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Baumaßnahmen in der Deutsche Post Eisarena Königssee

• Sommermonate werden für Bauarbeiten genutzt

Schönau a. Königssee (14.08.2018/dpek) Die Sommermonate werden in der Deutsche Post Eisarena Eisarena genutzt, um die Bahn und das Gelände wieder fit für die nächste Saison zu machen. Dazu gehören Streich- und Reparaturarbeiten sowie die Gelände- und Fahrzeugpflege.

Im Rahmen dieser Arbeiten wird zurzeit auch die Leckage am Einspritzverteiler im Kreisel repariert. Die Leckage wurde im Herbst letzten Jahres entdeckt. Um den Bahnbetrieb nicht zu unterbrechen, wurde diese im Winter lediglich provisorisch geschlossen und kann nun fachgerecht repariert werden.

Um an die defekten Rohrleitungen zu kommen, die sich im Beton der Bahn befinden, muss dieser zunächst mit Hilfe eines Wasserstrahlers gelöst werden, um die Rohrleitungen freizulegen und die schadhafte Rohrleitung auszutauschen.

Aufgrund der Bauarbeiten ist im gesamten August leider kein Sommerbob-Betrieb möglich, das Gelände ist allerdings weiterhin frei zugänglich.

Die Führungen an der Bahn finden wie gewohnt jeden Dienstag und Freitag um jeweils 14.30 Uhr statt.

BSD UND DESCENTE VERLÄNGERN IHREN AUSRÜSTERVERTRAG BIS 2022

• BSD vertraut bis zu den Olympischen Winterspielen Peking 2022 weiter auf japanischen Ausrüster DESCENTE
• Athleten und Cheftrainer schätzen die gemeinsame Weiterentwicklung der Rennanzüge

Berchtesgaden (bsd/14.08.2018). Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) und der japanische Hersteller DESCENTE haben ihren seit 2015 bestehenden Ausrüstervertrag um weitere vier Jahre bis 2022 verlängert. Damit können die deutschen Athleten, Trainer und Teams im Bob, Skeleton und Rennrodeln auf dem Weg zu den Olympischen Spielen Peking 2022 weiter auf die hohe Qualität und Funktionalität in Sachen Wettkampf-, Wärme- und Trainingsbekleidung von DESCENTE vertrauen.
„Wir freuen uns sehr über die Verlängerung unserer Partnerschaft mit DESCENTE, weil das uns zur Verfügung gestellte Equipment absolut hochwertig ist. Wer im internationalen Spitzensport ganz vorne dabei sein will, muss auch in diesem Bereich sehr gut aufgestellt sein“, erklärt Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management der BSD.

„Ich freue mich sehr, dass die deutschen Bob-, Skeleton- und Rennrodel-Teams unsere Anzüge schätzen und ihnen vertrauen, und dass wir unsere Beziehung zu den Athleten, Trainern und Mitarbeitern dieses Spitzenteams fortsetzen werden“, sagt Masatoshi Ishimoto, CEO von DESCENTE Ltd. „Wir sind stolz auf unsere Handwerkskunst und unser Engagement, eng mit den besten Athleten der Welt zusammenzuarbeiten, um ihnen die besten Wettkampfanzüge für ihren jeweiligen Sport zu kreieren. Mit der Erneuerung dieses Vertrages freuen wir uns auf eine „Win-Win“-Beziehung, in der wir auf die Bedürfnisse der Athleten hören und mit ihnen zusammenarbeiten, um die ultimative Leistungsbekleidung zur Verwirklichung ihrer Ziele anbieten zu können.“

Die sportlichen Erfolge der letzten Jahre, die durch elf gewonnene Olympiamedaillen, davon sechs Olympiasiege, in PyeongChang gekrönt wurden, sind nicht zuletzt auch auf die gemeinsame Weiterentwicklung der Wettkampfbekleidung zurückzuführen. Der Bob-Anzug wurde beispielsweise komplett in Japan produziert und in enger Abstimmung mit den Athleten weiterentwickelt.

„Bei so einem Rennanzug kommt es in erster Linie darauf an, dass man sich darin wohlfühlt. Die von DESCENTE eingearbeiteten Kompressionsstreifen sorgen dafür, dass die Muskulatur noch besser arbeiten kann. Da sie auch an der richtigen Position sitzen müssen, wurden diese Punkte in enger Zusammenarbeit zwischen unseren Athleten und DESCENTE auf die Körperkonstitutionen unserer Athleten abgestimmt. Wir hatten eine professionelle Ausrüstung für die Olympischen Spiele und das gesamte Team ist mit der zur Verfügung gestellten Ausrüstung sehr zufrieden“, erklärt Bob-Cheftrainer René Spies.

Deutliche Fortschritte in Sachen Aerodynamik und Passform wurden auch bei den Rennrodel- und Skeleton-Anzügen gemacht.

„Wir arbeiten im Rennrodeln zweigleisig und setzen zum einen auf die für DESCENTE produzierten Rennanzüge der Schweizer Firma WAMS und zum anderen auf die langjährige Erfahrung der Firma FESPO aus Klingenthal. Dank intensiver Zusammenarbeit sind die Rennanzüge aus dem Hause DESCENTE/WAMS mittlerweile auf einem relativ gleichen Stand in Bezug auf die für uns wichtige Aerodynamik. Wichtig in unserem Sport sind neben der Aerodynamik die Passform und der damit verbundene Wohlfühlcharakter für die Athleten in den doch sehr engen Anzügen. Das ist wichtig, um erstens fahrdynamisch gut auf dem Schlitten zu bestehen, und zweitens vor allem am Start eine gewisse Dehnung des Anzugs zu haben, der dennoch eng anliegen muss, um die aerodynamische Komponente zu erfüllen, damit wir sehr gute Werte im Windkanal erreichen. Wir haben mit den neuen Anzügen sehr gute Ergebnisse erzielt, sind sehr zufrieden und freuen uns auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit“, erklärt Norbert Loch, Cheftrainer Rennrodeln.

Dirk Matschenz, Cheftrainer Skeleton, hebt ebenfalls die kontinuierliche und ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit DESCENTE hervor: „Wir haben in den letzten zwei Jahren mit DESCENTE und WAMS eine intensive Entwicklungsarbeit betrieben und gemeinsam die Skeleton-Anzüge erfolgreich weiterentwickelt. Wir haben für uns den von der Passform her perfekten Anzug gefunden, der noch dazu der Beste im Windkanal ist. Wichtig war uns auch, dass die Anzüge individuell auf die Sportler abgestimmt werden konnten, da jeder der Top-Athleten ein anderes Wahrnehmungsgefühl hat. Die Balance zu finden, dass der Anzug elastisch ist und dehnfähig für die Bewegungen am Start, und gleichzeitig fest sitzt beim Fahren, ist unserer Erfahrung nach sehr gut gelungen.“

Rennrodeln: Trainerwechsel im Nachwuchsbereich

• Steffen Wöller übernimmt B-Mannschaft
• Steffen Sartor neuer Juniorencheftrainer

Berchtesgaden (bsd/08.08.2018) Das Team der deutschen Rennrodelmannschaft um Cheftrainer Norbert Loch startet mit einem Trainerwechsel in die nacholympische Saison 2018/19.

Steffen Wöller, der in den vergangenen fünf Jahren das Juniorenteam geleitet hat, übernimmt ab sofort die B-Mannschaft und wird den sogenannten „Anschlusskader“ neu strukturieren. Als Trainerkollege steht ihm Andi Langenhan zur Seite – Langenhan hatte im Mai seinen Rücktritt als aktiver Rennrodler bekannt gegeben und wird nun mit Steffen Wöller den Nachwuchs an die Spitze des Leistungssports heranführen. Auch die Betreuung der neuen Disziplin „Damen Doppelsitzer“ wird an das B-Team angegliedert.

Neuer Juniorencheftrainer wird Steffen Sartor, langjähriger Doppelsitzer-Partner von Steffen Wöller. Als Steffen Skel bildete er mit Wöller eines der erfolgreichsten Doppelsitzer-Duos der 1990er und der beginnenden 2000er Jahre. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City verpassten sie nur knapp die Bronzemedaille und wurden Vierte. Weiter wurden sie zweimal Vize-Weltmeister, gewannen 2004 den EM-Titel und sicherten sich in der Saison 2000/2001 den Gesamtweltcup-Sieg.

Steffen Sartor, seit 2010 mit der ehemaligen Skeleton-Athletin Diana Sartor verheiratet, arbeitete seit 2007 als Juniorentrainer in Kanada. Nach weiteren Stationen beim BSD sowie beim Schweizer Rennrodel-Verband war er zuletzt vier Jahre als Cheftrainer in Südkorea tätig.

Rennrodel-Cheftrainer Norbert Loch ist mit der neuen Aufstellung seines Trainerteams sehr zufrieden: „Die Rennrodel-Abteilung ist für die kommende Saison 2018/19 in allen drei Bereichen – im Junioren-, Anschluss- und Hochleistungskader – sehr gut aufgestellt und wird dahingehend optimal betreut."

Steffen Wöller und Steffen Sartor

Bob: Drei Fragen an… Mariama Jamanka

• Interview mit Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka

Königssee (bsd/06.08.2018) Mariama Jamanka war die große Überraschung von PyeongChang. Gemeinsam mit Anschieberin Lisa Buckwitz holte sich die 27-Jährige den Olympiasieg im Frauenbob. Noch nie zuvor hatte sie einen Weltcup gewonnen, und dennoch stand die gebürtige Berlinerin bei den Olympischen Winterspielen 2018 ganz oben auf dem Siegerpodest. Heike Gruner hat sich beim ADAC-Videodreh mit ihr unterhalten.

Ein paar Monate sind jetzt ins Land gegangen, seit Du in PyeongChang ganz oben auf dem Treppchen gestanden hast. Wie fühlt es sich an, Olympiasiegerin zu sein?

Inzwischen bin ich wieder im Alltag angekommen. Ich bin wieder im normalen Training, aber ich habe noch deutlich mehr Termine als vorher, bin mehr auf Achse und werde auch öfter erkannt und auf den Sieg angesprochen. Das ist schon anders als früher, aber inzwischen bin ich über jede Woche froh, in der der normale Alltag vorherrscht, und ich mein normales Training durchziehen kann. Es ist auch für mich immer noch eine unglaubliche Geschichte, aber jetzt zählt tatsächlich dieses klassische nach Olympia ist vor Olympia.

Zehrt man von den Erinnerungen für die doch beschwerlichen Sommer-Trainingseinheiten?

Mir persönlich hat der Olympiasieg noch mehr Antrieb gegeben, weil man sieht, was geht und wo man sein kann. Ich habe ja immer noch einige andere Ziele, dadurch, dass mir alles andere Große noch fehlt, wie Weltcup-Sieg oder WM-Medaille. Das ist ja alles noch nicht passiert, von daher geht man in die Saison rein und hat noch ein paar große Ziele.

Wie läuft die Vorbereitung auf die neue Saison für Dich?

Im Großen und Ganzen sehr gut. Ich bin bisher verletzungsfrei durchgekommen und habe erfolgreich meinen Bundeswehr-Lehrgang absolviert. Ich muss schauen, wie ich das Training neben den ganzen Presse- und PR-Terminen, die ich jetzt so habe, organisiere, aber ich bin guter Dinge und denke, dass ich ganz gut drauf bin. Und in der neuen Saison habe ich ja ein paar Dinge nachzuholen, die bisher fehlen. Weltcup-Sieg(e) wäre(n) natürlich schön, und bei der WM in Whistler möchte ich auch gerne aufs Treppchen.

 

BSD: Bob-Athleten düsen mit E-Power durch den Münchner Stadtverkehr

• Bob-Olympiasieger testen BMW i3 für ADAC Erlebnistestfahrt
• Einhelliges Fazit: Überraschend angenehmes Fahren und für die Stadt super geeignet

Berchtesgaden (bsd/02.08.2018) Einsteigen und die Zukunft hautnah erleben. Getreu diesem Motto des BMW i3 nahmen unsere Bob-Olympiasiegerinnen Mariama Jamanka und Lisa Buckwitz sowie Olympiasieger Martin Grothkopp und Johannes Lochner kürzlich in München an einer „ADAC Erlebnistestfahrt i3“ teil und ließen sich dabei von einem Kamerateam begleiten. Der produzierte Videoclip ist noch im August auf den Social-Media-Kanälen des ADAC zu sehen.

Eines wird schnell deutlich: Stromverbrauch in kWh/100km und die Alltagsreichweite in Kilometer sind neben Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit offensichtlich die neuen Parameter, wenn man über Leistungswerte von Elektrofahrzeugen diskutiert. Die vier hatten sichtlich Spaß, auch wenn am Anfang die Skepsis überwog. Denn der BMW i3 kommt extrem stylisch und extravagant, aber auch sehr klein und kompakt daher. Zumindest von außen. „Das Raumangebot hat mich schon sehr überrascht“, erklärt Johannes Lochner. „Wir hatten relativ viel Platz. Martin und ich sind beide über 1,90m groß und jenseits der 100kg, aber wir hatten für die Zeit, die wir jetzt gefahren sind, wirklich ausreichend Platz, sowohl hinten auf der Rückbank als auch beim Sitzen hintereinander. Wir hätten von außen beide nicht gedacht, dass wir hier so bequem sitzen können.“

Fast lautlos gleiten die vier durch die Münchner Innenstadt und kämpfen sich durch den immer wieder stockenden Verkehr auf dem Mittleren Ring Richtung Grünwald. Ideale Bedingungen, um das allgemeine Fahrverhalten im Stadtverkehr zu testen. „Mit dem Auto zu fahren, hat sehr viel Spaß gemacht. Es war sehr ruhig, und man ist doch relativ schnell unterwegs. Dass das Auto so viel Power hat, hätte ich nicht erwartet. Man kann überall einparken und müsste in der Stadt nicht ewig nach einem Parkplatz suchen“, beschreibt Lisa Buckwitz begeistert. Für sie war es die erste Fahrt überhaupt in einem Elektroauto, und für das Leben und Fahren in der Stadt könnte sie es sich auch dauerhaft vorstellen.

Auch Johannes Lochner ist total begeistert: „Für die Stadt ist der Wagen super geeignet, und es hat auch einen gewissen Fahrspaß, weil der E-Motor von null weg ein Drehmoment hat. Irgendwie ist es ein ganz anderes Fahrgefühl. Du hast kein Schalten, Du hörst nichts, und das ist schon aufregend. Mir gefällt das Auto wirklich sehr gut. Man hat viel Platz, und da es von außen nicht so groß ist, findet man auch leicht einen Parkplatz. Das Problem ist dann eher das Laden, vor allem, wenn man keinen festen Parkplatz mit eigener Ladesäule vor der Haustür hat. Wenn es genug Ladestationen gibt, könnte ich mir für die Stadt auf jeden Fall vorstellen, ein Elektroauto zu fahren.“

Nach dem zähen Verkehrsfluss in der Stadt lässt Martin Grothkopp den BMW i3 auf der kurvenreichen Strecke hinunter zur Isar mal richtig laufen, quietschende Reifen inklusive. „Das Fahren ist schon komplett anders als ich es erwartet hätte. Ich hatte gedacht, dass die Reichweite nicht realistisch ist, aber wir haben wirklich nur die Kilometer verbraucht, die wir auch gefahren sind. Die Rekuperation hat gut funktioniert. Ich war auch sehr erstaunt, wie der Wagen am Gas hängt. Das war wirklich gut. Die Bremse ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, weil er eben sofort die Energie zurückgewinnt, aber alles in allem ist es ein sehr angenehmes Fahrgefühl“, beschreibt Grothkopp fachkundig.

Während die anderen drei sich förmlich um das Lenkrad rissen, hatte es sich Mariama Jamanka auf dem Beifahrersitz gemütlich gemacht. Doch die Neugier siegte, und auf dem Weg zurück in die Stadt saß sie doch noch am Steuer. „Ich bin überrascht, wie stark der Wagen nochmal anzieht, wenn man aufs Gas drückt. Insgesamt finde ich das Auto wirklich ganz cool. Es ist eher was für die Stadt als fürs Land, aber ich denke, mit der passenden Infrastruktur hat man damit ein praktisches Auto, das sich für viele Situationen gut eignet“, so ihr Fazit nach der Testfahrt.

BSD: Ultracyclist Rainer Popp radelt 24 Stunden nonstop die Kunsteisbahn am Königssee bergauf

Berchtesgaden (bsd/31.07.2018) „Geht nicht, gibt’s nicht“ – so das Motto von Ultracyclist Rainer Popp, der am vergangenen Wochenende einmal mehr mit einer spektakulären Aktion an der Deutsche Post Eisarena Königssee auf sich aufmerksam machte. Der 58-jährige Schönauer ist im Rahmen des 54. Seefestes 24 Stunden nonstop die Königsseer Kunsteisbahn bergauf gefahren und hat Spenden für den guten Zweck gesammelt.

„Ich weiß, es ist ein recht waghalsiges Unterfangen, aber dafür lebe ich als Extremsportler. Läuft alles perfekt, könnten es bis zu 150 Runden werden. Das wären etwa 325 Kilometer mit ca. 17.000 Höhenmetern“, erklärte er vor dem Start live auf der Seebühne im Interview mit der Bayernwelle. Punkt 19 Uhr fiel der Startschuss für sein persönliches und sehr einsames 24-Stunden-Rennen auf der Bobbahn. Das Thermometer war tagsüber auf über 30 Grad geklettert, und auch nachts kühlte es sich nicht wirklich ab. Doch davon ließ sich der sechsfache Radmarathon-Weltmeister und Race-across-America-Finisher nicht abhalten. Im Gegenteil: Gleichmäßig wie ein Uhrwerk zog er seine Runden, angefeuert von Wanderern und Besuchern an der Bobbahn.

Eine Runde mit 111 Höhenmetern dauerte zirka acht bis neun Minuten. Popp fuhr dabei in entgegengesetzter Richtung, also vom Ziel aufwärts bis zum Herrenstart, wo sonst die weltbesten Kufensportler die Bahn hinunterfahren. Eine Stunde vor dem Ende am oberen Ende der Bahn befragt, ob ihm die extreme Hitze nicht besonders zu schaffen mache, meinte er nur trocken: „Nach 23 Stunden im Sattel ist es ehrlich gesagt total egal, ob es heiß, kalt, nass oder trocken ist“ und stürzte sich in die nächste Abfahrt.

Die gesamte Aktion lief wieder als Spendenaktion, um sozial bedürftigen Einheimischen zu helfen. Nach 24 Stunden hatte Popp insgesamt 13.500 Höhenmeter in den Beinen und stieg am Ziel angekommen für Außenstehende vom Rad, als sei er mal eben kurz zum Semmelholen beim Bäcker gewesen.

 

 

BSD: Bayerischer Sportpreis in München – „Jahrhundertpreis“ für bayerischen Wintersport

• Bayerische „Jahrhundertsportler“ in der BMW Welt ausgezeichnet
• Bayerischer Sportpreis im Zeichen von 100 Jahren Freistaat
• „Persönlicher Jahrhundertpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten“ ehrt bayerischen Wintersport

München (bsd/21.07.2018) Am 21. Juli versammelte sich in der BMW Welt in München das „Who’s who“ der bayerischen Sportprominenz und feierte beim „Bayerischen Sportpreis“ herausragende Sportpersönlichkeiten und -momente der vergangenen 100 Jahre – die 17. Auflage der Veranstaltung stand dieses Jahr nämlich ganz im Zeichen des 100. Geburtstages des Freistaats Bayern.

Somit wurde als „Jahrhundertsportler“ der ehemalige Fußballprofi und „Kaiser“ Franz Beckenbauer ausgezeichnet, Ex-Biathlonstar Magdalena Holzer (ehemals Neuner) wurde als weibliches Pendant mit dem Preis der „Jahrhundertsportlerin“ geehrt. Ebenfalls einen Preis überreicht bekam Verena Bentele, ehemalige Behindertensportlerin im Biathlon und Skilanglauf.

Der FC Bayern München erhielt die Auszeichnung als „Jahrhundertmannschaft“ und wurde u. a. von Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München, stellvertretend entgegengenommen. In der Kategorie „Sportmoment des Jahrhunderts“ wurde an den „Goldenen Sonntag“ bei den Olympischen Sommerspielen in München im Jahr 1972 erinnert: Am 3. September 1972 gewannen die deutschen Leichtathleten dreimal Gold und einmal Silber.

In der abschließenden Kategorie „Persönlicher Jahrhundertpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten“ wurde der bayerische Wintersport ausgezeichnet. Stellvertretend für alle erfolgreichen bayerischen Wintersportler der vergangenen 100 Jahre nahmen die ehemaligen Skistars Rosi Mittermaier-Neureuther, Markus Wasmeier und Maria Höfl-Riesch, Monoski-Seriensiegerin Anna Schaffelhuber, Hermann Weinbuch, Erfolgsbundestrainer der Nordischen Kombination sowie Rennrodel-Ikone Georg Hackl den Preis entgegen.
 
Der Preis wurde stellvertretend für Dr. Markus Söder von Sportminister Joachim Herrmann überreicht. In seiner Laudatio verwies er nochmals auf die Intention des „Persönlichen Jahrhundertpreises“: Er sei eine Hommage und Ehrerbietung für den traditionsreichen bayerischen Wintersport. Die anwesenden Sportler seien Pioniere und Vorbilder für die nachfolgenden Sportgenerationen, haben ihre jeweiligen Disziplinen maßgeblich geprägt und als Botschafter den bayerischen Wintersport in die Welt hinausgetragen.
 
Georg Hackl, der unter anderem dreimal Gold und zweimal Silber bei Olympischen Winterspielen gewonnen, über 18 Jahre an der Weltspitze gestanden und das Team „Sonnenschein“ mit Felix Loch, Natalie Geisenberger sowie Tobias Wendl und Tobias Arlt zu sensationellen Erfolgen geführt hatte, gehörte zu dieser „Legendengruppe“. Für Joachim Herrmann gehöre diese erlesene Gruppe zu jenen Sportlern, die Sportgeschichte geschrieben haben und sowohl sportlich als auch menschlich zu den Besten unter den Besten gezählt werden dürfen – die „Goldrosi“, der „Hackl Schorsch“ oder der „Wasi“ sind den meisten Sportfans bis heute ein Begriff.

Für Georg „Schorsch“ Hackl war der „Bayerische Sportpreis“ wieder ein Top-Event: „Es war für mich natürlich eine große Ehre, in dem Kreis dieser Sportpersönlichkeiten mit dabei zu sein. Man muss allerdings auch betonen, dass man so eine Auszeichnung stellvertretend für alle großen Sportler, die im letzten Jahrhundert tolle Leistungen erbracht haben, entgegennimmt. Die Veranstaltung war wie jedes Jahr hervorragend organisiert.“

Bildquelle: dpa-Bildfunk/Felix Hörhager

BSD: Traditionelles Stützpunktfest in Berchtesgaden

Berchtesgaden (bsd/20.07.2018) Bei schönstem Sommerwetter wurde vergangenen Freitag (20. Juli) das traditionelle Berchtesgadener Stützpunktfest gefeiert – bereits zum 26. Mal lud Hauptorganisator und Rennrodel-Cheftrainer Norbert Loch zum gemütlichen Beisammensein und Feiern ein.

In der Event-Lounge der Deutsche Post Eisarena Königssee wurden 270 Gäste mit Grillfleisch, Würstel und Salaten verköstigt. Norbert Loch freute sich über das rege Interesse an der traditionsreichen Veranstaltung: „Ich denke, wir sollten mit unserem Stützpunktfest auch in Zukunft unbedingt fortfahren. Es hat sehr viel Spaß gemacht und war ein voller Erfolg.“

Als Ehrengäste waren unter anderem die beiden Bürgermeister Franz Halmich (1. Bürgermeister Marktschellenberg) und Rudi Fendt (2. Bürgermeister Ramsau) anwesend. Auch FIL-Präsident Sepp Fendt, BSD-Vorstandsvorsitzender Thomas Schwab, Rennrodel-Legende Sepp Lenz und Geschäftsführer Rainer Seiz feierten mit.

Für die jüngsten Gäste gab es noch ein besonderes Schmankerl: Die „fleißigsten“ Kinder – jene Kinder, die am regelmäßigsten am Rennrodel-Training teilgenommen hatten – wurden geehrt und bekamen für ihren tollen Einsatz einen Pokal und einen Watzmann-Therme-Gutschein.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals herzlich bei unseren Spendern für die großzügige Unterstützung!

Rennrodeln/Skeleton: Erste Startlehrgänge in Oberhof und Berchtesgaden

Oberhof/Berchtesgaden (bsd/20.07.2018) Für die Rennrodler und Skeletonis des BSD standen in den letzten zwei Wochen die ersten Start- und Athletiklehrgänge auf dem Programm. Während die Rennrodler ihren Lehrgang auf der Eisstartanlage im thüringischen Oberhof absolvierten, feilten die Skeleton-Athleten auf der Startanlage in der Struber Kaserne in Berchtesgaden an ihren Startleistungen.

Das Starttechniktraining bildete bei beiden Disziplinen den zentralen Schwerpunkt der Lehrgänge, um gezielt an den individuellen Defiziten des letzten Winters zu arbeiten. Neben den Starteinheiten standen zudem Athletikprogramme auf dem Plan sowie Teambuilding-Maßnahmen.

 

Rennrodeln

Der Startlehrgang der Rennrodel-Mannschaft in Oberhof wurde vom 06. bis 19. Juli von den drei Stützpunkttrainern Jan Eichhorn, Patric Leitner und Torsten Görlitzer geleitet.

Mit dem Ziel, eine individuellere Trainingsbetreuung der Sportler zu generieren, wurde der Lehrgang getrennt in den jeweiligen Disziplinen absolviert. Die Damen machten den Anfang, gefolgt von den Herren. Die Doppelsitzer bildeten den Abschluss des Lehrgangs.


In der Damen-Mannschaft waren Tatjana Hüfner, Dajana Eitberger, Julia Taubitz und Jessica Tiebel bei dem Lehrgang mit dabei. Natalie Geisenberger konnte aufgrund einer Rückenverletzung nicht teilnehmen. Auch Tatjana Hüfner musste im Laufe der Woche das Training abbrechen, da sie Probleme mit dem Rücken bekam. Laut Patric Leitner sind alle Rennrodel-Damen im Athletikbereich auf einem sehr hohen Niveau: „Mich hat es besonders gefreut, dass alle Mädels bei den Starttests persönliche Bestzeiten gefahren sind.“


Der Lehrgang der Rodelherren wurde vom 11. bis 15. Juli von Jan Eichhorn geleitet. Mit dabei waren Johannes Ludwig, Ralf Palik, Max Langenhan, Chris Eißler und Markus Hummer. Mit einem neuen Messsystem der FES konnten die Rodelherren noch detaillierter an ihrer Technik arbeiten, was zu sehr guten Leistungen bei allen Athleten führte. Sieger des Starttests wurde Johannes Ludwig, aber auch alle anderen konnten sich im Laufe der fünf Tage steigern und sich starttechnisch als auch athletisch auf einem hohen Niveau präsentieren.

Den Abschluss bildete der Lehrgang der Doppelsitzer um Tobias Wendl und Tobias Arlt, Toni Eggert und Sascha Benecken, Robin Geueke und David Damm sowie Nico Semmler und Johannes Pfeiffer. „Die beiden Tobis sowie Toni und Sascha sind athletisch und starttechnisch bereits auf einem sehr hohen Niveau, das war super. Robin und David konnten während des Lehrgangs sehr nah an die Leistungen von Wendl/Arlt und Eggert/Benecken anknüpfen. Auch das vierte Duo um Semmler/Pfeiffer hat gute Leistungen erbracht.“

Als Teambuilding-Maßnahmen wurden Grillabende sowie Paintballspiele von der Trainermannschaft organisiert.

 

 

Skeleton

Die Skeletonis trainierten vom 16. bis 20. Juli auf der Startrollbahn in der Kaserne in Strub. Für die Athletikeinheiten stand der Skeleton-Mannschaft Langhantelathletiktrainer Christian Thomas als Berater zur Seite. Wichtige Techniken wie Reißen, Umsetzen oder Kniebeugen wurden von ihm begleitet, um Korrekturen vorzunehmen oder Fehltechniken frühzeitig vorbeugen zu können.

Als Ausgleich zum Training hatte die Mannschaft um Cheftrainer Dirk Matschenz beim Soccer Golf in Salzburg viel Spaß. Auch ein Grillabend wurde am Vorabend der Lehrgangswoche organisiert, um sich bestens verköstigt auf die Woche einstimmen zu können.

Cheftrainer Dirk Matschenz: „Unser Start- und Atheltiklehrgang ist sehr gut gelaufen, die Sportler konnten vieles mitnehmen und sich im Laufe der Woche auch stetig verbessern. Es war dieses Mal ein etwas längerer Lehrgäng im Vergleich zu früher, bei dem wir als Mannschaft auch neben den Trainingseinheiten sehr viel zusammen unternommen haben. Ein Highlight war sicher der Ausflug zum Soccer Park in Salzburg. Insgesamt war es für mich eine sehr gelungene Woche in Berchtesgaden.“

BSD: Frauen-Monobob wird neue olympische Disziplin in Peking 2022

• IOC nimmt neue olympische Disziplinen für Peking auf
• Gleichberechtigung als wichtiger Aspekt
• Keine neuen olympischen Disziplinen für Skeleton und Rennrodeln

Lausanne (bsd/19.07.2018) Für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking hat das Internationale Olympische Komitee neue Disziplinen in das olympische Programm mitaufgenommen. Im Kufensport haben die Bobfrauen mit der Disziplin des „Frauen-Monobobs“ erstmals Chancen, zwei Medaillen bei Olympischen Spielen gewinnen zu können.

 
Am 18. Juli 2018 verkündete Kit McConnell, Sportdirektor des IOC, in einer Pressekonferenz in Lausanne (SUI) die Entscheidungen des IOC Exekutiv Komitees: Neben Frauen-Monobob werden in Peking auch Wettbewerbe im Ski-Freestyle Big Air (Männer und Frauen) sowie Mixed-Teams in den Aerials, im Skispringen, Shorttrack und Snowboardcross ausgetragen.

Der Aspekt der Gleichberechtigung spielte bei der neuen Disziplinen-Auswahl eine entscheidende Rolle, die olympische Frauen-Quote bei Winterspielen wird damit von 41 auf knapp 45,5 Prozent erhöht.

Zur Aufnahme des Frauen-Monobobs in das olympische Programm von Peking zeigte sich Ivo Ferriani, Präsident des Internationalen Bob- und Skeleton-Verbands, sehr erfreut. Neben der allgegenwärtig diskutierten Gleichberechtigung im Spitzensport sei die erhöhte Förderung weiblicher Athletinnen ein weiterer wichtiger Aspekt, den es zu unterstützen und voranzutreiben gilt.

Die Entscheidung des IOC, die Disziplin des Frauen-Monobobs anstatt des Frauen-Viererbobs aufzunehmen, hing laut McConnell vor allem mit dem hohen finanziellen Aufwand zusammen: Die Kosten für einen Viererbob seien drei bis viermal so hoch wie für einen Monobob.

Die IBSF wird bei den Spielen in Peking nun erstmals mit sechs Disziplinen vertreten sein: Für die Bob-Athletinnen und Athleten stehen der Zweierbob der Frauen, der Frauen-Monobob sowie der Zweier- und Viererbob der Männer im olympischen Wettkampfkalender. Für die Skeleton-Sportlerinnen und Sportler hat sich hingegen nichts geändert: Die Vorschläge der IBSF, einen Bob- und Skeleton-Teamwettbewerb sowie einen Skeleton-Mixed-Wettbewerb aufzunehmen, wurden vom IOC abgelehnt.

Auch im Rennrodeln wurden keine neuen Disziplinen in das olympische Programm aufgenommen, die Wettkämpfe werden wie gewohnt im Damen Einsitzer, Herren Einsitzer, Doppelsitzer und in der Team-Staffel ausgetragen.

Bildquellen

Bild 1: IOC/Greg Martin
Bild 2: Viesturs Lacis