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René Spies und Norbert Loch verlängern ihre Verträge bis 2022

• Vorzeitige Vertragsverlängerung für Cheftrainer im Bob und Rennrodeln
• Konzentration auf Nachwuchsarbeit und Titelverteidigungen in Peking 2022 geplant

Berchtesgaden (bsd/22.05.2018). Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. und die beiden Cheftrainer René Spies und Norbert Loch haben vorzeitig die Verlängerung ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit um weitere vier Jahre bis 2022 vereinbart. Beide Cheftrainer werden gemeinsam mit ihrem Trainerstab die Athleten im Bob und Rennrodeln auf ihrem Weg zu den Olympischen Winterspielen Peking 2022 begleiten.

„Nach dem erfolgreichen Abschneiden unserer Athleten bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang ist es uns wichtig, mit einer gewissen Konstanz in den neuen Olympia-Zyklus zu starten. Denn neben dem Aufbau eines starken Teams für Peking 2022 müssen wir uns verstärkt um die Nachwuchsarbeit kümmern und junge Athletinnen und Athleten an die Weltspitze heranführen. Wir haben vollstes Vertrauen zu René Spies und Norbert Loch und sind uns sicher, dass sich beide den bevorstehenden Aufgaben mit großem Engagement stellen werden“, erklärt BSD-Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor Thomas Schwab.

Der gebürtige Winterberger René Spies ist seit April 2016 Cheftrainer im deutschen Bobsport. Nach der historischen Pleite von Sotschi 2014, als die deutschen Piloten erstmals seit 50 Jahren ohne Medaille geblieben waren, konnte unter seiner Leitung der Weg zurück in die olympische Erfolgsspur gefunden werden. Das deutsche Team gewann mit Francesco Friedrich und Mariama Jamanka Olympiagold in allen drei Wettbewerben und holte mit Nico Walter zudem noch Silber im 4er der Männer.

Nach den Zielen für die nächsten vier Jahre gefragt, lässt René Spies keine Zweifel offen: „Nach den Ergebnissen in PyeongChang sind die Ziele bei den Männern klar. Da geht es darum, dass man vor dem vierten Lauf wieder die Chance hat, um Gold zu kämpfen. Bei den Frauen hat sich das mit dem Olympiasieg von Mariama Jamanka ein wenig verändert. Hier ist jetzt auch klar, dass wir nicht mehr in der Außenseiterrolle sind. Das Ziel ist daher dasselbe wie bei den Männern: Wir wollen auch bei den Frauen nach dem dritten Lauf bei den Olympischen Spielen in Peking 2022 um Gold mitfahren. Darüber hinaus bin ich sehr zufrieden mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung. Ich denke, dass der BSD ein sehr gutes Mitarbeitermanagement betreibt, und so sollte es eigentlich bei allen Trainern funktionieren“.

Mit drei Olympiasiegen durch Natalie Geisenberger, Tobias Wendl/Tobias Arlt und die Staffel, dazu das Silber für Dajana Eitberger und zweimal Bronze durch Johannes Ludwig und das Doppel Toni Eggert/Sascha Benecken war Deutschland in PyeongChang erneut die dominierende Rodel-Nation.

„Ich freue mich über die vorzeitige Vertragsverlängerung und bedanke mich beim Verband für das Vertrauen in unsere Arbeit. Ich habe bereits direkt nach Olympia mein Interesse bekundet, dass ich gerne mit dem bestehenden Trainerstab in die nächste Olympiade gehen würde. Für mich ist es eine Bestätigung der geleisteten Arbeit der letzten Jahre, und wir nehmen die Herausforderung natürlich gerne wieder an, das Vertrauen mit hoffentlich ähnlichen Erfolgen wie bisher zu rechtfertigen“, erklärt Norbert Loch, der seit 2008 als Rennrodel-Cheftrainer des BSD tätig ist. 

BSD: Sachsen sucht neuen Leistungs-
sportkoordinator / Geschäftsführer

• Stellenausschreibung des RBSV e. V.
• Nachfolger für Wolfgang Strauß in Altenberg gesucht

Berchtesgaden (bsd/22.05.2018) Der Rennrodel-, Bob- und Skeletonverband für Sachsen e. V. (RBSV e.V.) ist auf der Suche nach einem neuen Leistungssportkoordinator und Geschäftsführer. Nachdem sich Wolfgang Strauß, langjähriger Leistungssportkoordinator / Geschäftsführer am sächsischen Landes- und Talentstützpunkt Altenberg demnächst in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet, ist der RBSV e. V. auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger.

 

Wer eine herausfordernde, spannende Tätigkeit im Bereich des Sports sucht und den Weg der künftigen sächsischen Weltmeister und Olympiasieger im Bob, Skeleton und Rennrodeln maßgeblich mitgestalten möchte, sollte in jedem Fall einen Blick auf die offizielle Stellenausschreibung werfen. Die Stelle ist zum 1. Oktober 2018 neu zu besetzen. Alle Informationen und Kontaktdaten sind hier zu finden.

 


 

 

Rennrodeln: KUFI verstärkt WM-OK Team in Winterberg

• WM-Maskottchen in Winterberg präsentiert

Berchtesgaden (bsd/15.05.2018) Einen sportlichen Neuzugang hat das Organisationsteam der 48. FIL-Weltmeister
schaften 2019 im Rennrodeln in Winterberg zu verzeichnen. Seit Anfang Mai unterstützt KUFI, das offizielle WM-Maskottchen, die Informations- und Werbekampagnen für den Saisonhöhepunkt der Rodler im kommenden Winter.

Die Vorbereitungen für die Heim-WM in der VELTINS-EisArena laufen auf Hochtouren, und ab sofort ist Pinguin KUFI bei allen öffentlichen WM-Werbeauftritten mit dabei. Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde der knuffige Vogel beim „Stadterlebnis Winterberg“ am 5. und 6. Mai, wo die Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH (ESZW) und der BRC Hallenberg als Ausrichter der WM mit einem gemeinsamen Informationsstand vertreten waren.

Die FIL Rennrodel WM wird vom 25. bis 27. Januar 2019 in der Winterberger VELTINS-EisArena ausgetragen. Alle Informationen zum vorläufigen Zeitplan, Ticketverkauf und natürlich KUFI sind hier zu finden.

FELIX LOCH ALS „SPORTLER DES JAHRES“ BEI 2. BERCHTESGADENER SPORT-GALA GEEHRT

• 470 Gala-Gäste feiern sportliche Erfolge ihrer heimischen Athleten
• Vaterfreuden und Berchtesgadener Sportpreis für Felix Loch
• „Gold-Tobis“ werden zum zweiten Mal mit dem Sportpreis ausgezeichnet

Berchtesgaden (bsd/08.05.2018) Für Felix Loch gab es am vergangenen Freitag, den 4. Mai, gleich doppelt Grund zur Freude: Am Vormittag wurde er zum zweiten Mal Vater, und am Abend als „Sportler des Jahres“ auf der 2. Berchtesgadener Sport-Gala geehrt. Loch hatte in der abgelaufenen Saison zum sechsten Mal in Folge den Rennrodel-Gesamtweltcup gewonnen. Doch der Hauptgrund seiner Wahl war vor allem „die menschliche Größe, die Felix zeigte, im Moment seiner vielleicht größten Niederlage“, so Laudator Franz Rasp während der feierlichen Preisverleihung im AlpenCongress in Berchtesgaden. Dass er den Preis nicht persönlich entgegennahm, sondern sich nur per Videobotschaft bedankte, dafür hatten die über 470 Gäste im festlich geschmückten Saal vollstes Verständnis.


 
Neben Felix Loch wurden vier weitere BSD-Athleten und Trainer für ihre sportlichen internationalen Erfolge in der Heimat geehrt. Skeleton-Pilot Felix Keisinger erhielt von Marktschellenbergs Bürgermeister Franz Halmich den Berchtesgadener Sportpreis als „Nachwuchssportler des Jahres“ überreicht. Der 20-Jährige vom WSV Königssee gewann bei der Junioren-WM in St. Moritz Bronze, stand in der letzten Saison achtmal beim Intercontinentalcup auf dem Treppchen, davon fünfmal als Sieger ganz oben, und war auch im Europacup erfolgreich. „Hier zuhause nach der Saison nochmal geehrt zu werden, ist natürlich toll und freut mich sehr“, erklärt Felix Keisinger. In der kommenden Saison möchte er den Abstand zum Weltcupteam weiter verkürzen und bei der JWM auf jeden Fall wieder auf dem Podest stehen.



Nachdem sie bei der ersten Sport-Gala als „Botschafter des Sports“ geehrt wurden, erhielten die „Gold-Tobis“, Tobias Wendl und Tobias Arlt, in diesem Jahr den Preis als „Mannschaft des Jahres“. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michael Kaniber würdigte in ihrer Laudatio nicht nur die sportlichen Erfolge, sondern auch den unbeschreiblichen Teamgeist, den die vierfachen Doppelsitzer-Olympiasieger in die Welt hinaustragen, sowie ihr Engagement für die Nachwuchsförderung.
 
„Es ehrt uns natürlich ungemein, dass wir den Preis entgegennehmen durften. Der von Heinz Quittenbaum gestaltete Preis gefällt uns wirklich sehr gut, denn er zeigt und würdigt alle Wintersportarten, die hier im Landkreis vertreten sind. Wir sind sehr stolz und zurecht als Mannschaft geehrt worden, weil wir immer auch zusammen als Team auftreten“, freut sich Tobias Arlt. „Wir sind schon so lange zusammen, und Mannschaften können auch mal jemanden auswechseln. Aber wir wechseln niemanden aus, wir sind quasi eng miteinander verbunden, sozusagen zusammengeschweißt“, ergänzt Tobias Wendl lachend.



Die Medaillen seiner Rodler bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften oder Weltcuprennen lassen sich nicht mehr in wenigen Zeilen zusammenfassen, meinte Laudator Andreas Trautvetter, Präsident des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), der Norbert Loch als einen der weltweit erfolgreichsten Trainer und vor allem als „großen Menschen“ würdigte und ihm den Preis als „Trainer des Jahres“ überreichte.

„Die Auszeichnung bedeutet mir sehr viel, weil damit nicht nur meine Arbeit, sondern die des gesamten Trainerteams honoriert wird. Ich durfte die über viele Jahre sehr gute Nachwuchsarbeit lange Zeit selbst mitbegleiten und kann sie jetzt in meiner Position als Cheftrainer weiter beobachten. Gemeinsam mit den Stützpunkttrainern habe ich viel erreicht und bin deshalb sehr stolz darüber, dass es in diesem Rahmen geschätzt und geehrt wurde“, freut sich Norbert Loch.


 
Die in Zusammenarbeit der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK) und des Wintersport-Fördervereins „Sport-Talent“ organisierte Sport-Gala war ein voller Erfolg. Der Reinerlös der Gala-Veranstaltung kommt zu 100 Prozent der Nachwuchsförderung zugute.

Die Preisträger der 2. Berchtesgadener Sport-Gala im Überblick


• Sportlerin des Jahres: Ramona Hofmeister (Snowboard)

• Sportler des Jahres: Felix Loch (Rennrodeln)

• Mannschaft des Jahres: Tobias Wendl und Tobias Arlt (Rennrodeln)

• Nachwuchssportlerin des Jahres: Franziska Pfnür (Biathlon)

• Nachwuchssportler des Jahres: Felix Keisinger (Skeleton)

• Trainer des Jahres: Norbert Loch (Rennrodeln)

• Stützpunkttrainer des Jahres: Christian Leitner (Skisprung)

• Persönlicher Preis der Bürgermeister: SG Schönau (Fußball)

• Herausragender Förderer des Berchtesgadener Sports: Roland Schnaitmann, Bayernwerk AG

• Herausragender Absolvent des CJD Berchtesgaden: Constantin Schmid (Skisprung)

• Ehrenpreis für das Lebenswerk: Jürgen Seifert (Biathlon)

 

Bilder: Jürgen Wassmuth

Rennrodeln: Oberhof richtet 50. Rodel-EM und Weltcup 2019 aus

• Europäische Jubiläumswettkämpfe 2019 in Thüringen
• TSBV-Sportdirektor Uwe Theisinger freut sich auf Volksfeststimmung

Berchtesgaden (bsd/03.05.2018) Die 50. FIL Rennrodel-Europameisterschaften werden in dieser Saison in Oberhof ausgetragen. Damit geht es für das deutsche Team vom 4. bis 10. Februar 2019 auf der Rennschlitten- und Bobbahn unweit des legendären Grenzadlers nicht nur um Weltcup-Punkte, sondern auch um EM-Medaillen. Die europäischen Jubiläumswettkämpfe werden als sogenannte „Race in Race“ Veranstaltungen durchgeführt.

TSBV- Sportdirektor und Cheforganisator Uwe Theisinger zeigt sich über die Entscheidung sehr erfreut: „Es ist eine große Wertschätzung für uns als Verband aber vor allem für die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, dass wir im kommenden Jahr nicht nur einen Weltcup, sondern zugleich die 50. europäischen Titelkämpfe durchführen werden. Die Rodelwettkämpfe sind bei uns nicht nur reine Sportveranstaltungen, sondern haben mit mehr als 11.000 Zuschauern immer Volksfestcharakter.  Die FIL honoriert damit die Einzigartigkeit Wettbewerbe im nationalen und internationalen Vergleich. Darauf sind wir sehr stolz.“

Bei den letzten Europameisterschaften, die in Sigulda ausgetragen wurden, konnte sich der BSD über einen EM-Titel durch Toni Eggert und Sascha Benecken im Doppelsitzer sowie drei Silbermedaillen durch Nathalie Geisenberger und Felix Loch im Einsitzer und in der Teamstaffel sowie eine Bronzemedaille durch Tobias Wendl und Tobias Arlt im Doppelsitzer freuen. 

Vorschau: 2. Berchtesgadener Sport-Gala ehrt herausragende Leistungen im Sport

Berchtesgaden (bsd/27.04.2018) Am kommenden Freitag, den 4. Mai 2018, findet im AlpenCongress die zweite Berchtesgadener Sport-Gala statt. In Zusammenarbeit der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK) und des Wintersport-Fördervereins „Sport-Talent“ werden in festlichem Ambiente auch dieses Jahr die herausragenden sportlichen Leistungen und Erfolge heimischer Spitzensportler, Trainer, Förderer des Sports sowie das ehrenamtliche Engagement geehrt.

Die Preisträger in zwölf Kategorien werden von der aus den Bürgermeistern der fünf Gemeinden des inneren Landkreises sowie aus Sportvertretern bestehenden Jury ausgewählt. Den Jury-Vorsitz haben Helmut Weinbuch, ehemaliger Generalsekretär des Deutschen Skiverbandes und Ehrenpräsident von „Sport-Talent“, und Sebastian Rasp, Vorstand für Vereinsmanagement des Fördervereins.

Der neue Sport-Gala-Preis wurde von dem Berchtesgadener Unternehmer und tatkräftigem Sportförderer Heinz Quittenbaum uneigennützig gestaltet und ist durch sein einzigartiges Design ein echter Blickfang: Der Watzmann steht im Mittelpunkt und repräsentiert die Heimatverbundenheit. Darauf abgebildet sind zwölf Wintersportdisziplinen wie zum Beispiel Ski Alpin, Biathlon, Skispringen oder Rennrodeln, die die langjährige Tradition des Sports im Berchtesgadener Talkessel darstellen.

Besonders interessant verspricht die von Sebastian Rasp und Hans Scherer gestaltete Ausstellung über die Geschichte der Olympischen Winterspiele zu werden. Beginnend mit den ersten Spielen 1924 im französischen Chamonix bis zu den letzten Spielen im südkoreanischen PyeongChang 2018 haben beide interessante Exponate und Hintergrundinformationen zusammengetragen.

Die Ausstellung ist am Mittwoch (02. Mai) und Donnerstag (03. Mai) jeweils von 16 bis 19 Uhr geöffnet sowie am Samstag (05. Mai) von 10 bis 16 Uhr.

Der Reinerlös der Sport-Gala kommt übrigens zu 100 % der Nachwuchsförderung zugute.

Weitere Informationen zur Berchtesgadener Sport-Gala finden Sie unter: www.bglt.de/sportgala

SKELETON: BSD BERUFT DIRK MATSCHENZ ZUM NEUEN CHEFTRAINER SKELETON

• Dirk Matschenz wird offizieller Nachfolger von Jens Müller
• Nachwuchsarbeit, Personalaufstockung und Materialentwicklung sind Schwerpunkte seiner anstehenden Aufgaben

Berchtesgaden (bsd/25.04.2018) Bundestrainer Dirk Matschenz wird das deutsche Skeleton-Nationalteam ab sofort als Cheftrainer Skeleton in die neue Wintersportsaison führen. Er tritt damit die Nachfolge von Jens Müller an, der sich nach 16 Jahren als Trainer im Skeletonsport aus dem deutschen Leistungssport verabschiedet hat. Der Vorstand des BSD hat Dirk Matschenz in der jährlichen Sportausschuss-Sitzung des BSD sein Vertrauen ausgesprochen und ihn zum neuen Cheftrainer Skeleton berufen.

„Bereits in der Wintersportsaison 2014/15 hatte Dirk Matschenz kommissarisch die Skeleton-Nationalmannschaft betreut, als Cheftrainer Jens Müller wegen eines Herzinfarkts ausgefallen war. Spätestens seitdem wissen wir, dass wir uns auch in schwierigen Situationen auf ihn verlassen können. Wir freuen uns, dass er die Aufgabe übernimmt und das Team um Olympia-Silbermedaillengewinnerin Jacqueline Lölling in den nächsten Olympia-Zyklus führen wird“, erklärt BSD-Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor Thomas Schwab.

„Der Skeletonsport bestimmt seit vielen Jahren mein Leben, und ich werde als Cheftrainer alles daran setzen, unsere Athleten weiter in der Weltspitze zu etablieren und erfolgreich auf dem Weg zu den nächsten Olympischen Winterspielen 2022 in Peking zu begleiten“, so der 38-jährige Matschenz. Neben der Betreuung des Nationalkaders und der erfolgreichen Sichtung und Ausbildung des Nachwuchses sieht Matschenz einen Schwerpunkt seiner Arbeit in der Aufstockung des Personals und der spezifischen Weiterbildung. Wichtig sei hier vor allem die leichtathletische Grundausbildung, die für die Verbesserung der Startzeiten entscheidend ist. Zudem möchte er noch enger mit Sportwissenschaftlern für trainingswissenschaftliche Auswertungen und neue Trainingsimpulse zusammenarbeiten und wieder einen regelmäßigen Austausch zur Materialentwicklung fördern.

Der gebürtige Ilmenauer war seit 1997 im Skeleton für den BSD als Athlet im Einsatz, wurde 1999 bei den Weltmeisterschaften in Altenberg Zehnter und gewann 2001 den Deutschen Meistertitel. Nach einem Streit mit dem deutschen Verband wechselte Matschenz 2002 in die Niederlande und wurde 2004 und 2006 jeweils EM-Vierter. Bei den Olympischen Spielen in Turin 2006 konnte er trotz sportlicher Qualifikation nicht teilnehmen, da er noch keinen niederländischen Pass besaß. Nach einem folgenschweren Unfall in Oberhof, wo er auf der Startstrecke mit einem Bob zusammenstieß und schwere Beinverletzungen erlitt, beendete Matschenz 2007 seine Karriere. Er absolvierte eine Trainerausbildung und arbeitete zunächst erfolgreich für die Niederlande, Norwegen und Neuseeland. 2010 holte ihn Vorgänger Jens Müller zurück zum BSD, wo er bis jetzt als Bundestrainer in Berchtesgaden tätig war.
 

Zum Gedenken an Günter Gscheidlinger

Berchtesgaden (bsd/23.04.2018) Der BSD trauert um seinen langjährigen Geschäftsführer Günter Gscheidlinger. Am Sonntag, 22. April 2018, ist Günter Gscheidlinger im Alter von 79 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben.

In seiner beinahe 30-jährigen Amtszeit hatte der gebürtige Passauer drei Tätigkeiten inne – Geschäftsführer des Bundesleistungszentrums (BLZ), Sportdirektor für den Leistungssportbereich sowie Generalsekretär des Deutschen Bob- und Schlittensportverbandes (DBSV). Am 13. Juli 1970 übernahm Günter Gscheidlinger die Stelle des Geschäftsführers des DBSV. Zuvor war er noch als Zweigstellenleiter bei der Barmer Ersatzkasse im niederbayerischen Eggenfelden tätig gewesen.

In seiner Amtszeit begann Günter Gscheidlinger sehr früh mit dem Aufbau und der Pflege von Kontakten und Verbindungen mit all jenen, die am Leistungssport beteiligt waren und sich für dessen Weiterentwicklung einsetzten. Sein ganz besonderes Augenmerk legte er auf den stetigen Kontakt zu Schulen und Vereinen: Die Einbindung des Rodelsports im Schulsport gehörte ebenso zu seinen Herzensangelegenheiten wie das jährliche Journalistenrodeln.


Da ihm die sportliche Bewegung seiner Mitarbeiter wichtig war, führte er den „BSD-Betriebssport“ ein. Als passionierter Tennisspieler mussten alle mindestens einmal als sein Sparringspartner auf den Platz, was immer für großen Spaß unter den Mitarbeitern sorgte. Im Jahr 2000 verabschiedete sich der damals 62-Jährige aus seinem Amt als DBSV-Geschäftsführer und übergab seine Position an Stefan Krauß.

Günter Gscheidlinger mit dem ehemaligen BSD (ehemals DBSV) Präsidenten Klaus Kotter (l.)

Auch in seiner Freizeit blieb Günter Gscheidlinger dem Sport treu. Als passionierter Bergsteiger durchstieg er nur einige Tage vor seinem 60. Geburtstag in sechs Stunden die berüchtigte Watzmann Ostwand, die mit 1.800 Metern die längste durchgehende Felswand der Ostalpen ist. Gelegentliche Auftritte im Berchtesgadener Bauerntheater gehörten ebenso zu seinen Hobbies wie seine Tätigkeit als Autor. Unter dem Pseudonym „Maximilian Hofer“ veröffentlichte Günter Gscheidlinger sieben Bücher – darunter die vierteilige Untersberg-Saga, zwei Kriminalromane sowie einen historischen Roman.

Wichtig war ihm auch immer sein ehrenamtliches Engagement: Mit der Organisation von Hilfsprojekten und in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ initiierte Günter Gscheidlinger zahlreiche Wohltätigkeitsveranstaltungen.



Ich habe Günter Gscheidlinger als junger Athlet kennen und später als meinen Chef schätzen gelernt. Besonders beeindruckt hat mich sein ausgeprägter Geschäftssinn, insbesondere bei Verhandlungen mit den für uns zuständigen Ministerien, bei denen er immer ein Maximum für unseren Verband erreichte. Ich habe in der gemeinsamen Zeit mit ihm sehr viel gelernt.

Mit Günter Gscheidlinger verliert der Bob- und Schlittensportverband für Deutschland einen hochgeschätzten Sportfunktionär, der sich für die Belange des Kufensports in höchstem Maße einsetzte und diesen auch weiterzuentwickeln und zu verbessern wusste.

Er wird dem Verband stets in wertvoller und dankbarer Erinnerung bleiben.

Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei seiner Familie.

Thomas Schwab
Vorstand BSD

BSD: Heike Gruner wird neue Pressesprecherin des Bob- und Schlittenverbandes

• Personalwechsel nach 16 Jahren
• Heike Gruner übernimmt Öffentlichkeitsarbeit des BSD

Berchtesgaden (bsd/24.04.2018) Seit April 2018 ist Heike Gruner als Pressesprecherin für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. tätig. Sie übernimmt damit den Aufgabenbereich von Margit Dengler-Paar, die über 15 Jahre lang für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BSD verantwortlich war und den Verband nach den erfolgreichen Olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang auf eigenen Wunsch verlassen hat, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen.

Frau Gruner war von 2001 bis 2015 als Press & PR Managerin bei der Eurosport Media GmbH in München tätig und in dieser Funktion für die gesamte Programmkommunikation der TV Sender Eurosport und Eurosport 2 im deutschsprachigen Raum verantwortlich. Sie hat zahlreiche Sportevents kommunikativ begleitet, u. a. Pressereisen zu FIL- oder IBSF-Weltcups organisiert und ist vor allem im Wintersport sehr gut vernetzt. Seit 2015 ist sie als freie Journalistin und PR-Beraterin tätig und hat zuletzt als Biathlon Mixed Zone Supervisor für das PyeongChang Organizing Committee bei den Olympischen Winterspielen 2018 gearbeitet.

Die 46-jährige ist in Frankfurt (Oder) geboren und hat nach ihrem Volontariat bei der „Märkischen Oderzeitung“ in Frankfurt (Oder) zunächst ein Jahr in London verbracht, um dort zu arbeiten und die englische Sprache zu lernen. Anschließend studierte sie an der Universität Potsdam und in Madrid im Magisterstudiengang Anglistik und Amerikanistik sowie Spanische Philologie und Germanistik. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als PR- und Marketingassistentin bei Council on International Educational Exchange e. V., einer privaten, gemeinnützigen Organisation im internationalen Bildungsaustausch, ehe sie 2001 nach München zog, um bei Eurosport zu arbeiten.

Schon als Kind war Heike Gruner sportlich aktiv und steckte viel Energie in ihre sportliche Karriere als Leichtathletin. Nachdem sie sich aus gesundheitlichen Gründen vom Leistungssport verabschieden musste, blieb sie der Leichtathletik als Übungsleiterin und Kampfrichterin im Nachwuchsbereich treu. Heute ist sie vielseitig sportlich aktiv, geht regelmäßig joggen, E-biken, wandern, skifahren, langlaufen und klettern. Es gibt kaum eine Sportart, die sie nicht interessiert, und sie gehört zu den Leuten, die die Zeitungslektüre immer mit dem Sportteil beginnen.

Rennrodeln: TATJANA HÜFNER FÄHRT BIS ZUR HEIM-WM WEITER

• Hüfner verlängert Karriere um mindestens 1 Jahr
• Vorfreude auf Heim-WM in Winterberg 2019

Berchtesgaden (bsd/19.04.2018). Nachdem es am Samstagabend beim Thüringer Ball des Sports bereits durchgesickert ist, hat Tatjana Hüfner es gestern auf ihrer Facebook-Seite offiziell verkündet: Die Rekord-Weltmeisterin wird noch mindestens ein Jahr auf den Rennrodelbahnen der Welt unterwegs sein.

„Ich habe es mir gut überlegt, und die endgültige Entscheidung ist tatsächlich erst letzte Woche gereift. Aber ich bin mir sicher, dass es die richtige Entscheidung ist. Wichtig ist für mich, dass ich die richtigen Schlüsse aus den Erfahrungen in PyeongChang gezogen habe. Und deshalb werde ich in jedem Fall noch einmal voll angreifen“, erklärt die 34jährige.

Bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang war Hüfner auf dem undankbaren vierten Platz gelandet. Neben ihrem Olympiasieg in Vancouver 2010 hatte sie bereits Bronze bei den Olympischen Spielen in Turin (2006) und Silber in Sochi (2014) gewonnen. Tatjana Hüfner ist eine der erfolgreichsten deutschen Rennrodlerinnen. Sie gewann acht Weltmeistertitel (5x Einzel und 3x Team), war Europameisterin und hat von 2008 bis 2012 insgesamt fünf Mal in Folge den Viessmann Gesamtweltcup gewonnen.

Ab Mai steigt Tatjana Hüfner wieder voll ins Training ein und freut sich schon auf die Heim-WM, die vom 25. bis 27. Januar 2019 in der Veltins EisArena in Winterberg stattfinden wird.