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BSD: Bundespolizeisportschule Bad Endorf feiert Olympia-Medaillengewinner

Bad Endorf (bsd/bps/12.04.2018) Am 05. April 2018 wurden in der Bundespolizeisportschule Bad Endorf im Rahmen einer Saisonabschlussfeier alle Olympia-Teilnehmer und Medaillengewinner für ihre Leistungen in der vergangenen Wintersaison geehrt. Mit insgesamt 13 Medaillen bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang sowie 113 Weltcup-Podestplätzen (davon 51 Weltcup-Siege) zeigten die Athletinnen und Athleten der Bad Endorfer Sportschule mit großartigen Erfolgen auf und lieferten in ihren jeweiligen Disziplinen Top-Leistungen ab.

Auch der Bob- und Schlittenverband für Deutschland e.V. (BSD) trug zu dieser hervorragenden Bilanz mit insgesamt elf Olympia-Medaillen bei.

Die Ehrungen wurden von Stephan Mayer vorgenommen, neuer Parlamentarischer Staatssekretär (PStS) beim Bundesminister des Innern. Vor über 200 geladenen Gästen aus Sport, Politik und Wirtschaft waren auch Jürgen Schubert, Vize-Präsident der Bundespolizei, Alfons Aigner, Präsident der Bundespolizeiakademie, sowie Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, anwesend.

„Das Bad Endorfer Modell hat sich bestens bewährt und wir werden alles dafür tun, dass sich die bereits guten Rahmenbedingungen als Grundlage für die Erfolge der Athleten noch weiter verbessern“, betonte Staatssekretär Stephan Mayer in seiner Rede, in der er die Spitzensportförderung der Bundespolizei als unverzichtbaren Eckpfeiler des deutschen Spitzensports bezeichnete, und schob das Versprechen nach, „mit dem gewünschten Erweiterungsbau des Krafttrainings-Centers 2019 beginnen zu können“.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann brach eine große Lanze für die Spitzensportförderung der Bundespolizei: „Wenn es dieses Duale System nicht schon gäbe, müssten wir es gemeinsam aus der Taufe heben“.

Medaillengewinner JWM und U23 JWM Bob in St. Moritz (SUI)

• PMA Alexander Schüller (Gold JWM Zweierbob, Gold U23 JWM Zweierbob, Gold U23 JWM Viererbob)
• PMA Alexander Mair (Gold JWM Viererbob)
• Paul Krenz (JWM-Bronze Viererbob)

Teilnehmer und Medaillengewinner der Olympischen Winterspiele in PyeongChang

 

Rennrodeln

• PHMin Natalie Geisenberger (Gold im Einzel und Gold im Team)
• PHM Tobias Arlt, Doppelsitzer (Gold im Doppelsitzer und Gold im Team)
• POM Johannes Ludwig (Gold im Team und Bronze im Einzel)
• POM Sascha Benecken, Doppelsitzer (Bronze im Doppelsitzer)
• PHM Felix Loch

Bob

• POM Nico Walther, Pilot (Silber im Viererbob)
• PM Francesco Friedrich, Pilot (Gold im Zweierbob und Gold im Viererbob)
• PMAin Annika Drazek, Anschieberin
• PMA Paul Krenz, Anschieber

Skeleton

• PMAin Jaqueline Lölling (Silber im Einzel)
• PMin Tina Hermann
• PM Axel Jungk

 

Alfons Hörmann mit Sascha Benecken, Jacqueline Lölling und Nico Walther

 

Alexander Schüller, Alfons Aigner und Alexander Mair

 

Tina Hermann und Annika Drazek mit Marina Wallner (Ski Alpin) und Bianca Walter (Shorttrack)

 

Björn Kircheisen (Nordische Kombination), Felix Loch, Carina Vogt (Skispringen), Jürgen Schubert, Anke Wöhrer (Snowboard) und Judith Dannhauer (Eisschnelllauf)

 

PStS Stephan Mayer mit Johannes Ludwig, Arnd Pfeiffer (Biathlon), Tobias Arlt, Francesco Friedrich, Natalie Geisenberger und Moderator Willi Willmann

 

Bilder: Bundespolizeisportschule Bad Endorf

FROHE OSTERN WÜNSCHT EUCH DAS BSD-TEAM

Berchtesgaden (bsd/01.04.2018) Das BSD-Team wünscht allen Athletinnen und Athleten, Trainern, Betreuern, Funktionären sowie Premiumpartnern, Förderern, Ausrüstern und Kooperationspartnern ein erholsames und schönes Osterfest und viel Spaß beim Eiersuchen.

Berchtesgaden (bsd/01.04.2018) Das BSD-Team wünscht allen Athletinnen und Athleten, Trainern, Betreuern, Funktionären sowie Premiumpartnern, Förderern, Ausrüstern und Kooperationspartnern ein erholsames und schönes Osterfest und viel Spaß beim Eiersuchen.

Bundeskanzlerin Merkel wird Schirmherrin der FIL-Rennrodel-WM in Winterberg

Winterberg/Berlin (ske) Die frohe Kunde kam aus Berlin: Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel wird Schirmherrin der 48. FIL-Rennrodel-Weltmeisterschaften vom 25. bis 27. Januar 2019 in Winterberg. „Die Bundeskanzlerin hat unsere Einladung sehr gerne angenommen und freut sich darauf. Ihre Schirmherrschaft ist für uns eine große Ehre und bedeutet eine besondere Aufwertung der Weltmeisterschaften“, sagt Stephan Pieper, der Geschäftsführer der Erholungs- und Sportzentrum Winterberg GmbH (ESZW), die gemeinsam mit dem BRC Hallenberg die Veranstaltung ausrichtet. „Mit ihrem Engagement unterstützt die Bundeskanzlerin gleichzeitig die Sportregion Winterberg, Sauerland und Südwestfalen. Wir freuen uns sehr darüber.“

Auch Hans-Jürgen Köhne, der Vorsitzende des BRC Hallenberg, betont: „Das ist eine sehr schöne Nachricht, auch für die teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler aus wahrscheinlich über 20 Nationen.“

Ob die Bundeskanzlerin auch nach Winterberg kommen wird, steht noch nicht fest. „Das hängt vom Terminkalender im Januar 2019 ab. Daher kann es auch noch keine Zusage geben“, erklärt Pieper. „Natürlich hoffen wir darauf.“

Frau  Dr. Merkel war bereits vor drei Jahren bei den FIBT Bob- und Skeleton- Weltmeisterschaften 2015 in Winterberg Schirmherrin. Damals konnte sie aufgrund anderer wichtiger Termine nicht ins Sauerland kommen.

 

Zum Karriereende von Bob-Legende Kevin Kuske

Berchtesgaden (bsd/26.03.2018) Kevin Kuske ist der erfolgreichste Bobfahrer aller Zeiten – nicht erst seit den vergangenen Olympischen Winterspielen in Südkorea, auch wenn er dort mit dem Gewinn der Silbermedaille im Viererbob von Nico Walther seine Ausnahmestellung noch mehr festigen konnte. Mit viermal Gold und zweimal Silber bei Olympischen Spielen sowie sieben WM-Titeln steht er ausnahmslos an der Spitze der erfolgreichsten Athleten im Bobsport.

Erahnen konnte dies im Sommer 1998 noch niemand, als der Modell-Athlet die Bob-Bühne betrat. Als 10,50 Sekunden-Sprinter verfügte Kuske über genügend Schnellkraft sowie sportlicher Grundfitness und war somit bei den Bobpiloten der 90er Jahre ein begehrter Anschieber-Aspirant. Nach kürzeren Kooperationen mit den Bob-Piloten Tino Bonk und Harro Czudaj fand er um die Jahrtausendwende mit André Lange seinen perfekten Partner: Langes Fahrgeschick, gepaart mit Kuskes bärenstarker Hau-drauf-Anschieber-Leistung ergaben viele Jahre lang das Traum-Duo des deutschen als auch des internationalen Bobsports.

Besonders in Erinnerung blieb der zweite Lauf im olympischen Zweierbob-Rennen in Turin am 18. Februar 2006. Nach dem ersten Lauf hatte sich das Team Lange/Kuske bereits einen beruhigenden Vorsprung erfahren, alles lief nach Plan. Doch dann rutschte der 1,96 Meter große und 116 kg schwere Kuske nach dem Startsprint beim Einstieg in den Bob weg. Mit unglaublichen Kräften zog sich der Anschieber zurück in das Sportgerät. André Langes Trainer Matthias Trübner erinnert sich: „Mir stockte der Atem und mein Herz hörte für einen kleinen Augenblick auf zu schlagen. Doch eines war mir klar, wenn die beiden Teufelskerle es schaffen würden, von ihrem Vorsprung aus dem ersten Lauf nicht allzu viel einzubüßen, wäre noch alles drin.“

Tatsächlich schaffte es das Duo, einige Hundertstel ihres Vorsprungs beizubehalten und die Goldmedaille zu gewinnen. Nach dem Rücktritt von André Lange wechselte Kuske in die Teams von Thomas Florschütz und Maximilian Arndt. Zusammen mit Arndt erlebte der Potsdamer bei den Olympischen Spielen 2014 auch die andere Seite des Erfolgs beim demütigenden Abschneiden der deutschen Bobs in Sochi: In Erinnerung blieb dabei vor allem sein Fernsehinterview, als er die damaligen deutschen Bobs mit ehemaligen DDR-Trabanten verglich. Für diese Aussagen musste er vom BSD als auch vom DOSB gleichermaßen viel Kritik einstecken.

Während der vergangenen vier Jahre musste sich Kevin Kuske mit vielen kleinen und großen Verletzungen rumschlagen. 15 Jahre Bobsport und nahezu 25 Jahre Leistungssport hatten ihren Tribut gezollt. Sein Ziel, die Olympischen Spiele 2018 in PyeongChang zu bestreiten, verlor er jedoch nie aus den Augen. Mit akribischer Sorgfalt und eisernem Willen bestritt er seine Vorbereitung. Den Lohn erntete der ehemalige Sprinter mit dem Gewinn der Silbermedaille im Viererbob – ein glorreicher Abschluss einer beispiellosen und einzigartigen Karriere.

Zeitweise wurde dem Ausnahmetalent nachgesagt, er wäre auf den ersten 30 Metern genauso schnell wie Jahrhundertsprinter Usain Bolt, bewiesen werden konnte dies allerding nie. Allein der Vergleich mit dem schnellsten Mann der Welt stellt die Ausnahmestellung des Talents noch deutlicher heraus. Einen wie ihn wird es die nächsten Jahre im deutschen Bobsport nicht mehr geben. (mb) 

 

Bob: Kurzer Rückblick auf die Para Bob-Weltmeisterschaften 2018 in Lillehammer

Nach den erfolgreichen Weltcup-Teilnahmen auf europäischem Boden starteten zum Abschluss der Weltcupsaison 2017/2018 mit Alex Feretos und Niko Johann erstmals deutsche Para-Bob Athleten bei einer IBSF Para Bob-Weltmeisterschaft. Diese fand am 10. und 11. März 2018 auf der olympischen Bob- und Rodelbahn von 1994 im norwegischen Lillehammer statt.

Betreut wurden die Para-Sportler diesmal von Robert Göthner.

Am ersten Tag der vorgeschalteten Trainingswoche fuhren beide zunächst einige Fahrten vom Damenstart, da es anfangs schwerfiel, sich die komplette Strecke einzuprägen. Am zweiten und dritten Trainingstag lag der Fokus insbesondere auf der Bewältigung der großen Kurven im unteren Bereich des Eislabyrinths.

An den Renntagen löste sich besonders bei Alex Feretos ein Knoten. Vor allem die mittlere Eiskanal-Passage fuhr er wiederholt sehr sauber und belohnte sich dann auch mit Platz 12 – vor zwei Norwegern, die dort sicher etliche Fahrten mehr absolviert hatten.

Niko Johann war ebenfalls sehr konzentriert und ehrgeizig unterwegs. Sein 10. Platz bei der ersten Weltmeisterschaftsteilnahme ist ein tolles Resultat, wobei nach Einschätzung des Trainers mit etwas Glück einstellige Platzierungen ebenso möglich waren.

Abschließend ist festzuhalten, dass die mit Unterstützung des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland und des Deutschen Behindertensportverbandes konsequent vorbereitete und absolvierte Para-Bobsaison 2017/2018 als ausgesprochen erfolgreich zu bewerten ist. Dazu trugen neben den Para-Athleten Alex Feretos und Niko Johann auch die eingesetzten Trainer Frank Jacob, Robert Göthner, Wolfgang Hoppe und Roland Wetzig bei.

Dank auch dem TSBV Oberhof für den Support am Oberhofer Eiskanal und für die Organisation des Weltcups, der – wie man unter den Para Bobathleten hört – wiederholt sehr gut angenommen wird.

Nun bleibt zu hoffen, dass das Internationale Paralympische Komitee bald eine positive Entscheidung zur Teilnahme von Para Bob an den Paralympics 2022 trifft, zumal die formalen Kriterien dafür erfüllt sind.

 

Weitere Bilder und Resultate von der WM

 

http://www.ibsf.org/de/rennen-resultate

http://www.ibsf.org/de/ibsf-tv

Rennrodeln: Julian v. Schleinitz beendet Karriere

Berchtesgaden (bsd/19.03.2018) Nach 15 Jahren im Leistungssport hat Julian v. Schleinitz vergangenen Freitag (16. März) seine Karriere offiziell beendet.

Der 26-jährige Berchtesgadener kann in seiner Sport-Laufbahn mit insgesamt sechs Mal Gold bei Juniorenweltmeisterschaften auf einen beachtlichen Medaillensatz zurückblicken: Bei der JWM im japanischen Nagano im Jahr 2009 sicherte sich v. Schleinitz seine ersten beiden Goldmedaillen (Einzel und Team). In den zwei kommenden Jahren folgten bei den Juniorenweltmeisterschaften im österreichischen Innsbruck/Igls (2010) und im thüringischen Oberhof (2011) vier weitere Goldmedaillen (2x Einzel + 2x Team). In der Saison 2009/2010 gewann der für den WSV Königssee startende Schleinitz zudem den Junioren-Gesamtweltcup.

Seinen ersten Weltcupstart hatte Schleinitz 2010 in Winterberg und konnte zugleich seinen ersten Weltcup-Podestplatz feiern: Er belegte hinter den internationalen Top-Stars Armin Zöggeler aus Südtirol und dem Deutschen David Möller den dritten Platz.

Seine Fachkenntnis im Schlittenbau-Bereich ließ Julian v. Schleinitz sogar in sein Studium einfließen: Nach dem Bachelor in Ingenieurswissenschaften begann Schleinitz mit dem englischsprachigen Masterstudium „Chemistry and Physics of Materials“ an der Universität Salzburg. In seiner Masterarbeit ging es um die Untersuchung und Simulation von Reibung zwischen einer Rodelschiene und Eis im Rennrodelsport. Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Masterstudiums hat er nun mit dem Doktorat begonnen.

Sein langjähriger Trainer Norbert Loch weiß: „Mit seinem Ingenieurswissen hat er sowohl unser Team als auch den Rodelsport entscheidend geprägt. Ich wünsche ihm für die Zukunft alles Gute und vor allem viele weitere wissenschaftliche Erfolge."

 

Bob/Skeleton: Internationaler Bob- und Skeletonverband IBSF gibt neuen Saisonkalender bekannt

- Weltcup-Auftakt erstmals in Sigulda (LAT)
- acht BMW Worldcups in sechs Ländern
- IBSF WM 2019 in Whistler (CAN)

Berchtesgaden (bsd/14.03.2018) Der inter- nationale Bob- und Skeletonverband IBSF gab seine Saisonplanung für den Winter 2018/2019 bekannt. Eine Premiere ist es, dass der BMW Bob- und Skeleton Weltcup im lettischen Sigulda seinen Auftakt sehen wird. Vom 3. bis 9. Dezember 2018 werden in Lettland die ersten Skeleton- und Frauenbob-Weltcups des Winters und die ersten beiden Zweierbob Weltcuprennen stattfinden. In der Geschichte der IBSF gab es noch nie einen gemeinsamen Bob- und Skeleton-Weltcup in Lettland. Nur  Europacuprennen und InterContinentalCups (ICC) finden regelmäßig in Sigulda statt. Den letzten Skeleton-Weltcup sah Sigulda im Jahr 2005.

In der Woche nach dem Auftakt von Sigulda, vom 10. bis 16. Dezember 2018, wird das sauerländische Winterberg als zweite Station der BMW-Serie, die ersten beiden Viererbob-Weltcuprennen austragen.

Nach den beiden ersten Stationen im Jahr 2018 geht es in die Weihnachtspause und im Januar 2019 folgen die Weltcups im sächsischen Altenberg, am bayerischen Königssee, im Tiroler Wintersportort Igls und im Schweizer Nobel-Kurort St. Moritz.


Nach einer zweiwöchigen Weltcuppause, starten die internationalen Bobsportler/Innen und Skeletonis in Übersee, wo die beiden letzten Saisonweltcups in Lake Placid (USA, 11. Bis 16. Februar) und Calgary (CAN, 18. bis 23. Februar) stattfinden.

Die nacholympische Saison findet dann ihren Höhepunkt mit den BMW IBSF Weltmeisterschaften vom 25. Februar bis 10. März auf der Olympiabahn von 2010 im kanadischen Whistler Mountain. mdp

Übersicht BMW IBSF Bob- und Skeleton Weltcup 2018/2019

 

1.       Sigulda (LAT, 3. - 9. Dezember 2018) - zwei Rennen Zweierbob
2.       Winterberg (GER, 10. - 16. Dezember 2018) -  zwei Rennen Viererbob
3.       Altenberg (GER, 31. Dezember 2018 - 6. Januar 2019)
4.       Königssee (GER, 7. - 13. Januar 2019)
5.       Innsbruck (AUT, 14. - 20. Januar 2019)
6.       St. Moritz (SUI, 21. - 27. Januar 2019)
7.       Lake Placid (USA, 11. - 17. Februar 2019)
8.       Calgary (CAN, 18. - 24. Februar 2019)

BMW IBSF WM in Whistler (CAN, 25. Februar bis zum 10. März 2019)

Olympia: Sensationeller Zweifachtriumph für Deutschland im Viererbob

• Francesco Friedrich gewinnt Gold im Viererbob
• Nico Walther holt sich mit Silber erstes olympisches Edelmetall
• Johannes Lochner auf Rang 8

PyeongChang (bsd/25.02.2018) Zweites Gold für „Friedrich den Großen“: Bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang kürte sich Francesco Friedrich zum Doppel-Olympiasieger – nach der Goldmedaille im Zweierbob vor sechs Tagen gewinnt der Viererbob-Weltmeister von 2017 auch in der Königsdisziplin und sichert sich im Viererbob sein zweites olympisches Edelmetall.

Mit dreimal Laufbestzeit war der 27-jährige Sachse mit seiner Crew um Candy Bauer, Martin Grothkopp sowie Thorsten Margis in der Bahn einmal mehr eine Klasse für sich: „Es waren anstrengende Wochen, aber ich bin überglücklich, dass wir es heute geschafft haben. Wir haben wahnsinnig hart gearbeitet, es hat sich alles hundertprozentig ausgezahlt und ich bin einfach nur stolz auf unser Team.“

--> O-Ton Francesco Friedrich


Nico Walther gewann mit seiner Crew um Kevin Kuske, Alexander Rödiger und Eric Franke sein erstes olympisches Edelmetall: Mit 0,53 Sekunden Rückstand auf Friedrich holte sich der 27-jährige Pilot aus Dresden bei seinem Olympiadebüt die Silbermedaille. Das starke koreanische Viererbob-Team um Pilot Yunjong Won wurde zeitgleich mit Walther Zweiter: „Ich freue mich besonders für Kevin, der nach Sochi nochmal vier Jahre angehängt hat, um in Korea nochmal eine Medaille zu gewinnen. Dass wir das geschafft haben, ist super – und dass wir mit den Koreanern zeitgleich Silber gewonnen haben, ist unglaublich. Eigentlich teile ich nicht so gerne, aber die Jungs aus Korea sind einfach ein starkes Rennen gefahren und haben verdient Silber gewonnen.“

--> O-Ton Nico Walther

 
Für Walthers Anschieber Kevin Kuske waren die Olympischen Spiele in Korea die letzten Rennen seiner eindrucksvollen Karriere – mit insgesamt sechs olympischen Medaillen, davon viermal Gold sowie zweimal Silber, führt der 39-Jährige nun die Riege der erfolgreichsten deutschen Bobsportler an.

Für Viererbob-Weltmeister Johannes Lochner lief es wie bereits am Vortag nicht optimal im Eiskanal des Alpensia Sliding Centers. Nach einer Top-Startzeit touchierte Lochner im dritten Lauf zweimal die Bande bei der Ausfahrt aus der Kurve 9. Im Finallauf traf der 27-jährige Berchtesgadener die Spur um einiges besser, bei der Medaillenvergabe spielte Lochners Team um Christopher Weber, Christian Poser sowie Christian Rasp zu diesem Zeitpunkt allerdings keine Rolle mehr. Sie wurden mit 1,26 Sekunden Rückstand Achter: „Es ist schade, da wir alles versucht haben. Es war nicht ein Trainings- oder Rennlauf dabei, der einigermaßen schnell war und da verliert man dann von oben bis unten Geschwindigkeit.“

--> O-Ton Johannes Lochner


Mit insgesamt dreimal Gold sowie einmal Silber enden die Olympischen Winterspiele in PyeongChang für die deutsche Bob-Mannschaft mit einer hervorragenden Erfolgsbilanz. Für Cheftrainer René Spies ein sensationelles Mannschaftsergebnis: „Wenn ich damals gesagt hätte, dass wir nach PyeongChang fahren, um drei Goldmedaillen zu holen, wäre ich für verrückt erklärt worden. Der Erfolg macht natürlich Lust auf mehr, aber wir werden trotzdem sehr hart arbeiten müssen, um so einen Erfolg in vier Jahren wiederholen zu können.“

--> O-Ton René Spies

 

Platzierungen der deutschen Bob-Athleten

1. Platz: Francesco Friedrich/Candy Bauer/Martin Grothkopp/Thorsten Margis
2. Platz: Nico Walther/Kevin Kuske/Alexander Rödiger/Eric Franke
8. Platz: Johannes Lochner/Christopher Weber/Christian Poser/Christian Rasp

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Olympia: Deutsche Viererbob-Teams auf Medaillenkurs in PyeongChang

• Team Friedrich mit Halbzeitführung erneut auf Goldkurs
• Team Walther auf Bronzekurs
• Team Lochner auf Rang fünf

PyeongChang (bsd/24.02.2018) Nach den ersten zwei von insgesamt vier Läufen im Viererbob der Männer liegen die favorisierten Bob-Teams aus Deutschland wie nicht anders erwartet auf Medaillenkurs: An die Spitze setzte sich Francesco Friedrich mit seiner Mannschaft um Candy Bauer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis. Mit 29 hundertstel Sekunden Vorsprung setzte der 27-jährige Pilot aus Pirna zwei blitzsaubere Läufe in den Eiskanal – unter anderem mit neuem Bahnrekord im ersten Lauf – und war mit seiner Crew auch am Start ganz vorne mit dabei: „Wir hatten heute zwei gute Starts und zwei gute Läufe. Wir waren bereits im Training sehr schnell. Es ist aber noch nichts gewonnen, morgen geht es weiter.“

--> O-Ton Francesco Friedrich


Nico Walther, der im Zweierbob-Rennen mit dem vierten Platz nur knapp olympisches Edelmetall verpasst hatte, fuhr mit zwei sauberen Läufen auf den dritten Rang. Mit seiner Mannschaft um Kevin Kuske, Alexander Rödiger und Eric Franke liegt er 35 hundertstel Sekunden hinter seinem Teamkollegen Friedrich auf Bronzekurs: „Es war im Training schon abzusehen, dass Francesco sehr stark ist. Ich hätte allerdings gedacht, dass es von den Abständen enger ist als im Zweierbob. Wir liegen auf Medaillenkurs und wären sehr glücklich, wenn wir morgen mit einer Medaille nach Hause fahren dürften.“

--> O-Ton Nico Walther


Der dritte deutsche Pilot Johannes Lochner hatte am meisten mit der Bahn zu kämpfen: Nach dem ersten Lauf lag der 27-jährige Viererbob-Weltmeister mit seiner Crew um Christopher Weber, Christian Poser sowie Christian Rasp auf dem sechsten Rang. Im zweiten Lauf konnte Lochner einen Platz gutmachen und fuhr mit 66 hundertstel Sekunden Rückstand auf den fünften Platz: „Es funktioniert noch nicht so recht, das hat sich bereits im Training gezeigt. Die schnelle Linie habe ich noch nicht gefunden. Morgen müssen wir nochmal alles versuchen, um die ein oder andere Linie zu treffen und hoffen, dass es reichen wird.“

--> O-Ton Johannes Lochner 

 

Cheftrainer René Spies: „Wir haben eigentlich engere Abstände im Zweierbob erwartet. Johannes Lochner muss schauen, dass er noch aufs Treppchen rutscht. Nico Walther muss sich gegen den Koreaner Won durchsetzen und bei Francesco Friedrich geht es vor allem darum, voll konzentriert zu bleiben und das Ding runterzufahren.“

--> O-Ton René Spies


Am Sonntag, 25. Februar starten ab 01.30 Uhr die beiden Finalläufe der Viererbobs. (lr)

Platzierungen der deutschen Bob-Athleten

1. Platz: Francesco Friedrich/Candy Bauer/Martin Grothkopp/Thorsten Margis
3. Platz: Nico Walther/Kevin Kuske/Alexander Rödiger/Eric Franke
5. Platz: Johannes Lochner/Christopher Weber/Christian Poser/Christian Rasp

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Olympia: Gold für Mariama Jamanka und Lisa Buckwitz in PyeongChang

• Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz gewinnen Goldmedaille im Frauenbob
• Stephanie Schneider und Annika Drazek verpassen um 0,08 Sekunden das Podest
• Anna Köhler und Erline Nolte auf Rang 14

PyeongChang (bsd/21.02.2018) Der Goldregen für die deutsche Bob-Mannschaft in PyeongChang geht weiter: Bei den Olympischen Winterspielen sicherten sich Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz im anspruchsvollen Eiskanal im Alpensia Sliding Center die Goldmedaille und verwiesen die Top-Favoritinnen aus Nordamerika auf die Plätze zwei und drei. Für den deutschen Frauenbob-Sport ist dies die insgesamt zweite Goldmedaille – 2006 hatten Sandra Kiriasis und Anja Schneiderheinze bei den Spielen in Turin die erste deutsche Goldmedaille gewonnen.

Mit 0,07 Sekunden Vorsprung legten Jamanka/Buckwitz einen perfekten vierten Lauf in die Eisspur und bewiesen nach ihrer Führung nach Lauf drei große Nervenstärke: „Es ist einfach unglaublich. Bei den heutigen zwei Läufen habe ich mich darauf konzentriert, es noch besser als gestern zu machen. Und so hat es funktioniert. Das ist einfach das Größte, was man als Sportler erreichen kann.“

--> O-Ton Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz


Silber holte sich die US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor, die sich damit das dritte olympische Edelmetall ihrer Karriere sichern konnte. Zusammen mit Anschieberin Lauren Gibbs waren die US-Girls vor allem am Start eine Klasse für sich.

Für die Doppel-Olympiasiegerin Kallie Humphries aus Kanada ging sich bei ihren dritten Olympischen Spielen dieses Mal nur die Bronzemedaille aus. Sie hatte mit Anschieberin Phylicia George bereits 0,44 Sekunden Rückstand auf das Siegerduo.

Das zweite deutsche Team um Stephanie Schneider und Annika Drazek verpasste olympisches Edelmetall und wurde Vierter. Annika Drazek, die beste Anschieberin im deutschen Frauenbob-Team, konnte aufgrund einer Knöchelverletzung ihre sonst so starken Startleistungen an diesen Tagen nicht abrufen. Auch Stephanie Schneider war aufgrund muskulärer Probleme am Rücken nicht topfit und hatte mit der schwierigen Bahn zu kämpfen.

Anna Köhler und Erline Nolte landeten mit 2,83 Sekunden Rückstand auf Platz 14. Für Anna Köhler, die in der Olympia-Saison 2017/18 das erste Mal im Weltcup mitgefahren war, ein enttäuschendes Ergebnis: „Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Wir konnten dennoch viele Erfahrungen sammeln, aus denen man wiederum lernen kann. Nächste Saison werden wir dann wieder voll angreifen. Ich bin sehr enttäuscht, dass ich nicht einen Fahrt ansatzweise gut getroffen habe, aber daraus lernt man.“

--> O-Ton Anna Köhler und Erline Nolte


Cheftrainer René Spies: „Was Mariama und Lisa aus ihrer Führung nach dem gestrigen Tag heute gemacht haben, ist unvorstellbar. Man muss erst einmal mit so einem Druck umgehen können. Die Leistung von Stephanie und Annika kann man sich als Außenstehender auch gar nicht so richtig vorstellen. Trotz Verletzungen waren sie mental genauso stark wie Mariama und Lisa, nur leider mit einem bitteren Ausgang mit dem vierten Platz. Alle Mädels haben sich enorm weiterentwickelt, wir hatten konkurrenzfähige Bobs und ein tolles Trainerteam.“

--> O-Ton René Spies


Nach zwei Tagen Pause stehen am Samstag, 24. Februar um 01.30 Uhr (MEZ) die ersten zwei Läufe der Viererbob Männer auf dem Programm. Neben den drei deutschen Teams um Francesco Friedrich, Johannes Lochner und Nico Walther gehören die Letten Oskars Melbardis und Oskars Kibermanis sowie der Kanadier Justin Kripps zu den absoluten Top-Favoriten. (lr)

Platzierungen der deutschen Bob-Athletinnen

1. Platz: Mariama Jamanka/Lisa-Marie Buckwitz
4. Platz: Stephanie Schneider/Annika Drazek
14. Platz: Anna Köhler/Erline Nolte

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