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BSD: „Peking hat ein sehr gutes Nachhaltigkeitskonzept erarbeitet“

• Interview mit Königssee-Bahnchef Markus Aschauer zur neuen Olympiabahn in Peking

Königssee (bsd/12.07.2018) Nach den für die deutschen Kufensportler überaus erfolgreichen Olympischen Winterspielen im südkoreanischen PyeongChang richtet sich schon jetzt der Fokus auf Peking, wo im Februar 2022 die XXIV. Olympischen Winterspiele stattfinden werden. Vis-a-vis zur Chinesischen Mauer, die jährlich von über acht Millionen Touristen besucht wird, entsteht die neue Olympiabahn, auf der die Wettkämpfe im Bob, Rennrodeln und Skeleton ausgetragen werden.

Markus Aschauer, Betriebsleiter der Deutsche Post Eisarena Königssee, ist in seiner Rolle als Bahnbau-Berater maßgeblich am Bau der chinesischen Olympiabahn beteiligt. Als Vorsitzender der Bahnbaukommission des Internationalen Rennrodelverbandes (FIL) besitzt er das nötige technische Know-how, um den Bau fachgerecht unterstützen zu können. Kurz nach seiner letzten Reise nach Peking, hat sich Lena Renoth mit ihm unterhalten.

Nach Olympia ist vor Olympia. Der Bau der Olympiabahn in Peking ist bereits im Gange. Wie ist der aktuelle Stand der Dinge?

Markus Aschauer: Der Bauplan wurde von den beiden internationalen Kufensport-Verbänden, sprich von der IBSF und der FIL, abgesegnet. Der nächste Schritt besteht jetzt darin, einen so genannten Mock-Up-Test durchzuführen – das ist ein Testmodell, bei dem ein Teil einer Kurve mit den Originalmaßen gebaut und betoniert wird. Wenn dieser Test bestanden und von der IBSF und der FIL abgesegnet worden ist, kann mit dem tatsächlichen Bahnbau begonnen werden.

Die Bahn soll planmäßig im September 2019 fertiggestellt werden, im Oktober und November 2019 gehen dann die Kälteanlagen in Betrieb. Die sogenannte Vorhomologierung ist für März 2020 geplant, die finale Homologierung soll dann im Zuge eines vorolympischen Bewerbs im Februar 2021 stattfinden. Es läuft alles nach Plan, Verzögerungen haben wir bis jetzt noch keine.

Welche Probleme gibt es aus Deiner Sicht? Was wird das Besondere an der Bahn?

Markus Aschauer: Ich denke, dass es während der Bauphase keine Probleme geben sollte. Kritischer wird es erst, wenn die Organisation und der Bahnbetrieb beginnen, da die chinesischen Mitarbeiter diesbezüglich bei null anfangen und keinerlei Erfahrungen vorweisen können. Das könnte am Anfang zu Problemen führen, diese Sachen kann man allerdings auch recht schnell lernen.

Das Besondere an der Bahn ist zum einen die doch eher ungünstige Lage, da sie an einem sehr sonnigen Fleck gebaut wird. Zum anderen wird die Bahn mit ihrer Länge und dem Kreisel, der gebaut werden soll, sicherlich eine sehr interessante Bahn für die Athleten. Weiter haben die Verantwortlichen in Peking ein meiner Meinung nach sehr gutes Nachhaltigkeitskonzept erarbeitet: Nach den Spielen soll die Bahn sowohl im Sommer als auch im Winter touristisch genutzt und ausgebaut werden. Es werden Führungen und Rennbob-Taxifahrten angeboten und das Zielhaus wird in ein Hotel umgebaut. In der Nähe der Bahn steht zudem die Chinesische Mauer, die als Besuchermagnet nochmals viele Touristen anlockt.

Bei wie vielen Olympiabahnen hast Du bereits mitgebaut? Und welches Projekt war die schwerste Herausforderung?

Markus Aschauer: Ich habe bei sechs Olympiabahnen mitgewirkt: Nagano (1998), Turin (2006), Vancouver (2010), Sochi (2014), PyeongChang (2018) und jetzt Peking (2022).
Die größte Herausforderung war sicherlich die Bahn in Cesana bei den Olympischen Winterspielen in Turin 2006. Die Bahn war für die Athleten sehr schwierig zu fahren, es gab viele Stürze. Außerdem hat es bei der Kälteanlage der Bahn einige Schwierigkeiten gegeben, die wir lösen mussten.

Was ist deine Lieblingsbahn?

Nach der heimischen am Königssee ist meine Lieblingsbahn die in Whistler, wo in dieser Saison die BMW IBSF Bob Weltmeisterschaften ausgetragen werden.

21. Internationaler Sommer-Bob- und Skeleton-Cup in Ilsenburg

• Junioren-Weltmeister Richard Oelsner, Anne Lobenstein und Hans-Peter Hannighofer sichern sich Sieg

Ilsenburg (bsd/11.07.2018) Richard Oelsner, Anne Lobenstein und Hans-Peter Hannighofer hießen die Sieger des 21. Internationalen Sommer-Bob- und Skeleton-Cups in Ilsenburg. Mitten im Ilsenburger Stadtzentrum wurde am Samstag (07.07.2018) eine Anschubbahn aufgebaut, bei der mehr als 1.500 Zuschauer die Teams aus Deutschland, Rumänien und der Schweiz anfeuerten.

Den Sieg in der Viererbob-Anschub-Entscheidung des traditionsreichen Sommer-Wettbewerbs holte sich der 24-jährige Junioren-Weltmeister Richard Oelsner mit seinem Team um Nils Dabrunst, Issam Ammour und Paul Hensel. Dahinter reihten sich die Teamkollegen um Pilot Hans-Peter Hannighofer und Team Philipp Zielasko.

Im Zweierbob-Wettkampf wurden die Plätze getauscht: Hans-Peter Hannighofer und Christian Röder hatten diesmal gegenüber ihren Kollegen Richard Oelsner und Issam Ammour die Nase vorne. Dritte wurden Nils Dabrunst und Paul Hensel.

Bei den Frauen gewann im Ilsenburger Stadtzentrum die 23-jährige Anne Lobenstein mit ihrer Anschieberin Madlin Dossow, vor der amtierenden Junioren-Weltmeisterin Maria Constantin aus Rumänien.

Mehr Infos gibt es unter www.brc-ilsenburg.de

 

© BRC Ilsenburg

BSD: Bob-Olmypioniken zu Gast bei den BMW Motorrad Days 2018

• 18. Auflage der BMW Motorrad Days in Garmisch Partenkirchen
• "Gold-Triple" von PyeongChang mit dabei

Garmisch-Partenkirchen (bsd/10.07.2018) Nach dem Motto "Make life a ride" fanden vergangenes Wochenende die BMW Motorrad Days in Garmisch-Partenkirchen statt. Zu der mittlerweile 18. Auflage des populären Events reisten insgesamt 35.000 Besucher aus aller Welt an.

In diesem Jahr war erstmals der Bob- und Schlittenverband für Deutschland als Partner und Aussteller mit dabei – seit 2010 besteht die erfolgreiche Partnerschaft zwischen dem BSD und BMW. Die BMW Motorradhelme werden von den deutschen Bob-Athletinnen und -Athleten als Wettkampfhelme getragen und sind mit ihrem hohen Sicherheitsfaktor sowie der Aerodynamik ein wesentlicher Bestandteil der Athleten-Ausrüstung.

Drei Tage dauerte die Veranstaltung in Garmisch-Partenkirchen. Neben den bekannten Street Bike Freestyle Einlagen mit Mattie Griffin und Dirk Manderbach sowie atemberaubenden FMX-Shows lockte auch der Ausstellerstand des BSD zahlreiche neugierige und interessierte Besucher an. Mit dabei war das "Gold-Triple" von PyeongChang: Mariama Jamanka und Lisa Buckwitz, Goldmedaillengewinnerinnen im Frauenbob, Francesco Friedrich, Doppel-Olympiasieger im Zweier- und Viererbob, sowie Anschieber Martin Grothkopp, Goldmedaillengewinner im Viererbob-Team von Francesco Friedrich. Mit ihren Medaillen zog das erfolgreiche Quartett mühelos die Leute an – mit Fotos und Autogrammkartenschreiben waren die vier Athleten besonders am Samstag gut beschäftigt.


Als echter Besuchermagnet erwies sich der mitgebrachte Zweierbob von Francesco Friedrich, mit welchem dieser 2017 Weltmeister geworden war, und in den die Passanten einen Blick werfen konnten. Viele ließen es sich zudem nicht nehmen, in den Schlitten zu klettern und Probe zu sitzen.


Martin Grothkopp, der sich im Fernsehen gerne hin und wieder Motorradrennen ansieht, freute sich über das rege Interesse am Bobsport: "Ich bin das erste Mal bei den BMW Motorrad Days, es ist wirklich ein cooles und beeindruckendes Event. Ich finde es außerdem super, wenn wir unseren Zuschauern live einen Bobschlitten näherbringen und erklären können, wie so ein Gerät funktioniert, sprich wie man steuert und bremst. Das sieht man als Fernsehzuschauer ja nicht so genau. Ich denke, wir konnten an diesem Wochenende vielleicht die ein oder anderen Fans generieren und zeigen, dass Bobfahren in Wirklichkeit nicht so simpel ist, wie es vielleicht oftmals rüberkommt."

Bobpilotin Mariama Jamanka hatte zusammen mit Anschieberin Lisa Buckwitz sehr viel Spaß bei den BMW Motorrad Days: "Wir konnten uns sehr viel ansehen und durften sogar bei der Auto Drift Show als Beifahrer mitfahren, das war richtig cool. Die Leute, die zu unserem Stand gekommen sind, waren alle sehr interessiert, das hat uns sehr gefreut. Ab Samstag hat dann auch das Wetter mitgespielt. Es war für uns eine sehr schöne Veranstaltung."

Am Samstag stand dann noch ein Vortrag der vier Olympioniken auf dem Programm. Im BMW Cinema ließen sie mithilfe einer Bildershow die Olympischen Spiele von PyeongChang sowie die damit verbundenen Emotionen und Eindrücke nochmal Revue passieren.

Auch BSD-Vorstand Alexander Resch war von dem Event mehr als begeistert: "Die BMW Motorrad Days waren für unseren Verband sowie für den Bobsport eine tolle Präsentations- und Werbechance. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder mit dabei sein dürfen."

FIL Tourbus macht in Unterammergau Station

• Begeisterung für Naturbahn-Rodeln entfacht

Unterammergau – Der FIL-Tourbus hat in Unterammergau Station gemacht. Rund 40 Kinder und Jugendliche aus Saulgrub und Ettal waren gekommen, um sich von der Begeisterung fürs Naturbahn-Rodeln anstecken zu lassen.

Getreu dem Motto "der Wintersportler wird im Sommer gemacht", ist der FIL-Tourbus derzeit unterwegs, um Nachwuchs für den Natur-Kufensport zu finden.

Am Dienstag (3. Juli 2018) war das Team um Trainer Matteo Clarer in Unterammergau an der Naturrodelbahn. 40 Interessierte nutzten die Möglichkeit, um sich mit dem Rodel auf Rollen und den typischen Bewegungen des Sports vertraut zu machen. Bevor es auf die Schlitten ging, wurden die Grundlagen des Rodels auf Naturbahn anhand von Anschauungsmaterial und Lehrvideos gezeigt.

„Zwölf von den 40 Teilnehmern wollen weiterhin am Sommertraining des WSV Unterammergau teilnehmen“, freute sich der Koordinator Naturbahn, Thomas Niemetz. Vor allem im Juniorenbereich hat das deutsche Team in der vergangenen Saison auf sich Aufmerksam gemacht. Vordere Platzierungen bei der Weltmeisterschaft sind in der kommenden Saison das erklärte Ziel.

„Wertvolles Wissen für unsere tägliche Arbeit“

• BSD-Partner Klingspor feiert 125-jähriges Firmenjubiläum
• Dr. Steffen Neu, Vorstand Klingspor, und Dirk Köpsel, Vertriebsleiter Deutschland, im Interview

Haiger (bsd/06.07.2018) BSD Partner Klingspor feierte kürzlich beim Familienfest nicht nur 125 Jahre Klingspor, sondern auch die Olympiamedaillen der BSD-Athleten. Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich, sein Teamkollege Thorsten Margis, Jaqueline Lölling, die in PyeongChang die olympische Silbermedaille gewann, BSD-Trainer Wolfram Schweizer und Vorstand Alexander Resch feierten mit. Wir haben die Feierlichkeiten genutzt, um mit Dr. Steffen Neu, Vorstand Klingspor, und Dirk Köpsel, Vertriebsleiter Deutschland, zu sprechen.

125 Jahre Klingspor – Herzlichen Glückwunsch! Was hat sich seit der Unternehmensgründung 1893 bei Ihnen verändert?

Dr. Steffen Neu: Es hat sich unglaublich viel verändert. Klingspor wurde als kleine Leimfabrik in Siegen gegründet. Weil man als Leimhersteller damals sehr viel Konkurrenz hatte, kam Unternehmensgründer Fritz Klingspor auf die Idee, das Produkt zu veredeln. Man hat dann Papier und Körnung hinzugefügt und damit die erste Schleifunterlage hergestellt. Im 20. Jahrhundert ist Klingspor weiter gewachsen, man hat sehr viele Innovationen entwickelt, z. B. das wasserfeste Schleifpapier, das an Henry Ford in die USA geliefert wurde, die in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts die größten Automobilhersteller waren. Dann wurde die Firma zu klein, und Klingspor wollte expandieren, aber das wollte man in Siegen nicht. Der Gestank des Hautleimes, der damals für Schleifmittel eingesetzt wurde, hat das Unternehmen quasi aus der Stadt getrieben. Da war es ein Glück, dass hier in Haiger Industrieflächen zur Verfügung standen. Klingspor ist damals also nach Hessen gezogen und hat diesen Schritt nie bereut, weil die Haigerer und die politischen Kräfte, die uns geholfen haben, bis heute sehr industriefreundlich eingestellt sind. Heute sind wir glücklich hier am Standort und mittlerweile auch mit knapp 40 weiteren Standorten auf der ganzen Welt vertreten.

Seit über zehn Jahren sind Sie enger Partner des BSD und unterstützen unsere Athleten mit ihren hochwertigen Schleifmitteln. Wie gestaltet sich aus Ihrer Sicht der Austausch mit unseren Athleten?

Dr. Steffen Neu: Die Zusammenarbeit ist ganz hervorragend. Für uns ist das ja ein absolutes Spezialgebiet, das wir dadurch kennengelernt haben, weil das Schleifen der Kufen – sei es für Skeleton, Rodel oder Bob – jeweils unterschiedliche Anforderungen hat. Wir haben mit den Fachleuten des BSD in technischen Expertengruppen die Probleme, die aufgetreten sind, bearbeitet und haben inzwischen wohl auch sehr gute Lösungen gefunden – zumindest schließe ich das mal aus der Medaillenbilanz bei den letzten Olympischen Spielen.



Das kann man schon so sagen. Haben Sie aus dem Sport auch etwas für Ihr Business gelernt?

Dr. Steffen Neu: Auf jeden Fall. Diese Präzision und Genauigkeit bei den Bobwettkämpfen, wo es auf die Hundertstel- oder Tausendstelsekunde ankommt: an dieser Präzision können wir uns tatsächlich orientieren und sie auch auf andere Anwendungen übertragen. Im Hochleistungssport sind Genauigkeiten gefragt, die unsere normalen Anwender so nicht brauchen, aber aus dem Wissen, das wir in der Zusammenarbeit mit den Athleten gewonnen haben, können wir wertvolles Wissen für unsere tägliche Arbeit ableiten.

Wie sehen Sie die Partnerschaft mit dem BSD aus Kommunikationssicht?

Dirk Köpsel: Für uns ist es eine sehr authentische und bodenständige Partnerschaft, wo wir uns auf Augenhöhe miteinander begegnen und auch die Erfolge und das Sportliche mit in den Vertrieb transportieren können. Klingspor selbst ist in der Schleifmittelbranche unter den Top 5 der Welt. Unser Anspruch ist es, tolle Produkte zu produzieren und diese zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu bringen, damit sie dann im Einsatz ihre volle Leistungsfähigkeit abrufen – ähnlich, wie das auch bei euch im Sport ist. Da ist es natürlich eine ideale Kombination gerade mit den Titeln, die der BSD in den Sportarten Bob, Rodel und Skeleton, die wir ja alle drei unterstützen, jedes Jahr gewinnen kann. Bei den Top-Wettkämpfen auch Top-Leistungen zu erbringen – damit werben wir natürlich gerne.

Könnten Sie sich vorstellen, Ihr Sponsoring-Engagement weiter auszubauen?

Dirk Köpsel: Ich denke, dass wir uns auf einer sehr guten Plattform bewegen, und das auch ausbauen können. Wichtig ist, dass wir in den letzten Jahren immer enger zusammengewachsen sind und aus der engen Zusammenarbeit auch Freundschaften entstehen, wo wir vieles in kurzfristigem Austausch auch für uns verwenden können. Ich denke, dass wir mit unseren Kundengewinnspielen in diesem Jahr, wo wir die Gewinner als Gäste zum Weltcup an den Königssee gebracht haben, einen Schritt in Richtung mehr Sichtbarkeit gemacht haben. Zudem haben wir das Thema Sponsoring in zwei Ausgaben unserer Kundenzeitung groß rausgebracht und auf unserem Klingspor-Youtube-Channel ein Video veröffentlicht, in dem wir die Zusammenarbeit mit dem BSD und im Bereich Rodeln mit Georg Hackl zeigen, einem der erfolgreichsten Rennrodler weltweit, der ja als großer Tüftler bekannt ist. Diese Kommunikation werden wir in jedem Fall intensivieren.

BSD: BSD-Athleten kickten für guten Zweck

• Benefiz-Fußballspiel in Thüringen mit zahlreichen Wintersport-Olympioniken

Herpf/Oberhof (bsd/02.07.2018) Das Runde muss ins Eckige: Diese simple Fußball-Regel, welche die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in Russland mit ihrem frühzeitigen Ausscheiden schmerzlich vermissen ließ, befolgten die Teilnehmer des Benefiz-Fußballspiels vergangenen Samstag (30. Juni) im thüringischen Herpf mit leidenschaftlichem Ehrgeiz und jeder Menge Toren. Mit 6:2 setzten sich die Thüringer Wintersport-Olympioniken gegen den Gastgeber des Herpfer SV 07 durch.

Zahlreiche bekannte Sportasse nahmen an der Veranstaltung teil und unterstützten damit das gemeinnützige Hilfswerk „Freies Wort hilft – Miteinander – Füreinander“ – mit dabei waren unter anderem Rennrodler Johannes Ludwig, Bob-Anschieber Alexander Rödiger, der ehemalige Bob-Pilot Maximilian Arndt sowie Nachwuchsrennrodler Max Langenhan.


Ex-Rennrodler Andi Langenhan, der im Mai 2018 sein Karriereende verkündet hatte, sowie Bob-Pilotin Mariama Jamanka, Olympia-Goldmedaillengewinnerin im Frauenbob in PyeongChang, waren abseits des Fußballfeldes mit dabei, gaben fleißig Autogramme und feuerten ihre Sportkollegen an.

Auch die beiden Biathleten Erik Lesser und Marc-Pascal Kirchner, Langläuferin Victoria Carl sowie Eisschnellläufer Patrick Beckert nahmen an dem Benefizspiel teil und lockten zahlreiche interessierte Fans an, die ihre Sportlerinnen und Sportler einmal hautnah erleben konnten.

Organisiert wurde das Benefizspiel vom heimischen Fußballverein „Herpfer SV 07“. Seit mittlerweile 16 Jahren wird die Veranstaltung regelmäßig im Sommer nach den jeweiligen Olympischen Winterspielen ausgetragen.

In diesem Jahr trugen die Thüringer Olympioniken den Sieg davon: Mit einer eindrucksvollen Torbilanz von 6:2 gewannen die Wintersportler gegen den Gastgeber des Herpfer SV 07 und entschieden den Kick am Ende deutlich für sich. Für eines der sechs Tore sorgte Johannes Ludwig, der in PyeongChang Bronze (Einzel) und Gold (Team) im Rennrodeln gewonnen hatte, und auch in Fußballschuhen topfit ist. Torschütze des Tages war eindeutig Biathlet Erik Lesser, der drei Tore für seine Mannschaft verbuchen konnte.
 
Ca. € 11.500,00 kamen bei dem Benefizspiel zusammen, davon wurden € 7.000,00 von Sponsoren gespendet. Der Rest wurde durch die Spieleinnahmen sowie durch die Versteigerung der Trikots eingenommen – diese wurden teilweise für über € 300,00 versteigert.



Für Johannes Ludwig war die Veranstaltung ein voller Erfolg: „Fußballspielen gehört bei uns im Training mit dazu, ca. zweimal die Woche kicken wir in der Halle und nutzen es vor allem zum Aufwärmen. Ob man allerdings in der Halle in der eigenen Trainingsgruppe spielt oder draußen auf dem Feld, wenn Zuschauer mit dabei sind, das sind dann doch zwei Paar Schuhe – vor Zuschauern versucht man dann eher mal, den Ball etwas schöner zu spielen. Das Benefizspiel war eine tolle Sache, es hat sehr viel Spaß gemacht und viel Geld für den guten Zweck eingebracht – das ist die Hauptsache. Meine Familie war auch mit dabei und hat mich angefeuert.

Nach der sehr langen und anstrengenden Olympia-Saison bin ich im Mai wieder in mein Training eingestiegen, nachdem ich nach den Spielen zunächst sehr viele PR-Termine wahrgenommen habe. Jetzt steht dann aber erst einmal Urlaub mit meiner Familie an.“

BSD: Ivo Ferriani als IBSF-Präsident bestätigt

• BSD-Präsident Andreas Trautvetter weiter im Exekutiv-Komitee vertreten

 

Berchtesgaden/Rom (bsd/28.06.2018) Mit großer Mehrheit ist Ivo Ferriani als Präsident des Internationalen Bob & Skeleton Verbands (IBSF) bestätigt worden. Beim Kongress des Weltverbandes, der am 27. Juni in Rom (ITA) stattfand, wählten die Delegierten der Nationalverbände den Italiener mit 38 von 42 abgegebenen Stimmen in seine dritte Amtszeit. Auf seinen Gegenkandidaten, den Schweizer Fritz Burkard, Mitglied des Para-Sport-Komitee der IBSF und Vize-Präsident des St. Moritz Bobsleigh Club, entfielen fünf Stimmen.

Thomas Schwab, BSD-Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor, und Bob-Cheftrainer René Spies waren zwei der rund 150 Teilnehmer, die den Kongress vor Ort begleiteten, der in diesem Jahr ganz im Zeichen von Neuwahlen stand. Mit seiner Wiederwahl als Vizepräsident für Verbands- und Finanzfragen wurde BSD-Präsident Andreas Trautvetter ebenso in seinem Amt bestätigt wie Darrin Steel (USA), Vizepräsident für Sport, und David Tomatis (MON), Vizepräsident für Marketing und Veranstaltungen. Stefaan Freeling (BEL), Vizepräsident für Internationale Angelegen, Przemyslaw Piesiewicz (POL), Vizepräsident für Kommunikation, und Martins Dembergs (LAT), Vizepräsident für Rechtsfragen, wurden neu ins Exekutiv-Komitee gewählt.

„Die Stimmung beim diesjährigen Kongress war aus meiner Sicht sehr gut. Mit 38 zu fünf Stimmen hat Präsident Ivo Ferriani ein eindeutiges Votum seitens des Kongresses erhalten. Mit drei neu gewählten Mitgliedern wird die nächsten vier Jahre ein erneuertes Gremium an der Spitze des IBSF arbeiten. Der BSD wünscht der neuen Exekutive für die nächste Amtszeit viel Erfolg“, erklärt BSD-Vorstandsvorsitzender Thomas Schwab.

Neben den obligatorischen Wahlen wurden diverse Themen diskutiert. So hat der Vizepräsident für Sport, Darren Steele folgende Regeländerungen vorgetragen: Die neuen Gesamtgewichte im Skeleton sollen künftig 102kg für die Damen und 120kg für die Herren betragen. Beim Frauenbob soll der Schlitten künftig maximal 170kg wiegen, das Gesamtgewicht wird auf 330kg festgelegt. Die finalen Bestätigungen dieser neuen Regeln seitens der neuen IBSF Exekutive stehen noch aus.

Ein großes Thema im Kongress war die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern im Bobsport. Speziell wurde hier über die Einführung des Frauen-4ers bzw. alternativ über die Einführung der Disziplin Monobob diskutiert. Mit der neuen Disziplin könnte man zumindest die Gleichstellung der Anzahl der Medaillenmöglichkeiten bei Männern und Frauen gewährleisten. Die neue Exekutive wird hierzu in den nächsten Wochen eine Entscheidung treffen und diese anschließend an das IOC herantragen.  

Zudem wird in der Technischen Kommission über die Einführung eines Standardrahmens für den Bobsport diskutiert. Ziel soll es sein, die Herstellungskosten der Sportgeräte zu minimieren. Das Thema muss aber noch genauer ausgearbeitet werden, um dem Kongress mehr Details vorstellen zu können.

 

 

FIL-Rennrodel-WM zu Gast bei den Gerry Weber Open

• KUFI und 360-Grad-Abfahrt begeistern die Besucher
• Wichtige Erfahrungen und Anregungen gewonnen

Halle/Winterberg. (ske) Die Promotion-Tour für die 48. FIL-Rennrodel-WM 2019 in der VELTINS-EisArena nimmt an Fahrt auf. Eine Winterberger Delegation war jetzt zu Gast bei den Gerry Weber Open, dem renommierten Tennisturnier in Halle/Westfalen und präsentierte das Großereignis (25. - 27. Januar 2019) beim GERMAN SPORTS DAY auf dem Messestand in Zusammenarbeit mit SPORTLAND NRW und TOURISMUS NRW.

„Neben der Präsentation haben wir wichtige Erfahrungen und Anregungen für unser Rahmenprogramm bei einer anderen großen Sportveranstaltung gewonnen“, erklärt Michelle Tesche, Mitarbeiterin der Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH (ESZW) und zuständig für das Veranstaltungsprogramm bei der WM. „Es war insgesamt ein sehr gelungener und erfolgreicher Promotion-Auftritt.“

Für Begeisterung der Besucher sorgte Winterbergs WM-Maskottchen KUFI, das erste Versuche im Golf und Tennis unternahm und dabei eine gute Figur machte. Auch die Möglichkeit, mit einer Virtual-Reality-Brille in einem 360-Grad-Video den Eiskanal aus der Perspektive der Sportler „hautnah“ zu erleben, stieß in Halle auf große Resonanz.

Die Winterberger Delegation absolvierte zwei Auftritte auf der Hauptbühne. Rennrodler Robin Geueke (BSC Winterberg) und Ex-Handballnationalspieler Florian Kehrmann, Weltmeister 2007 und dreimaliger Handballer des Jahres, gewährten den Besuchern in einer ansprechenden Talkrunde weitgehende Einblicke in ihre Sportarten. Themen waren unter anderem die beiden „Weltmeisterschaften vor der Haustür“. Fast parallel zur Rennrodel-WM tritt die deutsche Mannschaft bei der 26. Handball-WM in Deutschland und Dänemark an. „Wir waren uns einig, dass die deutschen Rennrodlerinnen und Rodler starke Anwärter auf Medaillen sind und dass sich auch die Handballer gute Chancen auf Edelmetall ausrechnen können“, sagt Geueke, der 2017 mit David Gamm im Doppelsitzer WM-Bronze in Igls gewonnen hat. „Es war für mich eine große Freude, mich mit einem langjährigen Weltklassemann im Handball austauschen zu können.“

Auch eine weitere Talkrunde bereitete dem Rodler großes Vergnügen. Geueke und Betriebsleiter Stefan Knipschild nahmen die VELTINS-EisArena buchstäblich unter die Lupe. Knipschild erläuterte unter anderem wie das Eis aufbereitet, die Bahn gewartet und das Eis in einen „WM-reifen Zustand“ gebracht wird. Am 17. Oktober soll das erste Eis stehen. Geueke ließ es sich zudem nicht nehmen, den Besuchern den mitgebrachten Rennschlitten zu erklären und ein wenig über die Geheimnisse der „Tüftelei“ zu sprechen. Außerdem musste Geueke beim Torwandschießen ran. Dabei wurden 4 x 2 Freikarten für die Heim-WM verlost. Bei aller Arbeit ließ es sich die Winterberger Delegation nicht nehmen, Tennis hautnah auf dem Rasen zu erleben. „Einen Roger Federer sieht man ja nicht jeden Tag“, betont Stefan Knipschild.

Josef Fendt startet siebte Amtszeit als FIL-Präsident

• BSD Antrag auf Erweiterung der FIL Exekutive um VP für Marketing einstimmig angenommen
• FIL Kongress 2020 zu Gast in Berchtesgaden

Berchtesgaden (bsd/18.06.2018) Beim 66. Weltkongress der FIL, der am vergangenen Wochenende in Bratislava stattfand, ist Josef Fendt einstimmig in seinem Amt als Präsident des Internationalen Rennrodelverbandes (FIL) bestätigt worden. Der 70jährige Berchtesgadener startet damit in seine siebte Amtszeit und ist der dienstälteste Präsident eines olympischen Wintersportverbandes.

Thomas Schwab, BSD-Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor, und Rennrodel-Cheftrainer Norbert Loch begleiteten für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. den Kongress vor Ort, der in diesem Jahr ganz im Zeichen von Neuwahlen stand. Der Lette Einars Fogelis wurde zum Generalsekretär für den scheidenden Svein Romstad (USA) gewählt. Rekord-Weltmeister Armin Zöggeler (ITA) wurde zum neuen Vizepräsidenten Technik gewählt. Harald Steyrer (AUT), Vizepräsident Finanzen, Claire DelNegro (USA), Vizepräsidentin Sport, und Peter Knauseder (AUT), Vizepräsident Naturbahn, wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neben der Präsidentin des russischen Nationalverbandes, Natalia Gart, wurde Dwight Bell aus den USA neu in die Exekutive gewählt. Als regionaler Vizepräsident Asien wurde der Koreaner Jieun Park gewählt, Geoff Balme (NZL) fungiert ab sofort als neu gewählter regionaler Vizepräsident Ozeanien.

„Der emotionalste Moment des Kongresses war mit Abstand die Abschiedsrede des scheidenden Generalsekretärs Svein Romstad“, berichtet BSD-Vorstandsvorsitzender Thomas Schwab. „Der US-Amerikaner hat uns in seiner emotionalen Rede noch einmal durch die Meilensteine seiner 24 Jahre dauernde Amtszeit als Generalsekretär geführt und wurde zu Recht mit stehenden Ovationen von den Kongressteilnehmern gefeiert. Als BSD freuen wir uns natürlich besonders über die einstimmige Wiederwahl unseres Präsidenten Josef Fendt und darüber, dass unser deutscher Antrag zur Erweiterung der FIL Exekutive um eine/n Vizepräsidenten für Marketing einstimmt angenommen wurde. Die Wahl für die Besetzung der neu geschaffenen Position wird beim Kongress 2019 stattfinden.“

Neben der Erweiterung der Exekutive wurden noch folgende Neuerungen auf dem Kongress beschlossen: Das Startfeld der Damen wird im Weltcup von 24 auf 28 Starterinnen erweitert. Die Disziplin Damen Doppelsitzer wird neu in das Programm des Jugend A Weltcups  aufgenommen. Außerdem werden die Werberichtlinien um eine weitere Werbefläche von 10 auf 11 für die Verbände erweitert. Zudem wird die Gesamtfläche von 450 cm2 auf 600 cm2 erhöht.

Erfreut zeigt sich Thomas Schwab darüber, dass Norbert Loch (Sport Kommission), Georg Hackl (Technik Kommission) und Thomas Niemetz (Naturbahn Kommission) wiedergewählt und ihre Arbeit in den Fachkommissionen fortsetzen werden. Mit Hans Jürgen Köhne (Kommission Entwicklung / Jugend), Dr. Christian Krähe (Vorsitzender Rechtsausschuss) und Norbert Hiedl (FIL Ethik Beauftragter) sind weitere Deutsche in wichtigen Gremien der FIL vertreten. Der FIL Kongress 2020 wird übrigens in Berchtesgaden stattfinden.


BOBTEAM FRIEDRICH TESTET E-BIKES IN DER PFALZ

• Sportliche Ausfahrt mit E-Bike Modellen von FISCHER – die fahrradmarke
• MTB-Profi Carsten Bresser führt Olympioniken sicher über die Trails

Berchtesgaden (bsd/13.06.2018). Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich und sein Team setzen im Sommertraining ab sofort auch auf E-Bikes. Bei der offiziellen Vertragsunterzeichnung mit dem neuen Premiumpartner NIGRIN ließ es sich Geschäftsführer Jürgen Herrmann nicht nehmen, die Athleten mit einer zweiten Marke der MTS Gruppe bekannt zu machen. Er lud nach dem Pressegespräch am vergangenen Samstag zu einer gemeinsamen Test-Ausfahrt mit den aktuellen E-Bike Modellen von FISCHER – die fahrradmarke ein.

Das anfängliche Sprücheklopfen, man sei doch viel zu jung und sportlich zu fit für elektronische Unterstützung, wurde ziemlich schnell von leuchtenden Augen und begeisterten Kommentaren abgelöst. Auf der knapp dreistündigen Tour wurden die Athleten und BSD Vorstand Alexander Resch nicht nur von FISCHER-Coaches begleitet, sondern auch von Carsten Bresser, dem ehemaligen Mountainbike-Profi, der für die deutsche MTB-Nationalmannschaft u. a. bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney 2000 und Athen 2004 am Start war. Er kennt in der Gegend rund um das pfälzische Rhodt jeden Wurzelstock und half den E-MTB-Bikern mit fachlichen Tipps und Motivation auch über schwierige Passagen der abwechslungsreichen Trails.

Mit auf Tour waren auch die österreichischen Bobpiloten Christina Hengster und Benjamin Maier. Beide werden mit dem österreichischen Nationalteam bereits seit 2016 von NIGRIN unterstützt. Eines war nach der Ausfahrt sicher: Die E-Bikes werden Francesco Friedrich und seine Teamkollegen Jannis Bäcker, Thorsten Margis, Martin Grothkopp und Florian Kunze künftig auch für längere Trainingsfahrten nutzen, denn der zuschaltbare Motor hat sich vor allem in den steilen Passagen als durchaus hilfreiche Unterstützung erwiesen, wenn man nicht ganz die drahtige Figur eines MTB-Profis besitzt. Die abschließende, lautstarke Diskussion darüber, wer noch wie viel Akku übrig hatte, hat am Ende gezeigt, dass es bei unseren Athleten auch in der Freizeit nicht ganz ohne sportlichen Vergleich geht.