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SKELETON

Skeleton: Acht deutsche Podestplätze beim Europacup in Winterberg

• Martin Rosenberger und Fabian Küchler auf den ersten Plätzen
• 1. und 2. Platz für Corinna Leipold
• Zweimal Dreifacherfolg für die deutschen Männer

Winterberg (bsd/20.11.2017) Am Freitag, 17. November und Samstag, 18. November fanden in Winterberg zwei Europacuprennen im Skeleton statt. Die deutschen Athletinnen und Athleten konnten sich sensationelle acht Podestplatzierungen sichern.

Beim ersten Frauen-EC am Freitag (17.11.) gewann die Britin Brogan Crowley mit 56 hundertstel Sekunden Vorsprung. Auf den zweiten Platz fuhren zeitgleich die deutsche Athletin Corinna Leipold und die Rumänin Maria Marinela Mazilu. Susanne Kreher belegte den siebten Rang, Luisa Hornung wurde Zwölfte.  

Der EC der Männer am Freitag endete mit einem deutschen Dreifacherfolg. Martin Rosenberger holte sich souverän den Sieg, vor seinen Teamkollegen Fabian Küchler (+ 0,22 Sek.) und Felix Seibel (+ 1,30 Sek.). Knapp dahinter verpasste der vierte Deutsche Dominic Rady mit einem Rückstand von 1,31 Sekunden auf den Erstplatzierten leider das Podest.

Auch beim zweiten Rennen am Samstag (18.11.) zeigten die jungen Skeleton-Athleten um Junioren-Bundestrainer David Lingmann mit starken Leistungen auf.
Die Männer konnten den Erfolg vom Vortag wiederholen und sicherten sich erneut alle drei Podestplätze. Fabian Küchler, der Zweitplatzierte vom Vortag, gewann das zweite EC-Rennen, vor seinen Teamkollegen Martin Rosenberger (+ 0,27 Sek.) und Felix Seibel (+ 0,68 Sek.). Dominic Rady fuhr auf den fünften Platz.

Für die deutschen Skeleton-Fahrerinnen endete das EC-Wochenende in Winterberg mit einem Sieg von Corinna Leipold, die nach dem ersten Lauf zeitgleich mit der Russin Ali Tararychenkova in Führung gelegen hat. Im zweiten Durchgang konnte sie sich dann gegen die Russin durchsetzen und gewann mit einem Vorsprung von 31 hundertstel Sekunden Vorsprung vor Ali Tararychenkova. Brogan Crowley aus Großbritannien belegte den dritten Rang (+ 0,37 Sek.). Eine Leistungssteigerung konnten auch Susanne Kreher und Luisa Hornung verzeichnen. Kreher verpasste im zweiten Rennen das Podest nur knapp und platzierte sich auf Rang vier. Ihre Teamkollegin Hornung schaffte ebenso den Sprung in die Top-Ten und konnten letztlich mit Platz sieben aufzeigen. 

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Skeleton: Axel Jungk auf dem Podest beim 2. Weltcup in Park City

• Axel Jungk sensationell auf dem dritten Platz
• Christopher Grotheer mit 4. Platz nur knapp am Podest vorbei, Alexander Gassner wird 7ter
• Sungbin Yun gewinnt, Zweiter wird Martins Dukurs

Park City (bsd/18.11.2017) Nach dem Zweifacherfolg von Tina Hermann und Jacqueline Lölling, die sich beim zweiten Weltcup in Park City die Plätze 2 und 3 gesichert hatten, fuhr eine Stunde später auch das deutsche Herrenteam ein tolles Mannschaftsergebnis ein.

Als bester Deutscher holte sich Axel Jungk mit dem dritten Platz seinen ersten Podestplatz der neuen Saison, vor Christopher Grotheer auf Rang vier. Alexander Gassner belegte den siebten Platz.

Als Sieger ging der starke Koreaner Sungbin Yun aus dem Rennen, Zweiter wurde der Lette Martins Dukurs.

Cheftrainer Jens Müller: "Wir haben als Mannschaft ein sehr gutes Ergebnis abgeliefert. Bei den Männern hat Axel Jungk im zweiten Lauf wieder eine sagenhafte Startzeit hingelegt, die wiederum Grundlage für die gute Platzierung war wie auch in Lake Placid vergangene Woche. Mit den beiden anderen Jungs bin ich auch zufrieden, da man bedenken muss, wie eng die Zeiten bzw. Rückstände bei den Männern beieinanderliegen."

--> O-Ton Jens Müller


Das nächste Weltcuprennen der Skeleton Männer findet am 25. November um 19.00 Uhr (MEZ) in Whistler (CAN) statt. (lr)

Platzierungen der deutschen Skeleton-Athleten

3. Platz: Axel Jungk
4. Platz: Christopher Grotheer
7. Platz: Alexander Gassner

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Skeleton: Zwei Podestplätze für die deutschen Frauen in Park City

• Tina Hermann verpasst um knappe 2 hundertstel Sekunden den Sieg
• Jacqueline Lölling wird Dritte, Sophia Griebel fährt auf den 13. Platz
• Elena Nikitina aus Russland gewinnt mit Startbestzeit

Park City (bsd/18.11.2017) Für den ersten deutschen Weltcupsieg der neuen Saison haben letztlich nur zwei hundertstel Sekunden gefehlt: Die Halbzeitführende Tina Hermann musste sich im zweiten Rennlauf der laufstarken Russin Elena Nikitina geschlagen geben. Die weiteren Podestplatzierungen lagen dann aber fest in deutscher Hand: Tina Hermann wurde starke Zweite, Teamkollegin Jacqueline Lölling fuhr auf den dritten Platz.

Tina Hermann über ihren zweiten Platz: "Die Bahn in Lake Placid letzte Woche lag mir leider nicht und ich war natürlich enttäuscht über den 10. Platz. Jetzt bin ich dagegen sehr glücklich über den zweiten Platz. Ich hatte einen Fahrfehler in der Kurve 13/14 und war am Start zu weit hinten. Ich freue mich jetzt auf Whistler, da ich diese Bahn sehr gerne mag."

--> O-Ton Tina Hermann

 

Jacqueline Lölling ist mit ihrem Gesamtergebnis zufrieden: "Ich muss unter anderem am Start meine Reserven noch mehr rausholen. Während der Fahrt habe ich auch zu viele Fehler gemacht, aber der Speed ist auf jeden Fall da. Ich denke, dass mit den nächsten Rennen auch immer mehr Konstanz kommen wird und ich freue mich auf die Bahn in Whistler nächste Woche."

--> O-Ton Jacqueline Lölling


Die dritte deutsche Starterin Sophia Griebel fuhr auf den 13. Rang.

Cheftrainer Jens Müller ist mit den Ergebnissen seines Frauenteams sehr zufrieden: "Es ist sehr schade, dass wir den Sieg noch abgeben mussten, da Elena Nikitina eine so schnelle Starterin ist. Aber die Plätze 2 und 3 sind auf jeden Fall ein sehr gutes Ergebnis."

--> O-Ton Jens Müller


Die nächste Station für die Skeleton Frauen ist der Weltcup im kanadischen Whistler am 24. November 2017 ab 19.00 Uhr (MEZ). (lr)

Platzierungen der deutschen Skeleton-Athletinnen

2. Platz: Tina Hermann
3. Platz: Jacqueline Lölling
13. Platz: Sophia Griebel

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Skeleton: Dominante Vorstellung in Übersee

• Zweimal Doppelsieg
• Fernstädt und Keisinger überragen
• Halbzeit beim ICC der Skeletonis

Calgary (bsd/14.11.2017) Das ICC-Team der deutschen Skeletonis startete in der vergangenen Woche im kanadischen Whistler in die neue Wintersaison 2017/18. Das Team um Junioren-Bundestrainer David Lingmann konnte auf der schwierigen Olympiabahn von 2010 der Konkurrenz deutlich Einhalt bieten. Auch beim dritten und vierten IntercontinentalCup in Calgary dominierte das deutsche Team.

Am Sonntag (12.11.) feierte Felix Keisinger den ersten ICC-Sieg seiner jungen Karriere. Kilian v. Schleinitz und Michael Zachrau belegten die Plätze vier und fünf. Bei den Frauen behielt Anna Fernstädt ihre gute Form bei und gewann vor den Kanadierinnen Madison Charney (+0.15 Sek) und Lanette Prediger (+0.19 Sek). Janine Becker steigerte sich im Vergleich zur Vorwoche und fuhr mit einem sechsten Platz ihr bisher bestes Ergebnis in dieser Saison ein.

Beim vierten IntercontinentalCup am Montag (13.11.) fuhren wie bereits in Whistler alle drei Männer auf das Podest. Den Doppelsieg holte sich Felix Keisinger knapp vor Michael Zachrau (+0.05 Sek) und Kilian v. Schleinitz (+0.32 Sek). Ebenfalls entschied Anna Fernstädt das Rennen für sich und verlässt Kanada mit drei von möglichen vier Siegen. Janine Becker konnte die Form des Vortages nicht halten und fuhr auf den elften Rang.

Die Trainer David Lingmann und Anja Selbach zeigten sich sehr zufrieden mit den starken Leistungen ihrer Athleten: „Zum Abschluss gab es heute viermal die Hymne, und das in Übersee. Ich bin verdammt stolz auf die Leistungen unsere Mädels und Jungs.“

 

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Skeleton: Axel Jungk bester Deutscher mit Platz 4 in Lake Placid

• Dukurs gewinnt vor Yun und Tretiakov
• Axel Jungk nur knapp am Podest vorbei
• Christopher Grotheer in den Top Ten, Alexander Gassner wird 18ter

Lake Placid (bsd/10.11.2017)  Für die deutschen Skeleton Männer stand der Einstieg in die neue Weltcupsaison 2017/18 unter keinem guten Stern. Die notwendigen Trainingsfahrten konnten aufgrund zu warmer Temperaturen nicht durchgeführt werden und verhinderten somit die bestmögliche Vorbereitung auf der schwierigen Bahn in Lake Placid. Am Renntag selbst hielt nun der Winter Einzug und sorgte mit -12 Grad Celsius in den Morgenstunden für einen starken Temperatursturz an der Bahn, auf den es sich nun einzustellen galt.

Die deutschen Skeletonis beendeten den Weltcup-Auftakt mit zwei Top Ten-Platzierungen von Axel Jungk und Christopher Grotheer sowie einem weit abgeschlagenen Alexander Gassner auf dem 18. Rang.

Axel Jungk, der nach dem ersten Lauf auf dem vierten Rang lag, konnte zwei sehr starke Startzeiten auf Weltklasse-Niveau für sich verbuchen und holte mit seinem vierten Platz nach dem zweiten Lauf das beste deutsche Ergebnis ein: „Die äußeren Bedingungen waren heute sehr schwierig, da es so extrem kalt war und man sich im Gegensatz zu den letzten Tagen wieder umstellen musste. Ärgerlich ist es natürlich schon, dass es wieder nur der vierte Platz ist. Aber ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind“, so Axel Jungk.

--> O-Ton Axel Jungk


Christopher Grotheer fuhr auf den zehnten Platz, Teamkollege Alexander Gassner fiel auf den 18. Platz zurück. Beide hatten sowohl beim Start als auch in der Bahn größere Probleme.

Den Sieg holte sich der starke Lette Martins Dukurs, Zweiter wurde der Chinese Sungbin Yun (+ 0.11 Sek), auf den dritten Patz fuhr Alexander Tretiakov aus Russland (+ 0.17 Sek).

Cheftrainer Jens Müller zeigt sich mit den Leistungen seiner Mannschaft zufrieden, hofft jedoch auf bessere Wetterbedingungen in Park City: „Axel Jungk hat mit seinem vierten Platz das beste Ergebnis für uns erzielen können. Grundlage waren vor allen Dingen die sehr guten Startzeiten und die sehr gute Materialabstimmung. Grotheer und Gassner hatten zu schlechte Startzeiten, die ein besseres Ergebnis leider verhinderten. Wir blicken nun auf die Weltcups in Park City und in Whistler, bei denen wir uns hoffentlich auf die Bahnverhältnisse besser einstellen können.“

--> O-Ton Jens Müller


Das nächste Weltcuprennen der Skeleton Männer findet am 18. November um 20.00 Uhr (MEZ) in Park City statt.

Auflistung der deutschen Skeleton-Männer


4. Platz: Axel Jungk
10. Platz: Christopher Grotheer
18. Platz: Alexander Gassner

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Skeleton: Zwei deutsche Top Ten-Platzierungen in Lake Placid

• Janine Flock gewinnt vor Elisabeth Vathje und Lizzy Yarnold
• Jacqueline Lölling und Tina Hermann fahren in die Top Ten
• Sophia Griebel verpasst zweiten Lauf

Lake Placid (bsd/09.11.2017) Der amerikanische Wettergott hatte in den letzten Tagen kein rechtes Einsehen mit dem internationalen Skeletonsport. Zu warmes Wetter verhinderte ausreichende Trainingsfahrten und erschwerte es Athleten und deren Trainern, sich bestmöglich auf den Saisonauftakt in Lake Placid vorzubereiten.

Für die deutschen Skeleton-Fahrerinnen endete der Weltcup mit einem eher mittelmäßigen Ergebnis. Beste deutsche Pilotin wurde Jacqueline Lölling, die nach dem ersten Lauf noch auf dem aussichtsreichen vierten Rang lag, im zweiten Lauf in der Kurve 12 jedoch einen groben Patzer machte. Mit 62 hundertstel Sekunden Rückstand fuhr sie letztendlich auf den achten Rang: „Ich habe mir definitiv eine bessere Platzierung vorgestellt. Ich habe zu viele Fehler während meiner Fahrten gemacht. Ich hoffe auf das nächste Rennen in Park City, da mir diese Bahn mehr liegt.“

O-Ton Jacqueline Lölling -->


Ihre Teamkollegin Tina Hermann tat sich auf der schwierigen Bahn in Lake Placid nicht gerade leichter. Nach dem ersten Lauf lag sie auf Platz neun und rutschte im zweiten Lauf noch einen Platz zurück. Mit 84 hundertstel Sekunden Rückstand fuhr die Vizeweltmeisterin von 2017 immerhin noch in die Top Ten.

Janine Flock kam mit der anspruchsvollen Bahn in Lake Placid hingegen sehr gut zurecht. Wie bereits im Vorjahr gewann die Österreicherin das heutige Rennen, vor der Kanadierin Elisabeth Vathje und Lizzy Yarnold (GBR).

Für die dritte deutsche Starterin Sophia Griebel endete das erste Weltcuprennen nach ihrer zehnmonatigen Verletzungspause bereits nach dem ersten Lauf. Mit Rang 23 schaffte sie es leider nicht in den zweiten Durchgang.

Cheftrainer Jens Müller ist mit dem Ergebnis seiner Skeleton-Damen wie zu erwarten nicht zufrieden: „Die Plätze 8, 10 und 23 zeigen nicht den wahren Leistungsstand, den wir auch hier auf der schwierigen Bahn draufhaben. Es passierten zu viele Fahrfehler, die es verhinderten, dass eine bessere Platzierung zustande kommt. Auch am Start waren wir heute nicht konkurrenzfähig. Diese beiden Faktoren gilt es für die nächsten beiden Stationen in Park City und in Whistler zu verbessern.“

--> O-Ton Jens Müller


Morgen starten um 14.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit auch die Skeleton Männer in den Weltcup-Winter 2017/18.

Die nächste Station für die Skeleton Frauen ist der Weltcup in Park City (USA) am 17. November 2017.

Auflistung der deutschen Skeleton-Frauen

8. Platz: Jacqueline Lölling
10. Platz: Tina Hermann
23. Platz: Sophia Griebel

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Skeleton: Sensationeller Auftakt bei den Junioren

• InterContinental-Team zeigt in Whistler eine starke Leistung
• Sechs Podestplätze in zwei Rennen

Whistler (bsd/06.11.2017) Anna Fernstädt und Kilian v. Schleinitz haben im kanadischen Whistler den ersten InterContinentalcup (ICC) der Saison gewonnen. Bei den Frauen siegte am Samstag (06.11.) die junge Berchtesgadenerin – mit beinahe neuem Streckenrekord – vor der Kanadierin Lanette Prediger (+ 0,7 Sek.) und der Schweizerin Marina Gilardoni (+ 1,57 Sek.). Janine Becker, Rookie der Mannschaft, fuhr auf der für sie neuen Bahn auf Rang 14.

Die jungen Männer konnten beim Saisonauftakt sogar einen Doppelerfolg feiern. Kilian v. Schleinitz holte sich vor seinem Teamkollegen Felix Keisinger und dem Russen Pavel Kulikov, die beide zeitgleich auf Rang zwei fuhren (+0,24), den Sieg. Michael Zachrau verpasste um lediglich 0,03 Sekunden knapp das Podest und wurde Vierter.

Auch beim zweiten Rennen am Sonntag (05.11.) zeigten die jungen Skeleton-Athleten um Junioren-Bundestrainer David Lingmann mit starken Leistungen auf.

Die Männer konnten sogar noch einen draufsetzen und einen sensationellen Dreifacherfolg einfahren. Von Schleinitz holte sich in einem Hundertstelkrimi seinen zweiten Sieg und überzeugte mit konstanter Leistung in allen Läufen. Rookie Felix Keisinger musste sich nach Halbzeitführung und einem Startfehler im zweiten Lauf letztlich um knappe 0,07 Sekunden geschlagen geben. Michael Zachrau (+ 0,08 Sekunden) zeigte mit Laufbestzeit im zweiten Lauf sein Potential und komplettierte als Dritter den perfekten Saisonstart.

Die Frauen verpassten am Sonntag das Podest nur knapp. Anna Fernstädt stürzte im ersten Lauf, konnte jedoch mit einer hervorragenden Aufholjagd und einer Bestzeit im zweiten Lauf von Rang 13 auf Platz vier vorfahren. Janine Becker fuhr nach Platz 14 am Vortag ein Top-Ten Ergebnis ein und wurde Achte.

Das Team um BSD Junioren-Bundestrainer Lingmann zeigte mit sechs Podestplätzen zum Saisonauftakt eine starke Performance: „Es ist ein super Einstieg in die Saison. Die Leistungen sind hoch einzuschätzen und zeigen uns, dass wir über die Sommermonate gut gearbeitet haben. Die Athleten konnten die extremen Bedingungen auf der Highspeed-Bahn von Whistler gut meistern und ergriffen ihre Chancen“, freut sich Lingmann nach dem gelungenen Auftakt.

Die Ergebnisse versprechen Spannung pur für die nächsten Rennen, die am 12. und 13. November 2017 in Calgary (CAN) stattfinden. „Die Konkurrenz ist stark, doch wir sind stärker“, so der zuversichtliche Lingmann.

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Skeleton: Hundertstel entscheiden über Startplatz

• InterContinental- und Europacup-Teams nominiert

Königssee (bsd/25.10.2017) Am Mittwoch, 25. Oktober 2017 wurden im Rahmen des letzten Qualifikationsrennens in der Deutsche Post Eisarena Königssee die Teams der InterContinental- (ICC) und Europacup-Serie (EC) für die Saison 2017/18 nominiert.

Bei den Damen gab es für das ICC-Team neben der bereits gesetzten Anna Fernstädt vorerst nur einen Startplatz für die Übersee-Rennen zu vergeben. Dabei konnte sich Janine Becker mit drei Siegen und einem dritten Platz klar durchsetzen. Für die Rennen in der zweiten Saisonhälfte der ICC-Serie können sich die Schützlinge von Junioren-Bundestrainer David Lingmann bei nationalen Nominierungsrennen bis Weihnachten empfehlen.

Spannung pur gab es bei den Herren: Nach drei von vier Entscheidungsrennen kämpften fünf Athleten um den letzten Startplatz in der ICC-Serie. Nach dem Motto „Wer gewinnt, fliegt mit“ konnte sich in einer Hundertstelentscheidung letztlich der Berchtesgadener Felix Keisinger hauchdünn vor Martin Rosenberger und Felix Seibel durchsetzen. Der startschnelle Berchtesgadener komplettiert somit neben den bereits von Cheftrainer Jens Müller gesetzten Athleten Michael Zachrau und Kilian v. Schleinitz als dritter Mann das ICC-Team 2017/18.

Das EC-Team führt bei den Mädels Corina Leipold vor Luisa Hornung und Susanne Kreher an. Im Herrenbereich gehen Martin Rosenberger, Felix Seibel, Dominc Rady und Fabian Küchler bei den EC-Rennen an den Start.

Lingmann war mit den Leistungen seiner Athleten sehr zufrieden: „Es war das erste Mal, dass ich das B-Team in eine Saison leiten durfte. Die Sportler waren sehr diszipliniert und haben sich gegenseitig gepusht. Auch einen großen Dank an das Trainerteam um mich, es machte richtig Spaß miteinander zu arbeiten. Das Leistungspotential der Gruppe war allgemein sehr hoch. Besonders die Männer konnten mit Top-Startleistungen auf Weltcup-Niveau aufwarten“, so Lingmann.

Bereits am Sonntag (29.11.) geht es für das ICC-Team zum Auftaktrennen ins kanadische Whistler. Das EC-Team startet am 17. November beim Europacup in Winterberg (GER). 
 

ICC Team 2017/18

 

Damen

Anna Fernstädt (RC Berchtesgaden)
Janine Becker (BSC Winterberg)

Männer

Michael Zachrau (WSV Oberhof)
Kilian v. Schleinitz (WSV Königssee)
Felix Keisinger (WSV Königssee)

EC Team 2017/18

Damen

Corina Leipold (BRC Thüringen)
Luisa Hornung (BRC Friedrichroda)
Susanne Kreher (BSD Sachsen-Oberbärenburg)

Männer

Martin Rosenberger (WSV Königssee)
Felix Seibel (BRC Hallenberg)
Dominic Rady (WSV Königssee)
Fabian Küchler (RT Suhl)

„Eine Olympiamedaille für die Sportart Skeleton ist das Ziel“

• Erste Fahrten auf der Olympiabahn in PyeongChang
• Umstellung im Athletiktraining zeigt ihre Wirkung
• Individuelle Verbesserungen der Fahrlage durch Technologiepartner BMW

PyeongChang (bsd/23.10.2017) Die Olympiasaison 2017/18 hat begonnen. Die Skeleton-Nationalmannschaft befindet sich derzeit mit ihren drei schnellsten Damen und Herren zur internationalen Trainingswoche der IBSF in Korea auf der Olympiabahn für PyeongChang 2018. Cheftrainer Jens Müller spricht hier im BSD-Portal-Interview über Voraussetzungen und Erwartungen auf dem Weg zu den XXIII. Olympischen Winterspielen im Februar 2018.

Herr Müller, Sie sind nach 22 Stunden Reise und einer Bus-Panne wohl behalten in der Region Alpensia in Korea angekommen. Konnten schon erste Fahrten auf der Bahn gemacht werden?

Jens Müller: „Wir sind bereits das erste Mal bei stürmischen und verregneten Bedingungen gefahren. In der Bahn ist sehr viel Eis, die Schwerpunkte sind dieselben wie im März, die Lenkpunkte haben sich allerdings etwas geändert. Das erste Training haben die Meisten mit leichten Blessuren überstanden.“

In den letzten Jahren haben Sie im Athletiktraining einige Umstellungen vorgenommen. Wie ist das Startniveau der BSD-Skeletonis jetzt und sind Sie mit der Entwicklung bisher zufrieden?

Jens Müller: „Wir waren uns natürlich bewusst, dass wir am Start unbedingt den Abstand zur Weltspitze verkürzen müssen. Wir haben auch in diesem Jahr im Trainerrat wieder verschiedene Maßnahmen festgelegt. Es gab bei einigen Sportlern, unter anderem bei Jacqueline Lölling, eine Entwicklung im Startniveau. Tina hatte leider mit ein paar Verletzungsproblemen zu kämpfen. Sie hat aber ihren Bestwert am Start auch wieder erreicht. Sophia Griebel ist wieder stark nach der langen Verletzungspause. Sie hat sich deutlich am Start verbessert. Bei den Herren haben wir auch mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Da sehe ich noch nicht alle dort, wo wir sie haben wollen. Daher bin ich noch nicht ganz zufrieden, aber ich hoffe es gibt während der Saison eine weitere Steigerung.“

Wie sieht es mit der Olympiaqualifikation aus. Haben die Weltcupstarter automatisch auch das Olympiaticket sicher?

Jens Müller: „Nein, so ist es nicht. Wer im Weltcup startet, der hat die besten Chancen, sich über die Weltrangliste zu qualifizieren. Doch man kann auch im ICC wertvolle Punkte sammeln und sollte es im Weltcup-Team Verletzte geben – was wir natürlich nicht hoffen – dann kommt jemand aus dem ICC nach. Die Entscheidung für einen Wechsel  zwischen den Serien  behalten wir uns bei den Männern und Frauen vor. Mitte Januar wird nominiert und bis dahin müssen sich alle von ihrer besten Seite zeigen.“

Gibt es im Bereich Skeleton auch Zusammenarbeit mit BMW im Bereich Technologie? Kann die Sportart Skeleton zum Beispiel von den Rennrodel-Messfahrten auf der neuen Olympiabahn in Korea profitieren?

Jens Müller: „Was die Rennrodler - mit Hilfe der BMW Motorsport-Messtechnik - gemacht haben, ist eine sehr gute Geschichte. Die Messdaten geben Aufschluss über die Geräte und die Kräfte, die dort wirken. Da kann man natürlich für den Geräte-Aufbau sehr viel mitnehmen. Aber alles ist natürlich sehr speziell auf das Rennrodeln ausgelegt.
Wir Skeletonis profitieren auch sehr von der Technologiepartnerschaft mit BMW. Wir waren in den letzten Jahren mehrfach im BMW-Windkanal in München. Die Mitarbeiter dort kennen unsere Problemstellungen ganz genau. Wir haben individuelle Verbesserungen der Fahrlage erzielt und es wurden auch umfangreiche Rennanzug-Tests unseres Ausrüsters Descente über den vergangenen Sommer im Windkanal vorgenommen.“

Wie zufrieden sind Sie mit den aktuellen Fahrleistungen ihrer Athletinnen und Athleten am Beginn der Olympiasaison?

Jens Müller: „Natürlich ist das immer vor den ersten Weltcups schwierig einzuschätzen. Aber ich denke, dass sich bei den Herren Axel Jungk und Christopher Grotheer fahrerisch schon auf einem sehr guten Niveau befinden. Bei den Damen hat sich bis jetzt Jacqueline Lölling in sehr guter Form gezeigt und Tina hat vor allem am Königssee fahrerisch überzeugt.“

Jacqueline Lölling ist aktuell Weltmeisterin, Tina Hermann und Axel Jungk sind Vizeweltmeister. Mit welchen Erwartungen an die Leistungsträger geht ein Cheftrainer da in die Olympiasaison?

Jens Müller: „Unser Ziel ist ganz klar eine Medaille in der Sportart Skeleton bei den Olympischen Winterspielen in Korea zu gewinnen. Bei den Frauen sind die Chancen natürlich höher, weil wir mit zwei Medaillenkandidatinnen antreten. Doch ich traue es auch unseren Männern zu um Platz 3 zu fahren. Am Ende sollte eine Skeleton-Medaille für den BSD herausspringen. Dann können wir zufrieden sein, denn international sind die Plätze auf dem Podium sehr hart umkämpft.“

Was sind die Besonderheiten der Olympiabahn in Korea?

Jens Müller: „Es gibt drei Schwerpunkte auf dieser Olympiabahn. Einmal ist das die Kurve 2, die sehr wichtig ist. Dann im mittleren Bereich ist das die Kurvenkombination 5, 6 und 7 die für uns entscheidend ist wie man auf die Kurve 9 kommt. Und im unteren Bereich ist dann wichtig, dass man in die Kurve 13 richtig trifft, damit man unten heraus beschleunigen kann.“

Wem kommt die Strecke in PyeongChang denn besonders entgegen?

Jens Müller: „Jacqueline kommt gut mit der Olympiabahn zurecht. Tina kann auch sehr schnell sein. Hier brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken. Bei den Männern wird der Olympiasieg wohl zwischen Martins Dukurs aus Lettland und Sungbin Yun aus Korea ausgefahren. Um Bronze wird es ein großes Gerangel geben und unser Ziel muss sein, dass wir in diesem Kampf dabei sind.“

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Müller.

Skeleton: Spannung bei den internen Qualifikationsrennen

• Halbzeit der Selektionen für Intercontinentalcup und Europacup

Winterberg (bsd/15.10.2017) Im Rahmen des Lehrgangs der Skeleton B-Mannschaft standen am Freitag und Samstag (13./14.10.) in der VELTINS-EisArena die ersten beiden von insgesamt vier Qualifikationsrennen an.

Für Junioren-Bundestrainer David Lingmann ging es um die Nominierung für die Anfang November in Kanada beginnende Intercontinentalcup-Saison (ICC) sowie die Europacup-Serie (EC). Die ICC- und EC-Teams sollen nach den Selektionsrennen am Königssee am 24. und 25.Oktober endgültig feststehen.

Trotz der schwierigen Witterungsverhältnisse waren es heißumkämpfte Rennen. Den Sieg bei den Frauen konnte sich Janine Becker zweimal sichern. Bei den Männern hatten Felix Keisinger und Felix Seibel die Nase vorne.

Sehr angetan war Lingmann von den Startzeiten der Männer, die sich in Top-Form präsentierten. „Das Startniveau unserer jungen Männer lag auf Weltcup-Niveau. Das stimmt uns sehr zuversichtlich und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Lingmann.