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BOB

BOBTEAM FRIEDRICH TESTET E-BIKES IN DER PFALZ

• Sportliche Ausfahrt mit E-Bike Modellen von FISCHER – die fahrradmarke
• MTB-Profi Carsten Bresser führt Olympioniken sicher über die Trails

Berchtesgaden (bsd/13.06.2018). Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich und sein Team setzen im Sommertraining ab sofort auch auf E-Bikes. Bei der offiziellen Vertragsunterzeichnung mit dem neuen Premiumpartner NIGRIN ließ es sich Geschäftsführer Jürgen Herrmann nicht nehmen, die Athleten mit einer zweiten Marke der MTS Gruppe bekannt zu machen. Er lud nach dem Pressegespräch am vergangenen Samstag zu einer gemeinsamen Test-Ausfahrt mit den aktuellen E-Bike Modellen von FISCHER – die fahrradmarke ein.

Das anfängliche Sprücheklopfen, man sei doch viel zu jung und sportlich zu fit für elektronische Unterstützung, wurde ziemlich schnell von leuchtenden Augen und begeisterten Kommentaren abgelöst. Auf der knapp dreistündigen Tour wurden die Athleten und BSD Vorstand Alexander Resch nicht nur von FISCHER-Coaches begleitet, sondern auch von Carsten Bresser, dem ehemaligen Mountainbike-Profi, der für die deutsche MTB-Nationalmannschaft u. a. bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney 2000 und Athen 2004 am Start war. Er kennt in der Gegend rund um das pfälzische Rhodt jeden Wurzelstock und half den E-MTB-Bikern mit fachlichen Tipps und Motivation auch über schwierige Passagen der abwechslungsreichen Trails.

Mit auf Tour waren auch die österreichischen Bobpiloten Christina Hengster und Benjamin Maier. Beide werden mit dem österreichischen Nationalteam bereits seit 2016 von NIGRIN unterstützt. Eines war nach der Ausfahrt sicher: Die E-Bikes werden Francesco Friedrich und seine Teamkollegen Jannis Bäcker, Thorsten Margis, Martin Grothkopp und Florian Kunze künftig auch für längere Trainingsfahrten nutzen, denn der zuschaltbare Motor hat sich vor allem in den steilen Passagen als durchaus hilfreiche Unterstützung erwiesen, wenn man nicht ganz die drahtige Figur eines MTB-Profis besitzt. Die abschließende, lautstarke Diskussion darüber, wer noch wie viel Akku übrig hatte, hat am Ende gezeigt, dass es bei unseren Athleten auch in der Freizeit nicht ganz ohne sportlichen Vergleich geht.

Teambuilding-Seminar des Bob-Trainerteams bei Bernd Huber

Berchtesgaden (bsd/30.05.2018) Ein Weltcup-Winter ist lang und für Athleten wie Trainer gleichermaßen anstrengend und stressig. Zum Reden und sich Austauschen bleibt da oft keine Zeit. Deshalb hat der bekannte Coach und Manager Bernd Huber im Mai ein Teambuilding-Seminar in Oberhof für die Bob-Trainermannschaft des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland e.V. (BSD) organisiert.
 
Für Cheftrainer René Spies und sein Weltcup-Trainerteam um Gerd Leopold, Sepp Dostthaler, Sven Rühr, Matthias Höpfner und Christoph Heyder stand an diesen beiden Tagen vor allem eins auf dem Programm: Verbesserungen, Kritikpunkte, Meinungsverschiedenheiten und individuelle Erwartungshaltungen zu diskutieren, sich mit diesen auseinanderzusetzen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Bereits zwei Wochen zuvor hatte Coach Bernd Huber mit allen teilnehmenden Trainern Einzelinterviews geführt: Wie nimmt jeder Einzelne das eigene Team wahr, was sollte man verbessern, welche Meinung hat man zu gewissen Themen? Fragen, die während der langen Wintersaison zwar hin und wieder im Raum stehen, für die zwischen Wettkämpfen, Training und Reisen jedoch meistens nicht genügend Zeit bleibt.
 
Die Einzelinterviews wurden anschließend während des Seminars in der großen Runde ausgewertet und diskutiert. Wichtig sei es vor allem auch gewesen, dass sich „jeder mit jedem“ austauschen und ganz offen und ehrlich individuelle Kritik- oder Verbesserungspunkte ansprechen konnte.
 
Das Ziel des Teambuilding-Seminars liege laut Cheftrainer René Spies vor allem darin, durch die gewonnenen Erkenntnisse als Trainerteam zukünftig bessere Leistungen erbringen zu können, effizienter zu arbeiten und die hoch angesetzten Erwartungshaltungen zu erfüllen:

„Ich denke, dass dieses Team-Entwicklungsseminar sehr wichtig war, da in den Wintermonaten sehr vieles liegenbleibt. Man fokussiert sich auf andere Ziele und nimmt sich selbst zurück – man versucht einfach alles für den Erfolg zu tun. Dadurch werden allerdings die zwischenmenschlichen Angelegenheiten oftmals nicht angesprochen – unter anderem die eigenen Erwartungen an die Kollegen oder auch positive oder negative Auffälligkeiten. Daher war dieses Seminar sehr wichtig, um ein Feedback von der Mannschaft zu bekommen. Es war eine sehr gute Erfahrung für uns und hat sicherlich dazu beigetragen, dass wir als Team noch besser funktionieren können. Wir werden in naher Zukunft sicherlich ein weiteres Seminar machen.“

Zum Karriereende von Bob-Legende Kevin Kuske

Berchtesgaden (bsd/26.03.2018) Kevin Kuske ist der erfolgreichste Bobfahrer aller Zeiten – nicht erst seit den vergangenen Olympischen Winterspielen in Südkorea, auch wenn er dort mit dem Gewinn der Silbermedaille im Viererbob von Nico Walther seine Ausnahmestellung noch mehr festigen konnte. Mit viermal Gold und zweimal Silber bei Olympischen Spielen sowie sieben WM-Titeln steht er ausnahmslos an der Spitze der erfolgreichsten Athleten im Bobsport.

Erahnen konnte dies im Sommer 1998 noch niemand, als der Modell-Athlet die Bob-Bühne betrat. Als 10,50 Sekunden-Sprinter verfügte Kuske über genügend Schnellkraft sowie sportlicher Grundfitness und war somit bei den Bobpiloten der 90er Jahre ein begehrter Anschieber-Aspirant. Nach kürzeren Kooperationen mit den Bob-Piloten Tino Bonk und Harro Czudaj fand er um die Jahrtausendwende mit André Lange seinen perfekten Partner: Langes Fahrgeschick, gepaart mit Kuskes bärenstarker Hau-drauf-Anschieber-Leistung ergaben viele Jahre lang das Traum-Duo des deutschen als auch des internationalen Bobsports.

Besonders in Erinnerung blieb der zweite Lauf im olympischen Zweierbob-Rennen in Turin am 18. Februar 2006. Nach dem ersten Lauf hatte sich das Team Lange/Kuske bereits einen beruhigenden Vorsprung erfahren, alles lief nach Plan. Doch dann rutschte der 1,96 Meter große und 116 kg schwere Kuske nach dem Startsprint beim Einstieg in den Bob weg. Mit unglaublichen Kräften zog sich der Anschieber zurück in das Sportgerät. André Langes Trainer Matthias Trübner erinnert sich: „Mir stockte der Atem und mein Herz hörte für einen kleinen Augenblick auf zu schlagen. Doch eines war mir klar, wenn die beiden Teufelskerle es schaffen würden, von ihrem Vorsprung aus dem ersten Lauf nicht allzu viel einzubüßen, wäre noch alles drin.“

Tatsächlich schaffte es das Duo, einige Hundertstel ihres Vorsprungs beizubehalten und die Goldmedaille zu gewinnen. Nach dem Rücktritt von André Lange wechselte Kuske in die Teams von Thomas Florschütz und Maximilian Arndt. Zusammen mit Arndt erlebte der Potsdamer bei den Olympischen Spielen 2014 auch die andere Seite des Erfolgs beim demütigenden Abschneiden der deutschen Bobs in Sochi: In Erinnerung blieb dabei vor allem sein Fernsehinterview, als er die damaligen deutschen Bobs mit ehemaligen DDR-Trabanten verglich. Für diese Aussagen musste er vom BSD als auch vom DOSB gleichermaßen viel Kritik einstecken.

Während der vergangenen vier Jahre musste sich Kevin Kuske mit vielen kleinen und großen Verletzungen rumschlagen. 15 Jahre Bobsport und nahezu 25 Jahre Leistungssport hatten ihren Tribut gezollt. Sein Ziel, die Olympischen Spiele 2018 in PyeongChang zu bestreiten, verlor er jedoch nie aus den Augen. Mit akribischer Sorgfalt und eisernem Willen bestritt er seine Vorbereitung. Den Lohn erntete der ehemalige Sprinter mit dem Gewinn der Silbermedaille im Viererbob – ein glorreicher Abschluss einer beispiellosen und einzigartigen Karriere.

Zeitweise wurde dem Ausnahmetalent nachgesagt, er wäre auf den ersten 30 Metern genauso schnell wie Jahrhundertsprinter Usain Bolt, bewiesen werden konnte dies allerding nie. Allein der Vergleich mit dem schnellsten Mann der Welt stellt die Ausnahmestellung des Talents noch deutlicher heraus. Einen wie ihn wird es die nächsten Jahre im deutschen Bobsport nicht mehr geben. (mb) 

 

Bob: Kurzer Rückblick auf die Para Bob-Weltmeisterschaften 2018 in Lillehammer

Nach den erfolgreichen Weltcup-Teilnahmen auf europäischem Boden starteten zum Abschluss der Weltcupsaison 2017/2018 mit Alex Feretos und Niko Johann erstmals deutsche Para-Bob Athleten bei einer IBSF Para Bob-Weltmeisterschaft. Diese fand am 10. und 11. März 2018 auf der olympischen Bob- und Rodelbahn von 1994 im norwegischen Lillehammer statt.

Betreut wurden die Para-Sportler diesmal von Robert Göthner.

Am ersten Tag der vorgeschalteten Trainingswoche fuhren beide zunächst einige Fahrten vom Damenstart, da es anfangs schwerfiel, sich die komplette Strecke einzuprägen. Am zweiten und dritten Trainingstag lag der Fokus insbesondere auf der Bewältigung der großen Kurven im unteren Bereich des Eislabyrinths.

An den Renntagen löste sich besonders bei Alex Feretos ein Knoten. Vor allem die mittlere Eiskanal-Passage fuhr er wiederholt sehr sauber und belohnte sich dann auch mit Platz 12 – vor zwei Norwegern, die dort sicher etliche Fahrten mehr absolviert hatten.

Niko Johann war ebenfalls sehr konzentriert und ehrgeizig unterwegs. Sein 10. Platz bei der ersten Weltmeisterschaftsteilnahme ist ein tolles Resultat, wobei nach Einschätzung des Trainers mit etwas Glück einstellige Platzierungen ebenso möglich waren.

Abschließend ist festzuhalten, dass die mit Unterstützung des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland und des Deutschen Behindertensportverbandes konsequent vorbereitete und absolvierte Para-Bobsaison 2017/2018 als ausgesprochen erfolgreich zu bewerten ist. Dazu trugen neben den Para-Athleten Alex Feretos und Niko Johann auch die eingesetzten Trainer Frank Jacob, Robert Göthner, Wolfgang Hoppe und Roland Wetzig bei.

Dank auch dem TSBV Oberhof für den Support am Oberhofer Eiskanal und für die Organisation des Weltcups, der – wie man unter den Para Bobathleten hört – wiederholt sehr gut angenommen wird.

Nun bleibt zu hoffen, dass das Internationale Paralympische Komitee bald eine positive Entscheidung zur Teilnahme von Para Bob an den Paralympics 2022 trifft, zumal die formalen Kriterien dafür erfüllt sind.

 

Weitere Bilder und Resultate von der WM

 

http://www.ibsf.org/de/rennen-resultate

http://www.ibsf.org/de/ibsf-tv

Bob/Skeleton: Internationaler Bob- und Skeletonverband IBSF gibt neuen Saisonkalender bekannt

- Weltcup-Auftakt erstmals in Sigulda (LAT)
- acht BMW Worldcups in sechs Ländern
- IBSF WM 2019 in Whistler (CAN)

Berchtesgaden (bsd/14.03.2018) Der inter- nationale Bob- und Skeletonverband IBSF gab seine Saisonplanung für den Winter 2018/2019 bekannt. Eine Premiere ist es, dass der BMW Bob- und Skeleton Weltcup im lettischen Sigulda seinen Auftakt sehen wird. Vom 3. bis 9. Dezember 2018 werden in Lettland die ersten Skeleton- und Frauenbob-Weltcups des Winters und die ersten beiden Zweierbob Weltcuprennen stattfinden. In der Geschichte der IBSF gab es noch nie einen gemeinsamen Bob- und Skeleton-Weltcup in Lettland. Nur  Europacuprennen und InterContinentalCups (ICC) finden regelmäßig in Sigulda statt. Den letzten Skeleton-Weltcup sah Sigulda im Jahr 2005.

In der Woche nach dem Auftakt von Sigulda, vom 10. bis 16. Dezember 2018, wird das sauerländische Winterberg als zweite Station der BMW-Serie, die ersten beiden Viererbob-Weltcuprennen austragen.

Nach den beiden ersten Stationen im Jahr 2018 geht es in die Weihnachtspause und im Januar 2019 folgen die Weltcups im sächsischen Altenberg, am bayerischen Königssee, im Tiroler Wintersportort Igls und im Schweizer Nobel-Kurort St. Moritz.


Nach einer zweiwöchigen Weltcuppause, starten die internationalen Bobsportler/Innen und Skeletonis in Übersee, wo die beiden letzten Saisonweltcups in Lake Placid (USA, 11. Bis 16. Februar) und Calgary (CAN, 18. bis 23. Februar) stattfinden.

Die nacholympische Saison findet dann ihren Höhepunkt mit den BMW IBSF Weltmeisterschaften vom 25. Februar bis 10. März auf der Olympiabahn von 2010 im kanadischen Whistler Mountain. mdp

Übersicht BMW IBSF Bob- und Skeleton Weltcup 2018/2019

 

1.       Sigulda (LAT, 3. - 9. Dezember 2018) - zwei Rennen Zweierbob
2.       Winterberg (GER, 10. - 16. Dezember 2018) -  zwei Rennen Viererbob
3.       Altenberg (GER, 31. Dezember 2018 - 6. Januar 2019)
4.       Königssee (GER, 7. - 13. Januar 2019)
5.       Innsbruck (AUT, 14. - 20. Januar 2019)
6.       St. Moritz (SUI, 21. - 27. Januar 2019)
7.       Lake Placid (USA, 11. - 17. Februar 2019)
8.       Calgary (CAN, 18. - 24. Februar 2019)

BMW IBSF WM in Whistler (CAN, 25. Februar bis zum 10. März 2019)

Olympia: Sensationeller Zweifachtriumph für Deutschland im Viererbob

• Francesco Friedrich gewinnt Gold im Viererbob
• Nico Walther holt sich mit Silber erstes olympisches Edelmetall
• Johannes Lochner auf Rang 8

PyeongChang (bsd/25.02.2018) Zweites Gold für „Friedrich den Großen“: Bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang kürte sich Francesco Friedrich zum Doppel-Olympiasieger – nach der Goldmedaille im Zweierbob vor sechs Tagen gewinnt der Viererbob-Weltmeister von 2017 auch in der Königsdisziplin und sichert sich im Viererbob sein zweites olympisches Edelmetall.

Mit dreimal Laufbestzeit war der 27-jährige Sachse mit seiner Crew um Candy Bauer, Martin Grothkopp sowie Thorsten Margis in der Bahn einmal mehr eine Klasse für sich: „Es waren anstrengende Wochen, aber ich bin überglücklich, dass wir es heute geschafft haben. Wir haben wahnsinnig hart gearbeitet, es hat sich alles hundertprozentig ausgezahlt und ich bin einfach nur stolz auf unser Team.“

--> O-Ton Francesco Friedrich


Nico Walther gewann mit seiner Crew um Kevin Kuske, Alexander Rödiger und Eric Franke sein erstes olympisches Edelmetall: Mit 0,53 Sekunden Rückstand auf Friedrich holte sich der 27-jährige Pilot aus Dresden bei seinem Olympiadebüt die Silbermedaille. Das starke koreanische Viererbob-Team um Pilot Yunjong Won wurde zeitgleich mit Walther Zweiter: „Ich freue mich besonders für Kevin, der nach Sochi nochmal vier Jahre angehängt hat, um in Korea nochmal eine Medaille zu gewinnen. Dass wir das geschafft haben, ist super – und dass wir mit den Koreanern zeitgleich Silber gewonnen haben, ist unglaublich. Eigentlich teile ich nicht so gerne, aber die Jungs aus Korea sind einfach ein starkes Rennen gefahren und haben verdient Silber gewonnen.“

--> O-Ton Nico Walther

 
Für Walthers Anschieber Kevin Kuske waren die Olympischen Spiele in Korea die letzten Rennen seiner eindrucksvollen Karriere – mit insgesamt sechs olympischen Medaillen, davon viermal Gold sowie zweimal Silber, führt der 39-Jährige nun die Riege der erfolgreichsten deutschen Bobsportler an.

Für Viererbob-Weltmeister Johannes Lochner lief es wie bereits am Vortag nicht optimal im Eiskanal des Alpensia Sliding Centers. Nach einer Top-Startzeit touchierte Lochner im dritten Lauf zweimal die Bande bei der Ausfahrt aus der Kurve 9. Im Finallauf traf der 27-jährige Berchtesgadener die Spur um einiges besser, bei der Medaillenvergabe spielte Lochners Team um Christopher Weber, Christian Poser sowie Christian Rasp zu diesem Zeitpunkt allerdings keine Rolle mehr. Sie wurden mit 1,26 Sekunden Rückstand Achter: „Es ist schade, da wir alles versucht haben. Es war nicht ein Trainings- oder Rennlauf dabei, der einigermaßen schnell war und da verliert man dann von oben bis unten Geschwindigkeit.“

--> O-Ton Johannes Lochner


Mit insgesamt dreimal Gold sowie einmal Silber enden die Olympischen Winterspiele in PyeongChang für die deutsche Bob-Mannschaft mit einer hervorragenden Erfolgsbilanz. Für Cheftrainer René Spies ein sensationelles Mannschaftsergebnis: „Wenn ich damals gesagt hätte, dass wir nach PyeongChang fahren, um drei Goldmedaillen zu holen, wäre ich für verrückt erklärt worden. Der Erfolg macht natürlich Lust auf mehr, aber wir werden trotzdem sehr hart arbeiten müssen, um so einen Erfolg in vier Jahren wiederholen zu können.“

--> O-Ton René Spies

 

Platzierungen der deutschen Bob-Athleten

1. Platz: Francesco Friedrich/Candy Bauer/Martin Grothkopp/Thorsten Margis
2. Platz: Nico Walther/Kevin Kuske/Alexander Rödiger/Eric Franke
8. Platz: Johannes Lochner/Christopher Weber/Christian Poser/Christian Rasp

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Olympia: Deutsche Viererbob-Teams auf Medaillenkurs in PyeongChang

• Team Friedrich mit Halbzeitführung erneut auf Goldkurs
• Team Walther auf Bronzekurs
• Team Lochner auf Rang fünf

PyeongChang (bsd/24.02.2018) Nach den ersten zwei von insgesamt vier Läufen im Viererbob der Männer liegen die favorisierten Bob-Teams aus Deutschland wie nicht anders erwartet auf Medaillenkurs: An die Spitze setzte sich Francesco Friedrich mit seiner Mannschaft um Candy Bauer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis. Mit 29 hundertstel Sekunden Vorsprung setzte der 27-jährige Pilot aus Pirna zwei blitzsaubere Läufe in den Eiskanal – unter anderem mit neuem Bahnrekord im ersten Lauf – und war mit seiner Crew auch am Start ganz vorne mit dabei: „Wir hatten heute zwei gute Starts und zwei gute Läufe. Wir waren bereits im Training sehr schnell. Es ist aber noch nichts gewonnen, morgen geht es weiter.“

--> O-Ton Francesco Friedrich


Nico Walther, der im Zweierbob-Rennen mit dem vierten Platz nur knapp olympisches Edelmetall verpasst hatte, fuhr mit zwei sauberen Läufen auf den dritten Rang. Mit seiner Mannschaft um Kevin Kuske, Alexander Rödiger und Eric Franke liegt er 35 hundertstel Sekunden hinter seinem Teamkollegen Friedrich auf Bronzekurs: „Es war im Training schon abzusehen, dass Francesco sehr stark ist. Ich hätte allerdings gedacht, dass es von den Abständen enger ist als im Zweierbob. Wir liegen auf Medaillenkurs und wären sehr glücklich, wenn wir morgen mit einer Medaille nach Hause fahren dürften.“

--> O-Ton Nico Walther


Der dritte deutsche Pilot Johannes Lochner hatte am meisten mit der Bahn zu kämpfen: Nach dem ersten Lauf lag der 27-jährige Viererbob-Weltmeister mit seiner Crew um Christopher Weber, Christian Poser sowie Christian Rasp auf dem sechsten Rang. Im zweiten Lauf konnte Lochner einen Platz gutmachen und fuhr mit 66 hundertstel Sekunden Rückstand auf den fünften Platz: „Es funktioniert noch nicht so recht, das hat sich bereits im Training gezeigt. Die schnelle Linie habe ich noch nicht gefunden. Morgen müssen wir nochmal alles versuchen, um die ein oder andere Linie zu treffen und hoffen, dass es reichen wird.“

--> O-Ton Johannes Lochner 

 

Cheftrainer René Spies: „Wir haben eigentlich engere Abstände im Zweierbob erwartet. Johannes Lochner muss schauen, dass er noch aufs Treppchen rutscht. Nico Walther muss sich gegen den Koreaner Won durchsetzen und bei Francesco Friedrich geht es vor allem darum, voll konzentriert zu bleiben und das Ding runterzufahren.“

--> O-Ton René Spies


Am Sonntag, 25. Februar starten ab 01.30 Uhr die beiden Finalläufe der Viererbobs. (lr)

Platzierungen der deutschen Bob-Athleten

1. Platz: Francesco Friedrich/Candy Bauer/Martin Grothkopp/Thorsten Margis
3. Platz: Nico Walther/Kevin Kuske/Alexander Rödiger/Eric Franke
5. Platz: Johannes Lochner/Christopher Weber/Christian Poser/Christian Rasp

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Olympia: Gold für Mariama Jamanka und Lisa Buckwitz in PyeongChang

• Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz gewinnen Goldmedaille im Frauenbob
• Stephanie Schneider und Annika Drazek verpassen um 0,08 Sekunden das Podest
• Anna Köhler und Erline Nolte auf Rang 14

PyeongChang (bsd/21.02.2018) Der Goldregen für die deutsche Bob-Mannschaft in PyeongChang geht weiter: Bei den Olympischen Winterspielen sicherten sich Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz im anspruchsvollen Eiskanal im Alpensia Sliding Center die Goldmedaille und verwiesen die Top-Favoritinnen aus Nordamerika auf die Plätze zwei und drei. Für den deutschen Frauenbob-Sport ist dies die insgesamt zweite Goldmedaille – 2006 hatten Sandra Kiriasis und Anja Schneiderheinze bei den Spielen in Turin die erste deutsche Goldmedaille gewonnen.

Mit 0,07 Sekunden Vorsprung legten Jamanka/Buckwitz einen perfekten vierten Lauf in die Eisspur und bewiesen nach ihrer Führung nach Lauf drei große Nervenstärke: „Es ist einfach unglaublich. Bei den heutigen zwei Läufen habe ich mich darauf konzentriert, es noch besser als gestern zu machen. Und so hat es funktioniert. Das ist einfach das Größte, was man als Sportler erreichen kann.“

--> O-Ton Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz


Silber holte sich die US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor, die sich damit das dritte olympische Edelmetall ihrer Karriere sichern konnte. Zusammen mit Anschieberin Lauren Gibbs waren die US-Girls vor allem am Start eine Klasse für sich.

Für die Doppel-Olympiasiegerin Kallie Humphries aus Kanada ging sich bei ihren dritten Olympischen Spielen dieses Mal nur die Bronzemedaille aus. Sie hatte mit Anschieberin Phylicia George bereits 0,44 Sekunden Rückstand auf das Siegerduo.

Das zweite deutsche Team um Stephanie Schneider und Annika Drazek verpasste olympisches Edelmetall und wurde Vierter. Annika Drazek, die beste Anschieberin im deutschen Frauenbob-Team, konnte aufgrund einer Knöchelverletzung ihre sonst so starken Startleistungen an diesen Tagen nicht abrufen. Auch Stephanie Schneider war aufgrund muskulärer Probleme am Rücken nicht topfit und hatte mit der schwierigen Bahn zu kämpfen.

Anna Köhler und Erline Nolte landeten mit 2,83 Sekunden Rückstand auf Platz 14. Für Anna Köhler, die in der Olympia-Saison 2017/18 das erste Mal im Weltcup mitgefahren war, ein enttäuschendes Ergebnis: „Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Wir konnten dennoch viele Erfahrungen sammeln, aus denen man wiederum lernen kann. Nächste Saison werden wir dann wieder voll angreifen. Ich bin sehr enttäuscht, dass ich nicht einen Fahrt ansatzweise gut getroffen habe, aber daraus lernt man.“

--> O-Ton Anna Köhler und Erline Nolte


Cheftrainer René Spies: „Was Mariama und Lisa aus ihrer Führung nach dem gestrigen Tag heute gemacht haben, ist unvorstellbar. Man muss erst einmal mit so einem Druck umgehen können. Die Leistung von Stephanie und Annika kann man sich als Außenstehender auch gar nicht so richtig vorstellen. Trotz Verletzungen waren sie mental genauso stark wie Mariama und Lisa, nur leider mit einem bitteren Ausgang mit dem vierten Platz. Alle Mädels haben sich enorm weiterentwickelt, wir hatten konkurrenzfähige Bobs und ein tolles Trainerteam.“

--> O-Ton René Spies


Nach zwei Tagen Pause stehen am Samstag, 24. Februar um 01.30 Uhr (MEZ) die ersten zwei Läufe der Viererbob Männer auf dem Programm. Neben den drei deutschen Teams um Francesco Friedrich, Johannes Lochner und Nico Walther gehören die Letten Oskars Melbardis und Oskars Kibermanis sowie der Kanadier Justin Kripps zu den absoluten Top-Favoriten. (lr)

Platzierungen der deutschen Bob-Athletinnen

1. Platz: Mariama Jamanka/Lisa-Marie Buckwitz
4. Platz: Stephanie Schneider/Annika Drazek
14. Platz: Anna Köhler/Erline Nolte

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Olympia: Starker Halbzeitauftakt für Jamanka und Schneider im Frauenbob

• Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz liegen nach 2. Lauf in Führung
• Stephanie Schneider und Annika Drazek auf dem starken 3. Rang
• Anna Köhler und Erline Nolte auf Platz 12

PyeongChang (bsd/20.02.2018) Die deutschen Bob-Damen setzten am ersten Tag der Frauenbob-Entscheidungen im Alpensia Sliding Center ein klares Ausrufezeichen und zeigten mit zwei Top-Platzierungen auf: Nach den ersten zwei Läufen liegt Mariama Jamanka mit Anschieberin Lisa-Marie Buckwitz mit 0,07 Sekunden Vorsprung in Führung, vor der US-amerikanischen Top-Favoritin Elana Meyers Taylor.

Trotz Startrekord im zweiten Lauf (5,21 Sek.) kam die US-Amerikanerin nicht an das Duo Jamanka/Buckwitz heran und liegt nun mit dem zweiten Platz in Lauerstellung auf ihre erste olympische Goldmedaille. Jamanka konnte vor allem im unteren Bahnabschnitt mit zunehmender Geschwindigkeit an Fahrt aufnehmen und die nordamerikanischen Pilotinnen Kaillie Humphries (Platz 5) sowie Jamie Greubel Poser (Platz 4) nach hinten verweisen.

„Ich bin mit meinen Läufen heute nicht so zufrieden. Ich habe nicht gedacht, dass es nach der Halbzeit so endet. Wir werden morgen wieder von Null starten und alles geben“, so Mariama Jamanka.

--> O-Ton Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz


Auf den aussichtsreichen dritten Platz fuhren Stephanie Schneider und Annika Drazek. Mit 0,30 Sekunden Rückstand konnten sie sich im zweiten Lauf vor allem am Start verbessern und einen Platz gutmachen. Obwohl Schneider und Drazek nicht so schnell wie gewohnt starteten, sind die Aussichten auf olympisches Edelmetall positiv: „Ich bin mit dem ersten Lauf sehr zufrieden. Im zweiten Lauf war vor allem der Start viel besser. Wir haben auf jeden Fall noch Luft nach oben. Vor allem bei den Startzeiten müssen wir uns morgen noch verbessern und auf Angriff fahren.“

--> O-Ton Stephanie Schneider


Das dritte deutsche Duo um Anna Köhler und Erline Nolte platzierte sich mit einigen Fahrfehlern auf dem zwölften Rang: „Meine beiden Läufe waren nicht gut, vor allem im oberen Bereich. Die Kurve 1 und 2 zu treffen ist sehr schwer für mich. Mit meinen Startzeiten bin ich auch nicht zufrieden. Wir wollten eigentlich im zweiten Lauf nochmal angreifen, aber es ist leider schlechter geworden. Morgen müssen wir auf jeden Fall angreifen und besser sein als am ersten Tag.“

--> O-Ton Anna Köhler


Am Mittwoch, 21. Februar starten ab 12.40 Uhr die beiden Finalläufe der Frauenbobs. (lr)

Platzierungen der deutschen Bob-Athletinnen

1. Platz: Mariama Jamanka/Lisa-Marie Buckwitz
3. Platz: Stephanie Schneider/Annika Drazek
12. Platz: Anna Köhler/Erline Nolte

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Quelle Bilder 1 + 3: RWH

Olympia: Gold für Francesco Friedrich und Justin Kripps im Zweierbob

• Teams Friedrich/Margis und Kripps/Kopacz (CAN) gewinnen zeitgleich Gold im Zweierbob
• Team Walther/Poser verpassen knapp eine Medaille
• Team Lochner/Weber auf Rang fünf

PyeongChang (bsd/19.02.2018) Herzschlagfinale beim Zweierbob der Männer in PyeongChang: Nach einem spannungsgeladenen vierten Lauf gewannen Francesco Friedrich und Thorsten Margis zeitgleich mit den Kanadiern Justin Kripps und Alexander Kopacz die Goldmedaille. Bronze sicherten sich die Letten Oskars Melbardis und Janis Strenga mit hauchdünnen 0,05 Sekunden Rückstand.

Mit zwei grandiosen Startzeiten sowie einem neuen Bahnrekord im dritten Lauf hatte Francesco Friedrich die Bahn am heutigen Tag deutlich besser im Griff und lieferte zwei Top-Fahrten ab: „Das war wirklich ein Sensations-Finale und auch fantastisch für den Bobsport. Vor so vielen Zuschauern konnte es nicht spannender sein. Nachdem wir gestern richtig gepatzt hatten, dürfen wir froh sein, uns heute die Goldmedaille mit Justin Kripps teilen zu können. Den Grundstein haben wir am Start gelegt, ohne diese Zeiten hätte es nicht gereicht.“

--> O-Ton Francesco Friedrich und Thorsten Margis


Für die Top-Favoriten Nico Walther und Christian Poser, die nach den ersten zwei Läufen in Führung gelegen und am gestrigen Tag zwei so perfekte Läufe erwischt hatten, ging sich leider kein olympisches Edelmetall aus. Mit 0,20 Sekunden Rückstand auf die Sieger-Teams verpassten Walther/Poser das Podest um 15 hundertstel Sekunden und wurden Vierte. Im dritten Lauf hatte Walther einen Fehler im oberen Bahnabschnitt und verlor dabei wertvolle Hundertstelsekunden. Der vierte Lauf gelang hingegen wieder perfekt, allerdings konnte der zu diesem Zeitpunkt bereits zu große Abstand zu den vorderen Teams nicht mehr eingeholt werden: „Das Ergebnis ist schon enttäuschend, aber der Fokus liegt jetzt auf jeden Fall auf den Viererbob-Rennen. Mein Bob ist gestern und heute hervorragend gelaufen, wie auch der Bob von Francesco Friedrich. Die Materialfrage hat aber denke ich keine Rolle gespielt in diesem Rennen.“

--> O-Ton Nico Walther


Johannes Lochner und Anschieber Christopher Weber wurden mit 28 hundertstel Sekunden Rückstand Fünfte. Nach dem dritten Lauf lagen die beiden auf dem aussichtsreichen dritten Platz, hatten allerdings in Lauf vier mit der berüchtigten Ausfahrt aus Kurve 9 zu kämpfen: „Für Francesco freut es mich sehr. Er war im Zweier jetzt so oft ungeschlagen und es wäre sehr schade gewesen, wenn er keine Medaille gewonnen hätte. Er hatte heute zwei super Läufe und grandiose Startzeiten, da können wir uns eine Scheibe von ihm abschneiden. Bei uns lag es wieder an der Kurve 9. Seit ich auf dieser Bahn fahre, habe ich vielleicht drei- oder viermal durchgetroffen. In einem Lauf haben wir die Kurve gut erwischt, aber uns fehlt es einfach noch am Start. Ich denke, wenn ich im Viererbob die Kurve 9 treffe, können wir die Konkurrenten ein bisschen mehr ärgern als im Zweier.“

--> O-Ton Johannes Lochner


Am Dienstag, 20. Februar starten ab 12.50 Uhr die ersten zwei Läufe der Frauenbobs. Die Top-Favoritinnen kommen mit Elana Meyers Taylor, Jamie Greubel Poser sowie Kallie Humphries aus Nordamerika. Aber auch die drei deutschen Teams um die Pilotinnen Mariama Jamanka, Stephanie Schneider sowie Anna Köhler können bei der Medaillenvergabe sicher ein Wörtchen mitreden. (lr)

Platzierungen der deutschen Bob-Athleten

1. Platz: Francesco Friedrich/Thorsten Margis
4. Platz: Nico Walther/Christian Poser
5. Platz: Johannes Lochner/Christopher Weber

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