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NATURBAHN

Weltmeisterschaften in Vatra Dornei (Rumänien): Verregnete Erfolge

Vatra Dornei (bsd/07.02.2017) Das Wetter meinte es nicht gut mit den Rodlern bei der WM in Rumänien.

Vatra Dornei (bsd/07.02.2017) Das Wetter meinte es nicht gut mit den Rodlern bei der WM in Rumänien. Dennoch erreichten Michaela Niemetz bei den Damen und das Doppel Seppi Limmer/Simon Dietz mit jeweils Rang neun ihre besten WM-Resultate. Beim Teamevent belegte die junge Mannschaft zudem Rang fünf.

Nur während der Trainingsläufe am Donnerstag war es trocken in den Karpaten, ab dem ersten Wettkampf am Freitag war der Regen der bestimmende Thema. Und der tröpfelte nicht vom Himmel, nein: „Es hat geschüttet wie aus Eimern“, erzählt Teamchef Thomas Niemetz. „So etwas habe ich wirklich noch nie erlebt.“ Nicht nur, dass Rodler und Betreuer ständig patschnass waren, auch die Bahn litt gewaltig unter dem Dauerregen. „Sie ist an mehreren Stellen gebrochen und war dann letztendlich gar nicht mehr zu befahren“, erzählt Niemetz.

Am Freitag beim Teamevent lief alles noch recht glatt auf der längsten Bahn im Naturbahnzirkus. Die junge, deutsche Mannschaft fuhr mit Lisa Walch, Oliver Schiller und dem Doppel Limmer/Dietz auf einen guten fünften Rang und genoss damit auch abends die feierliche Siegerehrung im Stadtpark ‚La Izvorul Sentinela’.

Tags darauf am Samstag begannen dann die Probleme mit der Strecke. Die Doppelentscheidung wurde von vornherein in nur einem Lauf ausgetragen, um die Bahn für die Einzelrennen zu schonen. Limmer und Dietz erwischten dabei eine guten Lauf und kamen auf Rang neun; eine deutliche Steigerung zum Training, wo sie noch einigen Rückstand auf die besten Zehn hatten.

Im ersten Lauf der Damen, der ebenfalls am Samstag gefahren wurde, lieferte Michaela Niemetz dann eine top Leistung ab. Bis zur letzten Kurve hielt sie mit den besten Sechs des Rennens mit und stand kurz vor einer kleinen Sensation. „Dann hab ich leider das wetterbedingte Loch erwischt, dass auch Sara Bachmann (Italien) das Stockerl gekostet hat und viel Zeit verloren“, erzählt die 23-Jährige. Dennoch reichte es noch zu Rang neun, dem besten WM-Ergebnis ihrer Laufbahn. Lisa Walch fuhr auf Rang 13. Bei den Herren war die Bahn noch schwieriger zu fahren, daher kamen die jungen deutschen Starter Limmer und Schiller leider nicht über die Ränge 26 und 28 hinaus. Die für Sonntag geplante Aufholjagd fiel dann leider buchstäblich ins Wasser; die Bucovina-Bahn war über Nacht unfahrbar geworden.

21. FIL Weltmeisterschaften auf Naturbahn – Hauptsache Erfahrung sammeln

Vatra Dornei (03.02.17) – Die WM ist gestartet, das Erfahrung sammeln für das junge deutsche Team beginnt.

Vatra Dornei (03.02.17) – Die WM ist gestartet, das Erfahrung sammeln für das junge deutsche Team beginnt. Gestern absolvierten Lisa Walch, Michaela Niemetz, Oliver Schiller, Seppi Limmer und Simon Dietz die ersten Trainingsläufe. Am Abend fand dann die feierliche Eröffnung im Stadtpark des Kur- und Wintersportes Vatra Dornei statt. Heute beginnen um 12.30 Uhr mit dem Teamevent die Wettkämpfe auf der Bucovina-Bahn.

Die Stimmung passt im Team, die Trainingsläufe waren solide mit noch genügend Luft nach vorn. Walch und Niemetz klopften auf der sehr unruhigen Bahn als 12. und 13. jeweils an die Top Ten an. Limmer und Schiller platzierten sich im Mittelfeld. Das junge Doppel Limmer/Dietz meisterte ihr Debüt sicher und belegte Rang 11. „Die Bedingungen sind sehr schwierig, die Bahn äußerst unruhig, und der Wärmeeinbruch alles andere als ideal“ erklärt Thomas Niemetz, wieso das WM-Rennen für die junge Mannschaft ein große Herausforderung wird.

Am Abend waren Nervosität und schwierige Bahnbedingungen aber erst einmal vergessen. Denn der stand im Zeichen der feierlichen Eröffnungsfeier, bei der Küken Dietz das Nationenschild tragen durfte. Und so überdeckten sich in der Nacht vor dem ersten WM-Rennen die Bilder der Feier mit jenen elf Kurven, die es heute schnell zu meistern gilt.

Für diese Kurven drücken die daheim geblieben Sportler des BSD ihren Kollegen in Rumänien fest die Daumen. Theresa Maurer, Christian Wichan und Maxi Leiner, alle eigentlich Kandidaten für die WM, verfolgen die Rennen zuhause im Internet und im Livestream (http://www.fil-luge.org/de/live-streaming-naturbahn-1). Wichan und Maurer sind beruflich verhindert, Leiner erholt sich noch von seiner Erkrankung im Januar. Neben dem Anfeuern aus der Ferne, fahren Maurer und Leiner dieser Tage aber auch oft nach Umhausen, um sich dort beim Training für ihr Großereignis, die Junioren-Europameisterschaft (11. und 12.02.2017), fit zu machen und um die schnellste Linie auf dieser spannenden Bahn zu finden.

Starter Team:

Lisa Walch

Oliver Schiller

Seppi Limmer/Simon Dietz


FIL-Weltcup in Deutschenhofen (Italien): Letzter Check für die Weltmeisterschaften

Vatra Dornei (01.02.2017) Für die Naturbahnrodler stand am vergangenen Wochenende in Südtirol der letzte Test für die bevorstehende WM in Rumänien am Programm.

Vatra Dornei (01.02.2017) Für die Naturbahnrodler stand am vergangenen Wochenende in Südtirol der letzte Test für die bevorstehende WM in Rumänien am Programm. Neben den Einzelrennen wurde auch ein Teamwettbewerb ausgetragen, so wie er am Freitag auch in Vatra Dornei stattfinden wird. Lisa Walch, Christian Wichan und das Doppel Seppi Limmer mit Simon Dietz fuhren dabei den vierten Rang hinter Italien, Österreich und Russland ein; ein zufriedenstellendes Ergebnis für die junge Mannschaft.

„Wir dürfen nicht zu viel erwarten“, sagt der Koordinator der Sparte Naturbahn im BSD Thomas Niemetz und bezieht sich damit sowohl auf das Ergebnis von Deutschenhofen als auch auf die anstehende WM. „Das Team ist noch jung und muss noch viel Erfahrung sammeln.“ Daher sind er und das Trainergespann Gerhard Pilz und Herbert Kögl recht zufrieden mit den Ergebnissen in Deutschenhofen. „Der Abstand zu Spitze könnte geringer sein, aber wir fallen nicht wirklich ab und das ist gut.

In den Einzelrennen haben vor allem die Damen mit Walch auf Rang acht und Michaela Niemetz auf Rang zwölf überzeugt. „Für Lisa ist das ein wirklich gutes Ergebnis beim Weltcup der Großen“, analysiert Niemetz. „Michaela war im Training schneller, daher wäre wohl mehr drin gewesen.“ Vielleicht hat sie sich ja ihre Körner für die WM in Rumänien gespart. Denn die Bahn in den Karpaten mag die 23-Jährige mag wirklich gern und hoff nun, dass „sich dort endlich der Top Ten Platz ausgeht“, den sie seit Saisonbeginn anpeilt.

Zufrieden sind die Verantwortlichen auch mit den Herren. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich Wichan (14.), Limmer (17.) und Oliver Schiller (20.) allesamt verbessert. Limmer und Schiller sind um fast zehn Ränge nach vorne gerückt.

Beim Doppel geht es dagegen derzeit vorrangig um das Kennenlernen der einzelnen Bahnen und das sichere Fahren. „Das haben die Seppi und Simon sehr gut gemacht.“ Ähnlich junge Doppelpaarungen, wie zum Beispiel jene aus der Türkei und Großbritannien, haben das nicht geschafft und mussten dann beim Rennen in Deutschenhofen zusehen.

Für die WM bleiben die Ziele dennoch bescheiden: Ein Top Ten Platz bei den Damen, soliden Leistungen um Rang 15 bei den Herren, ein sicheres Doppel und ein Herantasten an die besten Teams. Mehr möchte Niemetz derzeit von Walch, Niemetz, Limmer, Schiller und Dietz noch nicht verlangen.

WM-Programm Vatra Dornei (ROU)

Freitag, 03.02.2017

Teamwettkampf

Samstag, 04.02.2017

Rennen der Doppelsitzer

Sonntag, 05.02.2017

Rennen der Damen und Herren

 

Bilder:

© Gerhard Pilz

Naturbahn: 5. FIL Weltcup im Naturbahnrodeln – Deutschnofen (Italien)

Kaum ist der Juniorenweltcup zu Ende, geht es für die deutschen Naturbahnrodler schon mit dem Weltcup in der allgemeinen Klasse weiter.

Kaum ist der Juniorenweltcup zu Ende, geht es für die deutschen Naturbahnrodler schon mit dem Weltcup in der allgemeinen Klasse weiter. Von Freitag bis Sonntag stehen die Einzelrennen und ein Teamwettbewerb in Deutschnofen (Südtirol) an. Während es für die Großen, Michaela Niemetz und Christian Wichan, im Einzelrennen um Weltcuppunkte und die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft (2. bis 5. Februar 2017) in Vatra Dornei (Rumänien) geht, liegt für die jungen Starter der Hauptaugenmerk auf dem Teamwettkampf. Der soll als Training für die Junioren-Europameisterschaften (11. und 12. Februar 2017) in Umhausen (Österreich) dienen. Denn Gerhard Pilz und Herbert Kögl sehen in eben diesem Format große Chancen auf einen Medaillenrang bei den Meisterschaften. Daher sind von den Junioren in Deutschenhofen mit dabei: Lisa Walch, Seppi Limmer, Oliver Schiller und Simon Dietz.

Programm

 

Freitag, 27.1.17

Trainingsläufe

Samstag, 28.1.17

Wertungslauf 1 für Damen, Herren und Doppelsitzer
13 Uhr Wertungslauf 2 Doppelsitzer

Sonntag, 29.1.17

10.30 Uhr Wertungslauf 2 für Damen und Herren
13 Uhr Teamwettbewerb

Naturbahn: Traumfinale mit Achtungserfolg

Theresa Maurer fährt zum Abschluss des Juniorenweltcups nochmals aufs Stockerl.

Nach den großen Erfolgen vom Vorjahr – Maurer gewann die Gesamtwertung im Juniorenweltcup und Lisa Walch fuhr gleich in ihrem ersten Rennen aufs Podest – lief die heurige Saison der Junioren des Naturbahnrodelteams schleppend, von Trainingsmangel und Infekten geprägt.

Nach den großen Erfolgen vom Vorjahr – Maurer gewann die Gesamtwertung im Juniorenweltcup und Lisa Walch fuhr gleich in ihrem ersten Rennen aufs Podest – lief die heurige Saison der Junioren des Naturbahnrodelteams schleppend, von Trainingsmangel und Infekten geprägt.

Beim Heimfinale wollte das Team daher so richtig aufzeigen und der Saison doch noch seinen Stempel aufdrücken. Doch auch in Unterammergau war ein wenig der Wurm drin: Maxi Leiner fehlte krankheitsbedingt, Seppi Limmer war von einem Infekt geschwächt, und Maurer stürzte im ersten Trainingslauf in der gefürchteten Zielkurve der schnellen Bahn und verletzte sich am Fuß. Ohne weiteres Training und mit Schmerzen rettete sie sich dann am Renntag auf Rang drei. „In Anbetracht der Umstände ist das ein sehr gutes Ergebnis“, meint Betreuer Herbert Kögl. Ein bisschen enttäuscht sei man, dass Walch nicht mithalten konnte, und so den möglichen dritten Gesamtrang verpasste. „Dazu waren die Fehler in der Zielkurve einfach zu groß.“

Bei den Burschen erreichte Seppi Limmer als Neunter nochmals einen Top Ten Platz, Oliver Schiller pirschte sich als 13. wieder näher an die besten Zehn heran. Im Doppel waren Limmer und Simon Dietz wie immer nah dran an den Besten, mussten letztlich aber doch noch der mangelnden Erfahrung Tribut zollen und wurden Fünfte.

Zugegeben, ganz glücklich ist das Betreuerteam mit dem Verlauf des diesjährigen Juniorenweltcups nicht, aber dafür sind alle begeistert von der Heimveranstaltung: „Da hat der WSV Unterammergau Großes geleistet – eine super Bahn, ein super Event mit vielen Zuschauern und eine perfekte Organisation.“

Weiter geht es für die Junioren nun im Februar (11. und 12.02.2017) mit ihrem Saisonhöhepunkt, der Junioren-Europameisterschaft in Umhausen (Österreich).

Naturbahn: Finale im Juniorenweltcup der Naturbahnrodler: Team startet angeschlagen ins Heimrennen

Unterammergau (19.01.2017) Es ist alles angerichtet für das perfekte Finale des Juniorenweltcups in Unterammergau (Bayern)

Unterammergau (19.01.2017) Es ist alles angerichtet für das perfekte Finale des Juniorenweltcups in Unterammergau (Bayern): Die Bahn ist top präpariert, die Wettervorhersage ist kalt und sonnig, und das Festzelt steht. Einzig die Gesundheit der Lokalmatadore lässt zu wünschen übrig. Und so haben die Verantwortlichen des BSD Thomas Niemetz, Gerhard Pilz und Herbert Kögl vor dem ersten Heimweltcup seit 2011 einige Sorgenfalten auf der Stirn.

„Es ist schon fast traurig“, meint Pilz. „Da ist endlich einmal die Bahn perfekt und ein super Heimevent steht vor der Tür und wir müssen schwitzen, wen wir überhaupt an den Start bringen können.“ In den vergangenen zwei Wochen hat ein Virus die Runde im Team gemacht. Erst hat es Titelverteidigerin Theresa Maurer erwischt. Sie fiel daraufhin bei den Rennen in Latzfons und Laas aus und musste die Titelverteidigung vorzeitig abschreiben. In Laas wurde dann Maxi Leiner krank und diese Woche erwischte es Seppi Limmer, der in Unterammergau im Einzel und Doppel starten soll. Einzig Lisa Walch und Oliver Schiller sind noch fit. Beide zeigten zuletzt eine aufsteigende Form. Walch möchte bei ihrem Heimatverein sogar um das Stockerl mitfahren. „Das sollte schon möglich sein, denn den Bahn gefällt mir recht gut“, meinte sie optimistisch nach den ersten Trainingsfahrten an der Scherenauer Straße.

Doch nicht nur Walchs Optimismus gibt in den letzten Tagen vor dem Heimrennen Anlass zur Hoffnung. Auch Maurer ist endlich auf die Bahn zurückgekehrt und zeigte sich schon wieder gewohnt locker. Das „für des Jahr bin i bedient“ ist dem „des wir scho gut wern“ gewichen. Daher ist auch Kögl wieder zuversichtlich: „Gemeinsam können die Mädels die starken Italienerinnen sicher ein bisserl aufmischen.“

Bleibt zu hoffen, dass auch die anderen Sorgenkinder wieder fit werden bis zum Rennen am Sonntag.

Programm:

Samstag, 21.01.17

09:00 Uhr 1. Trainingslauf Einsitzer
11:00 Uhr 2. Trainingslauf Einsitzer
12:30 Uhr 1. Trainingslauf Doppelsitzer
13:00 Uhr 1. Trainingslauf Doppelsitzer

Sonntag, 22.01.17

09:30 Uhr 1. Wertungslauf Einsitzer
11:30 Uhr 2. Wertungslauf Einsitzer
13:00 Uhr 1. Wertungslauf Doppelsitzer
13:30 Uhr 2. Wertungslauf Doppelsitzer


3. FIL-Juniorenweltcup Naturbahn – Durch Krankheit geschwächt

Laas(17.02.2017) Es ist ein bisschen der Wurm respektive der Virus drin bei den Junioren der deutschen Naturbahnrodler. Nach Theresa Maurer ist nun auch Maxi Leiner erkrankt.

Laas (17.02.2017) Es ist ein bisschen der Wurm respektive der Virus drin bei den Junioren der deutschen Naturbahnrodler. Nach Theresa Maurer ist nun auch Maxi Leiner erkrankt. Beide fielen beim Juniorenweltcup in Laas (Südtirol) am vergangenen Wochenende aus; denn Maurer war immer noch nicht fit genug, um wieder auf den Schlitten zu steigen. „In unserer kurzen, kompakten Saison ist eine Erkrankung einfach Mist“, kommentierte Techniker Herbert Kögl zerknirscht die Situation.

Die verbliebenen Athleten schlugen sich im Vinschgau recht ordentlich, wenn auch aus Trainersicht unter Wert: „Wir müssen ehrlich sein, es wäre mehr möglich!“ So hatte Lisa Walch in Lauf eins Materialprobleme und fuhr nur die sechste Zeit. Nach einem guten zweiten Durchgang mit der vierten Laufzeit reichte es schlussendlich noch zu Rang fünf. Ähnlich steigern konnte sich der Doppelsitzer Seppi Limmer/ Simon Dietz. Sie fuhren in Lauf zwei die dritte Zeit und beendeten das Rennen auf Rang vier.

Bei den Herren matchten sich Seppi Limmer und Oliver Schiller intern und wurden im gut besetzten Feld 15. und 16.

Weiter geht es bei den Junioren nun mit intensivem Training in Unterammergau. Dort steht am 21. und 22. Januar das Finale des Juniorenweltcups an.

Weltcup Naturbahnrodeln in Moskau

Der BSD ist nur in der Jury vertreten

Moskau (11.01.2017) Vergangenes Jahr war der BSD mit drei Startern bei den Weltcuprennen in Moskau vertreten.

Moskau (11.01.2017) Vergangenes Jahr war der BSD mit drei Startern bei den Weltcuprennen in Moskau vertreten. Lisa Walch und Michaela Niemetz fuhren in Russlands Metropole sogar unter die Top Ten. In diesem Winter wird nur Thomas Niemetz als Jurymitglied vor Ort sein. Das hat zwei Gründe:

Zum einen ist der Großteil der deutschen Naturbahnrodler aufgrund der fehlenden Verdienstmöglichkeiten in ihrem Sport voll berufstätig. Dadurch sind sie auf das Verständnis ihrer Vorgesetzten und ihre wenigen Urlaubstage angewiesen, um zu den Weltcuprennen zu fahren. „Unsere Arbeitgeber sind meistens sehr großzügig“, erzählt Michaela Niemetz, die als Hörgeräteakustikerin arbeitet. „Dennoch müssen wir uns unsere Urlaubstage gut einteilen und natürlich auch auf den Bedarf der Firma Rücksicht nehmen“, ergänzt Zimmerer Christian Wichan. Da in der heurigen Saison die Weltmeisterschaften in Rumänien (2. bis 5. Februar) stattfinden, musste man sich entscheiden, wofür eine Woche Urlaub aufgewendet wird. Und zu Recht fiel da die Wahl auf den Saisonhöhepunkt in Vatra Dornei.

Zum anderen haben die Verbandsverantwortlichen heuer beschlossen, den Fokus auf den Juniorenbereich zu legen. „Unser Team besteht hauptsächlich aus Nachwuchsrodlern“, erklärt der sportliche Leiter Gerhard Pilz. Nachdem sich der Juniorenweltcup in seiner dritten Saison etabliert hat, möchte man, dass die jungen Athleten auch in ihrer Serie starten. „Es macht für einen jungen Sportler mehr Sinn in seiner Klasse um das Podest mitzufahren, als im Weltcup sechste und achte Plätze zu sammeln“, sagt Pilz. „Die seien zwar eine super Leistung, aber können auch noch mit 20 Jahren eingefahren werden.“ Der 19-fache Weltcupsieger möchte seinen Athleten weder die schönen Momente noch die wertvollen Entwicklungsmöglichkeiten im Juniorenbereich nehmen. Und so kämpft auch Walch am kommenden Wochenende nicht um einen guten Platz auf der Bahn am Leninhügel sondern ums Podest beim dritten Juniorenweltcup in Laas (Italien).

Programm Laas:

 

Samstag, 14.01.2017

Trainingsläufe

Sonntag, 15.01.2017

09:00 Uhr: 1. Wertungslauf Einsitzer
11:00 Uhr: 2. Wertungslauf Einsitzer
12:30 Uhr: Wertungsläufe Doppelsitzer

Naturbahnrodeln: 2. Weltcup in Latsch (ITA)

Rennen bei Flutlicht

Das zweite Weltcuprennen der Naturbahnrodler fand vom 06. bis 08. Januar 2017 im Vinschgau unter Flutlicht statt.

Das zweite Weltcuprennen der Naturbahnrodler fand vom 06. bis 08. Januar 2017 im Vinschgau unter Flutlicht statt. Für Michaela Niemetz, Marius Schmelzer und Christian Wichan war diese Station eine zusätzliche Herausforderung zur anspruchsvollen Gumpfrei-Bahn.

„Die Athleten sind keine großen Fans der Nachtrennen“, erklärt Thomas Niemetz, Koordinator Naturbahn des BSD. „Die Tage werden einfach sehr lang und anstrengend.“ Die Veranstalter erhoffen sich dagegen von den Rennen am Abend mehr Zuschauer.

Trotz der wenig geliebten Startzeit qualifizierten sich die drei deutschen Starter am Freitag souverän für die Finalläufe am Samstag. Dort traten dann allerdings nur noch Niemetz und Schmelzer an. Wichan hatte sich im zweiten Trainingslauf eine Muskelverletzung zugezogen und die Qualifikation unter Schmerzen bestritten. Nach der Nacht waren dann aber die Probleme so groß, dass an einen Start nicht mehr zu denken war.

Niemetz und Schmelzer verpassten im Finale als Elfte und Zwölfter jeweils knapp die Top Ten. Eine Platzierung unter den besten Zehn war zwar ihr erklärtes Ziel, dennoch sind sie mit dem Ergebnis zufrieden.

„Es ist auf jeden Fall wieder ein Schritt nach vorn“, bestätigt auch Thomas Niemetz.

2. FIL Juniorenweltcup in Laas: Solide Ergebnisse ohne Zugspferd Theresa Maurer

Latzfons (06.01.2017) Der zweite Juniorenweltcup ist Geschichte, und das deutsche Team ist mit dem Ergebnis zufrieden.

Latzfons (06.01.2017) Der zweite Juniorenweltcup ist Geschichte, und das deutsche Team ist mit dem Ergebnis zufrieden. Bedauerlich ist nur, dass Zugpferd Theresa Maurer beim Rennen in Latzfons(ITA) krankheitsbedingt gefehlt hat und so ihre Hoffnungen auf die Verteidigung des Gesamtweltcuptitels begraben muss. „Das ist ärgerlich“, gibt auch der sportliche Leiter Gerhard Pilz zu. „Aber es gibt noch genug andere Ziele in dieser Saison.“

Bei den Damen fuhr Lisa Walch als Fünfte das Topresultat des Wochenendes ein. Regina Rowold wurde 13.

Bei den Herren verpasste Seppi Limmer mit einem Fehler im zweiten Lauf den anvisierten Top Ten Platz und wurde 13. Ihm folgten Oliver Schiller und Maxi Leiner als 16. und 17., Flori Limmer wurde 29.

Im Doppel bestätigten Seppi Limmer und Simon Dietz, dass sie auf dem richtigen Weg sind und belegten wie schon in Winterleiten Platz fünf.

Das Team nützt nun die Chance in Laas (ITA) zu trainieren. Dort finden am kommenden Wochenende (14. und 15. 01.2016) die nächsten Rennen statt.