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BOB

Bob: Nico Walther holt sich 1. Weltcupsieg im Zweierbob

• Team Walther/Poser gewinnen Weltcupauftakt nach Führung im ersten Lauf
• Team Friedrich/Margis unter den Top Ten
• Team Lochner/Rasp landen auf dem 12. Platz

Lake Placid (bsd/10.11.2017) Für manche Wintersportathleten kann die Führung nach einem ersten Durchgang in einem Wettkampf zu einer starken Belastungsprobe werden. Nervosität, zu großer Druckaufbau oder eine hohe Fehleranfälligkeit kann manche Siegträume platzen lassen.

Für den deutschen Bobpiloten Nico Walther hatte die Führung nach dem ersten Rennlauf im Weltcupauftakt in Lake Placid keine derlei negativen Auswirkungen. Mit einem soliden zweiten Rennlauf ließ sich der WM-Dritte im Viererbob von 2017 die Führung nicht mehr aus der Hand nehmen und gewann zusammen mit Anschieber Christian Poser mit 11 hundertstel Sekunden Vorsprung. „Wir sind natürlich sehr zufrieden mit unserem ersten Weltcupsieg in der neuen Saison. Es gibt zwar noch Verbesserungen am Start und bei der Fahrweise, aber wir sind denke ich auf einem guten Weg“, so Nico Walther.

--> O-Ton Nico Walther


Damit wurde auch die US-amerikanische Doppelführung von Nick Cunningham/Ryan Bailey sowie Codie Bascue/Carlo Valdes vereitelt. Mit 11 bzw. 15 hundertstel Sekunden Rückstand verwies Walther die beiden Top-Teams aus den USA auf Rang zwei und drei.

Das zweite deutsche Team um Francesco Friedrich und Thorsten Margis musste sich mit dem 9. Platz zufriedengeben, Johannes Lochner und Christian Rasp fielen auf den 12. Rang zurück.

„Bei den Männern sind wir mit den Platzierungen von Francesco Friedrich und Johannes Lochner natürlich etwas enttäuscht. Da gibt es für das zweite Rennen am Freitag sicherlich noch einige Reserven. Überragend war natürlich der Sieg von Nico Walther, der zwei sehr starke Läufe gefahren ist“, so Cheftrainer René Spies.

--> O-Ton René Spies


Am Freitag, 10. November 2017, findet um 19.00 Uhr (MEZ) ein weiteres Zweierbob-Rennen statt. Aufgrund der witterungsbedingten Trainingsausfälle für den Viererbob haben die IBSF und die Veranstalter bereits einige Tage zuvor entschieden, ein zweites Zweierbob-Rennen in Lake Placid und stattdessen zwei Viererbob-Rennen in Park City auszutragen.

Auflistung der deutschen Bob-Athleten

1. Platz: Nico Walther/Christian Poser
9. Platz: Francesco Friedrich/Thorsten Margis
12. Platz: Johannes Lochner/Christian Rasp

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Bob: Podestplatz für Bobteam Schneider/Buckwitz beim Weltcup-Auftakt in Lake Placid

• Team Schneider/Buckwitz holen sich sensationellen dritten Platz
• Team Jamanka/Nolte sind mit 5. Platz ebenso ganz vorne mit dabei
• Team Köhler/Fritz-Glahn fahren auf den 12. Platz

Lake Placid (bsd/09.11.2017) Sich gegen das starke nordamerikanische Bobpilotinnen-Trio Kaillie Humphries, Elana Meyers Taylor und Jamie Greubel Poser durchzusetzen, ist unter normalen Umständen schon keine leichte Aufgabe. Dies auf einer der schwierigsten Bobbahnen der Welt – in diesem Fall im US-amerikanischen Lake Placid – anzustreben, ist meist ein Ding der Unmöglichkeit. Beim Weltcup-Auftakt der Olympiasaison 2017/18 hat es nun das deutsche Frauenbobteam um Stephanie Schneider und deren Anschieberin Lisa-Marie Buckwitz geschafft, sich zwischen diesem Trio zu platzieren.

Nach einem starken zweiten Lauf fuhren Schneider/Buckwitz auf den dritten Platz und starten somit mit einem sensationellen Ergebnis in den Olympiawinter. Pilotin Stephanie Schneider kann es kaum glauben: „Im ersten Lauf war ich sehr nervös, gerade weil wir auch noch Startnummer 1 hatten. Auch die Tatsache, dass der Weltcup-Auftakt auf der schwierigen Bahn in Lake Placid begonnen hat, hat meine Nervosität noch mehr verstärkt. Im zweiten Lauf hatte ich die Bahn hingegen dann deutlich besser im Griff.“

--> O-Ton Stephanie Schneider


Auch die Teamkolleginnen Mariama Jamanka und Erline Nolte sind mit ihrem fünften Platz ganz vorne mit dabei. Mit 42 hundertstel Sekunden platzierten sie sich unter den besten Sechs. Pilotin Mariama Jamanka ist jedoch nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis: „Wir hätten im ersten Lauf besonders beim Start eine bessere Leistung bringen müssen. Der zweite Lauf war auch nicht besser, daher hoffen wir, dass es nächste Woche in Park City besser läuft.“

--> O-Ton Mariama Jamanka


Als Siegerin ging das kanadische Team um Kallie Humphries/Melissa Lotholz aus dem Rennen. Zweite wurde Elana Meyers Taylor mit Anschieberin Lauren Gibbs (USA).

Weltcup-Rookie Anna Köhler, die sich das dritte Weltcupticket im deutschen Frauenbobteam sicherte, fuhr im zweiten Lauf zusammen mit ihrer Anschieberin Franziska Fritz-Glahn vom 19. auf den 12. Platz vor.

Cheftrainer René Spies ist mit dem Ergebnis seiner Frauenteams mehr als zufrieden: „Nordamerika ist bekanntermaßen ein schwieriges Pflaster für uns, von daher sind wir mit dem ersten Tag sehr zufrieden. Vor allem natürlich die Riesenüberraschung von Stephanie Schneider, die eine überragende Leistung hingelegt hat. Auch die Ergebnisse von Mariama Jamanka mit Platz 5 und Anna Köhler mit Platz 12 sind für den Weltcupstart eine gelungene Leistung.“

--> O-Ton Cheftrainer René Spies


Nächste Woche steht dann das zweite von insgesamt drei Überseerennen der Frauenbobs in Park City (USA) an. Am 18. November 2017 startet um 02.00 Uhr (MEZ) der erste Lauf.

 

Auflistung der deutschen Bob-Athletinnen


3. Platz: Stephanie Schneider/Lisa-Marie Buckwitz
5. Platz: Mariama Jamanka/Erline Nolte
12. Platz: Anna Köhler/Franziska Fritz-Glahn

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Bob: Team für EC und JWM nominiert

• Drei Startplätze für JWM bei den Männern fix vergeben
• Bobteam Jannosch und Nolte teilen sich Startplatz im EC-Team

Königssee (bsd/03.11.2017) Am Freitag, 3. November 2017 nahm das Trainerteam um Junioren-Bundestrainer Matthias Höpfner die Nominierung des Europacup-Teams der Saison 2017/18 vor.

Nach zwei Selektionsrennen im Zweier- und Viererbob am letzten Wochenende in Altenberg (28./29.10.) sowie diese Woche am bayerischen Königssee konnten sich bei den Männern die Teams um Richard Oelsner, Bennet Buchmüller und Christoph Hafer als die Besten herauskristallisieren. Damit sicherten sich die drei Teams nicht nur den Startplatz für die Junioren-Weltmeisterschaften Ende Januar in St. Moritz, sondern sind ebenso fester Bestandteil des Europacup-Teams 2017/18.

Den vierten Startplatz in der EC-Serie teilen sich die Teams um Jonas Jannusch und Pablo Nolte. Die beiden können sich im Rahmen der EC-Rennen zudem für das letzte offene JWM-Ticket sowie den möglichen U23-Startplatz empfehlen.

Bei den Frauen gehen zum Saison-Auftakt am 11./12. November 2017 in Lillehammer (NOR) sowie beim EC-Rennen in Altenberg die Teams um Christin Senkel, Kim Kalicki und Laura Nolte an den Start. Die Teams Senkel und Kalicki sind zudem für den Europacup in Königssee und La Plagne (FRA) nominiert. Bobteam Sandra Kroll, das verletzungsbedingt nicht an den Sichtungsrennen teilnehmen konnte, startet beim Europacup in Altenberg und Königssee, sofern es der Gesundheitszustand zulässt.

Die Nominierung der Frauen für die anstehende JWM in St. Moritz (SUI) wird erst im Rahmen des letzten Europacups in Winterberg entschieden.

„Da der 4er Bob letzte Woche in Altenberg witterungsbedingt ausgefallen ist, mussten die Herren am Königssee drei Rennen in zwei Tagen absolvieren. Deshalb waren die letzten 48 h eine harte Bewährungsprobe. Aus meiner Sicht haben sich alle Teams sehr professionell vorbereitet und zeigten insgesamt ein gutes Niveau. Ich bin gespannt wie sich unsere Teams international einordnen und freue mich auf die anstehenden Rennen“, so Höpfner.

Bereits am Sonntag (05.11.) geht es für das EC-Team zum ersten Rennen der Saison ins norwegische Lillehammer.

EC-Team Europacup -
1. Saisonhälfte:


Männer:

• Bobteam Oelsner
• Bobteam Buchmüller
• Bobteam Hafer
• Bobteam Nolte / Bobtam Jannusch

Frauen:

• Bobteam Senkel
• Bobteam Kalicki
• Bobteam Nolte / Bobteam Kroll

Bob: Interview Cheftrainer René Spies

• Die Olympiabahn hat wieder gezeigt, dass sie ihre Tücken hat
• Es wird zu Olympia ein echt harter Kampf werden
• Der Druck ist noch nie so groß gewesen wie jetzt

Winterberg (bsd/02.11.2017) Die deutsche Bob-Nationalmannschaft ist gerade von der Internationalen Trainingswoche der IBSF auf der Olympiabahn in PyeongChang (KOR) zurückgekehrt und startet am Donnerstag, 02. November zum Weltcupauftakt nach Lake Placid (USA). Kurz vor der Abreise nach Nordamerika haben wir für das BSD-Portal mit Bob-Cheftrainer René Spies gesprochen.
 

Herr Spies, welche Bedeutung hatte die Internationale Trainingswoche in Korea und wie zufrieden sind Sie mit den Fahrten und der dort gezeigten Performance ihrer Schützlinge?

René Spies: „Die ITW auf der Olympiabahn war die zweitwichtigste Veranstaltung der Saison. Das war eine ganz besondere Herausforderung für uns. Wir haben sehr akribisch an den Lauflängen am Start und an der Fahrlinie gearbeitet. In der Fahrspurentwicklung war das eine sehr wichtige Woche. Die Bahn hat wieder gezeigt, dass sie ihre Tücken hat. Im Bereich Material haben wir viele Komponenten versucht, was die Schlitten und Kufen betrifft. Alle Teams konnten sich in der vergangenen Woche aber nochmal steigern und das stimmt mich sehr positiv.“

Die internationale Konkurrenz, vor allem bei den Männern, ist sehr groß. Wie haben sich die anderen Teams jetzt zur ITW in Korea präsentiert?

René Spies: „Wir sind immer nur in kleinen Gruppen gefahren, weil die warmen Temperaturen die Bahn schnell langsam gemacht haben. Es musste oftmals zwischen den Läufen gewartet werden. Das war eine sehr gute Entscheidung des OKs. Dafür hatten wir aber natürlich wenig direkten Vergleich zu den anderen Teams. Die Amerikanerinnen haben einen sehr starken Eindruck gemacht. Aber auch unsere Mädels haben sich im Vergleich zum vergangenen Winter noch einmal gesteigert.
In unserer Gruppe haben die Russen trainiert, da war vor allem Kasjanaov richtig schnell. Das ist der Mann über den aus unserer Sicht der Olympiasieg in PyeongChang gehen wird. Justin Ohlsen mit seinem Raketenstart kann im Zweier sehr gefährlich werden und auch Rico Peter war sehr stark unterwegs. Es wird ein echt harter Wettkampf werden, weil es unglaublich viele Teams gibt, die auf hohem Niveau vorne mitmischen können.“
 

Ihre zweite Saison als Cheftrainer hat gerade begonnen. Haben Sie sich die Arbeit so vorgestellt? Was sind die größten Herausforderungen in Ihrem Job?

René Spies: „Ja, die Arbeit habe ich mir genauso vorgestellt. Ich bin ja auch schon ein bisschen länger dabei. Die Verantwortung ist natürlich als Cheftrainer jetzt eine andere, aber es macht mir sehr viel Spaß. Die größte Herausforderung wird sein, zum Zeitpunkt der Olympischen Spiele im Februar alle Bereiche auf einem Top-Niveau zu halten und eine Medaille zu holen. Wir müssen das Material noch weiter entwickeln, genau zum Zeitpunkt x die maximale Leistung am Start abrufen, alle müssen gesund sein und die Stimmung in der Mannschaft muss so gut gehalten werden, dass alle psychisch in der Lage sind, ihre maximale Leistung abrufen zu können. Das heißt, die Sportler müssen dann glauben, dass sie an dem Tag, auf den es ankommt, gewinnen können. Das wird insgesamt eine große Herausforderung.“
 

Sie haben das größte Team zu führen und stehen nach dem Debakel von Sochi, das Sie ja im Trainerteam von Cheftrainer Christoph Langen miterlebt haben, ziemlich unter Druck. Empfinden Sie das als Last oder als Ansporn?

René Spies: „Grundsätzlich waren die Wettkämpfe in Sochi der Brennstoff und die Motivation für alles, was wir danach gemacht haben. Wir haben in Sochi keine Medaillen gemacht und würden uns in dieser Olympiasaison natürlich sehr gerne dafür revanchieren. Der Druck ist noch nie so groß gewesen wie jetzt. Damit gilt es umzugehen.“
 

Sind die Weltcupstarter auch automatisch die Olympiastarter? Oder wie wird Ihr Olympiateam gebildet bzw. wann wird nominiert?

René Spies: „Ob wir mit jeweils drei Teams an den Start gehen können, entscheiden die Wettkämpfe bis zum 14. Januar. Da müssen wir bei den Männern unter den besten drei Nationen und bei den Frauen unter den besten zwei Teams sein. Außerdem müssen alle Teams die Nominierungskriterien des DOSB erfüllen. Das heißt, sie müssen zweimal auf das Podium oder dreimal unter die besten Acht fahren. Das wird vor allem für die Frauen nicht leicht werden. Man weiß ja, dass wir in Nordamerika starten. Da haben wir wenig Training und andere Bedingungen als in Europa. Nach dem 14. Januar nominiert der DOSB dann das Olympiateam.“
 

Der Weltcup-Auftakt findet in der kommenden Woche im US-amerikanischen Lake Placid statt. Die Bahn ist sehr anspruchsvoll und traditionell haben sich dort die deutschen Teams nicht immer leicht getan. Was erwarten Sie von Ihren Teams?

René Spies: „Man muss jetzt erst einmal abwarten, wie die Bedingungen vor Ort in Lake Placid sind. Es kommt dort immer auch auf den Bahnausbau und die Witterung an. Ich erwarte aber, dass sich alle Teams im Training diese schwierige Bahn hochkonzentriert erarbeiten, zum Wettkampf eine optimale Fahrleistung bringen und am Start ihre maximale Leitung abrufen. Dann wäre ich für den Weltcup-Auftakt zufrieden. Was am Ende für Plätze herauskommen, das ist noch nicht die Priorität.“

 

Bob: Weltcupteam nominiert – Köhler sichert sich das letzte Ticket bei den Frauen

• Friedrich, Lochner und Walther starten bei den Männern • Jamanka, Schneider und Köhler stellen das Weltcupteam bei den Frauen

Königssee (bsd/14.10.2017) Mit den Bob-Teams von Francesco Friedrich, Johannes Lochner und Nico Walther waren die WM-Medaillengewinner bei den Männern sowie Mariama Jamanka und Stephanie Schneider bei den Frauen bereits für den BMW IBSF Bob & Skeleton Weltcup 2017/18 gesetzt. Das fehlende Weltcupticket bei den Frauen sicherten sich nun die Winterbergerinnen Anna Köhler und Erline Nolte.

Die Vize-Juniorenweltmeisterin Anna Köhler hatte in der vergangenen Woche gemeinsam mit Erline Nolte das erste Weltcup-Qualifikationsrennen in Winterberg gewonnen. Die Teams von Christin Senkel, Sandra Kroll und Kim Kalicki folgten auf den Rängen zwei bis vier.

Senkel und Kroll hatten von Cheftrainer René Spies, da beide die Einzel-Startzeitnorm für den Weltcup nicht erfüllt hatten, die Auflage beide Selektions-Rennen gewinnen zu müssen um nominiert zu werden. Somit hatten beide Athletinnen von Anfang an für das zweite Qualifikationsrennen am Königssee keine Chance mehr. Kim Kalicki verzichtete auf das zweite Rennen.

Cheftrainer René Spies: „Der Focus bei den Männern lag in den letzten zwei Wochen auf den Materialtests. Das haben wir sehr intensiv betrieben.
Die Damen haben einen Selektion in Winterberg gefahren und werden am Samstag, 14. Oktober am Königssee noch ein Testrennen unter Wettkampfbedingungen bestreiten. Insgesamt haben die Frauen alle nochmal einen Sprung vom letzten Jahr zu diesem gemacht. Alle Teams haben sich am Start verbessert. Daher bin ich mit den Leistungen sehr zufrieden. Es war knapp in der Qualifikation, aber letztendlich haben sich Köhler und Nolte durchgesetzt vor dem Team von Christin Senkel. Wir fahren jetzt mit den drei nominierten Männern und Frauen nach Korea und starten so in den Weltcup. Im Falle einer Verletzung einer der drei nominierten Damen, würde Christin Senkel nachrücken.“

Bob/Skeleton: Die Oberhofer Eis-Starthalle bebte

• Internationale Deutsche Startmeisterschaften in Oberhof
• Skeletonis Griebel und Keisinger sowie Bobteam Schneider holen sich Titel

Oberhof (bsd/01.10.2017) Am Samstag, 30. September 2017 ging es in der Oberhofer Eisstart-Halle um den Titel Deutscher Startmeister beziehungsweise Startmeisterin im Bob und Skeleton. Über 60 Athletinnen und Athleten waren zu den internationalen Deutschen Anschub-Meisterschaften nach Oberhof gereist.

Die Titel im Skeleton sicherten sich Sophia Griebel (Suhl) und Felix Keisinger (Königssee). Deutsche Vizemeister im Skeletonstart wurden Susanne Kreher (Oberbärenburg) und Dominic Rady (Königssee). Die beiden Sauerländer Janine Becker (Winterberg) und Yannik Loth (Hochsauerland) kamen auf den Bronzerang.

Im Frauenbob siegten die Favoritinnen Stephanie Schneider (Oberbärenburg) und Lisa Buckwitz (Potsdam). Fünf Hundertstelsekunden dahinter auf den Bronzerang schoben die Europameisterinnen Mariama Jamanka (Thüringen) und Annika Drazek (Winterberg). Rang drei bei den Deutschen Bob-Startmeisterschaften ging an Sandra Kroll und Ann Kathrin Strack (Königssee).

In Abwesenheit der Weltmeister Francesco Friedrich und Johannes Lochner, die sich noch im Champions Club der Deutsche Sporthilfe in Apulien aufhielten, zeigte der EM-Dritte  Benjamin Maier mit Markus Sammer (Österreich) in beiden Starts die schnellsten Zeiten mit dem Zweierbob. Die Lokalmatadore Hans-Peter Hannighofer und Alexander Rödiger (BRC Thüringen) waren mit neun Hundertstelsekunden Rückstand nach den beiden Durchgängen Zweite. Duminik Dvorak und David Egydy aus Tschechien kamen drei Hundertstel hinter den Thüringern auf den dritten Rang. Als schnellste BSD-Starter sind Hannighofer/Rödiger damit die Deutschen Bobstart-Meister 2017.

Im Viererbob wiederholte das österreichische Team von Benjamin Maier den Sieg. Drei Hundertstelsekunden hinter den Tirolern kam Juniorenweltmeister Richard Oelsner mit Benedikt Hertel, Alex Schüller und Philipp Knötzsch auf den Silberrang in der internationalen Wertung. Damit ist das Team von Richard Oelsner (Oberbärenburg/Potsdam) zugleich Deutscher Meister im Viererbob-Anschub. Weitere drei Hundertstelsekunden in Addition der beiden Starts dahinter landeten Bennet Buchmüller, Costa Laurenz, Issam Ammour und Niklas Scherer (Winterberg/Wiesbaden).

Die offene Deutsche Meisterschaft wurde für die BSD-Athletinnen und Athleten auch als zentraler Leistungstest im Mannschaftsstart gewertet. Zahlreiche Zuschauer feuerten die Spitzenathleten und -athletinnen lautstark an und genossen die Thüringer Köstlichkeiten vor der Eisstart-Halle, wo im Anschluss auch die Siegerehrungen stattfanden.

 

 

 

Potsdamer Bobsportler ins 'Team Pyeongchang - Land Brandenburg' berufen

Potsdam ist eine erfolgreiche Bobsport-Stadt. Für die Winterspiele 2018 gibt es fünf Hoffnungsträger vom Luftschiffhafen, die ins brandenburgische Olympiateam berufen wurden.

Potsdam ist eine erfolgreiche Bobsport-Stadt. Für die Winterspiele 2018 gibt es fünf Hoffnungsträger vom Luftschiffhafen, die ins brandenburgische Olympiateam berufen wurden. Vor den Wettkämpfen in Pyeongchang beschäftigt auch die angespannte politische Lage in Korea.
Dr. Dietmar Woidke setzt angesichts der gegenwärtig beunruhigenden Politiklage in Nordkorea auf die Kraft des Sports. „Die jungen Menschen sollen bei den Olympischen Spielen 2018 von Pyeongchang ein Signal des Miteinanders aus Südkorea senden“, sagte Brandenburgs Ministerpräsident (SPD), als am vergangenen Freitag in der Staatskanzlei fünf Bobanschieber und ein Trainer des SC Potsdam ins märkische Olympia-Förderteam berufen worden. Das Potsdamer Sportler-Quintett hofft, im Februar an den Spielen teilzunehmen – in friedlicher Atmosphäre.

Deutschland hat mindestens zwei Startplätze pro Disziplin


Woidke, der auch Schirmherr der brandenburgischen Sporthilfe ist, überreichte die Ernennungsurkunden an Lisa-Marie Buckwitz, Kevin Kuske, Christian Poser, Philipp Wobeto sowie Coach Jörg Weber. Tino Paasche, der fünfte Luftschiffhafen-Athlet im Bunde vom Stuttgarter Team des Piloten Johannes Lochner, fehlte krankheitsbedingt.
Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) darf in Pyeongchang je zwei Mannschaften in der Zweier- und Viererkonkurrenz der Männer sowie im Zweier der Frauen an den Start bringen. Sogar eine dritte Teilnehmercrew wäre jeweils möglich, wenn der BSD in der diesjährigen Weltcup-Nationenwertung unter die Top 3 kommt. Der harte Kampf um die begehrten Plätze in den deutschen Schlitten hat bereits begonnen. Anfang September fand in Oberhof der zentrale Anschub-Leistungstest statt.

Ministerpräsident Woidke: "Brandenburg fiebert mit ihnen"


Am besten präsentierte sich dabei Bob-Ikone Kevin Kuske. Viermal Olympiagold hat er schon gewonnen, nun möchte er zum Abschluss seiner glorreichen Karriere ein fünftes Mal in die olympische Eisrinne und dabei erneut eine Edelmetallspur ziehen. Neben dem 38 Jahre alten Routinier gehören auch seine Vereinskollegen Philipp Wobeto, früherer Junioren-Weltmeister und amtierender WM- Titelträger mit der Mannschaft, sowie Christian Poser zum Team von Pilot Nico Walther aus Oberbärenburg. Hinter Poser, der 2011 Weltmeister war und drei Jahre später bei Olympia in Sotschi startete, liegt eine einjährige Verletzungspause. Diese hat er offenbar gut überstanden, denn beim Leistungstest in Oberhof überzeugte er. „Ich bin total fit“, sagte der 31-Jährige. Gleiches gilt für Lisa-Marie Buckwitz, die sich bei den Tests auch stark präsentierte. Wie viele Bobanschieber war sie einst in der Leichtathletik zuhause, doch als die Entwicklung der Siebenkämpferin stagnierte, wechselte sie zum Bobfahren. Das erste Mal sauste Buckwitz 2013 in Altenberg den Kanal hinab. „Das war überwältigend für mich und genau die richtige neue Herausforderung“, erzählte die 22-Jährige, die bereits zweifache Junioren-Weltmeisterin ist und ein gemeinsames Gespann mit Pilotin Stephanie Schneider (Oberbärenburg) bildet. Schneider erhielt ebenfalls in Potsdam ihren sportlichen Schliff. Sie begann als Werferin, ehe ihr dann von Athletiktrainer Heinz Rieger das Abc des Bobanschiebens vermittelt wurde – bis zu seinem Tod in diesem Juni betreute er Schneider.

Nach den guten Auftritten im reinen Anschubvergleich müssen Potsdams explosive Bob-Beschleuniger nun bei den Weltcup-Rennen Top-Leistungen bringen, um das Ticket Richtung Südkorea zu lösen. Im Anschluss an die letzte Station der Serie – Königssee vom 19. bis 21. Januar – wird die endgültige Entscheidung über die Nominierung für das deutsche Bob-Team der Winterspiele 2018 fallen. „Unsere olympischen Hoffnungen in Eis und Schnee ruhen wieder auf den ‚Bob- Exoten‘ des SC Potsdam, Brandenburg fiebert mit ihnen“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke. Er ergänzte: „Es ist eine Erfolgsgeschichte, die Mitte der 1970er-Jahre begann.“ Und im südkoreanischen Pyeongchang ein weiteres Kapitel hinzubekommen soll. 

Text: Gerhard Pohl

Bob: Erster zentraler Leistungstest – Start in die Olympiasaison steht bevor

Oberhof (bsd/04.09.2017) Am vergangenen Wochenende fand auf der Bob-Eisstartanlage in Oberhof der erste zentrale Leistungstest im Einzel-Anschub für die bevorstehende Olympiasaison statt.

Oberhof (bsd/04.09.2017) Am vergangenen Wochenende fand auf der Bob-Eisstartanlage in Oberhof der erste zentrale Leistungstest (ZLT) im Einzel-Anschub für die bevorstehende Olympiasaison statt.
Vor allem für die Anschieber/Innen hat der ZLT im Einzel-Start eine hohe Bedeutung. Jeder möchte natürlich einen Platz in einem der Olympiaschlitten ergattern. Da gilt es schon jetzt zu zeigen, dass man sich gut auf die Saison vorbereitet hat.
Aber auch die Pilotinnen und Piloten müssen zuerst die Weltcupnorm im Oberhofer Eishaus schieben, um an den Qualifikationsrennen für das Weltcupteam und schließlich dann auch für die Olympischen Winterspiele im Februar 2018 in Korea berücksichtigt zu werden.

Bob-Cheftrainer René Spies zeigte sich sehr zufrieden mit den meisten Leistungen seiner Schützlinge: „Die drei Weltcupteams der Männer haben sich sehr stark präsentiert. Bei den Piloten sind Johannes Lochner und Francesco Friedrich in bestechender Form. Nico Walther musste leider aufgrund eines Muskelfaserrisses in der Schulter noch geschont werden. Aber auch er hat über den Sommer sehr gut trainiert und wird zum Saisonstart wieder ganz fit sein“, so der Cheftrainer.

Bei den Anschiebern freute sich René Spies über drei Comebacks: „Kevin Kuske war der schnellste Mann mit dem schweren Gerät.
Jannis Bäcker und Christian Poser sind mit tollen Leistungen nach ihren Verletzungen zurück und Martin Grothkopp, Thorsten Margis, Christian Rasp, Joshua Bluhm und Eric Franke haben mich ebenfalls sehr überzeugt. Erwähnen möchte ich aber auch noch Paul Krenz, der als stärkster Junior schon bei den ganz Großen mitschieben kann. Das stimmt mich sehr zuversichtlich für den kommenden Winter.“

Bei den Frauen gab es sogar einen neuen deutschen Startrekord der Pilotinnen durch Stephanie Schneider. René Spies freut sich: „Steffi ist in der Form ihres Lebens, das lässt auf eine tolle Saison hoffen. Es freut mich aber auch, dass sich sechs Pilotinnen für die Qualifikationsrennen um die Weltcup-Startplätze qualifiziert haben, auch wenn es Auflagen gibt. Die stärksten Anschieberinnen sind derzeit Annika Drazek, die noch an einer Wadenverletzung laboriert, Erline Nolte, Ann-Christin Strack, Lisa Buckwitz und Franziska Fritz-Glahn.“

BSD: 86. IBSF Kongress am 28. Juni 2017 in Salt Lake City (USA) - Vergabe WM 2021, Bericht PyeongChang 2018

Berchtesgaden (bsd/26.06.2017) Der jährliche Kongress des Internationalen Bob- und Skeletonverbandes IBSF findet am Mittwoch, 28. Juni 2017 in Salt Lake City im Bundesstaat Utah (USA) statt. In Salt Lake City fanden im Februar 2002, also vor gut 15 Jahren, die Olympischen Winterspiele statt.

Berchtesgaden (bsd/26.06.2017) Der jährliche Kongress des Internationalen Bob- und Skeletonverbandes IBSF findet am Mittwoch, 28. Juni 2017 in Salt Lake City im Bundesstaat Utah (USA) statt. In Salt Lake City wurden im Februar 2002, also vor gut 15 Jahren, die Olympischen Winterspiele ausgetragen.

Rund 140 Kongressteilnehmer aus über 35 Ländern werden an dem Jahrestreffen des Bob- und Skeletonsports teilnehmen. Vom BSD sind Andreas Trautvetter (IBSF Vizepräsident für Finanz- und Verbandsfragen) sowie Thomas Schwab und Alexander Resch als Delegierte des BSD-Vorstandes in Salt Lake City dabei.

Neben den Berichten von IBSF-Präsident Ivo Ferriani (ITA) und den Organisatoren der Olympischen Winterspiele im Februar 2018 im südkoreanischen PyeongChang, werden auch die IBSF Weltmeisterschaften des Jahres 2021 vergeben. Im Jahr 2019 findet die IBSF WM im kanadischen Whistler und 2020 dann im sächsischen Altenberg statt. Am Mittwoch, 28. Juni fällt in einer Wahl der Delegierten der anwesenden Nationalverbände dann die Entscheidung für den WM-Ort 2021.

IBSF gibt Saisonkalender bekannt:
8 Weltcups und OWS in PyeongChang (KOR) als Höhepunkt

Berchtesgaden (bsd/18.06.2017) Der Internationale Bob & Skeleton Verband IBSF hat den Wettkampfkalender für die folgende Olympiasaison 2017/18 bekannt gegeben. Im kommenden Winter werden die XXIII. Olympischen Winterspiele im Februar 2018 im koreanischen PyeongChang das Highlight der Saison bilden.

<b>Berchtesgaden</b> (bsd/18.06.2017) Der Internationale Bob & Skeleton Verband IBSF hat den Wettkampfkalender für die folgende Olympiasaison 2017/18 bekannt gegeben. Im kommenden Winter werden die XXIII. Olympischen Winterspiele im Februar 2018 im koreanischen PyeongChang das Highlight der Saison bilden.

Gesamt wird es 151 Rennen in acht Ländern und auf drei Kontinenten geben. Die internationalen BobsportlerInnen und Skeletonis messen sich wieder in der BWM IBSF Weltcup Serie mit acht Stationen und jeweils fünf Disziplinen. Außerdem wird es den IBSF Para-Sport Weltcup, die IBSF Para-Sport Weltmeisterschaften, acht Bob & Skeleton Europacups, acht Nordamerika-Cups und acht Intercontinental-Cups (nur Skeleton) geben.

Die Weltcupsaison im Bob & Skeleton wird in Nordamerika starten. Lake Placid/USA (5. - 10. Nov. 2017) bildet den Auftakt, bevor Park City/USA (13. - 18. Nov. 2017) und Whistler Mountain/CAN (20. - 25. Nov. 2017) als Weltcuporte der BMW-Serie folgen.

In Europa beginnen die Sportlerinnen und Sportler in Winterberg/GER (4. - 10. Dez. 2017). Darauf folgt Igls/AUT (11. - 17. Dez. 2017), bevor es in eine kurze Weihnachtspause geht.

Zum Jahresstart 2018 folgt das  Weltcup-Rennen in Altenberg/GER (1. - 7. Jan. 2018), danach geht es auf die Natureisbahn in St. Moritz/SUI (8. - 14. Jan. 2018) und danach zum Saisonfinale der BMW IBSF Weltcup Serie an den Königssee/GER (15. - 21. Jan. 2018).

Am 14. Januar 2018 endet der Qualifikationsprozess für die XXIII. Olympischen Winterspiele. Die 220 qualifizierten IBSF-Athletinnen und Athleten werden vom 15. bis 17. Februar (Skeleton), 18. bis 21. Februar (Zweierbob der Männer und Frauen) und am 24. und 25. Februar (Viererbob) im Alpensia Sliding Center in PyeongChang/Korea um die Medaillen fahren.

Der Para-Sport Rennkalender bietet eine spannende Rennserie mit insgesamt fünf Doppel-Weltcup Events (Calgary/CAN, 19. - 24. Nov.; Lake Placid/USA, 27 Nov. - 01. Dez.; Igls/AUT, 14. - 19. Jan.; Oberhof/GER 21. - 26. Jan.; St. Moritz/SUI, 29. Jan. - 02. Feb.). Die Para-Sport Weltmeisterschaften vom 6. - 11. März 2018 bilden das Highlight der Para-Sport Saison.

IBSF Saison 2017/2018:


1. BMW IBSF Bob + Skeleton Weltcup Lake Placid (USA) 5. - 10. Nov. 2017
2. BMW IBSF Bob + Skeleton Weltcup Park City (USA) 13. - 18. Nov. 2017
3. BMW IBSF Bob + Skeleton Weltcup Whistler Mountain (CAN) 20. - 25. Nov. 2017
4. BMW IBSF Bob + Skeleton Weltcup Winterberg (GER) 4. - 10. Dez. 2017
5. BMW IBSF Bob + Skeleton Weltcup Innsbruck (AUT) 11. - 17. Dez. 2017
6. BMW IBSF Bob + Skeleton Weltcup Altenberg (GER) 1. - 7. Jan. 2018
7. BMW IBSF Bob + Skeleton Weltcup St. Moritz (SUI) 8. - 14. Jan. 2018
8. BMW IBSF Bob + Skeleton Weltcup Königssee (GER) 15. - 21. Jan. 2018
XXIII. Olympische Winterspiele in PyeongChang (KOR) 9. - 25. Feb 2018
IBSF Para-Sport Weltmeisterschaften 6. - 11. März 2018