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Rennrodeln: Dajana Eitberger und Andi Langenhan gewinnen FIL-Sommerrodel Cup in Ilmenau

• 28. Auflage des traditionellen Sommerrodel Cups in Ilmenau
• Dajana Eitberger gewinnt zum 11. Mal
• „Jung-Coach“ Andi Langenhan verteidigt erfolgreich Vorjahressieg

Ilmenau (bsd/04.09.2018) Beim traditionellen FIL-Sommerrodel Cup in Ilmenau am 01. September 2018 setzten sich wie bereits im Vorjahr die beiden „Altmeister“ Dajana Eitberger und Andi Langenhan gegen die internationale Konkurrenz durch.

Andi Langenhan, der im Mai 2018 sein offizielles Karriereende als Rennrodel-Leistungssportler bekannt gegeben hatte und seitdem als Co-Trainer der deutschen B-Mannschaft arbeitet, schnupperte vergangenes Wochenende noch einmal erfolgreich Wettkampfluft und sicherte sich mit einer Zeit von 1:01,184 Minuten vor seinem ehemaligen Oberhofer Teamkollegen Johannes Ludwig (1:01,248) und Junioren-Weltmeister Max Langenhan (1:01,348) den Sieg. „Ich wollte in Ilmenau noch einmal mitfahren, weil es mir einfach Spaß macht und ich ein paar Sportler von mir anfeuern wollte. Dass es jetzt für den Sieg gereicht hat, hätte ich nicht gedacht“, so der 33-jährige Zella-Mehliser im Interview mit dem MDR Thüringen.

Lokalmatadorin Dajana Eitberger setzte mit ihrem ersten Platz bei den Damen ihre eindrucksvolle Siegesserie fort und gewann zum elften Mal bzw. zum achten Mal in Folge das Thüringer Traditionsrennen. Mit 1:02,484 Minuten siegte die Olympia-Silbermedaillengewinnerin vor Julia Taubitz (1:03,134) und der Österreicherin Lisa Schulte (01:03,283).
 
Der Bahnrekord konnte auch in diesem Jahr nicht egalisiert werden. Seit 16 Jahren hält ihn Jan Eichhorn, Stützpunkttrainer in Oberhof. „Das wurmt mich jedes Jahr, dass Jan diesen Rekord immer noch hält. Der Rekord steht hartnäckig, da müssen wir nochmal angreifen“, so Johannes Ludwig, Team-Goldmedaillengewinner und Bronzemedaillengewinner von PyeongChang, gegenüber dem MDR Thüringen.

Neben dem sportlichen Aspekt stand für Dajana Eitberger und Johannes Ludwig auch Pressearbeit auf dem Programm. Mit ihren Medaillengewinnen bei den Olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang waren die Beiden bei den zahlreichen Fans und Zuschauern heiß begehrt und standen für Autogramme und Selfie-Schnappschüsse zur Verfügung.

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Bob: Drei Fragen an … Stephan Bosch

• Interview mit Stephan Bosch, neuer bayerischer Landesverbandstrainer und Stützpunkttrainer in Berchtesgaden

Berchtesgaden (bsd/28.08.2018) In unserer „Drei-Fragen-Drei-Antworten“-Runde stellen wir heute Stephan Bosch vor. Seit Mai 2018 ist er für den Bayerischen Bob- und Schlittensportverband (BBSV) sowie für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. (BSD) tätig und erzählt uns im Interview mit Lena Renoth über seine Trainerkarriere in Kanada sowie über seine neuen Aufgabengebiete.
Zudem feiert er am heutigen Tag, den 28. August 2018, seinen 48. Geburtstag, zu dem wir ihm herzlich gratulieren möchten.

Stephan Bosch, der von 2002 bis 2008 für die USA im Bob-Weltcup als Pilot gestartet war und sich viermal den Juniorenweltmeister-Titel sichern konnte, begann seine Trainerkarriere für den kanadischen Verband im Jahr 2008. Nachdem er seine eigene Massage-Praxis eröffnet hatte, bot ihm der kanadische Verband im gleichen Monat eine Trainerstelle im Bob-Team an. Nach einigen Jahren übernahm Stephan Bosch ab der Saison 2015/16 die Cheftrainer-Position in der kanadischen Bob-Nationalmannschaft.

Zu seinen Schützlingen gehörten unter anderem Kaillie Humphries (2x Gold bei Olympischen Spielen in Vancouver und Sochi sowie Bronze bei den Spielen in PyeongChang), Justin Kripps (Olympiasieger 2018 in PyeongChang im Zweierbob), Helen Upperton (Bronze bei den OWS in Vancouver) sowie Lyndon Rush (Silber bei den OWS in Vancouver im Viererbob). Nach 18 Jahren in Nordamerika kehrte Stephan Bosch nun wieder nach Deutschland zurück.

Warum bist du nach deiner Trainerkarriere in Kanada wieder nach Deutschland zurückgekommen?

Nachdem ich 1999 in die USA ausgewandert bin, wollte ich nun einen Neustart in Deutschland – teils aus persönlichen, teils aus jobbedingten Beweggründen. Nach zehn Jahren in ein- und demselben Verband ist es im Sport nichts Ungewöhnliches, sich nach etwas Neuem umzusehen und neue Perspektiven und Herausforderungen zu suchen.

Was sind deine Aufgabengebiete beim BSD?

Ich bin seit Mai 2018 als Landesverbandstrainer für den BBSV sowie als Stützpunkttrainer in Berchtesgaden tätig. Für den BSD arbeite ich zudem als Bahntrainer. In meiner neuen Tätigkeit bin ich vor allem für die Mannschaft von Johannes Lochner zuständig und werde diese im Training auch maßgeblich unterstützen.

Worin liegen die Unterschiede zwischen der kanadischen und der deutschen Arbeitsweise in deinem Job?

Der größte Unterschied zwischen dem deutschen und dem kanadischen Verband liegt meiner Meinung nach in der Entscheidungsfindung. Im deutschen Verband werden Entscheidungen sehr schnell getroffen und dann auch dementsprechend umgesetzt, das macht die Arbeit mit den Athletinnen und Athleten um einiges leichter. Im kanadischen Verband hat der Entscheidungsprozess leider immer viel länger gedauert. Im deutschen Verband geht stets etwas vorwärts, das gefällt mir sehr gut.

Ein weiterer großer Unterschied liegt in der umfangreichen Unterstützung der deutschen Athleten vonseiten des Verbands. Die Förderung in Deutschland mit der Sporthilfe, der Sportfördergruppe, den Sponsoren oder den Ausbildungen bei der Bundeswehr, der Bundespolizei oder bei der Landespolizei ist im Vergleich zu Kanada spitzenmäßig.

Die kanadischen Athleten haben es bei dieser Thematik leider etwas schwerer, da sie außer der Sporthilfe keine finanzielle Unterstützung bekommen. Dort gibt es Institutionen wie z. B. die Sportfördergruppe nicht, die Athleten üben neben dem Leistungssport allesamt noch einen „normalen“ Beruf aus. In Deutschland ist die Unterstützung gewaltig, das muss man wirklich mal so sagen.

Bob: Drei Fragen an … Francesco Friedrich

• Interview mit Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich

Berchtesgaden (bsd/24.08.2018) Wenn Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich und seine Teamkollegen in den letzten Monaten seit den Olympischen Spielen in PyeongChang eines gelernt haben, dann Autogramme-Schreiben, Smalltalk mit Fans führen und sich und ihren Sport der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Heike Gruner hat sich beim Dresdner Stadtfest mit ihm unterhalten.

Schulranzen-Charity-Aktion, Stadtfest Dresden, diverse Ehrungen - kommst Du eigentlich noch zum Trainieren?

Ja klar. Das Training läuft nichtsdestotrotz ziemlich gut. Wir sind auf einem sehr guten Niveau und gehen jetzt auch alle gemeinsam ins Trainingslager nach Kienbaum. Dort können wir auch mal ein paar Sachen besprechen. Aber die Form passt, obwohl wir dieses Jahr später angefangen haben, zu trainieren. Ich denke, wir sind richtig gut unterwegs.

Hast Du sonst in Deinem Training oder den Abläufen etwas verändert?

Nur ein paar kleine Sachen. Man guckt natürlich immer, ob man mal etwas Neues ausprobieren kann, aber wir übertreiben es natürlich nicht, da das, was wir die letzten Jahre gemacht haben, gut funktioniert hat. Es kommen immer wieder neue Athletikübungen hinzu, und nach einigen Änderungen im Reglement müssen wir den Winter ein bisschen anders vorbereiten und ein paar neue Kufen machen lassen. Im Großen und Ganzen passt der Standardfahrplan aber ganz gut.

Und wie sieht der Standardfahrplan für die nächsten Wochen aus?

Wir sind jetzt erstmal im Trainingslager und dann haben wir nur noch drei, vier Wochen bis zum ersten Anschubtest, der vor allem für die Anschieber entscheidend ist. Noch mal vier, fünf Wochen später sind wir bereits im Oktober und trainieren das erste Mal wieder auf Eis. In den ersten Jahren war die erste Fahrt auf Eis natürlich immer etwas ganz Besonderes, aber mittlerweile steige ich ein und fahre runter, als wäre nichts gewesen. Bis dahin heißt es aber, die Athletik und alles andere vorzubereiten, damit wir dann entspannt fahren und unsere Arbeit machen können.

BSD: Genuss und Spitzensport am NUDOSSI-Stand zum Dresdner Stadtfest

• Olympiasieger Francesco Friedrich und Martin Grothkopp zu Gast auf dem Dresdner Stadtfest

Berchtesgaden (bsd/22.08.2018) In eine einzige Sommer-Party-Meile verwandelte sich am vergangenen Wochenende einmal mehr die Dresdner Altstadt beim 20. Jubiläum des Dresdner Stadtfests. Mittendrin der Stand von BSD-Premiumpartner NUDOSSI, der sich nicht nur genussvoll, sondern vor allem sportlich präsentierte. Denn neben den süßen Köstlichkeiten des traditionsreichen Familienunternehmens waren Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich und sein Teamkollege Martin Grothkopp, Bundestrainer Wolfgang Hoppe, Biathlon-Legende Frank-Peter Roetsch und Skispringer Richard Freitag vor Ort und stellten sich den Fragen der Besucher.

Den Anfang machte am Samstagvormittag Francesco Friedrich, der nicht nur seine beiden Goldmedaillen dabei hatte, sondern auch den Original 4er Bob, mit dem er bei den Olympischen Spielen in PyeongChang 2018 zum doppelten Olympiagold gefahren war. Gemeinsam mit Teamkollege Martin Grothkopp schrieb er fleißig Autogramme, beantwortete Fragen, ließ sich geduldig mit Fans fotografieren und gab in kurzen Interviews mit Moderatorin Eva Wagner einen persönlichen Einblick in den Bobsport und sein Leben als Profisportler. Tatkräftig unterstützt wurden sie vom Altenberger Eismeister Ralf Mende, der interessierten Besuchern einen fachkundigen Einblick in den Aufbau eines Bobs gab.

„Ich bin bei Auftritten wie diesen immer wieder erstaunt, wie viele Leute uns aus dem Fernsehen oder von den Wettkämpfen vor Ort kennen, und wie unkompliziert sie auf uns zukommen und ihre Fragen stellen“, freut sich Martin Grothkopp. „Man spürt dabei, dass sie Fans sind und unsere Wettkämpfe regelmäßig verfolgen. Aber die Fragen zu technischen Details oder zu einzelnen Bahnen im Weltcup zeigen auch, dass wir unsere Sportart schon noch ein Stückweit erklären müssen, und es schön wäre, wenn es auch bei uns im Fernsehen eine längere Vorberichterstattung mit solchen Erklärungen gäbe, wie das im Biathlon oder Skispringen seit Jahren der Fall ist.“

Neben dem 4er Bob lud der NUDOSSI-Stand sportliche Fans dazu ein, an der digitalen Biathlon-Anlage die eigene Treffsicherheit unter Beweis zu stellen. Frank-Peter Roetsch, Doppel-Olympiasieger von Calgary 1988 und fünffacher Weltmeister im Biathlon, teilte hier an beiden Tagen sein Expertenwissen mit den Besuchern des Stadtfests.

 

 

BSD UND DESCENTE VERLÄNGERN IHREN AUSRÜSTERVERTRAG BIS 2022

• BSD vertraut bis zu den Olympischen Winterspielen Peking 2022 weiter auf japanischen Ausrüster DESCENTE
• Athleten und Cheftrainer schätzen die gemeinsame Weiterentwicklung der Rennanzüge

Berchtesgaden (bsd/14.08.2018). Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) und der japanische Hersteller DESCENTE haben ihren seit 2015 bestehenden Ausrüstervertrag um weitere vier Jahre bis 2022 verlängert. Damit können die deutschen Athleten, Trainer und Teams im Bob, Skeleton und Rennrodeln auf dem Weg zu den Olympischen Spielen Peking 2022 weiter auf die hohe Qualität und Funktionalität in Sachen Wettkampf-, Wärme- und Trainingsbekleidung von DESCENTE vertrauen.
„Wir freuen uns sehr über die Verlängerung unserer Partnerschaft mit DESCENTE, weil das uns zur Verfügung gestellte Equipment absolut hochwertig ist. Wer im internationalen Spitzensport ganz vorne dabei sein will, muss auch in diesem Bereich sehr gut aufgestellt sein“, erklärt Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management der BSD.

„Ich freue mich sehr, dass die deutschen Bob-, Skeleton- und Rennrodel-Teams unsere Anzüge schätzen und ihnen vertrauen, und dass wir unsere Beziehung zu den Athleten, Trainern und Mitarbeitern dieses Spitzenteams fortsetzen werden“, sagt Masatoshi Ishimoto, CEO von DESCENTE Ltd. „Wir sind stolz auf unsere Handwerkskunst und unser Engagement, eng mit den besten Athleten der Welt zusammenzuarbeiten, um ihnen die besten Wettkampfanzüge für ihren jeweiligen Sport zu kreieren. Mit der Erneuerung dieses Vertrages freuen wir uns auf eine „Win-Win“-Beziehung, in der wir auf die Bedürfnisse der Athleten hören und mit ihnen zusammenarbeiten, um die ultimative Leistungsbekleidung zur Verwirklichung ihrer Ziele anbieten zu können.“

Die sportlichen Erfolge der letzten Jahre, die durch elf gewonnene Olympiamedaillen, davon sechs Olympiasiege, in PyeongChang gekrönt wurden, sind nicht zuletzt auch auf die gemeinsame Weiterentwicklung der Wettkampfbekleidung zurückzuführen. Der Bob-Anzug wurde beispielsweise komplett in Japan produziert und in enger Abstimmung mit den Athleten weiterentwickelt.

„Bei so einem Rennanzug kommt es in erster Linie darauf an, dass man sich darin wohlfühlt. Die von DESCENTE eingearbeiteten Kompressionsstreifen sorgen dafür, dass die Muskulatur noch besser arbeiten kann. Da sie auch an der richtigen Position sitzen müssen, wurden diese Punkte in enger Zusammenarbeit zwischen unseren Athleten und DESCENTE auf die Körperkonstitutionen unserer Athleten abgestimmt. Wir hatten eine professionelle Ausrüstung für die Olympischen Spiele und das gesamte Team ist mit der zur Verfügung gestellten Ausrüstung sehr zufrieden“, erklärt Bob-Cheftrainer René Spies.

Deutliche Fortschritte in Sachen Aerodynamik und Passform wurden auch bei den Rennrodel- und Skeleton-Anzügen gemacht.

„Wir arbeiten im Rennrodeln zweigleisig und setzen zum einen auf die für DESCENTE produzierten Rennanzüge der Schweizer Firma WAMS und zum anderen auf die langjährige Erfahrung der Firma FESPO aus Klingenthal. Dank intensiver Zusammenarbeit sind die Rennanzüge aus dem Hause DESCENTE/WAMS mittlerweile auf einem relativ gleichen Stand in Bezug auf die für uns wichtige Aerodynamik. Wichtig in unserem Sport sind neben der Aerodynamik die Passform und der damit verbundene Wohlfühlcharakter für die Athleten in den doch sehr engen Anzügen. Das ist wichtig, um erstens fahrdynamisch gut auf dem Schlitten zu bestehen, und zweitens vor allem am Start eine gewisse Dehnung des Anzugs zu haben, der dennoch eng anliegen muss, um die aerodynamische Komponente zu erfüllen, damit wir sehr gute Werte im Windkanal erreichen. Wir haben mit den neuen Anzügen sehr gute Ergebnisse erzielt, sind sehr zufrieden und freuen uns auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit“, erklärt Norbert Loch, Cheftrainer Rennrodeln.

Dirk Matschenz, Cheftrainer Skeleton, hebt ebenfalls die kontinuierliche und ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit DESCENTE hervor: „Wir haben in den letzten zwei Jahren mit DESCENTE und WAMS eine intensive Entwicklungsarbeit betrieben und gemeinsam die Skeleton-Anzüge erfolgreich weiterentwickelt. Wir haben für uns den von der Passform her perfekten Anzug gefunden, der noch dazu der Beste im Windkanal ist. Wichtig war uns auch, dass die Anzüge individuell auf die Sportler abgestimmt werden konnten, da jeder der Top-Athleten ein anderes Wahrnehmungsgefühl hat. Die Balance zu finden, dass der Anzug elastisch ist und dehnfähig für die Bewegungen am Start, und gleichzeitig fest sitzt beim Fahren, ist unserer Erfahrung nach sehr gut gelungen.“

Baumaßnahmen in der Deutsche Post Eisarena Königssee

• Sommermonate werden für Bauarbeiten genutzt

Schönau a. Königssee (14.08.2018/dpek) Die Sommermonate werden in der Deutsche Post Eisarena Eisarena genutzt, um die Bahn und das Gelände wieder fit für die nächste Saison zu machen. Dazu gehören Streich- und Reparaturarbeiten sowie die Gelände- und Fahrzeugpflege.

Im Rahmen dieser Arbeiten wird zurzeit auch die Leckage am Einspritzverteiler im Kreisel repariert. Die Leckage wurde im Herbst letzten Jahres entdeckt. Um den Bahnbetrieb nicht zu unterbrechen, wurde diese im Winter lediglich provisorisch geschlossen und kann nun fachgerecht repariert werden.

Um an die defekten Rohrleitungen zu kommen, die sich im Beton der Bahn befinden, muss dieser zunächst mit Hilfe eines Wasserstrahlers gelöst werden, um die Rohrleitungen freizulegen und die schadhafte Rohrleitung auszutauschen.

Aufgrund der Bauarbeiten ist im gesamten August leider kein Sommerbob-Betrieb möglich, das Gelände ist allerdings weiterhin frei zugänglich.

Die Führungen an der Bahn finden wie gewohnt jeden Dienstag und Freitag um jeweils 14.30 Uhr statt.

Rennrodeln: Trainerwechsel im Nachwuchsbereich

• Steffen Wöller übernimmt B-Mannschaft
• Steffen Sartor neuer Juniorencheftrainer

Berchtesgaden (bsd/08.08.2018) Das Team der deutschen Rennrodelmannschaft um Cheftrainer Norbert Loch startet mit einem Trainerwechsel in die nacholympische Saison 2018/19.

Steffen Wöller, der in den vergangenen fünf Jahren das Juniorenteam geleitet hat, übernimmt ab sofort die B-Mannschaft und wird den sogenannten „Anschlusskader“ neu strukturieren. Als Trainerkollege steht ihm Andi Langenhan zur Seite – Langenhan hatte im Mai seinen Rücktritt als aktiver Rennrodler bekannt gegeben und wird nun mit Steffen Wöller den Nachwuchs an die Spitze des Leistungssports heranführen. Auch die Betreuung der neuen Disziplin „Damen Doppelsitzer“ wird an das B-Team angegliedert.

Neuer Juniorencheftrainer wird Steffen Sartor, langjähriger Doppelsitzer-Partner von Steffen Wöller. Als Steffen Skel bildete er mit Wöller eines der erfolgreichsten Doppelsitzer-Duos der 1990er und der beginnenden 2000er Jahre. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City verpassten sie nur knapp die Bronzemedaille und wurden Vierte. Weiter wurden sie zweimal Vize-Weltmeister, gewannen 2004 den EM-Titel und sicherten sich in der Saison 2000/2001 den Gesamtweltcup-Sieg.

Steffen Sartor, seit 2010 mit der ehemaligen Skeleton-Athletin Diana Sartor verheiratet, arbeitete seit 2007 als Juniorentrainer in Kanada. Nach weiteren Stationen beim BSD sowie beim Schweizer Rennrodel-Verband war er zuletzt vier Jahre als Cheftrainer in Südkorea tätig.

Rennrodel-Cheftrainer Norbert Loch ist mit der neuen Aufstellung seines Trainerteams sehr zufrieden: „Die Rennrodel-Abteilung ist für die kommende Saison 2018/19 in allen drei Bereichen – im Junioren-, Anschluss- und Hochleistungskader – sehr gut aufgestellt und wird dahingehend optimal betreut."

Steffen Wöller und Steffen Sartor

Bob: Drei Fragen an… Mariama Jamanka

• Interview mit Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka

Königssee (bsd/06.08.2018) Mariama Jamanka war die große Überraschung von PyeongChang. Gemeinsam mit Anschieberin Lisa Buckwitz holte sich die 27-Jährige den Olympiasieg im Frauenbob. Noch nie zuvor hatte sie einen Weltcup gewonnen, und dennoch stand die gebürtige Berlinerin bei den Olympischen Winterspielen 2018 ganz oben auf dem Siegerpodest. Heike Gruner hat sich beim ADAC-Videodreh mit ihr unterhalten.

Ein paar Monate sind jetzt ins Land gegangen, seit Du in PyeongChang ganz oben auf dem Treppchen gestanden hast. Wie fühlt es sich an, Olympiasiegerin zu sein?

Inzwischen bin ich wieder im Alltag angekommen. Ich bin wieder im normalen Training, aber ich habe noch deutlich mehr Termine als vorher, bin mehr auf Achse und werde auch öfter erkannt und auf den Sieg angesprochen. Das ist schon anders als früher, aber inzwischen bin ich über jede Woche froh, in der der normale Alltag vorherrscht, und ich mein normales Training durchziehen kann. Es ist auch für mich immer noch eine unglaubliche Geschichte, aber jetzt zählt tatsächlich dieses klassische nach Olympia ist vor Olympia.

Zehrt man von den Erinnerungen für die doch beschwerlichen Sommer-Trainingseinheiten?

Mir persönlich hat der Olympiasieg noch mehr Antrieb gegeben, weil man sieht, was geht und wo man sein kann. Ich habe ja immer noch einige andere Ziele, dadurch, dass mir alles andere Große noch fehlt, wie Weltcup-Sieg oder WM-Medaille. Das ist ja alles noch nicht passiert, von daher geht man in die Saison rein und hat noch ein paar große Ziele.

Wie läuft die Vorbereitung auf die neue Saison für Dich?

Im Großen und Ganzen sehr gut. Ich bin bisher verletzungsfrei durchgekommen und habe erfolgreich meinen Bundeswehr-Lehrgang absolviert. Ich muss schauen, wie ich das Training neben den ganzen Presse- und PR-Terminen, die ich jetzt so habe, organisiere, aber ich bin guter Dinge und denke, dass ich ganz gut drauf bin. Und in der neuen Saison habe ich ja ein paar Dinge nachzuholen, die bisher fehlen. Weltcup-Sieg(e) wäre(n) natürlich schön, und bei der WM in Whistler möchte ich auch gerne aufs Treppchen.

 

BSD: Bob-Athleten düsen mit E-Power durch den Münchner Stadtverkehr

• Bob-Olympiasieger testen BMW i3 für ADAC Erlebnistestfahrt
• Einhelliges Fazit: Überraschend angenehmes Fahren und für die Stadt super geeignet

Berchtesgaden (bsd/02.08.2018) Einsteigen und die Zukunft hautnah erleben. Getreu diesem Motto des BMW i3 nahmen unsere Bob-Olympiasiegerinnen Mariama Jamanka und Lisa Buckwitz sowie Olympiasieger Martin Grothkopp und Johannes Lochner kürzlich in München an einer „ADAC Erlebnistestfahrt i3“ teil und ließen sich dabei von einem Kamerateam begleiten. Der produzierte Videoclip ist noch im August auf den Social-Media-Kanälen des ADAC zu sehen.

Eines wird schnell deutlich: Stromverbrauch in kWh/100km und die Alltagsreichweite in Kilometer sind neben Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit offensichtlich die neuen Parameter, wenn man über Leistungswerte von Elektrofahrzeugen diskutiert. Die vier hatten sichtlich Spaß, auch wenn am Anfang die Skepsis überwog. Denn der BMW i3 kommt extrem stylisch und extravagant, aber auch sehr klein und kompakt daher. Zumindest von außen. „Das Raumangebot hat mich schon sehr überrascht“, erklärt Johannes Lochner. „Wir hatten relativ viel Platz. Martin und ich sind beide über 1,90m groß und jenseits der 100kg, aber wir hatten für die Zeit, die wir jetzt gefahren sind, wirklich ausreichend Platz, sowohl hinten auf der Rückbank als auch beim Sitzen hintereinander. Wir hätten von außen beide nicht gedacht, dass wir hier so bequem sitzen können.“

Fast lautlos gleiten die vier durch die Münchner Innenstadt und kämpfen sich durch den immer wieder stockenden Verkehr auf dem Mittleren Ring Richtung Grünwald. Ideale Bedingungen, um das allgemeine Fahrverhalten im Stadtverkehr zu testen. „Mit dem Auto zu fahren, hat sehr viel Spaß gemacht. Es war sehr ruhig, und man ist doch relativ schnell unterwegs. Dass das Auto so viel Power hat, hätte ich nicht erwartet. Man kann überall einparken und müsste in der Stadt nicht ewig nach einem Parkplatz suchen“, beschreibt Lisa Buckwitz begeistert. Für sie war es die erste Fahrt überhaupt in einem Elektroauto, und für das Leben und Fahren in der Stadt könnte sie es sich auch dauerhaft vorstellen.

Auch Johannes Lochner ist total begeistert: „Für die Stadt ist der Wagen super geeignet, und es hat auch einen gewissen Fahrspaß, weil der E-Motor von null weg ein Drehmoment hat. Irgendwie ist es ein ganz anderes Fahrgefühl. Du hast kein Schalten, Du hörst nichts, und das ist schon aufregend. Mir gefällt das Auto wirklich sehr gut. Man hat viel Platz, und da es von außen nicht so groß ist, findet man auch leicht einen Parkplatz. Das Problem ist dann eher das Laden, vor allem, wenn man keinen festen Parkplatz mit eigener Ladesäule vor der Haustür hat. Wenn es genug Ladestationen gibt, könnte ich mir für die Stadt auf jeden Fall vorstellen, ein Elektroauto zu fahren.“

Nach dem zähen Verkehrsfluss in der Stadt lässt Martin Grothkopp den BMW i3 auf der kurvenreichen Strecke hinunter zur Isar mal richtig laufen, quietschende Reifen inklusive. „Das Fahren ist schon komplett anders als ich es erwartet hätte. Ich hatte gedacht, dass die Reichweite nicht realistisch ist, aber wir haben wirklich nur die Kilometer verbraucht, die wir auch gefahren sind. Die Rekuperation hat gut funktioniert. Ich war auch sehr erstaunt, wie der Wagen am Gas hängt. Das war wirklich gut. Die Bremse ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, weil er eben sofort die Energie zurückgewinnt, aber alles in allem ist es ein sehr angenehmes Fahrgefühl“, beschreibt Grothkopp fachkundig.

Während die anderen drei sich förmlich um das Lenkrad rissen, hatte es sich Mariama Jamanka auf dem Beifahrersitz gemütlich gemacht. Doch die Neugier siegte, und auf dem Weg zurück in die Stadt saß sie doch noch am Steuer. „Ich bin überrascht, wie stark der Wagen nochmal anzieht, wenn man aufs Gas drückt. Insgesamt finde ich das Auto wirklich ganz cool. Es ist eher was für die Stadt als fürs Land, aber ich denke, mit der passenden Infrastruktur hat man damit ein praktisches Auto, das sich für viele Situationen gut eignet“, so ihr Fazit nach der Testfahrt.

BSD: Ultracyclist Rainer Popp radelt 24 Stunden nonstop die Kunsteisbahn am Königssee bergauf

Berchtesgaden (bsd/31.07.2018) „Geht nicht, gibt’s nicht“ – so das Motto von Ultracyclist Rainer Popp, der am vergangenen Wochenende einmal mehr mit einer spektakulären Aktion an der Deutsche Post Eisarena Königssee auf sich aufmerksam machte. Der 58-jährige Schönauer ist im Rahmen des 54. Seefestes 24 Stunden nonstop die Königsseer Kunsteisbahn bergauf gefahren und hat Spenden für den guten Zweck gesammelt.

„Ich weiß, es ist ein recht waghalsiges Unterfangen, aber dafür lebe ich als Extremsportler. Läuft alles perfekt, könnten es bis zu 150 Runden werden. Das wären etwa 325 Kilometer mit ca. 17.000 Höhenmetern“, erklärte er vor dem Start live auf der Seebühne im Interview mit der Bayernwelle. Punkt 19 Uhr fiel der Startschuss für sein persönliches und sehr einsames 24-Stunden-Rennen auf der Bobbahn. Das Thermometer war tagsüber auf über 30 Grad geklettert, und auch nachts kühlte es sich nicht wirklich ab. Doch davon ließ sich der sechsfache Radmarathon-Weltmeister und Race-across-America-Finisher nicht abhalten. Im Gegenteil: Gleichmäßig wie ein Uhrwerk zog er seine Runden, angefeuert von Wanderern und Besuchern an der Bobbahn.

Eine Runde mit 111 Höhenmetern dauerte zirka acht bis neun Minuten. Popp fuhr dabei in entgegengesetzter Richtung, also vom Ziel aufwärts bis zum Herrenstart, wo sonst die weltbesten Kufensportler die Bahn hinunterfahren. Eine Stunde vor dem Ende am oberen Ende der Bahn befragt, ob ihm die extreme Hitze nicht besonders zu schaffen mache, meinte er nur trocken: „Nach 23 Stunden im Sattel ist es ehrlich gesagt total egal, ob es heiß, kalt, nass oder trocken ist“ und stürzte sich in die nächste Abfahrt.

Die gesamte Aktion lief wieder als Spendenaktion, um sozial bedürftigen Einheimischen zu helfen. Nach 24 Stunden hatte Popp insgesamt 13.500 Höhenmeter in den Beinen und stieg am Ziel angekommen für Außenstehende vom Rad, als sei er mal eben kurz zum Semmelholen beim Bäcker gewesen.