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Rennrodeln: 9. Viessmann Rennrodel Weltcup der Damen in Altenberg

Dreifach-Triumph für Deutschland und Sieg in der Team-Staffel

Altenberg(bsd/26.02.2017) Die deutschen Rennrodel-Damen sorgten beim Weltcup-Finale im sächsischen Altenberg für einen perfekten Saisonabschluss und feierten einen sensationellen Dreifach-Erfolg.

Altenberg (bsd/26.02.2017) Die deutschen Rennrodel-Damen sorgten beim Weltcup-Finale im sächsischen Altenberg für einen perfekten Saisonabschluss und feierten einen sensationellen Dreifach-Erfolg.

Mit einem Vorsprung von 0,071 Sekunden gewann die Olympiasiegerin Natalie Geisenberger vor ihrer Teamkollegin und amtierende Weltmeisterin Tatjana Hüfner, die mit Bahnrekord im zweiten Lauf noch auf Rang zwei vorfahren konnte. Dajana Eitberger machte mit ihrem dritten Platz (+ 0,186) das Mannschaftsergebnis aus deutscher Sicht perfekt.

Youngster Julia Taubitz, die in Pyeong Chang die Woche zuvor ihr erstes Weltcup-Podest holen konnte, fuhr im letzten Rennen der Saison auf Rang sieben.

Die Weltup-Gesamtwertung 2016/17 gewann Natalie Geisenberger mit 982 Zählern vor Tatjana Hüfner (865) und Tatyana Ivanova (683).

Im Anschluss findet noch der Viessmann Team-Weltcup presented by BMW statt.

 

Platzierungen der deutschen Athletinnen

 

1. Natalie Geisenberger (SV Miesbach)

2. Tatjana Hüfner (RC Blankenburg)

3. Dajana Eitberger (RC Ilmenau)

7. Julia Taubitz (WSC Erzgeb. Oberwiesenthal)


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Gesamt-Weltcupstand ->

 

Team-Staffel

 

Als krönenden Abschluss holte das deutsche Quartett um Natalie Geisenberger, Felix Loch und Eggert/Benecken noch den Sieg in der Viessmann Team-Staffel. Platz zwei geht an Team Lettland, Dritter wurde Team Russland.

 

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Bob: BMW IBSF Bob- und Skeleton-WM am Königssee

Entscheidung Skeleton Männer: Axel Jungk gewinnt Silbermedaille

Königssee (bsd/26.02.2017) Nach den Titelkämpfen der Skeleton Frauen am Tag zuvor, bei der sich Jacqueline Lölling Gold und Tina Hermann Silber holten, wurde am Sonntag (26. Februar) schließlich der Weltmeister der Skeleton Männer gekürt.

Königssee (bsd/26.02.2017) Nach den Titelkämpfen der Skeleton Frauen am Tag zuvor, bei der sich Jacqueline Lölling Gold und Tina Hermann Silber holten, wurden am Sonntag (26. Februar) schließlich die Weltmeister der Skeleton Männer gekürt.

Die Goldmedaille holte sich der Halbzeitführende Martins Dukurs aus Lettland mit einem Vorsprung von 37 hundertstel Sekunden. Silber gewann Axel Jungk aus Deutschland, auf den dritten Platz fuhr Nikita Tregybov (RUS).

O-Ton Axel Jungk -->

 

Die weiteren deutschen Starter Alexander Gassner und Christopher Grotheer platzierten sich unter den Top Ten: Alexander Gassner wurde Fünfter, Christopher Grotheer fuhr auf den sechsten Platz.

O-Ton Alexander Gassner -->

O-Ton Christopher Grotheer -->

O-Ton Cheftrainer Jens Müller -->


Gleich im Anschluss finden ab 13.30 Uhr die finalen Rennläufe der Viererbobs statt und schließen somit die BMW IBSF Bob- und Skeleton-WM 2017 am Königssee ab.

Auflistung der deutschen Skeleton-Athleten

1. Platz: Axel Jungk
5. Platz: Alexander Gassner
6. Platz: Christopher Grotheer

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Rennrodeln: 9. Viessmann Rennrodel Weltcup der Herren in Altenberg

Loch und Ludwig fahren auf Podest

Altenberg (bsd/19.02.2017) Die deutschen Rennrodler mussten sich am Samstag (25.02.) beim Weltcup-Finale im sächsischen Altenberg knapp dem Russen Roman Repilov geschlagen geben.

Altenberg (bsd/25.02.2017) Die deutschen Rennrodler mussten sich am Samstag (25.02.) beim Weltcup-Finale im sächsischen Altenberg knapp dem Russen Roman Repilov geschlagen geben.

Felix Loch, der zur Halbzeit noch auf Platz drei lag, fehlten letztlich 0,461 Sekunden auf den Russen, der sich damit den Sieg im Gesamtweltcup 2016/17 (845 Zählern) vor Loch (748) sicherte.

Komplettiert wurde das gute deutsche Ergebnis von Johannes Ludwig, der den dritten Stockerplatz holen konnte.

Drittbester Deutscher wurde Chris Eißler mit Platz sechs, der somit ebenso ein Top-Ten Ergebnis schaffte. Christian Paffe belegte Rang 24.

Am Sonntag (26.02.) finden noch die Entscheidungen der Damen und der Viessmann Team-Staffel presented by BMW statt.

Platzierungen der deutschen Athleten

 

2. Felix Loch (RC Berchtesgaden)

3. Johannes Ludwig (BSR Oberhof)

6. Chris Eißler

24. Christian Paffe

 

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Gesamt-Weltcupstand Herren ->

 

 

 

Bob: BMW IBSF Bob- und Skeleton-WM am Königssee

Zwischenergebnis Viererbob: Team Lochner liegt auf 1. Platz

Königssee (bsd/25.02.2017) Am zweiten Wochenende der BMW IBSF Bob- und Skeleton-WM 2017 am Königssee werden die Weltmeistertitel im Skeleton sowie im Viererbob ermittelt.

Königssee (bsd/25.02.2017) Am zweiten Wochenende der BMW IBSF Bob- und Skeleton-WM 2017 am Königssee werden die Weltmeistertitel im Skeleton sowie im Viererbob ermittelt. Den Anfang machte am Samstag (25. Februar) die Entscheidung der Skeleton Frauen, bei der Jacqueline Lölling mit Gold und Tina Hermann mit der Silbermedaille für einen deutschen Zweifachtriumph sorgte.

Am Samstag wurden zudem noch die ersten beiden von insgesamt vier Rennläufen der Viererbobs der Männer ausgetragen.

Nach der Halbzeit liegt nun das Team um Johannes Lochner mit einem Vorsprung von drei hundertstel Sekunden an erster Stelle, vor ihren Teamkollegen um Francesco Friedrich. Dritter wurde das lettische Team um Oskars Melbardis.

O-Ton Johannes Lochner -->

O-Ton Team Lochner -->

 

O-Ton Francesco Friedrich -->


Nico Walther liegt mit seinem Team an fünfter Stelle, Juniorenweltmeister im Viererbob Bennet Buchmüller fuhr auf den 19. Rang.

Morgen werden ab 08.30 Uhr die letzten beiden Rennläufe der Skeleton Männer ausgetragen, ab 13.30 Uhr starten schließlich die finalen WM-Bewerbe der Viererbobs.

Auflistung der deutschen Bob-Athleten

1. Platz: Team Johannes Lochner (Kagerhuber/Bluhm/Rasp)
2. Platz: Team Francesco Friedrich (Bauer/Grothkopp/Margis)
5. Platz: Team Nico Walther (Kuske/Korona/Franke)
19. Platz: Team Bennet Buchmüller (Krenz/Scherer/Laurenz)

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Rennrodeln: 9. Viessmann Rennrodel Weltcup der Doppelsitzer in Altenberg

Eggert/Benecken siegen bei Weltcup-Finale

Altenberg (bsd/24.02.2017) Toni Eggert/Sascha Benecken haben am Samstag (25.02.) beim Weltcup-Finale im sächsischen Altenberg ihre Favoritenstellung in dieser Saison untermauert.

Altenberg (bsd/25.02.2017) Toni Eggert/Sascha Benecken haben am Samstag (25.02.) beim Weltcup-Finale im sächsischen Altenberg ihre Favoritenstellung in dieser Saison untermauert.

Das Duo, das sich bereits vorzeitig den Gesamtweltcup sichern konnte, holte sich mit zweimal Laufbestzeit den Sieg im letzten Rennen der Saison und machte damit ihren neunten Saisonsieg perfekt. Platz zwei ging an die Amerikaner Mortensen/Terdiman (0,358 sec.).

Sensationelle Dritte wurden die jungen Teamkollegen Robin Geueke/David Gamm (+ 0,399sec.), die zur Halbzeit sogar noch auf Rang zwei gelegen hatten.

Das dritte deutsche Duo Tobias Wendl/Tobias Arlt musste sich nach zwei verpatzen Läufen diesmal nur mit Rang 13 zufrieden geben.

 
Im Anschluss an die Doppelsitzer finden die Rennen der Herren statt.

 

Platzierungen der deutschen Athleten


1. Platz: Toni Eggert/Sascha Benecken (BRC Ilsenburg-Harz/RT Suhl)

3. Platz: Robin Geueke/David Gamm (BSD Winterberg)

13. Platz: Tobias Wendl/Tobias Arlt (RC Berchtesgaden/WSV Königssee)

 

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Skeleton: BMW IBSF Bob- und Skeleton-WM am Königssee

Endergebnis Skeleton Frauen: Zweifachtriumph für Deutschland

Königssee (bsd/25.02.2017) Am zweiten Wochenende der Bob- und Skeleton-WM 2017 am Königssee wurde am Samstagvormittag (25. Februar) der erste Weltmeistertitel vergeben – jener der Skeleton Frauen.

Königssee (bsd/25.02.2017) Am zweiten Wochenende der Bob- und Skeleton-WM 2017 am Königssee wurde am Samstagvormittag (25. Februar) der erste Weltmeistertitel vergeben – jener der Skeleton Frauen.
Aufgrund schlechter Witterungsverhältnisse am Vortag wurde der zweite Rennlauf abgebrochen, somit wurde die Skeleton-WM der Frauen in nur drei Rennläufen entschieden.
 
Die Goldmedaille holte sich die Halbzeitführende Jacqueline Lölling mit einem Vorsprung von 25 hundertstel Sekunden. Silber gewann ihre Teamkollegin und Weltmeisterin von 2016 Tina Hermann. Dritte wurde Lizzy Yarnold aus Großbritannien.

O-Ton Tina Hermann und Jacqueline Lölling -->

 

Die dritte deutsche Starterin Anna Fernstädt verpasste leider das Podest und fuhr auf den 4. Platz.

O-Ton Anna Fernstädt -->

O-Ton Cheftrainer Jens Müller -->

 



Im Anschluss an die Rennläufe der Skeleton Frauen werden ab 13.30 Uhr die ersten beiden von insgesamt vier Rennläufen der Viererbobs ausgetragen.

Auflistung der deutschen Skeleton-Frauen

 
1. Platz: Jacqueline Lölling
2. Platz: Tina Hermann
4. Platz: Anna Fernstädt

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Skeleton: Deutscher Junioren Cup in Winterberg

Winterberg (bsd/27.02.2017) Am Samstag (25. Februar) fand in der Veltins EisArena in Winterberg der Deutsche Junioren Cup im Skeleton statt, der in den Bereichen Junioren A (männlich & weiblich), Jugend (männlich & weiblich) und Junioren B (männlich & weiblich) ausgetragen wurde.

Winterberg (bsd/27.02.2017) Am Samstag (25. Februar) fand in der Veltins EisArena in Winterberg der Deutsche Junioren Cup im Skeleton statt, der in den Bereichen Junioren A (männlich & weiblich), Jugend (männlich & weiblich) und Junioren B (männlich & weiblich) ausgetragen wurde.

In der Junioren A-Kategorie bei den Männern gewann Fabian Küchler (RT Suhl) mit einem Vorsprung von nur einer hundertstel Sekunden, vor Felix Seibel (BRC Hallenberg) und Stefan Röttig (Eintracht Frankenhain).


Bei den Junioren A-Frauen sicherte sich Maxi Just (BSC Sachsen Oberbärenburg) mit einem Vorsprung von 23 hundertstel Sekunden den ersten Platz. Zweite wurde Corinna Leipold (BRC Thüringen), auf den dritten Platz fuhr Janine Becker (BSC Winterberg).



In der Jugend-Gruppe der Männer fuhr Robin Schneider (RC Ilmenau) mit einem Vorsprung von 1,56 Sekunden auf den ersten Platz, vor Cedric Renner (RC Berchtesgaden) und Ludwig Mannhard (SC Steinbach-Hallenberg).


Bei den Frauen (Jugend) gewann Vanessa Voß (BSC Winterberg) mit einem Vorsprung von 3,53 Sekunden. Zweite wurde Josefa Schellmoser (RC Berchtesgaden), Dritte Nele Kaschinski (RT Suhl).



In der Junioren B-Kategorie der Männer sicherte sich wie auch schon in der Junioren A-Kategorie Fabian Küchler (RT Suhl) mit einem Vorsprung von einer hundertstel Sekunden den Sieg, vor Felix Seibel (BRC Hallenberg) und Stefan Röttig (Eintracht Frankenhain).
Bei den Frauen (Junioren B) gewann Susanne Kreher (BSC Sachsen Oberbärenburg) mit einem Vorsprung von 78 hundertstel Sekunden. Zweite wurde Luisa Hornung (BRC 05 Friedrichroda), auf den dritten Platz fuhr Vanessa Voß (BSC Winterberg).

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Skeleton: BMW IBSF Bob- und Skeleton-WM am Königssee Zwischenergebnis Skeleton Frauen: Zweifachführung für deutsche Damen

Königssee (bsd/24.02.2017) Nach dem Rennen der Skeleton Herren fanden am Freitagnachmittag (24.02.) im Rahmen der BMW IBSF Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften am Königssee noch die Rennläufe der Skeleton Damen statt.

Königssee (bsd/24.02.2017) Nach dem Rennen der Skeleton Herren fanden am Freitagnachmittag (24.02.) im Rahmen der BMW IBSF Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften am Königssee noch die ersten Rennläufe der Skeleton Damen statt.

Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse und somit unfairen Bedingungen wurde der zweite Rennlauf der Damen abgebrochen. Damit wird die Skeleton-WM der Damen in nur drei Rennläufen entschieden.

Somit führt zur Halbzeit Jacqueline Lölling mit 0,6 Sekunden Vorsprung vor ihre Teamkollegin und Lokalmatadorin Tina Hermann. Auf Bronzekurs liegt vor den beiden Entscheidungsläufen am Samstag die Kanadierin Elisabeth Vathje (+ 0,25 sec.).

Lokalmatadorin Anna Fernstädt platzierte sich nach dem ersten Lauf auf Rang sieben (0,42 sec.).


Am Samstagvormittag (25. Februar 2017) werden die Entscheidungen der dritten und vierten Rennläufe ausgetragen.

 

O-Töne

 

Jacqueline Lölling

Tina Hermann

 

Auflistung der deutschen Skeleton-Frauen zur Halbzeit

 

1. Platz: Jacqueline Lölling
2. Platz: Tina Hermann
7. Platz: Anna Fernstädt

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Skeleton: BMW IBSF Bob- und Skeleton-WM am Königssee Zwischenergebnis Skeleton Herren: Dukurs führt nach Halbzeit

Königssee (bsd/24.02.2017) Nach dem erfolgreichen Abschneiden der BSD-Athleten und Athletlinnen am ersten WM-Wochenende werden am Freitag und Samstag (24./25.02.) die WM-Entscheidungen im Skeleton ausgetragen.

Königssee (bsd/24.02.2017) Nach dem erfolgreichen Abschneiden der BSD-Athleten und Athletlinnen am ersten WM-Wochenende werden am Freitag und Samstag (24./25.02.) die WM-Entscheidungen im Skeleton ausgetragen. Am Freitagmittag eröffneten die Skeleton-Herren das zweite WM-Wochenende mit den ersten zwei von insgesamt vier Läufen.

Nach den ersten beiden Rennläufen liegt Martins Dukurs (LAT) souverän an der Spitze. Der Lette führt mit 0,76 Sekunden Vorsprung auf den Russen Nikita Tregybov.

Nur knapp dahinter (+0,86 sec.) platzierte sich Axel Jungk auf dem Bronzerang. Der Halbzeitvierte konnte mit einem guten zweiten Lauf noch aufs Podest vorfahren. 

Auch die weiteren deutschen Starter liegen allesamt unter den Top-Sechs. Alexander Gassner, der nach Lauf eins sogar auf Rang drei gelegen hatte, platzierte sich auf Rang fünf  (+ 0,97 sec.) unmittelbar vor seinem Teamkollegen Christopher Grotheer (+ 1,39 sec.).

Am Sonntag  (26. Februar 2017) fällt dann die Entscheidung der finalen Rennläufe der Skelton-Herren.

 

O-Ton

 

Alexander Gassner

 

Axel Jungk

 

Christopher Grotheer

 

Auflistung der deutschen Skeleton-Männer nach dem 2. Rennlauf

 

3. Platz: Axel Jungk
5. Platz: Alexander Gassner
6. Platz: Christopher Grotheer

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Der schmale Grat zwischen kompletter Niederlage und Triumph

Interview mit Bob-Cheftrainer René Spies über die Heim-WM am Königssee

Nach den ersten Wettkämpfen bei den IBSF Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften haben wir mit dem deutschen Bob-Cheftrainer René Spies gesprochen. Über seine erste Bilanz, das kommende Wochenende und die nächste Saison.

Nach den ersten Wettkämpfen bei den IBSF Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften haben wir mit dem deutschen Bob-Cheftrainer René Spies gesprochen. Über seine erste Bilanz, das kommende Wochenende und die nächste Saison.

Wie fällt die Bilanz nach dem Zweierbob der Damen aus?


René Spies: Ich denke, dass wir unser Ziel erreicht haben. Patz vier haben wir auch ausgegeben. Wir wussten dass Elana Meyers Taylor (USA, Gold), Kaillie Humphries (CAN, Silber) und Jamie Greubel Poser (USA, Bronze) ganz schwer zu schlagen sein werden, weil sie einfach viel mehr Wettkampf-Erfahrung haben als unsere Mädchen. Genau das haben sie auch gezeigt. Sie waren ganz ruhig, haben wenig Fehler gemacht und daher hochverdient die ersten drei Plätze belegt. Wir sind mit Platz vier sehr zufrieden, weil die Zielsetzung erfüllt ist.


Stimmt dieses Ergebnis zuversichtlich für die kommende Olympia-Saison?

Spies: Wir wissen, dass der Abstand zu den dreien sehr groß ist. Das ist so. Wir werden trotzdem versuchen, diesen Abstand zu verkürzen und wir müssen einfach, wenn eine dieser drei Damen bei Olympia patzt, da sein und müssen dann die Chance nutzen. Das wird die Strategie sein und die Ausrichtung für die Olympia-Saison.


Wie sieht es nach dem Zweierbob der Herren aus? Mit Gold und Bronze muss man doch zufrieden sein?


Spies: Gold und Bronze ist super. Gold und Silber wäre nicht auszuhalten. Von mir aus hätte Franz (Francesco Friedrich) die Gerade in einem Lauf quer runter kommen können, aber alle vier Läufe waren sehr gut. Johannes Lochner war in den letzten zwei Wochen arg gebeutelt, einmal durch den Sturz in St. Moritz und einen langwierigen Infekt, der Anfang der Woche nochmal schlimmer geworden ist. Von daher hat er einfach nicht die körperliche Verfassung, um vorne einzugreifen. Deshalb bin ich mit dem dritten Platz sehr, sehr zufrieden.

Nico Walther war zu schwach. Nico ist für mich ein Pilot, wo man die Messlatte ganz, ganz hochlegen muss. Das ist sein eigener Anspruch und den hab ich auch an ihn. Er hat eine sehr sensible Kufe gefahren, das wussten wir im Vorfeld, aber das war mir fahrerisch in den ersten beiden Läufen zu wenig.

Bei Richard Oelsner ist mir klar, dass er mit dem Material, das er unterm Hintern hat, nicht vorne unter die Top Ten fahren kann,aber ich erwarte einfach, dass er vier saubere Läufe runter bringt. In den ersten beiden war das nicht der Fall. Von dem her bin ich mit diesen beiden Teams nicht sehr zufrieden.


Mit Gold und Bronze im Zweier-Bob und Gold und Silber im Team-Wettbewerb sind die Ziele für die Weltmeisterschaft im Viererbob klar, oder?


Spies: Wir haben die letzten beiden Weltcups im Zweier und im Vierer am Königssee gewonnen. Wenn ich jetzt sage, wir fahren um Platz drei, dann glaubt mir das keiner. Das wäre auch gelogen. Natürlich wollen wir um Gold fahren, das ist klar. Ob das am Ende gelingt, das ist eine ganz andere Sache.


Ist eine Heim-WM leichter oder schwerer für die Athleten?


Spies: Es sieht immer recht einfach aus, jetzt auch mit dem Vorsprung von Francesco. Die WM ist der Höhepunkt im Jahr. Da ist es schon mal an sich schwierig, zu diesem Zeitpunkt die Leistung abzurufen. Bei einer Heim-WM ist es insofern noch mal schwieriger, weil man eigentlich seit zwei Monaten nur hört, dass man Weltmeister wird; dass die deutschen Favoriten sind und alles abräumen werden und dass man sich schon blöd anstellen muss, auf der Heimbahn und so weiter. Der Druck ist also wahnsinnig groß, das merkt man auch, wenn man im Mannschaftshotel ist. Bei den Mahlzeiten vor den Wettkämpfen kann man eine Stecknadel fallen hören. Da sieht man, was für ein Druck auf den Athleten lastet.

Königssee ist dann auch noch die Bahn, wo man das S4 treffen muss. Da ist der Grad manchmal ganz schmal zwischen kompletter Niederlage und Triumph. Von daher gibt es ein paar Komponenten, die den Druck bei so einer Heim-WM in Königssee wirklich sehr erhöhen.

War es als Pilot oder ist als Trainer leichter, bei den Weltmeisterschaften dabei zu sein?


Spies:
Von Freitag auf Samstag habe ich nicht viel geschlafen, weil man es nicht in der Hand hat. Man geht alle Sachen nochmal durch: hat man an alles gedacht, sind die Athleten bestens vorbereitet, werden die Kufen die richtigen sein. Du bist einfach machtlos, stehst daneben und wünscht ihnen alles Gute. Du hoffst, dass sie es machen.

Als Pilot hat man es selber in der Hand gehabt, das war irgendwie in dem Moment leichter. Trotzdem macht’s mir ganz viel Spaß. Es ist ein super Team und ich freu mich, mit ihnen in die nächste Saison zu gehen.