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NATURBAHN

Naturbahn: Finale im Juniorenweltcup der Naturbahnrodler: Team startet angeschlagen ins Heimrennen

Unterammergau (19.01.2017) Es ist alles angerichtet für das perfekte Finale des Juniorenweltcups in Unterammergau (Bayern)

Unterammergau (19.01.2017) Es ist alles angerichtet für das perfekte Finale des Juniorenweltcups in Unterammergau (Bayern): Die Bahn ist top präpariert, die Wettervorhersage ist kalt und sonnig, und das Festzelt steht. Einzig die Gesundheit der Lokalmatadore lässt zu wünschen übrig. Und so haben die Verantwortlichen des BSD Thomas Niemetz, Gerhard Pilz und Herbert Kögl vor dem ersten Heimweltcup seit 2011 einige Sorgenfalten auf der Stirn.

„Es ist schon fast traurig“, meint Pilz. „Da ist endlich einmal die Bahn perfekt und ein super Heimevent steht vor der Tür und wir müssen schwitzen, wen wir überhaupt an den Start bringen können.“ In den vergangenen zwei Wochen hat ein Virus die Runde im Team gemacht. Erst hat es Titelverteidigerin Theresa Maurer erwischt. Sie fiel daraufhin bei den Rennen in Latzfons und Laas aus und musste die Titelverteidigung vorzeitig abschreiben. In Laas wurde dann Maxi Leiner krank und diese Woche erwischte es Seppi Limmer, der in Unterammergau im Einzel und Doppel starten soll. Einzig Lisa Walch und Oliver Schiller sind noch fit. Beide zeigten zuletzt eine aufsteigende Form. Walch möchte bei ihrem Heimatverein sogar um das Stockerl mitfahren. „Das sollte schon möglich sein, denn den Bahn gefällt mir recht gut“, meinte sie optimistisch nach den ersten Trainingsfahrten an der Scherenauer Straße.

Doch nicht nur Walchs Optimismus gibt in den letzten Tagen vor dem Heimrennen Anlass zur Hoffnung. Auch Maurer ist endlich auf die Bahn zurückgekehrt und zeigte sich schon wieder gewohnt locker. Das „für des Jahr bin i bedient“ ist dem „des wir scho gut wern“ gewichen. Daher ist auch Kögl wieder zuversichtlich: „Gemeinsam können die Mädels die starken Italienerinnen sicher ein bisserl aufmischen.“

Bleibt zu hoffen, dass auch die anderen Sorgenkinder wieder fit werden bis zum Rennen am Sonntag.

Programm:

Samstag, 21.01.17

09:00 Uhr 1. Trainingslauf Einsitzer
11:00 Uhr 2. Trainingslauf Einsitzer
12:30 Uhr 1. Trainingslauf Doppelsitzer
13:00 Uhr 1. Trainingslauf Doppelsitzer

Sonntag, 22.01.17

09:30 Uhr 1. Wertungslauf Einsitzer
11:30 Uhr 2. Wertungslauf Einsitzer
13:00 Uhr 1. Wertungslauf Doppelsitzer
13:30 Uhr 2. Wertungslauf Doppelsitzer


3. FIL-Juniorenweltcup Naturbahn – Durch Krankheit geschwächt

Laas(17.02.2017) Es ist ein bisschen der Wurm respektive der Virus drin bei den Junioren der deutschen Naturbahnrodler. Nach Theresa Maurer ist nun auch Maxi Leiner erkrankt.

Laas (17.02.2017) Es ist ein bisschen der Wurm respektive der Virus drin bei den Junioren der deutschen Naturbahnrodler. Nach Theresa Maurer ist nun auch Maxi Leiner erkrankt. Beide fielen beim Juniorenweltcup in Laas (Südtirol) am vergangenen Wochenende aus; denn Maurer war immer noch nicht fit genug, um wieder auf den Schlitten zu steigen. „In unserer kurzen, kompakten Saison ist eine Erkrankung einfach Mist“, kommentierte Techniker Herbert Kögl zerknirscht die Situation.

Die verbliebenen Athleten schlugen sich im Vinschgau recht ordentlich, wenn auch aus Trainersicht unter Wert: „Wir müssen ehrlich sein, es wäre mehr möglich!“ So hatte Lisa Walch in Lauf eins Materialprobleme und fuhr nur die sechste Zeit. Nach einem guten zweiten Durchgang mit der vierten Laufzeit reichte es schlussendlich noch zu Rang fünf. Ähnlich steigern konnte sich der Doppelsitzer Seppi Limmer/ Simon Dietz. Sie fuhren in Lauf zwei die dritte Zeit und beendeten das Rennen auf Rang vier.

Bei den Herren matchten sich Seppi Limmer und Oliver Schiller intern und wurden im gut besetzten Feld 15. und 16.

Weiter geht es bei den Junioren nun mit intensivem Training in Unterammergau. Dort steht am 21. und 22. Januar das Finale des Juniorenweltcups an.

Weltcup Naturbahnrodeln in Moskau

Der BSD ist nur in der Jury vertreten

Moskau (11.01.2017) Vergangenes Jahr war der BSD mit drei Startern bei den Weltcuprennen in Moskau vertreten.

Moskau (11.01.2017) Vergangenes Jahr war der BSD mit drei Startern bei den Weltcuprennen in Moskau vertreten. Lisa Walch und Michaela Niemetz fuhren in Russlands Metropole sogar unter die Top Ten. In diesem Winter wird nur Thomas Niemetz als Jurymitglied vor Ort sein. Das hat zwei Gründe:

Zum einen ist der Großteil der deutschen Naturbahnrodler aufgrund der fehlenden Verdienstmöglichkeiten in ihrem Sport voll berufstätig. Dadurch sind sie auf das Verständnis ihrer Vorgesetzten und ihre wenigen Urlaubstage angewiesen, um zu den Weltcuprennen zu fahren. „Unsere Arbeitgeber sind meistens sehr großzügig“, erzählt Michaela Niemetz, die als Hörgeräteakustikerin arbeitet. „Dennoch müssen wir uns unsere Urlaubstage gut einteilen und natürlich auch auf den Bedarf der Firma Rücksicht nehmen“, ergänzt Zimmerer Christian Wichan. Da in der heurigen Saison die Weltmeisterschaften in Rumänien (2. bis 5. Februar) stattfinden, musste man sich entscheiden, wofür eine Woche Urlaub aufgewendet wird. Und zu Recht fiel da die Wahl auf den Saisonhöhepunkt in Vatra Dornei.

Zum anderen haben die Verbandsverantwortlichen heuer beschlossen, den Fokus auf den Juniorenbereich zu legen. „Unser Team besteht hauptsächlich aus Nachwuchsrodlern“, erklärt der sportliche Leiter Gerhard Pilz. Nachdem sich der Juniorenweltcup in seiner dritten Saison etabliert hat, möchte man, dass die jungen Athleten auch in ihrer Serie starten. „Es macht für einen jungen Sportler mehr Sinn in seiner Klasse um das Podest mitzufahren, als im Weltcup sechste und achte Plätze zu sammeln“, sagt Pilz. „Die seien zwar eine super Leistung, aber können auch noch mit 20 Jahren eingefahren werden.“ Der 19-fache Weltcupsieger möchte seinen Athleten weder die schönen Momente noch die wertvollen Entwicklungsmöglichkeiten im Juniorenbereich nehmen. Und so kämpft auch Walch am kommenden Wochenende nicht um einen guten Platz auf der Bahn am Leninhügel sondern ums Podest beim dritten Juniorenweltcup in Laas (Italien).

Programm Laas:

 

Samstag, 14.01.2017

Trainingsläufe

Sonntag, 15.01.2017

09:00 Uhr: 1. Wertungslauf Einsitzer
11:00 Uhr: 2. Wertungslauf Einsitzer
12:30 Uhr: Wertungsläufe Doppelsitzer

Naturbahnrodeln: 2. Weltcup in Latsch (ITA)

Rennen bei Flutlicht

Das zweite Weltcuprennen der Naturbahnrodler fand vom 06. bis 08. Januar 2017 im Vinschgau unter Flutlicht statt.

Das zweite Weltcuprennen der Naturbahnrodler fand vom 06. bis 08. Januar 2017 im Vinschgau unter Flutlicht statt. Für Michaela Niemetz, Marius Schmelzer und Christian Wichan war diese Station eine zusätzliche Herausforderung zur anspruchsvollen Gumpfrei-Bahn.

„Die Athleten sind keine großen Fans der Nachtrennen“, erklärt Thomas Niemetz, Koordinator Naturbahn des BSD. „Die Tage werden einfach sehr lang und anstrengend.“ Die Veranstalter erhoffen sich dagegen von den Rennen am Abend mehr Zuschauer.

Trotz der wenig geliebten Startzeit qualifizierten sich die drei deutschen Starter am Freitag souverän für die Finalläufe am Samstag. Dort traten dann allerdings nur noch Niemetz und Schmelzer an. Wichan hatte sich im zweiten Trainingslauf eine Muskelverletzung zugezogen und die Qualifikation unter Schmerzen bestritten. Nach der Nacht waren dann aber die Probleme so groß, dass an einen Start nicht mehr zu denken war.

Niemetz und Schmelzer verpassten im Finale als Elfte und Zwölfter jeweils knapp die Top Ten. Eine Platzierung unter den besten Zehn war zwar ihr erklärtes Ziel, dennoch sind sie mit dem Ergebnis zufrieden.

„Es ist auf jeden Fall wieder ein Schritt nach vorn“, bestätigt auch Thomas Niemetz.

2. FIL Juniorenweltcup in Laas: Solide Ergebnisse ohne Zugspferd Theresa Maurer

Latzfons (06.01.2017) Der zweite Juniorenweltcup ist Geschichte, und das deutsche Team ist mit dem Ergebnis zufrieden.

Latzfons (06.01.2017) Der zweite Juniorenweltcup ist Geschichte, und das deutsche Team ist mit dem Ergebnis zufrieden. Bedauerlich ist nur, dass Zugpferd Theresa Maurer beim Rennen in Latzfons(ITA) krankheitsbedingt gefehlt hat und so ihre Hoffnungen auf die Verteidigung des Gesamtweltcuptitels begraben muss. „Das ist ärgerlich“, gibt auch der sportliche Leiter Gerhard Pilz zu. „Aber es gibt noch genug andere Ziele in dieser Saison.“

Bei den Damen fuhr Lisa Walch als Fünfte das Topresultat des Wochenendes ein. Regina Rowold wurde 13.

Bei den Herren verpasste Seppi Limmer mit einem Fehler im zweiten Lauf den anvisierten Top Ten Platz und wurde 13. Ihm folgten Oliver Schiller und Maxi Leiner als 16. und 17., Flori Limmer wurde 29.

Im Doppel bestätigten Seppi Limmer und Simon Dietz, dass sie auf dem richtigen Weg sind und belegten wie schon in Winterleiten Platz fünf.

Das Team nützt nun die Chance in Laas (ITA) zu trainieren. Dort finden am kommenden Wochenende (14. und 15. 01.2016) die nächsten Rennen statt.

Naturbahn-Rodler starten in Südtirol - Vorbericht

Latsch (05.01.2017) Am 6. Und 7. Januar stehen für die Naturbahnrodler in Latsch (Südtirol) die nächsten Weltcup-Rennen an.

Latsch (05.01.2017) Am 6. Und 7. Januar stehen für die Naturbahnrodler in Latsch (Südtirol) die nächsten Weltcup-Rennen an. Vom BSD am Start sind diesmal Michaela Niemetz, Marius Schmelzer und Christian Wichan.

Für Wichan ist es das erste Rennen dieser Saison: „Je älter ich werde, desto schwerer wird der Spagat zwischen Beruf und Rodelsport.“ Umso mehr freut er sich nun auf sein Rennen im Vinschgau.

Optimistisch blickt auch Schmelzer seinem Start auf der Gumpfrei-Bahn entgegen: „Das Training dort lief zuletzt recht gut.“ Mit dabei am Trainingstag zwischen den Jahren waren mit dem italienischen Herrenteam auch die Topstars der Szene. „Das war gut, da konnte man sich das ein oder andere abschauen“, erzählt Schmelzer und hofft nun, dass er alle Kurven genau so gut wie sie erwischt und so mit um einen Top Ten Platz kämpfen kann.

Die Top Ten sind auch das erklärte Ziel von Michaela Niemetz. Die 23-Jährige war zuletzt im Kühtai 13. und möchte dieses Resultat in Latsch unbedingt toppen.

Zeitplan:

 

Freitag, 06.01.2016

Qualifikationsläufe Damen und Herren

Samstag, 07.01.2016

Wertungsläufe Damen und Herren

Naturbahnrodeln: 1. FIL Junioren-Weltcup in Winterleiten

Theresa Maurer wird Zweite

Der erste Junioren-Weltcup ist um, der nächste steht schon vor der Tür. Mit dem ersten Podestplatz in der Tasche blicken Theresa Maurer sowie ihre Teamkolleginnen und -kollegen dem Rennen allerdings gelassen entgegen.

Der erste Junioren-Weltcup ist um, der nächste steht schon vor der Tür. Mit dem ersten Podestplatz in der Tasche blicken Theresa Maurer sowie ihre Teamkolleginnen und -kollegen dem Rennen allerdings gelassen entgegen.

Die 18-jährige Theresa Maurer reiste als Titelverteidigerin in das erste Junioren-Rennen der neuen Saison.
Aufgrund der holprigen Vorbereitung klappte es im ersten Wertungslauf nicht wie gewünscht, Maurer landete nur auf dem sechsten Rang. Teamkollegin Lisa Walch reihte sich auf Platz fünf ein. Im zweiten Lauf fuhren sie schließlich der Konkurrenz auf und davon und machten die Bestzeit mit vier Zehntelsekunden Vorsprung auf die führenden Italienerinnen unter sich aus.

Damit reichte es in der Endplatzierung zu Rang zwei für Maurer und Rang vier für Walch. Die dritte deutsche Starterin Regina Rowold fuhr mit zwei soliden Läufen auf Rang zwölf.



„Mit diesem Ergebnis sind wir zufrieden. Nun müssen wir das nächste Rennen in Latzfons (Italien) nutzen, um uns in der kurzen Saison gleich nach vorne zu setzen“, so Herbert Kögl, Technischer Leiter im Naturbahnteam. Das Finale des Junioren-Weltcups findet bereits Ende Januar in Unterammergau statt.

Etwas weniger Erfolgsdruck haben derzeit noch die Herren. Für sie ging es in Winterleiten vor allem darum, sich in der Juniorenklasse zu etablieren. Josef Limmer fuhr auf den achten, Oliver Schiller auf den 14. und Maxi Leiner auf den 15. Rang.
Bei den Doppelsitzern erreichten Josef Limmer und Simon Dietz den fünften Rang.

„Die Entwicklung stimmt“, erklärt Kögl. „Hier können wir sicher bald ein Podium anvisieren.“

Der nächste Junioren-Weltcup findet am 04. und 05. Januar 2017 im italienischen Latzfons statt.

1. Junioren-Weltcup der Naturbahnrodler in Winterleiten

Nach dem Weltcup-Auftakt im Kühtai startet das junge Naturbahnteam im österreichischen Winterleiten am 29. und 30. Dezember 2016 in den Juniorenweltcup.

Nach dem Weltcup-Auftakt im Kühtai startet das junge Naturbahnteam im österreichischen Winterleiten am 29. und 30. Dezember 2016 in den Juniorenweltcup.

Theresa Maurer ist in der Gesamtwertung die aktuelle Titelverteidigerin, die mit Lisa Walch eine Konkurrentin aus dem eigenen Team hat. Bei den Doppelsitzern hat das neue Gespann Josef Limmer und Simon Dietz den Gesamtweltcupsieg als Saisonziel im Visier.

Josef Limmer war im vergangenen Jahr mit seinem Bruder erst zur Hälfte der Junioren-Weltcup-Wettbewerbe in die Doppelwertung eingestiegen. Dennoch haben die Brüder Rang zwei in der Gesamtwertung belegt. In dieser Saison ist Limmer mit Simon Dietz gleich von Beginn an mit dabei und hat sich hohe Ziele gesteckt: „Der Gesamtsieg sollte drin sein.“

Mit großen Erwartungen geht auch das Damen-Team in den Wettkampf. In der vergangenen Saison gewann Theresa Maurer ihren ersten Weltcup und somit gleichzeitig den ersten Weltcupsieg einer deutschen Naturbahnrodlerin. Walch platzierte sich damals auf Rang drei.

 

Ob die Damen dieses Ergebnis in der neuen Saison noch toppen können, bleibt abzuwarten.

Gerhard Pilz, sportlicher Leiter des Weltcup-Teams, blickt optimistisch auf die kommenden Rennen. „Die größte Herausforderung wird sicher das Wetter“, meint er mit kritischem Blick auf die Vorhersage. Warme Temperaturen und Sonnenschein stellen sicher nicht die besten Bedingungen für ein optimales Rennen dar. Die Sportlerinnen und Sportler werden dennoch ihr Bestes geben.

BSD-Aufgebot


Damen
Theresa Maurer
Regina Rowold
Lisa Walch

Herren
Maxi Leiner
Florian Limmer
Josef Limmer
Oliver Schiller

Doppelsitzer
Josef Limmer/Simon Dietz

Michaela Niemetz und Christian Wichan sind Deutsche Meister 2016

Bei den Naturbahnrodlern wurden nach zweimaliger Verschiebung die Deutschen und Bayerischen Meisterschaften im österreichischen Winterleiten ausgetragen.

Bei den Naturbahnrodlern wurden nach zweimaliger Verschiebung nun endlich die Deutschen und Bayerischen Meisterschaften im österreichischen Winterleiten in der Steiermark ausgetragen. Vergangenes Wochenende wurde in Winterleiten der Austria Cup veranstaltet, im Rahmen dessen die beiden Meisterschaften stattfanden.

Auf der top präparierten Bahn zeigten die heimischen Athleten ihr Können und krönten die bayerischen als auch die deutschen Meister.

 

 

Deutsche/r Meister/in

im Rennrodeln NB

Bayerische/r Meister/in

im Rennrodeln NB

Junioren I weibl

Lisa Walch

(WSV Unterammergau)

Lisa Walch

(WSV Unterammergau)

Junioren I männl.

Oliver Schiller

(WSV Unterammergau)

Oliver Schiller

(WSV Unterammergau)

Junioren II männl.

Josef Limmer

(SC Riessersee)

Josef Limmer

(SC Riessersee)

Damen allgem.

Michaela Niemetz

 (WSV Unterammergau)

Michaela Niemetz

 (WSV Unterammergau)

Herren allgem.

Christian Wichan

(WSV Unterammergau)

Marius Schmelzer

 (WSV Oberaudorf)

Doppel allgem.

Josef Limmer/Simon Dietz

(SC Riessersee/WSV Unterammergau)

Josef Limmer/Simon Dietz

(SC Riessersee/WSV Unterammergau)



 

 

Kontrolliertes Risiko: Junges Team überzeugt beim Parallel Weltcup im Kühtai (AUT)

Spannend ging’s zu beim ersten Weltcup Stopp der Saison der Naturbahnrodler im Tiroler Kühtai. Beim Parallel Race wurde den deutschen Rodlern alles abverlangt.

Spannend ging’s zu beim ersten Weltcup Stopp der Saison der Naturbahnrodler im Tiroler Kühtai. Beim Parallel Race wurde den deutschen Rodlern alles abverlangt. Am besten zurecht mit dem Kampf Frau gegen Frau kam Theresa Maurer, die wie im vergangenen Jahr einen beachtlichen sechsten Rang belegte.

Auf dem Weg zu diesem super Resultat bescherte die 18-Jährige ihren Betreuen und Fans allerdings so manche Schrecksekunde. In Lauf eins des Achtelfinales hielt sich die Garmisch-Partenkirchnerin noch an die Vorgabe der Betreuer nicht das Allerletzte zu riskieren. Diese war ausgesprochen worden, „um keine Verletzungen zu riskieren, die die Saison beenden können“, erklärt der Koordinator fürs Naturbahnrodeln Thomas Niemetz.

Dadurch war Maurer einen Hauch langsamer als ihre starke russische Konkurrentin Daria Maleeva. Das konnte sie natürlich nicht auf sich sitzen lassen und drehte gehörig auf. Trainer Gerhard Pilz stockte der Atem als sie haarscharf durch die vorletzte Kurve zischte.

Endresultat: Einzug ins Viertelfinale. Dort traf sie auf Greta Pinggera, Toprodlerin aus Italien und spätere Zweitplatzierte. Nach einem bedachteren ersten Lauf, musste Maurer in Lauf zwei wieder einen Rückstand aufholen und riskierte wie gewohnt; diesmal aber ein bisschen zu viel und so landete sie statt als Erste im Ziel in der Bande.

Teamkollegen und Betreuer schreckten zusammen, weil alle aufgrund des harten Aufpralls eine Verletzung vermuteten. Marius Schmelzer und Michaela Niemetz rannten auch sofort los, um Maurer zur Hilfe zu eilen. Doch ehe sie sie erreichen konnten, stand die angehende Konditorin schon wieder und grinste frech: „Nix passiert!“ Schmelzer kommentierte dies erleichtert mit: „Ja, die Theresa verschafft uns so manche Herzattacke.“ Sie selbst analysiert trocken: „Blöd, das hätt’ sich ausgehen können, aber ich bin auch so sehr zufrieden mit dem Ergebnis.“ Der angeschlagene Ellbogen werde sicher auch bald wieder.

Auch die anderen deutschen Starter waren zufrieden mit dem Weltcup Auftakt: Lisa Walch, Michaela Niemetz, Seppi Limmer und Marius Schmelzer hatten sich alle für die Finalläufe qualifiziert und damit das gesteckte Ziel erreicht. „Das war einfach Pflicht“, erklärt Niemetz, die im Achtelfinale auf die starke Südtirolerin Sara Bachmann traf. „Sara war dann leider zu stark für mich“, gibt sie zu. In Lauf zwei kam sie allerdings knapp an die Italienerin heran. „Das motiviert mich sehr“, meint die 23-Jährige. Am Ende reihte sie sich auf Rang 13 ein.

Etwas kritischer analysiert Walch ihre Leistung als Zehnte: „Ich hab zu viele Fehler gemacht.“ Dennoch ist es eine Steigerung um zwei Plätze im Vergleich zum Vorjahr und damit durchaus beachtenswert für die 15-Jährige. Ähnlich hoch zu bewerten ist der 20. Platz von Limmer. Für den 18-Jährigen war der Finaleinzug bereits ein Erfolg.

Weniger glücklich war Marius Schmelzer. Mit 21 Jahren schon erfahrener in der Herrenklasse, hatte er sich mehr als „nur“ den Einzug in die finalen Duelle erwartet. „Eine Rund weiter wollte ich schon kommen“, meint er leicht verärgert. „Das hab ich mir aber schon mit meinem Sturz in die Qualifikation verbaut.“

Im Gesamten zieht das Team aber eine positive Bilanz vom Wochenende und blickt nur nach vorn. Am kommenden Wochenende werden in Winterleiten (AUT) die Deutschen und Bayerischen Meisterschaften der vergangenen Saison nachgeholt und gleich mit ein paar Trainingseinheiten verknüpft.