-------------- BSD
HISTORIE

DER ------
BEGINN

Im Jahre 1911 wurde in Deutschland die Geburtsstunde des organisierten Bob- und Rodelsports eingeläutet. Den Anfang machte der Deutsche Bobsleigh Verband (DBV), der am 5. November durch die Zusammenarbeit verschiedener Wintersportvereine (Bobsleigh Clubs Schierke, Friedrichroda und Dresden) in Berlin gegründet wurde.

Sieben Wochen später, am 26. Dezember 1911, entstand in Hannover aus fünf Vereinen (Wintersportverein Bad Sachsa, Rodelclub Dresden, Wintersportverband Hannover-Barsinghausen, Sportclub Hildesheim und Wintersportverein Ilmenau) schließlich der Deutsche Rodelbund (DRB).

1920 - 1923

Nach den Wirren des Ersten Weltkriegs wurden im Jahr 1920 der DBV und der DRB erneut reaktiviert und die Vorstände neu gewählt. Während die deutschen Bobfahrer vom internationalen Sport noch ausgeschlossen waren, wurde am 23. November 1923 in Paris die „Fédération Internationale de Bobsleigh et de Tobogganing“ (FIBT) gegründet. Mitglieder waren Italien, Frankreich, Großbritannien, USA, Schweiz, Norwegen und Kanada. Der Grund für diesen Zusammenschluss lag in der angestrebten Teilnahme an den I. Olympischen Winterspielen 1924 im französischen Chamonix.

1928 - 1932

Erst im Jahr 1928 wurde der DBV offiziell in die FIBT aufgenommen. Im Jahr 1932 bemühte sich auch der DRB um die Aufnahme des Rodelsports in das olympische Programm 1936, der Antrag wurde jedoch nicht angenommen.

1930 - 1940

Der Machtantritt der Nationalsozialisten im Januar 1933 wirkte sich deutlich auf den Sport und seine Verbände aus. Die Vereine mussten jüdische Mitglieder aufgrund des „Arier-Paragraphen“ ausschließen und dienten nun vorrangig als staatlich überprüftes Organ, um sich dem „Führerprinzip“ zu unterwerfen.

Im Jahr 1937 erfolgte durch den Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten eine Neuorganisation des DBV. Der Deutsche Rodelbund wurde dem DBV unterstellt, ein Jahr später wurde der fusionierte Verband schließlich in „Deutscher Bob- und Schlittensportverband“ (DBSV) umbenannt.

Der Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 brachte schließlich für viele Jahre das Aus des Rodel- und Bobsports in Deutschland.

ECK -----
DATUM
23. Nov.
1923

 

1950 bis ----- Heute

1950

Erst im Oktober 1949 wurde der DBSV in der Bundesrepublik Deutschland neu gegründet. Otto "Bobby" Griebel, der bis dahin erfolgreichste Bobfahrer, stellte dabei eine treibende Kraft dar und führte bis 1952 die Geschäfte des Verbands. In der DDR wurde im Jahr 1958 der "Deutsche Schlitten- und Bobsportverband" (DSBV) mit der Zielsetzung gegründet, die Kufen-Sportler aus der BRD im Schlittensport zu übertrumpfen.

 

1960 - 1990

Nach dem Bau der Berliner Mauer im August 1961 verschlechterten sich die innerdeutschen Sportbeziehungen stetig. So forderte der "Deutsche Bob- und Schlittensportverband" der BRD den Ausschluss der DDR-Kufen-Sportler aus allen internationalen Sportverbänden, das Vorhaben konnte jedoch nicht durchgesetzt werden. Nach der deutschen Wiedervereinigung stand der Sport aufgrund der rasanten politischen Veränderungen vor großen Herausforderungen. Der DSBV wurde im Jahr 1990 in den DBSV integriert und neue Strukturen mussten festgelegt werden – Ordnungen wurden abgeglichen, Neuwahlen abgehalten, Kaderlisten verabschiedet und neue Trainer-Teams aufgestellt.

2000

Im Jahr 2000 gab sich der Verband bei der Jahreshauptversammlung in Ilsenburg den neuen Namen "Bob- und Schlittenverband für Deutschland" (BSD).

Heute

Der BSD koordiniert heute neun Landesverbände und zählt ca. 100 Vereine mit etwa 6.500 Mitgliedern. Die Geschäftsstelle hat ihren Sitz im bayerischen Berchtesgaden. Er agiert außerdem als übergeordneter Verband der vier Kunsteisbahnen in Deutschland: der Deutsche Post Eisarena Königssee, der Veltins EisArena Winterberg, des DKB-Eiskanals Altenberg und der Rennrodelbahn Oberhof.