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SKELETON

SKELETON: BSD BERUFT DIRK MATSCHENZ ZUM NEUEN CHEFTRAINER SKELETON

• Dirk Matschenz wird offizieller Nachfolger von Jens Müller
• Nachwuchsarbeit, Personalaufstockung und Materialentwicklung sind Schwerpunkte seiner anstehenden Aufgaben

Berchtesgaden (bsd/25.04.2018) Bundestrainer Dirk Matschenz wird das deutsche Skeleton-Nationalteam ab sofort als Cheftrainer Skeleton in die neue Wintersportsaison führen. Er tritt damit die Nachfolge von Jens Müller an, der sich nach 16 Jahren als Trainer im Skeletonsport aus dem deutschen Leistungssport verabschiedet hat. Der Vorstand des BSD hat Dirk Matschenz in der jährlichen Sportausschuss-Sitzung des BSD sein Vertrauen ausgesprochen und ihn zum neuen Cheftrainer Skeleton berufen.

„Bereits in der Wintersportsaison 2014/15 hatte Dirk Matschenz kommissarisch die Skeleton-Nationalmannschaft betreut, als Cheftrainer Jens Müller wegen eines Herzinfarkts ausgefallen war. Spätestens seitdem wissen wir, dass wir uns auch in schwierigen Situationen auf ihn verlassen können. Wir freuen uns, dass er die Aufgabe übernimmt und das Team um Olympia-Silbermedaillengewinnerin Jacqueline Lölling in den nächsten Olympia-Zyklus führen wird“, erklärt BSD-Vorstandsvorsitzender und Sportdirektor Thomas Schwab.

„Der Skeletonsport bestimmt seit vielen Jahren mein Leben, und ich werde als Cheftrainer alles daran setzen, unsere Athleten weiter in der Weltspitze zu etablieren und erfolgreich auf dem Weg zu den nächsten Olympischen Winterspielen 2022 in Peking zu begleiten“, so der 38-jährige Matschenz. Neben der Betreuung des Nationalkaders und der erfolgreichen Sichtung und Ausbildung des Nachwuchses sieht Matschenz einen Schwerpunkt seiner Arbeit in der Aufstockung des Personals und der spezifischen Weiterbildung. Wichtig sei hier vor allem die leichtathletische Grundausbildung, die für die Verbesserung der Startzeiten entscheidend ist. Zudem möchte er noch enger mit Sportwissenschaftlern für trainingswissenschaftliche Auswertungen und neue Trainingsimpulse zusammenarbeiten und wieder einen regelmäßigen Austausch zur Materialentwicklung fördern.

Der gebürtige Ilmenauer war seit 1997 im Skeleton für den BSD als Athlet im Einsatz, wurde 1999 bei den Weltmeisterschaften in Altenberg Zehnter und gewann 2001 den Deutschen Meistertitel. Nach einem Streit mit dem deutschen Verband wechselte Matschenz 2002 in die Niederlande und wurde 2004 und 2006 jeweils EM-Vierter. Bei den Olympischen Spielen in Turin 2006 konnte er trotz sportlicher Qualifikation nicht teilnehmen, da er noch keinen niederländischen Pass besaß. Nach einem folgenschweren Unfall in Oberhof, wo er auf der Startstrecke mit einem Bob zusammenstieß und schwere Beinverletzungen erlitt, beendete Matschenz 2007 seine Karriere. Er absolvierte eine Trainerausbildung und arbeitete zunächst erfolgreich für die Niederlande, Norwegen und Neuseeland. 2010 holte ihn Vorgänger Jens Müller zurück zum BSD, wo er bis jetzt als Bundestrainer in Berchtesgaden tätig war.
 

Skeleton: Jens Müller verabschiedet sich vom BSD

• 16 Jahre Skeletonsport • 53 Medaillen bei Großereignissen • Vor 30 Jahren Olympiasieger im Rennrodeln

Oberhof (bsd/10.04.2018) Am 30. Juni 2018 beendet Skeleton-Cheftrainer Jens Müller seine Kariere beim BSD. Nach fast 40 Jahren im Leistungssport und davon gut 20 Jahren auf Reisen ist nun Schluss.

Zunächst war Jens Müller von 1979 bis 2001 aktiver Rennrodler. Ab 2002 war der Erfolgstrainer in verschiedenen Funktionen für die Entwicklung des Skeletonsports in Deutschland mitverantwortlich – zunächst als Disziplintrainer, dann als Bundes- und seit 2010 als Cheftrainer.

In seiner Zeit als Rennrodler hat Olympiasieger Jens Müller (1988 Calgary im Rennrodel Einsitzer) vier Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen als aktiver Leistungssportler bei Großereignissen (Olympische Winterspiele, Welt- und Europameisterschaften) gewonnen. Als verantwortlicher Skeleton-Trainer war der 52-jährige Thüringer mit 15 Gold-, 19 Silber- und 19 Bronzemedaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften noch erfolgreicher.

Cheftrainer Jens Müller berichtet: „Nach den Olympischen Winterspielen von PyeongChang hatte ich etwas Zeit, über die letzten Jahre nachzudenken. Am Ende stand für mich die Entscheidung, meine Laufbahn zu beenden, aus mehreren Gründen fest: Meine persönlichen Zielstellungen bezüglich der Entwicklung des Skeletonsports waren andere, als es die heutigen Ergebnisse darstellen. Mein Ziel war es, drei Medaillen bei den Spielen in Korea, davon möglichst einmal Gold, zu holen.“

Doch Olympische Spiele haben ihre eigenen Gesetze. Man kann nicht immer davon ausgehen, dass alles so klappt, wie man es geplant hat. Die Entwicklung des deutschen Skeleton-Teams war ohne Zweifel in den vergangenen Jahren positiv.

Aber Jens Müller ist nicht zufrieden: „Es ist Tatsache, dass wir hinter den Erfolgen der Rennrodler und Bobsportler nachstehen und ich immer versucht habe, an die Erfolge der Cheftrainer-Kollegen anzuknüpfen. Das ist aus verschiedenen Gründen bei vier Olympischen Spielen von 2006 bis 2018 nicht ganz gelungen.“

Der persönliche Aufwand und sein Einsatz haben auf jeden Fall Spuren hinterlassen. Vor knapp vier Jahren erlitt Müller einen schweren Herzinfarkt – zwei Herzoperationen und eine längere Rehabilitation folgten. Kommissarisch übernahm Co-Trainer Dirk Matschenz die Skeleton-Nationalmannschaft im Winter 2014/15. Zum Saisonhöhepunkt, der Heim-WM 2015 in Winterberg, war Cheftrainer Müller zurück im Team. Seither arbeitete er mit fast gleichem Elan für den sportlichen Erfolg, wie vor seinem gesundheitlichen Rückschlag.

„Ich habe gedacht, ich höre nicht richtig, als Thomas Schwab nach den Olympischen Winterspielen 2014 in Sochi – damals ohne Medaille – zu mir gesagt hat, ich solle in meiner Funktion als Cheftrainer weitermachen. Im selben Jahr, nach meinem Knockout, hat Thomas mich nochmal überzeugt, dabeizubleiben. Dafür kann ich mich beim BSD im Nachhinein nur bedanken, und natürlich auch bei allen Ärzten um unseren Mannschaftsarzt Dr. Christian Schneider, die immer ein waches Auge auf mich hatten.“

Wären denn nicht noch viele Ziele offen, die in den nächsten vier Jahren zu realisieren wären? Immerhin ist Jens Müller erst 52 Jahre alt. Dazu sagt Jens Müller: „Ziele gäbe es natürlich noch genug, aber man muss dafür einen erfolgsversprechenden Plan vor Augen und die tägliche hundertprozentige Power haben – besonders in den Wintermonaten, in denen man am Stück von einem Rennen zum nächsten unterwegs ist. Außerdem sind für mich derzeit eine Reihe von Dingen ungeklärt, so zum Beispiel die angekündigte Leistungssportreform“, so Müller, dessen Vertrag erst Ende Dezember 2018 auslaufen würde. Mitten während der neuen Saison ist für den ehrgeizigen Cheftrainer aber der falsche Zeitpunkt, um Tschüss zu sagen: „Das wäre nicht fair gegenüber dem BSD und auch nicht gegenüber dem Skeleton-Team.“

Jens Müller ist sich sicher: „Alles hat seine Zeit. Ich habe für mich jetzt eine Entscheidung getroffen: Ich höre auf und bin schon darauf gespannt, was nach meinen fast 40 Jahren Nonstop-Kufensport passiert, wenn im Oktober wieder Eis auf den Bahnen ist. Ich möchte mich bei meiner Familie, vor allem bei meiner Frau Katja und meinem Sohn Max, sowie beim BSD und  seinen Mitarbeitern als auch beim Skeleton-Team bedanken, dass sie mich auch in schweren Zeiten immer unterstützt haben.“

BSD-Vorstandsvorsitzender Thomas Schwab ist rundum zufrieden mit der Arbeit seines langjährigen Cheftrainers: „Im Skeletonsport gab es in Deutschland keine gewachsene Leistungssportstruktur wie in den beiden anderen, langjährigen olympischen Sportarten Rennrodeln und Bobsport. Mit der Olympia-Premiere im Jahr 2002 ging es ganz klein und unprofessionell los. Raimund Bethge und Jens Müller haben den deutschen Skeletonsport professionalisiert und zu beachtlichen internationalen Erfolgen geführt. Jens Müller ist ein unglaublich kompetenter, erfolgreicher Trainer und zudem ein sehr zielstrebiger und vorbildlicher Mensch. Der BSD bedauert sehr, dass Jens seinen Vertrag als Cheftrainer vorzeitig auflösen und uns verlassen wird. Wir wünschen ihm persönlich und gesundheitlich nur das Allerbeste für die Zukunft.“ mdp

Olympia: Silber für Jacqueline Lölling in PyeongChang

• Lizzy Yarnold (GBR) verteidigt Olympia-Gold, Bronze für Teamkollegin Laura Deas
• Jacqueline Lölling gewinnt bei Olympiadebüt Silbermedaille
• Tina Hermann und Anna Fernstädt auf den Plätzen 5 und 6

PyeongChang (bsd/17.02.2018) Für die erste deutsche Goldmedaille im Frauen-Skeleton reichte es bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang zwar leider nicht, doch die Silbermedaille glänzte für Top-Favoritin Jacqueline Lölling nach einem nervenaufreibendem Finallauf sicherlich genauso schön.

Nach einem blitzsauberen vierten Lauf sicherte sich die 23-jährige Brachbacherin bei ihrem Olympiadebüt das erste Edelmetall ihrer Karriere und fuhr zugleich das beste Ergebnis der deutschen Skeleton-Mannschaft ein: „Das habe ich nicht alleine geschafft, da steht ein Riesen-Team dahinter – ich bin einfach überglücklich. Es war heute bis zur letzten Sekunde ein Nervenkick. Ich war vor dem dritten Lauf sehr angespannt, den vierten Lauf wollte ich dann nochmal bestmöglich runterfahren und zeigen, was ich kann. Es hat geklappt, aber es waren zwei nervenzerreißende Tage hier.“

--> O-Ton Jacqueline Lölling


Gold gewann die Britin Lizzy Yarnold, Olympiasiegerin von 2014, die damit ihren Titel erfolgreich verteidigen konnte und sich nun Doppel-Olympiasiegerin nennen darf. Ihre Teamkollegin Laura Deas wurde mit 0,62 Sekunden Rückstand Dritte.

Die Österreicherin Janine Flock, die nach dem dritten Lauf in Führung gelegen hatte, hatte in der oberen Passage einen groben Fahrfehler, fiel auf den undankbaren vierten Platz zurück und musste die bereits sicher geglaubte Medaille an die Britin Laura Deas abgeben.

Für Tina Hermann ging sich bei ihrem Olympiadebüt leider kein olympisches Edelmetall aus. Trotz eines starken vierten Laufs sowie guten Startzeiten fiel die 25-jährige auf den fünften Platz zurück: „Es ärgert einen natürlich, wenn man die engen Abstände sieht. Aber es ist vorbei und ich denke, dass ich trotzdem zufrieden sein kann. Für Jacqueline freut es mich riesig und es ist auch für unsere Sportart sehr wichtig, dass sie eine Medaille geholt hat. Sie hatte als amtierende Weltmeisterin, Europameisterin und Gesamtweltcupsiegerin einen großen Druck. Ihre Medaille werden wir sicherlich heute feiern.“

--> O-Ton Tina Hermann


Anna Fernstädt, die Jüngste im deutschen Team und Juniorenweltmeisterin von 2017, konnte eine dritte deutsche Top Sechs-Platzierung einfahren und sicherte sich den starken sechsten Rang.

Cheftrainer Jens Müller: „Es war unser großes Ziel, eine Medaille mit nach Hause zu nehmen. Letztendlich ist es Silber geworden, damit können wir sehr zufrieden sein. Die engen Abstände, die Fahrfehler, die Positionswechsel – das war ein Wahnsinns-Rennen und eine gute Werbung für den Skeletonsport. Ich hoffe, dass sich in Deutschland viele das Rennen angeschaut haben und sich der eine oder andere dazu entscheidet, in Zukunft in diesen Sport einzusteigen. Wir brauchen schnelle Sprinter am Start, die fahrerisch was drauf haben und auch risikobereit sind.“ (lr)
   

--> O-Ton Jens Müller

 

Platzierungen der deutschen Skeleton-Athletinnen

2. Platz: Jacqueline Lölling
5. Platz: Tina Hermann
6. Platz: Anna Fernstädt

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Olympia: Jacqueline Lölling nach Halbzeit auf Goldkurs

• Jacqueline Lölling führt nach Halbzeit vor Janine Flock (AUT) und Lizzy Yarnold (GBR)
• Anna Fernstädt und Tina Hermann auf den aussichtsreichen Plätzen 5 und 6

PyeongChang (bsd/16.02.2018) Jacqueline Lölling, die 23-jährige „Speed-Queen“ im Skeleton, liegt nach den ersten zwei von insgesamt vier Läufen bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang auf Goldkurs: Mit nur zwei hundertstel Sekunden Vorsprung setzte sich die Brachbacherin an die Spitze des Feldes und verwies ihre Konkurrentinnen Janine Flock aus Österreich sowie die Britin Lizzy Yarnold (+ 0,10 Sek.) auf die Ränge zwei und drei.

Nach dem ersten Lauf hatte zunächst noch Lizzy Yarnold geführt, Olympiasiegerin von Sochi 2014, und Jacqueline Lölling auf Platz zwei verdrängt. Der zweite Lauf war hingegen Lölling besser gelungen, die damit ihre Favoritenrolle auf die Goldmedaille bestätigen konnte: „Im zweiten Lauf hatte ich einen großen Patzer. Das ist ein bisschen ärgerlich, aber ich weiß trotzdem, was noch drin ist. Die Bahn verzeiht nichts, da patzt jeder mal. Für morgen gilt es, nochmal Vollgas zu fahren. Es ist ein sehr knappes Rennen, aber wenn ich treffe, bin ich ganz vorne mit dabei.“

--> O-Ton Jacqueline Lölling


Tina Hermann lag nach dem ersten Lauf auf Rang drei, fiel jedoch im zweiten Durchgang auf den sechsten Rang zurück. Für Edelmetall könnte es sich am morgigen Tag mit zwei sauberen Finalläufen allerdings noch ausgehen: „Natürlich war ich auch ein bisschen aufgeregt. Im zweiten Lauf wollte ich es noch etwas besser machen, habe aber die Kurve 9 nicht ganz getroffen. Es ärgert mich, aber ich denke, dass ich auf jeden Fall noch angreifen kann und nach vorne etwas möglich ist. Rang sechs ist keine schlechte Position, da gilt dann: Alles oder nichts.“

--> O-Ton Tina Hermann


Anna Fernstädt, mit 21 Jahren die jüngste Olympiateilnehmerin bei den Skeletonis, liegt nach dem zweiten Lauf mit Rang fünf ebenso wie Hermann noch auf Schlagdistanz auf olympisches Edelmetall: „Es ist nach vorne hin noch alles möglich. Ich hatte kleine Fehler, bin aber auch zwei saubere Läufe gefahren. Ich hoffe, dass ich morgen nochmal zwei konstante Läufe schaffen werde. Es geht hier einfach um vier konstante Läufe, und wer das schafft, der ist vorne.“

--> O-Ton Anna Fernstädt


Am Samstag, 17. Februar starten ab 12.20 Uhr (MEZ) die beiden Finalläufe der Skeleton Frauen. (lr)

Platzierungen der deutschen Skeleton-Athletinnen

1. Platz: Jacqueline Lölling
5. Platz: Anna Fernstädt
6. Platz: Tina Hermann

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Olympia: Sungbin Yun (KOR) gewinnt Goldmedaille im Skeleton der Männer

• Gold für überragenden Sungbin Yun aus Korea
• Silber für Nikita Tregubov (RUS), Bronze für Dominik Parsons (GBR)
• Drei Top Ten-Platzierungen für Jungk, Grotheer und Gassner

PyeongChang (bsd/16.02.2018) An ihm führte in diesem Winter einfach kein Weg vorbei: Koreas Skeleton-Star Sungbin Yun gewann bei seinen zweiten Olympischen Winterspielen mit überragendem Vorsprung die erste olympische Goldmedaille seiner Karriere und düpierte die internationale Konkurrenz mit neuen, kaum erreichbaren Bestzeiten: Mit Start- und Bahnrekord sowie Bestmarken in allen Zwischenzeiten in allen vier Läufen war Yun auf seiner Heimbahn ausnahmslos das Maß aller Dinge.

Die Silbermedaille sicherte sich Nikita Tregubov aus Russland mit bereits 1,63 Sekunden Rückstand, Bronze gewann der Brite Dominik Parsons (+ 1,65 Sek.). Top-Favorit Martins Dukurs fiel im Finallauf auf den undankbaren vierten Platz zurück.

Obwohl die deutsche Mannschaft um Axel Jungk, Christopher Grotheer sowie Alexander Gassner bei der Medaillenvergabe keine Rolle spielte, lieferten die drei Olympia-Debütanten mit drei Top Ten-Platzierungen eine gute Leistung ab.

Bester Deutscher wurde Axel Jungk mit Platz sieben. Nach Lauf eins lag Jungk noch auf dem aussichtsreichen dritten Rang, musste sich nach Lauf zwei jedoch der schwierigen Bahn geschlagen geben und fiel auf den siebten Rang zurück. Im dritten und vierten Lauf konnte dieser Rückstand kaum mehr aufgeholt werden – das Endergebnis ist letztendlich eine Top Ten-Platzierung mit Rang sieben und somit die beste deutsche Platzierung bei den Skeleton Männern bei Olympischen Winterspielen: „Es war ein sehr emotionales Rennen. Für Martins Dukurs tut es mir unheimlich leid, ich hätte ihm die Silbermedaille gegönnt. Für Tregubov freue ich mich, und die Briten haben es sich verdient. Nach dem dritten Lauf habe ich zu mir gesagt, dass ich jetzt doch noch vier Jahre dranhängen muss. Meinem Rücken ging es in den letzten drei Wochen sehr gut. Im April bzw. Mai wird sich dann entscheiden, wie es weitergeht in den nächsten Jahren.“

--> O-Ton Axel Jungk


Christopher Grotheer und Alexander Gassner sicherten sich zwei weitere deutsche Top Ten-Platzierungen mit den Rängen acht und neun. Besonders im Finallauf lieferten beide noch einmal zwei starke Läufe ab und verbesserten sich zudem in ihren Startzeiten.

Christopher Grotheer: „Im Training lief es richtig gut bei mir. Im Rennen hatte ich dann in der oberen Passage meine Probleme, war mit dem Material über der Grenze. Die untere Passage bin ich richtig gut gefahren, aber dort kann man leider nichts mehr aufholen, da die Konkurrenz einfach zu stark war.“

--> O-Ton Christopher Grotheer


Am 16. Februar starten ab 12.20 Uhr (MEZ) die ersten zwei Läufe der Skeleton Frauen. Als Top-Favoritinnen werden die beiden deutschen Athletinnen Jacqueline Lölling und Tina Hermann gehandelt. (lr)

Platzierungen der deutschen Skeleton-Athleten

7. Platz: Axel Jungk
8. Platz: Christopher Grotheer
9. Platz: Alexander Gassner

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Olympia: Halbzeitführung für Skeletoni Sungbin Yun aus Korea

• Top-Favorit Sungbin Yun (KOR) führt überlegen nach Halbzeit
• Axel Jungk fällt nach starkem 1. Lauf auf Rang 7 zurück
• Grotheer und Gassner auf den Plätzen 9 und 10

PyeongChang (bsd/15.02.2018) Gold liegt in der Luft für Koreas Shootingstar im Skeleton: Sungbin Yun wurde seiner Favoritenrolle bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang erneut mehr als gerecht – nach den ersten zwei von insgesamt vier Läufen führt der 23-jährige Gesamtweltcupsieger der Saison 2017/18 mit einem deutlichen Vorsprung von 74 hundertstel Sekunden. Mit neuem Start- (4,59 Sek.) sowie Bahnrekord (50,07 Sek.) zauberte der Koreaner nebenbei noch neue Bestmarken in den Eiskanal des Alpensia Sliding Centers.

Auf dem zweiten Rang platzierte sich der Russe Nikita Tregubov, Dritter nach den ersten zwei Läufen ist der Lette Martins Dukurs mit bereits 0,88 Sekunden Rückstand.

Axel Jungk, nach dem ersten Lauf auf dem aussichtsreichen dritten Platz gelegen, zeigte mit zwei starken Startzeiten auf, hatte jedoch im zweiten Lauf mit der tückischen Kurve 9 zu kämpfen und fiel mit 1,43 Sekunden Rückstand auf Yun auf den siebten Rang zurück: „Der erste Lauf war grundsolide, es waren keine großen Fehler dabei und es hat auch gut funktioniert. Im zweiten Lauf hatte ich zwei kleine Fehler, aufgrund derer man jedoch sofort zurückfällt. Aus eigener Kraft nach vorne zu fahren, wird sehr schwer. Die Bahn ist extrem anspruchsvoll, da ist morgen für eine Top-Platzierung auf jeden Fall ein Quäntchen Glück gefragt.“

--> O-Ton Axel Jungk


Der zweite deutsche Starter Christopher Grotheer, der nach dem ersten Lauf mit Teamkollege Alexander Gassner auf dem neunten Rang gelegen hatte, konnte sich trotz einer sehr guten Ausfahrt aus Kurve 9 im Ranking nicht verbessern und liegt nach dem zweiten Lauf auf Rang neun (+ 1,76 Sek.).

Alexander Gassner, der mit einem Muskelfaserriss zu kämpfen hatte und demnach beim Startsprint eingeschränkt wurde, platzierte sich mit nach dem zweiten Lauf mit 1,78 Sekunden Rückstand auf Rang 10: „Wir mussten uns heute wetterbedingt im Vergleich zum Training etwas umstellen. Die Bahn war sehr gut hergerichtet. Die Startzeiten waren aufgrund meiner Verletzung noch nicht optimal, aber ich bin alles in allem mit meinen Fahrten zufrieden – drauf lässt sich aufbauen. Morgen werde ich nochmal Gas geben.“

--> O-Ton Alexander Gassner


Am 16. Februar starten ab 01.30 Uhr (MEZ) die beiden Finalläufe der Skeleton Männer. (lr)

Platzierungen der deutschen Skeleton-Athleten

7. Platz: Axel Jungk
9. Platz: Christopher Grotheer
10. Platz: Alexander Gassner


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Skeleton: Olympische Winterspiele / Vorschau

• Frauen mit großen Medaillenchancen
• Männer kämpfen um Rang 3
• Deutschland erst zwei Olympiamedaillen - USA führt Medaillenspiegel an

PyeongChang (bsd/08.02.2018) Im Bereich Skeleton zeigt sich der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) zurzeit bärenstark aufgestellt und schickt mehrere Medaillen-Kandidatinnen in Pyeongchang ins Rennen. Vor allem dank der amtierenden Welt- und Europameisterin Jacqueline Lölling darf sogar vom ersten deutschen Skeleton-Gold bei Olympia überhaupt geträumt werden. Die 23-jährige Senkrechtstarterin der Szene wurde bereits 2012 mit nur 16 Jahren erstmals deutsche Meisterin und feierte im selben Jahr den Olympiasieg bei den ersten Olympischen Jugendwinterspielen in Igls. Mit vier Saisonsiegen feierte die Bundespolizistin im Olympia-Winter erstmals in ihrer noch jungen Karriere den Weltcup-Gesamtsieg.

--> O-Ton Jacqueline Lölling

Zweite Anwärterin auf olympisches Edelmetall ist Tina Hermann. Die 25-jährige Weltmeisterin von 2016 raste in fünf von acht Weltcup-Rennen in dieser Saison auf das Podium (4x Zweite & 1x Dritte) und belegte in der Weltcup-Endabrechnung Rang zwei hinter Teamkollegin Lölling. Dritte BSD-Starterin in Südkorea ist die frischgebackene Junioren-Weltmeisterin Anna Fernstädt. Die 21-Jährige, die sich vor gut einer Woche bei den Nachwuchs-Titelkämpfen in St. Moritz Gold sichern konnte, überzeugte im Weltcup-Winter mit einem Podiumsplatz (Dritte in Altenberg) sowie insgesamt vier Top-Sechs-Ergebnissen bei sechs Weltcup-Einsätzen.

--> O-Ton Tina Hermann

--> O-Ton Anna Fernstädt

 

Bei den Männern ruhen die Olympia-Hoffnungen vor allem auf Vizeweltmeister Axel Jungk. Der 26-Jährige, der im Vorjahr den deutschen Skeleton-Männern bei den Welt-Titelkämpfen am bayerischen Königssee die erste WM-Medaille seit fünf Jahren bescherte, untermauerte seine olympischen Medaillen-Ambitionen vor gut zwei Wochen, als er beim Weltcup-Finale an gleicher Stelle den ersten Weltcupsieg seiner Karriere einfahren konnte.

Mit Außenseiter-Chancen gehen die zwei weiteren BSD-Nominierungen an den Start. Dass Christopher Grotheer jedoch an einem guten Tag einiges zuzutrauen ist, demonstrierte der 25-jährige ehemalige Junioren-Weltmeister zuletzt Anfang Januar beim Weltcup in Altenberg. Als Drittplatzierter feierte der Oberhofer, der bei den Weltmeisterschaften 2015 Silber im Team gewinnen konnte, seine einzige Podest-Platzierung im Olympia-Winter. Und auch der zweimalige Deutsche Meister Alexander Gassner schaffte in der Olympia-Saison den Sprung aufs Weltcup-Podium. Beim Rennen auf der traditionsreichen Natureisbahn in St. Moritz vor knapp vier Wochen raste der 28-jährige Winterberger, der bei den Weltmeisterschaften im Vorjahr im Team-Wettbewerb Bronze gewann, auf den starken dritten Rang.

Als Topfavorit auf den Olympiasieg bei den Männern wird einmal mehr Martins Dukurs gehandelt. Der große Mann des Skeletonsports war allerdings noch nie Olympiasieger. Der Lette holte bei den vergangenen sechs Weltmeisterschaften fünfmal den Titel, wurde achtmal in Folge Gesamtweltcupsieger. Doch 2010 in Vancouver (Jon Montgomery) und 2014 in Sotschi (Alexander Tretjakow) nutzte jeweils ein Lokalmatador seinen Heimvorteil und schnappte Dukurs Olympiagold weg. Und das Drama könnte sich auch in Südkorea wiederholen: Der Koreaner Yun Sungbin, der den Olympia-Winter beinahe nach Belieben dominierte und bei sieben Starts fünfmal siegreich war sowie dazu zweimal auf Rang zwei fahren konnte, dürfte in seiner Heimat nur schwer zu schlagen sein.

Mit insgesamt achtmal Edelmetall, davon dreimal Gold, führen die USA den olympischen Medaillenspiegel im Skeleton an. 2010 gewannen Kerstin Szymkowiak und Anja Huber im Hochgeschwindigkeitseiskanal von Whistler Silber und Bronze und fuhren die bislang einzigen olympischen Skeleton-Medaillen für Deutschland überhaupt ein. mdp

Die BSD-Nominierungen

Damen

Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland)
Tina Hermann (WSV Königssee)
Anna Fernstädt (RC Berchtesgaden)

Herren

Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg)
Christopher Grotheer (BSR Oberhof)
Alexander Gassner (BSC Winterberg)

Der Zeitplan

Herren Lauf 1 und 2: Do, 15.02., 02:00 Uhr MEZ
Herren Lauf 3 und 4: Fr, 16.02., 01:30 Uhr MEZ

Damen Lauf 1 und 2: Fr, 16.02., 12:20 Uhr MEZ
Damen Lauf 3 und 4: Sa, 17.02., 12:20 Uhr MEZ

 

Skeleton: Junioren-Weltmeisterschaften in St. Moritz

• Anna Fernstädt sichert sich Goldmedaille
• Felix Keisinger und Susanne Kreher holen Bronze
• Janine Becker auf Platz 4, Felix Seibel auf Platz 6

St. Moritz (25.01.2018) Am 25. Januar 2018 wurden im Schweizer Nobelort St. Moritz auf dem Oympia Bobrun St. Moritz-Celerina die Junioren-Weltmeisterschaften im Skeleton ausgetragen. Mit drei Podestplätzen – davon ein Sieg – zeigte die deutsche Nachwuchsmannschaft zum Abschluss der Saison 2017/18 noch einmal mit tollen Leistungen auf.

Bei den Frauen gewann die 21-jährige Berchtesgadenerin Anna Fernstädt mit einem Vorsprung von 81 hundertstel Sekunden. Zweite wurde Vorjahressiegerin Yulia Kanakina aus Russland, auf den dritten Platz fuhr Fernstädts Teamkollegin Susanne Kreher (+ 1,01 Sek.).

Die dritte deutsche Starterin Janine Becker verpasste um 24 hundertstel Sekunden eine Podestplatzierung und wurde Vierte.

Bei den Männern sicherte sich der Russe Nikita Tregybov, Juniorenweltmeister des Vorjahres, mit einem Vorsprung von 93 hundertstel Sekunden erneut den Titel. Auf den zweiten Platz fuhr sein Teamkollege Vladislav Marchenkov. Dritter wurde der 20-jährige Felix Keisinger aus Berchtesgaden, der am Tag zuvor im Training noch gestürzt war. Keisinger sicherte sich mit der JWM-Bronzemedaille zugleich seinen neunten Podestplatz in dieser Saison.

Felix Seibel platzierte sich mit 2,37 Sekunden Rückstand auf dem sechsten Rang. Der dritte deutsche Starter Fabian Küchler konnte aufgrund eines schweren Trainingssturzes am Vortag aus gesundheitlichen Gründen bei der Junioren-WM nicht an den Start gehen.

David Lingmann, Bundestrainer für Nachwuchs ICC und EC, ist mit den Leistungen seiner Mannschaft mehr als zufrieden: „Was für eine Woche für uns. Gleich zu Beginn hatten wir zwei Stürze von Fabian Küchler und Felix Keisinger. Fabian Küchler hat aus gesundheitlichen und sicherheitstechnischen Gründen auf den Start beim Rennen verzichtet. Felix Keisinger hingegen konnte am Rennen teilnehmen – und das mit 110 Prozent. Da das Rennen einen Tag vorverschoben wurde, hatten wir leider einen Trainingstag und zwei Trainingsläufe weniger. Dafür ist das Ergebnis heute sehr hoch anzurechnen und es macht mich auch verdammt stolz.

Bei den Damen wurde Anna Fernstädt ihrer Favoritenrolle gerecht und konnte zeigen, in welcher Topform sie fahrerisch ist. Unsere Nachwuchsfahrerin Susanne Kreher konnte sich mit Platz drei sensationell steigern und hat heute DAS Rennen abgelegt – auch mit sehr guten Startleistungen. Janine Becker rundet mit Platz vier das tolle Mannschaftsergebnis bei den Frauen ab. Sie hatte heute leider ein paar Fehler, vor allem im unteren Bahnabschnitt – daher leider nur die Holzmedaille für sie.

Bei den Herren holte sich Felix Keisinger den dritten Platz. Nach dem gestrigen Sturz ging er heute hochmotiviert ins Rennen und setzte mit den Top-Startleistungen den Grundstein für seine Medaille. Er hat einfach gezeigt, dass er ein „Racer“ bzw. eine Rennsemmel ist. Felix Seibel, auch ein Rookie bei uns im JWM-Team, hat mit Platz sechs ein gutes Ergebnis eingefahren. Er hat sich mit der für ihn neuen Bahn in St. Moritz etwas schwer getan. Das Trainerteam und auch er selbst ist mit seinem Ergebnis allerdings sehr zufrieden. Für Fabian Küchler tut es mir etwas leid, da es auch für ihn die erste JWM gewesen wäre. Er hätte hier auch um die Medaillen mitkämpfen können. Er wird in der nächsten Saison auf jeden Fall wieder voll angreifen.

Alles in allem war es eine sehr erfolgreiche Woche für uns. Ein Riesen-Dankeschön auch an mein Trainerteam, die ihre Erfahrungen an die Athleten weitergeben konnten. Für vier unserer sechs Athleten waren das die ersten Junioren-Weltmeisterschaften – mit drei von sechs möglichen Medaillen eine sensationelle Leistung.“ (lr)

Platzierungen der deutschen Skeleton-Athleten

Frauen

1. Platz: Anna Fernstädt
3. Platz: Susanne Kreher
4. Platz: Janine Becker

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Männer

3. Platz: Felix Keisinger
6. Platz: Felix Seibel

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Skeleton: Europacupfinale in Innsbruck/Igls

• Sophia Griebel beste Deutsche mit Platz 2
• Widrige Witterungsverhältnisse erschweren das Rennen

Innsbruck (bsd 24.01.2018) Am Freitag 19. Januar wurde auf der Olympiabahn von 1976 in Innsbruck/Igls der letzte Europacup im Skeleton ausgetragen.

Die BSD-Nachwuchsathleten  konnten nur einen von möglichen sechs Podestplätzen  für sich entscheiden. Aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse wurde bei den Frauen und den Männern nur ein Wertungslauf gefahren.



Bei den Frauen konnte Sophia Griebel als einzige deutsche Athletin auf das Podest fahren und sicherte sich den zweiten Platz hinter der Russin Alina Tararychenkova. Stefanie Votz wurde knapp vor ihrer Teamkollegin Vanessa Voss Neunte. Josefa Schellmoser schaffte es nicht in die Top Ten und beendete das Rennen auf Rang 12.



Die Herren konnten nicht ihre Leistung von Altenberg nicht bestätigen und verpassten die Podestplätze. Dominic Rady wurde als bester deutscher Athlet Fünfter. Stefan Röttig und Martin Rosenberger belegten die Plätze 7 und 9.



In der Gesamtwertung schaffte es bloß Martin Rosenberger als Siebter in die Top Ten. Fabian Küchler, Dominic Rady und Felix Seibel belegten die Plätze 11, 13 und 16.

Bei den Frauen fuhr ebenfalls nur Corina Leipold als Neunte in die Top Ten.

Weitere Platzierungen:

13. Platz: Susanne Kreher
24. Platz: Luisa Hornung
25. Platz: Stefanie Votz
26. Platz: Sophia Griebel
37. Platz: Vanessa Voss
40. Platz: Josefa Schellmoser

Skeleton: "Speed-Queen" Jacqueline Lölling dominiert erneut am Königssee

• Jacqueline Lölling sichert sich 4. Saisonsieg am Königssee
• Tina Hermann wird Zweite, Anna Fernstädt fällt auf den 5. Rang zurück
• Jacqueline Lölling gewinnt Gesamtweltcup 2017/18

Königssee (bsd/19.01.2018) Beim Weltcupfinale am Königssee bewies Skeleton-Weltmeisterin Jacqueline Lölling einmal mehr, dass sie die „Speed-Queen“ der Weltcupsaison 2017/18 war und bei den Olympischen Spielen im Kampf um die Medaillen definitiv ein Wörtchen mitzureden hat.

Neben ihrem vierten Saisonsieg sicherte sich die 22-jährige Brachbacherin mit 1628 Punkten den Gesamtweltcupsieg – nach dem Sieg in der Saison 2016/17 zum zweiten Mal in Folge: „Ich gehe mit einem guten Gefühl in die Spiele. Der Sieg heute hat definitiv nochmal Selbstvertrauen gegeben. Ich bin bezüglich der Spiele immer noch etwas zurückhaltend, da wir alle nicht wissen, was auf uns zukommt. Unsere ganze Mannschaft hat sich während der Saison gut beweisen können und ich denke, dass wir bei den Spielen vorne mit dabei sein können.“

--> O-Ton Tina Hermann und Jacqueline Lölling

 

--> O-Ton Jacqueline Lölling


Teamkollegin Tina Hermann wurde zum vierten Mal in dieser Saison Zweite – mit 18 hundertstel Sekunden Rückstand verpasste sie erneut ihren ersten Sieg im Olympiawinter. In der Gesamtwertung wurde Hermann mit 1504 Punkten ebenfalls Zweite: „Es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung. Im zweiten Lauf hatte ich Startbestzeit, das hat mich sehr gefreut. Ich denke, ich kann auch noch etwas drauflegen, da bin ich zuversichtlich. Meine Fahrten sind noch etwas durchwachsen. Ich werde nächste Woche noch daran arbeiten, um mehr Konstanz reinzubringen. Dann bin ich für die Spiele gut vorbereitet.“

--> O-Ton Tina Hermann


Lokalmatadorin Anna Fernstädt hatte nach dem ersten Lauf ihren ersten Weltcupsieg in Aussicht – sie lag vor Tina Hermann und Janine Flock in Führung. Im zweiten Lauf konnte sie ihren Vorsprung jedoch nicht halten und wurde letztendlich Fünfte (+ 0,47 Sek.).

Cheftrainer Jens Müller: „Ein Dreifacherfolg wäre natürlich sehr schön gewesen. Anna hätte heute das Vermögen dafür gehabt, hatte jedoch in der Geraden leider einen Fahrfehler. Prinzipiell sehe ich uns auf einem guten Weg. An der Stelle ein großes Dankeschön an unser Betreuerteam – wir haben sehr hart gearbeitet, dass wir so weit gekommen sind. Ich hoffe, dass wir das Richtung Olympia noch ausbauen können. Unser Ziel bei den Spielen wird es sein, dass wir bei den Männern mit den anderen Nationen mitkämpfen können bzw. einer unserer Männer um die Bronzemedaille mitfahren kann. Wenn es mehr Medaillen werden, wäre es natürlich umso besser.“

--> O-Ton Jens Müller

 

Der Start ins finale Weltcup-Wochenende der Skeleton Frauen begann mit einem frühzeitigen Abbruch des ersten Laufs, nachdem der Schneefall immer stärker geworden war und die ersten sechs Läuferinnen deutlich abgebremst hatte. Das Rennen wurde anschließend auf den Nachmittag verschoben. (lr)

Platzierungen der deutschen Skeleton-Athletinnen

1. Platz: Jacqueline Lölling
2. Platz: Tina Hermann
5. Platz: Anna Fernstädt

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