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NATURBAHN

6. GRM Group Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn in Umhausen (AUT), 15.-17.02.2018 – Deutsche Meisterschaften in Unterammergau, 18.02.2018

• Sara Bachmann bei Saisonfinale auf Podest
• Deutsche Naturbahnrodler beschließen Saison mit Deutscher Meisterschaft

Umhausen (AUT) Die deutschen Naturbahnrodler haben beim Saisonfinale im österreichischen Umhausen klar ihre Ambitionen für die kommende Saison unterstrichen. Sara Bachmann holte erstmals in diesem Winter einen Podestplatz.

Jede Menge Grund zum Jubeln gab es für die deutschen Naturbahnrodler am vergangenen Wochenende. Nach dreiwöchiger Verletzungspause war Sara Bachmann (WSV Unterammergau) bei den Europameisterschaften in Winterleiten noch undankbare Vierte geworden. Eine Woche später zeigte sie, dass bei einer verletzungsfreien Saison absolut mit ihr zu rechnen ist.

„Endlich hat es mal geklappt“, bilanzierte der Koordinator Naturbahn, Thomas Niemetz, nach dem Rennen. „Immer knapp am Podest vorbei, kann frustrierend sein. Aber Sara hatte am Freitag Geburtstag und hat sich am Samstag den 2. Platz geschenkt.“ Ein Geschenk ist dieser Silber-Rang auch für die Verantwortlichen der Naturbahnrodler im Bob- und Schlittenverband für Deutschland. Es bestätigt sie in ihrer Arbeit. „Es war unsere erfolgreichste Saison überhaupt“, freute sich Niemetz. „Die Richtung stimmt.“

Vor allem die Junioren konnten erstmals als komplettes Team bei den Damen, den Herren und im Doppel antreten. Ihre so gewonnene Erfahrung konnten die Athleten auch gleich im Seniorenbereich umsetzen. Lisa Walch (WSV Unterammergau), Josef Limmer (SC Riessersee, Einzel und Doppel) und Simon Dietz (WSV Unterammergau, Doppel) unterstützten ihre Teamkollegen Sara Bachmann, Michaela Niemetz (WSV Unterammergau) und Marius Schmelzer (WSV Oberaudorf) in Umhausen nach Kräften.

Alle Damen unter den Top Ten


„Vor allem die Damen haben ein tolles Rennen gezeigt“, so der Naturbahn-Koordinator. „Es war aufgrund des Regens sehr schwer zu fahren und alle haben es toll gemeistert.“ Neben der Zweitplatzierten Bachmann, beendete Lisa Walch ihre beiden Läufe auf Platz sieben. Michaela Niemetz wurde 10.

Bei den Herren reichte es nicht ganz unter die Top Ten. Marius Schmelzer wurde 12., Josef Limmer 14. Für beide eine solide Leistung. Schmelzer hat aufgrund schulischer Ausbildung einige Wochen Trainingsrückstand. „Das Potential bei ihm ist aber da“, ist sich Thomas Niemetz sicher. Limmer habe dagegen mit der Doppelbelastung Einsitzer und Doppelsitzer zu kämpfen gehabt. „Trotzdem rückt er immer weiter nach vorne.“

Das ganze Team rückt immer weiter an die übermächtige Konkurrenz aus Österreich, Italien und Russland heran. Dafür werden in den kommenden zwei bis drei Wochen noch Lauf-und Materialtests durchgeführt. „Wir hoffen auch noch auf ein paar Trainingsfahrten in Latzfons, dort finden im kommenden Jahr die Weltmeisterschaften statt“, blickt Niemetz voraus.

Familiäre Deutsche Meisterschaften


Zuvor durften sich die Athleten aber bei der Deutschen Meisterschaft in Unterammergau messen. Dort hatte ein ‚Oldie‘ die Nase vorn. Björn Kierspiel vom SC Riessersee verwies Marius Schmelzer und Christian Wichan (WSV Unterammergau) auf die Plätze. Bei den Damen gewann Michaela Niemetz vor Sara Bachmann und zeigte damit, dass auch sie in der kommenden Saison weiter angreifen will. Schneller als ihre beiden Teamkolleginnen war nur Lisa Walch, die allerdings in der Junioren-Klasse 1 gewertet wurde.


Außerdem gewann die Jugend 2 Sarah Schiller vom WSV Unterammergau. Junioren-1-Sieger wurde Simon Dietz. Regina Rowold vom RC Rottach-Egern siegte in der Junioren-2-Klasse genauso wie Josef Limmer, der Oliver Schiller und Maximilian Wichan (beide WSV Unterammergau) auf die Plätze zwei und drei verwies. Keine Konkurrenz hatte Hubert Erb vom MTV Rosenheim bei den Senioren. Im Junioren-Doppel nahmen Josef Limmer und Simon Dietz dem Duo Oliver Schiller/Maximilian Wichan über zwei Sekunden ab.

Mit 13 Teilnehmern waren die Deutschen Meisterschaften für die Naturbahnrodler fast ein Familienfest und ein absolut würdiger Abschluss einer erfolgreichen Saison.

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27. FIL-Europameisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn in Winterleiten (AUT), 9.–11.02.2018

• Sara Bachmann verpasst Medaille nur knapp
• Deutsches Team viertstärkstes hinter Österreich, Italien und Russland

Obdach-Winterleiten (AUT) – Das deutsche Team hat bei den 27. FIL-Europameisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn eine Medaille nur knapp verpasst. Sara Bachmann vom WSV Unterammergau patzte buchstäblich in letzter Sekunde.

Nach dem ersten Lauf war bereits klar, dass sich eine Italienerin den Sieg holen würde. Titelverteidigerin Evelin Lanthaler hatte ihrer Teamkameradin Greta Pinggera bereist 49 Hundertstel abgenommen. Für Sara Bachmann mit 1,43 Sekunden Rückstand auf Lanthaler nicht mehr zu erreichen. Aber Bronze schien in Greifweite. Auch wenn die Verfolgerinnen – unter anderem Teamkollegin Lisa Walch (WSV Unterammergau) – ihr im Nacken saßen.

Bis zur letzten Zwischenzeit behielt die gebürtige Südtirolerin die Nerven, doch kurz vor der letzten Zwischenzeit machte sie einen Fehler in einer Hochgeschwindigkeitskurve und die Medaillenträume waren ausgeträumt. Doch für die 22-Jährige ist das kein Problem: „Ich bin mit meinem 4. Platz sehr zufrieden. Nachdem ich drei Wochen Verletzungspause hinter mir habe, lief es in den letzten Tagen super für mich. Heute hatte ich leider einen großen Fehler, der mich den Podestplatz gekostet hat. Dennoch glänzt Blech für mich wie Gold.“

Starke Teamleistung bei den Damen


Lisa Walch landete letztendlich auf dem 7. Platz und kann damit mehr als zufrieden sein. „Sie hat sich wieder gesteigert“, lobte der sportliche Leiter Gerhard Pilz. „Im Training ist sie sogar die drittbeste Zeit gefahren und das obwohl es eine sehr junge Sportlerin ist, die da mitkämpft.“

Grundsätzlich ist der Trainer mit allen Damen zufrieden, auch wenn Michaela Niemetz (WSV Unterammergau) nach einem Sturz im ersten Lauf nur 23. wurde. „Wir sind nur glücklich, dass ihr nicht mehr passiert ist. Sie hätte sich auch schwer verletzten können.“ Die 24-Jährige kann es nicht ganz so locker sehen: „Für mich war das Wochenende leider durch den Sturz im ersten Wertungslauf sehr enttäuschend. Auch wenn ich im zweiten Lauf noch eine ordentliche Fahrt zeigen konnte.“

Ordentlich waren auch die Leistungen der Männer und der Doppelsitzer. Marius Schmelzer (WSV Oberaufdorf) wurde 15. – nicht ganz das, was er sich erhofft hatte: „Top Ten war mein Ziel, das habe ich leider verfehlt. Im zweiten Lauf habe ich noch mal alles probiert, wenigstens die Platzierung zu verbessern. Das ist dann aber in der Zielkurve leider unglücklich gelaufen, so dass ich ins Ziel gestürzt bin. Die gute Zeit war dann weg.“ „Bei ihm ist das Problem die fehlende Fahrpraxis“, analysierte Gerhard Pilz. „20 bis 30 Trainingsfahrten mehr und er ist wieder vorn dabei.“

Deutsches Team kommt näher


Josef Limmer vom SC Riessersee landete am Ende auf Platz 20. Er hatte ein größeres Programm als seine Teamkollegen, da er zusammen mit Simon Dietz (WSV Unterammergau) auch noch Doppelsitzer (10. Platz) fuhr. „Er zeigt gute Läufe, er hat die Bahn im Griff“, zeigte sich der sportliche Leiter auch hier zufrieden.
Im Team erreichte die Mannschaft des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland ebenfalls den vierten Platz. Da fehlt noch ein bisschen was zu den großen Naturbahnrodel-Nationen Österreich, Italien und Russland. „Das Mithalten ist noch schwierig, aber wir kommen immer näher“, prophezeite Pilz. Der mit der Leistung seines Teams bei den Europameisterschaften absolut zufrieden war.

 

27. FIL Europameisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn in Obdach-Winterleiten (AUT) vom 9. bis 11. Februar 2018

• Deutsche Naturbahnrodler wollen ihr Bestes geben
• Top-Platzierung nicht ganz unrealistisch

Obdach-Winterleiten (AUT) – Eine Woche, bevor im österreichischen Umhausen das Weltcup-Finale des GRM Group Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn stattfindet, steht am Wochenende der Saisonhöhepunkt an: die FIL Europameisterschaften in Obdach-Winterleiten (AUT). Auch das deutsche Team rechnet sich diesmal Chancen auf gute Platzierungen aus.

Das heiße Eisen des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland ist Sara Bachmann vom WSV Unterammergau. Die gebürtige Südtirolerin verpasste allerdings die letzten drei Weltcuprennen aufgrund einer Sehnenverletzung am Fuß. „Sara hat vergangenes Wochenende mit einer Schiene am Fuß trainiert und war schmerzfrei“, bestätigt der sportliche Leiter, Gerhard Pilz. Das war die Voraussetzung für einen Start bei den Europameisterschaften.

Bei den 26. FIL Europameisterschaften vor zwei Jahren im Passeiertal wurde Sara Bachmann Fünfte. Startete damals aber noch für Italien. Die bisherigen Saisonergebnisse (7. Platz Kühtai, 6. Platz Latzfons) ließen eine Steigerung erkennen. Allerdings ist noch unklar, wie sich die Verletzungspause auswirken wird.

Juniorin mit Chancen auf Top-Platzierung


Ebenfalls für Überraschungen gut, ist Lisa Walch vom WSV Unterammergau. Die 16-Jährige wurde bei der FIL-Junioren-Weltmeisterschaft vergangenes Wochenende Vierte und hat auch im Weltcup diesen Winter schon bewiesen, was sie kann (10. Platz Kühtai, 9.Platz Latzfons, 6. Platz St. Sebastian).

Die dritte im Bunde der deutschen Damen ist Michaela Niemetz ebenfalls vom WSV Unterammergau. Sie hat als einzige alle Weltcuprennen bestritten und sich dabei absolut konstant gezeigt. Dreimal landete sie auch Platz neun, zweimal auf Platz zehn. Natürlich erhofft sie sich bei der EM den ein oder anderen Platz nach vorne.

Was ist möglich?


„Bei den Damen sind die Chancen auf gute Platzierungen nicht schlecht“, ist sich auch Thomas Niemetz, der Koordinator Naturbahn beim BSD, sicher. „Bei den Herren ist die Frage, wie sich die Prüfungspause bei Marius Schmelzer auswirkt.“ Der 22-Jährige vom WSV Oberaudorf hat wie Sara Bachmann drei Weltcuprennen verpasst. Beim 2. GRM Group Weltcup in Latzfons zeigte er mit Platz acht, dass mit ihm zu rechnen ist.

Neben Marius Schmelzer wird Josef Limmer vom SC Riessersee versuchen, eine gute Leistung abzuliefern. Der 19-Jährige macht in dieser Saison hauptsächlich im Doppelsitzer von sich reden, kann aber an einem guten Tag durchaus eine Platzierung unter den besten 15 erreichen. Weiter vorne kann es zusammen mit Simon Dietz gehen. Als Vierter bei der Junioren-Weltmeisterschaft hat das Duo das Podest nur knapp verpasst und auch bei den Weltcups konnten sich die Ergebnisse sehen lassen: zweimal siebter Platz.

Los geht die 27. FIL Europameisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahn am Freitag, den 9.2. mit den ersten Trainingsläufen. Am Samstag (10.2.) finden die ersten Wertungsläufe statt, bevor am Sonntag (11.2.) die Entscheidungen über die Medaillen fallen.

11. FIL Juniorenweltmeister-
schaften im Rennrodeln auf Naturbahn in Laas (ITA)

• Erfolgreiche Juniorenweltmeisterschaften für BSD-Rodler
• Walch und Limmer/Dietz verpassen Medaillen nur knapp

Laas (ITA) – Nach zwei Tagen und acht Wertungsläufen kann der Bob- und Schlittenverband für Deutschland eine positive Bilanz der Juniorenweltmeisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahnen im italienischen Laas ziehen. Vor allem bei den Damen und den Doppelsitzern gab es Grund zur Freude.

„Es war ein unglaubliches Rennen auf hohem Niveau“, bilanzierte der sportliche Leiter des deutschen Naturbahnrodel-Teams, Gerhard Pilz nach dem Damen-Rennen. „Es war klar, dass Italien mit vier Läuferinnen und vielen Trainingsfahrten der klare Favorit sein würde.“ Aber Lisa Walch vom WSV Unterammergau hat gut mitgehalten. „Sie hat mitgekämpft, gute Zeiten gefahren und eine sensationelle Leistung abgeliefert“, freute sich der Trainer. Am Ende landete die 16-Jährige auf dem undankbaren vierten Rang hinter Alexandra Pfattner, Nadine Staffler und Christa Unterholzer aus Italien. Die vierte Italienerin Daniela Mittermair ließ sie hinter sich.

Voll konzentriert: Lisa Walch will hoch hinaus.

„Ich bin mit dem vierten Platz zufrieden“, fiel das Resümee der gebürtigen Tirolerin Walch aus. „Ich bin drei konstante Zeiten gefahren. Ich hätte mich natürlich über eine Medaille gefreut, doch die anderen waren einfach besser.“ Auch Pilz trauert der Medaille nicht nach. „Es hatten alle vier fehlerfreie Läufe, da entscheidet am Ende die Zeit.“ Von Lisa Walchs Zeit, könnten sich die männlichen Konkurrenten eine Scheibe abschneiden, sagte er mit einem Augenzwinkern beim Blick auf das Ergebnis der Männer.

Super Leistung von Josef Limmer


Dort war das Podest nicht klar in italienischer Hand. Laurin Jakob Kompatscher musste sich den zwei Österreichern Fabian Achenrainer und Florian Markt geschlagen geben. Josef Limmer vom SC Riessersee landete auf Platz elf. „Das war eine super Leistung von Seppi“, lobte Trainer Pilz. „Er hat im zweiten Lauf zu viel gewollt, hat das aber gut analysiert und ist zum Schluss eine Bombenzeit gefahren.“ Bei drei konstanten Läufen wäre die Reise noch weiter nach vorne gegangen, ist sich Gerhard Pilz sicher.

Für Oliver Schiller vom WSV Unterammergau endete die Reise auf dem 16. Platz. Damit bestätigte er leider seine absteigende Form, die sich im letzten Weltcuprennen in Umhausen (AUT) schon abgezeichnet hat. „Zurzeit läuft es nicht gut“, gibt Gerhard Pilz zu. „Wir wissen nicht genau, woran es liegt.“ Das soll in den nächsten Wochen bei den abschließenden Trainings analysiert werden.

Limmer/Dietz kratzten am Podest


Aufsteigende Form zeigt dagegen Youngster Simon Dietz (ebenfalls WSV Unterammergau). Er konnte sich von Training zu Training, von Wertungslauf zu Wertungslauf steigern. „Ich bin zufrieden mit meinen Zeiten, da ich mich um ca. drei Sekunden im zweiten und dritten Wertungslauf verbessert habe.“ Am Ende landete Dietz auf Platz 23. Im Doppelsitzer konnte er mit seinem Partner Josef Limmer die Besten gehörig ärgern.

Ein eingespieltes Team: Simon Dietz (hinten) und Josef Limmer wollen noch weiter nach vorne.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“, bestätigte Pilz das Ergebnis des Duos. Sie beendeten die Junioren-Weltmeisterschaft und somit den Saison-Höhepunkt auf Platz vier. Vor ihnen landeten Fabian Achenrainer und Miguel Brugger aus Österreich, Florian Haselrieder und Elias Gruber aus Italien und Kirill Kravchuk und Aleksandr Zyrianov aus Russland. „Klar ist es schade, dass wir die Medaille verpasst haben. Aber mit dem vierten Platz sind wir auch sehr zufrieden“, konnten Limmer und Dietz sich am Ende freuen.

Jetzt heißt es für die meisten Junioren die Zeit nutzen, um Fehler auszumerzen und Materialabstimmungen zu treffen, bevor der Winter vorbei ist. Lisa Walch darf dagegen noch bei der Europameisterschaft (09.-10.02./ Winterleiten (AUT)) in der allgemeinen Klasse antreten. „Eventuell wird auch das Duo Limmer/Dietz an den Start gehen“, blickte der sportliche Leiter voraus. „Das entscheidet sich im Laufe der Woche.“ Dann wird auch der Rest des deutschen Teams für den Saisonhöhepunkt benannt.

Das deutsche Team hat bei der Juniorenweltmeisterschaft im Naturbahnrodeln überzeugt.

4. FIL Junioren-Weltcup & 5. GRM Group Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn

• Silber und Bronze: Junioren überzeugen bei Weltcup-Finale
• Michaela Niemetz zeigt sich konstant

Umhausen (AUT)/ Deutschnofen (ITA) – An diesem Wochenende lag das Hauptaugenmerk der deutschen Naturbahnrodler auf den Junioren. Im österreichischen Umhausen ging es um die letzten Weltcuppunkte. Beim allgemeinen Weltcup im italienischen Deutschenofen hielt Michaela Niemetz als einzige die deutsche Fahne hoch.

Lauter strahlende Gesichter waren am Sonntagnachmittag in Umhausen zu sehen. Das deutsche Team konnte sich nicht nur zwei Podestplätze sichern, sondern auch zwei dritte Plätze im Gesamt-Weltcup der Junioren. Allen voran bewies Lisa Walch (WSV Unterammergau) erneut ihre Stärke und landete mit nur fünf Hundertstel Rückstand auf Camilla Singer (ITA) auf dem zweiten Platz. Im Gesamt-Weltcup war ihr somit der dritte Platz nicht mehr zu nehmen.„Ich bin super zufrieden mit dem 2. Platz“, freute sich die 16-Jährige. „Es haben nur fünf Hundertstel auf den 1. Platz gefehlt. Im Gesamtweltcup bin ich Dritte. Ich freue mich schon auf die Junioren-Weltmeisterschaft kommendes Wochenende in Laas.“
Diese Begeisterung teilt der technische Leiter Herbert Kögl: „Heute hat Lisa ihre Stärke bewiesen, dass sie ein Rennen zu ihren Gunsten drehen kann. Wir haben heute eine perfekte Abstimmung gefunden. Die fünf Hundertstel kann man irgendwo suchen, aber das sind knapp 15 Zentimeter auf der gesamten Länge. Diese Woche ist sie mir die lieber noch hinten und dafür nächste Woche vorne.“

BU: Die Abstimmung passt. Lisa Walch und ihr Schlitten sind perfekt aufeinander abgestimmt.

 

Doppel erneut stark unterwegs


Vorne dabei waren auch wieder die Doppelsitzer Josef Limmer (SC Riessersee) und Simon Dietz (WSV Unterammergau). Nicht nur beim letzten Junioren-Weltcup der Saison sicherten sie sich den dritten Platz, sondern auch in der Gesamtwertung. „Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich bin sehr stolz auf den dritten Platz im Rennen und im Gesamtweltcup“, strahlte der gerade 15-jährige Dietz. Sein 19-jähriger Doppelpartner konnte dem nur zustimmen: „Ich bin sehr zufrieden mit dem dritten Platz im Gesamtweltcup und wir freuen uns auf die JWM nächstes Wochenende.“

BU: Sie strahlten am Ende des FIL Junioren-Weltcups in Umhausen um die Wette: Josef Limmer, Lisa Walch und Simon Dietz (v.l.).



Für Oliver Schiller (WSV Unterammergau) gab es nicht so viel Grund zu Freude: „Ich habe zwei schwere Fehler in den Rennläufen gehabt. Dementsprechend ist die Platzierung.“ Er landete am Ende auf dem 14. Platz. Josef Limmer wurde beim Sieg des Österreichers Fabian Achenrainer Siebter, Simon Dietz 24. Für Limmer und Dietz sieht die Gesamtwertung auch am Ende so aus. Oliver Schiller rangiert dort auf dem zwölften Platz.

„Wir wollen eine Medaille“


Der sportliche Leiter Gerhard Pilz sieht sein Team für die anstehende Junioren-Weltmeisterschaft (03.-04.02.2018/Laas) gut aufgestellt: „Unsere Jahresplanung geht auf. Die Junioren sind sehr gut in Form. Wir haben noch am Material getüftelt, das passt. Wir wollen eine Medaille.“

Ob die Deutschen bei der Europameisterschaft (09.-10.02.2018/Winterleiten) oder beim Finale des GRM Group Weltcups im Rennrodeln auf Naturbahn um die Medaillen mitfahren können, traut sich Pilz noch nicht zu prognostizieren. Sara Bachmann (WSV Unterammergau) ist weiterhin verletzt. Marius Schmelzer (WSV Oberaudorf) verzichtete aus beruflichen Gründen dieses Wochenende erneut auf einen Start. Einzig Michaela Niemetz (WSV Unterammergau) bestätigte ihre Form mit einem neunten Platz beim 5. GRM Group Weltcup im italienischen Deutschnofen. War aber nicht zufrieden: „Ich hatte leider in den beiden Rennläufen je einen Schnitzerin der Zielkurve und konnte deswegen die erhoffte Platzierung nicht ganz erzielen. Aber jetzt ein Trainingswochenende und dann Vollgas zur EM nach Winterleiten.“

BU: Nicht zufrieden mit dem Weltcup in Deutschnofen, aber angriffslustig blickt Michaela Niemetz in Richtung Europameisterschaft.


So sieht auch der Plan von Gerhard Pilz aus. Der hofft – vielleicht auch mit Unterstützung der erfolgreichen Junioren – ein starkes deutsches Team dort an den Start zu schicken.

4. GRM Group Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn in St. Sebastian (AUT)

• Große Fortschritte für Junioren
• Deutsches Naturbahnrodel-Team wird immer kleiner

St. Sebastian (AUT) – Die deutschen Naturbahnrodler haben beim 4. GRM Group Weltcup ihre Form bestätigt. Das Stammteam schrumpft aber zusehends.

Insgesamt fünf deutsche Athleten sind im österreichischen St. Sebastian an den Start gegangen. Vier davon sind Junioren. Trotzdem kann sich das Endergebnis durchaus sehen lassen. Bei den Damen fuhr Lisa Walch auf den 6. Platz. Michaela Niemetz (beide WSV Unterammergau) wurde 9. „Vor allem Lisa hat große Fortschritte gemacht“, freute sich der sportliche Leiter Gerhard Pilz. „Wir sind mit ihr in der Materialabstimmung ein Stück weiter und der Junioren-Weltcup vergangene Woche auf der gleichen Bahn hat natürlich auch geholfen.“

Ein paar Trainingsfahrten mehr in St. Sebastian hatten also auch Josef Limmer (SC Riessersee) und Oliver Schiller (WSV Unterammergau), die bei den Herren 14. Und 16. wurden. Das Doppel Josef Limmer/Simon Dietz (WSV Unterammergau) landete am Ende auf dem 7. Platz. „Wir sind absolut zufrieden mit dem Ergebnis“, so Gerhard Pilz. „Es waren aufgrund der heftigen Schneefälle schwierige Bedingungen. Außerdem handelt es sich um eine schwierige Strecke, bei der es um die Linie geht. Da haben sich alle gut geschlagen.“

Junioren und Senioren am Wochenende wieder getrennt unterwegs


Kommendes Wochenende geht es für die Junioren nach Umhausen (AUT). Der Weltcup macht im italienischen Deutschnofen Station. Die Junioren können bei ihrem letzten Weltcup wieder als komplettes Team antreten. Lisa Walch, Oliver Schiller, Josef Limmer und Simon Dietz wollen vor der Junioren-Weltmeisterschaft (03.-04.02.) in Laas (ITA) noch einmal ihr Bestes geben.

Michaela Niemetz wird dagegen alleine nach Südtirol fahren. Sara Bachmann (WSV Unterammergau) muss sich mit ihrer Sehnenverletzung im Fuß noch ein bis zwei Wochen schonen, um vielleicht bei der Europameisterschaft (09.-10.02.) in Winterleiten (AUT) antreten zu können. „Sie muss bis dahin wirklich auskuriert und schmerzfrei sein“, erklärte Gerhard Pilz. „Wenn sie um die Medaillen mitfahren will, muss sie topfit sein.“ Marius Schmelzer (WSV Oberaudorf) steckt immer noch in wichtigen Prüfungen, sollte aber ebenfalls bei der EM wieder mit dabei sein.

Saison-Aus für Christian Wichan


Für Christian Wichan (WSV Unterammergau) dagegen ist die Saison beendet. Der 31-Jährige hatte sich bereits vor der Saison einen Kreuzbandriss zugezogen. Durch die ständige Belastung sind seine Schmerzen bei jedem Lauf schlimmer geworden, dass er sich nach dem Weltcup in Moos im Passeier in ärztliche Behandlung begeben hat. Anfang März wird er operiert, da auch der Innenmeniskus angerissen ist. „Sein Ausfall ist sehr schade“, beteuerte Pilz, der am kommenden Wochenende nur ein Ein-Frau-Team betreut.

Josef Limmer (l.) und Simon Dietz bestätigen auch bei den Senioren immer öfter ihre Leistung.

Abo auf die Top Ten: Lisa Walch (l.) und Michaela Niemetz bestätigen ihre Form.

Es schrumpft das deutsche Team. Mit Lisa Walch, Josef Limmer, Oliver Schiller, Simon Dietz und Michaela Niemetz waren fast nur Junioren beim Weltcup in St.Sebastian am Start.

4. GRM Group Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn in St. Sebastian (AUT) von 20. Bis 21.01.2018

• BSD wieder mit komplettem Team
• Junioren mit Trainingsvorteil

St. Sebastian (AUT) – Das deutsche Naturbahnrodel-Team ist wieder verstärkt und könnte vielleicht sogar von der Verlegung des Weltcups von Kindberg nach St. Sebastian, beides in Österreich, profitieren.

Platz drei, sechs, sieben, acht und 21 lautete die durchaus sehenswerte Bilanz der deutschen Junioren im österreichischen St. Sebastian vergangenes Wochenende. Auch ein Grund, warum Lisa Walch (WSV Unterammergau), Josef Limmer (SC Riessersee), Oliver Schiller und Simon Dietz (beide WSV Unterammergau) am kommenden Wochenende beim Weltcup starten dürfen. „Sie kennen die Bahn und können somit viel Erfahrung sammeln“, ist sich der sportliche Leiter, Gerhard Pilz, sicher. Dazu kommen die beiden Stammfahrer Michaela Niemetz und Christian Wichan (beide WSV Unterammergau). Sara Bachmann (ebenfalls WSV Unterammergau) fällt weiter verletzungsbedingt aus, Marius Schmelzer (WSV Oberaudorf) ist beruflich verhindert.

Die bisherige Formkurve des deutschen Teams ist konstant mit leichter Tendenz nach oben. Der Angriffswille ist da. Natürlich hält man sich mit Kampfansagen in Richtung der starken Italiener und Österreicher zurück, aber ein bisschen ärgern wollen die sechs sie schon. Wichtig sind für alle zwei konstant gute Läufe, dann ist alles drin.
Zuletzt waren die Deutschen beim Weltcup in Latzfons (ITA) als geschlossenes Team am Start. Am Ende platzierten sich fünf von ihnen unter den Top Ten, unter anderem das Junioren-Doppel Limmer/Dietz. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann und auf den kommenden Weltcup am Wochenende hoffen lässt.

3. GRM Group Weltcup / 3. FIL Juniorenweltcup im Rennrodeln auf Naturbahn

• Deutsche Naturbahnrodler bestätigen ihre Leistungen
• Vor allem Junioren überzeugen mit Saisonbestleistungen

Moos im Passeier (ITA) und St. Sebastian (AUT) – Nach einem gemeinsamen Start beim 2. Naturbahn-Weltcup vergangenes Wochenende war das deutsche Team von 12. bis 14. Januar wieder getrennt unterwegs. Sehr dezimiert war dadurch das Weltcup-Team. Gewohnt stark konnten dagegen die Junioren ihre Leistungen abrufen.

Nachdem Sara Bachmann (WSV Unterammrgau) mit einer Sehnenverletzung im Fuß pausieren und Marius Schmelzer (WSV Oberaudorf) wegen wichtiger Prüfungen seinen Start beim 3. GRM Group Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn absagen musste, blieben dem deutschen Team noch zwei Athleten übrig. Michaela Niemetz und Christian Wichan (beide WSV Unterammergau) wollten trotz der Verlegung des Weltcups von Moskau (RUS) nach Moos im Passeier zeigen, dass mit ihnen zu rechnen ist.

Michaela Niemetz bestätigte ihre Form. Die 24-Jährige landete mit 7,67 Sekunden Rückstand auf die italienische Siegerin Evelin Lanthaler auf dem 10. Platz. Trotzdem haderte sie am Ende: „Ich hätte mir mehr erhofft. Wir konnten diese Saison hier noch nicht trainieren und ich brauche immer ein paar Fahrten bis ich rein komme. Trotzdem waren es für mich im Rennen die schnellsten Zeiten auf der Bahn.“

So sehen zufriedene Sportler aus: Michaela Niemetz beim Weltcup in Moos.

Das bestätigte auch der sportliche Leiter Gerhard Pilz: „Wir hätten noch fünf bis sechs Trainingsfahrten gebraucht, dann hätte das Ergebnis noch einmal ganz anders aussehen können.“ Trotzdem ist er vor allem mit den Zeiten der beiden zufrieden. Die blieb bei Christian Wichan am Ende bei 1:55.44 stehen, 6,62 Sekunden hinter dem Italiener Alex Gruber, der sich knapp vor dem Österreicher Thomas Kammerlander in Führung setzte. „Ich bin noch nicht zufrieden“, resümierte der 31-Jährige. „Der Zeitabstand ist mir noch zu groß. Aber ich konnte mich zumindest in jedem Lauf steigern.“

Langsam wird das Lächeln breiter. Christian Wichan freut sich über seine Steigerung von Wettkampf zu Wettkampf, will aber noch mehr.

 

Saisonbestleistungen für Junioren


Gesteigert hat sich auch das Junioren-Team, das zeitgleich im österreichischen St. Sebastian Station gemacht hat. Besonders die Herren konnten im Einsitzer ihre Saisonbestleistung abrufen. „Vor allem Josef Limmer macht riesige Fortschritte“, freute sich der sportliche Leiter Gerhard Pilz über den 6. Platz des 19-Jährigen. „Und dass trotz der schwierigen Bedingungen. Das warme Wetter sorgte bei uns für eine Materialtüftlerei.“

3. Rennen, 3. Podest, Josef Limmer (l.) und Simon Dietz fühlen sich wohl.

Eben diese Tüftlerei endete für Lisa Walch (WSV Unterammergau) am Ende mit Platz 7. „Wir haben entschieden das Material für die Junioren-Weltmeisterschaft in Laas komplett umzustellen. Da musste ich mich noch daran gewöhnen. Doch es ist auf jeden Fall schneller“, erklärte die 16-Jährige nach dem Rennen. Ihre Teamkameraden Oliver Schiller und Simon Dietz (beide WSV Unterammergau) beendeten den 3. Junioren-Weltcup auf den Plätzen 8 und 21. Das Duo Limmer/Dietz wurde starker 3.

Bei 4. GRM Group Weltcup wieder als großes Team am Start


Am kommende Wochenende pausieren die Junioren mit ihrem eigenen Weltcup, weswegen beim 4. GRM Group Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn von 20. bis 21.01. alle deutschen Athleten wieder als Team in St. Sebastian antreten werden. Ursprünglich sollte der Wettbewerb in Kindberg ausgetragen werden. „Da die Junioren die Bahn in St. Sebastian schon kennen, können wir sie beruhigt beim Weltcup starten lassen, um Erfahrungen zu sammeln“, so Pilz.

Ein starkes Team (v.r.n.l.): Lisa Walch, Oliver Schiller, Simon Dietz und Josef Limmer mit dem technischen Leiter Herbert Kögl

3. GRM Group Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn im Passeiertal/Val Passiria (ITA)

• Deutsche Hoffnungsträgerin fällt aus
• Sara Bachmann am Fuß verletzt
• Deutsches Team stark dezimiert

Moos im Passeier (ITA) – Beim 3. Naturbahnrodel-Weltcup muss die deutsche Mannschaft mit einem sehr kleinen Team an den Start gehen. Zwei Sportler wollen die Fahne aber hoch halten.

Michela Niemetz und Christian Wichan (beide WSV Unterammergau) sind die beiden übrig gebliebenen Athleten, die am kommenden Wochenende (12.-14. Januar) beim GRM Group Weltcup an den Start gehen werden. Die Junioren, die vergangene Woche Weltcup-Luft schnuppern durften, sind zeitgleich bei ihrem eigenen Wettkampf im österreichischen St. Sebastian. Marius Schmelzer (WSV Oberaudorf) schreibt wichtige Prüfungen und Sara Bachmann (WSV Unterammergau) ist am Fuß verletzt.

„Sara fällt uns sicher die beiden Weltcups aus“, gab Thomas Niemetz, der Koordinator Naturbahn beim Bob- und Schlittenverband für Deutschland, am Dienstag bekannt. Nach einer Sehnenverletzung muss die gebürtige Südtirolerin den Fuß absolut ruhig halten. Besonders bitter für das deutsche Team, da Sara mit Platz sieben und Platz sechs bisher die besten deutschen Platzierungen eingefahren hat und im Passeier einen Podestplatz fest ins Auge gefasst hatte.
Dennoch werden Michaela Niemetz und Christian Wichan voll angreifen, um die Italiener bei ihrem zweiten Heimweltcup in Folge zumindest ein bisschen zu ärgern. Moos im Passeier war für Moskau (RUS) eingesprungen, die den Weltcup aufgrund von Schneemangel absagen mussten. „Im Passeier hält die Bahn“, ist sich Thomas Niemetz sicher.

Sicher ist auch der Start von Josef Limmer (SC Riessersee), Oliver Schiller, Simon Dietz und Lisa Walch (alle WSV Unterammergau) beim Junioren-Weltcup in St. Sebastian (AUT). Sie alle kennen die Bahn noch nicht, freuen sich aber auf die neue Herausforderung. Beim ersten Junioren-Weltcup landeten sowohl das Duo Limmer/Dietz als auch Lisa Walch auf dem 2. Platz. Bei zwei konstant guten Läufen ist den Deutschen also einiges zuzutrauen.

Sara Bachmann muss wegen einer Sehnenverletzung am Fuß mehrere Wochen pausieren.

 

 

2. GRM Group World Cup 2017/2018 – Naturbahnrodeln in Latzfons (ITA)

• Trotz Verletzungen überzeugen deutsche Naturbahnrodler in Latzfons
• Junioren sorgen auch im Weltcup-Team für Aufschwung

Latzfons (ITA) – Am Wochenende hat der Naturbahnrodel-Weltcup im italienischen Latzfons Station gemacht. Die deutsche Mannschaft konnte dort trotz einiger Verletzungen ein sehr gutes Ergebnis einfahren.

Allen voran war es wieder das Duo Josef Limmer (SC Riesserssee) und Simon Dietz (WSV Unterammergau), die nach dem Junioren-Weltcup auf der Seiser Alm auch in Latzfons gezeigt haben, dass sie gut harmonieren. Bei ihrem ersten Weltcup-Rennen in dieser Saison sicherten sie sich mit 4,39 Sekunden Rückstand auf die italienischen Sieger Patrick Pigneter und Florian Clara den 7. Platz. „Sie waren mit ihrer Zeit vernünftig dabei“, resümierte der sportliche Leiter Gerhard Pilz. Für ihn ist die Zeit letztendlich aussagekräftiger wie die Platzierung.

Trotz Verletzung Leistung abgerufen


Doch auch die Platzierung stimmte beim 2. GRM Group World Cup in Südtirol. Sara Bachmann vom WSV Unterammergau landete mit 2,39 Sekunden Rückstand - auf die ebenfalls aus Italien kommende Siegerin Evelin Lanthaler - auf Platz sechs, trotz einer Verletzung am Fuß. „Im Hinblick auf die Situation war ihre Leistung sensationell“, freute sich der Trainer. Und auch die 22-Jährige ist zufrieden: „Obwohl ich im zweiten Lauf keinen sauberen Lauf hatte, habe ich einen Platz gut gemacht.“
Zufrieden sind auch Lisa Walch und Michaela Niemetz (beide WSV Unterammergau). Sie beendeten das Rennen auf Platz neun und zehn.Vor allem der zweite Lauf von Michaela Niemetz war sehr gut. „Wäre mir im 1. Lauf nicht der Patzer passiert, hätte es noch weiter nach vorne gehen können“, ist sich die 24-Jährige sicher. „Bei Lisa Walch waren es viele kleine Fehler, die eine bessere Platzierung verhindert haben“, analysierte Gerhard Pilz. „Aber für sie war das kennenlernen  der Bahn in Latzfons wichtig. 2019 finden an dieser Stelle die Weltmeisterschaften statt.“

Schmelzer bester Deutscher auf Rang 8


Bei den Herren zeigte vor allem Marius Schmelzer (WSV Oberaudorf), dass er großes Potential hat. Als bester Deutscher landete er mit 1,58 Sekunden Rückstand auf den Sieger Patrick Pigneter aus Italien auf dem 8. Platz. Da ist der 22-Jährige im Großen und Ganzen zufrieden: „Es ist die erste Platzierung meiner Karriere unter den ersten zehn. Trotzdem hatte ich bei zwei soliden Rennläufen kleinere Fehler gemacht.“ Auch der sportliche Leiter ist überzeugt, dass noch mehr drin gewesen wäre.
Viel traut Gerhard Pilz außerdem Junior Oliver Schiller (WSV Unterammergau) zu. Der 18-Jährige brachte zwei konstante Läufe ins Ziel und ist deshalb mit seinem 16. Platz sehr zufrieden. Mit Platz 19. und 20. blieben Josef Limmer und Christian Wichan (WSV Unterammergau) hinter ihren Erwartungen zurück . Beide waren allerdings durch Verletzungen gehemmt. Limmer schnitt sich beim Kufenschleifen am Samstagabend in beide Daumen, Wichan stürzte beim 1. Training.

Nächster Weltcup in Moos (ITA)


Der nächste Bewerb des GRM Group Weltcups 2017/2018 findet vom 12.–14. Januar 2018 statt – allerdings aufgrund von Schneemangel nicht, wie ursprünglich geplant, in Moskau (RUS), sondern in Moos in Passeier (ITA). Wer dort aus deutscher Sicht an den Start geht entscheiden die Verantwortlichen am Dienstag. Marius Schmelzer wird dem Team definitiv fehlen, er hat wichtige Prüfungen. Die Junioren tragen ihren Weltcup am 13./14. Januar 2018 in St. Sebastian (AUT) aus.

 

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