie Geisenberger gewinnt 44. Weltcuprennen ihrer Karriere
• Halbzeitführende Julia Taubitz wird Zweite, Tatjana Hüfner belegt Rang drei
• Dajana Eitberger sichert sich Top-Ten-Platzierung mit Rang acht

Innsbruck/Igls (bsd/24.11.2018) Das erste Rennen der neuen VIESSMANN Weltcupserie 2018/19 endete zugleich mit einem deutschen Dreifachtriumph: Natalie Geisenberger, Doppelolympiasiegerin von PyeongChang, sicherte sich den insgesamt 44. Weltcup-Sieg ihrer Karriere und gewann mit 0,036 Sekunden Vorsprung vor ihrer Teamkollegin Julia Taubitz. Dritte wurde Tatjana Hüfner mit 0,266 Sekunden Rückstand. Die vierte deutsche Starterin Dajana Eitberger fuhr mit 0,439 Sekunden Rückstand auf den achten Platz.

Für Natalie Geisenberger war das erneute „Triple“ der deutschen Rodeldamen keineswegs eine große Überraschung: „Es hat mich einerseits nicht wirklich überrascht, weil ich wusste, dass die Leistungsdichte bei uns in der Mannschaft wahnsinnig hoch ist. Wenn man Dajana noch dazurechnet, die aufgrund ihres Fahrfehlers nicht ganz vorne mitfahren konnte, oder auch die Deutschen Meisterschaften betrachtet, bei denen wir vier alle innerhalb eines Zehntels zusammen waren, war das Ergebnis heute keine große Überraschung für mich. Für mich ist es natürlich schön, gleich mit einem Sieg in die Saison zu starten. Julia ist auch extrem stark gefahren und hat nur einen kleinen Rückstand auf mich. Ich denke, dass eine sehr schöne und spannende Saison wird. Auf das nächste Rennen in Whistler freue ich mich schon sehr, ich mag die Bahn sehr gerne und wir konnten uns in den letzten Wochen während des Trainingslagers die Bahn sehr gut erarbeiten.“

--> O-Ton Natalie Geisenberger


Die Zweitplatzierte Julia Taubitz, Halbzeitführende nach dem ersten Lauf, zeigte vor allem im ersten Lauf mit einer sehr starken Leistung auf. Sie fuhr einen neuen Bahnrekord (39,745 Sek.) und verpasste anschließend im zweiten Lauf nur knapp den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere. Nichtsdestotrotz ist sie mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Ich wollte mich beim Saisonauftakt im Vergleich zum Vorjahr steigern – letztes Jahr war ich Fünfte – und das habe ich geschafft. Ich hätte nie gedacht, dass ich außerdem einen neuen Bahnrekord aufstelle, das ist sehr cool und freut mich sehr.“

--> O-Ton Julia Taubitz


Für Tatjana Hüfner, mit 35 Jahren die älteste Starterin im Rennrodel-Weltcup, ist trotz ihres Podestplatzes immer noch Luft nach oben: „Es war ein sehr wackliger Saisoneinstieg, die Läufe waren nicht ganz rund. Beim Starteck ist es immer eine Kunst für sich, da gut runterzufahren. In Whistler werde ich an meine Leistungen anknüpfen, bei Calgary und Lake Placid lasse ich mich überraschen, wie wir dort in die Saison reinstarten können.“

--> O-Ton Tatjana Hüfner


Dajana Eitberger, Silbermedaillengewinnerin von PyeongChang, hatte im ersten Lauf mit Fahrproblemen zu kämpfen und landete nur auf dem 20. Platz. Den zweiten Lauf absolvierte sie hingegen einwandfrei, fuhr Laufbestzeit und konnte dadurch 12 Plätze gut machen: Sie sicherte sich eine Top-Ten-Platzierung und wurde Achte: „Der erste Lauf war katastrophal, die Zeit war aufgrund zu vieler Fehler dahin. Ich denke, ich bin jetzt wach und weiß, dass ich morgen voll angreifen kann. In Whistler werde ich nicht sehr viel herumexperimentieren und einfach mit freiem Kopf runterfahren. Ich hoffe, dass es beim Weltcup in Whistler besser klappt.“

--> O-Ton Dajana Eitberger

 

Cheftrainer Norbert Loch ist mit der Damen-Mannschaft sehr zufrieden: „Ich möchte klar Julia Taubitz herausstellen, die zwei sehr gute Läufe gezeigt hat und die denke ich damit ihren Durchbruch geschafft hat. Wir werden noch sehr viel von ihr hören. Natalie hat sich mit einem starken zweiten Lauf den Sieg geholt, und Tatjana muss sehen, wo sie am besten wieder in die neue Saison reinkommen kann. Bei Dajana ging der erste Lauf leider völlig daneben, aber sie ist dann im zweiten Lauf wieder zurückgekommen. Sie wird sich morgen beim Sprint-Rennen sicherlich wieder wertvolle Punkte holen und dann auch im Weltcup-Geschehen wieder voll eingreifen können. Wir werden schauen, dass wir diese konstanten Leistungen, die die Damen heute gezeigt haben, auch über den Winter beizubehalten.“

--> O-Ton Norbert Loch


Die nächste Station für die Rennrodel Damen ist der Weltcup im kanadischen Whistler vom 30. November bis 01. Dezember 2018.

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Bilder: Eugen Eslage/BSD

RENNRODELN: 1. VIESSMANN WELTCUP IN INNSBRUCK-IGLS (AUT) / VORSCHAU

• Rennrodler starten in Innsbruck-Igls in den WM-Winter
• Geisenberger, Loch und Eggert/Benecken gehen als Titelverteidiger des Viessmann-Gesamtweltcups an den Start

Berchtesgaden (bsd/22.11.2018) An diesem Wochenende (24. – 25. November 2018) starten die Rennrodler im Olympia-Eiskanal in Innsbruck-Igls (AUT) in den 41. Viessmann Rennrodel-Weltcup. Zugleich geht es für alle Athletinnen und Athleten im BMW Sprint-Weltcup in die fünfte Wettkampfsaison. Insgesamt 23 Nationen haben für den ersten Weltcup der Saison gemeldet, darunter das deutsche Team um Natalie Geisenberger, Felix Loch und Toni Eggert/Sascha Benecken, die jeweils als Titelverteidiger des Viessmann-Gesamtweltcups an den Start gehen.

Bereits zum 15. Mal wird der Weltcup-Auftakt in Innsbruck-Igls ausgetragen. Insgesamt stehen in der Saison neun Weltcupstationen auf dem Programm, darunter die Weltcups am Königssee (5./6. Januar 2019), in Altenberg (2./3. Februar 2019) und in Oberhof (9./10. Februar 2019). Der Saisonhöhepunkt, die 48. FIL Weltmeisterschaften, finden vom 25. bis 27. Januar 2019 in Winterberg statt.

Am Freitag, 23. November, wird ab 9:30 Uhr mit dem Nationencup die Weltcup-Qualifikation ausgetragen. Die jeweils zwölf schnellsten Damen und Doppelsitzer sowie die 15 schnellsten Herren der vergangenen Saison sind bereits für den Weltcupauftakt nominiert. Sie fahren am Freitag ab 14.30 Uhr das Training der Gesetzten-Gruppe.

 

BSD-Nominierungen:

Damen
Natalie Geisenberger (SV Miesbach)
Tatjana Hüfner (RC Blankenburg)
Dajana Eitberger (RC Ilmenau)
Julia Taubitz (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)

Herren
Felix Loch (RC Berchtesgaden)
Johannes Ludwig (BRC Oberhof)
Chris Eißler (ESV Lok Zwickau)
Sebastian Bley (RT Suhl)
Max Langenhan (BRC 05 Friedrichroda)

Doppelsitzer
Toni Eggert / Sascha Benecken (BRC Ilsenburg/RT Suhl)
Tobias Wendl / Tobias Arlt (RC Berchtesgaden/WSV Königssee)
Robin Geueke / David Gamm (BSC Winterberg)

Nationencup
Jessica Tiebel (RRC Altenberg)
Christian Paffe (BRC Hallenberg)
Florian Löffler/Florian Berkes (RRV Sonneberg-Schalkau / RT Suhl)

Aktuelle Informationen und Statements:

Norbert Loch, Chef-Bundestrainer: „Unsere Saisonvorbereitung ist ausgesprochen positiv verlaufen. Wir haben unseren Plan mit den beiden Selektionsrennen und Vorbereitungslehrgängen in Oberhof und Königssee sehr gut absolvieren können. Im Anschluss daran waren wir in unseren beiden Übersee-Trainingslagern, die wir in hervorragender Qualität absolvieren konnten. Man konnte dort schon sehen, wie gut die Mannschaft sich vorbereitet hat und auf welchem Stand sie ist. Besonders die beiden Übersee-Lehrgänge sind hervorzuheben, weil wir in Whistler von den höheren Starthöhen fahren durften und konnten. Die Herren sind vom Bobstart gefahren und die Damen und Doppelsitzer vom eigentlichen Herrenstart, was alle bravourös gemeistert haben. Zuletzt haben wir in Winterberg unter hervorragenden Bedingungen trainiert. Die Mannschaft ist auf einem sehr guten Stand, wir sehen sehr gute Fahrlagen, wir haben sehr gute Startleistungen und können jetzt in den Weltcup starten.

In der Vorbereitung überrascht haben mich vor allem zwei Herren, hier vor allem unser ganz junger Athleten Max Langenhan. Er hat sich sehr gut ins Team eingefunden. Ich habe ihn bewusste ins A-Team aufgenommen, weil er in den Jahren schon vorher sehr gute Leistungen gezeigt hat, und ich ihn schon länger beobachtet habe. Er hatte gleich zu Beginn in Oberhof einen guten Start, hat sich in Übersee sehr gut präsentiert und auch bei der Deutschen Meisterschaft in Winterberg. Er hat mich wirklich angenehm überrascht und ist auch vom Typ her ein Sportler, der sehr gut ins Mannschaftsgefüge passt. Als zweites herauszustellen ist Chris Eißler, der sich endlich richtig ins Weltcupteam fahren wollte und mit Platz zwei bei der Deutschen Meisterschaft seine Ambitionen untermauert hat. Chris wird mit seinen sehr guten Startleistungen ein starker Teil im Herrenteam sein.“

Natalie Geisenberger: „Ich weiß, dass ich gut drauf bin, aber ich weiß aber auch, dass ich im Sommer lange verletzt war. Das merke ich jetzt auch, insofern kann ich aktuell nicht sagen, wo ich wirklich stehe. Für das, was im Sommer war, stimmt die Form, aber in Innsbruck sind die Zeitabstände immer sehr eng. Ich bin gut drauf, aber einige andere sind das auch.“

Felix Loch: „Ich finde es wird Zeit, dass der Weltcup losgeht, damit wir sehen, wo wir international stehen. Ich starte in Innsbruck immer sehr gerne und freue mich darauf. Spätestens im Abschlusstraining sieht man schon, wie es ausschaut, und nach dem Rennen wissen wir, wo wir stehen und können entscheiden, in welche Richtung es die nächsten Wochen geht.“

Toni Eggert: „Ich freue mich sehr, dass ich es nach meiner Verletzung rechtzeitig geschafft habe, fit für den Weltcup-Auftakt zu werden. Wenn wir in Igls an den Start gehen, wollen wir natürlich auch gewinnen. Natürlich fehlen uns jetzt vier Wochen Vorbereitung, und wir müssen jetzt erstmal sehen, wo wir im Vergleich zu den anderen stehen, aber wir geben in jedem Fall unser Bestes.“

Robin Geueke: „Wir hoffen, dass wir die Wettkampfstabilität aus der Selektion mit in die Weltcups nehmen können. Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung und das Glück, auf vielen Bahnen bei sehr gute Bedingungen zu trainieren und zu fahren, zuletzt zuhause bei den Deutschen Meisterschaften in Winterberg. Diesen Flow wollen wir mitnehmen und dann einfach mal schauen, was die anderen so drauflegen können. Wir wünschen uns zwei gute Rennläufe, und dann sehen wir, was am Ende rauskommt.“

Zeitplan & TV-Übertragungen: 

Freitag, 23. November 2018
09:30 Uhr Nationencup
14:30 Uhr Training Gesetzten-Gruppe

Samstag, 24. November 2018
09:50 Uhr Viessmann Weltcup Damen, 1. Lauf
11:15 Uhr Viessmann Weltcup Damen, 2. Lauf
12:40 Uhr Viessmann Weltcup Doppelsitzer, 1. Lauf
14:00 Uhr Viessmann Weltcup Doppelsitzer, 2. Lauf

ZDF: 12:20 Uhr Höhepunkte, Damen; 14:10 Uhr LIVE / Höhepunkte, Doppelsitzer
Eurosport 2: 12:00 Uhr LIVE, Damen; 17:00 Uhr zeitversetzt, Doppelsitzer

Sonntag, 25. November 2018
10:15 Uhr Viessmann Weltcup Herren, 1. Lauf
11:50 Uhr Viessmann Weltcup Herren, 2. Lauf
13:30 Uhr BMW Sprint-Weltcup, Damen
14:05 Uhr BMW Sprint-Weltcup, Doppelsitzer
14:50 Uhr BMW Sprint-Weltcup, Herren

ZDF: 12:20 Uhr LIVE / Höhepunkte, Herren
Eurosport 2: 10:15 Uhr LIVE, Herren; 11:30 Uhr LIVE, Herren; 13:30 Uhr LIVE, Sprint Damen, Doppelsitzer, Herren

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Alle Entscheidungen sind auch über FIL TV live im Livestreaming zu sehen: https://video.fil-luge.org/index.html

Bilder: GASPA

RENNRODELN: RALF PALIK BEENDET SEINE KARRIERE

• Rennrodler Ralf Palik gibt Karriereende bekannt
• Vorfreude auf erste entspannte Adventszeit seit 15 Jahren

Berchtesgaden (bsd/21.11.2018). Rennrodler Ralf Palik vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal hat nach 16 Jahren Leistungssport seine sportliche Karriere beendet und wird nicht mehr für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. starten. Das gab der 28-Jährige heute offiziell bekannt. Palik hatte sich mit Platz sechs bei den Deutschen Meisterschaften vom vergangenen Wochenende nicht für das Weltcup-Team von Bundestrainer Norbert Loch qualifiziert.

„Der Hauptgrund war nicht nur die Platzierung bei der Deutschen Meisterschaft, sondern die gesamten Qualifizierungsrennen“, erklärt Ralf Palik. „Ich habe mit dem Wechsel nach Oberhof noch mal versucht, anzugreifen, wollte die Dinge, die bei der verpatzten Olympia-Qualifikation schiefgegangen waren, verändern. Mit einem neuen Trainer, Mechaniker und einem neuen Lebensumfeld bin ich ein Wagnis eingegangen. Ich glaube, dass es eine sehr gute Entscheidung war, aber sie hat sich letztendlich für mich persönlich nicht ausgezahlt. Ich konnte mich athletisch leider nicht weiterentwickeln und mein Manko, die Startleistung, nicht verbessern. Jetzt habe ich gesehen, dass ich mit meiner Leistung nicht mehr vorne mitfahren kann. Im Gegenteil, ich habe es nicht geschafft, mich gegen drei jüngere Fahrer durchzusetzen, und da muss ich dann einfach respektvoll anerkennen, dass sowohl die älteren als auch jüngeren Rennrodler besser sind als ich. Ich habe jetzt für mich persönlich die Entscheidung getroffen, meine Karriere zu beenden. Ich habe keine sportliche Perspektive mehr gesehen und widme mich jetzt meinem Plan B, einer hoffentlich erfolgreichen Psychologie-Karriere.“

Während seiner sportlichen Laufbahn konnte der 28-jährige Erfurter zahlreiche Erfolge einfahren: Seinen größten Erfolg sicherte sich Palik bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften 2016 am Königssee, als er die Silbermedaille gewann. Beim Sprint-Rennen, das am Königssee das erste Mal im WM-Format durchgeführt worden war und einen Tag vorher stattfand, holte er sich noch die Bronzemedaille. Bei den Europameisterschaften gewann der Sportsoldat einen kompletten Medaillensatz: Bei der EM 2017 am Königssee sicherte sich Ralf Palik eine Gold- und eine Silbermedaille (Team + Einzel). 2016 gewann er in Altenberg noch Bronze. Neben seiner Ausbildung als Sportsoldat der Bundeswehr-Sportfördergruppe in Frankenberg (Sachsen) studiert er Psychologie. Seit der Saison 2011/2012 war Ralf Palik im Weltcup mit dabei. Mit dem zweiten Platz auf der Bahn in Winterberg gelang ihm am 21. Januar 2012 erstmals eine Podiumsplatzierung.

„Ich werde Ralf als fairen Sportsmann im Team der deutschen Mannschaft vermissen. Es ist schade, aber er konnte seine guten Leistungen, wir denken an den Vize-Weltmeistertitel von 2016, leider nicht weiterentwickeln. Seine Entscheidung ist so zu respektieren. Ich wünsche ihm für seine berufliche Zukunft viel Erfolg und alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg“, kommentiert Cheftrainer Norbert Loch den Abschied von Ralf Palik.

Ralf Palik möchte sich jetzt voll und ganz auf sein Psychologiestudium konzentrieren, das er im Sommer beenden möchte, um im nächsten Winter mit dem Master-Studiengang zu beginnen. Zudem freut er sich auf eine entspannte Vorweihnachtszeit. „Als Sportler ist man ja sehr oft sehr weit weg von der Familie, und ich freue ich sehr darauf, erstmals seit 15 Jahren wieder eine richtige Adventszeit zu erleben und mit meiner Frau zuhause zu verbringen. Ich werde den Rodel Weltcup natürlich im Fernsehen verfolgen und die Daumen drücken“, beschreibt er seine unmittelbaren Pläne.

Eine berufliche Zukunft im Sport schließt er nicht aus. „Ich würde später sehr gerne meine beruflichen Kompetenzen dem BSD oder dem Thüringer und Sächsischen Bob- und Schlittenverband, denen ich sehr verbunden bin, zur Verfügung stellen. Ich weiß, was ich dem Sport zu verdanken habe, und dass es eine sehr schöne Zeit war, für die ich sehr dankbar bin. Wir haben gemeinsam Erfolge gefeiert, aber auch Niederlagen durchgestanden, aber für mich ist jetzt der Zeitpunkt für den Abschied gekommen.“

Bilder: Sportpresse Reker, Klaus Listl

GRÜNES LICHT FÜR TONI EGGERT FÜR WELTCUP-AUFTAKT IN IGSL/INNSBRUCK

Berchtesgaden (bsd/20.11.2018). Toni Eggert und Sascha Benecken, Olympia-Bronzemedaillengewinner im Herren Doppelsitzer von PyeongChang, werden beim FIL Viessmann Weltcup an diesem Wochenende an den Start gehen. Nach einem finalen Medizincheck heute Nachmittag in Berchtesgaden hat Cheftrainer Norbert Loch in Absprache mit Mannschaftsarzt Dr. med. Lutz Kistenmacher „grünes Licht“ für den Start erteilt.

Toni Eggert hatte sich bei einer Trainingsfahrt einen Wadenbeinbruch im rechten Unterschenkel zugezogen und wurde in den letzten fünf Wochen in der Rehaklinik in Donaustauf wieder fit gemacht. Eggert/Benecken gehen als Titelverteidiger des Gesamtweltcups in die WM-Saison.

Bild: Sportpresse Reker

Rennrodeln: DEUTSCHE MEISTERSCHAFT UND NOMINIERUNG DES WELTCUP-TEAMS IN WINTERBERG

• Geisenberger, Loch und Geueke/Gamm gewinnen Deutsche Meisterschaft
• Letzte Selektionsrennen im Rahmen der DM in Winterberg abgeschlossen
• Max Langenhan vom BRC 05 Friedrichroda gibt Weltcup-Debüt

Winterberg (bsd/18.11.2018) Bei strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und perfekten Bedingungen ging es für die Rennrodler am heutigen Sonntag im Eiskanal der Veltins EisArena in Winterberg gleich um drei wichtige Entscheidungen: Die Deutschen Rodel-Meisterschaften waren zugleich das letzte von insgesamt vier Selektionsrennen um die begehrten Plätze im Weltcup-Team und bereits das erste Qualifikationsrennen für die FIL Weltmeisterschaft, die vom 25. bis 27. Januar 2019 in Winterberg stattfindet. 

Bei den Damen sicherte sich Doppel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (SV Miesbach) ihren insgesamt sechsten Meistertitel vor Tatjana Hüfner (RC Blankenburg, +0,039 Sek.) und Julia Taubitz (WSC Erzg. Oberwiesenthal, +0,095 Sek.). Taubitz fuhr ein beherztes zweites Rennen und lag mit Laufbestzeit am Ende eine tausendstel Sekunde vor Dajana Eitberger (RC Ilmenau) auf Platz 3. 

„Wir haben ein sehr spannendes und qualitativ hochwertiges Rennen gesehen“, freut sich Cheftrainer Norbert Loch. „Wir sind im zweiten Lauf noch mal ein paar Hundertstel schneller gefahren als im ersten, und das zeigt, wie hart dort gefightet und gekämpft wurde. Die Abstände zwischen den ersten vier Damen sind denkbar knapp, nach zwei Rennläufen in neun Hundertstel – das sagt schon alles. Ich glaube, hier hat sich heute ein sehr starkes Weltcup-Team vorgestellt. Mit einem Sieg von Natalie, die zwei sehr gute Läufe hatte. Tatjana hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet, nachdem sie aufgrund ihrer Verletzung eine Woche Trainingspause einlegen musste. Sehr erfreut bin ich über Julia Taubitz, die im zweiten Rennen Laufbestzeit gefahren ist, die schnellste Zeit vom gesamten Feld überhaupt, und Dajana Eitberger damit noch ganz knapp auf Platz vier verdrängt hat.“

Im Herrenrennen ging es bereits im ersten Lauf richtig zur Sache. Mit Loch, Bley, Langenhan und Eißler blieben gleich vier Athleten unter dem alten Bahnrekord. Am Ende hatte Chris Eißler (ESV Lok Zwickau) mit 51.78 Sek. die Nase vorn und ging als Führender in den zweiten Lauf. In einem spannenden Rennen fuhr Felix Loch (RC Berchtesgaden) mit 51.65 Sek. erneut Bahnrekord und sicherte sich seinen sechsten deutschen Meistertitel vor Chris Eißler (+0,183 Sek.) und Sebastian Bley (RT Suhl, +0,360 Sek.). Der Olympiadritte Johannes Ludwig (BSR Oberhof) fuhr im zweiten Rennen mit 3.76 Sek. neuen Startrekord und die zweitbeste Laufzeit. In der Gesamtwertung reichte es nach einem verpatzten ersten Lauf für ihn dennoch nur für Platz fünf.

Im Doppelsitzer führte diesmal an den Lokalmatadoren Robin Geueke/David Gamm (BSC Winterberg) kein Weg vorbei. Sie gewannen auf ihrer Heimbahn ihre erste Deutsche Meisterschaft vor Tobias Wendl/Tobias Arlt (RC Berchtesgaden/WSV Königssee, +0,038 Sek.) und Florian Löffler/Florian Berkes (RSV Sonneberg/Schalkau, +0,277 Sek.).

„Hier war abzusehen, dass die Lokalmatadoren Wendl/Arlt zeigen wollen, dass sie hier auf dieser Bahn ein Wörtchen mitreden können. Das ist ihnen auch gelungen. Sie haben mit drei Hundertstel Vorsprung gewonnen. Robin Geueke und David Gamm sind ein tolles Rennen gefahren und stehen hier beim Heimpublikum ja unter besonderer Beobachtung. Ich glaube, dass es für Wendl/Arlt ein kleiner Wachrüttler ist, und sie werden noch einiges zulegen müssen, um dann im Januar bei der Weltmeisterschaft ganz vorne mitzuhalten“, erklärt Bundestrainer Norbert Loch.

Im Anschluss an die Siegerehrungen legte Cheftrainer Norbert Loch gemeinsam mit seinem Trainerteam die Weltcup-Nominierungen für den kommenden Winter fest. 

Für den Weltcup qualifiziert haben sich bei den Damen: Natalie Geisenberger, Dajana Eitberger, Tatjana Hüfner und Julia Taubitz.

Bei den Herren gehen Johannes Ludwig, Chris Eißler, Felix Loch, Sebastian Bley und Max Langenhan an den Start.

Für den Weltcup im Doppel haben sich neben den bereits gesetzten Tobias Wendl/Tobias Arlt und Toni Eggert/Sascha Benecken auch Robin Geueke/David Gamm qualifiziert. 

Der erste Viessmann Weltcup der neuen Saison wird am kommenden Wochenende vom 24. bis 25. November 2018 in Igls/Innsbruck ausgetragen. 

Bilder: Sportpresse Reker

 

O-Töne:

Norbert Loch - Damen

Norbert Loch - Herren

Norbert Loch - Doppelsitzer

Natalie Geisenberger

Felix Loch

Geueke/Gamm

 

Zu den Ergebnissen ->

 

 

 

 

 

Rennrodeln: Drei Fragen an … Natalie Geisenberger

• Interview mit Rennrodlerin Natalie Geisenberger, Doppel-Olympiasiegerin von PyeongChang

Berchtesgaden (bsd/09.11.2018) Nach ihrem Doppel-Olympiasieg bei den Spielen in Südkorea stieg Rennrodlerin Natalie Geisenberger endgültig zur erfolgreichsten Olympionikin ihrer Sportart auf: Mit viermal Gold und einmal Bronze – 2x Gold in PyeongChang, 2x Gold in Sochi und 1x Bronze in Vancouver – hat die gebürtige Miesbacherin in ihrer Karriere alles erreicht, was sie sich erträumt hat und komplettierte damit ihre langjährige Erfolgsserie. Kurz vor den Spielen in Südkorea gewann sie als erste Frau überhaupt sechsmal in Serie den Gesamtweltcup und stand bei allen 13 Rennen in der vergangenen Saison – ob Weltcup oder Sprint – auf dem Podest.

Nach den Spielen stand zunächst das private Glück im Vordergrund: Im Mai 2018 heiratete sie ihren langjährigen Freund Markus Scheer. Für die nähere Zukunft steht zunächst die Rennrodel-WM 2019 in Winterberg im Fokus.

Natalie, du hast im Sommer geheiratet. Müssen sich die Medien und Fans nun auf einen neuen Nachnamen einstellen?

Nein, der Name bleibt auch weiterhin gleich.

Mit viermal olympischem Gold hast du sportlich schon sehr viel erreicht. Welche sportlichen/beruflichen Ziele hast du dir für die weitere Zukunft gesetzt?

Sportlich hab ich wirklich alles erreicht, was ich mir irgendwann mal erträumt habe, aber trotzdem bin ich noch hungrig nach neuen Erfolgen. Mir macht der Sport nach wie vor großen Spaß und da wir diese Saison ja erneut eine „Heim-WM“ in Winterberg haben, wird es denke ich wieder ein ganz besonderer Winter, auf den ich mich sehr freue.

Im Januar 2019 findet die Rodel-WM in Winterberg statt. Hast du in der Saisonvorbereitung dein Training umgestellt oder setzt du weiterhin auf die bewährten Methoden?

Ich war diesen Sommer leider recht lange am Rücken verletzt und konnte nicht trainieren. Daher bin ich noch nicht ganz auf dem Level, auf dem ich jetzt gerne wäre. Es wartet also noch viel Arbeit auf mich in den kommenden Wochen und Monaten, um vielleicht noch ein bisschen aufzuholen.
Aber grundsätzlich habe ich in der Vergangenheit – mit Hilfe von meinem Vater und Patric Leitner – viel richtig gemacht mit dem Training. Daher bleibt das Grundgerüst weitestgehend gleich. Trotzdem versuche ich auch immer mal wieder, neue Trainingsreize zu setzen.

Rennrodeln: Drei Fragen an … Toni Eggert und Sascha Benecken

• Interview mit dem Doppelsitzer-Duo Toni Eggert und Sascha Benecken, Bronzemedaillengewinner von PyeongChang

Berchtesgaden (bsd/06.11.2018) Nach einer beeindruckenden Erfolgsbilanz in der letzten Wintersaison – Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in PyeongChang, Gesamtweltcupsieg, zwölf Weltcupsiege sowie zwei EM-Titel – starten Toni Eggert und Sascha Benecken mit einem Rückschlag in die neue Saison: Am 16. Oktober stürzte das thüringische Duo bei einer Trainingsfahrt in Oberhof so schwer, dass sich Toni Eggert einen offenen Bruch im Wadenbein zuzog.
In unserem Interview erzählen Toni und Sascha, wie sie sich derzeit getrennt auf die neue Saison vorbereiten.

Toni, du hattest vor drei Wochen in Oberhof einen schweren Sturz. Wie verläuft deine Reha bisher? Ist ein Saisonstart in Igls Ende November aus deiner Sicht möglich?

Mir geht es den Umständen entsprechend ganz gut. Natürlich wäre ich gerade lieber bei den Trainingseinheiten in Übersee dabei – in Lake Placid hätte ich mir dann sicher einen Flieger gechartert, um eine kleine Runde zu drehen. Stattdessen bin ich jetzt in der Rehaklinik in Donaustauf, in der aber eine sehr familiäre Atmosphäre herrscht. Ich werde von sehr guten Therapeuten behandelt und fühle mich gut aufgehoben. Teilweise sind die Behandlungen zwar ein bisschen unangenehm und schmerzhaft, aber das gehört zum Spitzensport einfach dazu. Ich bekomme alle möglichen Anwendungen – Stoffwechsel- und Biostromtherapie, Magnetfeldtherapie, Lymphdrainagen, manuelle Therapie etc. – die ich dem Zustand meines Fußes entsprechend mache, und die dann bezüglich der Intensität nach und nach gesteigert werden.
Dass wir zum Saisonstart in Igls dabei sind, ist natürlich unser Ziel, an dem ich jeden Tag arbeite. Es ist zwar ein sportliches Ziel, keine Frage, aber ich mache bereits ganz gute Fortschritte. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen werden.

Sascha, wie trainierst du denn jetzt eigentlich? Gibt es einen Ersatzpartner?

Viele Leute fragen mich tatsächlich, ob ich nach Tonis Sturz mit jemand anderem fahre oder ob es einen Ersatzmann gibt. Das ist im Doppelsitzer allerdings kaum möglich bzw. sinnvoll, da sich ein Team über sehr lange Zeit aufeinander einspielen und anpassen muss. Der Rennrodel Doppelsitzer ist so spezifisch, alleine das Gerät ist auf die jeweiligen Athleten im Millimeterbereich abgestimmt. Wenn man versucht, mit einem anderen Partner zu fahren – das haben wir aus Spaß auch schon mal ausprobiert – ist es so, wie wenn man in einen falschen Schuh reinschlüpft. Das funktioniert einfach nicht. Letztendlich geht es bei uns jetzt darum, als Doppel so schnell wie möglich wieder auf den Schlitten zu kommen. Während Toni sich in der Reha quält, absolviere ich gerade ein verlängertes Sommertraining – sprich Athletik und Kondition – und bereite mich so bestmöglich auf die kommende Saison vor.

Was sind eure nächsten sportlichen Ziele?

Toni Eggert: Unser nächstes sportliches Ziel besteht erst einmal darin, dass wir nach meinem Sturz am Weltcup teilnehmen können. Sascha und ich sind jetzt seit acht Jahren als Doppelsitzer-Duo unterwegs. Bis zu den nächsten Olympischen Spielen 2022 möchten wir natürlich alle Weltcups bestreiten und möglichst viele Erfolge einfahren. Wenn man das große Ganze betrachtet, sind wir mit mehreren Gesamtweltcupsiegen sowie WM- und EM-Titeln in den letzten Jahren bereits sehr erfolgreich gewesen. Was uns noch fehlt, ist eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen, und das ist nach wie vor unser großes Ziel. In Peking wollen wir unbedingt um Gold mitfahren.

Sascha Benecken: Im Grunde geht es bei uns zum jetzigen Zeitpunkt vor allem erst einmal darum, dass wir uns gut auf die neue Saison vorbereiten und uns ideal aufstellen – sprich, dass wir zunächst mal wieder auf den Schlitten kommen. Zweitens ist es wichtig, gut in die neue Saison zu starten und dann mit Hinblick auf die Rennrodel-WM in Winterberg das Maximum an Leistung hervorrufen zu können. Die nächsten Ziele bestehen definitiv darin, unsere Titel bei den Europameisterschaften in Oberhof, den Weltmeisterschaften in Winterberg und im Idealfall den Gesamtweltcup zu verteidigen.