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RENNRODEL

Rennrodeln: Oberhof richtet 50. Rodel-EM und Weltcup 2019 aus

• Europäische Jubiläumswettkämpfe 2019 in Thüringen
• TSBV-Sportdirektor Uwe Theisinger freut sich auf Volksfeststimmung

Berchtesgaden (bsd/03.05.2018) Die 50. FIL Rennrodel-Europameisterschaften werden in dieser Saison in Oberhof ausgetragen. Damit geht es für das deutsche Team vom 4. bis 10. Februar 2019 auf der Rennschlitten- und Bobbahn unweit des legendären Grenzadlers nicht nur um Weltcup-Punkte, sondern auch um EM-Medaillen. Die europäischen Jubiläumswettkämpfe werden als sogenannte „Race in Race“ Veranstaltungen durchgeführt.

TSBV- Sportdirektor und Cheforganisator Uwe Theisinger zeigt sich über die Entscheidung sehr erfreut: „Es ist eine große Wertschätzung für uns als Verband aber vor allem für die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, dass wir im kommenden Jahr nicht nur einen Weltcup, sondern zugleich die 50. europäischen Titelkämpfe durchführen werden. Die Rodelwettkämpfe sind bei uns nicht nur reine Sportveranstaltungen, sondern haben mit mehr als 11.000 Zuschauern immer Volksfestcharakter.  Die FIL honoriert damit die Einzigartigkeit Wettbewerbe im nationalen und internationalen Vergleich. Darauf sind wir sehr stolz.“

Bei den letzten Europameisterschaften, die in Sigulda ausgetragen wurden, konnte sich der BSD über einen EM-Titel durch Toni Eggert und Sascha Benecken im Doppelsitzer sowie drei Silbermedaillen durch Nathalie Geisenberger und Felix Loch im Einsitzer und in der Teamstaffel sowie eine Bronzemedaille durch Tobias Wendl und Tobias Arlt im Doppelsitzer freuen. 

Rennrodeln: TATJANA HÜFNER FÄHRT BIS ZUR HEIM-WM WEITER

• Hüfner verlängert Karriere um mindestens 1 Jahr
• Vorfreude auf Heim-WM in Winterberg 2019

Berchtesgaden (bsd/19.04.2018). Nachdem es am Samstagabend beim Thüringer Ball des Sports bereits durchgesickert ist, hat Tatjana Hüfner es gestern auf ihrer Facebook-Seite offiziell verkündet: Die Rekord-Weltmeisterin wird noch mindestens ein Jahr auf den Rennrodelbahnen der Welt unterwegs sein.

„Ich habe es mir gut überlegt, und die endgültige Entscheidung ist tatsächlich erst letzte Woche gereift. Aber ich bin mir sicher, dass es die richtige Entscheidung ist. Wichtig ist für mich, dass ich die richtigen Schlüsse aus den Erfahrungen in PyeongChang gezogen habe. Und deshalb werde ich in jedem Fall noch einmal voll angreifen“, erklärt die 34jährige.

Bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang war Hüfner auf dem undankbaren vierten Platz gelandet. Neben ihrem Olympiasieg in Vancouver 2010 hatte sie bereits Bronze bei den Olympischen Spielen in Turin (2006) und Silber in Sochi (2014) gewonnen. Tatjana Hüfner ist eine der erfolgreichsten deutschen Rennrodlerinnen. Sie gewann acht Weltmeistertitel (5x Einzel und 3x Team), war Europameisterin und hat von 2008 bis 2012 insgesamt fünf Mal in Folge den Viessmann Gesamtweltcup gewonnen.

Ab Mai steigt Tatjana Hüfner wieder voll ins Training ein und freut sich schon auf die Heim-WM, die vom 25. bis 27. Januar 2019 in der Veltins EisArena in Winterberg stattfinden wird.
 

Rennrodeln: Neuer Saisonkalender des internationalen Rennrodelverbands FIL

• Rennrodel-Weltmeisterschaften in Winterberg als Saisonhöhepunkt
• Insgesamt 9 Weltcupstationen in der Saison 2018/19
• Weltcupstart in Innsbruck/Igls (AUT)

Berchtesgaden (bsd/19.04.2018) Vor Kurzem gab der internationale Rennrodelverband FIL (Fédération Internationale de Luge de Course) den neuen Kalender für die Weltcupsaison 2018/19 bekannt. Als Wettkampfhöhepunkt stehen die 48. FIL Rennrodel-Weltmeisterschaften auf dem Programm, die vom 25. bis 27. Januar 2019 in der Veltins EisArena in Winterberg stattfinden.

Am 24. November 2018 startet die internationale Rennrodel-Elite im Olympia Eiskanal im österreichischen Innsbruck/Igls in die neue Saison. Eine Woche später werden bereits die Überseerennen bestritten: Die Rennen in den kanadischen Wintersportorten Whistler (30.11./01.12.) und Calgary (07./08.12.) sowie jenes im US-amerikanischen Lake Placid (14./15.12.) gehören mit zu den anspruchsvollsten Weltcupstationen der Rennrodler.

Nach einer zweiwöchigen Weihnachtspause startet das neue Jahr mit dem Weltcup am Königssee am 05./06. Januar 2019. Anschließend geht es weiter ins lettische Sigulda (12./13.01.), zum DKB Eiskanal nach Altenberg (02./03.02.) und weiter ins thüringische Oberhof (09./10.02.). Der letzte Saisonweltcup findet im russischen Sochi vom 23. bis 24. Februar statt.

Das deutsche Team um Doppel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger wird alles daran setzen, ihre Titel im Viessmann Rennrodel Gesamtweltcup zu verteidigen. In der zurückliegenden Saison hatten Natalie Geisenberger und Felix Loch zum jeweils sechsten Mal den Gesamtweltcup im Einzel für sich entschieden. Im Doppelsitzer sicherten sich Toni Eggert und Sascha Benecken ihren zweiten Gesamtweltcup in Folge. Alle zusammen konnten sich über den Team-Gesamtweltcup für Deutschland freuen.

VIESSMANN Rennrodel-Weltcup 2018/19


1. VIESSMANN Weltcup Innsbruck/Igls (AUT) am 24./25. November 2018

2. VIESSMANN Weltcup Whistler (CAN) am 30. November/01. Dezember 2018

3. VIESSMANN Weltcup Calgary (CAN) am 07./08. Dezember 2018

4. VIESSMANN Weltcup Lake Placid (USA) am 14./15. Dezember 2018

5. VIESSMANN Weltcup Berchtesgaden-Königssee am 05./06. Januar 2019

6. VIESSMANN Weltcup Sigulda (LAT) am 12./13. Januar 2019

7. VIESSMANN Weltcup Altenberg am 02./03. Februar 2019

8. VIESSMANN Weltcup Oberhof am 09./10. Februar 2019

9. VIESSMANN Weltcup Sochi (RUS) am 23/24. Februar 2019

48. FIL Rennrodel-WM Winterberg vom 25. bis 27. Januar 2019

Rennrodeln: Julian v. Schleinitz beendet Karriere

Berchtesgaden (bsd/19.03.2018) Nach 15 Jahren im Leistungssport hat Julian v. Schleinitz vergangenen Freitag (16. März) seine Karriere offiziell beendet.

Der 26-jährige Berchtesgadener kann in seiner Sport-Laufbahn mit insgesamt sechs Mal Gold bei Juniorenweltmeisterschaften auf einen beachtlichen Medaillensatz zurückblicken: Bei der JWM im japanischen Nagano im Jahr 2009 sicherte sich v. Schleinitz seine ersten beiden Goldmedaillen (Einzel und Team). In den zwei kommenden Jahren folgten bei den Juniorenweltmeisterschaften im österreichischen Innsbruck/Igls (2010) und im thüringischen Oberhof (2011) vier weitere Goldmedaillen (2x Einzel + 2x Team). In der Saison 2009/2010 gewann der für den WSV Königssee startende Schleinitz zudem den Junioren-Gesamtweltcup.

Seinen ersten Weltcupstart hatte Schleinitz 2010 in Winterberg und konnte zugleich seinen ersten Weltcup-Podestplatz feiern: Er belegte hinter den internationalen Top-Stars Armin Zöggeler aus Südtirol und dem Deutschen David Möller den dritten Platz.

Seine Fachkenntnis im Schlittenbau-Bereich ließ Julian v. Schleinitz sogar in sein Studium einfließen: Nach dem Bachelor in Ingenieurswissenschaften begann Schleinitz mit dem englischsprachigen Masterstudium „Chemistry and Physics of Materials“ an der Universität Salzburg. In seiner Masterarbeit ging es um die Untersuchung und Simulation von Reibung zwischen einer Rodelschiene und Eis im Rennrodelsport. Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Masterstudiums hat er nun mit dem Doktorat begonnen.

Sein langjähriger Trainer Norbert Loch weiß: „Mit seinem Ingenieurswissen hat er sowohl unser Team als auch den Rodelsport entscheidend geprägt. Ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute und vor allem viele weitere wissenschaftliche Erfolge."

 

Olympia: Gold für deutsche Team-Staffel in PyeongChang

• Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig und Wendl/Arlt verteidigen Olympia-Gold
• Team Kanada gewinnt Silber, Österreich sichert sich Bronze

PyeongChang (bsd/15.02.2018) Deutschland ist und bleibt die Rodelnation Nummer eins: Als krönenden Abschluss der Rennrodel-Wettkämpfe bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang sicherte sich das deutsche Team die Goldmedaille und verteidigte somit erfolgreich ihren Titel – bei den Spielen in Sochi im Jahr 2014 stand das Format der Team-Staffel erstmals im olympischen Programm. Damals gewannen Natalie Geisenberger, Felix Loch sowie Tobias Wendl und Tobias Arlt Gold.

Bei den Spielen 2018 ging die deutsche Mannschaft mit einer etwas anderen Besetzung an den Start: Statt Felix Loch fuhr Bronzemedaillengewinner Johannes Ludwig, bei den Damen und bei den Doppelsitzern starteten wie bereits vor vier Jahren Natalie Geisenberger und das Duo Wendl/Arlt.

Mit neuem Bahnrekord (2:24.517) setzte die deutsche Mannschaft geschlossen vier einwandfreie Läufe in den Eiskanal und bewies einmal mehr, dass sie das Maß aller Dinge im Rennrodelsport ist: „Ein Team-Erfolg ist immer etwas ganz Besonderes, weil man sich zusammen freuen kann. Wir haben das heute alle sehr gut gemacht und sind überglücklich, dass wir Gold holen konnten. Jeder hat das irgendwie erwartet von uns, daher sind wir jetzt sehr erleichtert und glücklich über die Medaille. Dass wir bei der Team-Staffel wieder ganz oben stehen, ist der perfekte Abschluss für uns Rodler.“

--> O-Ton Johannes Ludwig, Natalie Geisenberger, Tobias Wendl und Tobias Arlt


Mit 0,355 Sekunden Rückstand holte sich das kanadische Team um Alex Gough, Sam Edney sowie Tristian Walker und Justin Snith die Silbermedaille. Bronze gewann das österreichische Team mit Madeleine Egle, David Gleirscher und dem Duo Peter Penz/Georg Fischler (+ 0,471 Sek.).

Cheftrainer Norbert Loch: „Mit so einer starken Mannschaft hier aufzutreten und das so überragend runterzufahren, das war sensationell. Alle drei haben einen sensationellen Job gemacht, es war kein Wackler zu sehen – das macht mich sehr stolz. Wir hatten eine sehr gezielte Vorbereitung in den letzten vier Jahren, haben viele Materialtests gemacht, uns genau auf die Bahnbedingungen eingestellt, die Starts erarbeitet – diese Teamleistung zusammen mit den Trainern und Athleten hat einen ganz anderen Stellenwert, als es noch vor vier Jahren in Sochi der Fall war.“

--> O-Ton Norbert Loch


Mit insgesamt sechs Medaillen – davon dreimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze – kann die deutsche Rennrodel-Mannschaft mit einem sehr guten Endergebnis aus den Olympischen Winterspielen 2018 gehen.
 
Die zwei Olympia-Rookies Johannes Ludwig und Dajana Eitberger sicherten sich bei ihrem Debüt sensationell Bronze und Silber.
 
Top-Favoritin Natalie Geisenberger konnte ihren Titel erfolgreich verteidigen und gewann ihr insgesamt viertes Olympia-Gold.
 
Auch das bayerische Doppelsitzer-Duo um Tobias Wendl und Tobias Arlt holte ihr viertes Olympia-Gold und setzte sich gegen die als sicher geglaubten Goldmedaillen-Garanten Toni Eggert und Sascha Benecken durch.

Für Eggert/Benecken war der Gewinn der Bronzemedaille nach dem achten Rang in Sochi vor vier Jahren trotz der verpassten Goldmedaille ein tolles Ergebnis und ein erfolgreicher Abschluss ihrer überragenden Weltcup-Saison 2017/18.

Für Top-Favorit Felix Loch ging sich bei seinen dritten Olympischen Spielen leider keine Medaille aus – trotz seines fünften Ranges konnte er sich dennoch mit seinen erfolgreichen Teamkolleginnen und –kollegen über ihre Medaillen freuen und blickt bereits positiv auf die kommenden Olympischen Spiele in Peking 2022. (lr)

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Olympia: Gold und Bronze für die deutschen Doppelsitzer

• Titelverteidiger Tobias Wendl und Tobias Arlt gewinnen Goldmedaille in PyeongChang
• Toni Eggert und Sascha Benecken sichern sich Bronze
• Peter Penz und Georg Fischler (AUT) werden Zweite

PyeongChang (bsd/14.02.2018) Gold für die beiden „Tobis“ aus Berchtesgaden: Bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang konnte das bayerische Doppelsitzer-Duo um Tobias Wendl und Tobias Arlt ihren Titel erfolgreich verteidigen und gewann die Goldmedaille. Für den „Bayernexpress“ ist dies das insgesamt dritte Olympia-Gold ihrer Karriere: „Wir hatten gestern im letzten Trainingslauf einen Sturz und normalerweise braucht man ein, zwei Läufe, um sich wieder zu sortieren. Ich war von uns überrascht, dass wir das heute so cool runtergefahren haben. Wir waren entspannt, da wir bereits die Goldmedaille von Sochi haben und wir gewusst haben, was wir können. Und jetzt wieder hier ganz oben zu stehen, ist super. Während der Saison haben wir unser Material optimieren können, immer mit Blick auf die Spiele in Korea. Die Rechnung ist aufgegangen. Wir sind allerdings nicht auf Risiko gefahren, da vor allem die Kurve 9 nichts verzeiht – wir wollten einfach sicher runterfahren.“

--> O-Ton Tobias Wendl und Tobias Arlt


Mit Start- sowie Laufbestzeit im ersten Lauf legten Wendl/Arlt eine starke Basis für Lauf zwei, in dem sie mit einer perfekten Fahrlinie erneut einen reibungslosen Lauf in den Eiskanal zauberten.

Für das zweite deutsche Edelmetall sorgten an diesem Tag Toni Eggert und Sascha Benecken. Eher als Top-Favoriten für die Goldmedaille gehandelt, mussten sich die beiden Überflieger der Saison 2017/18 allerdings zum zweiten Mal bei Olympischen Spielen ihren bayerischen Teamkollegen geschlagen geben.

Mit 0,290 Sekunden Rückstand sicherten sich Eggert/Benecken ihr erstes olympisches Edelmetall und gewannen Bronze: „Wir hatten eine fantastische Saison und haben so ziemlich alles gewonnen, was man gewinnen konnte. Dieser Favoritenrolle muss man auch erst einmal gerecht werden, das ist nicht so einfach – und ich denke, dass wir mit der Bronzemedaille der Favoritenrolle auch gerecht geworden sind und unsere Saison damit perfekt abschließen. In vier Jahren ist das Ziel ganz klar – da wollen wir dann Gold gewinnen.“

--> O-Ton Sascha Benecken und Toni Eggert


Die Überraschungs-Medaillengewinner des Tages waren sicherlich die Österreicher Peter Penz und Georg Fischler. Sie sicherten sich mit zwei starken Läufen und 0,088 Sekunden Rückstand auf das Sieger-Duo die Silbermedaille.

Cheftrainer Norbert Loch: „In der letzten Saison ist das gesamte Trainerteam mit Wendl/Arlt hart ins Gericht gegangen, da einiges nicht gepasst hat. Es war vielleicht auch gut für sie, dass sie nachlegen mussten. Sie haben daraufhin so fleißig gearbeitet und haben sich ihren Sieg heute verdient. Sie sind zweimal mit Startbestzeit gestartet – das war die Grundlage – und hatten zwei sehr solide Läufe. Der erste Lauf war sogar richtig stark. Toni und Sascha hatten in der Kurve 9 ihre Fahrfehler. Insgesamt sind sie alle sehr gut gefahren.“

--> O-Ton Norbert Loch


Als letzter Bewerb der Rennrodler bei den Olympischen Winterspielen steht morgen (15.02.) die Team-Staffel auf dem Programm. Für Deutschland gehen Bronzemedaillen-Gewinner Johannes Ludwig, Goldmedaillen-Gewinnerin Natalie Geisenberger sowie das Gold-Doppel Tobias Wendl und Tobias Arlt an den Start. (lr)

Platzierungen der deutschen Rennrodel-Athleten

1. Platz: Tobias Wendl/Tobias Arlt
3. Platz: Toni Eggert/Sascha Benecken

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Olympia: Gold und Silber für die deutschen Rodeldamen in PyeongChang

• Natalie Geisenberger holt sich ihr insgesamt drittes Olympia-Gold in PyeongChang
• Dajana Eitberger gewinnt bei Olympia-Debüt sensationell Silber
• Tatjana Hüfner verpasst knapp eine Medaille und wird Vierte

PyeongChang (bsd/13.02.2018) She did it again: Die deutsche Titelverteidigerin Natalie Geisenberger holte sich bei ihren dritten Olympischen Winterspielen in PyeongChang die dritte Goldmedaille ihrer Karriere und verwies mit beindruckender Nervenstärke sowie vier konstant starken Läufen die internationale Rennrodel-Elite auf die hinteren Plätze. Auch die tückische Kurve 9 wusste die 30-jährige Miesbacherin viermal perfekt zu treffen und setzte sich mit 0,367 Sekunden Vorsprung an die Spitze: „Das habe ich mir die letzten vier Jahre erträumt und jetzt stehe ich wieder ganz oben. Ich freue mich so auf die Medaille, einfach geil. Mein ganz großes Ziel in meiner Karriere war es, irgendwann einmal Olympiasiegerin zu werden, und das habe ich bereits in Sochi geschafft. Sollte noch eine Medaille dazukommen, ist es schön, und wenn nicht, dann wäre es auch nicht so schlimm gewesen. Ich habe alles, was man im Rodeln erreichen kann, erreicht, und es ist natürlich richtig toll, dass jetzt noch eine Goldmedaille dazugekommen ist.“

--> O-Ton Natalie Geisenberger


Dajana Eitberger sorgte am Entscheidungstag sicherlich für die Überraschung des Tages: Die 27-jährige Ilmenauerin sicherte sich bei ihren ersten Olympischen Spielen die Silbermedaille und krönte mit diesem Ergebnis ihre starke Saison 2017/18, in der sie zugleich Zweite im Gesamtweltcup geworden war: „Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich mich in meinen zwei Wettkampftagen voll auf das Rennen fokussieren werde und dann werde ich feiern. Ich habe es geschafft, hierher zu kommen, ich habe so hart an meiner Performance und mit Rückschlägen gekämpft in den letzten Jahren, habe meine zwei Wettkampftage absolviert und jetzt kann ich 1,5 Wochen hier so richtig die Sau rauslassen und feiern.“

--> O-Ton Dajana Eitberger (ab Minute 01:07)


Für Tatjana Hüfner, eine der Top-Garanten auf olympisches Edelmetall, ging sich bei ihren vierten Spielen dieses Mal leider keine Medaille aus. Sie musste sich der Kanadierin Alex Gough geschlagen geben und wurde mit 0,481 Sekunden Vierte.

Cheftrainer Norbert Loch: „Es wurde hart gefightet, man musste sehr sauber fahren. Natalie hatte sich in den ersten zwei Läufen schon etwas abgesetzt und heute nochmal einen draufgesetzt. Unsere Damen waren sehr nervenstark - der Kampf um die Plätze 2, 3 und 4 war sehr spannend. Tatjana musste heute leider mit dem vierten Platz vorlieb nehmen, hinter Alex Gough. Sie ist trotzdem sehr gut gefahren, aber es hat halt nicht ganz gereicht.“

--> O-Ton Norbert Loch


Felix Loch, der vor zwei Tagen eine olympische Edelmedaille verpasst hatte, freut sich für seine Teamkolleginnen: „Die Damen haben es wirklich richtig gut gemacht heute. Für Tatjana tut es mir ein bisschen Leid mit dem undankbaren vierten Platz. Bei ihren wahrscheinlich letzten Olympischen Spielen ist das natürlich sehr ärgerlich. Die anderen beiden haben sich ihre Medaillen redlich verdient. Das werden wir heute sicher feiern.“

--> O-Ton Felix Loch

 
Morgen starten ab 12.20 Uhr die zwei Entscheidungsläufe der Doppelsitzer. (lr)

 

Platzierungen der deutschen Rennrodel-Athletinnen

1. Platz: Natalie Geisenberger
2. Platz: Dajana Eitberger
4. Platz: Tatjana Hüfner

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Olympia: Doppelführung nach Halbzeit für die deutschen Rennrodel-Damen

• Top-Favoritin Natalie Geisenberger liegt nach Halbzeit in Führung
• Teamkollegin Dajana Eitberger auf Rang zwei
• Tatjana Hüfner fährt auf Rang vier

PyeongChang (bsd/12.02.2018) Natalie Geisenberger wurde ihrer Favoritenrolle bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang wie erwartet gerecht: Nach den ersten zwei von insgesamt vier Läufen liegt die 30-jährige Miesbacherin mit 0,12 Sekunden Vorsprung in Führung und legte damit eine solide Grundlage für die kommenden zwei Finalläufe: „Mein Ziel am heutigen Tag war es, zwei solide Läufe zu zeigen und die Kurve 9 gut zu treffen – das ist mir gut gelungen. Der Vorsprung von mir ist relativ klein. Morgen muss ich auch wieder gut fahren und darf kein Risiko eingehen. Die verpasste Medaillenchance von Felix Loch am gestrigen Tag war für uns alle schwer, aber für mich vielleicht auch ein kleiner Wachrüttler, dass ich mir die Stelle noch einmal genau anschaue und nicht auf zu viel Risiko fahren werde.“

--> O-Ton Natalie Geisenberger


Auf Rang zwei platzierte sich Geisenbergers Teamkollegin Dajana Eitberger. Die Ilmenauerin lieferte bei ihrem Olympiadebüt zwei starke Läufe ab und liegt nun in einer aussichtsreichen Position für eine Top-Platzierung: „Ich war erstaunlich ruhig. Beim ersten Lauf war ich sehr konzentriert, aber auch etwas vorsichtig unterwegs. Da hatte ich noch ein paar Fahrfehler und auch der Start war noch nicht sehr gut. Ich habe versucht, im zweiten Lauf die Fehler auszumerzen und das Ding einfach runterzufahren. Es ist ein harter Kampf hier und ich denke, dass es morgen noch einmal richtig spannend wird.“

--> O-Ton Dajana Eitberger


Auf den dritten Platz fuhr die Kanadierin Alex Gough mit 0,191 Sekunden Rückstand auf Geisenberger. Knapp dahinter platzierte sich die dritte deutsche Starterin Tatjana Hüfner (+ 0,207 Sek.), die sich im ersten Lauf den Bahnrekord gesichert hatte.

Als absolute Top-Favoritin auf olympisches Edelmetall liegt die 34-Jährige ebenfalls auf einer aussichtsreichen Position: „Der erste Lauf war nicht ganz so sauber, ich hatte ein paar kleinere Fahrfehler. Ich war allerdings regelrecht überrascht von meiner tollen Ausfahrt aus Kurve 9, die ich im Training nicht so gut getroffen hatte. Der zweite Lauf ist mir deutlich besser geglückt, allerdings habe ich in der oberen Passage relativ viel Zeit verloren, und da fehlt dann einfach der Schwung unten raus. Morgen heißt es dann definitiv, auf Angriff zu fahren. Es ist noch nichts verloren, das haben wir gestern bei den Herren gesehen, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Erst wenn alle vier Läufe im Ziel sind, wissen wir, wer ganz oben auf dem Podium steht.“

--> O-Ton Tatjana Hüfner


Morgen starten ab 11.30 Uhr (MEZ) die beiden Finalläufe der Rennrodel Damen. (lr)

Platzierungen der deutschen Rennrodel-Athletinnen

1. Platz: Natalie Geisenberger
2. Platz: Dajana Eitberger
4. Platz: Tatjana Hüfner

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Olympia: Bronze für Johannes Ludwig in PyeongChang

• David Gleirscher (AUT) wird überraschend Olympiasieger, vor Chris Mazdzer aus den USA
• Johannes Ludwig holt sich bei Olympiadebüt sensationell Bronze
• Favorit Felix Loch fällt nach Fahrfehler auf Rang 5 zurück, Andi Langenhan wird Zehnter

PyeongChang (bsd/11.02.2018) Die tückische Kurve 9 im Eiskanal des Alpensia Sliding Centers in PyeongChang wurde Top-Favorit Felix Loch letztendlich doch zum Verhängnis: Nach drei starken Läufen lag der dreifache Olympiasieger aus Deutschland in Führung, die Goldmedaille wurde ihm vor dem vierten Finallauf mehr oder weniger schon zugesichert und dann passierte genau in der verhängnisvollen Kurve 9 der Fehler: Mit 0,266 Sekunden Rückstand fiel Felix Loch auf Rang fünf zurück und musste sein drittes Olympiagold im Einzel einem anderen überlassen.

Der überraschende Olympiasieger 2018 im Herren Einsitzer kommt aus Österreich und heißt David Gleirscher. Nachdem er bereits in den ersten zwei Läufen eine solide Basis aufbauen konnte, lieferte Gleirscher im vierten Durchgang nochmals einen starken Lauf ab und verwies die Top-Elite wie Loch, Pavlichenko, Repilov oder Kindl auf die hinteren Plätze. Zweiter wurde der US-Amerikaner Chris Mazdzer mit 0,026 Sekunden Rückstand auf den Sieger.

Das deutsche Team durfte sich trotz der verpatzten Medaillenchance von Felix Loch über eine Medaille freuen: Olympiadebütant Johannes Ludwig holte sich nach zwei starken Läufen im dritten und vierten Durchgang die Bronzemedaille und sicherte sich damit den größten Erfolg seiner bisherigen Rennrodel-Karriere: „Ich wusste gar nicht so recht, was jetzt passiert. Ich hatte eine Medaille eigentlich schon abgeschrieben, das war dann ein richtiges Wechselbad der Gefühle: Sollte ich mich freuen oder sollte ich Mitleid haben mit Felix? Dass ich bei meiner ersten Olympia-Teilnahme eine Medaille bekommen habe, freut mich allerdings umso mehr und ich bin überglücklich. Mit einer Medaille habe ich nach dem zweiten Lauf nicht wirklich gerechnet, aber ich habe heute nochmals alles gegeben und angegriffen und dann hat es doch gereicht.“

--> O-Ton Johannes Ludwig


Für Andi Langenhan reichte es letztendlich nur für Platz 10. Der vierte Lauf gelang dem frischgebackenen Familienvater am besten, den es zeitnah wieder in die Heimat zurückzieht: „Ich kann meine Kollegen leider nicht so unterstützen, wie ich es gerne machen würde. Aber ich werde sie von zuhause definitiv anfeuern. Momentan ist mir meine Familie etwas wichtiger, ich möchte endlich meinen kleinen Sohn kennenlernen, von daher geht es bald nach Hause. In den letzten Läufen habe ich mich noch gut geschlagen und ich kann relativ zufrieden abreisen. Ich bin froh, dass die Wettkämpfe jetzt vorbei sind, da es eine sehr lange Saison war. Ich kann mit einem guten Gewissen aus meinen letzten Olympischen Winterspielen gehen.“

--> O-Ton Andi Langenhan


Georg Hackl, Mentor von Felix Loch und selbst dreifacher Olympiasieger, freute sich über die Bronzemedaille von Johannes Ludwig: „Gottseidank hat Johannes Ludwig die Bronzemedaille gewonnen. Das stimmt uns sehr positiv, weil wir eine Medaille aus dem Rennen mitnehmen können und Johannes es auch sehr zu vergönnen ist. Er ist in den letzten Jahren immer knapp an der Olympiaqualifikation gescheitert und konnte dann in seinem letzten Rodeljahr eine Olympia-Medaille einfahren. Das große weinende Auge liegt leider bei Felix Loch: Er hat den Übergang von Kurve 8 auf Kurve 9 nicht richtig getroffen und das war‘s dann. Felix wird dennoch nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern weiterkämpfen.“

--> O-Ton Georg Hackl

 
Morgen starten ab 11.50 Uhr die ersten zwei von insgesamt vier Läufen der Damen Einsitzer. Die Medaillenfavoriten kommen erneut aus Deutschland mit Natalie Geisenberger, Tatjana Hüfner und Dajana Eitberger. (lr)

Platzierungen der deutschen Rennrodel-Athleten

3. Platz: Johannes Ludwig
5. Platz: Felix Loch
10. Platz: Andi Langenhan

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Olympia: Starker Halbzeitauftakt für Felix Loch

• Felix Loch liegt nach zwei souveränen Läufen auf Platz 1
• Johannes Ludwig in den Top Ten mit Platz 8
• Andi Langenhan patzt im 1. Lauf und rettet sich mit souveränem 2. Lauf auf Platz 12

PyeongChang (bsd/10.02.2018) Top-Favorit Felix Loch setzte am ersten Tag der Olympischen Winterspiele in PyeongChang die erste mögliche Goldspur für eine deutsche Medaille in den Eiskanal des Alpensia Sliding Centers: Mit zwei Top-Läufen sicherte sich der 28-jährige Berchtesgadener die Halbzeitführung und stellte seine Nervenstärke erneut souverän unter Beweis.

Für Felix Loch gilt es trotz alledem, sich auf die kommenden zwei Finalläufe voll zu fokussieren und die Konzentration bestmöglich aufrechtzuerhalten: „Wir können uns noch nicht entspannen, sondern brauchen morgen nochmal zwei richtig gute und sichere Läufe. David Gleirscher hatte ich aufgrund seiner guten Trainingszeiten auf jeden Fall im Hinterkopf. Das Wichtigste ist, dass man einen Schlitten bzw. ein Setup hat, mit dem man auch kleinere Fehler gut korrigieren kann.“

--> O-Ton Felix Loch


Nach dem ersten Lauf lag etwas überraschend der Österreicher David Gleirscher in Führung, den Rückstand von 0,022 Sekunden holte Loch mit einem technisch einwandfreien zweiten Lauf jedoch locker wieder auf. David Gleirscher liegt nach dem zweiten Lauf mit 0,188 Sekunden Rückstand nun auf Rang zwei, vor dem Russen Roman Repilov (+ 0,217 Sek.).

Zweitbester Deutscher wurde der 31-jährige Oberhofer Johannes Ludwig mit Platz acht (+ 0,405 Sek.). Nach dem ersten Lauf lag Ludwig auf dem aussichtsreichen dritten Platz – im zweiten Lauf hatte er allerdings mit Schuhproblemen am Start zu kämpfen: „Mein neuer Schuh ist mir leider am Start aufgeplatzt, es wird sicher ein bisschen Zeit gekostet haben. Es ist ärgerlich, aber es ist halt passiert. Ich liege immer noch in einer aussichtsreichen Position. In meinen zwei Läufen waren keine groben Patzer dabei, vor allem die Kurve 9 ist mir im ersten Lauf sehr gut gelungen. Daher ärgert es mich umso mehr, dass ich in der oberen Passage ein paar Rutscher zu viel hatte – die versuche ich morgen natürlich, zu unterlassen.“

--> O-Ton Johannes Ludwig


Andi Langenhan, der erst vor ein paar Tagen Vater eines gesunden Sohnes geworden war, hatte von den drei deutschen Startern am meisten mit der Bahn zu kämpfen. Nach einem verpatzten ersten Lauf konnte er sich allerdings im zweiten Durchgang verbessern und belegt nun Platz 12 (+ 0,634 Sek.): „Ich habe ein bisschen zu viel gepokert. Ich wollte zu viel und habe Vollgas gegeben. Die Bahn wurde dann doch etwas kälter als erwartet. Ich konnte keinen Meter geradeaus fahren, das war ein Riesenproblem, da man sofort zurückfällt. Mit dem zweiten Lauf bin ich hingegen relativ zufrieden, darauf kann man aufbauen. Die großen Chancen sind allerdings denke ich schon abgeschlossen.“

--> O-Ton Andi Langenhan


Morgen werden ab 12.00 Uhr (MEZ) die beiden Finalläufe der Rennrodel Herren übertragen. Für Felix Loch wäre es sein drittes Olympiagold in einem Einzelrennen, mit dem er zugleich mit seinem Mentor Georg Hackl gleichziehen würde. (lr)

Platzierungen der deutschen Rennrodel-Athleten nach Halbzeit

1. Platz: Felix Loch
8. Platz: Johannes Ludwig
12. Platz: Andi Langenhan

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