Olympia: Kerstin Szymkowiak holt Silber / Anja Huber gewinnt Bronze
XXI. Olympische Winterspiele Vancouver / Skeleton Damen & Herren

Whistler (bsd/20.02.2010) Kerstin Szymkowiak (RSG Hochsauerland) und Anja Huber (RC Berchtesgaden) haben im Hochgeschwindigkeitseiskanal von Whistler Silber und Bronze gewonnen und somit die ersten olympischen Skeleton-Medaillen für Deutschland überhaupt eingefahren: Vor rund 12.000 Zuschauern mussten sich die BSD-Asse nur der Britin Amy Williams geschlagen geben. Die deutschen Skeleton-Herren gingen dagegen leer aus.

  

Szymkowiak, die bereits „zur Halbzeit“ auf dem Silber-Rang gelegen hatte, demonstrierte in allen vier Läufen ihre in diesem Winter zurück gewonnene Stärke und feierte den wohl größten Erfolg ihrer bisherigen Laufbahn. Der Rückstand der WM-Dritten auf die überragende Britin betrug am Ende 0.56 Sekunden.

 

Europameisterin Anja Huber, die sich nach dem dritten Lauf nur auf Rang fünf wiederfand und schon nicht mehr mit einer Medaille rechnete, katapultierte sich mit einem fulminanten letzten Lauf doch noch auf’s olympische Podium. Weltmeisterin Marion Trott (BSR Rennsteig Oberhof) komplettierte als Achte das insgesamt bärenstarke Resultat der BSD-Mädels.

 

Die deutschen Herren hatten dagegen schon nach dem ersten Tag nur noch geringe Chancen auf eine Medaille: Frank Rommel (TSC Zella-Mehlis), der als bester BSD-Starter nach zwei Läufen auf Rang neun gelegen hatte, landete am Ende auf Rang sieben. Der Rückstand des Vize-Europameisters auf Bronze-Medaillengewinner Alexander Tretyakov aus Russland betrug dabei über eine halbe Sekunde.

 

In einer spannenden Entscheidung ging Gold an den kanadischen Lokalmatadoren Jon Montgomery, der im vierten und letzten Lauf noch den lettischen Weltcup-Dominator Martins Dukurs abfing und mit 0.07 Sekunden auf Rang zwei verwies. Sandro Stielicke (BSC Winterberg) belegte Rang zehn, Michi Halilovic (WSV Königssee) wurde am Ende 13.

 

Anders als bei den Rodelwettbewerben wurde bei den Skeletonis der Hochgeschwindigkeitseiskanal nach dem tödlichen Unfall des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili nicht verkürzt.

 

Zu den Ergebnissen ->