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Skeleton: Hermann, Jungk und Gassner dominieren erste Selektionsrennen am Königssee

• Tina Hermann gewinnt 1. und 2. Selektion am Königssee
• Axel Jungk und Alexander Gassner siegen abwechselnd bei den Männern
• Jacqueline Lölling als Olympia-Zweite bereits gesetzt

Königssee (bsd/29.10.2018) Am Freitag, 26. Oktober, und Samstag, 27. Oktober 2018, fanden in der Deutsche Post Eisarena Königssee die ersten zwei von insgesamt fünf Selektionsrennen der deutschen Skeleton-Mannschaft statt.

Für die kommende Saison ist für die BMW IBSF Weltcup-Serie 2018/19 bisher nur die 23-jährige Brachbacherin Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) gesetzt. Sie hatte im Februar bei den Olympischen Spielen in PyeongChang mit der Silbermedaille ihr erstes olympisches Edelmetall gewonnen und sicherte sich damit zugleich das Weltcup-Ticket für die neue Saison.

Bei allen anderen Athleten diente das Selektionswochenende am Königssee dem ersten Vergleich und Kräftemessen innerhalb der eigenen Mannschaft.

Bei den Frauen dominierte ganz klar Tina Hermann (WSV Königssee) mit zwei Siegen an beiden Tagen. Mit 1,02 Sekunden Vorsprung am ersten und 0,75 Sekunden Vorsprung am zweiten Tag hatte die dreifache Weltmeisterin zweimal die Nase vorn. Corinna Leipold (BRC Thüringen) und Susanne Kreher (RBSV Sachsen Oberbärenburg) fuhren an Tag 1 zeitgleich auf den zweiten Rang. Beim zweiten Selektionsrennen platzierte sich Sophia Griebel (RT Suhl) vor Corinna Leipold, die mit 0,95 Sekunden Rückstand auf Hermann Dritte wurde.

„Sophia Griebel hatte am ersten Tag ein paar fahrerische Probleme, die sie am zweiten Tag dann korrigieren und verbessern konnte. Sehr gut waren die stabilen Fahrleistungen bei den beiden Mädels im Anschluss, Corinna Leipold und Susanne Kreher. Die beiden sind während der ganzen Woche sehr konstant gefahren und konnten dies dann im Wettkampf abrufen. Die Lücke zu Tina und Jacqueline ist dennoch immer noch groß, die wir in den nächsten Jahren versuchen werden, zu schließen“, bewertet Cheftrainer Dirk Matschenz die Leistungen der Frauen-Mannschaft.

Im Selektionsrennen der Männer lieferten sich Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Alexander Gassner (BSC Winterberg) ein enges Duell. Am Freitag setzte sich Gassner, Neuntplatzierter bei den Spielen in PyeongChang, mit hauchdünnen 0,06 Sekunden Vorsprung vor Jungk an die Spitze. Dritter wurde Felix Seibel (BRC Hallenberg) mit 0,81 Sekunden Rückstand.

Das Samstags-Rennen dominierte wiederum Axel Jungk, bei den Olympischen Spielen 2018 Siebter, mit noch knapperen 0,02 Sekunden Vorsprung vor Gassner. Auf den dritten Rang fuhr der Berchtesgadener Felix Keisinger (WSV Königssee) mit 0,22 Sekunden Rückstand.

„Die Konkurrenz zu Jungk und Gassner liegt bereits in Lauerstellung. Sehr stark waren die Startzeiten im Nachwuchsbereich, die teilweise Bestzeiten geliefert haben und ganz nahe am Startrekord dran waren. Fahrerisch gibt es noch das ein oder andere zu verbessern, aber das ist ganz normal am Anfang einer neuen Saison“, so Dirk Matschenz zu den Selektionsrennen der Männer.

Christopher Grotheer (BRC Thüringen), neben Jungk und Gassner der dritte deutsche Athlet, der bei den Spielen in PyeongChang mit dabei war, konnte verletzungsbedingt nicht starten und fällt für die erste Saisonhälfte aus.

Am Freitag, 02. November, findet in Altenberg die dritte Selektion statt, bevor anschließend in Winterberg die beiden finalen Qualifikationsrennen für die neue Saison gefahren werden.

Bob: Mariama Jamanka und Nico Walther gewinnen Deutsche Meisterschaft 2019

• Doppelsieg für Bobteam Nico Walther im Zweier und Vierer in Winterberg
• Olympiasiegerin Jamanka gewinnt ihren ersten DM-Titel

Winterberg (bsd/28.10.2018) Der angekündigte Schneefall blieb zum Glück aus, aber bei winterlichen Temperaturen und eisigem Wind sind die Bob-Athletinnen und Athleten an diesem Wochenende in der VELTINS-EisArena in Winterberg in die WM-Saison gestartet. Am Samstag und Sonntag ging es nicht nur um die Selektion für die deutschen Weltcup-Teams, sondern gleich um die Deutsche Bob-Meisterschaft.

Am Samstag sicherte sich der Olympiazweite Nico Walther (BSC Sachsen-Oberbärenburg) mit Anschieber Paul Krenz (Mitteldeutscher Sportclub) den Titel im Zweier und gewann mit zwei souveräne Läufen vor Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) mit Christopher Weber (BSC Winterberg) und Christoph Hafer mit Tobias Schneider (beide BC Bad Feilnbach). „Unser Ziel war, dass wir uns solide wieder für den Weltcup nominieren, und dass wir den Abstand zum Nachwuchs beibehalten. Ich denke, das haben wir ganz gut geschafft. Es ist schön, mit der Meisterschaft und einem Erfolgserlebnis in die Saison zu starten, auch wenn der Titel für uns nicht so einen großen Stellenwert hat wie ein EM- oder WM-Titel oder ein Olympiasieg“, erklärte Nico Walther kurz nach dem Gewinn seines insgesamt vierten DM-Titel.

Chef-Bundestrainer René Spies zeigte sich sehr zufrieden: „Die Leistungen von Nico Walther und Johannes Lochner haben mir sehr gut gefallen. Nico Walther ist in beiden Läufen sehr gut gefahren, Johannes Lochner hat im zweiten Lauf auch eine sehr gute fahrerische Leistung gezeigt. Dazu möchte ich noch die 5,11 Sekunden Startzeit hervorheben, nur drei Hundertstel über Startrekord, zusammen mit Christopher Weber eine herausragende Leistung. Glückwunsch auch an Christoph Hafer auf Platz 3 allerdings schon mit einem deutlichen Abstand.“

Bei den Frauen wurden im Gegensatz zu den Männern nicht zwei, sondern vier Wertungsläufe absolviert. Olympiasiegerin Mariama Jamanka (BRC Thüringen) hatte mit Anschieberin Annika Drazek (BSC Winterberg) nach zwei Läufen die Führung vor Stephanie Schneider (BSC Sachsen-Oberbärenburg) mit Ann-Christin Strack (BC Stuttgart Solitude) übernommen und ließ sich diese auch am Sonntag nicht mehr nehmen. Sie fuhr in den ersten drei Läufen Bestzeit, blieb im vierten Lauf nur knapp hinter Stephanie Schneider und gewann damit souverän ihren ersten nationalen Titel. Platz drei sicherten sich Anna Köhler (BSC Winterberg) und Lisa-Sophie Gericke (Mitteldeutscher Sportclub). Überschattet wurde die Entscheidung von zwei Stürzen der Titelverteidigerin Christin Senkel (BRC Thüringen) mit Franziska Bertels (ESC Erfurt). Beide Athletinnen sind wohlauf.

Mariama Jamanka zeigte sich nach ihrem ersten Titelgewinn hocherfreut: „Die zwei Tage waren wichtig für uns. Wir haben uns in den Wettkampf gut reingefunden. Es gibt noch ein paar Anfangsschwierigkeiten, an denen wir nocharbeiten müssen, aber es war eine gelungene Generalprobe, und wir haben gezeigt, dass wir auch in dieser Saison da sind. So kann es erstmal weitergehen.“

Im Vierer ließ Nico Walther nichts anbrennen. Er dominierte mit seinem Team vom Start weg und fuhr in beiden Läufen als Einziger deutlich unter 55 Sekunden. Er sicherte sich den nationalen Titel überraschend vor Bobteam Christof Hafer und Bobteam Johannes Lochner.

„Das Herrenrennen endete mit einer Überraschung. Nicht auf Platz eins, Deutscher Meister wurde Nico Walther, der das souverän nach unten gefahren ist, sowohl am Start als auch in der Bahn, und das am Ende mit 69 Hundertstel vor Platz 2 souverän gemeistert hat. Auf Platz 2 dann die Überraschung mit Christoph Hafer, der Hansi Lochner um eine Hundertstel auf Platz 3 verdrängen konnte. Eine starke Leistung, die sich gestern im Zweier bei Christoph schon angedeutet hatte. Johannes ist klar unter seinen Möglichkeiten geblieben, einmal mit 5.14 und 5.15 am Start, aber auch auf der Bahn. Da muss er jetzt analysieren, ob er vom Materialeinsatz die richtige Einstellung gefunden hat, und muss er sich Richtung zweiter Selektion steigern“, erklärte Chef-Bundestrainer René Spies. 

Der Doppel-Olympiasieger von PyeongChang, Francesco Friedrich (BSC Sachsen-Oberbärenburg), hatte sich sowohl im Zweier als auch Vierer gegen einen Start entschieden und konzentrierte sich stattdessen auf Material-Tests.

Einen besonderen Dank sprach René Spies den Bahnarbeitern und den gut 30 ehrenamtlichen Helfern des BSC Winterberg aus. Nachdem derFöhnsturm Mitte der Woche das Eis von der Bahn gefegt hatte, arbeiteten alle unermüdlich daran, faire Wettkampfbedingungen für die Athletinnen und Athleten zu schaffen. Ohne ihr Engagement wäre die Deutsche Meisterschaft in der Qualität nicht durchzuführen gewesen.

O-Töne:

Rene Spies - Frauenbob
Rene Spies - 2er-Bob
Rene Spies - 4er-Bob
Mariama Jamanka
Nico Walther - 2er-Bob

Nico Walther - 4er-Bob

 

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Bob: Deutsche Bobmeisterschaften in der VELTINS-EisArena eröffnen die Rennen um die begehrten Weltcup-Tickets

• Bundestrainer Spies sieht Athleten auch nach Olympia voll motiviert

Winterberg (ske) Das frische Eis steht, die Bahn ist frei für den ersten Wettkampf der neuen Saison. In der VELTINS-EisArena finden am Samstag (28.10.) und Sonntag (29.10.) die Deutschen Bob-Meisterschaften statt. „Der Wettkampf ist gleichzeitig die erste Selektion für die Zusammenstellung des deutschen Weltcup-Teams“, sagt Chef-Bundestrainer René Spies, der derzeit mit seinem Team zum Lehrgang in Winterberg weilt. „Durch diese Konstellation wird die Deutsche Meisterschaft aufgewertet. Unsere Athletinnen und Athleten sind trotz nacholympischer Saison voll motiviert. Höhepunkt der Saison ist die WM im kanadischen Whistler Ende Februar 2019. Auch auf den Weltcup in Winterberg vom 14. bis 16. Dezember freuen wir uns.“

Für die nationalen Titelkämpfe in der VELTINS-EisArena sind sechs Schlitten im Zweierbob der Frauen, zwölf im Herren Zweierbob und 10 Viererbobs gemeldet. Ob der Doppel-Olympiasieger von PyeongChang, Francesco Friedrich (BSC Sachsen- Oberbärenburg), an den Start geht, ist noch ungewiss. „Das entscheide ich  kurzfristig “, meint der derzeit wohl beste Bob-Pilot der Welt. „Das hängt unter anderem von den Material-Tests ab.“ In seiner umfangreichen Titelsammlung fehlt Friedrich noch die Deutsche Meisterschaft.

Bei den Frauen werden im Gegensatz zu den Männern nicht zwei, sondern vier Wertungsläufe absolviert. Olympiasiegerin Mariama Jamanka (BRC Thüringen) wird mit Anschieberin Annika Drazek (BSC Winterberg) dabei sein. Auch die Lokalmatadorinnen Anna Köhler und Laura Nolte (beide BSC Winterberg) sind im Starterfeld. Der Eintritt zum Besuch der deutschen Meisterschaften an der VELTINS- Eisarenaist ist für alle Sportbegeisterten frei.

Zeitplan der Deutschen Meisterschaft Bob an der Veltins-EisArena

Samstag (27.10.)
Ab 9.00 Uhr: Zweierbob Damen und Zweierbob Herren mit je zwei Wertungsläufen (Damen Lauf 1 und 2), anschließend Siegerehrung Zweierbob Herren in der Zielarena.

Sonntag (28.10)
Ab 9.00 Uhr: Zweierbob Damen und Viererbob mit je zwei Wertungsläufen (Damen Lauf 3 und 4), anschließend Siegerehrungen Zweierbob Damen und Viererbob in der Zielarena.

Hintergrund-Informationen

Bei den letzten Deutschen Meisterschaften am 5. und 6. Februar 2018 auf der Bahn am Königssee fehlte der komplette Deutsche Olympiakader, er weilte in PyeongChang. Im Zweierbob der Damen siegte Christin Senkel (BRC Thüringen) mit Anschieberin Franziska Bertels (ESC Erfurt). Laura Nolte (BSC Winterberg) landete mit Stefanie Pähler auf dem Silberrang. Den Titel im Herren-Zweierbob sicherte sich Richard Oelsner mit Anschieber Alexander Schüller (beide BSC Sachsen- Oberbärenburg) vor Pablo Nolte und Matthias Sommer (beide BSC Winterberg). Im Viererbob war das Team von Albrecht Klammer (BSC Sachsen-Oberbärenburg) nicht zu schlagen und gewann vor der Mannschaft von Christoph Hafer (BC Bad Feilnbach).

Rennrodeln: Dajana Eitberger und Felix Loch starten mit Bahnrekorden in die WM-Saison

• Erste Selektionsrennen in Oberhof und am Königssee

Berchtesgaden (bsd/23.10.2018) Mit intensiven Trainingstagen und je einem von vier Selektionsrennen sind die Rennrodler des BSD vergangene Woche auf den frisch vereisten Bahnen in Oberhof und am Königssee in die WM-Saison gestartet. Im Einzel blieben Dajana Eitberger und Felix Loch gleich im ersten Lauf in Oberhof unter den alten Bahnrekorden.

Im ersten Selektionsrennen der Damen, das am 16. Oktober in Oberhof ausgetragen wurde, setzte sich Dajana Eitberger auf ihrer Heimbahn durch und siegte knapp vor Doppel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (+ 0,007 Sek.) und Tatjana Hüfner (+0,014 Sek.). Beim zweiten Selektionsrennen am vergangenen Samstag am Königssee sorgte Julia Taubitz für eine Überraschung: Die 22jährige fand in beiden Läufen die beste Linie und gewann das Rennen vor Natalie Geisenberger (+ 0,082 Sek.) und Tatjana Hüfner (+ 0,204 Sek.). Als olympische Medaillengewinnerinnen sind sowohl Eitberger als auch Geisenberger bereits für den Ende November beginnenden FIL Viessmann Weltcup nominiert.

Bei den Herren wechselten sich Felix Loch und Chris Eißler bei den ersten beiden Selektionsrennen an der Spitze ab. Während Loch das Rennen in Oberhof für sich entschied, vor Eißler (+ 0,373 Sek.) und Max Langenhan (+ 0,503 Sek.), setzte sich Eißler am Königssee durch und gewann denkbar knapp vor Loch (+ 0,005 Sek.) und Ralf Palik (+ 0,050 Sek.). Als Olympiadritter ist Johannes Ludwig als einziger der Herren bereits für den Weltcup gesetzt.

Cheftrainer Norbert Loch war insgesamt sehr zufrieden. Bei sehr guten äußeren Bedingungen blieben Dajana Eitberger und Felix Loch gleich im ersten Lauf in Oberhof unter den alten Bahnrekorden. „Es ist natürlich ganz stark, dass beide im Herbst schon solche Zeiten fahren können, aber das ist zu der Zeit auch wirklich nur in Oberhof möglich“, erklärt Norbert Loch begeistert. „Herausstellen möchte ich an dieser Stelle die Leistungen von Chris Eißler und Julia Taubitz. Der Chris – Respekt – ist sehr gut unterwegs, und mit Platz zwei in Oberhof und dem Sieg am Samstag bin ich sehr zufrieden mit ihm. Auch Julia Taubitz konnte am Samstag den großen Damen Paroli bieten und mit ihrem Sieg ein Zeichen setzen.“

Im Doppelsitzer fahren die Doppel-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Toni Eggert und Sascha Benecken in einer Liga für sich. Sie entschieden beide Rennen für sich und siegten jeweils vor Geueke/Gamm und Semmler/Pfeiffer. Das Gold-Doppel ist wie Eggert/Benecken für den Weltcup gesetzt.
 
„Wir haben im Trainerstab gemeinsam entschieden, dass wir mit sechs Herren und fünf Damen in die jetzt anstehenden internationalen Trainingslager fahren, wo ich neben den vier etablierten Herren auch die beiden jungen Athleten Christian Paffe und Max Langenhan mitnehme. Bei den Damen wird Jessica Tiebel die vier etablierten Weltcup-Damen begleiten“, erklärt Norbert Loch. „Beim Doppel bleibt es bei Wendl/Arlt und Geueke/Gamm, weil die beiden jungen Doppel keine überzeugende Anschlussleistung erbracht haben.“

In den nächsten Tagen trainieren die Athleten an ihren Stützpunkten, bevor sie am Freitag gemeinsam zu den Übersee-Trainingslagern nach Whistler (CAN) und Lake Placid (USA) aufbrechen. Die Selektionsrennen drei und vier werden am 16. und 18. November 2018 im Rahmen der Deutschen Meisterschaft in der Veltins Eisarena in Winterberg ausgetragen.

Skeleton: Drei Fragen an … Jacqueline Lölling

• Interview mit Skeleton-Athletin Jacqueline Lölling, Silbermedaillengewinnerin von PyeongChang

Berchtesgaden (bsd/17.10.2018) Im vergangenen Winter machte Skeletoni Jacqueline „Jacka“ Lölling als „Speed-Queen“ auf sich aufmerksam: Mit vier Weltcupsiegen, dem zweiten Gesamtweltcupsieg in Folge sowie der Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea dominierte die 23-jährige Brachbacherin wie keine andere die internationale Skeleton-Szene. Zwar reichte es für die erste deutsche Goldmedaille im Frauen-Skeleton in PyeongChang leider nicht, doch die Silbermedaille glänzte für Top-Favoritin Lölling nach einem nervenaufreibendem Finallauf sicherlich genauso schön. In unserem Herbstinterview erzählt Jacqueline Lölling über die Zeit im "Club der Besten" in Andalusien und ihren neuen Heimtrainer und setzt bereits das Augenmerk auf die kommende Saison.

Du warst vor kurzem im „Club der Besten“ der Deutschen Sporthilfe in Andalusien. Welche Challenge hat dir am besten gefallen und was hast du aus der Woche für dich persönlich mitgenommen?

Die Woche im „Club der Besten“ ist natürlich immer eine ganz besondere und tolle Zeit. Eines der schönsten Erlebnisse war die Fahrt mit dem E-Bike auf den Fels von Gibraltar, die mit lustigste Challenge war das Bubble-Ball-Fußballmatch. Es war eine tolle Erfahrung und ist auch immer wieder eine super Motivation für die Zukunft, eine Medaille zu gewinnen, da man so oft wie möglich dabei sein will. Dieses Jahr war es außerdem besonders emotional aufgrund der Geschichte um Kristina Vogel. Da sieht man, dass im Sport einfach alle zusammenhalten und sich diese „Sportgemeinschaft“ auch gegenseitig unterstützt.

Du arbeitest seit April mit einem neuen Heimtrainer, Heiner Preute. Wie läuft das Training mit ihm? Hat sich in deinem Trainingsalltag im Vergleich zu früher recht viel verändert?

Das Training mit Heiner macht viel Spaß und läuft sehr gut. Die Trainingseinheiten-Anzahl hat sich nicht geändert, am ehesten gab es noch inhaltliche Anpassungen. Ich bin mittlerweile lange genug dabei, um zu wissen, was mir gut tut und was nicht und dann wird das dementsprechend auch abgestimmt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich mich diesen Winter nochmal steigern kann und freue mich schon auf die neue Saison.

Anfang Dezember beginnt die neue Saison mit dem Weltcup-Auftakt in Sigulda. Auf welche Rennen freust du dich am meisten?

Der Bahn in Sigulda gehe ich mit gemischten Gefühlen entgegen, da sie sehr anspruchsvoll ist – die Bahn hat es definitiv in sich. Ich war bereits 2011 in Sigulda und bin gespannt, wie es mir in diesem Jahr ergehen wird. Ansonsten freue ich mich am meisten auf den Weltcup in Winterberg, da das meine Heimbahn und für mich daher immer etwas ganz Besonderes ist. Ich freue mich auch wieder sehr auf die Weltcups in Deutschland, wie z. B. Königssee – das sind für mich immer die schönsten Rennen während der Saison.

LOTTO Bayern sponsert 2019 und 2020 Bob-, Rodel- und Skeleton-Weltcups im Freistaat

• LOTTO Bayern weitet sein Engagement als Werbepartner von Wintersportevents aus

München (bsd/19.10.2018) LOTTO Bayern weitet sein Engagement als Werbepartner von Wintersportevents der Weltklasse im Freistaat aus und tritt 2019 und 2020 als Sponsor der Bob-, Rodel- und Skeleton-Weltcups in Königssee an. Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. wird LOTTO Bayern u.a. die Präsenz auf TV- relevanten Werbeflächen im Start-, Strecken- und Zielbereich sowie Untereiswerbung ermöglichen. Auf dem Eventgelände wird LOTTO Bayern mit seinem Heißluftballon vertreten sein.

„Für Bayern hatte der Wintersport schon immer eine besondere Bedeutung. Mit dem Engagement von LOTTO Bayern können die Organisatoren in Königssee die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Wintersportler der Spitzenklasse in das Wintersportland  Bayern kommen und begeisternde Wettkämpfe ausgetragen werden können“, kommentiert Dr. Hans Reichhart, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, das Sponsoring der in seinem Geschäftsbereich angesiedelten Staatlichen Lotterieverwaltung.  

„Der Bob- und Rodelsport hat in Bayern eine lange Tradition und fasziniert Jahr für Jahr Millionen in der kalten Jahreszeit. Wir freuen uns als Sponsor, Spitzenleistungen im Eiskanal fördern zu können“, begründet Friederike Sturm, Präsidentin von LOTTO Bayern, die große Unterstützung der populären Wintersportevents.

Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management beim Bob- und Schlittenverband Deutschland e. V. und Chef des Weltcup-Organisationskomitees am Königssee, freut sich über das Engagement des zweitgrößten deutschen Glücksspielunternehmens: „Für die nächsten beiden Jahre gibt uns die Unter-stützung von LOTTO Bayern finanziellen Spielraum und Planungssicherheit. Den beiden Weltcup-Events kommt in dieser Saison noch eine besondere Bedeutung zu. Wir feiern nämlich das 50. Jubiläum der Deutsche Post Eisarena Königssee, der ersten Kunsteisbahn der Welt.“  

Der nächste Viessmann Rennrodel-Weltcup findet am 5. und 6. Januar 2019, der nächste BMW IBSF Bob- und Skeleton-Weltcup vom 11. – 13. Januar 2019 statt.

Der Vertrag wurde von Thomas Schwab, Vorstandsvorsitzender des BSD, Dr. Hans Reichhart, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Friederike Sturm, Präsidentin von LOTTO Bayern und Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management des BSD unterschrieben. (v.l.n.r.)

Über Lotto Bayern

LOTTO Bayern ist der staatliche Glücksspielanbieter in Bayern. Die staatliche Lotteriegesellschaft ist ein Unternehmen des Freistaats im Geschäftsbereich des Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. LOTTO Bayern vertreibt seine Produkte in bayernweit rund 3500 Annahmestellen und unter lotto-bayern.de. Die Produktpalette von LOTTO Bayern umfasst LOTTO 6aus49 mit den Zusatzlotterien Spiel 77 und SUPER 6, Eurojackpot, die Rentenlotterie GlücksSpirale mit der Zusatzlotterie Die Sieger-Chance, die Zahlenlotterie KENO mit der Zusatzlotterie plus 5, Aufreiß- und Rubbellose sowie TOTO und die Sportwette ODDSET.

LOTTO Bayern ist seit seiner Gründung ein zuverlässiger Partner des Sports, der jährlich rund 400 Millionen Euro an den bayerischen Staatshaushalt abführt. Aus den Mitteln werden zahlreiche staatliche Leistungen u.a. in den Bereichen Sportförderung, Kulturförderung und Denkmalschutz in Bayern finanziert.


Besondere Eiszeit im Jubiläumsjahr

  • Erste Kunsteisbahn der Welt am Königssee vereist
  • Erste Selektionsrennen in dieser Woche
  • Zahlreiche Höhepunkte

Königssee (HJB/18.10.2018) Daniel Haagn schaufelt Schneeabrieb aus der Berchtesgadener Eishalle auf die lange Gerade, die bekanntlich keine ist. Florian Stocker klopft die weiße Pracht mit einer Schaufel platt, ehe Markus Walch das Ganze mit einem Holzgestell „gerade zieht“. Das Trio ist Teil einer eingespielten Mannschaft, die eine gewaltige Betonröhre mit 16 Kurven im Süden des Berchtesgadener Landes im Griff hat. Im Klartext: Die erste und somit älteste Kunsteisbahn der Welt wird präpariert, wofür sie vor 50 Jahren gebaut wurde. Damit Olympiasieger, Weltmeister, aber auch Gäste und hunderte Schulkinder und Jugendliche von den diversen Starts auf dem bekannt guten Königssee-Eis zu Tal rauschen können – auf Rodel- und Skeletonschlitten sowie in den Bobs. Geht es um die vereiste Fläche, sprechen die Experten am Königssee nicht um die Bahnlänge, sondern die Quadratmeterzahl: Rund 7000 sind es, eine nicht unerhebliche Größe. Zum Vergleich: Ein Eishockeyfeld besitzt nur zirka 1830 Quadratmeter.

Es ist Jahr für Jahr fast die gleiche Prozedur: „Freilich ändert sich immer wieder mal etwas punktuell, weil wir immer wieder modernisieren“, sagt Bahnchef Markus Aschauer. Seit 2001 ist der 54-Jährige „Chef der Röhre“, koordiniert alle Arbeiten an und rund um das insgesamt 1750 Meter Eisfläche aufweisende Konstrukt aus Beton, perfekt im Schatten des Grünsteins gelegen. Die Sonne strahlt in diesen Tagen nur noch kurz direkt aufs langsam entstehende Eis, ihre langsam schwächer werdende Wirkung kann dem glatten Untergrund der Kufensportler kaum noch etwas anhaben. „Wir können die Bahn durch die Segel ganz gut schützen“, sagt Bahnarbeiter Markus Walch. Für die Königssee-Bahn gibt es mittlerweile einen Plan der schrittweisen Überdachung, wie sie heutzutage bei neuen Anlagen in aller Welt üblich ist. Markus Aschauer war gerade erst wieder beratend in China, heuer schon zum achten Mal, um die Bahn für die Olympischen Spiele 2022 in Peking mitzugestalten. „Die neuen Anlagen mit Überdachung sind energetisch und in Sachen Arbeitsaufwand selbstverständlich günstiger als unsere.“ Auf der anderen Seite ist gerade die Möglichkeit am Königssee, die Aktiven vom Kreisel aus über die gesamte lange „Gerade“ sowie im Turbodrum selbst sehr lange live sehen zu können, weltweit einzigartig. Hier wäre Dach in Sahen Zuschauerfreundlichkeit kontraproduktiv. Die Verantwortlichen sind dabei, sich Lösungen zu überlegen.

Seit 2001 Bahnchef an Königssee: Markus Aschauer besitzt mittlerweile derart reichlich Erfahrung, dass er Bahnbetreiber in der ganzen Welt berät.

Bei weit über 20 Grad im Schatten in diesem Traum-Herbst werden die wenigstens schon an die nahende Wintersportsaison denken. Das verhält sich bei Markus Aschauer und seinem Team freilich ganz anders. Anfang Oktober geht es regelmäßig ans „Eismachen“ – eine Prozedur über lediglich eine Woche, ehe die ersten Schlitten in die Spur gelassen werden. „Das sind meistens gute Rodelkinder, die als Erstes von einer niedrigeren Starthöhe in die Bahn gehen und sie ausprobieren“, sagt der Bahnchef, dessen offizieller Titel „Betriebsleiter Deutsche Post Eisarena Königssee“ lautet. „Der Nachwuchs gibt uns dann Rückmeldung, wo noch Schläge und Buckel drin sind. Diese können wir schließlich nacharbeiten“. Nach dem ersten Antesten starten bereits in dieser Woche die ersten Trainingseinheiten für alle Kufensportarten, täglich nonstop von 9 bis 21 Uhr. Das heißt für die Mitarbeiter im Schichtdienst: Betrieb von 7 bis 22 Uhr. Die Anlage, die dem Landkreis Berchtesgadener Land gehört und viel Geld kostet, wird also intensiv, ja bestmöglich genutzt. Ein Fulltime-Job für alle Beteiligten, seit einer kleinen Umstrukturierung hat Markus Aschauer mit Florian Stiller aber seit kurzem einen Stellvertreter, der ihn top unterstützt. Das Bahn-Team besteht aktuell aus fünf Festangestellten, dazu kommen 15 Saisonkräfte im Winter sowie 15 geringfügig Beschäftigte, beispielsweise für den Auftransport der Bobs oder Aushilfszeitnehmer bei den Rennbob-Taxi-Fahrten.

Eine „verkehrte Fußbodenheizung“

Wie startet die Vereisung? „Man muss sich das System wie eine Fußbodenheizung vorstellen“, sagt Aschauer. „Nur, dass wir durch die Rohre, die in der Betonrinne verlaufen, keine Wärme, sondern Kälte schicken“. Zunächst wird damit begonnen, den Beton behutsam in einem Zeitfenster von rund 20 Stunden runter zu kühlen. Bei Sonnenbestrahlung im Sommer kann der Beton über 30 Grad heiß werden. Kritisch ist das Unterschreiten des Gefrierpunktes, da es dabei zu Rissbildungen im Beton kommen könnte – darum das langsame Kühlen. Die Kühlrohre laufen im Abstand von acht Zentimetern durch die Bahn, dabei kommen zirka 80.000 Meter zusammen. Am Tiefpunkt des Segments wird flüssiges Ammoniak – welches aufbereitet immer wieder verwendet werden kann – eingespritzt. Es besitzt einen sehr tiefen Siedepunkt von minus 33,34 Grad. Ammoniak, eine chemische Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff, verdampft in den Rohren, entzieht ihrer Umgebung die Wärme und nimmt diese auf. Am Ende des Segments wird das erwärmte Element in gasförmigen Zustand durch ein größeres Rohr runtergezogen. Dort verdichten und verflüssigen es die Mitarbeiter wieder und schicken es zurück in die Kühlrohre. Das Ammoniak verbraucht sich dabei nicht, wird weder mehr noch weniger: „Wenn es sich im Kreislauf befindet, funktioniert es immer wieder. Wir haben unser Ammoniak seit 50 Jahren in der Anlage“, informiert Markus Aschauer. Trotz ihres Alters gehört sie nach wie vor zu den „modernsten“. Bahnbetreiber auf der ganzen Welt holen sich deshalb Ratschläge beim Königssee-Experten, einem gelernten Elektriker inklusive Abschluss einer Technikerschule. Die Programmierung der computergesteuerten Anlage übernimmt eine Fachfirma aus Chieming, meist funktioniert das heutzutage mittels Fernwartung.

Auf der Beton-Oberfläche bildet sich beim Runterkühlen schließlich von ganz allein Feuchtigkeit, friert, bildet Reif und „richtig schöne Eiskristalle“, sagt Aschauer. Nun kann der nächste Schritt erfolgen: „Da wir die Eiskristalle für den Kufensport nicht gebrauchen können, müssen wir sie einspritzen, damit kompaktes Eis entsteht“. Fürs Rodeln werden rund zwei Zentimeter benötigt, drei bis vier für die Bobs – je nach Stärke des Kurven-Anpressdrucks der Schlitten fällt die Dicke unterschiedlich aus. 300 bis 400 Einspritz-Arbeitsgänge sind erforderlich, um die gewünschte Eisdicke zu erhalten. Dabei helfen schon mal die Aktiven mit, heuer unter anderem die Skeleton-Kinder von Trainerin Anja Selbach sowie der Bob- und Rodel-Nachwuchs. „Das erfordert für zwei bis vier Gruppen jeweils fünf bis sechs Stunden Aufwand“, sagt Aschauer. Tagsüber spritzen die Bahnarbeiter und bauen sie aus.

Letztlich ist der Eisaufbau nichts anderes, als „inkorrekt geformte Betonprofile von damals – sie ist schließlich schon recht alt – mit Schnee und Eis zu korrigieren“, so Aschauer. Aus der langen „Geraden“, die früher ganz flach war, wird durch eine künstlich erzeugte Schrägneigung fast schon eine Art Steilkurve – die höheren Geschwindigkeiten der Piloten heutzutage erfordern diese Maßnahmen. Der aufgebrachte Schnee friert in der Schattenlage am Königssee relativ zügig durch, schließlich kommen die Helfer zum Durchspritzen oder es regnet darauf. Kompaktes Eis entsteht, eine raue Oberfläche, die so präpariert und „modelliert“, also abgehobelt und geschliffen wird, dass es für die Sportler passt. Sie geben am Ende und letztlich über die ganze Saison Rückmeldungen an die Bahnarbeiter, wo nachgebessert werden muss, da das Eis durch unterschiedliche Außentemperaturen freilich „arbeitet“ und sich immer wieder verändert. Das Abhobeln für eine glatte Oberfläche geschieht in den Kurven manuell per Hand, und auf der langen Geraden mit einem Schmalspurtraktor samt Eishobel. Während der Saison muss meist nur modert weitergekühlt werden, wenn sich die Temperaturen in die Plusgrade bewegen. Somit beschränkt sich der größte Energieaufwand auf die Vereisung im Oktober. „Problematisch wird‘s erst ab 25 Grad und starkem Föhn – warmer Wind setzt der Eisoberfläche dann irgendwann schon gewaltig zu“, informiert Aschauer.

Daniel Haagn schaufelt Schnee in die Bahn, Markus Walch und Florian Stocker verteilen diesen gleichmäßig auf der langen Königssee-Geraden.

Zahlreiche Höhepunkte bis Anfang März

Schon in dieser Woche stehen erste Selektionsrennen, also interne Bewerbe auf dem Programm. Die Auftaktrennen steigen Anfang Dezember im Rahmen eines Skeleton-Europacups. Die dreimonatige Kernzeit hält zum diesjährigen Bahn-Jubiläum neben internationalen Trainingswochen, zahlreichen Bayerischen und Deutschen Meisterschaften wie immer Höhepunkte mit dem Rennrodel-Weltcup am 5. und 6. Januar 2019 sowie den Bob- und Skeleton-Weltcup-Rennen nur ein Wochenende später bereit. Ende Januar/Anfang Februar steigt schließlich die Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft der Junioren als besonderes Saison-Highlight am Königssee. Erstmals werden am 23. Februar zudem sogenannte Youth-Rennen der IBSF, des Internationalen Bob- und Skeleton-Verbandes, im Landkreis ausgefahren. Die beliebten Rennbob-Taxi-Fahrten oder das Gästerodeln sind mittlerweile obligatorisch. Offiziell wird die Eissaison am 3. März mit der Bayerischen Bob-Meisterschaft beschlossen. „Wir werden für Testzwecke der deutschen Nationalmannschaft aber ein paar Tage verlängern“, informiert Aschauer.

Am Königssee beginnt eine neue Eiszeit, erste Selektionsrennen finden bereits in dieser Woche statt.

Text und Bilder: Hans-Joachim Bittner

TONI EGGERT FÄLLT NACH TRAININGSUNFALL VERLETZUNGSBEDINGT AUS

Berchtesgaden (bsd/16.10.2018). Toni Eggert, Olympia-Bronzemedaillengewinner mit Sascha Benecken im Herren Doppelsitzer von PyeongChang, fällt nach einem Trainingsunfall für unbestimmte Zeit aus. Der 30jährige Ilsenburger ist bei einer Trainingsfahrt auf der Rennschlitten- und Bobbahn Oberhof an der Ausfahrt der Kurve 14 gestürzt und mit dem rechten Unterschenkel dabei so an die Bande gestoßen, dass er sich einen Bruch im Wadenbein zugezogen hat.

Eine Untersuchung im Klinikum Suhl hat ergeben, dass es sich bei der Verletzung um einen offenen Bruch handelt, der sich aber gut versorgen ließ. Eggert wird voraussichtlich sechs bis acht Wochen ausfallen.

Der BSD wünscht gute Besserung und eine rasche Genesung!

BSD UND UVEX SCHLIESSEN NEUEN AUSRÜSTERVERTRAG FÜR ARBEITSSCHUTZ-PRODUKTE

• BSD und UVEX unterschreiben Ausrüstervertrag bis 2020
• Arbeitsschutz-Produkte und Schutzkleidung für Athleten, Techniker und Trainer

Berchtesgaden (bsd/16.10.2018). Die UVEX-Gruppe und der Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. setzen ihre langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit fort und haben einen neuen Ausrüstervertrag vereinbart, der sich ausschließlich auf die Belange des Arbeitsschutzes bezieht. Der Zweijahresvertrag wurde von Thorsten Udet, Director Marketing & Communication der UVEX-Safety Group, Thomas Schwab, Vorstandsvorsitzender des BSD und Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management des BSD in der BSD Geschäftsstelle in Berchtesgaden unterschrieben. Neben der bereits bestehenden Kooperation im Bereich der Schutzhelme für die BSD-Athleten im Rennrodeln, engagiert sich die international renommierte Firma UVEX künftig auch im Bereich Arbeitsschutz für die Sportler, Techniker und Techniktrainer bei ihren Arbeiten in den Werkstätten.

Entsprechend der Vereinbarung stellt UVEX umfangreiche Produkte sowie Arbeits- und Schutzkleidung für die Ausstattung der Werkstätten an den BSD Stützpunkten zur Verfügung, um den Arbeitsschutz für Athleten, Techniker und Techniktrainer gleichermaßen zu gewährleisten. Dazu gehören zahlreiche Produkte aus den Segmenten Gehörschutz, Hand- und Fußschutz sowie Atem- und Augenschutz. Zusätzlich dazu werden die Mitarbeiter der Deutsche Post Eisarena Königssee mit hochwertiger Arbeits- und Schutzkleidung ausgestattet.

„Wir freuen uns, dass wir mit UVEX im Bereich des Arbeitsschutzes einen neuen Partner haben. Unsere Techniker, Trainer und Athleten verbringen viel Zeit in den Werkstätten, um die Bobs und Rennrodel- und Skeletonschlitten auf die jeweiligen Athleten und Bahnen abzustimmen. Hierzu benötigen sie eine Vielzahl der Produkte, die UVEX im Zusammenhang mit dem Arbeitsschutz anbietet, beinahe tagtäglich bei ihrer Arbeit. Allerdings wird nicht nur dieser Bereich im Rahmen der neuen Partnerschaft abgedeckt, sondern auch die Mitarbeiter der Deutsche Post Eisarena Königssee können sich zukünftig auf eine umfangreiche und hochwertige Ausstattung freuen“, erklärt Alexander Resch, Vorstand Leistungssport-Management der BSD.

„Gemäß unserer Mission Potecting people wollen wir die Menschen ganzheitlich schützen – beim Sport und in der Freizeit, aber auch bei der Arbeit“, beton Thorsten Udet, Marketing Director der uvex safety group. „Nachdem die erfolgreichen Rennrodler des BSD seit Jahren auf die Helme und Visiere von uvex vertrauen, wollen wir daher auch das Trainer- und Technikteam hinter den Sportlern ausrüsten und schützen! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem BSD und sind stolz, einen kleinen Teil zum Erfolg des Verbandes beitragen zu können.“

Für die UVEX-Gruppe steht seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1926 der „Schutz des Menschen“ in Beruf, Sport und Freizeit im Mittelpunkt. Das Leitmotiv lautet: „PROTECTING PEOPLE“. Produkte im Sport- und Freizeitbereich sind Ski-, Rad- und Reithelme, Ski-, Rad-, Reit-, Sport- und Sonnenbrillen sowie Reithandschuhe. Im Bereich Arbeitsschutz gehört das Unternehmen zu den Innovationsführern und produziert und vertreibt Persönliche Schutzausrüstung (PSA) von Kopf bis Fuß.

Weitere Informationen: www.uvex-safety.de

Deutsche Sporthilfe verabschiedet Julian von Schleinitz und unterstützt ihn beim Start ins Berufsleben

• Symbolische Staffelübergabe für Übergang in berufliche Karriere
• Weitere Unterstützung durch Mentorenprogramm der Initiative „Sprungbrett Zukunft“

Berchtesgaden (bsd, Sporthilfe/12.10.2018) Mit einer symbolischen Staffelübergabe erfuhren vergangenen Samstag zahlreiche deutsche Top-Athleten zum Ende ihrer leistungssportlichen Karriere noch einmal eine besondere Aufmerksamkeit, darunter Rennrodler Julian von Schleinitz, der im März offiziell vom Leistungssport zurückgetreten ist. Die Deutsche Sporthilfe würdigte im Rahmen der Ehrung der „Juniorsportler des Jahres“ in der Sportstadt Düsseldorf gemeinsam mit der DFL Stiftung deren herausragende Leistungen der vergangenen Jahre und überreichte allen einen Staffelstab als Symbol für den Übergang in ihre zweite, die berufliche Karriere.

„Wir wollen diesen großartigen Athleten noch einmal ,Danke' sagen für die vielen Jahre harten Trainings voller Entbehrungen, die sie auf sich genommen haben, um uns bei den großen Wettkämpfen zu begeistern“, ist Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe, diese Würdigung ein wichtiges Anliegen. Er betonte: „Mit dem Ende der leistungssportlichen Karriere endet die Sporthilfe-Unterstützung für diese verdienten Athleten nicht. Wir wollen im Sinne des Miteinanders den Kontakt aufrecht halten, für den potentialgerechten Berufseinstieg und dafür, diese Vorbilder auch für die nächste Generation in der Sportfamilie wissen.“

Julian von Schleinitz erhielt in seiner 15jährigen Leistungssportkarriere ziemlich genau zehn Jahre Unterstützung seitens der Deutschen Sporthilfe und kann im Rahmen der Initiative „Sprungbrett Zukunft“ weiter auf ihre Unterstützung zählen. Der 26-jährige Berchtesgadener gewann insgesamt sechs Mal Gold bei Juniorenweltmeisterschaften und feierte mit Platz drei gleich bei seinem ersten Weltcupstart 2010 in Winterberg seinen ersten Weltcup-Podestplatz. Neben dem Leistungssport studierte er und ließ seine Fachkenntnis im Schlittenbau-Bereich mit einfließen: Nach dem Bachelor in Ingenieurswissenschaften absolvierte Schleinitz erfolgreich das englischsprachige Masterstudium „Chemistry and Physics of Materials“ an der Universität Salzburg. In seiner Masterarbeit ging es um die Untersuchung und Simulation von Reibung zwischen einer Rodelschiene und Eis im Rennrodelsport.

Die Sporthilfe bietet allen aktuellen und ehemaligen Athleten im Rahmen der Initiative „Sprungbrett Zukunft“ Hilfe beim Berufseinstieg. Spezielle Förderprogramme, wie das „BMI Sprungbrett“ und das Deutsche Bank Sport-Stipendium, greifen auch nach Ende der Sportkarriere. Im Sportlernetzwerk emadeus können Athleten auch über den Leistungssport hinaus mit der Sporthilfe verbunden bleiben. Im Mentorenprogramm beispielsweise, an dem auch Julian von Schleinitz teilnimmt, werden Entscheider aus der Wirtschaft zu mehrjährigen Begleitern und „Türöffnern“ für die jungen Athleten. Sie beraten und unterstützen bei der Berufswahl, beim Sammeln von Praxiserfahrung und beim Berufseinstieg.

„Mein Mentor ist Marco Lessacher, Geschäftsführer der BMW Bank Austria. Er hat mir letztes Jahr ein Praktikum vermittelt und mir auch bei meiner jetzigen Promotionsstelle bei BMW geholfen“, erzählt Julian von Schleinitz begeistert. „Es ist für mich sehr interessant, mit jemandem, der nicht aus dem Leistungssport kommt, über meine berufliche Zukunft und Karriere zu sprechen.“ Der 26-jährige Berchtesgadener promoviert derzeit bei BMW Motorsport im Bereich „Fahrstilbewertung im fahrdynamischen Grenzbereich von Rennfahrzeugen“ und wird dabei von Prof. Andreas Schröder aus dem Bereich Datascience der Universität Salzburg betreut.