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Bob/Skeleton: 2. BMW IBSF World Cup in Park City (USA), 17. – 19.11.17

• BMW IBSF World Cup geht in die zweite Runde
• Zwei Viererbob-Weltcups in Park City
• Skeletonis wollen wieder ähnlich gut in Fahrt kommen wie zuletzt 2016

Park City (bsd/14.11.2017) Nachdem beim Auftakt zum BMW IBSF Weltcup am 9. und 10. November in Lake Placid (USA) auf Grund der Eisqualität nur zwei Zweierbob Weltcups gefahren werden konnten, kommt am Wochenende vom 17. bis 19. November in Park City (USA)  dafür zweimal der große Schlitten zum Einsatz.

Zuletzt fand am 15. und 16. Januar 2016 ein IBSF Weltcup in Park City statt. Damals wurden auch zwei Viererbob-Rennen und kein Zweier gefahren. Für das BSD-Team war der Weltcup mit zwei Siegen und drei weiteren Podestplätzen damals sehr erfolgreich. Tina Hermann im Skeleton der Damen und Nico Walther beim ersten Vierer-Weltcup konnten ganz oben auf das Podium fahren. Aber auch Max Arndt mit zweimal Platz Zwei und Axel Jungk mit einem dritten Rang beim Skeleton der Männer überzeugten.



Bob Cheftrainer René Spies: „Die Temperaturen sind, wie in Lake Placid, tagsüber wieder sehr hoch und mit Sonnenschein und um die 13 Grad. Die Bahn ist trotzdem in einem sehr guten Zustand. Die Eisqualität ist gut. Wir müssen abwarten wie sich das mit den vielen Viererbobs über die Woche entwickelt. Es soll die ganze Woche relativ warm bleiben. Wir sind aber guter Dinge, alle sind gesund und optimistisch. Wir freuen uns auf den zweiten Weltcup hier in den USA. Wir wollen das Ergebnis des zweiten Zweierbob-Weltcups in Lake Placid revidieren und hier in Park City wieder um die Medaillen fahren.“

Skeleton Cheftrainer Jens Müller: „Ein Teil unserer Schlittenkisten, mit dem ganzen Material, ist beim Verladen in Lake Placid abgestürzt. Jetzt waren wir schon etwas nervös wegen der zu erwartenden Schäden an unseren Sportgeräten. Doch als wir die Kisten vor dem ersten Training hier in Park City ausgepackt haben, konnten wir zum Glück keine größeren Schäden feststellen. Nun hoffen wir, dass wir in Park City wieder ähnlich gut wie 2016 in Fahrt kommen. Normalerweise ist uns die Bahn ja immer recht gut gelegen.“



BSD-Nominierungen:

Skeleton:
Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland)
Tina Hermann (WSV Königssee)
Sophia Griebel (RT Suhl)
Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg)
Christopher Grotheer (BSR Oberhof)
Alexander Gassner (BSC Winterberg)

Frauenbob:
Mariama Jamanka (BRC Thüringen) und Erline Nolte (BSC Winterberg)
Stephanie Schneider (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Lisa Buckwitz (SC Potsdam)
Anna Köhler und  Ann-Christin Strack (BSC Winterberg)

Viererbob:
Francesco Friedrich, Martin Grothkopp (beide BSC Sachsen Oberbärenburg), Jannis Bäcker (BSC Winterberg)  und Thorsten Margis (SV Halle)
Nico Walther, Eric Franke (beide BSC Sachsen Oberbärenburg), Kevin Kuske und Christian Poser (beide SC Potsdam)
Johannes Lochner, Christopher Weber (beide BC Stuttgart Solitude), Marc Rademacher  (BC Bad Feilnbach) und Christian Rasp (WSV Königssee)


Zeitplan:

Freitag, 17. November 2017
20.00 Uhr (MEZ)    BMW IBSF World Cup, Skeleton Frauen
23.00 Uhr (MEZ)    BMW IBSF World Cup, Viererbob

Samstag, 18. November 2017
02.00 Uhr (MEZ)    BMW IBSF World Cup, Frauenbob
20:00 Uhr (MEZ)     BMW IBSF World Cup, Skeleton Männer

Sonntag, 19. November 2017
0.00 Uhr (MEZ)    BMW IBSF World Cup, Viererbob


Bahn-Informationen Park City:

Land: United States of America
Name der Bahn: Utah Olympic Park
Olympische Winterspiele: 2002
Gesamtlänge: 1570 m
Wettkampflänge: 1335 m
Starthöhe: 2232 m
Zielhöhe: 2128 m
Maximalgefälle: 15 %
Durchschnittsgefälle: 8 %
Höhenunterschied: 104 m
Zahl der Kurven: 15

Rennrodeln: 1. Viessmann Weltcup in Igls (17. – 19. 11.2017)

• Start in den Olympia-Winter
• FIL meldet Rekordbeteiligung: 31 Nationen
• BSD-Männer wollen WM-Revanche

Igls (bsd/14.11.2017) Mit der Rekordbeteiligung von 31 Nationen startet der Viessmann Rennrodel Weltcup in Innsbruck-Igls in die Olympia-Saison 2017/2018. 71 Herren, 65 Damen, 36 Doppelsitzer und 15 Team-Staffeln sind gemeldet. 

Igls bildet die erste von neun Weltcupstationen in der Viessmann-Serie, die in diesem Winter ihr 40-jähriges Jubiläum feiert. Die Saison wird mit den XXIII. Olympischen Winterspielen vom 9. bis 25. Februar 2018 im südkoreanischen PyeongChang ihren Höhepunkt finden.

Am Freitag, 17. November ab 9.30 Uhr findet mit dem Nationencup die Weltcup-Qualifikation statt. Die jeweils zwölf schnellsten Damen und Doppelsitzer sowie die 15 schnellsten Herren der vergangenen Saison sind bereits für den Weltcupauftakt nominiert. Sie fahren am Freitag ab 14.30 Uhr das Training der Gesetzten-Gruppe.

Die BSD-Athletinnen und Athleten gehören zu den Favoriten in allen Disziplinen. Bei den Damen muss man vor allem die Olympiasiegerinnen Natalie Geisenberger (2014) und Tatjana Hüfner (2010) auf der Rechnung haben. Hüfner wurde im vergangenen Winter in Igls zum fünften Mal Weltmeisterin im Einsitzer. Bei den Doppelsitzern holten sich Toni Eggert und Sascha Benecken WM-Gold an gleicher Stelle und das vor den weiteren deutschen Duos Wendl/Arlt und Geueke/Gamm.

Am schwierigsten dürfte es für die BSD-Männer im Einsitzer werden. Auf Lokalmatador und Igls-Weltmeister Wolfgang Kindl ruhen die Hoffnungen des Gastgebers Österreich. Russland hat mit Weltcupsieger Roman Repilov sowie dem WM-Zweiten und Europameister Semen Pavlichenko gleich zwei heiße Eisen im Feuer. Doch der WM-Vierte Johannes Ludwig, Olympiasieger Felix Loch und Andi Langenhan (sieben Weltcupsiege) wollen die Revanche für die Medaillenlose Herren-WM im vergangenen Winter in Igls.

Cheftrainer Norbert Loch: „Wir fahren sehr gerne in Igls, haben dort schon sehr schöne Erfolge einfahren können und freuen uns jetzt auf den Weltcupstart. Wir wollen beim Auftakt in den Viessmann-Weltcup vor allem auch bei den Männern erfolgreich in den Olympiawinter starten.“


BSD-Nominierungen:

Damen
Natalie Geisenberger (SV Miesbach)
Tatjana Hüfner (RC Blankenburg)
Dajana Eitberger (RC Ilmenau)
Julia Taubitz (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)

Herren
Felix Loch (RC Berchtesgaden)
Andi Langenhan (RRC Zella-Mehlis)
Johannes Ludwig (BRC Oberhof)
Ralf Palik (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal)
Julian von Schleinitz (WSV Königssee)

Doppelsitzer
Toni Eggert / Sascha Benecken (BRC Ilsenburg/RT Suhl)
Tobias Wendl / Tobias Arlt (RC Berchtesgaden/WSV Königssee)
Robin Geueke / David Gamm (BSC Winterberg)

Nationencup
Jessica Tiebel (RRV Altenberg)
Christian Paffe (BRC Hallenberg)
Florian Löffler/Florian Berkes (RRV Sonneberg-Schalkau / RT Suhl)

Zeitplan:

Freitag, 17. November 2017

09.30 Uhr  Nationencup
14.30 Uhr  Training Gesetzten-Gruppe

Samstag, 18. November 2017

10.30 Uhr  Viessmann Weltcup Damen, 1. Lauf
11.50 Uhr  Viessmann Weltcup Damen, 2. Lauf

13:10 Uhr   Viessmann Weltcup Doppelsitzer, 1. Lauf
14.30 Uhr  Viessmann Weltcup Doppelsitzer, 2. Lauf

Sonntag, 19. November 2017

10.15 Uhr  Viessmann Weltcup Herren Einsitzer, 1. Lauf
11.50 Uhr  Viessmann Weltcup Herren Einsitzer, 2. Lauf

13.45 Uhr  Team-Staffel Weltcup


Bahn-Informationen Igls:


Land: AUT (Österreich)
Name der Bahn:  Olympia Eiskanal Innsbruck
Gesamtlänge: 1478 m
Wettkampflänge:
Herren:  1227 m Länge, 14 Kurven
Damen:  817 m Länge, 10 Kurven
Starthöhe: 1124 m
Zielhöhe:  1006 m
Maximalgefälle: 18  %
Durchschnittsgefälle:  9 %
Höhenunterschied:  124 m
Zahl der Kurven: 14

 

Bob/Skeleton: 1. BMW IBSF World Cup in Lake Placid (USA), 5. - 10. 11. 17

• Auftakt zur BMW IBSF World Cup Tour
• BSD mit sechs Skeletonis und sechs Bobteams am Start
• Nordamerikanische Athletinnen und Athleten favorisiert

Lake Placid (bsd/06.11.2017) Im Olympiaort von 1932 und 1980 starten die Bobsportler und Skeletonis am 9. und 10. November 2017 in die Weltcupsaison 2017/18. Das US-amerikanische Lake Placid sieht damit den Auftakt zur BMW IBSF World Cup Tour in der Olympiasaison.

Am Fuße des Mount Van Hoevenberg sind die Nordamerikanischen Athletinnen und Athleten traditionell favorisiert. Im Frauenbob gab es im vergangenen Jahr beim zweiten Saisonweltcup einen Doppelsieg der amerikanischen Olympia-Medaillengewinnerinnen Jamie Greubel Poser und Elana Meyers Taylor. Die zweifache Olympiasiegerin Kaillie Humphries aus Kanada wurde Dritte. Bei den Männern dominierte der am 6. Mai 2017 mit erst 37 Jahren völlig überraschend verstorbene Lokalmatador Steven Holcomb im Zweierbob, vor den beiden Kanadiern Justin Kripps und Chris Spring. Im Vierer wurde der  Olympiasieger von 2010 Holcomb Zweiter hinter dem Schweizer Rico Peter. Auf Rang drei für wieder der Kanadier Chris Spring.

BSD Bobsportler waren beim zweiten Saisonweltcup der vergangenen Saison in Lake Placid allerdings nicht am Start. Die Skeletonis hielten die deutschen Farben hoch. Die beste deutsche Platzierung erreichte damals Anna Fernstädt mit dem vierten Rang. Jacqueline Lölling wurde Fünfte, beim Sieg der Österreicherin Janine Flock. Bei den Männern gewann Olympiasieger Alexander Tretjakov aus Russland. Die BSD-Starter Axel Jungk und Christopher Grotheer landeten auf den Rängen sechs und sieben.

Die BSD-Skeletonis sind in diesem Jahr direkt von der internationalen Trainingswoche in Korea nach Lake Placid gereist und wollten vor dem offiziellen Training bereits ein paar Fahrten auf der anspruchsvollen Bahn absolvieren. Allerdings war bei den herbstlichen Temperaturen kaum Training möglich. Cheftrainer Jens Müller: „Unsere Sportler schlagen sich bei dem wenigen Training bisher ganz gut. Jetzt wird es auch etwas kälter und die Bedingungen werden besser. Ich erwarte hier bei den Damen und Herren ein sehr enges Rennen. Favoriten bei den Herren sind die Kandidaten der letzten Jahre, Dukurs, Sungbin, Tretjakov, und Antoine. Bei den Damen sind in Lake Placid vor allem die Kanadischen Mädels zu beachten. Wir werden sehen wie es zum Weltcup aussieht. Auf jeden Fall kämpfen wir um jede Hundertstel.“

Bob-Cheftrainer René Spies geht gelassen in den ersten Saisonweltcup: „Man muss jetzt erst einmal abwarten, wie die Bedingungen vor Ort in Lake Placid sind. Es kommt dort immer auch auf den Bahnausbau und die Witterung an. Ich erwarte aber, dass alle Teams sich im Training diese schwierige Bahn hoch konzentriert erarbeiten, dann zum Wettkampf eine optimale Fahrleistung bringen und am Start ihre maximale Leistung abrufen. Dann wäre ich für den Weltcup-Auftakt zufrieden. Was am Ende dann für Plätze heraus kommen, das ist wirklich noch nicht die Priorität.“

Am Montag, 6. November ist die deutsche Delegation mit allen Sportlern, Trainern und Betreuern zum Empfang des Generalkonsuls David Gill in Lake Placid eingeladen.

 

Die Jury der IBSF gab gemeinsam mit dem Bahn-Management in Lake Placid und dem Organisations-Komittee des BMW IBSF Weltcups bekannt, dass aufgrund des warmen Wetters in den letzten Tagen eine durchgängig gute Eis-Qualität für Viererbob-Rennen nicht gesichert werden kann.
Aufgrund der Bedeutung der Rennen als Teil des Qualifikations-Prozesses für die Olympischen Winterspiele, hat die IBSF beschlossen, in Lake Placid zwei Zweierbob-Rennen abzuhalten. Beim BMW IBSF Weltcup in Park City (17. + 18. November) gibt es dann zwei Viererbob-Rennen.


Nominierung:

Skeleton:

Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland)
Tina Hermann (WSV Königssee)
Sophia Griebel (RT Suhl)
Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg)
Christopher Grotheer (BSR Oberhof)
Alexander Gassner (BSC Winterberg)


Zweierbob-Pilotinnen und Piloten:

Mariama Jamanka (BRC Thüringen)
Stephanie Schneider (BSC Sachsen Oberbärenburg)
Anna Köhler (BSC Winterberg)
Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg)
Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude)
Nico Walther (BSC Sachsen Oberbärenburg)


Viererbob-Piloten:

Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg)
Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude)
Nico Walther (BSC Sachsen Oberbärenburg)

 

Anschieberinnen und Anschieber:

Sarah Noll, Lisa Buckwitz, Franziska Fritz-Glahn, Erline Nolte, Lisette Thöne und Ann Christin Strack

Torsten Margis, Jannis Bäcker, Martin Grothkopp, Christopher Weber, Christian Rasp, Matthias Sommer, Christian Poser, Kevin Kuske, Eric Franke, Kevin Korona, Alexander Rödiger und Marc Rademacher



Zeitplan:

Donnerstag, 9. November 2017

14.30 Uhr (MEZ)    BMW IBSF World Cup, Skeleton Frauen
18.30 Uhr (MEZ)    BMW IBSF World Cup, Frauenbob
21.30 Uhr (MEZ)    BMW IBSF Word Cup, Zweierbob


Freitag, 10. November 2017

14.30 Uhr (MEZ)    BMW IBSF World Cup, Skeleton Männer
19:00 Uhr (MEZ)     BMW IBSF World Cup, 2. Zweierbob-Rennen



Bahn-Informationen Lake Placid:

Land: USA (United States of America)
Name der Bahn: Mt. Van Hoevenberg Combination Bobsled, Skeleton & Luge Track
Gesamtlänge: 1680 m
Wettkampflänge: 1455 m
Maximalgefälle: 20.00 %
Durchschnittsgefälle: 9.00 %
Höhenunterschied: 128.00 m
Zahl der Kurven: 20

Auf der sehr schwierigen, ursprünglich in Lake Placid errichtete Olympia-Bobbahn wurden die Olympischen Winterspiele 1932 und 1980 ausgerichtet. Anstelle dieser inzwischen veralteten Olympia-Bobbahn wurde jedoch in den 1990er-Jahren eine neue, kombinierte Kunsteisbahn für Bob, Rennrodeln und Skeleton gebaut. Die neue Bahn wurde im Jahr 2000 fertig gestellt. Auch diese neue Rennstrecke, mit gesamt 20 Kurven, gilt wieder als eine der technisch anspruchsvollsten Bahnen für alle drei Olympischen Eiskanal-Sportarten. Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften fanden zum letzten Mal im Jahr 2012 in Lake Placid statt. Die Rennrodel Weltmeisterschaften waren im Jahr 2009 zuletzt am Fuße des Mount Van Hoevenberg ausgetragen worden.

Bob: Interview Cheftrainer René Spies

• Die Olympiabahn hat wieder gezeigt, dass sie ihre Tücken hat
• Es wird zu Olympia ein echt harter Kampf werden
• Der Druck ist noch nie so groß gewesen wie jetzt

Winterberg (bsd/02.11.2017) Die deutsche Bob-Nationalmannschaft ist gerade von der Internationalen Trainingswoche der IBSF auf der Olympiabahn in PyeongChang (KOR) zurückgekehrt und startet am Donnerstag, 02. November zum Weltcupauftakt nach Lake Placid (USA). Kurz vor der Abreise nach Nordamerika haben wir für das BSD-Portal mit Bob-Cheftrainer René Spies gesprochen.
 

Herr Spies, welche Bedeutung hatte die Internationale Trainingswoche in Korea und wie zufrieden sind Sie mit den Fahrten und der dort gezeigten Performance ihrer Schützlinge?

René Spies: „Die ITW auf der Olympiabahn war die zweitwichtigste Veranstaltung der Saison. Das war eine ganz besondere Herausforderung für uns. Wir haben sehr akribisch an den Lauflängen am Start und an der Fahrlinie gearbeitet. In der Fahrspurentwicklung war das eine sehr wichtige Woche. Die Bahn hat wieder gezeigt, dass sie ihre Tücken hat. Im Bereich Material haben wir viele Komponenten versucht, was die Schlitten und Kufen betrifft. Alle Teams konnten sich in der vergangenen Woche aber nochmal steigern und das stimmt mich sehr positiv.“

Die internationale Konkurrenz, vor allem bei den Männern, ist sehr groß. Wie haben sich die anderen Teams jetzt zur ITW in Korea präsentiert?

René Spies: „Wir sind immer nur in kleinen Gruppen gefahren, weil die warmen Temperaturen die Bahn schnell langsam gemacht haben. Es musste oftmals zwischen den Läufen gewartet werden. Das war eine sehr gute Entscheidung des OKs. Dafür hatten wir aber natürlich wenig direkten Vergleich zu den anderen Teams. Die Amerikanerinnen haben einen sehr starken Eindruck gemacht. Aber auch unsere Mädels haben sich im Vergleich zum vergangenen Winter noch einmal gesteigert.
In unserer Gruppe haben die Russen trainiert, da war vor allem Kasjanaov richtig schnell. Das ist der Mann über den aus unserer Sicht der Olympiasieg in PyeongChang gehen wird. Justin Ohlsen mit seinem Raketenstart kann im Zweier sehr gefährlich werden und auch Rico Peter war sehr stark unterwegs. Es wird ein echt harter Wettkampf werden, weil es unglaublich viele Teams gibt, die auf hohem Niveau vorne mitmischen können.“
 

Ihre zweite Saison als Cheftrainer hat gerade begonnen. Haben Sie sich die Arbeit so vorgestellt? Was sind die größten Herausforderungen in Ihrem Job?

René Spies: „Ja, die Arbeit habe ich mir genauso vorgestellt. Ich bin ja auch schon ein bisschen länger dabei. Die Verantwortung ist natürlich als Cheftrainer jetzt eine andere, aber es macht mir sehr viel Spaß. Die größte Herausforderung wird sein, zum Zeitpunkt der Olympischen Spiele im Februar alle Bereiche auf einem Top-Niveau zu halten und eine Medaille zu holen. Wir müssen das Material noch weiter entwickeln, genau zum Zeitpunkt x die maximale Leistung am Start abrufen, alle müssen gesund sein und die Stimmung in der Mannschaft muss so gut gehalten werden, dass alle psychisch in der Lage sind, ihre maximale Leistung abrufen zu können. Das heißt, die Sportler müssen dann glauben, dass sie an dem Tag, auf den es ankommt, gewinnen können. Das wird insgesamt eine große Herausforderung.“
 

Sie haben das größte Team zu führen und stehen nach dem Debakel von Sochi, das Sie ja im Trainerteam von Cheftrainer Christoph Langen miterlebt haben, ziemlich unter Druck. Empfinden Sie das als Last oder als Ansporn?

René Spies: „Grundsätzlich waren die Wettkämpfe in Sochi der Brennstoff und die Motivation für alles, was wir danach gemacht haben. Wir haben in Sochi keine Medaillen gemacht und würden uns in dieser Olympiasaison natürlich sehr gerne dafür revanchieren. Der Druck ist noch nie so groß gewesen wie jetzt. Damit gilt es umzugehen.“
 

Sind die Weltcupstarter auch automatisch die Olympiastarter? Oder wie wird Ihr Olympiateam gebildet bzw. wann wird nominiert?

René Spies: „Ob wir mit jeweils drei Teams an den Start gehen können, entscheiden die Wettkämpfe bis zum 14. Januar. Da müssen wir bei den Männern unter den besten drei Nationen und bei den Frauen unter den besten zwei Teams sein. Außerdem müssen alle Teams die Nominierungskriterien des DOSB erfüllen. Das heißt, sie müssen zweimal auf das Podium oder dreimal unter die besten Acht fahren. Das wird vor allem für die Frauen nicht leicht werden. Man weiß ja, dass wir in Nordamerika starten. Da haben wir wenig Training und andere Bedingungen als in Europa. Nach dem 14. Januar nominiert der DOSB dann das Olympiateam.“
 

Der Weltcup-Auftakt findet in der kommenden Woche im US-amerikanischen Lake Placid statt. Die Bahn ist sehr anspruchsvoll und traditionell haben sich dort die deutschen Teams nicht immer leicht getan. Was erwarten Sie von Ihren Teams?

René Spies: „Man muss jetzt erst einmal abwarten, wie die Bedingungen vor Ort in Lake Placid sind. Es kommt dort immer auch auf den Bahnausbau und die Witterung an. Ich erwarte aber, dass sich alle Teams im Training diese schwierige Bahn hochkonzentriert erarbeiten, zum Wettkampf eine optimale Fahrleistung bringen und am Start ihre maximale Leitung abrufen. Dann wäre ich für den Weltcup-Auftakt zufrieden. Was am Ende für Plätze herauskommen, das ist noch nicht die Priorität.“

 

Rennrodeln: Interview Cheftrainer Norbert Loch

• „Bis Weihnachten steht unser Olympiateam.“
• „Wichtig ist, dass es im Februar einen fairen Olympischen Wettkampf gibt.“

Berchtesgaden (bsd/30.10.2017) Die BSD-Rennrodler befinden sich auf dem Weg zur internationalen Trainingswoche auf der Olympiabahn in PyeongChang (KOR). Cheftrainer Norbert Loch und der Bundesstützpunkt-Trainer Jan Eichhorn fliegen am Montag, 30. Oktober nach Korea, während der Rest der Mannschaft am Dienstagnachmittag folgt.

Herr Loch, wann beginnt das Training im Alpensia Sliding Center und wie viele Fahrten bekommen die BSD-Rennrodler auf der Olympiabahn?

Norbert Loch: „Am Donnerstag, 1. November um 11 Uhr findet das erste Training für uns statt. Wir kommen am Mittwoch an, haben keinen Akklimatitions-Tag. Es geht sofort los. Unsere Schlitten und Ausrüstung kommen am Dienstagabend an. Wir haben insgesamt zehn Trainingstage mit jeweils drei Läufen. Das ist sehr kulant vom OK in PyeongChang. Normalerweise müssten sie uns nur sieben Trainingstage mit gesamt 21 Läufen anbieten.“

Was ist das Ziel für diese letzten Trainingsläufe vor den Olympischen Winterspielen im Februar 2018?

Norbert Loch: „Die gesamte Mannschaft war bereits im Februar 2017 auf der Bahn. Von dieser Seite sind wir gut vorbereitet. Jetzt geht es bei der bevorstehenden Trainingswoche nocheinmal darum, das eine oder andere zu testen. Natürlich muss man erst sehen wie die Kurve 9 dieses Mal steht. Die Frage ist, ob man sie so fahren muss wie wir es im Februar beim Weltcuprennen versucht haben oder ob es so sein wird, wie es in der vergangenen Woche bei der Trainingswoche der Skeletonis und Bobsportler war, dass der Eisausbau besser ist. Das müssen wir jetzt erst einmal abwarten. Aber ich denke, dass das Bahnpersonal schon verstanden hat wie man es machen muss, dass es im Februar einen fairen Olympischen Wettkampf gibt.“

Die Frage wird dann ja sein, wie es zu den Olympischen Spielen im Februar 2018 sein wird, oder?

Norbert Loch: „Auf jeden Fall wird das Eis im Februar viel schneller werden. Die Witterung ist ja eine ganz andere und es wird sicher deutlich kälter sein. Aber wir wissen nicht genau, ob die Bahn nochmal abgetaut wird und im Januar vielleicht nochmal ganz neues Eis auf die Bahn kommt. Dann wird es im Februar wieder ganz anders aussehen, weil ja dann viel weniger Eis vorhanden ist und die Profilierung der Kurven dadurch eingeschränkter möglich ist. Wir werden sehen, wie das wird.“

Dann geht es in erster Linie um den Eisausbau der Kurve 9?

Norbert Loch: „Nein, auf keinen Fall. Wir dürfen uns natürlich nicht nur mit der K9 auseinandersetzen. Es geht auch darum im oberen Teil richtig Speed zu machen und ganz sauber zu fahren. Wenn der Mittelteil mit der Kurve 9 geschafft ist, dann ist es wichtig unten - vor allem im Bereich der Kurven 13 und 14 - die Ideallinie zu treffen, um den Schwung für den letzten Abschnitt der Strecke optimal mitzunehmen.“

Dann gibt es einige Aufgaben für die Trainingswoche. Ist auch ein Qualifikationsrennen auf der Olympiabahn geplant?

Norbert Loch: „Wir planen sogar zwei Qualifikationsrennen in Korea. Wir müssen ja aus dem Weltcupteam mit fünf Männern, vier Frauen und drei Doppelsitzern das Olympiateam mit drei Männern, drei Frauen und zwei Doppeln bilden. Außer den Weltcupergebnissen der ersten fünf Weltcuprennen in Europa und Nordamerika, möchten wir auch auf der Olympiabahn noch zwei Selektionsrennen fahren. Wann die Rennen gefahren werden, müssen wir vor Ort festlegen. Die Bahnbedingungen müssen entsprechend gut sein, auch die Uhrzeit ist entscheidend und die Entwicklung der Eisbedingungen vom ersten zum zweiten Lauf und so weiter. Da müssen viele Einflussfaktoren berücksichtigt werden, damit wir faire Rennbedingungen haben. Auf jeden Fall werden wir erst einmal fünf Trainingseinheiten als reines Training anbieten.“

Rechnen Sie damit, dass es dann auch im Februar sehr wechselhaft sein kann und die Bedingungen schwierig sein könnten?

Norbert Loch: „ Nein, damit rechnen wir nicht. Im Februar ist es normalerweise sehr kalt in PyeongChang, das Eis wird dann auch kalt und schnell sein und das bringt gute Rennbedingungen für alle. Die Schwierigkeit ist es eher jetzt, bei den herbstlichen Bedingungen eine ordentliche Qualifikation hinzubekommen.“

Dann gibt es insgesamt sieben Olympia-Qualifikationsrennen und bis Weihnachten sollten die Olympiastarter dann feststehen, oder?

Norbert Loch: „Ja, wir planen die beiden Qualifikationsrennen in Korea, wenn es von der Witterungs-situation möglich ist und dann werden die Weltcups von Igls, Altenberg, Winterberg, Calgary und Lake Placid als Olympia-Qualifikationsrennen gewertet. Danach steht unser Team für die Olympischen Winterspiele im Februar eigentlich fest.“

Skeleton: „Eine Olympiamedaille für die Sportart Skeleton ist das Ziel“

• Erste Fahrten auf der Olympiabahn in PyeongChang
• Umstellung im Athletiktraining zeigt ihre Wirkung
• Individuelle Verbesserungen der Fahrlage durch Technologiepartner BMW

PyeongChang (bsd/23.10.2017) Die Olympiasaison 2017/18 hat begonnen. Die Skeleton-Nationalmannschaft befindet sich derzeit mit ihren drei schnellsten Damen und Herren zur internationalen Trainingswoche der IBSF in Korea auf der Olympiabahn für PyeongChang 2018. Cheftrainer Jens Müller spricht hier im BSD-Portal-Interview über Voraussetzungen und Erwartungen auf dem Weg zu den XXIII. Olympischen Winterspielen im Februar 2018.

Herr Müller, Sie sind nach 22 Stunden Reise und einer Bus-Panne wohl behalten in der Region Alpensia in Korea angekommen. Konnten schon erste Fahrten auf der Bahn gemacht werden?

Jens Müller: „Wir sind bereits das erste Mal bei stürmischen und verregneten Bedingungen gefahren. In der Bahn ist sehr viel Eis, die Schwerpunkte sind dieselben wie im März, die Lenkpunkte haben sich allerdings etwas geändert. Das erste Training haben die Meisten mit leichten Blessuren überstanden.“

In den letzten Jahren haben Sie im Athletiktraining einige Umstellungen vorgenommen. Wie ist das Startniveau der BSD-Skeletonis jetzt und sind Sie mit der Entwicklung bisher zufrieden?

Jens Müller: „Wir waren uns natürlich bewusst, dass wir am Start unbedingt den Abstand zur Weltspitze verkürzen müssen. Wir haben auch in diesem Jahr im Trainerrat wieder verschiedene Maßnahmen festgelegt. Es gab bei einigen Sportlern, unter anderem bei Jacqueline Lölling, eine Entwicklung im Startniveau. Tina hatte leider mit ein paar Verletzungsproblemen zu kämpfen. Sie hat aber ihren Bestwert am Start auch wieder erreicht. Sophia Griebel ist wieder stark nach der langen Verletzungspause. Sie hat sich deutlich am Start verbessert. Bei den Herren haben wir auch mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Da sehe ich noch nicht alle dort, wo wir sie haben wollen. Daher bin ich noch nicht ganz zufrieden, aber ich hoffe es gibt während der Saison eine weitere Steigerung.“

Wie sieht es mit der Olympiaqualifikation aus. Haben die Weltcupstarter automatisch auch das Olympiaticket sicher?

Jens Müller: „Nein, so ist es nicht. Wer im Weltcup startet, der hat die besten Chancen, sich über die Weltrangliste zu qualifizieren. Doch man kann auch im ICC wertvolle Punkte sammeln und sollte es im Weltcup-Team Verletzte geben – was wir natürlich nicht hoffen – dann kommt jemand aus dem ICC nach. Die Entscheidung für einen Wechsel  zwischen den Serien  behalten wir uns bei den Männern und Frauen vor. Mitte Januar wird nominiert und bis dahin müssen sich alle von ihrer besten Seite zeigen.“

Gibt es im Bereich Skeleton auch Zusammenarbeit mit BMW im Bereich Technologie? Kann die Sportart Skeleton zum Beispiel von den Rennrodel-Messfahrten auf der neuen Olympiabahn in Korea profitieren?

Jens Müller: „Was die Rennrodler - mit Hilfe der BMW Motorsport-Messtechnik - gemacht haben, ist eine sehr gute Geschichte. Die Messdaten geben Aufschluss über die Geräte und die Kräfte, die dort wirken. Da kann man natürlich für den Geräte-Aufbau sehr viel mitnehmen. Aber alles ist natürlich sehr speziell auf das Rennrodeln ausgelegt.
Wir Skeletonis profitieren auch sehr von der Technologiepartnerschaft mit BMW. Wir waren in den letzten Jahren mehrfach im BMW-Windkanal in München. Die Mitarbeiter dort kennen unsere Problemstellungen ganz genau. Wir haben individuelle Verbesserungen der Fahrlage erzielt und es wurden auch umfangreiche Rennanzug-Tests unseres Ausrüsters Descente über den vergangenen Sommer im Windkanal vorgenommen.“

Wie zufrieden sind Sie mit den aktuellen Fahrleistungen ihrer Athletinnen und Athleten am Beginn der Olympiasaison?

Jens Müller: „Natürlich ist das immer vor den ersten Weltcups schwierig einzuschätzen. Aber ich denke, dass sich bei den Herren Axel Jungk und Christopher Grotheer fahrerisch schon auf einem sehr guten Niveau befinden. Bei den Damen hat sich bis jetzt Jacqueline Lölling in sehr guter Form gezeigt und Tina hat vor allem am Königssee fahrerisch überzeugt.“

Jacqueline Lölling ist aktuell Weltmeisterin, Tina Hermann und Axel Jungk sind Vizeweltmeister. Mit welchen Erwartungen an die Leistungsträger geht ein Cheftrainer da in die Olympiasaison?

Jens Müller: „Unser Ziel ist ganz klar eine Medaille in der Sportart Skeleton bei den Olympischen Winterspielen in Korea zu gewinnen. Bei den Frauen sind die Chancen natürlich höher, weil wir mit zwei Medaillenkandidatinnen antreten. Doch ich traue es auch unseren Männern zu um Platz 3 zu fahren. Am Ende sollte eine Skeleton-Medaille für den BSD herausspringen. Dann können wir zufrieden sein, denn international sind die Plätze auf dem Podium sehr hart umkämpft.“

Was sind die Besonderheiten der Olympiabahn in Korea?

Jens Müller: „Es gibt drei Schwerpunkte auf dieser Olympiabahn. Einmal ist das die Kurve 2, die sehr wichtig ist. Dann im mittleren Bereich ist das die Kurvenkombination 5, 6 und 7 die für uns entscheidend ist wie man auf die Kurve 9 kommt. Und im unteren Bereich ist dann wichtig, dass man in die Kurve 13 richtig trifft, damit man unten heraus beschleunigen kann.“

Wem kommt die Strecke in PyeongChang denn besonders entgegen?

Jens Müller: „Jacqueline kommt gut mit der Olympiabahn zurecht. Tina kann auch sehr schnell sein. Hier brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken. Bei den Männern wird der Olympiasieg wohl zwischen Martins Dukurs aus Lettland und Sungbin Yun aus Korea ausgefahren. Um Bronze wird es ein großes Gerangel geben und unser Ziel muss sein, dass wir in diesem Kampf dabei sind.“

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Müller.

BSD: 9x WM-Gold, 4x Silber und 5x Bronze

Saisonrückblick BSD 2016/17

Berchtesgaden (bsd/03.04.2017) Die Erfolge der Eiskanal-Sportler des BSD in der vorolympischen Saison 2016/17 können sich sehen lassen: Nicht weniger als neun Gold-, vier Silber- und fünf Bronzemedaillen gewannen die Rennrodler, Bobsportler und Skeletonis bei den Weltmeisterschaften 2017.

Berchtesgaden (bsd/03.04.2017) Die Erfolge der Eiskanal-Sportler des BSD in der vorolympischen Saison 2016/17 können sich sehen lassen: Nicht weniger als neun Gold-, vier Silber- und fünf Bronzemedaillen gewannen die Rennrodler, Bobsportler und Skeletonis bei den Weltmeisterschaften 2017.


Die Bob-Teams von Francesco Friedrich und Johannes Lochner, Jacqueline Lölling am Skeleton, Tatjana Hüfner sowie Toni Eggert/Sascha Benecken auf dem Rennrodel sowie die Teams der Rennrodler bei der WM in Igls und der Bobsportler und Skeletonis bei der WM am bayerischen Königssee holten sich allesamt die WM-Titel.


Von 13 Gesamtweltcups in den drei Olympischen Sportarten holten die BSD-Sportlerinnen und Sportler insgesamt acht Weltcup-Titel. Diese zeigen, wer über die gesamte Saison am konstantesten die Erfolge brachte.

Team Francesco Friedrich: König im Bob

Im Zweierbob konnte sich Francesco Friedrich zum ersten Mal die Kristallkugel des Gesamtweltcup-Siegers holen. Die große Kugel für den Gesamtsieger aus der Weltcupwertung im Zweier- und Viererbob in Addition ging ebenfalls an das Team des sächsischen Doppelweltmeisters der vorolympischen Saison – und das, obwohl das BSD-Team beim Weltcup Nummer zwei in Lake Placid gar nicht an den Start ging und so eine Weltcup-Station weniger als die Konkurrenz absolvierte.

Lölling dominierte Skeleton-Saison

Die BSD-Frauen dominieren die Welt des Skeleton-Sports. Jacqueline Lölling hat die vor-olympische Saison als Welt- und Europameisterin beendet und holte mit ihrem dritten Saison-Sieg auf der Olympiabahn in Korea auch den Gesamtweltcup. Vorjahres-Weltmeisterin Tina Hermann wurde sowohl bei der WM als auch im Gesamtweltcup hinter ihrer Teamkollegin Lölling Zweite.
Der Gesamtweltcup-Vierte Axel Jungk konnte bei der Heim-WM am bayerischen Königssee Silber gewinnen und zeigte damit, dass er für die Olympischen Winterspiele im kommenden Jahr zum Kreis der Favoriten gehört.

Doppelsitzer-Rennrodler zeigen es allen

Sowohl bei der WM als auch bei der EM holten die Doppelsitzer-Rennrodler des BSD alle drei Medaillen. Neben den Dominatoren des vorolympischen Winters Toni Eggert und Sascha Benecken und den Olympiasiegern Tobias Wendl und Tobias Arlt ist das dritte deutsche Doppel mit Robin Geueke und David Gamm im vergangenen Winter in der Weltspitze angekommen. Man spricht deutsch in der Doppelsitzer-Disziplin.

Bei den Frauen holte sich  Tatjana Hüfner zum fünften Mal den WM-Titel und Natalie Geisenberger sicherte sich den fünften Gesamtweltcupsieg in Folge. Bei den Männern wurde Olympiasieger Felix Loch Gesamtweltcup-Zweiter.


Sieben Europameistertitel, fünfmal EM-Silber und dreimal EM-Bronze gingen im vergangenen Winter auf das Konto der deutschen Bob- und Schlittensportler.
Die Erfolge des vorolympischen Winters machen Lust auf die kommende Olympiasaison.

Olympische Winterspiele als Saison-Höhepunkt 2018


Das Saison-Highlight des nächsten Winters sind die XXIII. Olympischen Winterspiele im koreanischen PyeongChang. Die Spiele werden am 09. Februar 2018 offiziell eröffnet. Bis dahin werden die BSD-Athletinnen und -Athleten noch bei neun Viessmann Rennrodel Weltcups und acht BMW IBSF Weltcups im Bob und Skeleton starten und ihre Qualifikationsrennen bestreiten.

Bob/Skeleton: Weltcup-Finale auf neuer Olympiabahn – 8. BMW IBSF Weltcup PyeongChang (KOR) / Vorbericht

PyeongChang (bsd/14.03.2017) Das Finale zur BMW IBSF Bob und Skeleton Weltcup Tour findet vom 17. bis 19. März 2017 auf der neuen Olympiabahn im koreanischen PyeongChang statt.

PyeongChang (bsd/14.03.2017) Das Finale zur BMW IBSF Bob und Skeleton Weltcup Tour findet vom 17. bis 19. März 2017 auf der neuen Olympiabahn im koreanischen PyeongChang statt. Eine internationale Trainingswoche fand bereits vom 02. bis 12. März für die BobsportlerInnen und Skeletonis im neuen Alpensia Sliding Center von PyeongChang statt. Im Februar 2018 werden die Olympischen Winterspiele auf dieser neuen Bahn ausgetragen. Aus 30 Nationen kommen die Bob- und Skeleton-Sportler, die beim BMW IBSF Weltcupfinale 2017 und damit am Olympia-Test teilnehmen werden.

Die Kufen-Cracks des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) haben seit dem 02. März versucht, sich die neue und anspruchsvolle Olympiabahn zu erarbeiten. Dabei haben sich vor allem die Kurven 2 und 9 mit der anschließenden Geraden (K10 und K11) als Schlüsselstellen herausgestellt. Die Schützlinge von Bob-Cheftrainer René Spies und Skeleton-Cheftrainer Jens Müller gehen nach der erfolgreichen Heim-WM voller Selbstvertrauen in die „Olympia-Generalprobe“ in Korea.

O-Ton Cheftrainer Bob René Spies -->

 

O-Ton Cheftrainer Skeleton Jens Müller -->

 
Im Kampf um die begehrten Weltcup-Kristallkugeln liegen zwei BSD-Asse aussichtsreich in Führung: In der Zweierbob-Wertung liegt Weltmeister Francesco Friedrich mit vier Weltcupsiegen und zwei zweiten Plätzen souverän an der Spitze (1320 Punkte), obwohl die BSD-Bobs beim zweiten Saisonweltcup in Lake Placid (USA) nicht am Start waren. Der US-Amerikaner Steven Holcomb (USA, 1219) ist vor dem Weltcupfinale Gesamt-Zweiter, der Russe Alexander Kasjanaov folgt auf Rang drei mit 1170 Zählern.

O-Ton Francesco Friedrich -->

 

O-Ton Mariama Jamanka -->


Beste Chancen auf den Triumph im Gesamtweltcup hat auch Skeleton-Weltmeisterin Jacqueline Lölling. Die 22-Jährige liegt mit 1366 Weltcuppunkten bei zwei Saisonsiegen und vier Podestplätzen in Führung. Vor dem letzten Rennen in Korea hat Lölling 25 Zähler Vorsprung auf ihre Teamkollegin Tina Hermann (1341 Punkte) und Janine Flock aus Österreich (1321).

Austragungsort: Alpensia Sliding Center (KOR)

Das Alpensia Sliding Centre von PyeongChang (KOR) ist nach Nagano (JPN) die zweite Kunsteisbahn in Asien. Der neue Olympia-Eiskanal befindet sich in fußläufiger Nähe zum Hauptpressezentrum von PyeongChang 2018 und in unmittelbarer Nähe zu vielen olympischen Austragungsstätten im alpinen und nordischen Skisport. Die Eisbahn ist insgesamt 1.376 Meter lang und weist einen Höhenunterschied von gut 116 Metern auf.

Vor dem Auftakt des Olympia-Winters 2017/2018 steht für die IBSF-Athleten vom 23. bis 29. Oktober 2017 eine weitere Internationale Trainings-Periode (ITP) in PyeongChang auf dem Terminkalender.

Technische Daten

Bauzeit: Dezember 2013 bis Dezember 2017
Rennstrecke Bob/Skeleton: 1.376 m
Gesamt-Bahnlänge: 1.857 m
Höhendifferenz: 117 m
Seehöhe Start: 930 m
Durchschnittliches Gefälle Bob/Skeleton:
9.48 %
Kurvenanzahl: 16
Zuschauer-Kapazität: 7.000 (1.000 Sitz- und 6.000 Stehplätze)
Offizielle Website: www.pyeongchang2018.com

BSD-Nominierungen


Skeleton Frauen

Tina Hermann (WSV Königssee)
Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland)
Anna Fernstädt (RC Berchtesgaden)

Skeleton Männer

Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg)
Christopher Grotheer (BRC Thüringen)
Alexander Gassner (BSC Winterberg)

Zweierbob Männer

Francesco Friedrich / Thorsten Margis (BSC Sachsen Oberbärenburg)
Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) / Christian Rasp (WSV Königssee)
Nico Walther / Eric Franke (BSC Sachsen Oberbärenburg)

Frauenbob

Mariama Jamanka (BRC Thüringen) / Annika Drazek (BSC Winterberg)
Stephanie Schneider / Lisa Buckwitz (BSR Sachsen Oberbärenburg)
Christin Senkel (ESC Erfurt) / Ann-Christin Strack (Eintracht Wiesbaden)

Viererbob

Team Francesco Friedrich (Friedrich, Bauer, Grothkopp, Margis)
Team Johannes Lochner (Lochner, Mrowka, Kagerhuber, Rasp)
Team Nico Walther (Walther, Hübenbecker, Rödiger, Wobeto)

Zeitplan

Freitag, 17.03.2017
 
14.00 Uhr (06.00 Uhr MEZ): Skeleton Frauen
18.00 Uhr (10.00 Uhr MEZ): Skeleton Männer
 
Samstag, 18.03.2017
 
14.00 Uhr (06.00 Uhr MEZ): Frauenbob
18.00 Uhr (10.00 Uhr MEZ): Zweierbob Männer
 
Sonntag, 19.02.2017
 
15.30 Uhr (07.30 Uhr MEZ): Viererbob

Weltcup-Finale - 9. Viessmann Rennrodel Weltcup: Geisenberger und Eggert/Benecken vorzeitige Sieger - Entscheidung um den Gesamtsieg bei den Männern steht an

Altenberg (bsd/22.02.2017) Am 25. und 26. Februar 2017 steigt im sächsischen Altenberg das Weltcupfinale der Rennrodler.

Altenberg (bsd/22.02.2017) Am 25. und 26. Februar 2017 steigt im sächsischen Altenberg das Weltcupfinale der Rennrodler. Bei den Männern ist der Kampf um die Kristallkugel des Gesamtsiegers noch offen. Im Bereich der Damen und Doppelsitzer ist die Entscheidung bereits vorzeitig gefallen:

Natalie Geisenberger sicherte sich zum fünften Mal in Folge die begehrte Joska-Trophäe. Toni Eggert und Sascha Benecken holten sie zum zweiten Mal nach 2015. Im Viessmann Team-Staffel-Weltcup presented by BMW siegte das Team von Deutschland bereits zum siebten Mal in Folge.

Nur bei den Männern im Einsitzer ist die Entscheidung noch nicht endgültig gefallen. Der Juniorenweltmeister von 2016 Roman Repilov aus Russland liegt in der Gesamtwertung vor dem Finale von Altenberg mit 745 Weltcuppunkten klar in Führung. Theoretisch könnten ihn sein Landsmann Semen Pavlichenko (674 Zähler) oder Felix Loch (663 Punkte) noch verdrängen. Für einen Einzelsieg gibt es 100 Punkte. Loch konnte krankheitsbedingt vergangene Woche in Korea nicht an den Start gehen. So fehlen ihm wertvolle Punkte um nochmal in die Entscheidung um den Gesamtsieg aus eigener Kraft eingreifen zu können.

Lokalmatador Ralf Palik wird beim Heimrennen in Altenberg nicht mehr teilnehmen. Der 26-jährige muss sich einer Schulter-Operation unterziehen. Ebenso wird Andi Langenhan nicht am Start sein. Neben Loch und Ludwig bekommen Bley, Eißler und Paffe aus dem B-Team eine Chance sich bei einem Heimweltcup in Deutschland zu beweisen.

 

Das BSD-Aufgebot

Damen

Tatjana Hüfner (RC Blankenburg)
Natalie Geisenberger (SV Miesbach)
Julia Taubitz (WSC Erzgeb. Oberwiesenthal)
Dajana Eitberger (RC Ilmenau)

Herren

Felix Loch (RC Berchtesgaden)
Johannes Ludwig (BSR Oberhof)
Chris Eißler (ESV Lok Zwickau)
Sebastian Bley (RT Suhl)
Christian Paffe (BRC Hallenberg)

Doppelsitzer

Toni Eggert/Sascha Benecken (RT Suhl/BRC Ilsenburg-Harz)
Tobias Wendl/Tobias Arlt (RC Berchtesgaden/WSV Königssee)
Robin Geueke/David Gamm (BSC Winterberg)


Zeitplan

 

Samstag 25. Februar 2017

10.05 Uhr           1. Lauf Doppelsitzer
11.25 Uhr           2. Lauf Doppelsitzer
12.50 Uhr           1. Lauf Herren
14.30 Uhr           2. Lauf Herren

Sonntag 26. Februar 2017

09.30 Uhr           1. Lauf Damen
10.50 Uhr           2. Lauf Damen
12.40 Uhr           Team-Staffel

Deutsche Medaillen-Kandidaten in drei Disziplinen - BMW IBSF WM Bob & Skeleton 2017: Skeleton und Viererbob am 2. Wochenende

Schönau a. Königssee (bsd/22.02.2017) Athletinnen und Athleten aus 36 Nationen nehmen an den BMW IBSF Weltmeisterschaften im Bob und Skeleton teil. Das erste WM-Wochenende brachte über 5.000 Zuschauer an die Eisbahn am Königssee.

Schönau a. Königssee (bsd/22.02.2017) Athletinnen und Athleten aus 36 Nationen nehmen an den BMW IBSF Weltmeisterschaften im Bob und Skeleton teil. Das erste WM-Wochenende brachte über 5.000 Zuschauer an die Eisbahn am Königssee. Medaillen im Zweierbob und Team-Bewerb gab es am ersten WM-Wochenende für Deutschland, USA und Kanada.
Am zweiten WM-Wochenende vom 24. bis 26. Februar werden wieder in jeweils vier Rennläufen die Entscheidungen im Skeleton und im Viererbob fallen.


Die Medaillen-Favoritinnen im Skeleton kommen aus Deutschland, Kanada und Österreich. Die 22-jährige Sauerländerin Jacqueline Lölling startet als Weltcup-Spitzenreiterin bei der WM am Königssee. Die frisch gebackene Europameisterin hat in diesem Winter bereits zwei Weltcupsiege eingefahren – einen davon Ende Januar auf der WM-Bahn am Königssee. Konkurrenz um den WM-Titel hat Lölling dabei vor allem aus dem eigenen Team. WM-Titelverteidigerin Tina Hermann (WSV Königssee) ist aktuell hinter Lölling Gesamtweltcup-Zweite. Eine starke Saison lieferten bisher vor allem die kanadischen Skeleton-Athletinnen. Mirela Rahneva kam in den bisherigen sieben Weltcup-Rennen auf vier Podiumsplätze. Ihre Teamkollegin Elisabeth Vathje überzeugte mit zwei Weltcup-Siegen im kanadischen Whistler und in Winterberg. Vizeweltmeisterin Janine Flock aus Österreich fuhr im laufenden Winter viermal auf das Podest. Sie siegte auf der anspruchsvollen Bahn im amerikanischen Lake Placid.


Bei den Männern ist WM-Favorit Martins Dukurs aus Lettland aktuell auch der Spitzenreiter im Weltcup, den er sich bereits zum achten Mal in Folge sichern könnte. Sungbin Yun aus Korea liegt Dukurs jedoch mit nur 14 Weltcup-Punkten Rückstand auf den Fersen. Fünf Mal stand der Koreaner in dieser Saison auf dem Weltcup-Podium. Doch er wird nicht bei der WM am Königssee starten, sondern zu Hause auf der Olympiabahn in Pyeongchang trainieren. Dafür müssen die BSD-Skeletonis Olympiasieger Alexander Tretjakov aus Russland ganz oben auf der Liste der WM-Favoriten haben. Der WM-Vierte Axel Jungk aus Sachsen ist aktuell Dritter im Gesamtweltcup und darf sich neben seinen beiden Teamkollegen – dem Thüringer Christopher Grotheer und dem Sauerländer Alexander Gassner – durchaus Chancen auf einen Podestplatz ausrechnen. Grotheer feierte in diesem Winter in Altenberg (GER) seinen ersten Weltcup-Sieg. Alexander Gassner fuhr am Sonntag (19. Februar) bei der Team-WM bereits Bahnrekord am Königssee und stand Ende Januar 2017 auf der WM-Bahn mit Rang drei auf dem Weltcup-Podium.

Deutschland, Lettland, Russland und USA mit Medaillenchancen im Vierer


Aus dem WM-Gastgeberland Deutschland, aus den USA, Lettland und Russland kommen die Favoriten für WM-Medaillen im Viererbob bei den BMW IBSF Weltmeisterschaften. Am Samstag (25.02.) und Sonntag (26.02.) stehen die vier WM-Läufe auf dem Programm.


Neben Vizeweltmeister Francesco Friedrich, Nico Walther und Lokalmatador Johannes Lochner startet auch Junioren-Weltmeister Bennet Buchmüller bei der WM im großen Schlitten.
Johannes Lochner, WM-Dritter vom Zweierbob-Wochenende, hat besonders gute Karten für den Titel. Der 26-Jährige kann in dieser Saison bereits auf drei Viererbob-Weltcupsiege blicken. Unter anderen siegte er beim Königssee-Weltcup Ende Januar. Nico Walther, Vizeweltmeister von 2015, landete dabei auf dem Silberrang. Neben Lochner und Walther ist aber auch der viermalige Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich ein großer Medaillenkandidat. Weltcupspitzenreiter Alexander Kasjanov aus Russland und sein Teamkollege Alexey Stulnev (Dritter beim Königssee-Weltcup) müssen die deutschen Piloten ebenso auf der Rechnung haben wie den Titelverteidiger Oskars Melbardis aus Lettland und Altmeister Steven Holcomb aus den USA. Der Olympiasieger von 2010 landete bei der WM-Generalprobe am Königssee auf dem vierten Platz.

Zeitplan 2. WM-Wochenende


Freitag, 24. Februar
11.00 Uhr            Skeleton Männer 1. und 2. Lauf
15.00 Uhr            Skeleton Frauen 1. und 2. Lauf

Samstag, 25. Februar
08.30 Uhr            Skeleton Frauen 3. und 4. Lauf
13.30 Uhr            Viererbob 1. und 2. Lauf

Sonntag, 26. Februar
08.30 Uhr            Skeleton Männer 3. und 4. Lauf
13.30 Uhr            Viererbob 3. und 4. Lauf