------------- NEWS
BOB

Bob/Skeleton: Top-Leistungen beim Anschub-Test in Oberhof
Siege für Angerer, Martini, Huber & Stürzenhofegger

Oberhof (bsd/22.09.2009) Karl Angerer (WSV Königssee) hat ein erstes Ausrufezeichen in Richtung Olympia-Qualifikation gesetzt. In Abwesenheit von Top-Star André Lange gewann der 30-Jährige den Zweierbob-Startwettbewerb auf der künstlich vereisten 41 Meter langen Anschubstrecke in Oberhof. Mit Partner Gregor Bermbach schrammte der EM-Dritte im ersten Lauf mit 4,42 Sekunden nur hauchdünn am Bestwert von Andre Lange und Kevin Kuske vorbei.

Oberhof (bsd/22.09.2009) Karl Angerer (WSV Königssee) hat ein erstes Ausrufezeichen in Richtung Olympia-Qualifikation gesetzt. In Abwesenheit von Top-Star André Lange gewann der 30-Jährige den Zweierbob-Startwettbewerb auf der künstlich vereisten 41 Meter langen Anschubstrecke in Oberhof. Mit Partner Gregor Bermbach schrammte der EM-Dritte im ersten Lauf mit 4,42 Sekunden nur hauchdünn am Bestwert von Andre Lange und Kevin Kuske vorbei.

 

Mit einer Gesamtzeit von 8,89 Sekunden verwiesen Angerer/ Bermbach das Nachwuchs-Duo Robert Göthner/Christoph Gernand (BRC Riesa) knapp auf den zweiten Rang. Die Junioren erzielten exakt die gleiche Gesamtzeit, nur die bessere Laufzeit entschied für die Bayern. Auf Rang drei landete Vize-Weltmeister Thomas Florschütz (BRC Riesa) der mit Ronny Listner auf die Gesamtzeit von 9,00 Sek. kam.

 

Bei den Damen ging der Sieg ging an Cathleen Martini und Romy Logsch (SC Oberbärenburg/BRC Riesa). In 9,89 Sekunden verwiesen sie Anja Stöckel-Schneiderheinze/Patricia Polifka (BSC Winterberg/9,91) sowie Stefanie Szurek/Steffi Schneider(Oberhof/Potsdam/10,12) auf die Plätze. Pech hatte Sandra Kiriasis (RSG Hochsauerland). Bei ihrem Start im ersten Lauf streikte die Zeitmessung. Die Olympiasiegerin schlug das Angebot eines Wiederholungslaufes aus und fiel aus der Wertung.

 

Bei den Skeletonis demonstrierte einmal mehr Anja Huber (RC Berchtesgaden) ihre herausragenden Startqualitäten. Die Weltmeisterin von 2008 ließ der Konkurrenz keine Chance und siegte in 9,66 Sekunden deutlich vor Katharina Heinz (RSG Hochsauerland/10.23) und Kathleen Lorenz (BSR Rennsteig Oberhof/10,34). Weltmeisterin und Weltcup-Gesamtsiegerin Marion Trott (BSR Rennsteig Oberhof) belegte Rang neun (10,52). In Abwesenheit von Europameister Frank Rommel (Zella-Mehlis) sowie dem Gesamtweltcup-Zweiten Florian Grassl (Königssee) setzte sich in der Herren-Entscheidung der Münchner Gerald Stürzenhofegger (8,61) durch.

 

Bob: Auszeichnung - André Lange zum Berufssoldaten ernannt
Verteidigungsminister Jung ehrt dreimaligen Olympiasieger in Berlin

Berlin (bsd/23.08.2009) Olympiasieger André Lange ist in Berlin feierlich zum Berufssoldaten ernannt worden. Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung überreichte die Ernennungsurkunde am Sonntag persönlich auf dem Tag der offenen Tür im Bundesministerium der Verteidigung.

Berlin (bsd/23.08.2009) Olympiasieger André Lange ist in Berlin feierlich zum Berufssoldaten ernannt worden. Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung überreichte die Ernennungsurkunde am Sonntag persönlich auf dem Tag der offenen Tür im Bundesministerium der Verteidigung.

 

„Die Sportförderung der Bundeswehr lohnt sich“, sagte der Minister. „Soldaten, die sich mit ihrer Leistung auszeichnen, sollen auch eine Perspektive in der Bundeswehr erhalten.“ Mit diesen Worten überreichte Jung dem Bobpiloten Lange die Ernennungsurkunde zum Berufssoldaten. Die Verbindung Leistungssport und Bundeswehr, war für Lange immer eine besondere: „Ich konnte ganz zu Beginn meinen Wehrdienst leisten und trotzdem meinen Sport professionell ausüben und auch danach konnte ich mir der Unterstützung von der Bundeswehr sicher sein.“

 

Der Hauptfeldwebel zählt zu den erfolgreichsten deutschen Wintersportlern, hat zahlreiche Welt- und Europameisterschaften gewonnen und stand dreimal bei Olympischen Spielen ganz oben auf dem Treppchen. „Ich könnte gar nicht sagen, welche Siege mir am wichtigsten sind. Mit jedem Titel ist eine individuelle Geschichte verbunden. Aber natürlich war der erste Weltmeister- oder Europameistertitel schon besonders“, blickte Lange auf seine sportlichen Leistungen zurück.

 

Die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver werden seine letzten als aktiver Sportler sein. „Kanada soll noch mal ein Höhepunkt sein“, sagt der Sportsoldat. Danach warten auf ihn besondere Aufgaben: „All das was ich während meiner aktiven Karriere gelernt habe, will ich auch weitergeben.“ Lange wird dann vom aktiven Sport in den Trainerstab wechseln. Für seine zukünftigen Aufgaben wünschte der Verteidigungsminister dem „Noch-Sportler „viel Freude und Einsatz im Interesse der Bundeswehr.“

 

André Lange – Kurzportrait

 

André Lange begann als Achtjähriger mit dem Rennrodeln und wechselte 1993 zum Bobsport. Lange startet für den BSR Rennsteig Oberhof und wohnt in Suhl.

 

1998 wurde er Juniorenweltmeister im Zweier- und Viererbob, 1999 im Vierer. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City gewann er erstmals Gold im Viererbob. Vier Jahre später wiederholte er diesen Erfolg bei den Olympischen Spielen in Turin und gewann außerdem Gold im Zweierbob. Nur Wolfgang Hoppe hatte dieses Doppelgold bereits 18 Jahre zuvor bei den Olympischen Winterspielen 1984 erreicht. 

 

2008 sicherte sich Lange in Altenberg sein zweites WM-Double nach 2003 in Lake Placid. Bereits mit dem Zweier-Titel zog der Oberhofer in der "ewigen Bestenliste“ der erfolgreichsten WM-Piloten an seinem einstigen Dauerrivalen Christoph Langen (7/4/1) vorbei. Mit dem Sieg im Viererbob – seinem insgesamt achten WM-Titel (5 Silber/2 Bronze) – konnte Lange dann auch auf Wolfgang Hoppe (8/4/7) aufschließen und als erster Pilot überhaupt den fünften Titel im großen Schlitten gewinnen. Und was das Double angeht: Nach dem Italiener Eugenio Monti (1960 & 1961) und Christoph Langen (1996 & 2001) ist der thüringische Ausnahmeathlet erst der dritte Pilot überhaupt, dem dieses Kunststück ein zweites Mal gelang.

 

(Quelle Bild: Bundeswehr/Mandt)

 

Bob: BSD-Stars am 23. August im ZDF-Fernsehgarten zu Gast
Sandra Kiriasis Co-Moderatorin von Andrea Kiewel

Berchtesgaden (bsd/12.08.2009) Olympiasiegerin Sandra Kiriasis wird am Sonntag, den 23. August, als Co-Moderatorin von Andrea Kiewel im ZDF-Fernsehgarten zu sehen sein. Den BSD vertreten außerdem die Bremser Alex Mann, Gregor Bermbach und Thomas Pöge sowie Bundestrainer Carsten Embach. Die zweistündige Live-Show aus dem Sendezentrum Mainz beginnt um elf Uhr. Alle Infos zur Sendung und weiteren Gästen...

Berchtesgaden (bsd/12.08.2009) Olympiasiegerin Sandra Kiriasis wird am Sonntag, den 23. August, als Co-Moderatorin von Andrea Kiewel im ZDF-Fernsehgarten zu sehen sein. Den BSD vertreten außerdem die Bremser Alex Mann, Gregor Bermbach und Thomas Pöge sowie Bundestrainer Carsten Embach. Die zweistündige Live-Show aus dem Sendezentrum Mainz beginnt um elf Uhr.

 

Alle Infos zur Sendung und weiteren Gästen...

Bob: Eis-Premiere - Martini/Logsch im exklusiven Audio-Interview
Cathleen Martini: „Wir müssen uns noch finden.“

Berchtesgaden (bsd/22.07.2009) Nach den ersten Tests auf der vereisten Startstrecke am bayerischen Königssee standen die zweimalige WM-Zweite Cathleen Martini und ihre neue Top-Anschieberin Romy Logsch BSD-Pressechefin Margit Dengler-Paar im exklusiven Audio-Interview Rede und Antwort. „Wir müssen uns noch finden und unsere Starts perfektionieren“, so Martini.

Berchtesgaden (bsd/22.07.2009) Nach den ersten Tests auf der vereisten Startstrecke am bayerischen Königssee standen die zweimalige WM-Zweite Cathleen Martini und ihre neue Top-Anschieberin Romy Logsch BSD-Pressechefin Margit Dengler-Paar im exklusiven Audio-Interview Rede und Antwort. „Wir müssen uns noch finden und unsere Starts perfektionieren“, so Martini.

 

Logsch, die als stärkste Anschieberin des BSD gilt, war nach einem Streit mit ihrer bisherigen Pilotin Sandra Kiriais im Anschluss an die abgelaufene Saison frei geworden. Die 26-jährige Martini bekundete sofort ihr Interesse an der Schubkraft der 27-jährigen ehemaligen Diskuswerferin, die mit Kiriasis zweimal Weltmeisterin war. Im Gegenzug wechselte Martini-Bremserin Janine Tischer ins Team Kiriasis.

 

Für das neue Duo Martini/Logsch standen in dieser Woche am bayerischen Königssee erste Tests auf der vereisten Startstrecke auf dem Programm. Bis zum Saisonauftakt in knapp drei Monaten sei noch einiges zu tun, so Martini: "Einige sehr gute Starts waren aber schon dabei. Und bis zum Saisonstart ist ja noch reichlich Zeit."

 

Zum Audio-Interview mit Cathleen Martini – hier reinhören ->

 

Zum Audio-Interview mit Romy Logsch – hier reinhören ->

 

(Der Schnappschuss zeigt die WM-Dritte im Frauenbob 2009 Cathleen Martini (2. von rechts) und die Weltmeisterin von 2008 Romy Logsch (2. von links) mit Bob-Teamkolleginnen nach dem Eisstart-Training im Königssee.)

 

Bob und Skeleton: Sommer Start-Cup in Ilsenburg
Anja Schneiderheinze-Stöckel, Thomas Prange, Martin Rostig siegen

Ilsenburg (bsd/29.06.2009) Die Ilsenburger Innenstadt wurde am 26. und 27. Juni für zwei Tage zu einem Eventschauplatz für den Bob- und Skeletonsport - dieses Mal ohne Schnee und Eis sondern bei sommerlichen Temperaturen.

Ilsenburg (bsd/29.06.2009) Die Ilsenburger Innenstadt wurde am 26. und 27. Juni für zwei Tage zu einem Eventschauplatz für den Bobsport -  dieses Mal ohne Schnee und Eis sondern bei sommerlichen Temperaturen.

 

Bereits seit 1908 begeistert die rasante Sportart Besucher und Einheimische des nördlichsten Mittelgebirges. Heute steht dieser Sport vor allem im Sommer im Mittelpunkt: bei dem 15. Bob und Skeleton Start-Cup 2009.

 

Auf der ursprünglich zum Sommertraining entwickelten Rampe, werden heute sogar Europa- und Weltmeisterschaften im Bobanschub durchgeführt. In wenigen Sekunden wird die über 50 Meter lange Bahn überwunden. Schienen leiten die schnellen Gefährte ins Ziel.

 

Die Anschubmeisterschaften wurden in verschiedenen Klassen durchgeführt: Zweierbob, Viererbob, Skeleton jeweils in der Herren-, Damen- und Juniorenklasse.

 

Mit dem freien Training am Freitagabend startete das sportliche Wochenende. Für die Zuschauer wurde ein buntes Rahmenprogramm inklusive Schlauchbootrennen geboten. Die eigentlichen Anschub-Rennen fanden am Samstag statt.

 

Beim Hasseröder Zweierbob-Cup siegte Thomas Prange, angeschoben von Abraham Molu (WSV Königssee) vor Robert Göthner mit Christoph Gernand (BRC Riesa) und dem drittplatzierten Martin Rostig (BRC Winterberg). Bei den Damen holte sich Anja Schneiderheinze-Stöckel (BSC Winterberg) den Sieg, gefolgt von Christiane Wildgruber (WSV Oberaudorf) und Miriam Wagner (BRC Riesa).

 

Beim e.on/Avacon Viererbob-Cup startete Martin Rostig mit seinem Team bestehend aus Jannis Bäcker, Maximilian Timme und Jan Speer (BSC Winterberg) ganz oben aufs Podest. Zweiter wurde Maximilian Arndt mit Alexander Rödiger, René Tiefert und Cliff Denner (BSR Oberhof) und Rang Drei sicherte sich Matthias Böhmer, abgeschoben von Thomas Prange, Birger Lehner und Abraham Molu (BC Unterhaching).

 

Beim Skeleton-Wettbewerb der Herren gewann der Berchtesgadener WM-Fünfte Mirsad Halilovic (WSV Königssee) vor Mirambell Ander (Spanien) und André Lotze (BRC Ilsenburg). Bei den Skeleton-Damen fuhr Laura Malaika (BRC Friedrichroda) den Sieg ein, gefolgt von Kathleen Lorenz (BSR Oberhof) und Alina Hauswald (RRV Sonneberg/Schalkau). Das Skeleton-Rennen der Junioren entschied Julian Kränke (BSR Oberhof) vor Christopher Grotheer (BSR Oberhof) und Christian Poppner (RC Ilmenau) für sich.    

Sommerbob-Event der Extraklasse stieg in Hückeswagen
32.000 Besucher beim 2. internationalen Sommer Bob Grand Prix

Hückeswagen (bsd/25.05.2009) Das letzte Wochenende stand ganz im Zeichen eines Bob-Events der besonderen Art. Zum zweiten Mal traf sich die Bob Elite im Nordrhein-Westfälischen Hückeswagen. Statt auf Kufen rasten die internationalen Bob Stars auf umgerüsteten Bobs im etwas anderen „Eiskanal“ auf Rollen das Tal herunter. Vorjahressieger Karl Angerer (WSV Königssee) landete diesmal auf Rang drei.

Hückeswagen (bsd/25.05.2009) Das letzte Wochenende stand ganz im Zeichen eines Bob-Events der besonderen Art. Zum zweiten Mal traf sich die Bob Elite im Nordrhein-Westfälischen Hückeswagen. Statt auf Kufen rasten die internationalen Bob Stars auf umgerüsteten Bobs im etwas anderen „Eiskanal“ auf Rollen das Tal herunter. Vorjahressieger Karl Angerer (WSV Königssee) landete diesmal auf Rang drei.

 

Insgesamt gab es in diesem Jahr Preisgelder im Wert von 12.500 Euro. Mit Hilfe des ehemaligen Bobprofi Rene Spies konnte ein grandioses Fahrerfeld aufgestellt werden. Zu den Neustartern zählten Lisa Stringer aus Frankreich, Christina Hengster, Wolfgang Stampfer und Jürgen Loacker aus Österreich, David Kupczyk aus Polen, Ivo Danilevic aus der Tschechischen Republik und der Schweizer Fahrer Gregor Baumann.

 

Das wahrscheinlich wichtigste Instrument am Bob, die Rollen, wurden durch eine neue Technik verbessert, wodurch die Bobs insgesamt um 10 km/h schneller wurden, was sich bereits im ersten Training am Freitag bemerkbar machte.  An der Strecke, dem so genannten „Eiskanal“ gab es im Vergleich zum letzten Jahr nur kleine Veränderungen. Der Anlaufweg oben am Start war um 20 Meter länger als im letzten Jahr und somit hatte der Anlauf eine Länge von insgesamt 40 Metern.

 

Durch den „Tartanbelag“ konnten die Sportler dieses Jahr auch ihre Spikes benutzen, was zur deutlichen Geschwindigkeitsverbesserung führte. Zwischen den Banden wurde wieder ein spezieller Vliesbelag ausgelegt, auf dem die Strecke asphaltiert wurde. Der Vorteil: Direkt nach dem Event konnte der Belag rückstandslos entfernt werden. Auf einer Breite von 1,50 Meter wurde eine sehr feine Schicht aufgebracht, damit der Rollwiderstand der für die Bobs entwickelten Rollen möglichst gering gehalten wurde. Die Strecke hatte insgesamt eine Länge von 700 Metern, auf der die Bobs eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 91 km/h erreichten.

 

Am Samstag begann pünktlich um 16 Uhr der erste Wertungslauf. Als erstes starteten die Damen und danach die Herren. Wie sich schon im Training bemerkbar machte, bereitete die erste Kurve auf der 700-Meter langen Strecke vielen Fahrern Probleme, wo durch sie wertvolle Sekunden verloren. Beim ersten Wertungslauf siegte das Holländer Team im „Movie Park“ Bob mit der Pilotin Esme Kamphuis und der Anschieberin Tine Veenstra. Bei den Herren sorgte das Österreichische Team für große Überraschungen: Im Team „Vivid Visions“ holte der Pilot Wolfgang Stampfer mit seinem Anschieber Martin Machkovics den ersten Platz bei den Herren.

 

Der zweite Lauf um 18.30 Uhr wurde noch schneller und heißer. Bei den Damen siegte das  französische Team „Colour Mettler“ mit der Pilotin Lisa Stringer und ihre Bremserin Sophie Michel. Lisa Stringer musste anscheinend einfach nur einmal unter Wettbewerbsbedingungen fahren, denn im ersten Lauf, ein paar Stunden zuvor,  belegte sie nur den letzten Platz.  Bei den Herren siegte wieder das Team „Vivid Visions“ mit dem Österreichischen Piloten Wolfgang Stampfer, der in seiner Heimat kein Unbekannter ist. Dort holte er bereits 12-mal den Titel des Österreichischen Meisters.  Die Favoriten vom letzten Jahr Olympiasiegerin Anja Schneiderheinze und Karl Angerer hatten am ersten Renntag nicht so viel Glück und belegten jeweils nur die mittleren Plätze in der Zwischenwertung.

 

Zwischen den Rennpausen hatten alle Besucher die Möglichkeit sich die „BOBsengasse“ von den Profis anzuschauen, mit den Sportlern zu fachsimpeln, Autogramme zu holen, die Bobs unter die Lupe zu nehmen und sich vielleicht auch mal selber in einen Bob zu setzen. So waren die Besucher den Bobstars ganz nah und genau das ist auch der Hintergedanke des Sommer Bob Grand Prix. Die Besucher sollen zusammen mit den Bob Stars Spaß haben und dieses Konzept wurde auch erfolgreich von den Zuschauern angenommen. Und auch beim Rennen selber hieß es für die Besucher, hautnah und live dabei sein, wenn die Bobstars in Höchstgeschwindigkeiten an ihnen vorbeirauschen. Nur 30 cm Abstand bot der Abstand zwischen Rennbahn und Bandenabsperrung.

                       

Der dritte Wertungslauf am Sonntag versprach einiges und wie in den beiden Wertungsläufen zuvor gewann der Österreicher Wolfgang Stampfer und verbesserte sogar den Geschwindigkeitsrekord von 91 km/h. Bei den Damen siegte das Holländische Team mit der Pilotin Esme Kamphuis und der Anschieberin Tine Veenstra.

 

Den vierten Lauf machten diesmal die Österreicher Christina Hengster aus und bei den Herren Wolfgang Stampfer unter sich aus. Im letzten und entscheidenden Lauf siegte Hengster in 34,14 sec. und einer Spitzengeschwindigkeit von 87 km/h. Wolfgang Stampfer kam mit einer Bestzeit von 32,84 Sekunden ins Ziel und beim diesjährigen Sommer Bob legte er den Geschwindigkeitsrekord von 91 km/h auf. In der Gesamtwertung siegte bei den Damen das Team „Movie Park“ mit der Pilotin Esme Kamphuis und der Anschieberin Tine Veenstra. Auf Platz zwei und drei kamen jeweils das Team Hengster und Stringer. Schneiderheinze belegte nur den vierten Platz.

  

Bei den Herren siegte der Pilot Wolfgang Stampfer und der Anschieber Martin Machkovics für das Team „Vivid Visions“. Platz zwei belegte Danilevic und Platz drei Vorjahressieger Karl Angerer.

 

Veranstalter Sven Schreiber: „Ich bin begeistert, dass über 32.000 Zuschauer den Bob-Sport so positiv am Wochenende angenommen und die Euphorie mit den Bobstars geteilt haben. Wir freuen uns schon alle auf das nächste Jahr und hoffen auch in andere Städte den Sommer Bob zu bringen.“ Bereits ab 2010 ist die Stadt Wuppertal in Gespräch und dann soll es den Sommer Bob ab 2011 alle zwei Jahre in der Stadt Hückeswagen geben.

 

Bob: André Lange holt WM-Silber im großen Schlitten
FIBT Weltmeisterschaften in Lake Placid (USA) - Herren-Vierer

Lake Placid (bsd/29.02.2009) André Lange (BSR Rennsteig Oberhof) hat bei den Viererbob-Weltmeisterschaften im amerikanischen Lake Placid die Silber-Medaille gewonnen. Der Titelverteidiger musste sich nur Lokalmatador Steven Holcomb, der auf seiner Heimbahn mit Bestzeit in allen Läufen das Maß der Dinge war, geschlagen geben. Bronze sicherte sich der Lette Janis Minins.

Lake Placid (bsd/29.02.2009) André Lange (BSR Rennsteig Oberhof) hat bei den Viererbob-Weltmeisterschaften im amerikanischen Lake Placid die Silber-Medaille gewonnen. Der Titelverteidiger musste sich nur Lokalmatador Steven Holcomb, der auf seiner Heimbahn mit Bestzeit in allen Läufen das Maß der Dinge war, geschlagen geben. 

 

Nach Platz fünf im Zweier am ersten WM-Wochenende, demonstrierte André Lange in der Königsdisziplin des Bobsports, die gleichzeitig den Abschluss der Titelkämpfe in Lake Placid darstellten, wieder einmal seine Stärke an den Lenkseilen. Auf der schwierigen Strecke am Mount van Hoevenberg, der Stätte seines ersten WM-Doppelsieges 2003, startete der achtfache Weltmeister eine rasante Aufholjagd und ließ den Russen Alexandr Zubkov sowie den Letten Janis Minins, die beide nach zwei von vier Wertungsläufen noch zeitgleich vor ihm auf Rang zwei rangierten, hinter sich.

 

Lange, der mit seiner Mannschaft Alexander Rödiger, Kevin Kuske und Martin Putze in allen Durchgängen die schnellsten Startzeiten erzielte, hatte am Ende bei einer Gesamtzeit von 3:37.58 Minuten allerdings deutliche 97/100 Sekunden Rückstand auf den US-Amerikaner Steven Holcomb.

 

Auf seiner Heimbahn gelang dem 28-jährigem der erste Bob-WM-Titel für die USA seit 50 Jahren. Sein Vorgänger war Arthur Tyler, der 1959 als 44-jähriger Steuermann die Viererbob-WM in St. Moritz für sich entschied.

 

Für den dreimaligen Olympiasieger André Lange, der nach den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Vancouver seine Karriere beenden wird, war es die 15. und letzte WM-Medaille seiner Laufbahn. Langes eindrucksvolle WM-Bilanz: 8x Gold – 5x Silber – 2x Bronze.

 

„Wir haben uns noch nie so über Silber gefreut wie jetzt. Wir haben alles aus diesem Schlitten herausgeholt. Meine Mannschaft hat eine sensationelle Leistung gebracht. Mehr als Silber war bei der Überlegenheit von Steven nicht drin. Er war auf dieser Bahn klar der Beste und hat den Sieg absolut verdient“, sagte Lange, der den Letten Janis Minins um die Winzigkeit von 3/100 Sekunden auf den Bronze-Rang verwies.

 

In seiner eindrucksvollen WM-Laufbahn schaffte der thüringische Ausnahmepilot zwei Mal das Double (2003 & 2008) - ein Kunststück, das neben ihm nur dem Italiener Eugenio Monti (1960 & 1961) sowie Christoph Langen (1996 & 2001) gelang. Im großen Schlitten wird Lange mit seinen fünf Titeln als alleiniger WM-Rekordhalter in Rente gehen.

 

Thomas Florschütz (BRC Riesa), der bei der Entscheidung im Zweierbob Silber gewann, hatte in der Königsdisziplin bereits die ganze Saison Materialprobleme und kam mit dem Vierer auch bei der WM nicht so recht in Schwung. Am Ende fand sich der EM-Zweite im Vierer mit über drei Sekunden Rückstand abgeschlagen auf Rang 13 wieder. "Wir haben am Start viel verschenkt. 13 ist eine Unglückszahl. Ich werde die ganze Saison abhaken. Wenigstens hatten wir ein gutes Ergebnis im Zweierbob letzte Woche“, so der 31-jährige Sonneberger, der mit Marc Kühne (BRC Riesa), Thomas Pöge (BSC Winterberg) und Alexander Metzger (BSR Rennsteig Oberhof) am Start war.

 

Für Karl Angerer (WSV Königssee) war der Vierer-Wettbewerb bereits nach dem ersten Durchgang beendet. Der zweifache Saisonsieger hatte sich am Samstag bei der Ausfahrt Kurve zwölf einen groben Fahrfehler geleistet und war zu Sturz gekommen. Außer einer gebrochenen Rippe beim Münchener Andreas Udvari (WSV Königssee) gab es glücklicher Weise keine ernsthaften Verletzungen. „Der Sturz an sich war nicht so gravierend. Das Schlimmste ist der seelische Schmerz, denn wir haben das ganze Jahr auf dieses Ereignis hin trainiert. Ich wusste, ich kann eine Medaille holen“, so Angerer.

 

Zu den Ergebnissen ->

Bob/Skeleton: BSD-Kufencracks holen Gold mit der Mannschaft
FIBT Weltmeisterschaften in Lake Placid (USA) - Team-Wettbewerb

Lake Placid (bsd/22.02.2009) Die deutschen Kufencracks haben bei den FIBT-Weltmeisterschaften im amerikanischen Lake Placid die erste Gold-Medaille gewonnen. Im Teamwettbewerb verwies der Titelverteidiger die Mannschaft der Schweiz mit 24/100 Sekunden auf Rang zwei. Bronze ging an das amerikanische Team. Nach Bronze für Cathleen Martini und Silber für Thomas Florschütz hat der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) damit am ersten WM-Wochenende einen kompletten Medaillensatz eingefahren.

Lake Placid (bsd/22.02.2009) Die deutschen Kufencracks haben bei den FIBT-Weltmeisterschaften im amerikanischen Lake Placid die erste Gold-Medaille gewonnen. Im Teamwettbewerb verwies der Titelverteidiger die Mannschaft der Schweiz mit 24/100 Sekunden auf Rang zwei. Bronze ging an das amerikanische Team. Nach Bronze für Cathleen Martini und Silber für Thomas Florschütz hat der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) damit am ersten WM-Wochenende einen kompletten Medaillensatz eingefahren.

 

In der nicht-olympischen Disziplin gewann das Quartett Deutschland I mit den Skeletonis Frank Rommel (TSC Zella-Mehlis) und Marion Trott (BSR Rennsteig Oberhof) sowie den Bob-Piloten Sandra Kiriasis (RSG Hochsauerland) und Thomas Florschütz (BRC Riesa) und sicherte sich damit zum dritten Mal in Folge seit der Premiere des Wettbewerbs bei den Weltmeisterschaften 2007 in St. Moritz den Titel.

 

Den Grundstein für das erste Gold der Titelkämpfe in Lake Placid legten dabei die Skeletonis Rommel und Trott, die in ihren Läufen Bestzeiten verbuchen konnten und somit große Hoffnungen für die Einzelwettbewerbe in der kommenden Woche weckten.

 

"Über das Ergebnis beim Teamwettbewerb freue ich mich natürlich. Die Wertung hat zwar an sich keine große Bedeutung, doch die Athleten haben viel Spaß dabei und der Team-Zusammenhalt wird gestärkt", so Bundestrainer Carsten Embach.

 

Das zweite deutsche Team mit Florian Grassl (WSV Königssee), Anja Huber (RC Berchtesgaden), Cathleen Martini (SC Oberbärenburg) sowie Karl Angerer (WSV Königssee) landete auf dem siebten Rang unter insgesamt acht Mannschaften.

 

Zu den Ergebnissen ->

 

Der weitere WM-Fahrplan

 

Donnerstag, 26.02.

 

15:00 Uhr/(09:00 Uhr Ortszeit): Skeleton-WM Damen 1. & 2. Lauf

 

Freitag, 27.02.

 

14:30 Uhr/(08:30 Uhr Ortszeit): Skeleton-WM Damen 3. & 4. Lauf

19:00 Uhr/(13:00 Uhr Ortszeit): Skeleton-WM Herren 1. & 2. Lauf

 

Samstag, 28.02.

 

15:00 Uhr/(09:00 Uhr Ortszeit): Bob-WM Herren4er 1. & 2. Lauf

19:00 Uhr/(13:00 Uhr Ortszeit): Skeleton-WM Herren 3. & 4. Lauf

 

Sonntag, 01.03.

 

15:00 Uhr/(09:00 Uhr Ortszeit): Bob-WM Herren4er 3. & 4. Lauf  

 

 

Bob: Thomas Florschütz holt Silber im Zweier – André Lange Fünfter
FIBT Weltmeisterschaften in Lake Placid (USA) - Herren-Zweier

Lake Placid (bsd/22.02.2009) Thomas Florschütz (BRC Riesa) hat bei den Titelkämpfen im amerikanischen Lake Placid im kleinen Schlitten die Silber-Medaille gewonnen. Der dreifache Saisonsieger musste sich mit seinem Anschieber Marc Kühne nur dem Schweizer Ivo Ruegg geschlagen geben. Bronze sicherte sich der US-Amerikaner Steven Holcomb. Titelverteidiger André Lange (BSR Rennsteig Oberhof) landete auf Rang fünf.

Lake Placid (bsd/22.02.2009) Thomas Florschütz (BRC Riesa) hat bei den Titelkämpfen im amerikanischen Lake Placid im kleinen Schlitten die Silber-Medaille gewonnen. Der dreifache Saisonsieger musste sich mit seinem Anschieber Marc Kühne nur dem Schweizer Ivo Ruegg geschlagen geben. Bronze sicherte sich der US-Amerikaner Steven Holcomb.

 

Nach vier Läufen fehlten Florschütz 22 Hundertstel Sekunden auf den neuen Weltmeister. Der 37-Jährige Ruegg, der als Vierter des Gesamt-Weltcups im Vorfeld der WM nicht zu den Top-Anwärtern auf die Gold-Medaille gezählt wurde, ist der erste Schweizer Zweierbob-Weltmeister seit 1997. Damals hatte Reto Götschi in St. Moritz triumphiert.

 

„Ich bin absolut zufrieden. Ruegg war einfach den Tick besser und hat verdient gewonnen. Für mich war es eine perfekte Saison. Ich habe mich in dieser Saison fahrerisch weiter entwickelt und gezeigt, dass ich um Siege mitfahren kann“, so Thomas Florschütz, der schon bei den Heim-Weltmeisterschaften im Vorjahr zu WM-Silber im Zweierbob gefahren war.

 

Olympiasieger und Titelverteidiger André Lange (BSR Rennsteig Oberhof) landete abgeschlagen mit 92/100 Sekunden Rückstand auf Rang fünf. „Die Fahrten hier waren eigentlich gar nicht so schlecht. Aber es haben einige Dinge nicht zusammen gepasst. Angefangen von den Startzeiten, die einfach nicht ausgereicht haben. Wir müssen das in Ruhe analysieren und dann in Hinblick auf Olympia 2010 unsere Schlüsse daraus ziehen,“ sagte Lange, der erstmals seit den Titelkämpfen 2001 in St. Moritz ohne Medaille im kleinen Schlitten blieb und nach den Erfolgen 2007 und 2008 den WM-Hattrick verpasste.

 

Kurz-Interview mit André Lange ->

 

Das dritte deutsche Duo Karl Angerer/Gregor Bermbach (WSV Königssee) belegte Platz neun. "Thomas Florschütz hat eine gute Leistung abgegeben, wir sind sehr zufrieden. Das Ziel für die WM war eine Medaille und das haben wir sowohl bei den Damen als auch bei den Herren im Zweierbob erreicht. Das Feld war vorne sehr dicht, es hätte auch ganz anders ausgehen können. Nur ein kleiner Fehler und wir wären möglicherweise am Podium vorbeigefahren. André wird selbst am besten wissen, was nicht gepasst hat. Bei so einem Ausnahme-Piloten kann es eben nach einer so langen Erfolgsserie auch einmal nicht klappen", erklärte Cheftrainer Raimund Bethge.

 

Zu den Ergebnissen ->

 

Bob: Cathleen Martini holt WM-Bronze – Sandra Kiriasis nur Siebte
FIBT Weltmeisterschaften in Lake Placid (USA) - Damen

Lake Placid (bsd/21.02.2009) Cathleen Martini (SC Oberbärenburg) hat bei den Weltmeisterschaften im amerikanischen Lake Placid die Bronze-Medaille gewonnen. Den Titel sicherte sich überraschend Nicola Minichiello aus Großbritannien. Silber ging an Lokalmatadorin Shauna Rohbock. Titelverteidigerin Sandra Kiriasis (RSG Hochsauerland) konnte nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen und belegte am Ende Rang sieben.

Lake Placid (bsd/21.02.2009) Cathleen Martini (SC Oberbärenburg) hat bei den Weltmeisterschaften im amerikanischen Lake Placid die Bronze-Medaille gewonnen. Den Titel sicherte sich überraschend Nicola Minichiello aus Großbritannien. Silber ging an Lokalmatadorin Shauna Rohbock. Titelverteidigerin Sandra Kiriasis (RSG Hochsauerland) konnte nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen und belegte am Ende Rang sieben.

 

Nach vier Läufen hatte Martini, die mit Anschieberin Janine Tischer am Start war, 62/100 Sekunden Rückstand auf die neuen Weltmeister Nicola Minichiello und Gillian Cooke. „Jede WM-Medaille ist etwas ganz besonderes. Daher bin ich absolut glücklich, dass wir es hier wieder auf’s Podium schaffen konnten. Janine hat einen super Job gemacht, vielen Dank dafür“, so die Oberbärenburgerin. Für die 26-Jährige war es nach zuletzt zweimal Silber sowie einmal Bronze bei den Titelkämpfen 2004 die insgesamt vierte WM-Medaille der Karriere.

 

Titelverteidigerin Sandra Kiriasis, die nach ihrem Titel-Hattrick (2005, 2007 & 2008) sowie zuvor zwei Silber-Medaillen (2003 & 2004), nun erstmals seit sechs Jahren wieder bei einer Weltmeisterschaft ohne Medaille blieb, musste nach dem dritten Lauf auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Lake Placid ihre Anschieberin wechseln. Für Berit Wiacker, deren Muskelverletzung wieder aufgebrochen war, schob Ersatzanschieberin Patricia Polifka im vierten Durchgang an. „Ich wollte es halt mit Berit probieren. Es ist leider völlig schief gegangen“, so die Olympiasiegerin nüchtern.

 

Das dritte deutsche Duo Claudia Schramm/Nicole Herschmann (BSR Rennsteig Oberhof) fuhr auf Platz neun. Damit verpassten die BSD-Damen zum zweiten Mal seit der Einführung von Welttitelkämpfen im Jahre 2000 den Titel. Als letzte Nicht-Deutsche konnte die Schweizerin Francoise Burdet im Jahr 2001 im kanadischen Calgary zu WM-Gold fahren.

  

Zu den Ergebnissen ->