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BOB

Bob: Deutsche Meisterschaften am Königssee

• Deutsche Meisterschaften am Königssee
• Weltcup-Mannschaften bereits in PyeongChang

Königssee (bsd/06.02.2018) Am 05. und 06. Februar 2018 fanden am bayerischen Königssee in Abwesenheit der Weltcup-Mannschaften die Deutschen Meisterschaften im Bob in der Deutsche Post Eisarena statt.

Am Montag (05. Februar) starteten die Bewerbe der Zweierbob Männer sowie der Frauenbobs. Bei den Frauen konnte sich das Team um Pilotin Christin Senkel den Sieg sichern. Laura Nolte und Sarah Wimmer holten mit deutlichem Rückstand die Plätze zwei und drei.

Im Zweierbob der Männer gewann das Team Oelsner/Schüller mit einem knappen Vorsprung von sieben hundertstel Sekunden Vorsprung vor dem Team um Pilot Pablo Nolte. Den dritten Rang sicherte sich das Team um Jonas Jannusch.

Am 06. Februar stand abschließend die Entscheidung im Viererbob auf dem Programm. Das Team Klammer gewann mit knappen drei hundertstel Sekunden Vorsprung vor Christoph Hafer. Dritter wurde der Vortagessieger im Zweierbob, Richard Oelsner.

Mit den Deutschen Meisterschaften endete eine sehr erfolgreiche Saison für die deutschen Nachwuchssportler, die zugleich eine gute Ausgangsposition für die kommende Europacup-Saison bildet.

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Para Bob: Weltcupfinale in St. Moritz

Am 01. und 02. Februar 2018 stand das Weltcupfinale der Para Bobsportler im Olympia Bobrun von St. Moritz-Celerina auf dem Programm. Die beiden für Deutschland startenden Piloten Alex Feretos und Niko Johann wurden an diesen Tagen von Wolfgang Hoppe gecoacht. Auf der einzigartigen Naturbobbahn konnten sie sich im renommierten Starterfeld in ihren Leistungen erneut steigern: Niko Johann belegte in den zwei abschließenden Rennen den 9. und 7. Rang. Alex Feretos sicherte sich die Plätze 15 und 14.

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Im Gesamtweltcup der Saison 2017/2018 belegte Niko Johann den 11. Platz, Alex Feretos wurde Gesamt-20ter. Den ersten Platz sicherte sich der Brite Corie Mapp.

Als Saisonabschluss finden am 10. und 11. März die IBSF Weltmeisterschaften der Para-Sportler im norwegischen Lillehammer statt.

Para Bobsport – Mit Sicherheit rasant

Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland e. V. (BSD) fördert gemeinsam mit dem Deutschen Behindertensportbund (DBS) den paralympischen Bobsport (Para Bob – später ggf. auch Para Skeleton). Das gemeinsame Ziel ist die Teilnahme eines deutschen Para Bobteams bei den Winter-Paralympics 2022 in Peking.

Im März 2016 fand zum ersten Mal eine Para Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft im US-amerikanischen Park City statt. Diese Weltmeisterschaft war für den Internationalen Bob- und Skeleton Verband (IBSF) ein großer und wichtiger Schritt.

Innovation, Emotion und Aktion kennzeichnen die noch junge Sportart Para Bob. Zum Einsatz kommt ein Monobob, der bereits bei den Youth Olympic Games eingesetzt wurde. Dieser Bob ist mit zusätzlichen Elementen ausgestattet (u. a. höhere Seitenwände), um die Piloten, die den Bob alleine steuern, besser zu schützen. Beim Para Bob starten die Aktiven sitzend von der Starthöhe des normalen Bobstarts. Dabei wird der Bob entweder „abgelassen“ (bei steilen Startprofilen wie in Oberhof) oder mit Hilfe eines „Katapultes“ beschleunigt (bei flachen Startpassagen wie in St. Moritz).

Teilnehmen dürfen laut IBSF-Reglement behinderte Athleten, die abwärts der Hüfte gehandicapt sind. Oberkörper und Wahrnehmungsorgane dürfen nicht eingeschränkt sein.

Das Para Bob Angebot des BSD/DBS richtet sich an Sportler bzw. Interessenten mit Handicap („gehfähig“ und „nicht gehfähig“).

Definition von „gehfähig“    

• Gliedmaßenverlust oder -behinderung (z.B. einseitige Beinamputation)
• Muskelkraftbeschränkung der Beine
• Bewegungseinschränkungen (z. B. Ankylose in einem Fuß oder Knöchel)
• Beinlängendifferenz: Ein Bein muss z. B. mindestens 7 % kürzer sein als das andere (Messpunkte: Bauchnabel bis zum höchsten Punkt des Innenknöchels)

Definition „nicht gehfähig“

• Gliedmaßenverlust oder -behinderung (z. B. beidseitige Amputation oberhalb des Knies (mindestens ein Drittel von jedem Oberschenkelknochen muss vorhanden sein)
• Muskelkraftbeschränkung der Beine

Einschränkungen hinsichtlich des Einschätzens der Geschwindigkeit oder der Reaktionsfähigkeit bzw. an den oberen Extremitäten dürfen nicht bestehen.

Ferner wird vorausgesetzt

• Interesse an der hochinteressanten Sportart Para Bob und am Leistungssport
• Lust auf Innovation, Emotion und Aktion
• Bereitschaft zur Weiterentwicklung und Verbreitung von Para Bob in Deutschland
• Kommunikationsbereitschaft und Aufgeschlossenheit gegenüber internationalen Athleten mit und ohne Behinderung
• Mindestalter 18 Jahre und körperliche Eignung (v. a. gute Rumpf- und Nackenmuskulatur, gute Auge-Hand-Koordination und komplexe Reaktionsfähigkeit)

Erfahrene Trainer weisen zunächst in Theorie und Praxis des Bobsports, in die RSBO und die Monobobs ein. Anschließend werden die insgesamt vier Starthöhen der RSBO gemeinsam schrittweise nach dem Motto „Sicherheit und Gründlichkeit vor Schnelligkeit“ erarbeitet. Das heißt, erst wenn der Streckenabschnitt nach der untersten Starthöhe bis zum Ziel (fahr)sicher absolviert wird, erfolgt die Erarbeitung des Streckenabschnitts vom nächsthöheren Startpunkt aus. Helfer unterstützen die Sportler mit Handicap beim Ein-/Ausstieg sowie beim Transport an der Bahn.

Für Training und Wettkämpfe werden baugleiche Monobobs (Chancengleichheit) zur Verfügung gestellt, welche der Pilot alleine fährt/steuert.

Bereits in der Saison 2014/2015 nahm ein deutscher Athlet an Weltcupveranstaltungen des IBSF im Para Bob teil. Aufgrund seines Alters (über 40 Jahre) und seiner beruflichen Rahmenbedingungen ließen sich weitere Wettkampfteilnahmen leider nicht vereinbaren.

In der Saison 2015/16 nahm kein deutscher Athlet an internationalen Rennen teil. Erst in der Saison 2016/2017 stiegen wieder deutsche Athleten bei internationalen Trainingswochen des IBSF in den Monobob.

• Niko Johann und Kevin Lindner: beide Rollstuhlfahrer
• Tom Kierey (gehbehindert; Para-Kanute und Silbermedaillengewinner bei den Paralympics 2016 in Rio)

Der BSD hat daher ab der Saison 2017/2018 Sichtungs- und Trainingslehrgänge auf der Rennschlitten- und Bobbahn Oberhof (RSBO; u. a. BSD-Leistungszentrum Para Bobsport) organisiert und durchgeführt. Zu den bisher drei Sportlern kam Alex Feretos (Rollstuhlfahrer) hinzu. Diese vier Para Bobpiloten wurden durch erfahrene Trainer (und frühere Bobfahrer) auf die diesjährigen europäischen Para Bobwettkämpfe vorzubereitet. Ziel dabei war, mindestens einen Sportler für den Heimweltcup in Oberhof am 25./26. Januar 2018 an den Start zu bringen.

Aufgrund der hervorragenden Trainingsresultate wurden bereits für den Doppel-Weltcup bzw. für die Europameisterschaften in Innsbruck/Igls drei Sportler gemeldet (je Weltcup drei Starter/Nation). Aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle konnte nur Niko Johann starten – und das mit Bravour. In seinem ersten Weltcuprennen erzielte er Rang 12, im zweiten Rennen den sechsten Rang. Dies bedeutete in der EM-Wertung Rang fünf und 152 Punkte insgesamt. Damit belegt er in der IBSF Para Bobweltrangliste nach nur zwei Rennen Platz 14 (von 26 Athleten).

Beim ersten Para Bob-Weltcup im Frühjahr 2017 in Oberhof ging noch kein deutscher Para Bobpilot an den Start. Für den zweiten Heimweltcup am 25/26. Januar 2018 in Oberhof waren drei Para-Athleten für die Fahrt durch den Eiskanal nominiert. Der Deutsch-Grieche Alex Feretos, Niko Johann und Tom Kierey gingen an den Start und bildeten das erste deutsche Team bei einem IBSF-Weltcup, das von Roland Wetzig betreut wird.

Für Alex Feretos war es der erste Weltcupeinsatz. Er ging mit weiteren 15 Athleten – darunter zwei Frauen – an den Start. Letztlich belegte er Rang 15, einen Platz vor Niko Johann. Dieser belegte nach einem gutem ersten Lauf und einem Sturz im zweiten Lauf Rang 16. Die Rennen am Sontag endeten mit den guten Plätzen 8 für Niko Johann und Platz 11 für Alex Feretos. Tom Kierey konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an den Start gehen.

Anschließend geht es weiter zu den Weltcuprennen nach St. Moritz am 01. und 02. Februar 2018, wo unter der Leitung von Wolfgang Hoppe die einzigartige Naturbobbahn in Angriff genommen wird.

 

Empfang nach dem 1. Renntag (25. Jan) von li: Alex Feretos, Niko Johann, Kevin Lindner, Tom Kierey

Platz 1 bis 3 von li: Alvils Brants, Corie Mapp, Christ Rasmussen

2. Renntag (26. Jan) am Start von li: Niko Johann, Kevin Lindner

Alex Feretos

von li: Niko Johann, Kevin Lindner, Alex Feretos

Alex Feretos

Alex Feretos

Niko Johann

Bob: Deutsche Festspiele bei der Junioren-WM in St. Moritz

• Deutsche Athleten holen insgesamt 11 Titel

St. Moritz (bsd/28.01.2018) Am 27. und 28. Januar 2018 wurden im schweizerischen St. Moritz die Junioren-Weltmeisterschaften im Bob ausgetragen. Bei der IBSF Junioren-WM ging es in diesem Jahr erneut um Titel in zwei Kategorien. Neben der allgemeinen Junioren-WM-Wertung für die Nachwuchs-Sportler im Alter bis 26 gab es auch eine gesonderte U23-Wertung.

Am Samstag (27. Januar) eröffneten die Bewerbe der Zweierbob Männer das Wochenende mit einem deutschen Zweifacherfolg: Das Team um Richard Oelsner und Alexander Schüller gewann mit einem Vorsprung von knappen zwei hundertstel Sekunden. Zweiter wurde das Team um Christoph Hafer und Tobias Schneider, auf den dritten Platz fuhr das österreichische Team Maier/Walch (+ 0,16 Sek.). Die weiteren deutschen Teams Nolte/Bauer, Buchmüller/Ammour und Jannusch/Hertel belegten die die Plätze sieben bis neun.

In der U23-Wertung siegte ebenfalls das deutsche Team um Richard Oelsner und Alexander Schüller, vor dem rumänischen Team Tentea/Daroczi (+ 0,62 Sek.). Jonas Jannusch und Benedikt Hertel wurden mit 1,01 Sekunden Rückstand Dritter.



Im Frauenbob setzte sich das rumänische Team Grecu/Iusco mit einem Vorsprung von 31 hundertstel Sekunden an die Spitze. Zweiter wurde das deutsche Team um Laura Nolte und Lavinia Pittschaft, vor ihren Teamkolleginnen Kim Kalicki und Lena Zelichowski (+ 0,39 Sek.). Sabrina Duljevic und Lisa Gericke fuhren auf den zehnten Rang.

In der U23-Wertung holte sich Laura Nolte mit Lavinia Pittschaft den Junioren-WM-Titel. Das zweite deutsche Team um Duljevic/Gericke wurde Sechster.



Am Sonntag (28. Januar) standen abschließend die Rennläufe der Viererbobs auf dem Programm. Hierbei konnte die deutsche Mannschaft sogar mit einem Fünffacherfolg auftrumpfen.
Junioren-Weltmeister im Viererbob wurde das Team um Pilot Pablo Nolte, vor Christoph Hafer (+ 0,08 Sek.) und Bennet Buchmüller (+ 0,35 Sek.). Auf den vierten Rang fuhr Jonas Jannusch, Fünfter wurde Richard Oelsner.

In der U23-Wertung sicherte sich Richard Oelsner den dritten JWM-Titel an diesem Wochenende: Er gewann mit seinem Team vor Michael Vogt aus der Schweiz (+ 0,24 Sek.) und dem Russen Aleksandr Bredikhin (+ 0,87 Sek.).



Matthias Höpfner, Junioren-Bundestrainer, ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Es war ein fantastisches Ergebnis für die deutsche Mannschaft. Der letzte Tag war besonders spannend, der mit einem Fünffacherfolg im Viererbob endete. Hier haben wir unsere Vormachtstellung nochmal unter Beweis gestellt. Wir waren alle hochmotiviert und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Auch auf die Leistungen im Zweierbob mit Platz 1 und 2 und im Frauenbob mit Platz 2 und 3 bin ich sehr stolz. Die Mannschaft sich hat während der ganzen Saison sehr gut geschlagen und das lässt uns hoffnungsvoll auf die nächsten Jahre blicken.“

--> O-Ton Matthias Höpfner

 

Platzierungen der deutschen Bob-Athleten


Samstag, 27. Januar 2018

Zweierbob Männer
1. Platz: Richard Oelsner/Alexander Schüller
2. Platz: Christoph Hafer/Tobias Schneider
7. Platz: Pablo Nolte/Florian Wagner
8. Platz: Bennet Buchmüller/Issam Ammour
9. Platz: Jonas Jannusch/Benedikt Hertel

Zweierbob Männer U23
1. Platz: Richard Oelsner/Alexander Schüller
3. Platz: Jonas Jannusch/Benedikt Hertel

Frauenbob
2. Platz: Laura Nolte/Lavinia Pittschaft
3. Platz: Kim Kalicki/Lena Zelichowski
10. Platz: Sabrina Duljevic/Lisa Gericke

Frauenbob U23
1. Platz: Laura Nolte/Lavinia Pittschaft
6. Platz: Sabrina Duljevic/Lisa Gericke

Sonntag, 28. Januar 2018

Viererbob
1. Platz: Team Nolte (Mair/Sommer/Bauer)
2. Platz: Team Hafer (Salzer/Mrowka/Schneider)
3. Platz: Team Buchmüller (Krenz/Hammers/Laurenz)
4. Platz: Team Jannusch (Ebert/Jagusch/Heber)
5. Platz: Team Oelsner (Hertel/Schüller/Straub)

Viererbob U23
1. Platz: Team Oelsner (Hertel/Schüller/Straub)


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Bob: Nico Walther gewinnt Viererbob-Finale am Königssee

• Team Walther sichert sich dritten Saisonsieg im großen Schlitten
• Team Lochner verpasst das Podest und wird Vierter
• Team Friedrich wird Sechster

Königssee (bsd/21.01.2018) Nico Walther hätte seinem Anschieber Kevin Kuske wohl kein schöneres Abschiedsgeschenk machen können: Für den 39-jährigen Kuske war das Saisonfinale im Viererbob am bayerischen Königssee das letzte Weltcuprennen seiner Karriere – nach 17 Jahren verabschiedete sich der vierfache Olympiasieger aus dem Profisport und wird nach den Olympischen Winterspielen in PyeongChang die Bobspikes an den Nagel hängen.

Nico Walther sicherte sich mit der heutigen Platzierung seinen dritten Saisonsieg im großen Schlitten. Nach Halbzeitführung fuhr er mit seinem Team um Kevin Kuske, Alexander Rödiger und Eric Franke als Erster über die Ziellinie: „Für uns ist es extrem beruhigend, nach einem zweijährigen Testmarathon ein Gerät zu haben, mit dem wir konkurrenzfähig sind, wenn nicht sogar ein Stückchen voraus. Die Jungs waren heute brutal am Start, das war die absolute Grundlage für den Erfolg. Südkorea kann kommen, wir freuen uns darauf und schauen optimistisch Richtung Olympische Spiele.“

--> O-Ton Nico Walther


Den zweiten Platz belegten zeitgleich mit 36 hundertstel Sekunden Rückstand das österreichische Team um Pilot Benjamin Maier sowie das lettische Team um Oskars Melbardis.

Lokalmatador Johannes Lochner fuhr mit seinem Team um Christopher Weber, Joshua Bluhm und Christian Rasp auf den vierten Platz – um fünf hundertstel Sekunden mussten sie das Podest für Österreich und Lettland räumen: „Natürlich hatten wir mehr erwartet, aber irgendwie war heute ein bisschen die Luft raus. Wir hatten am Start Probleme, und auch während der Woche ist es im Vierer nicht so rund gelaufen. Ich habe die Linie in der Bahn dieses Mal nicht gefunden, wie es sonst der Fall ist. In ein paar Tagen werde ich mich dann auch über den Gesamtweltcupsieg freuen, wenn die Kristallkugel daheim steht. Für Korea rechnen wir uns große Chancen aus.“

--> O-Ton Johannes Lochner


Francesco Friedrich, Vortagessieger im Zweierbob, konnte den dritten Platz nach der Halbzeitführung nicht verteidigen – das Team mit Candy Bauer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis fiel auf den sechsten Platz zurück (+ 0,56 Sek.).

Cheftrainer René Spies: „Es waren zwei sehr gute Tage von uns. Gestern war ein überragender Tag, heute sah es auch erst einmal sehr gut aus, am Ende hat dann aber die Spannung bei Johannes Lochner und Francesco Friedrich etwas gefehlt. Die waren am Ende jetzt etwas müde und konnten die Spannung nicht mehr so aufbauen. Dann kommen sofort die Letten oder auch Benjamin Maier – das sind sechs, sieben Teams, die schlagen sofort zu. Das darf uns bei den Spielen nicht passieren. Nico Walther war heute fokussiert und wollte auch nochmal mit seinem Bob beweisen, dass er ganz nach vorne fahren kann. Das ist ihm auch gelungen und für mich heute der verdiente Sieger. Die starken Startzeiten von Nico waren heute überraschend, die anderen beiden waren etwas zu schwach. Nico scheint seine Olympiaform jetzt zu haben. Wir waren während der Saison sehr konstant, jetzt müssen wir schauen, dass wir bei den Spielen Medaillen holen. Die Weltcuprennen waren nur die Vorspeise, jetzt müssen wir schauen, dass es auch eine süße Hauptspeise gibt."

--> O-Ton René Spies


Den Gesamtweltcup im Viererbob der Saison 2017/18 gewann Johannes Lochner mit 1652 Punkten, vor seinen Teamkollegen Francesco Friedrich (1468 Pkte.) und Nico Walther mit 1421 Zählern.

Im Kombinationsweltcup setzte sich der Kanadier Justin Kripps mit 3051 Punkten an die Spitze. Zweiter wurde Francesco Friedrich mit 2972 Zählern, vor Johannes Lochner mit 2892 Punkten. Nico Walther wurde mit 2671 Zählern Vierter. (lr)


Platzierungen der deutschen Bob-Athleten

1. Platz: Nico Walther/Kevin Kuske/Alexander Rödiger/Eric Franke
4. Platz: Johannes Lochner/Christopher Weber/Joshua Bluhm /Christian Rasp
6. Platz: Francesco Friedrich/Candy Bauer/Martin Grothkopp/Thorsten Margis


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Bob: Sieg für Stephanie Schneider und Annika Drazek am Königssee

• Team Schneider/Drazek gewinnen mit neuem Startrekord Finale am Königssee
• Team Jamanka/Buckwitz verpassen knapp das Podest
• Team Köhler/Thöne werden 12ter

Königssee (bsd/20.01.2018) Nach dem sensationellen Zweifacherfolg der Zweierbob Männer sorgten auch die drei deutschen Frauenbob-Teams für ein tolles Mannschaftsergebnis beim Weltcupfinale am Königssee.

Pilotin Stephanie Schneider fuhr mit Anschieberin Annika Drazek auf den ersten Platz und sicherte sich damit ihren dritten Saisonsieg. Im zweiten Lauf stellten Schneider und Drazek zeitgleich mit der US-Pilotin Elana Meyers Taylor einen neuen Startrekord auf (5,11 Sek.): „Die Grundlage für das tolle Ergebnis waren sicher die Anschubzeiten. Ich denke, ausschlaggebend waren im zweiten Lauf auf jeden Fall meine Gerade und der Kreisel. Das sah im Training noch etwas anders, deshalb freue ich mich, dass ich es heute beim Rennen hinbekommen habe. Die Fahrt im zweiten Lauf hat sich sehr gut angefühlt – dass der Vorsprung dann doch drei Zehntel war, freut mich natürlich. Es wird spannend bei den Spielen.“

--> O-Ton Stephanie Schneider und Annika Drazek


Mariama Jamanka und Lisa-Marie Buckwitz wurden als zweitbestes deutsches Team Vierte. Sie verpassten um neun hundertstel Sekunden das Podest und mussten sich Kaillie Humphries (CAN) auf Platz zwei und Elana Meyers Taylor (USA) auf Platz drei geschlagen geben: „Wir waren etwas angeschlagen, haben uns aber gut steigern können. Wir sind erst das zweite Mal zusammen gestartet, aber wir sind guter Dinge und gespannt, was bei den Olympischen Spielen dann passieren wird. Unser schlechtester Platz in dieser Saison war in Park City mit Platz sechs, wir sind jetzt Dritte im Gesamtweltcup – damit kann ich in meiner dritten Weltcupsaison durchaus zufrieden sein. Wir freuen uns sehr auf die Spiele und darüber, dass wir mit dabei sind. Man wird sehen, was in den vier Läufen alles passiert.“

--> O-Ton Mariama Jamanka


Anna Köhler und Lisette Thöne fuhren mit 1,12 Sekunden Rückstand auf das Siegerteam auf Platz 12.

Den Gesamtweltcup der Saison 2017/18 gewann mit 1631 Punkten die Kanadierin Kallie Humphries. Zweite wurde Elana Meyers Taylor aus den USA mit 1591 Zählern. Den dritten Platz holte sich die deutsche Pilotin Mariama Jamanka (1538 Pkte.).
Stephanie Schneider wurde mit 1335 Punkten Gesamt-Fünfte, Anna Köhler holte sich in ihrer ersten Weltcupsaison mit 1160 Zählern den siebten Platz. (lr)

Platzierungen der deutschen Bob-Athletinnen

1. Platz: Stephanie Schneider/Annika Drazek
4. Platz: Mariama Jamanka/Lisa-Marie Buckwitz
12. Platz: Anna Köhler/Lisette Thöne

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Bob: Francesco Friedrich gewinnt Zweierbob-Finale am Königssee

• Team Friedrich/Margis sichern sich zweiten Saisonsieg im kleinen Schlitten
• Team Lochner/Weber auf dem zweiten Platz
• Team Walther/Kuske verpassen knapp das Podest

Königssee (bsd/20.01.2018) Das ewige Duell zwischen den beiden Bobpiloten „Franz“ und „Hansi“ endete beim Weltcupfinale im Zweierbob am Königssee mit dem Triumph von Francesco Friedrich über Lokalmatador Johannes Lochner.

Nach Halbzeitführung fuhr Friedrich mit seinem Anschieber Thorsten Margis mit 40 hundertstel Sekunden Vorsprung als Erster über die Ziellinie und verwies Lochner auf den zweiten Platz: „Wir haben uns gut auf den heutigen Wettkampf vorbereitet, es lief vor allem im Materialsektor richtig gut. Am Start und im Training diese Woche hätte es besser laufen können, aber das war eindeutig eine kleine Kampfansage an die anderen Teams heute. Wir können jetzt entspannt nach Korea fahren. Unser neuer Schlitten ist etwas anders und der passt jetzt. Wir müssen noch ein paar Fahrten in dem Schlitten machen, um mehr Lockerheit für die Lenkseile zu bekommen. Bezüglich der Startzeiten hätten wir uns besonders im zweiten Lauf noch etwas mehr vorgenommen. Aber wir sind sehr zufrieden.“

--> O-Ton Francesco Friedrich und Thorsten Margis


Der 27-jährige Berchtesgadener Johannes Lochner konnte seinen Vorjahressieg nicht verteidigen und belegte mit seinem Anschieber Christopher Weber Platz zwei: „Das ist das beste Ergebnis in dieser Saison. Wir sind am Anfang ja so gestartet, dass wir oft nicht wussten, ob wir in den zweiten Lauf kommen. Die Tendenz geht nach oben – ich habe wieder den Schlitten, den ich fahren will. Ich komme super mit dem Wallner-Schlitten zurecht. In den nächsten Wochen werden wir noch ein paar Kleinigkeiten abstimmen, aber prinzipiell haben wir jetzt wieder ein konkurrenzfähiges Material, mit dem wir in Korea hoffentlich um die Medaillen mitkämpfen können. Im zweiten Lauf waren ein paar kleine Fehler drin, aber der Rückstand auf Francesco Friedrich ist erklärbar. Wir werden jetzt sehr zuversichtlich weiterarbeiten.“

--> O-Ton Johannes Lochner

 
Auf den dritten Platz fuhr das kanadische Team um Justin Kripps und Alexander Kopacz mit 44 hundertstel Sekunden Rückstand.

Vierter wurde Nico Walther mit Anschieber Kevin Kuske. Er verpasste um 20 hundertstel Sekunden das Podest (+ 0,64 Sek.).

Den Gesamtweltcup 2017/18 im Zweierbob gewann mit 1631 Punkten der in dieser Saison überragende Kanadier Justin Kripps. Zweiter wurde Francesco Friedrich mit 1504 Zählern, vor Chris Spring aus Kanada (1347 Pkte.). Nico Walther wurde mit 1250 Zählern Gesamt-Fünfter, vor seinem Teamkollegen Johannes Lochner mit 1240 Punkten auf Rang sechs. (lr)

Platzierungen der deutschen Bob-Athleten

1. Platz: Francesco Friedrich/Thorsten Margis
2. Platz: Johannes Lochner/Christopher Weber
4. Platz: Nico Walther/Kevin Kuske

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Bob: Europacup-Finale in Winterberg – Podest fest in deutscher Hand

• Christoph Hafer gewinnt Gesamt-Europacup im Zweier- und Viererbob
• Christin Senkel holt sich Gesamt-Europacup-Sieg
• „Schwarz-rot-goldene Festspiele“ für BSD-Team

Winterberg (bsd/17.01.2018) Der letzte Europacup der Saison 2017/18 im nordrhein-westfälischen Winterberg hätte kaum besser laufen können. Das BSD-Team konnte sich in allen Disziplinen alle Postplätze sichern und feierte zum Abschluss noch einmal „schwarz-rot-goldene Festspiele“.

Am Freitag (12.01.) feierten die Schützlinge von Junioren-Bundestrainer Matthias Höpfner sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern einen Vierfacherfolg.

Bei den Männern konnte sich Pilot Richard Oelsner mit seinem Anschieber Alexander Schüller mit zweimal Laufbestzeit vor seinen Teamkollegen durchsetzen und feierte seinen ersten Saisonsieg. Mit 0,28 Sekunden Vorsprung verwiesen sie das Team um Christoph Hafer und Tobias Schneider auf Rang zwei. Das perfekte Mannschaftsergebnis komplettierten letztlich Pablo Nolte und Florian Bauer sowie Bennet Buchmüller und Issam Ammour auf den Plätzen drei und vier.

Die Frauen konnten am Samstagnachmittag ebenso an die Leistungen der Männer anschließen und sicherten sich im letzten Saisonrennen alle Podestplätze. Das Team um Christin Senkel und Lena Zelichowski hatte dabei die Nase vorne und gewann mit 0,12 Sekunden Vorsprung vor den Teamkolleginnen Kim Kalicki und Sarah Noll. Dritte wurden Laura Nolte und Vivian Hanusch vor Sabrina Duljevic und Lisa Gericke.

Am Samstag (13.01.) konnten die Männer ihre bestechende Form auch im Viererbob halten: Vortagessieger Oelsner fuhr mit 0,06 Sekunden Vorsprung an die Spitze und verwies Bobteam Hafer auf Platz zwei. Dahinter platzierten sich die Teams um Jonas Jannusch und Bennet Buchmüller auf den Rängen drei und vier.

Am Tag darauf wurde das finale Viererbob-Rennen ausgetragen. Dabei stand Team Oelsner zum dritten Mal an diesem Wochenende ganz oben auf dem Podest. Der 23-jährige Altenberger gewann mit 0,14 Sekunden Vorsprung vor den Teams um Pablo Nolte und Christoph Hafer. Das Team um Bennet Buchmüller sicherte sich Rang sieben.

In der Europacup-Gesamtwertung konnte sich Christoph Hafer mit zwei Saisonsiegen im kleinen sowie drei Saisonsiegen im großen Schlitten in beiden Disziplinen durchsetzen. Bei den Frauen holte sich Christin Senkel den Europacup-Gesamtsieg.

Mit diesen sensationellen Leistungen sowie allen Podestplätzen in der Tasche reist die Europacup-Mannschaft als eines der Favoritenteams zu den Junioren-Weltmeisterschaften, die am 27. und 28. Januar in St. Moritz (SUI) stattfinden.
 

Bob/Skeleton: 8. BMW IBSF World Cup Königssee, 19. – 21.01.18 / Vorschau

• Weltcupfinale und Olympia-Generalprobe am Königssee
• Lochner und Lölling vor Gesamtsieg im Weltcup
• Lokalmatadore Hermann, Fernstädt und Lochner wollen angreifen

Berchtesgaden-Königssee (bsd/15.01.2018) Der achte BMW IBSF Weltcup am Königssee ist zugleich das Weltcupfinale der Bob- und Skeletonsportler. Vom 19. bis 21. Januar 2018 können die letzten Weltcuppunkte gesammelt werden und am Ende eines jeden Renntages,  bei den Siegerehrungen werden die großen Kristallkugeln an die Gesamtsieger übergeben. Zwei deutsche Sportler sind für den Gesamtsieg besonders gut im Rennen. Lokalmatador und Viererbob-Weltmeister Johannes Lochner mit seinem Team und die Skeleton-Weltmeisterin aus dem Sauerland Jacqueline Lölling. Beide wollen sich am Königssee den Gesamtsieg holen und haben beste Chancen dafür.

Johannes Lochner steht nach dem vierten Viererbob-Sieg der Saison am 14. Januar im Schweizer Nobel-Wintersportort Sankt Moritz vor seinem ersten Gesamtsieg im BMW IBSF Weltcup. Mit Sebastian Mrowka, Joshua Bluhm und Christian Rasp hatte Lochner nach zwei Rennläufen auf dem Olympia Bobrun St. Moritz-Celerina 0,14 Sekunden Vorsprung auf das Team seines Kollegen Francesco Friedrich. Friedrich war 2017 bei der WM am Königssee zeitgleich mit Lochner Viererbob-Weltmeister. Der dritte deutsche Starter Nico Walther, WM-Dritter vom Königssee, hätte mit der dritten Laufzeit im ersten Durchgang für einen deutschen Dreifach-Erfolg im Viererbob sorgen können, wenn da nicht sein Bob um drei Kilo zu leicht gewesen wäre. Die Jury musste den Sachsen, der am Vortag noch den Zweierbob-Weltcup gewonnen hatte, disqualifizieren. Das wird ihm aber am Königssee sicher nicht noch einmal passieren.

In der Gesamtwertung zum BMW IBSF Viererbob Weltcup führt das Team von  Johannes Lochner vor dem Weltcupfinale am Königssee mit  1.460 Punkten. Francesco Friedrich liegt mit 1.292 Zählern auf dem zweiten Rang und der Kanadier Justin Kripps folgt mit 1.252 Weltcuppunkten auf dem dritten Platz.

Bei den Frauenbobs liegt das Team der Olympiasiegerin Kaillie Humphries (CAN, 1.421 Punkte) in Führung. Elana Meyers Taylor (USA, 1.391) ist vor dem Finale am Königssee  Gesamt-Zweite vor der für den BRC Thüringen startenden Berlinerin Mariama Jamanka (1.346 Punkte).

Bei den Männern im Zweierbob führt im Gesamtweltcup der Kanadier Justin Kripps souverän mit 1431 Punkten vor dem deutschen Team von Francesco Friedrich (1279 Punkte) und der Mannschaft von Chris Spring aus Kanada (1259 Zähler). Hier sollte der Sieg Justin Kripps bereits sicher sein, wenn nichts Außergewöhnliches mehr passiert.

Bob Cheftrainer René Spies: „Wir werden auch am Königssee wieder versuchen bei den Frauen einen Podestplatz zu erzielen. Bei den Männern möchten wir, sowohl im Zweier wie auch im Vierer, an die Erfolge von Sankt Moritz anknüpfen. Ziel ist es auch hier auf der Heimbahn, beim letzten Weltcup, eine sehr gute Leistung zu präsentieren. Deshalb erwarte ich, dass wir bei den Herren in beiden Disziplinen um den Sieg mitfahren. Wir haben leider immer noch das Ergebnis vom letzten Weltcup am Königssee vor den Olympischen Winterspielen vor vier Jahren in Sochi im Hinterkopf. Damals blieben wir im Zweier weit hinter den Erwartungen und dem Weltcup-Podium zurück. Dieses Mal wollen wir am Königssee zeigen, dass der Sieg in Korea nur über uns geht.“


Beim Skeleton der Frauen steht eine deutsche Athletin kurz vor dem Gesamtweltcup-Sieg, während bei den Männern ein Koreaner aktuell noch die Nase vorne hat. Weltmeisterin Jacqueline Lölling aus dem Hochsauerland (1.403 Punkte) könnte ihren Gesamtsieg aus dem Vorjahr wiederholen. Die Kanadierin Elisabeth Vathje liegt mit 1.318 Weltcuppunkten bereits ein Stück hinter der Deutschen, vor dem Finale am Freitag, 19. Januar am Königssee, zurück. Tina Hermann vom WSV Königssee folgt mit  1.294 Zählern auf dem gesamt dritten Rang.
Bei den Skeleton-Männern liegt der Koreaner Sungbin Yun mit 1.545 Punkten in Führung vor  Titelverteidiger Martins Dukurs aus Lettland (1.430). Da Sungbin beim Weltcupfinale am Königssee nicht an den Start geht, sondern sich auf der Olympiabahn in Korea individuell auf den Saisonhöhepunkt vorbereitet, wird Seriensieger Dukurs vermutlich seinen Titel zum neunten Mal in Folge verteidigen können. Der deutsche Vizeweltmeister Axel Jungk folgt mit 1.282 Weltcuppunkten aktuell auf Rang drei.

Skeleton-Cheftrainer Jens Müller: „Es geht in Königssee in erster Linie um die Gesamtweltcup¬-Wertung. Jacqueline Lölling ist in der besten Position diese zum zweiten Mal zu gewinnen. Tina Hermann ist auch noch in einer guten Ausgangsposition, sich unter den Top-3 hervorragend zu platzieren. Für Anna Fernstädt wird es darum gehen, ihre guten Leistungen von Altenberg und Sankt Moritz noch einmal zu bestätigen. Bei den Herren ist der Führende Sungbin aus Korea am Königssee gar nicht dabei, sodass ich davon ausgehe, dass Martins Dukurs den Gesamtsieg davontragen wird. Für Axel Jungk - als derzeit Dritten - wird es schwer da nochmal anzugreifen. Da müsste schon größeres passieren. Bei einer normalen Leistung wird Axel auf dem dritten Gesamtweltcupplatz bleiben. Für die anderen Jungs geht es darum, sich auf der Heimbahn nochmal Selbstbewusstsein zu holen. Wir wollen am Königssee zeigen, dass wir hier zu Hause sind und dass wir viel trainiert haben.“

Am Königssee steht die erste Kunsteisbahn der Welt. Vor 50 Jahren, im Jahr 1968 begann der Bau der Eisbahn am Fuße des Watzmanns. Im Januar 1969 wurde die Rennstrecke dann eröffnet. Seither fanden vier Weltmeisterschaften, in den Jahren 1986, 2004, 2011 und 2017,  des internationalen Bob- und Skeleton Verbandes auf der Bahn am Fuße des Watzmanns statt.


Vom Freitag, 19. bis Sonntag, 21. Januar 2018 findet am Königssee das Weltcupfinale und damit auch die Generalprobe für die am 9. Februar 2018 im südkoreanischen PyeongChang beginnenden XXIII. Olympischen Winterspiele statt. (mdp)




 

BSD-Nominierungen


Skeleton
Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland)
Tina Hermann (WSV Königssee)
Anna Fernstädt (RC Berchtesgaden)
Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg)
Christopher Grotheer (BSR Oberhof)
Alexander Gassner (BSC Winterberg)

Frauenbob
Bobteam Mariama Jamanka (BRC Thüringen): Jamanka/Buckwitz
Bobteam Stephanie Schneider (BSC Sachsen Oberbärenburg): Schneider/Drazek
Bobteam Anna Köhler (BSC Winterberg): Köhler/Nolte


Zweierbob Männer
Bobteam Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg): Friedrich/Margis
Bobteam Nico Walther (BSC Sachen Oberbärenburg): Walther/Kuske
Bobteam Johannes Lochner (BSC Stuttgart): Lochner/Weber

Viererbob
Bobteam Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg): Friedrich/Bauer/Grothkopp/Margis
Bobteam Nico Walther (BSC Sachsen Oberbärenburg): Walther/Kuske/Poser/Franke
Bobteam Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude): Lochner/Weber/Bluhm/Rasp


Zeitplan BMW IBSF Worldcup-Finale Königssee


Freitag, 19. Januar 2018
09:00 Uhr    BMW IBSF World Cup, Skeleton Frauen
12:00 Uhr     BMW IBSF World Cup, Skeleton Männer

Samstag, 20. Januar 2018
12:15 Uhr    BMW IBSF World Cup, Zweierbob Männer
15:15 Uhr    BMW IBSF World Cup, Frauenbob

Sonntag, 21. Januar 2018
16:00 Uhr    BMW IBSF World Cup, Viererbob


Bahn-Informationen Königssee

Land: Deutschland, Bundesland: Bayern
Name der Bahn: Deutsche Post Eisarena Königssee
Gesamtlänge: 1.675,4 m
Wettkampflänge: 1.251,2 m
Starthöhe: 730 m
Zielhöhe: 630 m
Durchschnittsgefälle: 9 %
Höhenunterschied: 120 m
Zahl der Kurven: 16


Bob: Johannes Lochner gewinnt Viererbob in St. Moritz

• Team Lochner mit viertem Saisonsieg im großen Schlitten
• Team Friedrich auf Platz zwei
• Team Walther nach 1. Lauf disqualifiziert

St. Moritz (bsd/14.01.2018) Bobpilot Johannes Lochner holte sich beim siebten BMW IBSF Bob- und Skeleton-Weltcup in St. Moritz seinen vierten Saisonsieg im großen Schlitten und untermauerte damit zugleich seine Vormachtstellung im Viererbob im Olympiawinter 2018. Mit 14 hundertstel Sekunden Vorsprung gewann Lochner mit seinem Team um Sebastian Mrowka, Joshua Bluhm sowie Christian Rasp und liegt nun mit 1460 Punkten im Gesamtweltcup an erster Stelle.

Francesco Friedrich musste weiter auf seinen ersten Saisonsieg im Viererbob warten – er belegte mit seinem Team um Candy Bauer, Martin Grothkopp sowie Thorsten Margis den zweiten Platz. Im Vierer-Gesamtweltcup liegt er mit insgesamt 1292 Punkten 168 Zähler hinter Lochner auf dem zweiten Platz.

Der dritte deutsche Pilot Nico Walther, der das gestrige Zweierbob-Rennen für sich entscheiden konnte, wurde am heutigen Tag nach dem ersten Lauf disqualifiziert.

Die letzte Station der BMW IBSF Bob- und Skeleton-Serie 2017/18 liegt im bayerischen Berchtesgaden-Königssee. Vom 19. bis 21. Januar 2018 findet das siebte Weltcup-Wochenende in der Deutsche Post Eisarena statt.

Die Viererbob-Rennen starten am Sonntag, 21. Januar um 16.00 Uhr mit dem ersten Lauf. Als absoluter Saisonhöhepunkt stehen anschließend ab 09. Februar die Olympischen Winterspiele in PyeongChang auf dem Programm. (lr)

Platzierungen der deutschen Bob-Athleten

1. Platz: Johannes Lochner/Sebastian Mrowka/Joshua Bluhm /Christian Rasp
2. Platz: Francesco Friedrich/Candy Bauer/Martin Grothkopp/Thorsten Margis

 

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Bilder: Viesturs Lacis/IBSF