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RENNRODELN: 1. VIESSMANN WELTCUP IN INNSBRUCK-IGLS (AUT) / VORSCHAU

• Rennrodler starten in Innsbruck-Igls in den WM-Winter
• Geisenberger, Loch und Eggert/Benecken gehen als Titelverteidiger des Viessmann-Gesamtweltcups an den Start

Berchtesgaden (bsd/22.11.2018) An diesem Wochenende (24. – 25. November 2018) starten die Rennrodler im Olympia-Eiskanal in Innsbruck-Igls (AUT) in den 41. Viessmann Rennrodel-Weltcup. Zugleich geht es für alle Athletinnen und Athleten im BMW Sprint-Weltcup in die fünfte Wettkampfsaison. Insgesamt 23 Nationen haben für den ersten Weltcup der Saison gemeldet, darunter das deutsche Team um Natalie Geisenberger, Felix Loch und Toni Eggert/Sascha Benecken, die jeweils als Titelverteidiger des Viessmann-Gesamtweltcups an den Start gehen.

Bereits zum 15. Mal wird der Weltcup-Auftakt in Innsbruck-Igls ausgetragen. Insgesamt stehen in der Saison neun Weltcupstationen auf dem Programm, darunter die Weltcups am Königssee (5./6. Januar 2019), in Altenberg (2./3. Februar 2019) und in Oberhof (9./10. Februar 2019). Der Saisonhöhepunkt, die 48. FIL Weltmeisterschaften, finden vom 25. bis 27. Januar 2019 in Winterberg statt.

Am Freitag, 23. November, wird ab 9:30 Uhr mit dem Nationencup die Weltcup-Qualifikation ausgetragen. Die jeweils zwölf schnellsten Damen und Doppelsitzer sowie die 15 schnellsten Herren der vergangenen Saison sind bereits für den Weltcupauftakt nominiert. Sie fahren am Freitag ab 14.30 Uhr das Training der Gesetzten-Gruppe.

 

BSD-Nominierungen:

Damen
Natalie Geisenberger (SV Miesbach)
Tatjana Hüfner (RC Blankenburg)
Dajana Eitberger (RC Ilmenau)
Julia Taubitz (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)

Herren
Felix Loch (RC Berchtesgaden)
Johannes Ludwig (BRC Oberhof)
Chris Eißler (ESV Lok Zwickau)
Sebastian Bley (RT Suhl)
Max Langenhan (BRC 05 Friedrichroda)

Doppelsitzer
Toni Eggert / Sascha Benecken (BRC Ilsenburg/RT Suhl)
Tobias Wendl / Tobias Arlt (RC Berchtesgaden/WSV Königssee)
Robin Geueke / David Gamm (BSC Winterberg)

Nationencup
Jessica Tiebel (RRC Altenberg)
Christian Paffe (BRC Hallenberg)
Florian Löffler/Florian Berkes (RRV Sonneberg-Schalkau / RT Suhl)

Aktuelle Informationen und Statements:

Norbert Loch, Chef-Bundestrainer: „Unsere Saisonvorbereitung ist ausgesprochen positiv verlaufen. Wir haben unseren Plan mit den beiden Selektionsrennen und Vorbereitungslehrgängen in Oberhof und Königssee sehr gut absolvieren können. Im Anschluss daran waren wir in unseren beiden Übersee-Trainingslagern, die wir in hervorragender Qualität absolvieren konnten. Man konnte dort schon sehen, wie gut die Mannschaft sich vorbereitet hat und auf welchem Stand sie ist. Besonders die beiden Übersee-Lehrgänge sind hervorzuheben, weil wir in Whistler von den höheren Starthöhen fahren durften und konnten. Die Herren sind vom Bobstart gefahren und die Damen und Doppelsitzer vom eigentlichen Herrenstart, was alle bravourös gemeistert haben. Zuletzt haben wir in Winterberg unter hervorragenden Bedingungen trainiert. Die Mannschaft ist auf einem sehr guten Stand, wir sehen sehr gute Fahrlagen, wir haben sehr gute Startleistungen und können jetzt in den Weltcup starten.

In der Vorbereitung überrascht haben mich vor allem zwei Herren, hier vor allem unser ganz junger Athleten Max Langenhan. Er hat sich sehr gut ins Team eingefunden. Ich habe ihn bewusste ins A-Team aufgenommen, weil er in den Jahren schon vorher sehr gute Leistungen gezeigt hat, und ich ihn schon länger beobachtet habe. Er hatte gleich zu Beginn in Oberhof einen guten Start, hat sich in Übersee sehr gut präsentiert und auch bei der Deutschen Meisterschaft in Winterberg. Er hat mich wirklich angenehm überrascht und ist auch vom Typ her ein Sportler, der sehr gut ins Mannschaftsgefüge passt. Als zweites herauszustellen ist Chris Eißler, der sich endlich richtig ins Weltcupteam fahren wollte und mit Platz zwei bei der Deutschen Meisterschaft seine Ambitionen untermauert hat. Chris wird mit seinen sehr guten Startleistungen ein starker Teil im Herrenteam sein.“

Natalie Geisenberger: „Ich weiß, dass ich gut drauf bin, aber ich weiß aber auch, dass ich im Sommer lange verletzt war. Das merke ich jetzt auch, insofern kann ich aktuell nicht sagen, wo ich wirklich stehe. Für das, was im Sommer war, stimmt die Form, aber in Innsbruck sind die Zeitabstände immer sehr eng. Ich bin gut drauf, aber einige andere sind das auch.“

Felix Loch: „Ich finde es wird Zeit, dass der Weltcup losgeht, damit wir sehen, wo wir international stehen. Ich starte in Innsbruck immer sehr gerne und freue mich darauf. Spätestens im Abschlusstraining sieht man schon, wie es ausschaut, und nach dem Rennen wissen wir, wo wir stehen und können entscheiden, in welche Richtung es die nächsten Wochen geht.“

Toni Eggert: „Ich freue mich sehr, dass ich es nach meiner Verletzung rechtzeitig geschafft habe, fit für den Weltcup-Auftakt zu werden. Wenn wir in Igls an den Start gehen, wollen wir natürlich auch gewinnen. Natürlich fehlen uns jetzt vier Wochen Vorbereitung, und wir müssen jetzt erstmal sehen, wo wir im Vergleich zu den anderen stehen, aber wir geben in jedem Fall unser Bestes.“

Robin Geueke: „Wir hoffen, dass wir die Wettkampfstabilität aus der Selektion mit in die Weltcups nehmen können. Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung und das Glück, auf vielen Bahnen bei sehr gute Bedingungen zu trainieren und zu fahren, zuletzt zuhause bei den Deutschen Meisterschaften in Winterberg. Diesen Flow wollen wir mitnehmen und dann einfach mal schauen, was die anderen so drauflegen können. Wir wünschen uns zwei gute Rennläufe, und dann sehen wir, was am Ende rauskommt.“

Zeitplan & TV-Übertragungen: 

Freitag, 23. November 2018
09:30 Uhr Nationencup
14:30 Uhr Training Gesetzten-Gruppe

Samstag, 24. November 2018
09:50 Uhr Viessmann Weltcup Damen, 1. Lauf
11:15 Uhr Viessmann Weltcup Damen, 2. Lauf
12:40 Uhr Viessmann Weltcup Doppelsitzer, 1. Lauf
14:00 Uhr Viessmann Weltcup Doppelsitzer, 2. Lauf

ZDF: 12:20 Uhr Höhepunkte, Damen; 14:10 Uhr LIVE / Höhepunkte, Doppelsitzer
Eurosport 2: 12:00 Uhr LIVE, Damen; 17:00 Uhr zeitversetzt, Doppelsitzer

Sonntag, 25. November 2018
10:15 Uhr Viessmann Weltcup Herren, 1. Lauf
11:50 Uhr Viessmann Weltcup Herren, 2. Lauf
13:30 Uhr BMW Sprint-Weltcup, Damen
14:05 Uhr BMW Sprint-Weltcup, Doppelsitzer
14:50 Uhr BMW Sprint-Weltcup, Herren

ZDF: 12:20 Uhr LIVE / Höhepunkte, Herren
Eurosport 2: 10:15 Uhr LIVE, Herren; 11:30 Uhr LIVE, Herren; 13:30 Uhr LIVE, Sprint Damen, Doppelsitzer, Herren

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Alle Entscheidungen sind auch über FIL TV live im Livestreaming zu sehen: https://video.fil-luge.org/index.html

Bilder: GASPA

RENNRODELN: RALF PALIK BEENDET SEINE KARRIERE

• Rennrodler Ralf Palik gibt Karriereende bekannt
• Vorfreude auf erste entspannte Adventszeit seit 15 Jahren

Berchtesgaden (bsd/21.11.2018). Rennrodler Ralf Palik vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal hat nach 16 Jahren Leistungssport seine sportliche Karriere beendet und wird nicht mehr für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. starten. Das gab der 28-Jährige heute offiziell bekannt. Palik hatte sich mit Platz sechs bei den Deutschen Meisterschaften vom vergangenen Wochenende nicht für das Weltcup-Team von Bundestrainer Norbert Loch qualifiziert.

„Der Hauptgrund war nicht nur die Platzierung bei der Deutschen Meisterschaft, sondern die gesamten Qualifizierungsrennen“, erklärt Ralf Palik. „Ich habe mit dem Wechsel nach Oberhof noch mal versucht, anzugreifen, wollte die Dinge, die bei der verpatzten Olympia-Qualifikation schiefgegangen waren, verändern. Mit einem neuen Trainer, Mechaniker und einem neuen Lebensumfeld bin ich ein Wagnis eingegangen. Ich glaube, dass es eine sehr gute Entscheidung war, aber sie hat sich letztendlich für mich persönlich nicht ausgezahlt. Ich konnte mich athletisch leider nicht weiterentwickeln und mein Manko, die Startleistung, nicht verbessern. Jetzt habe ich gesehen, dass ich mit meiner Leistung nicht mehr vorne mitfahren kann. Im Gegenteil, ich habe es nicht geschafft, mich gegen drei jüngere Fahrer durchzusetzen, und da muss ich dann einfach respektvoll anerkennen, dass sowohl die älteren als auch jüngeren Rennrodler besser sind als ich. Ich habe jetzt für mich persönlich die Entscheidung getroffen, meine Karriere zu beenden. Ich habe keine sportliche Perspektive mehr gesehen und widme mich jetzt meinem Plan B, einer hoffentlich erfolgreichen Psychologie-Karriere.“

Während seiner sportlichen Laufbahn konnte der 28-jährige Erfurter zahlreiche Erfolge einfahren: Seinen größten Erfolg sicherte sich Palik bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften 2016 am Königssee, als er die Silbermedaille gewann. Beim Sprint-Rennen, das am Königssee das erste Mal im WM-Format durchgeführt worden war und einen Tag vorher stattfand, holte er sich noch die Bronzemedaille. Bei den Europameisterschaften gewann der Sportsoldat einen kompletten Medaillensatz: Bei der EM 2017 am Königssee sicherte sich Ralf Palik eine Gold- und eine Silbermedaille (Team + Einzel). 2016 gewann er in Altenberg noch Bronze. Neben seiner Ausbildung als Sportsoldat der Bundeswehr-Sportfördergruppe in Frankenberg (Sachsen) studiert er Psychologie. Seit der Saison 2011/2012 war Ralf Palik im Weltcup mit dabei. Mit dem zweiten Platz auf der Bahn in Winterberg gelang ihm am 21. Januar 2012 erstmals eine Podiumsplatzierung.

„Ich werde Ralf als fairen Sportsmann im Team der deutschen Mannschaft vermissen. Es ist schade, aber er konnte seine guten Leistungen, wir denken an den Vize-Weltmeistertitel von 2016, leider nicht weiterentwickeln. Seine Entscheidung ist so zu respektieren. Ich wünsche ihm für seine berufliche Zukunft viel Erfolg und alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg“, kommentiert Cheftrainer Norbert Loch den Abschied von Ralf Palik.

Ralf Palik möchte sich jetzt voll und ganz auf sein Psychologiestudium konzentrieren, das er im Sommer beenden möchte, um im nächsten Winter mit dem Master-Studiengang zu beginnen. Zudem freut er sich auf eine entspannte Vorweihnachtszeit. „Als Sportler ist man ja sehr oft sehr weit weg von der Familie, und ich freue ich sehr darauf, erstmals seit 15 Jahren wieder eine richtige Adventszeit zu erleben und mit meiner Frau zuhause zu verbringen. Ich werde den Rodel Weltcup natürlich im Fernsehen verfolgen und die Daumen drücken“, beschreibt er seine unmittelbaren Pläne.

Eine berufliche Zukunft im Sport schließt er nicht aus. „Ich würde später sehr gerne meine beruflichen Kompetenzen dem BSD oder dem Thüringer und Sächsischen Bob- und Schlittenverband, denen ich sehr verbunden bin, zur Verfügung stellen. Ich weiß, was ich dem Sport zu verdanken habe, und dass es eine sehr schöne Zeit war, für die ich sehr dankbar bin. Wir haben gemeinsam Erfolge gefeiert, aber auch Niederlagen durchgestanden, aber für mich ist jetzt der Zeitpunkt für den Abschied gekommen.“

Bilder: Sportpresse Reker, Klaus Listl

GRÜNES LICHT FÜR TONI EGGERT FÜR WELTCUP-AUFTAKT IN IGSL/INNSBRUCK

Berchtesgaden (bsd/20.11.2018). Toni Eggert und Sascha Benecken, Olympia-Bronzemedaillengewinner im Herren Doppelsitzer von PyeongChang, werden beim FIL Viessmann Weltcup an diesem Wochenende an den Start gehen. Nach einem finalen Medizincheck heute Nachmittag in Berchtesgaden hat Cheftrainer Norbert Loch in Absprache mit Mannschaftsarzt Dr. med. Lutz Kistenmacher „grünes Licht“ für den Start erteilt.

Toni Eggert hatte sich bei einer Trainingsfahrt einen Wadenbeinbruch im rechten Unterschenkel zugezogen und wurde in den letzten fünf Wochen in der Rehaklinik in Donaustauf wieder fit gemacht. Eggert/Benecken gehen als Titelverteidiger des Gesamtweltcups in die WM-Saison.

Bild: Sportpresse Reker

50 Jahre Kunsteisbahn Königssee: Eine Sandgrube stellte die Weiche

• Zwei Geburtstage am Königssee
• Einige Zufälle halfen mit
• Sepp Lenz erinnert sich
• Eine Bahn-Chronik: Teil 1

Königssee. In die Grundschule Königssee ging‘s im Winter mit den zwei Alpinbrettern oder dem Schlitten. Schnee lag früher meist genug. Josef Lenz – niemand nennt ihn so, er ist schon immer der Sepp – war „vorbelastet“, mit einem mehrfachen Bayerischen Meister als Papa, dem Lorenz. Und doch war der kleine Sepp zunächst erst einmal ein richtig guter Skifahrer, so dass sich eine Sportkarriere „auf der Piste“ abzeichnete. Erst recht als Sieger der „Berchtsgoner Landesschülermeisterschaft 1949“ – wenn der Sepp das langsam und betont ausspricht, klingt es wie aus einem bedächtig-romantischen Geschichtsbuch. Mit 19 erzielte er bei der „Goldenen Gondel“ am Obersalzberg unter 360 Teilnehmern die absolute Tagesbestzeit. Erst zwei Jahre später, 1956, gab‘s die ersten richtigen Ski mit Belag. Auf einem Hang am Berchtesgadener Krankenhaus wurden sie sofort getestet. „Meistens am Abend, tagsüber hatten wir selbst als Jugendliche kaum Zeit dafür“, erinnert sich Sepp Lenz.

Einmal zu Fuß rauf, gleich hinterm Elternhaus auf den Jenner, und mit den Skiern wieder runter, im Tiefschnee – „schon war der Sonntag rum“, lacht der Senior. An richtige Pisten war damals freilich noch nicht zu denken, darum sah Sepp Lenz das letztlich weichenstellende Malheur nicht kommen: Als er einmal in Vorderbrand, nur ein paar Meter von daheim entfernt, bei einer der unzähligen rasanten Abfahrten vom Kleinen Jenner in eine Sandgrube rauschte, sich „blöd das Knie verdrehte“ und erstmal liegenblieb, war rasch klar: Der 1935 im Elternhaus geborene Bub wird Rodler, endgültig – ein richtig guter: Europameister 1962, der sportliche Höhepunkt zweifellos. Und: Wer weiß, ob heute Bob-Piloten, Rodler und Skeletoni in einer Betonröhre am Königssee zu Tal rasen würden, wäre Sepp Lenz eines schönen Wintertages nicht in dieses Loch gefallen...

Noch erfolgreicher gestaltete sich seine Trainer-Laufbahn im Anschluss. Ab 1966 beim damaligen Deutschen Bob- und Schlitten-Sportverband (DBSV), nachdem ihm eine erneute Verletzung zum Aufhören zwang. Das Drama ereignete sich bei den Olympischen Spielen 1964 in Innsbruck, gleich im ersten Trainingslauf. Der linke Arm lag in Trümmern, eineinhalb Jahre konnte und durfte sich Sepp Lenz auf keinen Schlitten setzen. „Das war‘s dann“, sagt er im Gespräch mit dem „Berchtesgadener Anzeiger“. Der zweite „Lebensabschnitt“ als Coach der besten deutschen Rodler begann... Die unbeschreibliche Karriere eines Schorsch Hackl ist bis heute untrennbar mit Trainer Sepp Lenz verbunden. Der damalige DBSV-Präsident Klaus Kotter, 2010 verstorben, lobte Lenz einst als „fleißigsten Bundestrainer“ und „Mann der leisen Worte“.

Ein Tag ohne Besuch an der Bahn ist nicht komplett

Wir haben den heute 83-Jährigen jedoch nicht getroffen, um über seine eigene sportliche Laufbahn zu sprechen, sondern im Rahmen einer Chronik über die Anfänge der Königsseer Bahn, die in der nun langsam wieder beginnenden Saison zwei Jubiläen feiert: 60 Jahre Kunstbahn, 50 Kunsteisbahn (den Unterschied erläutern wir im zweiten Teil unserer Chronik). Sepp Lenz war von der ersten Idee an nicht nur mit dabei, sondern maßgebend beteiligt. Und bis heute ist ein Tag für ihn nicht komplett, hat er nicht wenigstens kurz an ihr vorbeigeschaut, an „seiner“ Bahn, die dem Landkreis Berchtesgadener Land gehört. So oft es geht, macht er sich von seinem Elternhaus, das der Vater 1927 mit 700 Goldmark oberhalb der Schönau erbaute, auf den Weg. Vier Kilometer sind‘s knapp über eine meist enge und steile Straße runter an den Königssee. Sepp Lenz fährt noch mit dem Auto, solange es geht, sagt er, kann er hier oben gut mit seiner Frau, die ebenfalls bereits 83 Jahre alt ist, leben.

Wenn der Sepp dann an der Bahn ist, ist es viel mehr als ein „Vorbeischauen“, weil er nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite steht. Er sieht immer noch ganz genau sieht, wo es hakt und klemmt. Dabei kommen ihm so viele Ideen in den Kopf, wie es besser funktionieren könnte – mit dem Kunsteis. Er hat von der Stunde Null an „Hand angelegt“, im wahrsten Sinn des Wortes. Sepp Lenz hat mit seinen beiden Händen angepackt, gegraben, aufgeschüttet, begradigt, gemauert, geeist, geformt, gehobelt und geschliffen. Die Kunstbahn und später die erste Kunsteisbahn der Welt war, ist und bleibt „sein Baby“. Im „echten“ Leben hat er drei Töchter, sechs Enkel und seit diesem Jahr einen Urenkel – „eine wunderbare Sache“, freut er sich, das sei etwas so Schönes.

Los ging alles nach 1945: Eine Rodelgruppe von Vorderbrand, die es bereits zwischen den beiden Weltkriegen gab, ist laut Sepp Lenz „scho lang a bisserl umananda gfahr‘n“. 1935 wurden Thekla Rasp und Lorenz Lenz mit bereits richtigen Rennschlitten Bayerische Meister auf der Garmischer Bobbahn, einem künstlich erbauten Konstrukt aus Natureis. Die heimischen Rodler aus dem Berchtesgadener Raum fuhren, ja trainierten, damals noch auf den Wegen von Loipl, Obersalzberg und Vorderbrand – freilich nicht auf Eis, sondern auf Schnee. Auch darauf gab es bereits Rennen mit ganz normalen Holzschlitten. „Rasch entwickelten sich aber zwei Klassen“, erinnert sich Sepp Lenz. Jene, die mit Rennschlitten schon etwas professioneller unterwegs waren, und jene für ganz normale Rodler „mit den Berchtsgoner Bockschlitten“, lacht er.

Bald traten allerdings erste „Probleme“ auf: „Es dauerte nicht lange, bis fast alle Familien – selbst die, die oben am Berg wohnten – ein Auto hatten. Die fuhren natürlich auf den Wegen, auf denen wir gerodelt sind“, erzählt der Sepp. „Das war schon ein bisserl gefährlich“. Die Autos machten die Rodelbahn jedoch nicht kaputt, eher ein Landwirt, der „mit seine Roß Holz abtransportiert hat“.

20.000 Mark wie aus dem Nichts

1959 fand die Deutsche Rodelmeisterschaft in Triberg im Schwarzwald statt. Hans Plenk vom RC Berchtesgaden holte sich den Titel im Einsitzer und zusammen mit Sepp Lenz auf dem Doppelsitzer-Schlitten. Die beiden Sportler wurden zusammen mit den Berchtesgadener Rodlern Gertraude und Nepomuk Beer im Rahmen eines Heimatabends in den Bahnhofsgaststätten empfangen und geehrt. Mit dabei: Der Landrat des damaligen Landkreises Berchtesgaden, Karl Theodor Jacob – verstorben 1980 in der Ramsau. Er war zugleich Vorsitzender des Fremdenverkehrsverbandes und interessierte sich sehr für die Belange der hiesigen Rodler. Denn die waren mittlerweile nicht nur im eigenen Land – beispielsweise im niedersächsischen Hahnenklee-Bockswiese – sondern bereits international auf Kunstbahnen in Imst in Tirol, in Rapperswil in der Schweiz, Grenoble in Frankreich oder im polnischen Krynica-Zdrój unterwegs. In Davos gab es sogar eine 3500 Meter lange Kunstbahn mit 36 ausgebauten Kurven bis zu zwei Metern Höhe.

1957 fand in Frankreich die Weltmeisterschaft statt, die Hans Schaller vom Schliersee gewann. Landrat Jacob erkundigte sich nun, beim Empfang in Berchtesgaden, wo den heimischen Rodlern der Schuh drücke. Sepp Lenz machte den Lokalpolitiker mit seinen Sportkameraden kurzerhand darauf aufmerksam, dass es auf den heimischen Wald- und Wiesen-Wegen immer schwieriger werde, zu rodeln. Die Sportler hatten hier bereits drei, vier künstliche Kurven eingebaut, der zunehmende Autoverkehr machte die Sache allerdings immer gefährlicher. Die Lage am Königssee schwebte Lorenz Lenz senior schon einige Zeit im Kopf für eine künstliche Bahn im Kopf umher. „Ja, wenn Ihr ein Grundstück habt, dann bauen wir halt so eine Bahn“, lautete die spontane Antwort des CSU-Mannes, der sogleich mit einem finanziellen Angebot um die Ecke kam: „20.000 Mark könnt Ihr dafür erstmal haben“. Sepp Lenz lacht heute, wenn er sich an dieses Gespräch erinnert: „Wir haben uns angeschaut und gefragt, was wir mit 20.000 Mark sollen?“

Das war keineswegs ein unmoralisches, eher ein sensationelles Angebot...

... Fortsetzung folgt.

Bericht: Hans-Joachim Bittner

Rodler Sepp Lenz, geboren 1935 in der Schönau, in den Anfangsjahren des Berchtesgadener Rodelns.
– Foto: Archiv Lenz/Repro Bittner

Sepp Lenz unterstützt den „Berchtesgadener Anzeiger“ bei der Erstellung einer Chronik zur Anfangszeit der Kunsteisbahn am Königssee – die Erinnerungen des 83-Jährigen besitzen unschätzbaren Wert.
– Foto: Bittner

Thüringer Wald wirbt mit Olympia-medaillengewinnern

• Regionalverbund Thüringer Wald startet mit international einzigartiger Standortvermarktung
• Erfolgreiche Olympiasportler werben für den Thüringer Wald und das Image Thüringens

Suhl/Innsbruck (sl/20.11.2018) Eine europaweit einzigartige Kampagne im touristischen Destinationsmarketing startet am kommenden Wochenende für das Mittelgebirge Thüringer Wald und den Rennsteig. Dabei ist es gelungen alle sieben Athletinnen und Athleten mit Olympiamedaillen der Winterspiele von PyeongChang 2018 als Markenbotschafter zu gewinnen und damit sowohl neue Zielgruppen in der Standortvermarktung zu erreichen, als auch eine mediale Reichweitensteigerung zu erzielen, die bisher unmöglich war.

„Erfolgreiche Wintersportlerinnen und Wintersportler und der Thüringer Wald gehören seit Jahrzehnten fest zusammen. Mit der vertraglichen Bindung der Medaillengewinner der olympischen Winterspiele 2018 in PyeongChang Mariama Jamanka (Damenbob GOLD), Johannes Ludwig (Rodeln Einzel BRONZE und Teamstaffel GOLD), Dajana Eitberger (Rodeln Einzel SILBER), Toni Eggert und Sascha Benecken (Rodeln Doppel BRONZE), Alexander Rödiger (Viererbob SILBER) und Erik Lesser (Biathlon Staffel BRONZE) ist diese Kampagne in der touristischen Vermarktung einzigartig und ein internationales Novum, das damit weit über die Grenzen des Freistaates hinaus wirken wird“, erklärte der Präsident des Regionalverbundes Andreas Trautvetter in Suhl.

Möglich wurde die Werbemaßnahme, in der Sportlerinnen und Sportler vom Olympiastützpunkt Oberhof aus den drei Wintersportarten Rodeln, Bobsport und Biathlon gebunden sind, weil der Freistaat Thüringen durch seinen Ministerpräsidenten und das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft eine Kampagnenvorschlag aus dem Thüringer Schlittensport aufgriff und diese inhaltlich und finanziell unterstützt.

Ziel dieser Idee ist es, die Synergie der Reichweite von Weltklasseathleten im touristischen Destinationsmarketing gewinnend zu nutzen und die Oberhofer Wintersportler als hervorragende Botschafter für den Thüringer Wald in das Tourismusmarketing der Mittelgebirgsregion einzubinden.

Mit dem Regionalverbund und seiner etablierten Marke „Thüringer Wald“ hat das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft einen Projektträger gefunden, der im ersten Schritt mit einem Logoplacement auf TV- und Social-Media-relevanten Werbeflächen auf der Wettkampfkleidung und den Sportgeräten der Athletinnen und Athleten präsent ist. So ziert zum Beispiel der Schriftzug <thueringer-wald.com> in den kommenden zwei Jahren den Gewehrschaftvon Weltklasse-Biathlet Erik Lesser. Ein echter Hingucker dürfte auch der Bob von Olympiasiegerin Mariama Jamanka sein, der gleich auf mehreren Flächen mit dem Logo versehen ist. Die Rodelweltmeister, Gesamtweltcupsieger und Bronzemedaillengewinner im Doppelsitzer Toni Eggert und Sascha Benecken haben genau wie die Olympiamedaillengewinner Dajana Eitberger, Johannes Ludwig und Bobanschieber Alexander Rödiger das Markenzeichen des Thüringer Waldes auf Flächen ihrer Rennanzüge.

„Allein wenn man die TV Zeiten unserer Champions vom Team Eggert/Benecken aus dem letzten Weltcupwinter sieht, wird schnell deutlich, welchen enormen Mehrwert wir damit für unsere Region generieren werden. In einer Zeit in der Soziale Medienplattformen die bisherigen Distributionskanäle für Werbebotschaften ergänzen, stellen die bereits bestehenden Reichweiten bei Facebook, Instagram und Twitter zum Beispiel von Silbermedaillengewinnerin Dajana Eitberger eine sinnvolle und zukunftsfähige Erweiterung dar. Dies gilt es nun sinnvoll auch für die Platzierung unserer neuen Produktmarken <Eventregion Oberhof> und <Aktivregion Rennsteig> im Thüringer Wald zu nutzen. Neben dem Logoplacement geht pünktlich zum Saisonstart beim Rodelweltcup in Innsbruck-Igls auch eine mehrsprachige Landingpage zum <Team Thüringer Wald> an den Start, die direkt über die Internetseite www.thueringer-wald.comzu erreichen ist und sowohl die Kampagne und die Urlaubsregion vorstellt, als auch alle wichtigen Informationen zu den Markenbotschaftern, deren Wettkämpfen und Erfolgen liefert“, erläutert die RVTW Geschäftsführerin Marietta Schlütter und ergänzt, dass dies nur der erste Schritt für einen weiteren Ausbau der Marketingstrategie sein kann. Dies wird derzeit mit dem Freistaat Thüringen als Fördermittelgeber abgestimmt.

Nicht nur im Hinblick auf die unmittelbar bevorstehenden Wintersportgroßereignisse, sondern auch vorausschauend auf die Durchführung der Biathlon-WM 2023 und die Bewerbung zur Austragung der Rennrodel-WM 2023 will der Regionalverbund mit seiner touristischen Kampagne (Sportlermarketing) ganzjährig neue Reiseanlässe für Touristen schaffen.
"Gleichwohl steht für uns damit die aktive Mitgestaltung bei der langfristigen Sicherung des WM- und Weltcup-Standortes Oberhof sowie die Förderung internationaler Breitensportevents, wie z. B. des GutsMuths-Rennsteiglaufes im Fokus." resümieren die Geschäftsführerin und der Präsident des Regionalverbundes Thüringer Wald e. V.

Sport und Tourismus sind ein Wirtschaftsfaktor für den Thüringer Wald und Thüringen.

Bilder: Sportpresse Reker und Jamanka privat

Rennrodeln: DEUTSCHE MEISTERSCHAFT UND NOMINIERUNG DES WELTCUP-TEAMS IN WINTERBERG

• Geisenberger, Loch und Geueke/Gamm gewinnen Deutsche Meisterschaft
• Letzte Selektionsrennen im Rahmen der DM in Winterberg abgeschlossen
• Max Langenhan vom BRC 05 Friedrichroda gibt Weltcup-Debüt

Winterberg (bsd/18.11.2018) Bei strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und perfekten Bedingungen ging es für die Rennrodler am heutigen Sonntag im Eiskanal der Veltins EisArena in Winterberg gleich um drei wichtige Entscheidungen: Die Deutschen Rodel-Meisterschaften waren zugleich das letzte von insgesamt vier Selektionsrennen um die begehrten Plätze im Weltcup-Team und bereits das erste Qualifikationsrennen für die FIL Weltmeisterschaft, die vom 25. bis 27. Januar 2019 in Winterberg stattfindet. 

Bei den Damen sicherte sich Doppel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (SV Miesbach) ihren insgesamt sechsten Meistertitel vor Tatjana Hüfner (RC Blankenburg, +0,039 Sek.) und Julia Taubitz (WSC Erzg. Oberwiesenthal, +0,095 Sek.). Taubitz fuhr ein beherztes zweites Rennen und lag mit Laufbestzeit am Ende eine tausendstel Sekunde vor Dajana Eitberger (RC Ilmenau) auf Platz 3. 

„Wir haben ein sehr spannendes und qualitativ hochwertiges Rennen gesehen“, freut sich Cheftrainer Norbert Loch. „Wir sind im zweiten Lauf noch mal ein paar Hundertstel schneller gefahren als im ersten, und das zeigt, wie hart dort gefightet und gekämpft wurde. Die Abstände zwischen den ersten vier Damen sind denkbar knapp, nach zwei Rennläufen in neun Hundertstel – das sagt schon alles. Ich glaube, hier hat sich heute ein sehr starkes Weltcup-Team vorgestellt. Mit einem Sieg von Natalie, die zwei sehr gute Läufe hatte. Tatjana hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet, nachdem sie aufgrund ihrer Verletzung eine Woche Trainingspause einlegen musste. Sehr erfreut bin ich über Julia Taubitz, die im zweiten Rennen Laufbestzeit gefahren ist, die schnellste Zeit vom gesamten Feld überhaupt, und Dajana Eitberger damit noch ganz knapp auf Platz vier verdrängt hat.“

Im Herrenrennen ging es bereits im ersten Lauf richtig zur Sache. Mit Loch, Bley, Langenhan und Eißler blieben gleich vier Athleten unter dem alten Bahnrekord. Am Ende hatte Chris Eißler (ESV Lok Zwickau) mit 51.78 Sek. die Nase vorn und ging als Führender in den zweiten Lauf. In einem spannenden Rennen fuhr Felix Loch (RC Berchtesgaden) mit 51.65 Sek. erneut Bahnrekord und sicherte sich seinen sechsten deutschen Meistertitel vor Chris Eißler (+0,183 Sek.) und Sebastian Bley (RT Suhl, +0,360 Sek.). Der Olympiadritte Johannes Ludwig (BSR Oberhof) fuhr im zweiten Rennen mit 3.76 Sek. neuen Startrekord und die zweitbeste Laufzeit. In der Gesamtwertung reichte es nach einem verpatzten ersten Lauf für ihn dennoch nur für Platz fünf.

Im Doppelsitzer führte diesmal an den Lokalmatadoren Robin Geueke/David Gamm (BSC Winterberg) kein Weg vorbei. Sie gewannen auf ihrer Heimbahn ihre erste Deutsche Meisterschaft vor Tobias Wendl/Tobias Arlt (RC Berchtesgaden/WSV Königssee, +0,038 Sek.) und Florian Löffler/Florian Berkes (RSV Sonneberg/Schalkau, +0,277 Sek.).

„Hier war abzusehen, dass die Lokalmatadoren Wendl/Arlt zeigen wollen, dass sie hier auf dieser Bahn ein Wörtchen mitreden können. Das ist ihnen auch gelungen. Sie haben mit drei Hundertstel Vorsprung gewonnen. Robin Geueke und David Gamm sind ein tolles Rennen gefahren und stehen hier beim Heimpublikum ja unter besonderer Beobachtung. Ich glaube, dass es für Wendl/Arlt ein kleiner Wachrüttler ist, und sie werden noch einiges zulegen müssen, um dann im Januar bei der Weltmeisterschaft ganz vorne mitzuhalten“, erklärt Bundestrainer Norbert Loch.

Im Anschluss an die Siegerehrungen legte Cheftrainer Norbert Loch gemeinsam mit seinem Trainerteam die Weltcup-Nominierungen für den kommenden Winter fest. 

Für den Weltcup qualifiziert haben sich bei den Damen: Natalie Geisenberger, Dajana Eitberger, Tatjana Hüfner und Julia Taubitz.

Bei den Herren gehen Johannes Ludwig, Chris Eißler, Felix Loch, Sebastian Bley und Max Langenhan an den Start.

Für den Weltcup im Doppel haben sich neben den bereits gesetzten Tobias Wendl/Tobias Arlt und Toni Eggert/Sascha Benecken auch Robin Geueke/David Gamm qualifiziert. 

Der erste Viessmann Weltcup der neuen Saison wird am kommenden Wochenende vom 24. bis 25. November 2018 in Igls/Innsbruck ausgetragen. 

Bilder: Sportpresse Reker

 

O-Töne:

Norbert Loch - Damen

Norbert Loch - Herren

Norbert Loch - Doppelsitzer

Natalie Geisenberger

Felix Loch

Geueke/Gamm

 

Zu den Ergebnissen ->

 

 

 

 

 

Skeleton: Doppelsieg für Fabian Küchler bei EC-Auftakt in Innsbruck – Insgesamt 6 Podestplätze für die deutschen Skeletonis

• Fabian Küchler gewinnt Doppel-Europacup in Innsbruck
• Hannah Neise und Robin Schneider auf Platz zwei, Janine Becker wird zweimal Dritte
• Insgesamt sechs Podestplätze beim Auftakt-EC für Deutschland

Innsbruck/Igls (bsd/19.11.2018) Für die deutsche Skeleton-Mannschaft begann die neue Europacup-Saison mit einem hervorragenden Endergebnis: Am Freitag (16.11.) und Samstag (17.11.) starteten Fabian Küchler, Robin Schneider, Cedric Renner, Lukas Nydegger, Hannah Neise, Janine Becker, Josefa Schellmoser und Luisa Hornung im Olympia Eiskanal im österreichischen Innsbruck/Igls mit insgesamt sechs Podestplätzen top-motiviert in die IBSF Europacupserie 2018/19.

Bei den Frauen belegten am ersten Renntag Hannah Neise und Janine Becker mit den Plätzen zwei und drei das Siegerpodest. Schneller war an diesem Tag nur die Britin Madeleine Smith, die mit 1,09 Sekunden Vorsprung gewann. Josefa Schellmoser, mit 1,68 Sekunden Rückstand auf Rang sechs, und Luisa Hornung, mit 1,80 Sekunden Rückstand Achte, fuhren zwei weitere deutsche Top-Ten-Platzierungen ein.

Auch am zweiten Renntag war Madeleine Smith nicht zu schlagen: Mit einer Sekunde Vorsprung gewann sie vor ihrer Teamkollegin Kimberley Murray, Dritte wurde erneut Janine Becker (+ 1,32 Sek.). Hannah Neise verpasste um 0,11 Sekunden das Podest und wurde Vierte. Gleich im Anschluss reihten sich die zwei weiteren deutschen Starterinnen Josefa Schellmoser (+ 1,65 Sek.) und Luisa Hornung (+ 1,78 Sek.) mit den Rängen fünf und sechs ein.

Bei den Männern konnte Fabian Küchler ein Top-Ergebnis einfahren: Er gewann beide EC-Rennen mit einmal 0,20 Sekunden und einmal 0,59 Sekunden Vorsprung zur Konkurrenz: Am ersten Renntag wurde der Brite Jack Thomas Zweiter, auf den dritten Rang fuhr der Russe Evgeniy Rukosuev (+ 0,33 Sek.). Die beiden deutschen Starter Cedric Renner und Robin Schneider teilten sich mit 1,21 Sekunden Rückstand Platz acht, Lukas Nydegger wurde Zehnter (+ 1,40 Sek.).
 
Das zweite EC-Rennen endete neben Küchlers Sieg mit einem weiteren deutschen Podestplatz: Robin Schneider verbesserte sich um sechs Plätze und wurde sensationell Zweiter. Auf den dritten Platz fuhr erneut der Russe Rukosuev (+ 0,76 Sek.). Cedric Renner und Lukas Nydegger holten mit den Plätzen sieben und neun zwei weitere deutsche Top-Ten-Platzierungen ein.

Das nächste Europacup-Rennen findet am 24. November 2018 im nordrhein-westfälischen Winterberg statt.

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Skeleton: 3. Platz für Sophia Griebel und Kilian v. Schleinitz beim Auftakt-ICC in Innsbruck

• Zwei Podestplätze für Sophia Griebel und Kilian v. Schleinitz beim ersten ICC-Rennen in Innsbruck
• Corinna Leipold auf den Rängen 12 und 13
• Dominic Rady fährt auf Platz 6 und 7, Felix Seibel in beiden Rennen auf Rang 12

Innsbruck/Igls (bsd/16.11.2018) Am Donnerstag, den 15. November 2018, und Freitag, den 16. November 2018, startete für die deutschen Skeletonis die Intercontinentalcup-Rennserie 2018/19 im österreichischen Innsbruck/Igls. Für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland gingen Sophia Griebel, Corinna Leipold, Kilian von Schleinitz, Dominic Rady sowie Felix Seibel an den Start.

Das erste ICC-Rennen der Frauen endete zugleich mit einem Podestplatz von Sophia Griebel: Mit 0,60 Sekunden Rückstand wurde die 28-Jährige Dritte – den Sieg holte sich die Österreicherin Janine Flock, Viertplatzierte bei den Olympischen Spielen 2018, vor der Britin Laura Deas, Bronzemedaillengewinnerin von PyeongChang (+ 0,42 Sek.). Die zweite deutsche Starterin Corinna Leipold wurde mit 1,83 Sekunden Rückstand auf Flock Dreizehnte.

Im zweiten Intercontinentalcup verpasste Sophia Griebel um 23 hundertstel Sekunden das Podest und wurde mit 0,61 Sekunden Rückstand Vierte. Der Sieg ging erneut an Janine Flock, vor Laura Deas (+ 0,15 Sek.) und der US-Amerikanerin Megan Henry (+ 0,38 Sek.). Corinna Leipold fuhr mit 1,65 Sekunden Rückstand auf die Siegerin auf den zwölften Rang.

Bei den ICC-Rennen der Männer gelang Kilian von Schleinitz, ebenso wie Sophia Griebel, am ersten Tag ein Podestplatz. Mit 0,19 Sekunden Rückstand fuhr er auf den dritten Rang, gewonnen hat der Brite Craig Thompson, vor seinem Teamkollegen Marcus Wyatt (+ 0,02 Sek.). Dominic Rady belegte mit 0,48 Sekunden Rückstand auf Thompson Rang sechs, Felix Seibel wurde Zwölfter (+ 1,41 Sek.).

Am Freitag war erneut Kilian von Schleinitz bester Deutscher: Er belegte mit 0,59 Sekunden Rückstand Platz fünf. Der Sieger hieß an diesem Tag Marcus Wyatt, Zweiter wurde der Koreaner Seunggi Jung mit 0,08 Sekunden Rückstand. Auf den dritten Platz fuhr der Österreicher Samuel Maier (+ 0,33 Sek.). Dominic Rady wurde Siebter (+ 1,02 Sek.), Felix Seibel belegte erneut den 12. Platz (+ 1,51 Sek.).

Trainerin Anja Selbach ist mit den Leistungen zufrieden: „Es war ein sehr starkes Starterfeld beim 1. und 2. ICC in Innsbruck vertreten: Bei den Damen waren Janine Flock und Laura Deas, die bei den Olympischen Spielen im Februar 2018 um den Sieg mitgefahren sind, mit dabei. Auch bei den Herren hatten wir ein sehr starkes Starterfeld. Unsere Athleten haben sich gut durchgekämpft. Es war keine leichte Woche, wir hatten schlechte Bedingungen, zu warmes Wetter und eine relativ langsame Bahn. Bei den Rennen konnten wir hingegen unter besten Bedingungen die Wettkämpfe absolvieren. Nach den drei langen Selektionsrennen war die Luft ein bisschen raus bei unseren Athleten, das hat an den Kräften und Nerven gezehrt. Nichtsdestotrotz waren die Leistungen, insbesondere von Sophia und Kilian, sehr gut und zeigen, dass wir um die Podestplätze bzw. um den Sieg mitfahren können. In Winterberg werden wir dann voll angreifen.“

Das dritte und vierte ICC-Rennen findet vom 23. bis 24. November 2018 in der Veltins Eisarena in Winterberg statt.

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Deutsche Post eröffnet Weihnachtspostfiliale in Himmelpfort

• Olympiasiegerin Mariama Jamanka bringt den Weihnachtsmann in ihrem gelben Bob zur Weihnachtspostfiliale
• Bis jetzt schon 11.770 Briefe eingetroffen
• Postchef Ost Frank Bettgenhäuser: „Wir sind Teil der Region!“

Berlin/Himmelpfort, 14. November 2018 (bsd/dp) Start in die Weihnachtssaison 2018: Olympiasiegerin Mariama Jamanka hat den Weihnachtsmann heute Morgen in ihrem gelben Bob zur Weihnachtspostfiliale der Deutschen Post in Himmelpfort gebracht. 27 Kinder der Grundschule „An der Mühle“ Bredereiche in Fürstenberg/Havel und die Himmelpforter begrüßten ihn und überreichten ihm ihre Wunschzettel. Bis Heiligabend beantwortet der Weihnachtsmann von der Weihnachtspostfiliale aus Briefe, die ihm Kinder aus aller Welt schreiben.

Seine Adresse lautet:
An den Weihnachtsmann
Weihnachtspostfiliale
16798 Himmelpfort


Die Wunschzettel sollten bis zum dritten Advent in der Weihnachtspostfiliale eingehen, damit die Antwort rechtzeitig vor Weihnachten eintrifft. Ganz wichtig ist, dass jedes Kind seinen Absender auf den Brief schreibt, damit der Weihnachtsmann antworten kann. Bisher sind bereits 11.770 Wunschzettel in der Weihnachtspostfiliale eingetroffen. Die Deutsche Post hat für die Beantwortung 20 Helferinnen engagiert. Über das Deutsche-Post-Briefzentrum in Hennigsdorf bei Berlin werden die Antwortbriefe an die Kinder in aller Welt versandt.

Frank Bettgenhäuser, Chef der Deutschen Post für die neuen Bundesländer: „Die Weihnachtspostfiliale in Himmelpfort ist ein Stück gelebte und geliebte Tradition – nicht nur für die Kinder in aller Welt, auch für die Menschen hier in der Region. Deswegen engagieren wir uns. In einer immer stärker digitalisierten Welt stellen wir mit der Weihnachtspostfiliale den persönlichen Wert des Briefeschreibens in den Vordergrund und rücken für ein paar Wochen ganz eng mit den Himmelpfortern zusammen. Wir sind Teil dieser Region.“

Den weitesten Weg hat in diesem Jahr bislang ein Brief aus Südafrika zurückgelegt. Die jüngeren Kinder wünschen sich oft Gesellschaftsspiele, Bücher, Einhörner, Bausteine, Puppen, Schminksets, Lastwagen, Geländeautos und Raumschiffe. Die etwas älteren Kinder wünschen sich vor allem Smartphones und Tablet-Computer.

Auch die Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka hatte ihren Wunschzettel dabei: „Ich bin sehr gespannt und freue mich wirklich sehr drauf, endlich mal persönlich den Weihnachtsmann zu treffen. Mein Wunsch an den Weihnachtsmann ist in diesem Jahr einfach: Ich möchte mehr Zeit für meine Familie haben. Sie ist in den letzten Wochen gewachsen; wir haben Nachwuchs bekommen, und deshalb wünsche ich mir einfach ein bisschen mehr Zeit für meine Familie“, erklärt sie.

Am 8. Dezember startet Mariama Jamanka mit Anschieberin Annika Drazek in die neue Weltcup- und WM-Saison. „Während des Weltcups ist es für uns im Dezember natürlich schwierig, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Aber ich habe heute erst mit den Mädels im Team gesprochen, und wir wollen während des Trainingslagers in Whistler (CAN) an einem Abend mal Kekse backen. Das ist etwas, was ich wirklich sehr gerne mache, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt. Ich liebe einfach das ganze Drumherum, das ganze Zubehör, Deko-Sachen einkaufen, Teig naschen und so“, erzählt die Berlinerin, die für den BRC Thüringen startet. „Die Weihnachtsfeiertage verbringe ich am liebsten zuhause in Berlin, ganz in Ruhe. An Heiligabend fahren meine Mama und ich immer zu meiner Cousine. Dort gibt es jedes Weihnachten Raclette. Am ersten Weihnachtsfeiertag sind wir meistens unter uns, da essen wir dann Braten. Das ist mein absolutes Lieblingsessen und darf an Weihnachten nicht fehlen. Den zweiten Weihnachtsfeiertag verbringen wir immer mit Freunden. Das ist einfach sehr schön.“ Für Mariama Jamanka ist es daher eine Ehrensache, den Weihnachtsmann bei seiner Ankunft an der Weihnachtspostfiliale der Deutschen Post zu begleiten.

Nach der Anzahl der Briefe ist die Weihnachtspostfiliale in Himmelpfort die größte in Deutschland: Im vergangenen Jahr trafen bis Heiligabend rund 264.000 Wunschzettel ein. Kinder und Erwachsene können den Weihnachtsmann und seine Helferinnen auch vor Ort besuchen, ihnen bei der Arbeit über die Schulter blicken und die Wunschzettel persönlich abgeben. Die Weihnachtspostfiliale ist von Montag bis Sonntag geöffnet. Der Weihnachtsmann und seine Helferinnen begrüßen ihre Gäste von Dienstag bis Sonntag. Die Öffnungszeiten sind:  

Montag bis Freitag: 09:30 – 13:00 und 13:30 – 17:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 11:00 – 13:00 und 13:30 – 17:00 Uhr
Heiligabend: 09:00 – 11:00 Uhr

Alle Jahre wieder gibt es auch den Weihnachtsmann-Sonderstempel. Vom 14. November bis 24. Dezember 2018 können ihn sich Interessierte in der Weihnachtspostfiliale in Himmelpfort auf ihre Sendungen drucken lassen.
Umfangreiche Stempelaufträge und philatelistische Sonderwünsche erfüllt die Deutsche Post AG, Sonderstempelstelle Berlin, Brief: 11508 Berlin, Fracht: Eresburgstr. 21, 12103 Berlin.

Neben dem direkten Kontakt zu den Kindern liegt dem Weihnachtsmann auch der Umweltschutz am Herzen. Deshalb antwortet er auf Recyclingpapier und verschickt seine Briefe mit dem Klimaschutzprogramm GOGREEN der Deutschen Post. Dieses ermittelt und kompensiert die CO2-Belastungen, die beim Transport der Sendungen entstehen.

Information zur Weihnachtspostfiliale stehen auch im Internet unter: www.deutschepost.de/himmelpfort

Bilder: DHL/Jens Schlüter

BSD STARTET IN DIE WM-SAISON UND STELLT DIE WEICHEN FÜR PEKING 2022

• Saisoneröffnungs-Pressekonferenz in der VIESSMANN Akademie
• Viessmann präsentiert neue #Winterfan-Kampagne
• Technologie-Partner BMW entwickelt Zweierbob-Prototyp für den BSD

Berchtesgaden (bsd/14.11.2018) Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. ist am Dienstag, 13. November 2018, in der VIESSMANN Akademie in Allendorf (Eder) ganz offiziell in die Weltcup- und WM-Saison 2018/19 gestartet. Nach den erfolgreichen Olympischen Winterspielen von PyeongChang 2018, bei denen die Athletinnen und Athleten des BSD mit elf gewonnen Olympiamedaillen wesentlich zum erfolgreichen Abschneiden der deutschen Mannschaft beigetragen haben, beginnt für alle Kufensportler, Trainer, Teambetreuer und Funktionäre eine neue Olympiade. Zum Start der neuen Weltcup-Saison richtet die Verbandsführung des BSD den Blick voraus auf die Saisonhöhepunkte dieses Jahres, die FIL Rennrodel WM 2019 im heimischen Winterberg und die BMW IBSF WM in Whistler (CAN), und stellt die Weichen für Peking 2022.

Prof. Dr. Martin Viessmann, Chairman of the Board Viessmann, verwies in seinem Grußwort nicht nur auf die langjährige Förderung diverser Wintersportdisziplinen durch die hessische Firmengruppe, sondern plädierte für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei sportlichen Großereignissen. Als ersten Schritt hatte das Unternehmen allen gesponserten Athleten eine Klimaabgabe gezahlt, um ihre Reise zu den Olympischen Spielen nach PyeongChang umweltfreundlicher zu gestalten.

Thomas Schwab, Vorstandvorsitzender und Sportdirektor des BSD, informierte zur Neuorientierung des olympischen Sports und die damit verbundenen Strukturänderungen für den BSD, und stellte fest, dass sich das erfolgreiche Abschneiden aller BSD-Disziplinen im Rahmen der PotAS-Analyse für den nächsten Olympia-Zyklus positiv auf die finanzielle Förderung der Athleten und des Verbandes auszahlen wird. Damit sei die Grundlage geschaffen, um auch künftig erfolgreich und innovativ weiterarbeiten zu können. Er erklärte den anwesenden Pressevertretern zudem, wie wichtig die Ausrichtung sportlicher Großevents wie die FIL Rennrodel WM 2019 in Winterberg und die IBSF Bob WM in Altenberg 2020 für den Verband und die heimischen Kunsteisbahnen sind. Zum einen heben sich Weltmeisterschaften von der Wertigkeit noch einmal deutlich vom Weltcup ab, zum anderen sind solche Events mit infrastrukturellen Maßnahmen verbunden, die nicht nur die Sportstätten, sondern auch den Sport selbst weiter voranbringen.

Mit Blick auf Peking 2022 gab Thomas Schwab erstmals offiziell bekannt, dass die Technologie-Partnerschaft mit Premiumpartner BMW ausgebaut wird, und BMW gemeinsam mit dem BSD einen Zweierbob-Prototypen entwickelt. „Wir konnten in diesem Jahr ein Traumergebnis bei den Olympischen Spielen feiern. Die knappen Ergebnisse haben aber auch gezeigt, dass wir uns auf unseren Erfolgen nicht ausruhen können und dass unsere Wettbewerber mit aller Kraft an uns vorbeiziehen wollen“, erklärte er. „Mit BMW haben wir einen Technologiepartner, der genau weiß, dass jeder Erfolg nur der Ansporn für weitere Ideen und Konzepte ist. Wir freuen uns daher sehr, dass wir mit dem BMW Prototypen einen weiteren innovativen Ansatz verfolgen können.“ Erste Funktionstest im Eiskanal des so genannten „Innovationsträgers“, der derzeit von den BMW Ingenieuren entwickelt wird, sind bis Ende 2018 geplant.

Zudem stellte Schwab den neuen Premiumpartner NIGRIN vor. Die Autopflegemarke weitet sein Sportsponsoring aus und wird ab dieser Saison neuer Sponsor der deutschen Bob-Nationalmannschaft. „Für uns sind der deutsche Bob- und Schlittenverband und seine Athleten die idealen Sponsoringpartner. Der kontinuierliche, sportliche Erfolg im Bob sowie die mediale Präsenz der Sportart macht uns stolz, diese zweijährige Partnerschaft einzugehen und ist ein weiterer Schritt, um unsere Marke international noch bekannter zu machen“, erklärte Jürgen Herrmann, Geschäftsführer der MTS-Group, zu der NIGRIN gehört.

Florian Fehr, Head of Sportsponsoring bei VIESSMANN, präsentierte die neue #Winterfan-Kampagne von VIESSMANN, in der sich über 30 bekannte Spitzensportler und Olympiasieger, darunter die BSD-Athleten Felix Loch, Tobias Wendl, Tobias Arlt und Tatjana Hüfner, dem Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz widmen. Sie alle setzen sich dafür ein, die Themen stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen und initiieren hierfür auch persönliche Projekte.

Über den aktuellen Stand der WM-Vorbereitungen in der VELTINS-EisArena Winterberg informierte Sandra Schmitt, verantwortlich für Marketing, Sponsoring & Medien der Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH. 120 Sportlerinnen und Sportler aus 24 Nationen und über 15000 Zuschauer werden vom 25. bis 27. Januar 2019 zu den FIL Rennrodel-Weltmeisterschaften erwartet. Es ist die dritte WM, die nach 1989 und 1991 unter der Schirmherrschaft von Kanzlerin Angela Merkel in Winterberg ausgetragen wird.

Im Anschluss stellten sich die Olympia- und WM-Medaillengewinner aus den Sportarten Rennrodeln und Bob in lockeren Talkrunden den Fragen von Moderator Gerhard Willmann. Die Skeletonis um den neuen Bundestrainer Dirk Matschenz konnten aufgrund der internationalen Trainingswoche in Whistler (CAN) in diesem Jahr nicht an der Pressekonferenz teilnehmen. Die Cheftrainer Norbert Loch (Rennrodel) und René Spies (Bob) gaben ihren Ausblick auf die bevorstehende Wintersaison, die laufenden Vorbereitungen und Erwartungen im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Winterberg bzw. im kanadischen Whistler.

Die Doppel-Olympiasieger Nathalie Geisenberger, Tobias Wendl und Tobias Arlt und Francesco Friedrich standen den zahlreich erschienen Journalisten ebenso Rede und Antwort wie die Bob-Olympiasiegerinnen Mariama Jamanka und Lisa Buckwitz, Johannes Ludwig, Team Olympiasieger und Olympia-Dritter Einsitzer, Olympia-Zweite Dajana Eitberger sowie Felix Loch, Tatjana Hüfner und die Winterberger Lokalmatadoren Robin Geueke und David Gamm.