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LOTTO Bayern sponsert 2019 und 2020 Bob-, Rodel- und Skeleton-Weltcups im Freistaat

• LOTTO Bayern weitet sein Engagement als Werbepartner von Wintersportevents aus

München (bsd/19.10.2018) LOTTO Bayern weitet sein Engagement als Werbepartner von Wintersportevents der Weltklasse im Freistaat aus und tritt 2019 und 2020 als Sponsor der Bob-, Rodel- und Skeleton-Weltcups in Königssee an. Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. wird LOTTO Bayern u.a. die Präsenz auf TV- relevanten Werbeflächen im Start-, Strecken- und Zielbereich sowie Untereiswerbung ermöglichen. Auf dem Eventgelände wird LOTTO Bayern mit seinem Heißluftballon vertreten sein.

„Für Bayern hatte der Wintersport schon immer eine besondere Bedeutung. Mit dem Engagement von LOTTO Bayern können die Organisatoren in Königssee die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Wintersportler der Spitzenklasse in das Wintersportland  Bayern kommen und begeisternde Wettkämpfe ausgetragen werden können“, kommentiert Dr. Hans Reichhart, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, das Sponsoring der in seinem Geschäftsbereich angesiedelten Staatlichen Lotterieverwaltung.  

„Der Bob- und Rodelsport hat in Bayern eine lange Tradition und fasziniert Jahr für Jahr Millionen in der kalten Jahreszeit. Wir freuen uns als Sponsor, Spitzenleistungen im Eiskanal fördern zu können“, begründet Friederike Sturm, Präsidentin von LOTTO Bayern, die große Unterstützung der populären Wintersportevents.

Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management beim Bob- und Schlittenverband Deutschland e. V. und Chef des Weltcup-Organisationskomitees am Königssee, freut sich über das Engagement des zweitgrößten deutschen Glücksspielunternehmens: „Für die nächsten beiden Jahre gibt uns die Unter-stützung von LOTTO Bayern finanziellen Spielraum und Planungssicherheit. Den beiden Weltcup-Events kommt in dieser Saison noch eine besondere Bedeutung zu. Wir feiern nämlich das 50. Jubiläum der Deutsche Post Eisarena Königssee, der ersten Kunsteisbahn der Welt.“  

Der nächste Viessmann Rennrodel-Weltcup findet am 5. und 6. Januar 2019, der nächste BMW IBSF Bob- und Skeleton-Weltcup vom 11. – 13. Januar 2019 statt.

Der Vertrag wurde von Thomas Schwab, Vorstandsvorsitzender des BSD, Dr. Hans Reichhart, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Friederike Sturm, Präsidentin von LOTTO Bayern und Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management des BSD unterschrieben. (v.l.n.r.)

Über Lotto Bayern

LOTTO Bayern ist der staatliche Glücksspielanbieter in Bayern. Die staatliche Lotteriegesellschaft ist ein Unternehmen des Freistaats im Geschäftsbereich des Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. LOTTO Bayern vertreibt seine Produkte in bayernweit rund 3500 Annahmestellen und unter lotto-bayern.de. Die Produktpalette von LOTTO Bayern umfasst LOTTO 6aus49 mit den Zusatzlotterien Spiel 77 und SUPER 6, Eurojackpot, die Rentenlotterie GlücksSpirale mit der Zusatzlotterie Die Sieger-Chance, die Zahlenlotterie KENO mit der Zusatzlotterie plus 5, Aufreiß- und Rubbellose sowie TOTO und die Sportwette ODDSET.

LOTTO Bayern ist seit seiner Gründung ein zuverlässiger Partner des Sports, der jährlich rund 400 Millionen Euro an den bayerischen Staatshaushalt abführt. Aus den Mitteln werden zahlreiche staatliche Leistungen u.a. in den Bereichen Sportförderung, Kulturförderung und Denkmalschutz in Bayern finanziert.


Besondere Eiszeit im Jubiläumsjahr

  • Erste Kunsteisbahn der Welt am Königssee vereist
  • Erste Selektionsrennen in dieser Woche
  • Zahlreiche Höhepunkte

Königssee (HJB/18.10.2018) Daniel Haagn schaufelt Schneeabrieb aus der Berchtesgadener Eishalle auf die lange Gerade, die bekanntlich keine ist. Florian Stocker klopft die weiße Pracht mit einer Schaufel platt, ehe Markus Walch das Ganze mit einem Holzgestell „gerade zieht“. Das Trio ist Teil einer eingespielten Mannschaft, die eine gewaltige Betonröhre mit 16 Kurven im Süden des Berchtesgadener Landes im Griff hat. Im Klartext: Die erste und somit älteste Kunsteisbahn der Welt wird präpariert, wofür sie vor 50 Jahren gebaut wurde. Damit Olympiasieger, Weltmeister, aber auch Gäste und hunderte Schulkinder und Jugendliche von den diversen Starts auf dem bekannt guten Königssee-Eis zu Tal rauschen können – auf Rodel- und Skeletonschlitten sowie in den Bobs. Geht es um die vereiste Fläche, sprechen die Experten am Königssee nicht um die Bahnlänge, sondern die Quadratmeterzahl: Rund 7000 sind es, eine nicht unerhebliche Größe. Zum Vergleich: Ein Eishockeyfeld besitzt nur zirka 1830 Quadratmeter.

Es ist Jahr für Jahr fast die gleiche Prozedur: „Freilich ändert sich immer wieder mal etwas punktuell, weil wir immer wieder modernisieren“, sagt Bahnchef Markus Aschauer. Seit 2001 ist der 54-Jährige „Chef der Röhre“, koordiniert alle Arbeiten an und rund um das insgesamt 1750 Meter Eisfläche aufweisende Konstrukt aus Beton, perfekt im Schatten des Grünsteins gelegen. Die Sonne strahlt in diesen Tagen nur noch kurz direkt aufs langsam entstehende Eis, ihre langsam schwächer werdende Wirkung kann dem glatten Untergrund der Kufensportler kaum noch etwas anhaben. „Wir können die Bahn durch die Segel ganz gut schützen“, sagt Bahnarbeiter Markus Walch. Für die Königssee-Bahn gibt es mittlerweile einen Plan der schrittweisen Überdachung, wie sie heutzutage bei neuen Anlagen in aller Welt üblich ist. Markus Aschauer war gerade erst wieder beratend in China, heuer schon zum achten Mal, um die Bahn für die Olympischen Spiele 2022 in Peking mitzugestalten. „Die neuen Anlagen mit Überdachung sind energetisch und in Sachen Arbeitsaufwand selbstverständlich günstiger als unsere.“ Auf der anderen Seite ist gerade die Möglichkeit am Königssee, die Aktiven vom Kreisel aus über die gesamte lange „Gerade“ sowie im Turbodrum selbst sehr lange live sehen zu können, weltweit einzigartig. Hier wäre Dach in Sahen Zuschauerfreundlichkeit kontraproduktiv. Die Verantwortlichen sind dabei, sich Lösungen zu überlegen.

Seit 2001 Bahnchef an Königssee: Markus Aschauer besitzt mittlerweile derart reichlich Erfahrung, dass er Bahnbetreiber in der ganzen Welt berät.

Bei weit über 20 Grad im Schatten in diesem Traum-Herbst werden die wenigstens schon an die nahende Wintersportsaison denken. Das verhält sich bei Markus Aschauer und seinem Team freilich ganz anders. Anfang Oktober geht es regelmäßig ans „Eismachen“ – eine Prozedur über lediglich eine Woche, ehe die ersten Schlitten in die Spur gelassen werden. „Das sind meistens gute Rodelkinder, die als Erstes von einer niedrigeren Starthöhe in die Bahn gehen und sie ausprobieren“, sagt der Bahnchef, dessen offizieller Titel „Betriebsleiter Deutsche Post Eisarena Königssee“ lautet. „Der Nachwuchs gibt uns dann Rückmeldung, wo noch Schläge und Buckel drin sind. Diese können wir schließlich nacharbeiten“. Nach dem ersten Antesten starten bereits in dieser Woche die ersten Trainingseinheiten für alle Kufensportarten, täglich nonstop von 9 bis 21 Uhr. Das heißt für die Mitarbeiter im Schichtdienst: Betrieb von 7 bis 22 Uhr. Die Anlage, die dem Landkreis Berchtesgadener Land gehört und viel Geld kostet, wird also intensiv, ja bestmöglich genutzt. Ein Fulltime-Job für alle Beteiligten, seit einer kleinen Umstrukturierung hat Markus Aschauer mit Florian Stiller aber seit kurzem einen Stellvertreter, der ihn top unterstützt. Das Bahn-Team besteht aktuell aus fünf Festangestellten, dazu kommen 15 Saisonkräfte im Winter sowie 15 geringfügig Beschäftigte, beispielsweise für den Auftransport der Bobs oder Aushilfszeitnehmer bei den Rennbob-Taxi-Fahrten.

Eine „verkehrte Fußbodenheizung“

Wie startet die Vereisung? „Man muss sich das System wie eine Fußbodenheizung vorstellen“, sagt Aschauer. „Nur, dass wir durch die Rohre, die in der Betonrinne verlaufen, keine Wärme, sondern Kälte schicken“. Zunächst wird damit begonnen, den Beton behutsam in einem Zeitfenster von rund 20 Stunden runter zu kühlen. Bei Sonnenbestrahlung im Sommer kann der Beton über 30 Grad heiß werden. Kritisch ist das Unterschreiten des Gefrierpunktes, da es dabei zu Rissbildungen im Beton kommen könnte – darum das langsame Kühlen. Die Kühlrohre laufen im Abstand von acht Zentimetern durch die Bahn, dabei kommen zirka 80.000 Meter zusammen. Am Tiefpunkt des Segments wird flüssiges Ammoniak – welches aufbereitet immer wieder verwendet werden kann – eingespritzt. Es besitzt einen sehr tiefen Siedepunkt von minus 33,34 Grad. Ammoniak, eine chemische Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff, verdampft in den Rohren, entzieht ihrer Umgebung die Wärme und nimmt diese auf. Am Ende des Segments wird das erwärmte Element in gasförmigen Zustand durch ein größeres Rohr runtergezogen. Dort verdichten und verflüssigen es die Mitarbeiter wieder und schicken es zurück in die Kühlrohre. Das Ammoniak verbraucht sich dabei nicht, wird weder mehr noch weniger: „Wenn es sich im Kreislauf befindet, funktioniert es immer wieder. Wir haben unser Ammoniak seit 50 Jahren in der Anlage“, informiert Markus Aschauer. Trotz ihres Alters gehört sie nach wie vor zu den „modernsten“. Bahnbetreiber auf der ganzen Welt holen sich deshalb Ratschläge beim Königssee-Experten, einem gelernten Elektriker inklusive Abschluss einer Technikerschule. Die Programmierung der computergesteuerten Anlage übernimmt eine Fachfirma aus Chieming, meist funktioniert das heutzutage mittels Fernwartung.

Auf der Beton-Oberfläche bildet sich beim Runterkühlen schließlich von ganz allein Feuchtigkeit, friert, bildet Reif und „richtig schöne Eiskristalle“, sagt Aschauer. Nun kann der nächste Schritt erfolgen: „Da wir die Eiskristalle für den Kufensport nicht gebrauchen können, müssen wir sie einspritzen, damit kompaktes Eis entsteht“. Fürs Rodeln werden rund zwei Zentimeter benötigt, drei bis vier für die Bobs – je nach Stärke des Kurven-Anpressdrucks der Schlitten fällt die Dicke unterschiedlich aus. 300 bis 400 Einspritz-Arbeitsgänge sind erforderlich, um die gewünschte Eisdicke zu erhalten. Dabei helfen schon mal die Aktiven mit, heuer unter anderem die Skeleton-Kinder von Trainerin Anja Selbach sowie der Bob- und Rodel-Nachwuchs. „Das erfordert für zwei bis vier Gruppen jeweils fünf bis sechs Stunden Aufwand“, sagt Aschauer. Tagsüber spritzen die Bahnarbeiter und bauen sie aus.

Letztlich ist der Eisaufbau nichts anderes, als „inkorrekt geformte Betonprofile von damals – sie ist schließlich schon recht alt – mit Schnee und Eis zu korrigieren“, so Aschauer. Aus der langen „Geraden“, die früher ganz flach war, wird durch eine künstlich erzeugte Schrägneigung fast schon eine Art Steilkurve – die höheren Geschwindigkeiten der Piloten heutzutage erfordern diese Maßnahmen. Der aufgebrachte Schnee friert in der Schattenlage am Königssee relativ zügig durch, schließlich kommen die Helfer zum Durchspritzen oder es regnet darauf. Kompaktes Eis entsteht, eine raue Oberfläche, die so präpariert und „modelliert“, also abgehobelt und geschliffen wird, dass es für die Sportler passt. Sie geben am Ende und letztlich über die ganze Saison Rückmeldungen an die Bahnarbeiter, wo nachgebessert werden muss, da das Eis durch unterschiedliche Außentemperaturen freilich „arbeitet“ und sich immer wieder verändert. Das Abhobeln für eine glatte Oberfläche geschieht in den Kurven manuell per Hand, und auf der langen Geraden mit einem Schmalspurtraktor samt Eishobel. Während der Saison muss meist nur modert weitergekühlt werden, wenn sich die Temperaturen in die Plusgrade bewegen. Somit beschränkt sich der größte Energieaufwand auf die Vereisung im Oktober. „Problematisch wird‘s erst ab 25 Grad und starkem Föhn – warmer Wind setzt der Eisoberfläche dann irgendwann schon gewaltig zu“, informiert Aschauer.

Daniel Haagn schaufelt Schnee in die Bahn, Markus Walch und Florian Stocker verteilen diesen gleichmäßig auf der langen Königssee-Geraden.

Zahlreiche Höhepunkte bis Anfang März

Schon in dieser Woche stehen erste Selektionsrennen, also interne Bewerbe auf dem Programm. Die Auftaktrennen steigen Anfang Dezember im Rahmen eines Skeleton-Europacups. Die dreimonatige Kernzeit hält zum diesjährigen Bahn-Jubiläum neben internationalen Trainingswochen, zahlreichen Bayerischen und Deutschen Meisterschaften wie immer Höhepunkte mit dem Rennrodel-Weltcup am 5. und 6. Januar 2019 sowie den Bob- und Skeleton-Weltcup-Rennen nur ein Wochenende später bereit. Ende Januar/Anfang Februar steigt schließlich die Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft der Junioren als besonderes Saison-Highlight am Königssee. Erstmals werden am 23. Februar zudem sogenannte Youth-Rennen der IBSF, des Internationalen Bob- und Skeleton-Verbandes, im Landkreis ausgefahren. Die beliebten Rennbob-Taxi-Fahrten oder das Gästerodeln sind mittlerweile obligatorisch. Offiziell wird die Eissaison am 3. März mit der Bayerischen Bob-Meisterschaft beschlossen. „Wir werden für Testzwecke der deutschen Nationalmannschaft aber ein paar Tage verlängern“, informiert Aschauer.

Am Königssee beginnt eine neue Eiszeit, erste Selektionsrennen finden bereits in dieser Woche statt.

Text und Bilder: Hans-Joachim Bittner

Skeleton: Drei Fragen an … Jacqueline Lölling

• Interview mit Skeleton-Athletin Jacqueline Lölling, Silbermedaillengewinnerin von PyeongChang

Berchtesgaden (bsd/17.10.2018) Im vergangenen Winter machte Skeletoni Jacqueline „Jacka“ Lölling als „Speed-Queen“ auf sich aufmerksam: Mit vier Weltcupsiegen, dem zweiten Gesamtweltcupsieg in Folge sowie der Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea dominierte die 23-jährige Brachbacherin wie keine andere die internationale Skeleton-Szene. Zwar reichte es für die erste deutsche Goldmedaille im Frauen-Skeleton in PyeongChang leider nicht, doch die Silbermedaille glänzte für Top-Favoritin Lölling nach einem nervenaufreibendem Finallauf sicherlich genauso schön. In unserem Herbstinterview erzählt Jacqueline Lölling über die Zeit im "Club der Besten" in Andalusien und ihren neuen Heimtrainer und setzt bereits das Augenmerk auf die kommende Saison.

Du warst vor kurzem im „Club der Besten“ der Deutschen Sporthilfe in Andalusien. Welche Challenge hat dir am besten gefallen und was hast du aus der Woche für dich persönlich mitgenommen?

Die Woche im „Club der Besten“ ist natürlich immer eine ganz besondere und tolle Zeit. Eines der schönsten Erlebnisse war die Fahrt mit dem E-Bike auf den Fels von Gibraltar, die mit lustigste Challenge war das Bubble-Ball-Fußballmatch. Es war eine tolle Erfahrung und ist auch immer wieder eine super Motivation für die Zukunft, eine Medaille zu gewinnen, da man so oft wie möglich dabei sein will. Dieses Jahr war es außerdem besonders emotional aufgrund der Geschichte um Kristina Vogel. Da sieht man, dass im Sport einfach alle zusammenhalten und sich diese „Sportgemeinschaft“ auch gegenseitig unterstützt.

Du arbeitest seit April mit einem neuen Heimtrainer, Heiner Preute. Wie läuft das Training mit ihm? Hat sich in deinem Trainingsalltag im Vergleich zu früher recht viel verändert?

Das Training mit Heiner macht viel Spaß und läuft sehr gut. Die Trainingseinheiten-Anzahl hat sich nicht geändert, am ehesten gab es noch inhaltliche Anpassungen. Ich bin mittlerweile lange genug dabei, um zu wissen, was mir gut tut und was nicht und dann wird das dementsprechend auch abgestimmt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich mich diesen Winter nochmal steigern kann und freue mich schon auf die neue Saison.

Anfang Dezember beginnt die neue Saison mit dem Weltcup-Auftakt in Sigulda. Auf welche Rennen freust du dich am meisten?

Der Bahn in Sigulda gehe ich mit gemischten Gefühlen entgegen, da sie sehr anspruchsvoll ist – die Bahn hat es definitiv in sich. Ich war bereits 2011 in Sigulda und bin gespannt, wie es mir in diesem Jahr ergehen wird. Ansonsten freue ich mich am meisten auf den Weltcup in Winterberg, da das meine Heimbahn und für mich daher immer etwas ganz Besonderes ist. Ich freue mich auch wieder sehr auf die Weltcups in Deutschland, wie z. B. Königssee – das sind für mich immer die schönsten Rennen während der Saison.

TONI EGGERT FÄLLT NACH TRAININGSUNFALL VERLETZUNGSBEDINGT AUS

Berchtesgaden (bsd/16.10.2018). Toni Eggert, Olympia-Bronzemedaillengewinner mit Sascha Benecken im Herren Doppelsitzer von PyeongChang, fällt nach einem Trainingsunfall für unbestimmte Zeit aus. Der 30jährige Ilsenburger ist bei einer Trainingsfahrt auf der Rennschlitten- und Bobbahn Oberhof an der Ausfahrt der Kurve 14 gestürzt und mit dem rechten Unterschenkel dabei so an die Bande gestoßen, dass er sich einen Bruch im Wadenbein zugezogen hat.

Eine Untersuchung im Klinikum Suhl hat ergeben, dass es sich bei der Verletzung um einen offenen Bruch handelt, der sich aber gut versorgen ließ. Eggert wird voraussichtlich sechs bis acht Wochen ausfallen.

Der BSD wünscht gute Besserung und eine rasche Genesung!

BSD UND UVEX SCHLIESSEN NEUEN AUSRÜSTERVERTRAG FÜR ARBEITSSCHUTZ-PRODUKTE

• BSD und UVEX unterschreiben Ausrüstervertrag bis 2020
• Arbeitsschutz-Produkte und Schutzkleidung für Athleten, Techniker und Trainer

Berchtesgaden (bsd/16.10.2018). Die UVEX-Gruppe und der Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. setzen ihre langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit fort und haben einen neuen Ausrüstervertrag vereinbart, der sich ausschließlich auf die Belange des Arbeitsschutzes bezieht. Der Zweijahresvertrag wurde von Thorsten Udet, Director Marketing & Communication der UVEX-Safety Group, Thomas Schwab, Vorstandsvorsitzender des BSD und Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management des BSD in der BSD Geschäftsstelle in Berchtesgaden unterschrieben. Neben der bereits bestehenden Kooperation im Bereich der Schutzhelme für die BSD-Athleten im Rennrodeln, engagiert sich die international renommierte Firma UVEX künftig auch im Bereich Arbeitsschutz für die Sportler, Techniker und Techniktrainer bei ihren Arbeiten in den Werkstätten.

Entsprechend der Vereinbarung stellt UVEX umfangreiche Produkte sowie Arbeits- und Schutzkleidung für die Ausstattung der Werkstätten an den BSD Stützpunkten zur Verfügung, um den Arbeitsschutz für Athleten, Techniker und Techniktrainer gleichermaßen zu gewährleisten. Dazu gehören zahlreiche Produkte aus den Segmenten Gehörschutz, Hand- und Fußschutz sowie Atem- und Augenschutz. Zusätzlich dazu werden die Mitarbeiter der Deutsche Post Eisarena Königssee mit hochwertiger Arbeits- und Schutzkleidung ausgestattet.

„Wir freuen uns, dass wir mit UVEX im Bereich des Arbeitsschutzes einen neuen Partner haben. Unsere Techniker, Trainer und Athleten verbringen viel Zeit in den Werkstätten, um die Bobs und Rennrodel- und Skeletonschlitten auf die jeweiligen Athleten und Bahnen abzustimmen. Hierzu benötigen sie eine Vielzahl der Produkte, die UVEX im Zusammenhang mit dem Arbeitsschutz anbietet, beinahe tagtäglich bei ihrer Arbeit. Allerdings wird nicht nur dieser Bereich im Rahmen der neuen Partnerschaft abgedeckt, sondern auch die Mitarbeiter der Deutsche Post Eisarena Königssee können sich zukünftig auf eine umfangreiche und hochwertige Ausstattung freuen“, erklärt Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management der BSD.

„Gemäß unserer Mission Potecting people wollen wir die Menschen ganzheitlich schützen – beim Sport und in der Freizeit, aber auch bei der Arbeit“, beton Thorsten Udet, Marketing Director der uvex safety group. „Nachdem die erfolgreichen Rennrodler des BSD seit Jahren auf die Helme und Visiere von uvex vertrauen, wollen wir daher auch das Trainer- und Technikteam hinter den Sportlern ausrüsten und schützen! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem BSD und sind stolz, einen kleinen Teil zum Erfolg des Verbandes beitragen zu können.“

Für die UVEX-Gruppe steht seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1926 der „Schutz des Menschen“ in Beruf, Sport und Freizeit im Mittelpunkt. Das Leitmotiv lautet: „PROTECTING PEOPLE“. Produkte im Sport- und Freizeitbereich sind Ski-, Rad- und Reithelme, Ski-, Rad-, Reit-, Sport- und Sonnenbrillen sowie Reithandschuhe. Im Bereich Arbeitsschutz gehört das Unternehmen zu den Innovationsführern und produziert und vertreibt Persönliche Schutzausrüstung (PSA) von Kopf bis Fuß.

Weitere Informationen: www.uvex-safety.de

Deutsche Sporthilfe verabschiedet Julian von Schleinitz und unterstützt ihn beim Start ins Berufsleben

• Symbolische Staffelübergabe für Übergang in berufliche Karriere
• Weitere Unterstützung durch Mentorenprogramm der Initiative „Sprungbrett Zukunft“

Berchtesgaden (bsd, Sporthilfe/12.10.2018) Mit einer symbolischen Staffelübergabe erfuhren vergangenen Samstag zahlreiche deutsche Top-Athleten zum Ende ihrer leistungssportlichen Karriere noch einmal eine besondere Aufmerksamkeit, darunter Rennrodler Julian von Schleinitz, der im März offiziell vom Leistungssport zurückgetreten ist. Die Deutsche Sporthilfe würdigte im Rahmen der Ehrung der „Juniorsportler des Jahres“ in der Sportstadt Düsseldorf gemeinsam mit der DFL Stiftung deren herausragende Leistungen der vergangenen Jahre und überreichte allen einen Staffelstab als Symbol für den Übergang in ihre zweite, die berufliche Karriere.

„Wir wollen diesen großartigen Athleten noch einmal ,Danke' sagen für die vielen Jahre harten Trainings voller Entbehrungen, die sie auf sich genommen haben, um uns bei den großen Wettkämpfen zu begeistern“, ist Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe, diese Würdigung ein wichtiges Anliegen. Er betonte: „Mit dem Ende der leistungssportlichen Karriere endet die Sporthilfe-Unterstützung für diese verdienten Athleten nicht. Wir wollen im Sinne des Miteinanders den Kontakt aufrecht halten, für den potentialgerechten Berufseinstieg und dafür, diese Vorbilder auch für die nächste Generation in der Sportfamilie wissen.“

Julian von Schleinitz erhielt in seiner 15jährigen Leistungssportkarriere ziemlich genau zehn Jahre Unterstützung seitens der Deutschen Sporthilfe und kann im Rahmen der Initiative „Sprungbrett Zukunft“ weiter auf ihre Unterstützung zählen. Der 26-jährige Berchtesgadener gewann insgesamt sechs Mal Gold bei Juniorenweltmeisterschaften und feierte mit Platz drei gleich bei seinem ersten Weltcupstart 2010 in Winterberg seinen ersten Weltcup-Podestplatz. Neben dem Leistungssport studierte er und ließ seine Fachkenntnis im Schlittenbau-Bereich mit einfließen: Nach dem Bachelor in Ingenieurswissenschaften absolvierte Schleinitz erfolgreich das englischsprachige Masterstudium „Chemistry and Physics of Materials“ an der Universität Salzburg. In seiner Masterarbeit ging es um die Untersuchung und Simulation von Reibung zwischen einer Rodelschiene und Eis im Rennrodelsport.

Die Sporthilfe bietet allen aktuellen und ehemaligen Athleten im Rahmen der Initiative „Sprungbrett Zukunft“ Hilfe beim Berufseinstieg. Spezielle Förderprogramme, wie das „BMI Sprungbrett“ und das Deutsche Bank Sport-Stipendium, greifen auch nach Ende der Sportkarriere. Im Sportlernetzwerk emadeus können Athleten auch über den Leistungssport hinaus mit der Sporthilfe verbunden bleiben. Im Mentorenprogramm beispielsweise, an dem auch Julian von Schleinitz teilnimmt, werden Entscheider aus der Wirtschaft zu mehrjährigen Begleitern und „Türöffnern“ für die jungen Athleten. Sie beraten und unterstützen bei der Berufswahl, beim Sammeln von Praxiserfahrung und beim Berufseinstieg.

„Mein Mentor ist Marco Lessacher, Geschäftsführer der BMW Bank Austria. Er hat mir letztes Jahr ein Praktikum vermittelt und mir auch bei meiner jetzigen Promotionsstelle bei BMW geholfen“, erzählt Julian von Schleinitz begeistert. „Es ist für mich sehr interessant, mit jemandem, der nicht aus dem Leistungssport kommt, über meine berufliche Zukunft und Karriere zu sprechen.“ Der 26-jährige Berchtesgadener promoviert derzeit bei BMW Motorsport im Bereich „Fahrstilbewertung im fahrdynamischen Grenzbereich von Rennfahrzeugen“ und wird dabei von Prof. Andreas Schröder aus dem Bereich Datascience der Universität Salzburg betreut.


IBSF-Präsident Ivo Ferriani neuer Wintersport-Vertreter in der IOC-Exekutive

• Ivo Ferriani vertritt die Interessen der Olympischen Wintersport-Verbände im höchsten Gremium des IOC

Berchtesgaden (bsd/11.10.2018) Ivo Ferriani, Präsident des Internationalen Bob & Skeleton Verbands IBSF, wurde von den IOC-Mitgliedern bei der 133. Generalversammlung in Buenos Aires (ARG) als neuer Wintersport-Vertreter in die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees IOC gewählt. Ferriani, IOC-Mitglied seit 2016, wird damit Nachfolger des Schweizers Gian-Franco Kasper, Präsident des Internationalen Ski-Verbands FIS, und vertritt die Interessen der Olympischen Wintersport-Verbände.

„Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland ist sehr stolz darauf und gratuliert Ivo Ferriani recht herzlich zu seiner Wahl in die Exekutive des IOC“, erklärt Thomas Schwab, BSD-Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor. „Die Wahl ist eine Bestätigung dafür, dass seine Wiederwahl zum IBSF-Präsidenten im Juni richtig war, weil wir jetzt mit Ivo Ferriani einen Fürstreiter unserer Sportarten im höchsten Gremium des IOC haben.“

Der Dachverband der Olympischen Wintersportverbände (AIOWF/Association of International Olympic Winter Sports Federations) hatte den Italiener in seiner Generalversammlung im April für die Position in der IOC-Exekutive vorgeschlagen. Die IOC-Mitglieder sind mit der Wahl diesem Vorschlag gefolgt und wählten Ferriani zum neuen Mitglied der IOC-Exekutive.

Fotoquelle: IBSF / Viesturs Lacis

BSD: Mitgliederversammlung stellt Weichen für Peking 2022

• Grußwort von Helmut Holter, Thüringens Minister für Bildung, Jugend und Sport
• BSD dank Strukturreform gut aufgestellt für die Zukunft
• Zielvorgabe 2022: 9 Medaillen

Erfurt (bsd/09.10.2018) Nach Olympia ist vor Olympia. Das wurde auch auf der 65. Mitgliederversammlung des BSD deutlich, die am vergangenen Samstag, 6. Oktober, in Erfurt stattfand. Natürlich wurde noch einmal mit Stolz auf die erfolgreiche Olympiasaison zurückgeblickt, in der die Athletinnen und Athleten des BSD mit elf gewonnenen Olympiamedaillen wesentlich zum erfolgreichen Abschneiden der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen von PyeongChang 2018 beigetragen hatten. Anschließend richteten Präsidium, Vorstand und die Cheftrainer der einzelnen Disziplinen ihren Blick voraus, auf die Saisonhöhepunkte dieses Jahres, die FIL Weltmeisterschaften im heimischen Winterberg und die BMW IBSF Weltmeisterschaft in Whistler (CAN), sowie die Herausforderungen des neuen Olympia-Zyklus.

Als Gast konnte u. a. Helmut Holter begrüßt werden, Minister für Bildung, Jugend und Sport im Freistaat Thüringen. In seinem Grußwort hob er die Sportbegeisterung der Thüringer hervor und verwies auf die lange Tradition des Kufensports in der Region. Bereits seit 1901 ist der Rodelsport hier beheimatet, und man sei zu Recht stolz darauf, dass der Thüringer Bob- und Schlittenverband zahlreiche international erfolgreiche Athleten hervorgebracht habe, wie aktuell die Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka oder Dajana Eitberger, Olympiazweite im Rodeln. Zur Freude aller Anwesenden kündigte der Sportminister nicht nur die weitere Unterstützung für die Etablierung von Oberhof als Para Bob-Stützpunkt an, sondern auch die Hoffnung des Freistaates auf einen Zuschlag für die Ausrichtung der Rennrodel WM 2023, für die sich der BSD mit Oberhof beworben hat. „Den Zuschlag für die IBU Biathlon WM 2023 haben wir für Oberhof bereits erhalten, aber die Region kann locker zwei internationale Wintersport-Events der Extraklasse stemmen. Die hierfür notwendigen Investitionen sind im Landeshaushalt fest eingeplant“, freut sich Helmut Holter.

Nach Helmut Holter begrüßte der Präsident des LSB Thüringen Peter Gösel die Mitglieder des BSD. Er verwies in seiner Rede auf die Tradition des Kufensports in Thüringen und hob die großartigen Leistungen der BSD Sportlerinnen und Sportler bei den Olympischen Spielen in PyeongChang hervor.

BSD-Präsident Andreas Trautvetter stellte in seinem Bericht fest, dass sich die auf der letzten Mitgliederversammlung 2016 beschlossene Strukturänderung des Verbandes bewährt hat, und dass man nicht zuletzt deshalb für die Zukunft gut aufgestellt und gerüstet sei. Er begrüßte die getroffenen Entscheidungen des IOC, den Frauenanteil zu erhöhen, stellte gleichzeitig aber fest, dass die internationalen Verbände jetzt gefordert sind, schnellstmöglich ihre Ideen für die praktische Umsetzung beispielsweise der Monobob-Wettbewerbe der Frauen zu präsentieren. Mit Bedauern und Unverständnis kommentierte Trautvetter die Entscheidung des IPC, den Para-Bobsport für die Paralympischen Spiele für Peking 2022 nicht aufzunehmen. Nicht nur in Deutschland würden Sportarten erst staatlich gefördert, wenn der Sport olympisch sei. Das BSD Präsidium hat auf seiner Sitzung am Vorabend beschlossen, die bestehende Para-Bob-Gruppe mit Eigenmitteln des Verbandes zunächst weiter zu fördern. Man wird aber das Gespräch mit dem DBS und DOSB suchen, da die Teilnahme an internationalen Weltcups in Übersee ohne weitere finanzielle Unterstützung nicht möglich sei.

Neuorientierung des olympischen Sports und PotAS

Die Neuorientierung des olympischen Sports und die damit verbundene PotAS-Analyse standen im Mittelpunkt des Berichts des Vorstandvorsitzenden Thomas Schwab. Der BSD hat bei der Analyse der Wintersportverbände am besten abgeschnitten und landete im Bob Damen und Herren, im Rodeln Damen und Herren und Skeleton Damen im Exzellenzcluster, Skeleton Herren im Potentialcluster. Die ausgewerteten Daten spielen für die Vergabe der künftigen Fördergelder des Bundes an die einzelnen Fachverbände eine entscheidende Rolle. Thomas Schwab erläuterte den Anwesenden den enormen Arbeitsaufwand, der hinter der Datenerfassung steckte, und stellte positiv heraus, dass der BSD durch die zuvor bereits vollzogene Strukturreform als Verband gut aufgestellt ist, was für PotAS von Vorteil war. Als Zielvorgaben für Peking 2022 wurden neun Medaillen für den BSD definiert.

Gemeinsam mit den Cheftrainern Norbert Loch (Rennrodeln), René Spies (Bob) und Dirk Matschenz (Skeleton) präsentierte Schwab zudem die anstehenden Herausforderungen für den Verband in den kommenden Jahren. So steht ein Generationswechsel im Bob und Rennrodeln an, die Leistungstests und Nominierungsvorgaben im Bobsport werden umgestellt, die Entwicklung des Damen Doppelsitzers muss vorangetrieben und der Nachwuchs im Doppelsitzer Herren gesichert werden. Im Skeleton müssen neue Trainerstellen geschaffen und die Trainerweiterbildung vorangetrieben werden. Außerdem gilt es, die trainingsinhaltliche Ausrichtung aller Teams permanent zu überdenken, um gegenüber der sportlichen Konkurrenz nicht nachzuhinken.

Auf der Mitgliederversammlung besprochen wurden zudem die Umsetzung der DSGVO, verschiedene Satzungsänderungen, Ergebnisse der Bahnbetreibersitzung 2018, die aktuelle Vermarktungssituation des BSD und die neue BSD PushApp. Neben der Genehmigung des Kassenberichts wurde auch der Haushaltsvorschlag für 2019 vorgestellt. Sandra Schmitt, seit kurzem verantwortlich für die Bereiche Marketing, Sponsoring & Medien der Veltins Eisarena Winterberg, gab einen Einblick in den Stand der Vorbereitungen für die vom 25. bis 27. Januar 2019 stattfindende FIL-Rennrodel-WM 2019 in Winterberg. 120 Athletinnen und Athleten aus 24 Nationen und 15.000 Zuschauer werden vor Ort erwartet. Für den 23. Oktober ist ein Medientag geplant, an dem das Team um Stephan Pieper alle aktuellen WM-Planungen und Promotionsaktivitäten der Öffentlichkeit präsentieren wird. Die Einweihung des neuen Funktionsgebäudes ist für den 3. Dezember geplant.

Matthias Benesch präsentierte nicht nur das neue WM-Logo, sondern auch den aktuellen Stand für die BMW IBSF Bob und Skeleton Weltmeisterschaften 2020, die vom 17. Februar bis 1. März 2020 in Altenberg ausgetragen wird. Nach 2008 finden damit erneut die Titelkämpfe der weltbesten Bob- und Skeletonsportler im Erzgebirge statt. Noch vor der WM sind umfangreiche Bauarbeiten an der Bahn und die Neutrassierung der Kurven 11 bis 13 geplant. Die benötigten Gelder sind genehmigt, jetzt geht es an die Ausschreibungen, um rechtzeitig mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Der Umbau, so Benesch, sei wichtig für den Erhalt der Bahn und die Zukunft des sächsischen Kufensports.

 

Ehrungen für langjährige Verdienste um den BSD

BSD-Präsident Andreas Trautvetter ehrte im Rahmen der Veranstaltung Gert Cordes mit der Goldenen Ehrennadel des BSD. Gert Cordes ist seit 50 Jahren Kassenprüfer des Verbandes und wurde für seine langjährigen Verdienste geehrt. Weitere Ehrungen gingen an:

Goldene Ehrennadel des BSD
• Dajana Eitberger (Rennrodeln)
• Robin Geueke (Rennrodeln)
• David Gamm (Rennrodeln)
• Eric Franke (Bob)
• Martin Grothkopp (Bob)
• Jaqueline Lölling (Skeleton)

Goldener Bob des BSD
• Thorsten Margis

Silberne Ehrennadel des BSD
• Christian Rasp (Bob)
• Mariama Jamanka (Bob)

Naturbahn: Neue Kampfrichter fürs Naturbahnrodeln

Berchtesgaden (CS/10.10.2018) Der deutsche Bob- und Schlittenverband hat zwei neue Kampfrichter in der Sparte Naturbahn. Michaela Niemetz und Viktor Schiller haben die dreitägige Schulung auf sich genommen und ihre abschließende Prüfung bestanden. Sie dürfen ab sofort als Kampfrichter eingesetzt werden.

Da Michaela Niemetz vom WSV Unterammergau noch selbst aktive Sportlerin ist, wird sie in dieser Saison sicher noch nicht eingesetzt. Auch Viktor Schiller ist in der kommenden Saison nur Ersatzmann, da die Kamprichter-Einsätze dafür schon festgesetzt sind.

Die Kampfrichter kommen beim Naturbahnrodeln bei allen Rennen zum Einsatz. Ihre Aufgabe ist es dabei, die Regeln zu überwachen, sei es als Rennleiter, in der Jury oder in anderen Bereichen an der Bahn.

„Für uns sind neue Kampfrichter immer wichtig“, freute sich der BSD-Naturbahn-Koordinator Thomas Niemetz. „Bei allen internationalen Wettkämpfen brauchst du Kampfrichter aus drei Nationen. Wir kooperieren dabei sehr viel mit den Österreichern und Italienern. In diesem Fall ist die Sprachbarriere nicht so hoch.“

BU: Freuten sich über ihre bestandene Kampfrichter-Prüfung: Michaela Niemetz (Mitte) und Viktor Schiller (2.v.l.). Oliver Rowold (l.), Thomas Niemetz (r.) und Simon Paregger (AUT, 2.v.r.) nahmen die Prüfung ab.

BOB: SANDRA KROLL BEENDET IHRE KARRIERE

• Bobpilotin Sandra Kroll gibt Karriereende bekannt

Berchtesgaden (bsd/04.10.2018). Bobpilotin Sandra Kroll vom WSV Königssee hat ihre sportliche Karriere beendet und wird nicht mehr für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. starten. „Ich bin seit drei Jahren immer wieder verletzt, und jetzt muss ich einfach an die Zeit nach dem Sport und meine Karriere im Polizeidienst denken. Das Risiko, dass ich mir durch den Leistungssport jetzt möglicherweise so einen gesundheitlichen Schaden hole, dass ich später beruflich nicht mehr richtig durchstarten kann, ist mir einfach zu hoch“, erklärt die 25jährige.

Sandra Kroll gewann Silber bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2015 in Altenberg und Bronze 2014 in Winterberg. Sie debütierte hoffnungsvoll 2015/16 im BMW IBSF Weltcup und fuhr bei den Rennen in Altenberg (6. Platz), Winterberg (7. Platz) und Königssee (5. Platz) jeweils in die Top 10. Nach einem schweren Sturz in Altenberg musste sie die Saison vorzeitig beenden und wurde seither immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. Im Dezember 2017 an der Hüfte operiert, wollte sie in dieser Saison eigentlich nochmal durchstarten.

Doch beim Zentralen Leistungstest vor drei Wochen in Oberhof verspürte sie wieder Schmerzen an der operierten Stelle und ließ sich medizinisch gründlich durchchecken. Nach Rücksprache mit den Ärzten und ihrem Stützpunkttrainer Matthias Böhmer fasste sie den Entschluss, sich vom Leistungssport zu verabschieden. Sandra Kroll blickt optimistisch in die Zukunft: „Wenn ich jetzt mit dem Leistungssport aufhöre, kann meine Verletzung in Ruhe ausheilen. Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben als Polizistin und auch darauf, mehr Zeit mit meinen Freunden verbringen zu können.“

Wenn es ihre Zeit erlaubt, schaut sie in jedem Fall gern an der Bahn vorbei, um ihre bisherigen Teamkollegen anzufeuern oder mit anzupacken, wenn Hilfe vor Ort gebraucht wird. Der BSD wünscht Sandra Kroll für ihre private und berufliche Zukunft alles Gute!